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  • Du bist mir täglich nahe

    Rummelsberger Brevier

    Herausgegegen von Helmut Millauer und Michael Herrmann

    in Zusammenarbeit mit Thomas Bielefeldt, Gabriele Gerndt, Günter Feitl,

    Siegfried Parche, Ulrich Schindler

    im Auftrag der Rummelsberger Brüderschaft

    Band 2

    Gütersloher Verlagshaus

  • Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deut- schen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    1. Auflage Copyright © 2008 by Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München

    Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbe- sondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

    Umschlaggestaltung: Init GmbH, Bielefeld Satz: SatzWeise, Föhren Druck und Einband: Druckerei C. H. Beck, Nördlingen Printed in Germany ISBN 978-3-579-05902-0 Bezug nur als Gesamtwerk in drei Bänden über die ISBN 978-3-579-05900-6

    www.gtvh.de

  • Inhaltsverzeichnis Band 2

    Passionszeit Zeit der Trauer 677 Karwoche Der Gang ans Kreuz 679

    Palmsonntag 661 Gründonnerstag 697 Karfreitag 702 Karsamstag 707

    Das heilige Osterfest und die österliche Freudenzeit Zeit des Lebens 713 Ostern Auferstehung des Herrn 715

    Ostersonntag 715 Ostermontag 720

    Quasimodogeniti Die neue Geburt 750 Miserikordias Domini Der gute Hirte 783 Jubilate Die neue Schöpfung 816 Kantate Die singende Gemeinde 848 Rogate Die betende Kirche 878

    Christi Himmelfahrt 897 nach Himmelfahrt 902

    Exaudi Die wartende Gemeinde 911

    Das heilige Pfingstfest Zeit der Zuversicht 941 Pfingsten Ausgießung des Geistes 943

    Trinitatis Zeit der Begegnung 975 Trinitatis Der dreieinige Gott 978 1. nach Trinitatis Gottes Wort verkündigen 1010 2. nach Trinitatis Der Einladung folgen 1041 3. nach Trinitatis Versöhnung erfahren 1072

    V |

  • 4. nach Trinitatis Einander annehmen 1103 5. nach Trinitatis Dem Ruf folgen 1135 6. nach Trinitatis Aus der Taufe leben 1167 7. nach Trinitatis Gäste Gottes sein 1199 8. nach Trinitatis Kinder des Lichtes sein 1231 9. nach Trinitatis Anvertraute Gaben einsetzen 1264

    Anhang VII Gesamtübersicht der Sonn- und Festtage des Kirchenjahres und ihre Leitbilder VII Quellenverzeichnis zu Band 2 XI

    | VI

  • Ein Ende, das den Anfang macht Zeit der Trauer

    Rummelsberger_Brevier_Kapitel.in5 5 03.07.2008 14:35:11 Uhr

  • Einführung

    Ursprung der Heiligen Woche ist das Osterfest selbst, dem das Gedächt- nis der Leiden Jesu vorgelagert wurde, als sich die Ankunft des Herrn verzögerte, denn nun erfuhr die Kirche, dass sie vom Weg des Leidens nicht befreit ist, wohl aber in der Auferstehung eine große Verheißung hat. Augustin spricht im 5. Jahrhundert von dem heiligen „Triduum“ „des gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Christus“, das sich im Gebrauch der Kirche auf die Tage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag verlagerte. In Jerusalem feierte man schon im 3. Jahrhundert die ganze „Heilige Woche“, beginnend mit dem Sonntag, Palmarum, endend mit der Feier der Osternacht. Hier bemühte man sich, den Weg Jesu so treu wie mög- lich nachzugehen. Von den acht Tagen der Heiligen Woche her empfängt der Christ Kraft und Mut, den Weg durch die Leiden dieser Welt zur Gemeinschaft aller Heiligen in der Auferstehung mit unserem Herrn Jesus Christus zu gehen. Das Kirchenjahr führt zu dieser Heiligen Woche hin, hat hier – besonders aber mit Ostern! – seinen Höhepunkt, um von diesem Höhepunkt aus dann im Laufe der Trinitatiszeit einzelne Gesichtspunkte des Lebens unter der Führung Gottes zu betrachten.

    Impuls zum Nachdenken: Kar-Woche, Kar-Freitag und Kar-Samstag stehen für „Klage“. Neh- men Sie diese Tage einmal auch zum Anlass, sich ganz konkret zu erinnern, wo Sie Not, Verletzungen und Kränkungen erlitten haben in Ihrem eigenen Leben – so wie Jesus in seinem. Das alles ernst zu nehmen und mit vertrauenswürdigen, erfahrenen Menschen zu teilen, kann Anfang sein für große Entlastung und innere Heilung.

    | 678

  • Der sechste Sonntag der Passionszeit wird auch Palmarum, d.h. Sonntag der Palmzwei- ge, genannt. Mit diesem Sonntag beginnt die Karwoche. (Das althochdeutsche Wort kara bedeutet Sorge, Kummer, Wehklage.) Der Mittwoch bekam schon früh als Tag des Verrats Bedeutung. Der Name Gründonnerstag ist nicht eindeutig zu erklären. Sinnvoll wäre die Ableitung vom althochdeutschen „grinen“ = klagen oder von dem Brauch, an diesem Tag die Büßer als „grünende Zweige“ wieder in die Abendmahlsgemeinschaft aufzunehmen. Der Karfreitag wird auch Großer oder Stiller Freitag genannt. Er wird seit frühester Zeit als Bußtag begangen. Aus dem zweiten Jahrhundert ist ein zweitägiges Trauerfasten bezeugt, das am Karfreitag begann und mit der Abendmahlsfeier in der Osternacht endete. Es wurde später auf die ganze Karwoche ausgedehnt, bis Ende des vierten Jahrhunderts die 40-tägige Fastenzeit üblich wurde. Der Karsamstag ist der Gedächtnistag der Grabesruhe Jesu. Es ist Brauch, die Kerzen in der Sterbestunde Christi zu löschen. Orgel und Glocken schweigen. Erst in der Osternacht erstrahlt das Licht und erklingt der Jubel von neuem.

    Morgengebet

    Wochenspruch | Johannes 3, 14b-15 Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glau- ben, das ewige Leben haben.

    Eingangsgebet Jesus Christus, Brot des Lebens, mit Brot und Wein gibst du den Dei- nen Anteil am göttlichen Geheimnis deines Lebens, hebst die Tren- nung auf, die unsere Schuld bewirkt hat, und nimmst uns mit auf deinen Weg der Hingabe und des Leidens zum ewigen Leben. Halte uns fest in deiner Gemeinschaft, dass wir bei dir bleiben, wie du bei uns bleibst in Ewigkeit.

    Lied EG 87 Du großer Schmerzensmann

    679 |

    Palmsonntag Der Gang ans Kreuz Karwoche

  • Psalm der Woche | Psalm 69, 17–19.30–31 Erhöre mich, HERR, denn deine Güte ist tröstlich;

    wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit

    und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte, denn mir ist angst; erhöre mich eilends.

    Nahe dich zu meiner Seele und erlöse sie, erlöse mich um meiner Feinde willen.

    Ich aber bin elend und voller Schmerzen. Gott, deine Hilfe schütze mich!

    Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will ihn hoch ehren mit Dank.

    Tageslese | Johannes 12, 12–19 Als die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem käme, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel! Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, wie geschrieben steht: „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen“. Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so mit ihm getan hatte. Das Volk aber, das bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmte die Tat. Darum ging ihm auch die Menge ent- gegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; sie- he, alle Welt läuft ihm nach.

    Wort zum Weiterdenken | Kurt Wolff Alle Welt läuft ihm nach Aus Jerusalem strömen

    | 680

    Palmsonntag Der Gang ans Kreuz Karwoche

  • die Leute Jesus entgegen der auf einem Esel reitet der keine Furcht verbreitet Die Obrigkeit fürchtet Aufruhr Gefährlich sind Leute ohne Furcht

    Gebet Jesus Christus, wir bitten dich, erhalte uns durch die Kraft deines Lei- dens und Sterbens in deiner Gemeinschaft. Gib uns deine Gnade, dass wir das Geheimnis deines Kreuzes erkennen und dadurch im Glauben gestärkt, in der Hoffnung getröstet und in der Liebe zu dir und den Menschen entzündet werden.

    Stille

    Vaterunser

    Segen | 2. Thessalonicher 3, 3 Der Herr ist treu; er stärke und bewahre uns vor dem Bösen. Amen.

    Mittagsgebet

    Eingangsgebet In dir sein, unser Gott, das ist alles. Das ist das Ganze, das Vollkom- mene, das Heilende. Wir brauchen nicht zu reden, damit du uns hörst. Wir brauchen nicht aufzuzählen, was uns fehlt. In dir sein, Gott, das ist alles, was wir uns erbitten.

    681 |

    Palmsonntag Der Gang ans Kreuz Karwoche

  • Tagespsalm | Psalm 118, 19–20.26.28 Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit,

    dass ich durch sie einziehe und dem HERRN danke. Das ist das Tor des HERRN;

    die Gerechten werden dort einziehen. Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!

    Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid. Du bist mein Gott, und ich danke dir;

    mein Gott, ich will dich preisen.

    Lesung | Johannes 12, 13b Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!

    Stille

    Friedensgebet Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine.

    Segen | Philipper 4, 7 Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

    Abendgebet

    Eingangsgebet Herr Gott, der du im Lichte wohns