Erfurt besser machen

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    06-Mar-2016
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Keine Steuererhöhung mit der CDU ► Hintergründe: Deutsche aus Russland gedenken Umsiedlung ► Folklorefestival „Danetzare“ ► Termine

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  • WWW.CDU-FRAKTION-ERFURT.DE SOMMER 2011

    CDU: Weitere Steuererhhungen - Nein, danke! Doppelhaushalt offenbart bereits im ersten Jahr seine Grenzen

    Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat kritisiert die uerungen des Ober-brgermeisters der vergangenen Ta-ge. Dieser beklagte sich ber mgli-che Mindereinnahmen von 23 Millio-nen Euro fr das Jahr 2012. Im selben Kontext sprach er bereilt von Steuer- und Gebhrenerhhungen fr die Erfurter Brger sowie von Kr-zungen bis zu einem Drittel der freiwil-ligen Leistungen der Stadt Erfurt, was sich beispielsweise negativ auf den sozialen, kulturellen Bereich etc. aus-wirken knnte. Um von seinem Miss-management abzulenken, zeigte er einmal mehr mit dem Finger auf das Land Thringen. Wahlkampftaktik Doppelhaushalt gescheitert Die Augenwischerei Doppelhaushalt ist gescheitert. Der Beschluss des Doppelhaushaltes fr 2011 und 2012 vom 19. Januar diesen Jahres offenbart mit Blick auf ein potentielles Einnahmedefizit fr 2012 schon jetzt dessen Begrenztheit, kommentiert Fraktionschef Michael Panse. Er erklrt weiter: Die CDU-Fraktion kritisierte bereits damals den Entwurf des Doppelhaushaltes als Wahlkampf-

    strategie des Oberbrgermeisters, der sich damit unbequeme Themen fr das Wahljahr 2012 aus dem Weg rumen wollte. Damit wgt er sich jedoch in einer augenscheinlich trgerischen Sicherheit. Der Bumerangeffekt der planerischen berschtzung in einer Zeit ohnehin knapper Kassen wird nun fr den Erfurter Doppelhaushalt deutlich sichtbar. Effektive Verwaltungsstrukturen statt Steuererhhungen Die CDU-Fraktion fordert effektive Verwaltungsstrukturen statt weitere Steuer- und Gebhrenerhhungen. Voraussichtlich stehen der Stadt Erfurt ausreichend Mittel zur Verfgung, um den kommunalen Pflichten nachzuge-hen. Die Installation neuer kommunaler Planungsstrukturen wrde demnach nicht nur der Notwendigkeit des Spa-rens gerecht werden. Letztlich knnten eine effiziente Aufgabenverteilung und eine effektive Verwaltungsstruktur der Erfurter Stadtkasse zugute kommen und positiv zu Buche schlagen. Als Reaktion auf eine noch ungeklrte Entwicklung auf Landesebene sig-nalisierte der Oberbrgermeister je-doch Steuer- und Gebhrenerhhungen

    sowie Krzungen diverser frei-williger Leistungen seitens der Stadt. Michael Panse stellte daher deutlich klar: Steuer- und Gebhrenerhhungen so-wie die Streichung wichtiger Leistungen stehen fr die CDU-Fraktion in keiner Weise zur Diskussion. Diese gehen zu Lasten der Brgerinnen und Brger. Vielmehr muss der Oberbrgermeister seine Haus-

    aufgaben erledigen und die strukturelle Entwicklung der stdtischen Ver-waltung nachhaltig in den Blick neh-men. Zwar erkennt der Oberbrger-meister die Engpsse in der Mitarbei-terschaft, schlussfolgert daraus aber nicht, dass mit einer verbesserten Ver-waltungsstruktur nicht nur der stdti-sche Haushalt entlastet wrde, sondern auch die Mitarbeiter und zuletzt die Erfurter selbst. Die uerungen des Oberbrgermeis-ters verunsichern die Menschen in Er-furt. Die CDU-Fraktion fordert nun eine offene Diskussion im Stadtrat, bei der alle Fakten deutlich auf den Tisch ge-legt werden mssen, um in Anbetracht der Einnahmesituation genauere Schlsse zu ziehen und entsprechend agieren zu knnen, unterstreicht Mi-chael Panse abschlieend.

    AKTUELL

    WEITERE INHALTE Ausschreibung:

    CDU-Fraktion sucht Mitarbeiter

    Hintergrnde: Deutsche aus Russland gedenken Umsiedlung

    Folklorefestival Danetzare

    Termine

  • Seite | 2

    WWW.CDU-FRAKTION-ERFURT.DE SOMMER 2011

    STADTRAT AKTUELL

    Stellenausschreibung

    Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat schreibt zur Besetzung der Fraktionsgeschftsstelle eine bis Dezember 2011 befristete Teilzeitstelle mit 30 h/Woche fr eine/einen

    Referentin/Referenten aus. Arbeitsschwerpunkte: kontinuierliche, inhaltliche Pflege der Internetkommunikation Mitwirkung an der ffentlichkeitsarbeit der Fraktion Verfassen von eigenstndigen Beitrgen fr Publikationen Vorbereitung und Aufarbeitung der Ausschuss-, und

    Stadtratssitzungen organisatorische Untersttzung der Fraktionsarbeit

    Wir erwarten: Sicherheit im Umgang mit Textverarbeitung, Pflege und

    Aktualisierung von Internetseiten auf CMS-Basis Erfahrung im Umgang mit komplexen Sachverhalten, persnliche

    Zuverlssigkeit und effektive Arbeitsweise Bereitschaft zur flexiblen Gestaltung der Dienstzeiten Bereitschaft zur Teamarbeit und Einsatzfreude Mitgliedschaft in der CDU

    Wir bieten: eine den Ttigkeitsmerkmalen angemessene Vergtung verantwortungsvolles Aufgabenspektrum in einem

    leistungsorientierten Team der Fraktionsgeschftsstelle

    Wenn Sie glauben, diesen Anforderungen zu entsprechen, wrden wir uns freuen, Sie kennenzulernen. Senden Sie bitte Ihre aussagekrftigen Bewerbungsunterlagen mit Angabe des frhst mglichen Antrittstermins bis zum 29. Juli 2011 in schriftlicher Form an:

    CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat Fraktionsvorstand Kennwort: Bewerbung Fischmarkt 1

    99084 Erfurt

    KALENDER:

    Juli

    21. Juli 2011, 17 Uhr Bau- und Verkehrs-ausschuss

    August

    3. August 2011, 17 Uhr Ausschuss fr Finanzen, Liegenschaften, Rech-nungsprfung und Verga-ben

    13. August 2011 50. Gedenktag Bau der Mauer

    17. August 2011, 17 Uhr Ausschuss fr Finanzen, Liegenschaften, Rech-nungsprfung und Verga-ben

    20. August 2011, 14 Uhr im Festsaal des Rathau-ses; Landsmannschaft der Deutschen aus Russ-land 70. Jahrestag Erlass zur bersiedlung der Deut-schen in der UdSSR (siehe Beitrag Seite 3)

    22. August 2011 Fraktionssitzung in der Jugendberufsfrderung Erfurt gGmbH

    September

    5. September 2011 Fraktionssitzung

    7. September 2011 Stadtratssitzung

  • WWW.CDU-FRAKTION-ERFURT.DE

    HINTERGRNDE

    70. Jahrestag - Erlass zur bersiedlung der Deutschen in der UdSSRGedenkveranstaltung am 20. August

    von Tamara Barabasch In der Geschichte sind drei Wellen bekannt, in denen Deutsche nach Russland umsiedelten: Die ersten Deutschen als ausgebildete Fachkrfte sind schon vor ca. 500 Jah-ren fr einen lngeren Aufenthalt nach Russland gekommen. Der grte Einreiseschub war in der Zeit von Peter I. (16891725). In die-sen Zeiten brauchte Peter I. viele aus-gebildete Fachleute: Offiziere, Wissen-schaftler, Baumeister und Handwer-ker. Seit dieser Zeit bildeten sich deutsche Bevlkerungsteile in Russ-land. Es wurde eine Deutsche Vor-stadt in Moskau gegrndet. Katharina II. versprach 1763 den Kolo-nisten verschiedene Privilegien und verbreitete diese an auslndischen Hfen. Der grte Teil der Einwande-rer stammte aus Hessen, Nordbayern, Nordbaden, der Pfalz und der Rhein-provinz Gebiete, die stark unter dem Siebenjhrigen Krieg (1756-1763) und dessen Folgen gelitten hatten. Aus diesem Grund sind viele Deutsche sowie einige Franzosen, Hollnder und Schweden dem Ruf Katharinas gefolgt und nach Russland umgesiedelt. In den Jahren 1764-1767 sind etwa 23.000 bis 29.000 Personen aus Deutschland nach Russland umgesie-delt. Der Weg fr Kolonisten war nicht leicht: ber Lbeck und die Ostsee

    Erlass zur bersiedlung der Deutschen in der UdSSRam 20. August der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V

    ging es nach Russland. Die Gebiete, wo Deutsche sich niederlieen, lagen in der Nhe von Petersburg, den Wolga-steppen, am Schwarzen Meer und Saratow. In dieser Zeit wurden insge-samt 104 Kolonien gegrndet, die deutsche Namen bekamen und die Namen bis zum Entlass behalten haben. Dazu zhlte auch die grte Wolgadeutsche Republik. Noch schlimmer wurde es 1941, als Deutschland die Sowjetunion berfiel. Die Deutschen wurden z.B. als ver-meintliche Spione aus allen Gebieten nach Sibirien und Mittelasien depor-tiert. Bei spontanen Rumungen der Huser hatten die Leute nur wenig Zeit, ihre Sachen zu packen. Einige konnten nur wenige Lebensmittel, warme Kleidung und Dokumente mitnehmen. In Vieh-wagen hatte die NKWD (sowjetische Geheimpolizei) so viele Leute hinein-gesteckt, dass einige nur stehen konn-ten. Der Transport war menschenun-wrdig. Tote wurden einfach auf der Strecke gelassen. hnlich erging es den Deutschen, die in der Roten Ar-mee waren. Familien wurden getrennt, Eltern haben ihre Kinder verloren und umgekehrt. Die Kommandantur dauerte bis 1956. Nach deren Beendigung hatten die Deutschen keine Erlaubnis bekommen, zurckzukehren. Sie mussten dort bleiben, wohin sie deportiert worden. Obwohl in vielen Drfern in den Schu-

    len Deutsch unterrichtet wurde, haten Deutsche kein Rechtdeutsch zu sprechen. Immer haben die EinheimischeSchuld am Krieg Als die Deutschebekamen, reisen, standen sie vor dem Probihre deutschen WurzelnDie Archivenur eine Antwort keine Unterlagen sind zurck geblieben.Die EntscheidungeinzureisenDie Deutschen aus Rusvon Deutschland nicht viel, aber sie wollten in ihre alte Hehatte eine erwarten wrde KontaktLandsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V.Tamara BarabaschRosa-Luxemburg99086 Erfurt Tel: 0361Mobil: 0179 92 49 39 6Fax: 0361 Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.Raitelsbergstr. 49, 70188 Stuttgart

    Seite | 3 SOMMER 2011

    Erlass zur bersiedlung der Deutschen in der UdSSR aus Russland e.V. (s. Termine)

    len Deutsch unterrichtet wurde, hat-ten Deutsche kein Recht, ffentlich deutsch zu sprechen. Immer haben die Einheimischen den Deutschen die

    am Krieg gegeben.

    Als die Deutschen die Mglichkeit bekamen, in die alte Heimat zurck zu reisen, standen sie vor dem Problem, ihre deutschen Wurzeln nachzuweisen. Die Archive hatten auf alle Nachfragen nur eine Antwort keine Unterlagen sind zurck geblieben. Die Entscheidung, nach Deutschland einzureisen, war auch nicht einfach. Die Deutschen aus Russland wussten von Deutschland nicht viel, aber sie wollten in ihre alte Heimat. Niemand

    eine Ahnung, was einen hier en wrde.

    Kontakt Landsmannschaft