Geschichte der Philosophie II (Mittelalter und fr¼he der Philosophie II (Mittelalter...

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  • Geschichte der Philosophie 2 Mittelalter und frhe Neuzeit Ausarbeitung: Mag. Martin Tintel BSc Kontakt: mtintel@gmx.at Ausarbeitungsart: Prfungsordner, Kurzzusammenfassung Version: 1.0 Letzte Aktualisierung: 17.04.2015 Semester: Wintersemester 2014/2015 Universitt: Universitt Wien Vortragender: A.o. Univ.-Prof. i.R. Dr. Richard Heinrich LVA Nummer: 180019 Neuste Version: www.martintel.at Neuste Version: www.martintel.at

    2015

    mailto:mtintel@gmx.athttp://www.martintel.at/http://www.martintel.at/

  • Geschichte der Philosophie II (Mittelalter und frhe Neuzeit) WS 2014/2015

    Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis .................................................................................................................................... 2

    Alte Prfungsfragen ................................................................................................................................. 3

    7 Freie Knste [septem artes liberales] ............................................................................................... 3

    [Petrus] Abaelardus ............................................................................................................................. 4

    Anselm von Canterbury ....................................................................................................................... 4

    Augustinus ........................................................................................................................................... 6

    Bildungseinrichtungen ......................................................................................................................... 6

    Einordnen ............................................................................................................................................ 6

    Galilei ................................................................................................................................................... 7

    Humanismus ........................................................................................................................................ 7

    Nichts ................................................................................................................................................... 9

    Nominalismus .................................................................................................................................... 10

    Plato ................................................................................................................................................... 10

    Prdikabilien [Aussageweisen, haben Status von Allgemeinheiten] ............................................. 10

    Renaissance ....................................................................................................................................... 12

    Thomas von Aquin ............................................................................................................................. 14

    Prfungsfragen 15.04.2015 ............................................................................................................... 15

    Gruppe 1 ........................................................................................................................................ 15

    Gruppe 2 ........................................................................................................................................ 15

    Quickhelp ............................................................................................................................................... 16

    Personen & Begriffe .......................................................................................................................... 16

    Boethius und Universalienproblem ................................................................................................... 17

    Das wichtigste auf einen Blick ........................................................................................................... 18

    Mag. Martin Tintel BSc Seite 2 von 19

  • Geschichte der Philosophie II (Mittelalter und frhe Neuzeit) WS 2014/2015

    Alte Prfungsfragen Die Altfragen und Antworten stammen aus Facebook, Foren, diversen DP Ordnern und Ausarbeitun-gen. Fragen mit @ waren Fragen der StudentInnen. Grn und [] sind Antworten/ Kommentare von mir.

    7 Freie Knste [septem artes liberales] Aufzhlung sieben freie Knste und Bedeutung fr Mittelalter und Frhneuzeit [Alte VO & 2.3.2015]

    [Aus der Mitschrift von Gnther]: Augustinus: in die freien Knste muss man eingewiesen werden, um die Bibel richtig lesen zu knnen. Die Unterweisung in den 7 freien Knsten steht in der Mitte zwischen dem elementaren Unterricht (lesen, schreiben, rechnen) und der eigentliche Ausbildung zum Priester. 7 freie Knste:

    1. Teil: Grammatik, Rhetorik, Dialektik (auch Logik genannt) => Sprache 2. Teil: Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie => im zweiten Teil gehts um die Mathema-

    tik, bei Arithmetik und Geometrie kann man den Wissenschaftsstatus nicht einfach so vorweg-nehmen aber trotzdem zhlen sie zu den freien Knsten. Aber Wissenschaften knnen auch ohne die freien Knste als Kunst bezeichnet werden, Beispiele wren Medizin u Theologie, daraus schlieen wir, dass die Liste der freien Knste eigentlich nach oben offen ist.

    Mechanische Knste: Textilkunde, Ackerbau, Theater, Medizin, [Siehe auch Artes mechanicae]

    [Aus der Mitschrift von Barbara Phringer]: Freie Knste ist Antwort, wofr der freie Mann seine Zeit am besten nutzen kann/ was ihm wrdig ist.

    Aus Wikipedia:

    Trivium (Dreiweg) [sprachlich und logisch-argumentativ ausgerichtete Fcher]: o Grammatik: Lateinische Sprachlehre und ihre Anwendung auf die Werke der klassi-

    schen Schulautoren o Rhetorik: Redeteile und Stillehre, ebenfalls mit Beispielen aus den Schulautoren o Dialektik bzw. Logik: Schlsse und Beweise auf der Grundlage des Organons

    Quadrivium (Vierweg) [Weiterfhrendes; mathematische Fcher]: Arithmetik: Zahlentheorie (Zahlbegriff, Zahlenarten, Zahlenverhltnisse) und z. T. auch

    praktisches Rechnen Geometrie: euklidische Geometrie, Geographie, Agrimensur Musik: Musiktheorie und Tonarten u. a. als Grundlage der Kirchenmusik Astronomie: Lehre von den Sphren, den Himmelskrpern und ihren Bewegungen, unter

    Einschluss der Astrologie (Auswirkungen auf die sublunare Sphre und den Menschen). Bis in das 18. Jahrhundert bildeten Astrologie und Astronomie ein Gebiet, das beide Bezeich-nungen tragen konnte. Innerhalb des Gebietes wurde wiederum zwischen beiden Teilge-bieten unterschieden

    @wer war der Begrnder der sieben freien Knste? Naja der Sache nach stammen die freien Knste aus der Antike, erwhnt wurden sie dann auch schon bei Augustin, der sie als wichtig empfand fr das Verstehen der heiligen Schrift und spter wurden sie nochmals expliziter als die 7 freien Knste von Alkuin als Fcherkanon fr die Ausbildung im karolingischen Reich eingefhrt [=> Gedankengut der Antike war fr die Ausbildung im Mittelalter noch/ wieder sehr wichtig]

    Mag. Martin Tintel BSc Seite 3 von 19

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Freie_K%C3%BCnstehttp://de.wikipedia.org/wiki/Artes_mechanicaehttp://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Freie_K%C3%BCnstehttp://de.wikipedia.org/wiki/Triviumhttp://de.wikipedia.org/wiki/Grammatikhttp://de.wikipedia.org/wiki/Rhetorikhttp://de.wikipedia.org/wiki/Dialektikhttp://de.wikipedia.org/wiki/Logikhttp://de.wikipedia.org/wiki/Organon_%28Aristoteles%29http://de.wikipedia.org/wiki/Quadriviumhttp://de.wikipedia.org/wiki/Arithmetikhttp://de.wikipedia.org/wiki/Geometriehttp://de.wikipedia.org/wiki/Euklidische_Geometriehttp://de.wikipedia.org/wiki/Landesvermessunghttp://de.wikipedia.org/wiki/Musikhttp://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenmusikhttp://de.wikipedia.org/wiki/Astronomiehttp://de.wikipedia.org/wiki/Astrologie

  • Geschichte der Philosophie II (Mittelalter und frhe Neuzeit) WS 2014/2015

    [Petrus] Abaelardus

    Habitus bei Abaelard [Alte VO]

    [Vgl. DTV Atlas der Philosophie, 2007, S. 75.] Petrus Abaelard (1079-1142) Vertreter des Konzeptualis-mus. Fr ihn sind die Universalien, vor dem Menschen und den Dingen, als Ideen (Urbilder der Dinge) der Inhalt des gttlichen Geistes. In Bezug auf die menschliche Erkenntnis kommt Universalitt nur den Wrtern zu. Allerdings nicht den Wrtern selbst, sondern ihrem Gehalt, ihrer Bedeutung. Er stellt sich auch die Frage, ob die Universalien an eine der Benennung zugrundeliegende Sache gebunden sind oder infolge ihrer Bedeutung noch existieren knnen, wenn die benannten Dinge nicht mehr vorhan-den sind, z.B.: Der Name der Rose, wenn es keine Rosen mehr gibt. Der Name der Rose kann von nichts mehr ausgesagt werden, wenn es keine Rosen mehr gibt, wohl hat aber der Satz Es gibt keine Rosen. eine Bedeutung. In seiner Schrift Sic et Non sammelt er viele sich widersprechende Stze der Bibel und der Kirchenvter und zeigt damit, dass die Texte der Autoritten auslegungsbedrftig sind und nicht starr bernommen werden knnen.

    Er war der wichtigste Autor in Bezug auf die Suppositionstheorie: er war der Meinung, dass Universa-lien nur Wrter sind. Zwischen dem Wort als solchem und seiner eigenen Bedeutung muss unterschie-den werden. In der Suppositionstheorie geht es um die Bedeutung zwischen der Bezeichnung und der Existenz der Dinge selbst. Ein bestimmter Ausdruck steht fr etwas und von dem Wort die Art zu be-stimmen. Bsp.: Jeder Mensch ist ein Tier = das Wort Mensch bezeichnet nicht die Spezies sondern die Menschen als Menschen. Zwischen verschiedenen Arten und Typen wird dann noch differenziert. Bsp.: Sokrates luft. Dieses Substantiv bezieht sich nur auf einen Menschen, wenn es heit: Ein gewisser Mensch luft! bezieht es si