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RUDOLF STEINER SCHULE BERNER OBERLAND GESTÄRKT FÜR DAS LEBEN

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RUDOLF STEINER SCHULEBERNER OBERLAND

GESTÄRKT FÜR DAS LEBEN

Impressum Herausgeber Kollegium und Vereinigung Rudolf Steiner Schule Berner Oberland Astrastrasse 15 CH-3612 Steffisburg Beiträge und Artikel Die Inhalte werden von den jeweiligen AutorInnen selbstverantwortet RedaktionDonath Aebi, Sonja Bärtschi, Matthias Giger, Gabriele Ortner-Rosshoff, Pascaline Rubin Rebecca Romano, Christian [email protected]

KorrektoratNatalie Wacker

BildredaktionGabriele Ortner-Rosshoff [email protected]

FotosTitel und Rücktitel, S. 7, 20-24, 28, 31-33, 43, 47 Gabriele Ortner, S. 13, 14 Beatrice Giger, S. 15-19 Schüler, S. 44 zVg

BeilagenEinzahlungsschein

HEUTE

Gestärkt ins Leben SEITE 2

Aus dem Pflanzenkundelager SEITE 8

Bedeutung der Tasterfahrung SEITE 12

GESTERN

9.Klass - Ball SEITE 15

SCHÜLER

vis - à - vis SEITE 19

Bildgalerie Projektwoche SEITE 20

EIN MONTAG IM LEBEN VON. . .

Donath Aebi SEITE 24

EHEMALIGE

Steinerschule - und was dann? SEITE 27

VERÄNDERUNGEN

Abschied nehmen SEITE 31

MORGEN

Aus der Schulleitung SEITE 34

BÜCHER - FILM - UND LESETIPPS

Beachtenswertes: Buch, Film, Link SEITE 36

ZUKUNFT

Die Schule sucht... SEITE 39

Den Schulorganismus stärken SEITE 40

ZEITLOS

Zu guter Letzt SEITE 41

VORSCHAU

Sommerfest, Vortrag, Basar, prokunstkiste SEITE 43

Demetriusladen SEITE 47

INSERATE SEITE 48

ADRESSEN SEITE 59

FERIENORDNUNG SEITE 60

Auflage 1200 Ex. 31. Jahrgang, Nr. 128 ErscheinungsweiseVierteljährlich zu Michaeli, Weihnachten, Ostern und Johanni

Abonnementspreis Jahresabonnement Fr. 20.–,für Vereinsmitglieder gratis

BankverbindungPC 34-4839-5 Redaktionsschluss/Themen 1. September 2014 (Michaeli)

Inserate Gabriele Ortner-Rosshoffc/0 Rudolf Steiner SchuleBerner [email protected] 1 Seite 121 x 180 mm Fr. 280.– ½ Seite 121 x 90 mm Fr. 150.– ¼ Seite 121 x 45 mm Fr. 80.–

Layout Gabriele Ortner-Rosshoffwww.bilder-spektrum.ch

Druck Copyquick Thun www.copyquick-thun.ch

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editorial

„durch das erstaunen und Bewundern der Kinder im Unterricht sollen sich im erwachsenenleben liebe und Pflichtgefühl entwickeln.“

rudolf Steiner, 1921

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse bli-cken zurück auf ihre Zeit an unserer Schule. Ihre Erlebnisse schildern sie in berührender Art! Sie gehen nun - gestärkt für die Zukunft - an eine Partnerschule, in eine andere Schule oder in eine Berufslehre.

Langzeitstudien zeigen, dass die Steinerschulen Fähigkeiten und Lebenshaltungen vermitteln können, die im Erwachsenenleben weiterhel-fen, wie Kreativität, Motivation und Eigeninitia-tive, das Flair zum lebenslangen Lernen, „Ver-trauen in das Leben“ oder die Möglichkeit „sich an widrige Umstände flexibel anzupassen“ („Strapazierfähigkeit“; Resilienz).

Günstig wirken sich auch die langjährigen Be-ziehungen zu den gleichaltrigen Mitschüler/in-nen aus, die nicht durch Selektion abgebrochen werden (Quelle: Erziehungskunst 3/2007; siehe Lesetipp).

Einige Mitarbeitende werden sich anderen Auf-gaben widmen.

Wir danken herzlich für ihr Wirken an der Schu-le und wünschen ihnen alles Gute auf dem wei-teren Lebensweg!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen an einem unserer vielfältigen Schulanlässe.

Im kommenden Schuljahr freuen wir uns auf eine grosse Schar Erstklässler und darauf neue SchülerInnen in anderen Klassen begrüssen zu dürfen, sowie neue Mitarbeiter und Mitarbeite-rinnen, die uns in allen Stufen und in der Verwaltung tatkräftig unterstützen werden.

Nun wünschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und liebe Leser, stärkende Erlebnisse und einen schönen Sommer!

Matthias Giger

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Gestärkt ins leben

Zum Abschied der zehnten Klasse

Wenn unsere achtzehn Zehntklässer/innen die Schule im Sommer verlassen, sind einige von ihnen zwölf Jahre an un-serer Schule gewesen.

Von der Kinderstube bis zur zehnte Klas-se!

Nun geht es für alle an einem anderen Ort weiter; die Hälfte der Schüler/innen gehen weiterhin an eine Rudolf Steiner Schule, einzelne an andere weiterführende Schu-len oder beginnen ihre Lehre!

Welche Schätze haben sie während der Schulzeit gesammelt? Was waren die stärkenden Impulse und Erfahrungen wel-che, sie jetzt in ihrem Reisegepäck mit-nehmen?

Vielen Verabschiedungstexten der Schü-ler/innen können wir entnehmen, dass sie sich an dieser Schule wohlgefühlt haben – einzelne erwähnen die guten Erinne-rungen an Projekte und Klassenlager – andere sprechen von Freundschaften.

Vieles steht, man könnte sagen, zwischen den Zeilen! Das werden sie beim Lesen sicherlich auch spüren, vor allem dann, wenn sie die jungen Menschen kennen.

Im Namen der Lehrer/innen unserer Schu-le bedanken wir uns bei allen Schülerinnen und Schülern für die vielen wertvollen Er-

fahrungen, die wir mit dieser Klasse ma-chen durften, und wünschen allen die be-sten Kräfte auf dem weiteren Lebensweg, Zuversicht und einen schützenden Engel an der Seite dieser jungen Menschen.

Donath Aebi und Edith Brügger

Ich gehe seit 8 Jahren an die RSSBO. Das heißt seit der 3. Klasse. In guter Er-innerung bleiben mir das 8. Klass-Spiel, das Kroatienprojekt und das Musical. Mein nächstes Ziel ist die Rudolf Steiner Schule IMS in Ittigen und dort werde ich die Stufe B machen.

Noelle Bertschi

Schon seit vielen Jahren, seit der 1. Klas-se, besuche ich die RSS in Steffiburg. Es war eine schöne Zeit mit vielen Arbeits-schritten und Projekten. Nun werde ich die Schule verlassen und ein neuer Lebens-abschnitt beginnt. Im August 2014 werde ich die IMS in Ittigen besuchen. Darauf freue ich mich riesig!

David Luginbühl

Ich gehe seit der zweiten Klasse in die Rudolf Steiner Schule Berner Oberland.Mir haben die neun Jahre an der Stei-ner Schule sehr gefallen. Ich durfte viele neue Erfahrungen sammeln; ich fand neu Freunde, konnte meiner Kreativität freien

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Lauf lassen und unvergessliche Momente erleben. Ich werde in Ittigen das 12. Schul-jahr machen.

Renuka Selvanayagam

Ich besuche diese Schule seit der 1. Klas-se. Während der Jahre wurde sie mir zu einer Art Heimat, in der ich mich immer akzeptiert und willkommen gefühlt habe. Ich werde viele gute Erinnerungen mitneh-men, und mich immer gerne an diese Zeit erinnern.

Simon Bürki geht an die RSS Ittigen

Nun endet meine Zeit an dieser Schule bald. Ich blicke zurück auf fünf abwechs-lungsreiche, spannende und anstren-gende Jahre. Sie prägen mich fürs Le-ben im Positiven. Dankend für diese Zeit nehme ich Abschied und blicke gespannt, neugierig und motiviert in die Zukunft !

Gaël Hänni

Ich habe an der Rudolf Steiner Schule BO neun Jahre in guten Händen der Lehrer/innen verbracht;-). Ich bedanke mich bei allen Lehrern für ihre wahnsinnige Geduld mit uns Schülern...Merci! Ich werde ab kommendem August 2014 eine Lehre als Forstwart in Sigriswil/ Schwanden in An-griff nehmen.

Urias Lienhard

Ich bin nun zehn Jahre in diese Schule gegangen. Jetzt bin ich froh darüber, hier gewesen zu sein. Auch wenn ich vielleicht nicht ganz immer so motiviert war, war dies für mich der ideale Ort meine schu-lische Ausbildung zu absolvieren. Hier konnte ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. Dies habe ich jetzt von der ersten Klasse an genossen und speziell hierfür möchte ich ganz herzlich danken! Für mich geht es im August in eine Lehre als Hochbauzeichner bei Fahrni Architekten in Steffisburg.

Lukas Lüdi

Schon seit der Spielgruppe gehe ich in die Rudolf Steiner Schule hier in Steffis-burg. Ich weiss noch sehr genau, als ich den ersten Tag der Schulzeit begann. Wir wurden damals von unseren „Gotten und Göttis“ in Empfang genommen. Jeden Tag bewunderte ich die großen 10.Klässler und 10.Klässlerinnen und freute mich rie-sig ihnen am letzten Tag ihres 10. Schul-jahres unser Theater vorzuspielen, dass wir als Geschenk für sie einstudiert hatten. Nun stehe ich am Punkt einer 10.Kläss-lerin, die sich verabschiedet und in einen anderen Weg abbiegt. Ich werde nämlich am 4. August 2014 die Lehre als Fachfrau Gesundheit bei der Spitex in Oberhofen antreten, worauf ich mich riesig freue. Ich danke allen Lehrern und Schülern beson-ders meiner Klasse, die mich bis hier be-gleitet haben. Trotz der schönen Zeit und der unvergesslichen einzelnen Momente

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bin ich froh, etwas Neues beginnen zu können...

Lina Mangeat

Ich bin seit dem Kindergarten in der Rudolf Steiner Schule. Ich hab so viele schöne Erinnerungen an diese Zeit und kann mir nicht mehr vorstellen wie es ohne all das werden wird! Ich bin froh, dass mir diese Schulzeit ermöglicht wurde und würde es, wenn ich selbst entscheiden könnte, wie-der so machen. Es war nicht immer nur gut und manchmal treibt diese Schule einen in den Wahnsinn aber es ist meine Schule! Ich habe einerseits Angst aber freue mich auf meine Zukunft. Mein nächster Schritt ist das 11. Schuhljahr in der Fms Roj. In Solothurn.

Sinai Mutzner

Seit dem Umzug von Deutschland in die Schweiz vor zwei Jahren besuche ich die Steinerschule. Mir ist vor allem das aufmerksame, vertraute Miteinander zwi-schen Schülern und Lehrern aufgefallen. Ab diesem Sommer werde ich die Fach-mittelschule Seefeld besuchen. Die Zeit in der Steinerschule habe ich sehr genossen und ich bedanke mich für viele schöne Er-lebnisse.

Carola Pütz

Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich, vor über zehn Jahren, zum ersten Mal auf der Bühne dieser Schule stand. Lange Zeit ist es her, ich wurde damals von den größten Schülern, den 10.Klässlern, be-grüßt. Jetzt bin ich selber einer. Ich kann es immer noch nicht fassen! Bald ist diese wunderbare Schulzeit hier, wie alle schö-nen Zeiten, viel zu schnell vorbei. Wunder-bar, das war sie wirklich, das ist einer tol-len Klasse, und ebensolchen Lehrern zu verdanken. Herzlichen Dank an Euch alle, es war wunderschön diese Zeit mit Euch zu teilen!

Noah Ninck’s Weg geht in Ittigen weiter

Ich durfte wie meine 3 älteren Brüder die Steinerschule 10 Jahre lange besuchen. Auch in die Spielstube und den Kinder-garten bin ich gegangen. Dinge wie unser 8.Klasspiel oder unsere Woche in Flo-renz werde ich hoffentlich nie vergessen und immer so schön in Erinnerung haben. Weiterführend werde ich die Steinerschu-le in Ittigen besuchen und bin schon sehr gespannt. Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die mich über die letzten 10 (und mehr) Jahre begleitet und so lieb unterstützt haben.

Annigna Rubin

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Ich gehe seit der Kinderstube in die Stei-nerschule und hatte in dieser Zeit viele tolle Erlebnisse wie Theater und Lager.Ich absolviere nach den Sommerferien das JUVESO-Jahr, in dem ich zwei Halb-jahres-Praktika machen werde. Ich freue mich sehr auf diese Zeit.

Alena Kaufmann

Ich bin in der 1. Klasse an diese Schule gekommen. Ich erinnere mich noch ge-nau... Ich saß mit meiner Mutter ziemlich weit hinten und stand auf dem Stuhl. Ich habe mir fest vorgenommen, alleine auf die Bühne zu gehen. Doch dann wollte ich doch nicht. Nun stand ich letzten Sommer auf dieser Bühne und empfing die kleinen 1.Klässer, welche auch das erste Mal auf diese Bühne kamen. Ich werde nach den Sommerferien in die NMS gehen und dort die Tertiavorbereitungsklasse besuchen und dann das Gymnasium absolvieren. Mein Traum ist es, Medizin zu studieren.Es war eine sehr schöne und abwechs-lungsreiche Zeit an dieser Schule. Uns wurde vieles ermöglicht. Ich werde meine Zeit mit den LehrerInnen und vor allem meinen Klassenkameraden nie verges-sen. Trotz all dem Schönen freue ich mich, nach zehn Jahren einen neuen Abschnitt beginnen zu können. Ich wünsche der Schule alles Gute.

Sofie Schüpbach

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10 Jahre...Mancher der dies hört würde sagen 10 Jahre seien eine lange Zeit. Mir jedoch kamen die letzten 10 Jahre eher vor, als vergingen sie im Flug. Es ist mir, als sei es erst gestern gewesen, als ich als kleiner Kindergärteler im Saal sass und mir immens beeindruckt das Oliver Twist-Spiel der damaligen 8. Klasse an-schaute. Nun bin ich selbst bald fertig mit der Schule und mein kleiner Bruder ist ein „kleiner“ 8.Klässler für mich...So schnell geht es manchmal im Leben und ehe man sich versieht, muss man schon wieder Abschied nehmen. Jetzt ist es wohl an mir Abschied zu nehmen und ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Tausende von Erinnerungen geistern durch meinen Kopf, gute und weniger gute, Erlebnisse mit der Klasse, meinen Freunden und den Lehrern. Meinen Schulweg kenne ich in- und auswendig... All diese Dinge und noch viele mehr werde ich unheimlich vermis-sen, wenn ich ab diesem Sommer meine Lehrstelle als Elektroinstallateur beginne.In diesem Text möchte ich mich bei all meinen Freunden und Klassenkameraden bedanken, mit denen ich so viele Dinge er-leben durfte, die ich ganz bestimmt auch bis an mein Lebensende nicht vergessen werde. Vielleicht bietet sich ja in einigen Jahren auf einem Klassentreffen die Ge-legenheit, mit meinen Schulfreunden über all diese Erlebnisse zu tratschen... Auch will ich mich bei all meinen Lehrern be-danken, weil sie in all diesen Jahren so unheimlich geduldig und in den meisten Fällen fair mit meiner Klasse und mir um-

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gesprungen sind. Auf jedem Fall kann ich mit gutem Gefühl eine Schule verlassen, die mir über 10 Jahre alles geboten hat, was ich zu einer guten und spannenden Grundbildung benötigte.Vielen herzlichen Dank für alles!

Janosch Villet

Ich habe mir in der 9. Klasse vorgenom-men, die 10. Klasse zu absolvieren.Ich nahm mir ebenfalls vor in Mathematik Fortschritte zu machen. Ich sah bei einem Eignungstest, welchen ich am 24.05.14 machte, dass ich große Fortschritte ge-macht hatte, denn es kamen Fragen, die ich ein Jahr früher noch nicht lösen konnte! Ich habe mein (geometrisches) Zeichnen während dieser Zeit sehr stark verbessert, wie auch mein Englisch- und Trigonome-triewissen. Ich bin froh, dass die Kunstge-schichte-Epoche in Florenz statt gefunden hat. Dadurch konnte ich alles „hautnah“ erfassen. Das Musical macht mir Spaß ob-wohl es zwischen durch Momente gab, an denen ich am liebsten aufgegeben hätte doch die anderen gaben mir wieder Mut! Ich bin froh darüber, dass ich die 10. Klas-se gemacht habe und würde dies weiter- empfehlen!

Loris Wegmüller

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Seitdem ich vier Jahre alt bin, gehe ich hier zur Schule. In dieser Zeit durfte ich viele schöne, interessante und spannende Projekte, Erfahrungen und Erlebnisse mit-nehmen. Gerne würde ich wieder all die kleinen Hürden, die im Lauf der Schulzeit auf einen zukommen, auf mich nehmen, denn die Schulzeit hat mir sehr viel Spass gemacht! Vielen Dank für alles! Mein Weg geht an der Rudolf Steiner Schule in It-tigen weiter.

Simon Bristle

Seit dem Kindergarten besuche ich die Steinerschule in Steffisburg. Es waren für mich interessante und abwechslungs-reiche Jahre, welche in einem unglaublich schnellen Tempo vorübergingen. Beson-ders schätzte ich die verschiedenen Lager, die unsere Klasse zusammenschweißten und immer in meiner Erinnerung bleiben werden. Ab dem Sommer werde ich die 11. Klasse in Ittigen besuchen. Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte die Steinerschule zu besuchen.

Carla Widmer

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Gestärkt aus dem Pflanzenkundelager

Es keimen die Pflanzen in der Erden-nacht, Es sprossen die Kräuter durch der Luft Gewalt, Es reifen die Früchte durch der Sonne Macht. So keimet die Seele in des Herzens Schrein, so sprosset des Geistes Macht im Licht der Welt, so reifet des Menschen Kraft in Gottes Schein.

Rudolf Steiner

Die Pflanzenkunde scheint Rudolf Steiner ein wichtiges Anliegen gewesen zu sein. So verwendete er im Einführungskurs für die Lehrer seiner ersten Schule drei von fünfzehn Nachmittagsseminare für die Pflanzenkunde. (Seminarbesprechungen vom 30. August, 1. und 2. September 1919)

Die Aussagen aus den Seminarbespre-chungen haben mich in den Unterrichts-vorbereitungen besonders beschäftigt.

Rudolf Steiner antwortete auf den Beitrag eines Teilnehmers: “Da muss etwas Leben hineinkommen in die Pflanzenbetrach-tung, und von da aus eine Brücke geschla-gen werden zum Menschen. Es ist Ihnen noch nicht gelungen, diese zu schlagen, denn das, was Sie gesagt haben, sind mehr oder weniger Utiliätsgeschichten, wie die Pflanzen dem Menschen nützlich

sind, oder auch äusserliche Vergleiche. Was da herausgearbeitet werden muss, damit wirklich gerade das Kind sehr viel hat von einer solchen Betrachtung, das ist: Man wird versuchen müssen, nach-dem man die Beziehung des Tieres zum Menschen klargelegt hat, doch auch die Beziehung der Pflanze zum Menschen klarzumachen.“

In zwei seiner grossen pädagogischen Vortragszyklen (Ilkley, August 1923 und Torquay, August 1924) erklärte Rudolf Steiner später ausdrücklich, dass wir das Kind durch richtigen Pflanzenkunde-Unterricht während der mittleren Volks-schulzeit „wirklich klug und gescheit“ ma-chen, weil wir es anleiten, naturgemäss zu denken. Das in diesem Lebensalter erwachende Kausalitätsgefühl wird durch richtige Pflanzenkunde in gesunder Weise befriedigt.

Hier werden die Denkkräfte des Kindes angesprochen, die sich in dem Alter, in welchem die Kinder in der 4., 5. Klasse sind, zu entwickeln beginnen.

Einerseits kann einem als Lehrkraft ban-ge werden, wenn man sich der Verant-wortung in solchem oben genannten Ausmass gegenüber sieht, andererseits kann das Wissen um die Bedeutung eines Unterrichtsstoffes gerade begeistern und Ansporn sein, selber auf diesem Gebiete zu forschen und die eigene Sichtweise zu erweitern.

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Gestärkt aus dem Pflanzenkundelager heUte - aUS dem SchUlleBen

Es ist in diesem Zusammenhang von zwei verschiedenen Denkarten die Rede:

Das Denken, das in den Naturerschei-nungen einen Nutzen (Utilitätsprinzip) sucht und dasjenige Denken, welches nach den grossen Zusammenhängen und Beziehungen zwischen Natur, Mensch, Welt und Kosmos fragt. (Kausalitätsprin-zip).

Dieses zweite, naturgemässe Denken soll mit dem Pflanzenkunde-Unterricht veranlagt werden. Am besten konnte ich mir durch die entsprechende Fragestel-lung dieses Denken bewusst machen. „Wodurch geschieht es, dass die Pflanze grüne Blätter hat, dann Blüten und zuletzt Früchte?“ (Eben nicht „Wozu“)

Hier fand ich das Eingangstor in den Un-terricht. So betrachteten wir zuerst die Entwicklung der Pflanzen im Jahreslauf unter den Wirkungen von Erde, Wasser Luft, Licht und Wärme. Wir entdeckten die Ordnung der Sternenwelt abgebildet in den Blüten und die nahe Verwandtschaft der Baumstämme mit der Erde.

Es fällt den Kindern nicht schwer, die Erde als Wesen zu empfinden, welches im Sommer schläft, wenn sein Seelenleben nach aussen geht, so wie jetzt, wenn alles spriesst und wächst. Im Winter nimmt die Erde die safttragende Kraft zurück, wacht auf, indem sie all die verschiedenen Kräfte in sich hat. Die reiche Vielfalt der Pflan-

zenwelt betrachteten wir beginnend von den niederen Pflanzen aus, welche mei-stens ganz unten am Boden wachsen und noch nicht alle Teile der Pflanzen (Wurzel, Stängel, Blätter, Blüten, Samen) ausgebil-det haben und brachten jede weitere Stu-fe des Pflanzenreiches in Beziehung mit der seelischen Entwicklung des Menschen vom Säugling bis zum erwachsenen Men-schen.

Was die Kinder im Unterricht im Klassen-zimmer kennengelernt hatten, konnten sie schliesslich im Pflanzenkunde-Lager im und um das Bergdorf Habkern wieder ent-

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decken. Dabei war die Führung durch den Ranger Lukas Frei in der Moorlandschaft Lombachalp für Gross und Klein ein ein-drückliches Erlebnis.

Gabriela Gurtner

Ein Geheimnis der Natur

Schaue die Pflanze! Sie ist der von der Erde Gefesselte Schmetterling.

Schaue den Schmetterling! Er ist die vom Kosmos Befreite Pflanze.

Rudolf Steiner

Am 18. Juni standen wir früh auf!

Am Morgen sind wir von zwei Shuttle-Bussen abgeholt worden, die uns auf die Lombachalp brachten. Dort hat uns der Ranger Lukas Frei erwartet. Wir sind mit ihm ins Moor gegangen. Plötzlich sollten wir die Schuhe und Socken ausziehen.

Die Lombachalp ist die zweitgrösste Moor-landschaft der Schweiz.

Auf der Moorwiese durften wir ohne Schuhe laufen. Wenn man hüpfte, so spritzte Wasser hinauf.

Wir lernten wie das Moor entsteht. Das Moor entsteht, weil es unten Steine hat, die aussehen wie Lehm. Das Torfmoos nimmt viel Flüssigkeit auf. Die Moorland-schaft ist zweimal so gross wie der Thu-nersee!

Wir haben unterwegs viele Spiele ge-macht, wie zum Beispiel: zuerst macht man den Habkerntanz, dann ist der eine blind und der andere führt ihn. Den Blin-den bringt man zu einer Pflanze.

Ich band Marlen ein Tuch um die Augen und führte sie zu einer Pflanze. Sie muss-te sie gut spüren und daran riechen. Nach dem Habkerntanz musste sie herausfin-den, welche Pflanze es war.

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Das hat mir besonders gefallen:

Das lange Aufbleiben am Abend, das Vol-leyball-Spielen, das Kochen, das Wandern und das schöne Aussehen auf der Alp.

Mit Freundinnen über grosse Steine zu springen.

Es war sehr lustig im Moor und sehr nass.

Das Schlafzimmer hat mir besonders ge-fallen, es war sehr schön und gemütlich

Am ersten Tag gingen wir zum Traubach. Da fand ich es schön wegen den Schie-fersteinen.

Am Dienstag in der Kräutergruppe, lernte ich viele neue Pflanzen kennen.

Mir hat besonders gefallen, dass das La-ger bei mir zu Hause war und dass wir so viele Sachen gemacht haben.

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Vorbemerkung:

In der Diplomarbeit zum Abschluss meines pädagogischen Studiums an der Akade-mie für anthroposophische Pädagogik (AfaP), Dornach setzte ich mich intensiv mit dem Tastsinn auseinander, wertete alle meine Praxisforschungsergebnisse aus und kommentierte diese. Verbunden mit der Diplomarbeit war ein eingehendes Studium anthroposophischer Literatur, wie auch von Publikationen der modernen Hirnforschung. Obwohl ich mir bewusst bin, dass an einem Sinneseindruck alle Sinne beteiligt sind und jede Wahrneh-mung eines Gegenstandes den Menschen in ein anderes Verhältnis zur Welt und zum entsprechenden Sinn setzt, beschäf-tigte ich mich vor allem mit dem Tastsinn.

In der 2./3. Klasse fiel mir auf, dass eini-ge Kinder oftmals auf den Zehenspitzen gingen. Ich bemerkte, dass diese Kinder während dem Unterricht zum Schwatzen neigten und ihren Körper schlenkernd be-wegten. Sie schienen mir in ihren Füssen nicht recht verankert zu sein. Ich über-legte, wie ich ihnen „unten“ (an der Fuss- sohle) einen Bewusstseinspol geben könnte. Dazu erhielt ich die Gelegenheit, sechs Wochen lang (zwei Mal pro Woche, während fünf Minuten) mit den Schülern im rhythmischen Teil mit Rundhölzern Tast- übungen an den Fusssohlen durchzufüh-ren.

Die Schüler legten das Holz waagrecht vor ihren Zehen auf den Boden. Zuerst spürten die Fuss-Sohlen den Boden, dann hoben sie zuerst die grossen, dann alle Zehen und stellten diese auf das Holz. Dieses wurde nun etwas bewegt, damit die Fussballen das Holz auch spürten. Die Handflächen lagen parallel auf den Ober-schenkeln. Nun sprachen wir zusammen untenstehenden Spruch und rollten das Holz mit den darauf liegenden Füssen vor-wärts und rückwärts, bis sich die Zehen auf dem Holz regen konnten:

La luunnah, (rollen zu den Fersen) la duunnah (zu den Zehen) La luunnah, (Fersen) la duunnah (Zehen) Zwei Füsse am Holz (Fersen) es rollt zu den Zehen es rollt zu den Fersen es rollt zu den Zehen sie regen sich stolz. [1]

Bald schon nahm ich Erstaunliches wahr: Gerade für die Schüler, die sich leicht ab-lenken liessen und einen Widerstand über-winden mussten, um mitzutun, zeigte sich diese Wahrnehmungsübung als ausseror-dentlich anregend, weil sie ermöglichte, dass sie sich durch den Bewusstseinspol an der Fußsohle anders empfanden. Sie standen aufrechter und vor allem waren sie ruhig und konnten dem Unterricht fol-gen. Dadurch, dass sie diesen Eindruck wahrnahmen, verhielten sie sich also dem Schulstoff gegenüber anders. Es zeigte sich mir deutlich, dass Tastübungen eine

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Über die Bedeutung der tasterfahrung im Unterricht

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Auswirkung auf das Verhalten der Schüler zum Unterrichtsstoff aufwiesen und ihre Aufmerksamkeit weckte.

Künftig bot ich den Schülern vor der Heft-arbeit, vor dem Flötenspielen, im Re-chenunterricht etc. die Gelegenheit zu Tastübungen an Fuss- und Handstäben, Astteppichen, Tastschachteln mit Ton-formen, Tastsäcken oder in dem ich sie Formen in die Handfläche oder auf den Rücken eines anderen Schülers zeichnen, Buchstaben oder Zahlen aus Ton model-lieren, Formen auf Sandpapier, Wellkarton und anderen Materialien nachfahren liess, usw. Stets stellte sich eine Veränderung der Aufmerksamkeit ein.

Wenn Tasterfahrungen das Ich im Innern des Menschen aufwecken [2], so zeigt dies Auswirkungen auf den Impuls zum selbständigen Tun. Die Wahrnehmung nach aussen wird gestärkt und ermöglicht eine Verbindung mit dem Innern. Selbst-vertrauen bedeutet, dass sich der Schüler zutraut, etwas selber zu tun.

Je bewusster sich die Schüler selbst wahr-nehmen, desto bewusster nehmen sie auch ihre Mitmenschen und die Umwelt wahr. Sich und den Anderen als Individu-alitäten zu verstehen, heisst akzeptieren, dass der Mitmensch anders denkt, spricht und agiert.

Wer ein Ich-Bewusstsein hat, weiss, wo er endet und wo der Andere beginnt. Aus

diesem Grund finde ich es äußerst wichtig, den Schülern die Gelegenheit zu geben, möglichst viele Tasterfahrungen zu ma-chen, damit Prozesse ausgelöst werden, die zu wahren Ich-Begegnungen führen. In diesem Kontext sind Tasterfahrungen auch für die Sozialisation der Menschen unerlässlich.

Wie das Kind seinen Leib ausbildet, hängt mit seiner schicksalshaften Verbindung für sein Erdendasein zusammen.

Im Schulunterricht habe ich die Möglich-keit, in ihm durch Tasterlebnisse Empfin-dungen anzuregen, die zu Selbstwahrneh-mung und Selbstvertrauen führen. Dies ist die Basis, wie das Kind im Leben steht.

Bild: Ein Astteppich erlaubt Tasterfah-rungen mit den Füssen. Solche Übungen führten zu erstaunlichen Veränderungen im Verhalten, z.B. zu grösserer Aufmerk-samkeit.

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Ausführliche Literaturnachweise in:

[1] Giger, Beatrice (2013): Welche Bedeu-tung haben Tasterfahrungen für den Un-terricht? - Diplomarbeit (AfaP, Dornach) – Ausleihe möglich bei Beatrice Giger.

[2] Soesman, Albert (2003). Die zwölf Sinne. 5. Überarbeitete Aufl. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben.

Beatrice Giger

Zur Vereinfachung der Lesbarkeit schrei-be ich in männlicher Schreibweise. Selbst-verständlich sind Schülerinnen einge-schlossen.

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9. Klass - Ball

Die Kulturgruppe des Ideenbüros kam zu-sammen mit Frau Gantner auf die Idee, ein Tanzprojekt zu starten. Zuerst stiess diese Idee auf viel Widerstand, denn die meisten Jungs aus unserer Klasse konnten sich gar nicht vorstellen, Freizeit zu opfern für einen Tanzkurs. Die Kulturgruppe musste lange Überzeugungsarbeit leisten. Doch dann kamen wir überein, dass der Tanz-kurs am Mittwoch zwischen der Mittags-pause und dem Sportunterricht stattfindet.

Als dann unser Tanzlehrer Ngodup Su-ter kam und sich vorstellte, merkten wir ziemlich schnell, dass er sehr offen, sym-pathisch und locker ist. Er sagte uns klipp und klar, dass er nur kommen wird, wenn wir es freiwillig machen und auch wirklich wollen. Wir mussten ihm einige Tage spä-ter Bescheid geben, wie wir uns entschie-den haben.

Uns war relativ schnell klar, dass wir uns diesem Projekt widmen werden. Doch trotzdem gingen wir mit einer gewissen Skepsis in die erste Tanzstunde. Am An-fang der ersten Stunde waren wir alle et-was gehemmt. Nach den ersten Schritten merkten wir, dass wir uns alle gleich un-geschickt anstellten und so lockerte sich die Stimmung bald auf. Woche für Woche lernten wir neue Schritte und Tänze. Ins-gesamt sieben verschiedene, wie Bacha-ta, Merengue, Cha-Cha–Cha, Englischen Walzer, Wiener Walzer, Jive und Salsa. Salsa hingegen lernten wir in den zwei Malen, an denen Ngodup abwesend war. Dies machten wir mit den Stellvertretern Angelo und Monika.

Als es an die Finanzierung ging, haben wir uns überlegt, wie wir den Tanzkurs finan-zieren könnten. Schliesslich beschlossen wir den Ball durchzuführen und schrieben den Kulturfonds an für eine Vor- und Risiko- finanzierung.

Nun ging es schon bald an die Organi-sierung des Tanzballs. Da Lena aufgrund ihres intensiven Reittrainings den Tanz-kurs nicht besuchen konnte, begann sie schon sehr früh mit den Vorbereitungen. Wir schrieben diverse Listen, wie z. B. Es-sensliste, Dekorationsliste, Einsatzliste, Aufbau- und Abbauliste, usw. Wir planten genau vor, was wir wohin stellten und wie wir alles genau dekorierten. Für die Ein-satzliste mussten wir auch unsere Eltern mit einbeziehen, damit wir uns ganz dem

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Tanzen widmen konnten. Lena und Zoe bereiteten die ganze Cocktailbar vor. Ohne Mithilfe jeglicher Personen im Hintergrund hätte ein solcher Anlass niemals stattfin-den können. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei unseren engagierten Mithelfern bedanken.

Es gab sehr viel zu organisieren und vor- zubereiten, doch wir haben das auf uns genommen, sodass alles nach Plan ge-klappt hat, ohne irgendwelche Zwischen-fälle.

Den Ball selber haben wir mit einem Er-öffnungstanz von uns Schülern begonnen. Anschliessend kam eine Ansprache von Frau Gantner und Ngodup.

Wir freuten uns sehr über die Vielseitigkeit der Gäste, die von Jung bis Alt, von Ver-wandten über Bekannte bis hin zu ehema-ligen Schülern und Lehrern reichte. Nach der Begrüssung konnten alle, die Lust hat-ten, einen Tanzpartner auffordern und sich in die Mitte des Saales begeben, um das Tanzbein zu schwingen. Wenn jemand un-sicher war bei einem Tanzschritt, konnte man uns Schüler oder Ngodup um Hilfe fragen.

Um Stimmung zu bringen, machten wir zweimal - verteilt auf den ganzen Abend - einen Line Dance zur Musik Danza Cu-duro. Nach einiger Zeit war die Stimmung aufgelockert und alle waren guter Laune. Sogar Schüler, die am Anfang gar nicht von diesem Projekt begeistert waren, mussten sich damit abfinden, dass der Ball gerade dann beendet wurde, als es für uns am Schönsten war.

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Insgesamt war es ein sehr gelungener Abend. Das ganze Projekt war für unse-re Klasse eine grosse Bereicherung und wir würden einen solchen Anlass jeder Zeit wieder mit Freude organisieren und durchführen.

Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse

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SchÜler - viS à viS

vis -à visName : Janosch Reber Alter : 10 Jahre Klasse: 5 Hobby: leidenschaftlich Fussball spielen

Wo spielst du? Beim FC Thun Nord, einem Stützpunkt-team des FC Thun.

Wie viel Mal pro Woche trainierst du? Drei bis vier Mal pro Woche.

Was ist deine Lieblingsposition? Ich spiele sehr gerne in der Verteidigung.

Welcher ist dein Lieblingsverein? Natürlich der FC Thun.

Spielst du auch nebst den Trainings-zeiten Fussball? Ja klar, ich muss vom Club aus selbst-ständig Übungen zuhause machen.

Welcher ist dein Lieblingsspieler? Andreas Wittwer vom FC Thun.

Welches Land feuerst du an den kom-menden Weltmeisterschaften an? Brasilien.

Was sind deine Ziele im Fussball? Ich will in das U12 Team des FC Thun kommen und später Profi werden.

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ein montaG im leBen von

donath aebi

Um 5.30 Uhr beginnt mein Montag oft mit einem Lied oder Musikstück im Ohr oder auf den Lippen. Das ist nämlich der Tag, an dem ich mit den Schülerinnen und Schülern singe und musiziere.

Nach einem kleinen Frühstück zusammen mit meiner Frau und einem Moment am Compi verlasse ich mein Zuhause.

In einem kleinen Café studiere ich die Ta-geszeitungen und geniesse dazu einen Espresso.

In der Schule angekommen, begebe ich mich in die Werkstatt und bereite noch et-was vor.

Um 7.50 Uhr gehe ich hinauf in die 8. Klas-se, begrüsse zusammen mit Frau Brügger die SchülerInnen der Klasse und dann sprechen wir gemeinsam den Morgen-spruch.

Eine Gruppe geht ins Handarbeiten, die andere kommt zu mir in die Werkstatt. Wir beginnen mit der Arbeit.

Im ersten halben Jahr galt unsere Hingabe und Aufmerksamkeit vor allem dem Büh-nenbild und gegenwärtig arbeiten wir mit Ton oder schnitzen Spielsachen für kleine Kinder. Mit diesen Spieldingen spielen die Kinder später in der Kinderstube oder im Kindergarten. Nach der Pause ist Grup-penwechsel und die Arbeit wird fortge-setzt.

Am Nachmittag bereite ich den Saal vor, damit gegenwärtig 60 Schüler singen kön-nen.

Wenn alle Schüler da sind, ist erst einmal ein Kunststück zu vollbringen, dass alle SchülerInnen aufhören zu sprechen und wir mit dem Singen beginnen können.Wir machen Einsingübungen – versuchen sorgfältig aufeinander und aufs Klavier zu hören und dann geht es ans Üben der Chorstücke.

Es gibt Momente, da ist der Raum von wunderbaren Klängen erfüllt und es ist eine Freude, so viele Stimmen von Ju-gendlichen zu hören und zu musizieren. Zeitweise brauche ich „Nerven wie Draht-seile“, weil es zwischendurch einfach zu unruhig ist und die Proben harzig verlau-fen. Spätestens bei den Aufführungen ist die Mühe vergessen und alle werden vom Chor – Klang – Erlebnis belohnt.

Anschliessend arbeiten wir mit der 10. Klasse in kleinen Gruppen; die Band probt, klassische Instrumentalstücke werden einstudiert oder es werden Gesangssolos geübt. Kurz vor einer Aufführung - gerade wie jetzt - finden während dieser Zeit auch Besprechungen und Tanzproben statt.

Um 17.00 Uhr haben die Religionslehrer ihre Konferenz. Wir besprechen den Reli-gionsunterricht in den einzelnen Klassen, die Sonntagshandlungen und wir machen Grundlagenarbeit .

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ein montaG im leBen von.. .

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ein montaG im leBen von.. .

Am Abend finden öfters noch Mandatsgrup-pensitzungen oder neu auch Vorstands- sitzungen statt.

Dann gehe ich nach Hause, nehme das Abendbrot ein und tausche mich noch mit meiner Frau über das am Tag Erlebte aus .

Oft spiele ich mit einem meiner geliebten Musikinstrumente oder singe einfach so zur Freude und der Tag geht klingend zu Ende.

Donath Aebi

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ehemaliGe

Steinerschule und was dann...?

Raphael Fiechter treffe ich im „Ässzim-mer“, einem kleinen Restaurant in der Oberen Hauptgasse in Thun.

Dort kocht er schon seit 3 Jahren. Eröff-net haben sie, Thomas Frei und Raphael Fiechter, das Restaurant nach einer drei- monatigen Planungsphase, vorgenommen haben sie sich, 5 Jahre das Restaurant zu führen.

Sie sind erfolgreich, obwohl sie keine Speisekarte haben, profitieren von der Mund zu Mund Propaganda und weil sie so gut vernetzt und bekannt sind.

Die Menüs schreiben sie jeweils auf eine Schiefertafel, welche vor dem Restaurant auf der Gasse steht, es gibt meist

2-3 Vorspeisen 3 Hauptgänge 4 Desserts

Die Menues wechseln je nach dem ein bis zwei Mal in der Woche.

Rapahel, gelernter Koch mit Wirtepatent, plant von Tag zu Tag. Thomas, der gerade Vater geworden ist, kümmert sich ums Ad-ministrative und den Service.

Ökologische Gesichtspunkte berücksich- tigt Raphael vor allem beim Fisch, er schaut auf wwf-apps.

Er arbeitet gerne mit „schönen“ Lebens-

mitteln und kreiert Menues, die ernähren und ihn und die Kunden zufrieden ma-chen. Deshalb erkundigt er sich auch im-mer wieder bei den Gästen, ob alles zur Zufriedenheit ist.

„Das Kreative findet auf dem Teller statt“, so Raphael und das gefalle ihm an der Arbeit im Ässzimmer. Obwohl es als Chef auch wirklich streng ist. Aber diesen täg-lichen, oder besser gesagt allabendlichen, Adrenalinkick braucht es auch und er ist immer wieder abends zufrieden, dass er selber entscheiden kann wie und was er kocht.

Freizeitmässig ist es allerdings schwer, denn wenn er frei hat, sind andere schon im Bett und umgekehrt. So stehen Freund-schaften unter einer harten Belastungs-probe. Er hat mal an Steinhauen gedacht und mit Donath Aebi Kontakt aufgenom-men oder immer mal wieder seine Gitar-re in die Hand genommen. Irgendetwas braucht man, um nach der Schicht wieder ‚runterzukommen’.

In die Steinerschule wechselte er als Zweitjüngster von 4 Geschwistern nach der 2. Klasse. In Därligen fühlte er sich in der staatlichen Schule nicht wohl, wurde geplagt, heute würde man Mobbing sa-gen, er verlor den Mut.

In Spiez fühlte er sich in der Klasse wohl und blühte auf. Seine Eltern haben den Schritt nicht bereut, seine jüngere Schwes-

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ter Salomé fing gleich zu Beginn der Schulzeit in der Steinerschule an.

Dafür ist er seinen Eltern dankbar, dass sie mit ihm in die Steinerschule wech-selten. Auch findet er die Erziehung, die er von den Eltern bekam, wertvoll. „Wir lebten mitten in der Natur und hatten viele Tiere, in denen wir ihre Seele und Wesen sahen.“

Eigentlich wollte Rapahel schon in der 9. Klasse die Schule verlassen um sich prak-tisch zu betätigen, doch er blieb.

Während des 10. Schuljahrs schnupperte er als Polymechaniker, aber das war nicht seine Welt.

„Eigentlich hatte ich immer mit Kollegen gekocht, weil es Spass machte und des-halb - warum auch nicht - schnupperte ich im Hotel Gstaaderhof und hatte Glück; ich bekam daraufhin die Lehrstelle.“

„Das war ein klassisches Drei Sterne Hotel mit 120 Betten. Dort bekam ich eine sehr gute Ausbildung, eine schöne Basis. Auch vom Menschlichen hat es mir sehr gut ge-fallen. Ich hatte einen wunderbaren Chef.“

„Eine Kochlehre muss man sich so vorstel-len: Im ersten Lehrjahr arbeitete ich in der kalten Küche, war zuständig für Salat etc. Im 2. Lehrjahr darf man schon in der war-men Küche mitarbeiten, bei Beilagen und Gemüse. Das 3. Lehrjahr ist dem Fleisch

und Fisch vorbehalten, der Königsklasse.“

„Nach der Abschlussprüfung ging es da-rum Erfahrungen zu sammeln, meine Ide-alvorstellung war, im Winter in den Bergen und im Sommer an einem See zu arbeiten.

„Das hat auch meistens geklappt, ich war in Biel, Saanen, Gstaad, Merligen, See-land, Thun (Freienhof, fluss und Waisen-haus, Leukerbad), blieb teilweise bis zu 2 Jahren, wie z. B. im Restaurant Dampf-schiff in Thun.“

Thomas Frei, seinen jetzigen Geschäfts-partner, hatte er bereits im Freienhof ken-nengelernt und im Waisenhaus wiederge-troffen. Sie freundeten sich an.

Irgendwann hatte Raphael genug vom Gastgewerbe: In Lauterbrunnen, im Erzie-hungsheim „Schönfels“ fing er als Allein-koch an und kochte Hausmannskost. Die Jugendlichen mussten mithelfen. Seine Schwester übernahm dort den Haushalt. „Es war eine spannende Zeit, menschlich und zwischenmenschlich, mit den schwer-erziehbaren Jugendlichen, doch dann fehlte mir plötzlich wieder das Kreative am Kochen.“

Nebenbei baute er mit Thomas Frei und einem weiteren Kollegen, Florian Jenzer, ein Privates Catering auf. Manchmal fun-gierte Raphael auch als Störkoch um sei-ne Kreativität auszuleben.

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ehemaliGe

Thomas Frei kam auf die Idee ein Re-staurant zu eröffnen. Raphael sah sofort die Chance der Selbstverwirklichung beim Kochen, mittlerweile hatte er auch das Wirtepatent.

Thomas übernahm die Administration und den Service.

Die Steinerschule taucht immer wieder auf, sei es in positiven Erinnerungen an seine Schulzeit mit dem Klassenlehrer An-dreas Riesen... oder

sein Wg-Mitwohner Lukas Fuhrer ist ein ehemaliger Mitschüler seiner Klasse in der Steinerschule... oder

die Cousine seiner Freundin, ist eine Steffis- burger Steinerschulmutter.

„Ich habe viel Glück im Leben gehabt, aus Freundschaften entwickelten sich Partner-schaften. Beruflich habe ich nie versucht etwas zu erzwingen, habe mich treiben lassen, Möglichkeiten genutzt.“

„Selbstständig zu sein bedeutet viel Arbeit aber auch viel Freiraum. Wir zahlen un-seren Angestellten viel, weil - gute Löhne - gutes und zufriedenes Personal bedeuten. (Wir hätten oder haben kein Problem mit der Mindestlohninititative)

„Weil verständlicherweise die Leute in dieser sommerlichen Jahreszeit lieber abends draussen sitzen, liegt unser Kern-

geschäft im Herbst über Winter bis Früh-ling.“

Vor ca. einem Jahr haben sie unter dem Restaurant „Ässzimmer“ noch die Bar „Schmiedstube“ übernommen, sie ist am Mittwoch und Donnerstag, sowie am Wo-chenende, teilweise bis 3.30 Uhr geöffnet. Geführt wird sie von einem jungen, enga-gierten Barkeeper.

„Das Ässzimmer ist in der Zwischensaison nur abends 18.00 - 0.30, in der Hauptsai-son auch mittags, geöffnet - man sollte auf jeden Fall reservieren.“

www.aesszimmer.ch

Gabriele Ortner

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verÄnderUnGen - aBSchied

Johanna Geraets

Nach dem Austritt von Magdalena Jaun hat Johanna Geraets die Aufgabe der Klassenführung der 1. und 2. Klasse über-nommen. Dieser ging bereits eine Stell-vertretung von einer Woche voraus.

Mit Schwung und Phantasie erfüllte sie das tägliche Pensum. Ihr war der gute Kontakt zu den Eltern wichtig.

Im neuen Schuljahr beendete Johanna ihre Stellvertretung und wurde zur Klas-senlehrerin für die 1. bis 3. Klasse gewählt.

Trotz guter Planung wurde diese grosse Aufgabe für sie zu einer Kräftefrage, denn die Gruppe ist gross und jedes Kind hat seine besonderen Bedürfnisse.

Vor Weihnachten zeigte sich, dass Johan-na Geraets diese Klassenführung aus ge-sundheitlichen Gründen nicht weiter wahr-nehmen konnte.

Martin Carle, Klassenbetreuer der 9. Klas-se, sprang als Klassenlehrer ein.

Bis vor kurzem hat Johanna Geraets noch Fachunterricht in Malen und Englisch in der 2. und 3. Klasse abgedeckt.

Wir danken Johanna Geraets für die spon-tane Zusage damals im Februar 2013 und für ihr engagiertes pädagogisches Wirken.

Wir wünschen ihr für die Zukunft alles er-denklich Gute, dass sich neue Kräfte re-gen können.

Magdalena Reinhard

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verÄnderUnGen - aBSchied

lukas Schippert

Seit Sommer 2012 wirkte Lukas Schippert als Turnlehrer für die damals 5./6. und 7. Klasse. Er legte Wert auf ein gutes Ver-hältnis zu den Schülern und Schülerinnen und auf einen abwechslungsreichen Be-wegungsunterricht.

In der Oberstufen-Projektwoche wirkte er mit, leitete das Kletterwochenende und unterstützte engagiert das Forstpraktikum.

Während des jetzigen Schuljahres bat uns Lukas Schippert, ihn von der Anstellung zu befreien, da er eine grosse, ihn erfüllende Aufgabe gefunden hatte.

Im Mai nun haben wir Lukas Schippert von seiner Tätigkeit befreit. Als Stellvertretung bis Sommer wirkt Frau Patricia Wagner.

Wir danken Lukas Schippert für das en-gagierte Wirken an unserer Schule und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, - dass er seine ganze Kraft am neuen Tä-tigkeitsort einbringen kann.

Magdalena Reinhard

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verÄnderUnGen - aBSchied

Brigitta Beutler

Brigitta Beutler trat am 1. August 2005 ein Teilpensum für die Führung der Kaufmän-nischen Verwaltung an. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit arbeitete sie in der Ge-sellschafterkonferenz und im Vorstand mit. Im Vorstand wirkte sie schon bald als die „rechte Hand“ des Vereinsvorsitzenden.

Die Rudolf Steiner Schule Berner Ober-land wurde damals anhand von statisti-schen Kennzahlen in das Rating C ein-gestuft. Bald waren Berater in der Schule und haben uns Ratschläge erteilt, wie wir die Schule wieder auf eine gesunde Ba-sis setzen könnten: Das Motto hiess „ge-sund bis 2008“. Brigitta Beutler war an der Organisation und an der Umsetzung der Massnahmen wesentlich beteiligt. Sie hat auch einen eigenen Arbeitskreis „Wirt-schaft“ geleitet, in dem die ökonomische Basis der Schule durchleuchtet wurde. Eine spätere Frucht dieses Arbeitskreises war die Einführung eines neuen Elternbei-tragssystems. Es rief zunächst einigen Wi-derstand in der Elternschaft hervor, doch es bewährte sich. Dieses System, plus die später vom Kanton gewährten Zuschüsse, haben der Schule wieder zu einem akzep-tablen Rating verholfen.

Für die Gesellschafterkonferenz organi-sierte sie das Qualitätsverfahren „Wege zur Qualität“. Sie qualifizierte sich in Wei-terbildungskursen auch selbst zur Audi-torin in diesem Verfahren. 2008 wurde unsere Schule zum ersten mal zertifiziert. Ausserdem vertrat sie unsere Schule in re-

gionalen und überregionalen Konferenzen als unsere Delegierte.

Seit Beginn des Schuljahres 2012 gibt es an unserer Schule eine Schulleitung, die aus einem dreiköpfigen Gremium besteht. Frau Beutler hat intensiv darauf hingewirkt, dass diese als Exekutive des Vereinsvor-standes und der Einfachen Gesellschaft installiert wurde. Sie wurde dann auch rasch als Mitglied dieser Schulleitung ge-wählt, was die Fülle ihrer Verpflichtungen weiter vergrösserte.

Eine wirkungsvolle Massnahme, um un-sere Schule in der Umgebung besser zu verankern, war die Gründung des zweiten Kindergartens Birkenzauber im Jahr 2013. Brigitta Beutler hat zusammen mit Arno Reichert sehr viel dazu beigetragen, dass dieser im Frühjahr 2013 eröffnet werden konnte.

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morGen - SchUlleitUnG

Aus der SchulleitungDas Schuljahr 2013/2014 war ein inten-sives Arbeitsjahr für die Schulleitung. Ins-besondere Mitarbeiterfragen standen im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Unerwartet stand Mitte des Schuljahres die Kündigung von Brigitta Beutler und die Suche nach einer geeigneten Nachfol-gerin an. In Andrea Frost haben wir seit Mitte Juni eine kompetente und engagier-te kaufmännische Leitung gefunden, die im kommenden Schuljahr nach und nach auch Schulleitungsaufgaben übernehmen soll.

Durch Rudolf Ortners kommende Pensi-onierung auf Ende Schuljahr 2014/2015 stellte sich die Frage, wie unser Oberstu-fenprofil in Zukunft aussehen soll und ob wir weiterhin eine 10. Klasse in Steffisburg anbieten können. Nach intensivem Aus-tausch mit unseren Nachbarschulen und in der aus dem World-Café entstandenen Mandatsgruppe „Oberstufe“ entschlossen wir uns, alles zu versuchen, die 10. Klasse in Steffisburg weiter aufrecht zu erhalten. In Krum Syarov haben wir einen jungen Kollegen gefunden, der über die entspre-chenden fachlichen Qualifikationen ver-fügt und nun schon im kommenden Jahr voll und ganz bei uns einsteigen wird, um sich von Rudolf Ortner in die vielfältigen Aufgaben sorgfältig einarbeiten zu lassen. Gleichzeitig wird er Arno Reichert in der Epochenführung der 7. und 8. Klasse un-terstützen und entlasten.

Mit Ende April 2014 hat Brigitta Beutler ihre Arbeit in der Kaufmännischen Ver-waltung und in der Schulleitung auf eige-nen Wunsch beendet. Dies ist insofern für den Schulbetrieb einschneidend, weil sie durch die Vielzahl ihrer Aufgaben eine zentrale Drehscheibenfunktion im Schul-verein und in der Schulbetriebsorganisa-tion inne hatte.

Uns ist allen bewusst, wie gross ihr Beitrag zum Gedeihen der Schule war. Ihr Enga-gement für das Wohl der Schule verdient unsere uneingeschränkte Dankbarkeit.

Liebe Brigitta: Herzlichen Dank und alles Gute für Deine Zukunft!

Rudolf Ortner

verÄnderUnGen - aBSchied

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morGen - SchUlleitUnG

Aus der Schulleitung

Gegen Ende des Kalenderjahres 2013 wurde deutlich, dass Johanna Geraets‘ Gesundheit nicht weiter ausreichte, die gemeinsam geführten Klassen 1-3 weiter zu führen. Durch die interimistische Klas-senübernahme durch Martin Carle und die Unterstützung von weiteren Kolleginnen konnte die schwierige Situation bis zum Sommer aufgefangen werden.

Selbstverständlich hat uns auch die Auf-gabe beschäftigt, wie es mit den unteren Klassen im kommenden Schuljahr wei-tergehen soll. Nach Ostern haben wir in Margrit Anzlinger unsere neue Klassen-lehrerin gefunden, die ab August die neue Doppelklasse 1/2 führen wird. Magdalena Reinhard wird nach der Abgabe ihrer jet-zigen 8. Klasse im nächsten Schuljahr die kombinierte Klasse 3/4 übernehmen.

Mit obigen Personalentscheidungen inve-stieren wir auch finanziell in die Zukunft der Schule. Wir hoffen sehr, dass die Mit-gliederversammlung im August diesen mutigen Schritt von Vorstand und Ge-sellschafterversammlung gutheissen wird und ihrerseits tatkräftige Unterstützung in Form von zusätzlichen finanziellen Mitteln zusagt.

Besonders erfreulich war in diesem Schul-jahr, wie gut unser neues Kindergartenan-gebot in Thun/Alpenstrasse/Birkenzauber angenommen wird. Schon jetzt trägt diese Investition in die Zukunft aus dem letzten Jahr Früchte für die Entwicklung der Schu-

morGen - SchUlleitUnG

le. Ein grosses Dankeschön hier an alle am Aufbau Beteiligten, insbesondere auch an Brigitta Beutler.

Trotz unserer vielfältigen pädagogischen Verpflichtungen, haben wir beide uns dazu entschlossen, in dieser schulischen Um-bruchsituation weiter unser Schulleitungs-mandat auszuüben, damit auf diesem Felde Stabilität gewährleistet ist.

Arno Reichert und Martin Carle

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BUch- Film- Und leSetiPP

Büchertipp

Rudolf Steiner

„Entwicklung des Denkens – Stärkung des Willens“

Drei Vorträge, Hrsg. von Andreas Neider

Meditationsübungen können richtig aus-geführt sein und dennoch zu Fehlentwick-lungen führen, wenn nicht bestimmten Einseitigkeiten Ausgleichendes an die Seite gestellt wird. In diesem Sinne zeigt Steiner in den hier ausgewählten, bis-her wenig bekannten drei Vorträgen, wie eine Verlebendigung des Denkens immer durch eine Verstärkung des Willens er-gänzt werden muss.

Bereits in seinem Grundlagenwerk zur Bewusstseinsschulung des modernen Menschen „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?“ macht Rudolf Stei-ner seine Leser darauf aufmerksam, dass es nicht genügt, einfach nur bestimmte Übungen oder Meditationen durchzufüh-ren: Eine Übung kann richtig verstanden, auch richtig ausgeführt sein; und dennoch kann sie unrichtig wirken, wenn nicht von dem Ausführenden ihr eine andere Übung hinzugefügt wird, welche die Einseitigkeit der ersten zu einer Harmonie der Seele auslöst.

Dennoch ist es keine Seltenheit, wenn von Schulung gesprochen wird, zunächst nur die von Rudolf Steiner immer wieder an-geregte und auch sehr häufig dargestellte

Verlebendigung des Denkens durchzufüh-ren, ohne näher auf die spezifischen Wil-lensübungen einzugehen. In den hier aus-gewählten drei Vorträgen, die vor einem öffentlichen Publikum gehalten wurden, zeigt Steiner in einmaliger Weise auf, wie Denkübungen für sich allein zu Einsei-tigkeiten führen, die nur durch entspre-chende Willensübungen ausgeglichen werden können.

ausgewählt von Donath Aebi

Verlag Freies Geistesleben

ISBN/ISSN978-3-7725-1779-2 Preis CHF 19.50 155 Seiten

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BUch- Film- Und leSetiPP

Filmtipp

Mein nachfolgender Filmtipp zeigt uns: Wir können unsere Kinder nicht stark ma-chen. Es ist das Leben, seine Herausfor-derungen, Gefahren und Chancen, das sie stärkt. Die Kinder, die wir im Film sehen, konnten sich in ihren ersten Lebensjahren in der Familiengemeinschaft und ihrer na-türlichen Umgebung gut verwurzeln. Auf dieser Grundlage ist es ihnen dann mög-lich, alle Herausforderungen zu meistern, die sich ihnen stellen und immer wieder über sich hinaus zu wachsen. Und: Sie wissen genau, wofür sie in die Schule ge-hen wollen und meistern dafür ihren be-schwerlichen Schulweg immer wieder.

Der Film begeistert und erschüttert mich zugleich. Es ist begeisternd zu sehen, wozu Kinder fähig sind. Und es erschüttert mich so vor Augen geführt zu kommen, wie wenig wir unsern Kindern hier manch-mal zutrauen.

Wenn wir wollen, dass unsere Kinder stark werden, heisst das also: Ihnen im Klein-kindalter die Bindung und Geborgenheit geben, die sie brauchen. Und sie dann in die Welt ziehen zu lassen - im Wissen, dass sie nur durch eigene Erfahrungen und Herausforderungen, die sie selbst bewältigen, weiterwachsen können.Was für viele Kinder ganz normal ist, bedeu-tet für manche ein echtes Abenteuer: der Weg zur Schule. Ob in der kenianischen Savanne, im Atlasgebirge Marokkos, in Patagonien oder in Indien, der Schulweg von Jackson (11), Zahira (12), Samuel

(13) und Carlito (11) ist sehr lang und oft auch voller Gefahren. Doch ihre Lust am Lernen spornt sie an. Mit viel Eigensinn und noch mehr Einfallsreichtum leben sie vor, was so oft vergessen wird: dass auch der Weg ein Ziel sein kann. Dieser eindrückliche Dokumentarfilm verzaubert mit seinen jungen, leidenschaftlichen Pro-tagonisten. Sie überraschen uns mit ihrer Neugier und ihrer unendlichen Energie. In AUF DEM WEG ZUR SCHULE erzählt Regisseur Pascal Plisson eine globale Bil-dungsgeschichte – von Mädchen und Jun-gen, ihren Freunden und Geschwistern in der kenianischen Savanne, im Atlasgebir-ge Marokkos, in Patagonien und am Golf von Bengalen. Mit viel Gespür für Situati-onskomik porträtiert der Film seine kleinen Helden und feiert ganz nebenbei die Bil-dung, die oft zu Unrecht als Beschwernis wahrgenommen wird.

„ON THE WAY TO SCHOOL“ (Dokumentarfilm von Pascal Plisson, Frankreich 2013) DVD, 75 Minuten, Fr. 24.- .

Bezugsquelle: arbeitskreis.ch

ausgewählt von Christian Wirz

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BUch- Film- Und leSetiPP

lesetipp

„Sind Waldorfschüler anders?“

Lässt sich durch wissenschaftliche Me-thoden zeigen, dass sich die Biografien von Waldorfschülern in einer besonderen Weise von den Biografien anderer Schüler unterscheiden?

Dieser Frage ist eine umfangreiche Stu-die nachgegangen: Gefragt wurde nicht nur nach Schulabschlüssen und Kompe-tenzen, die zu einer beruflichen Qualifi-kation führten. Merkmale der späteren Lebensführung und der ethischen Grund-haltung wurden ebenso einbezogen wie Gesundheit, beruflicher Erfolg und die persönliche Selbsteinschätzung der Be-fragten. Zu dem Projekt gehörten eine qualitative (Heiner Barz, Universität Düs-seldorf) und eine quantitative Befragung (Dirk Randoll, Alanus-Hochschule). An der qualitativen Befragung nahmen 24 Personen in Einzelinterviews und 35 Per-sonen in Gruppendiskussionen teil. Der schriftliche Fragebogen wurde von 1127 ehemaligen Waldorfschülern ausgefüllt.

Normales Wissen und erlernte Fähigkeiten werden meistens geprüft, wenn der Erfolg einer Schulmethode untersucht wurde. In dieser Studie hingegen ging es um die langfristigen Wirkungen der Schulmetho-de. Unter anderem wurde erforscht, in wie weit die Ziele erreicht wurden, die sich die Waldorfschulmethode selbst setzt.

Das Besondere des Ansatzes von Rudolf

Steiner liegt in dem Ziel, vom Leben ler-nen zu können. Diese Fähigkeit wird in der Schulzeit veranlagt. Das Ergebnis ist, dass sich ein Mensch, der derart geschult wurde, nicht durch Schicksalsschläge aus der Bahn werfen lässt. Im wissen-schaftlichen Jargon heisst diese Fähigkeit Resilienz.

„Tatsächlich weisen die Befragungsergeb-nisse zum Teil darauf hin, dass ehemalige Waldorfschüler in einem bemerkenswerten Umfang verschiedene Komponenten der Resilienz besitzen (Loebell 2007b). Das gilt z.B. für Eigenschaften wie: positives Selbstkonzept, hohes Selbstwertgefühl und Fähigkeit zur Selbstregulation. Wich-tig ist in diesem Zusammenhang auch die so genannte Selbstwirksamkeitsüberzeu-gung. Gemeint ist damit die Gewissheit eines Kindes, dass es mit seiner eige-nen Bemühung etwas Positives bewirken kann.“

Ein ausführlicher Bericht von Peter Loe-bel über diese Studie, von der ich hier nur einige Zitate entliehen habe, befindet sich in der Zeitschrift Erziehungskunst. Auf un-serer Homepage kann man sich mit ange-fügtem Link mühelos Zugang zum ganzen Artikel verschaffen. Ich möchte diesen Ar-tikel allen Menschen ausdrücklich empfeh-len, die sich für die Rudolf Steiner Schule interessieren. http://www.steinerschule-bo.ch/archiv/mitteilungen/

zusammengefasst von Rudolf Ortner

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zUKUnFt

die Schule sucht...

Für den Gartenbau-Unterricht an un-serer Schule in Steffisburg suchen wir ein geeignetes Grundstück, einen Gar-ten oder Landwirtschaftsland:

- Grösse ab 1‘000 m2

- möglichst in der Nähe der Schule gelegen oder gut mit den öffentli- chen Verkehrsmitteln erreichbar.

Wir freuen uns auf Ihre Hinweise.

Bitte setzen Sie sich mit Frau Rubin, im Sekretariat der Schule, in Verbindung.

Telefon: 033 438 07 17 oder per Mail: [email protected]

Herzlichen Dank!

Die Gartenbauplanungsgruppe der Rudolf Steiner Schule Berner Oberland

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morGen - zUKUnFt

den Schulorganismus stärken

Jedes starke Bild wird Wirklichkeit. Zitat von Antoine de Saint-Exupéry (1900-44)

Es war für uns alle eine Freude zu sehen, wie die 10. Klasse und der Oberstufen-chor das Musical „Klangbilder einer magischen Nacht im Museum“ aufführten. Dass dies gelingen konnte, verdanken wir der intensiven Arbeit von Donath Aebi (Musik), Magali Kniel (Bilder und Grafik) und weiteren Kollegiumsmitgliedern der Oberstufe. Auch projektbezogene, finanzielle Beiträge ermöglichten diese Arbeit.

Wir möchten Freunde und Ehemalige der Rudolf Steiner Schule Berner Oberland aufrufen, sich an das zu erinnern, was ihnen die Schulgemeinschaft gegeben hat und immer noch gibt. Umgekehrt kann die Schulgemeinschaft auch von Ihnen profitieren, zum Beispiel:

• Von Ihrem Interesse an unserer Schule und guten Gedanken! • Sie empfehlen unsere Schule Familien mit Kindern, damit diese unser Vorschul- und Schulangebot an den Standorten Thun und Steffisburg nutzen können. • Durch freiwillige Arbeit, beispielsweise zu Gunsten des Basars. • Durch Naturalgaben (z.B. für den Basar oder Schulanlässe). • Mit einer freien Spende (Einzahlungsschein in der Beilage). • Sie ermuntern Unternehmen oder gemeinnützige Stiftungen zu einem Beitrag an unsere ebenfalls gemeinnützige und steuerbefreite Institution. • Mit einer Spende zu Gunsten eines Fonds (siehe unten).

Geben Sie auf dem Einzahlungsschein die Fondsnummer an (also: „Spende; Fonds-Nr.“), wenn Sie einen bestimmten Bereich der Schulgemeinschaft unterstützen möch-ten!

Übersicht über die wichtigsten Fonds der Schule

Nr. 2361: Fonds zur Förderung und Unterstützung des Kollegiums. Nr. 2362: Fonds für Unterhalt Liegenschaften und Umgebung. Nr. 2363: Kulturfonds und Schulsozialarbeit. Nr. 2364: Schulmaterialfonds (Kochherd Asternweg, Kunath Flöten, Informatik usw.). Nr. 2365: Eurythmiefonds. Nr. 2366: Fonds Oberstufenprojekte, z.B. Praktika und aktuell Musikprojekt (D. Aebi). Nr. 2367: Fonds zur Unterstützung von SchülerInnen und Eltern.

Für Ihr stetiges Interesse und Ihre Unterstützung danken wir Ihnen bestens und wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit.

Matthias Giger

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zeitloS - zU GUter letzt

Spitze Feder

Achtung - bereit - fertig - los! Wir rennen los, am Sponsorenlauf, zum Beispiel. Da sollten wir parat sein, Muskeln aufgewärmt, sonst winkt die Zerrung. Anfang und Ende, sind wir am Anfang parat, sind wir bereit fürs Ende? Zum Beispiel nach zwanzig Minuten Rennen, da geht‘s manchmal ein-fach von selbst weiter, da müssen wir aktiv abbremsen.

In einem organischen Prozess ist einfach Bereitschaft da - der Samen ist bereit fürs Keimen, die Pflanze ist bereit fürs Blühen, die Blüte ist bereit für die Frucht und die Frucht ist bereit für den Samenstand. Es sei denn, etwas Unvorhergesehenes, ein Gewitter oder ein Frost, unterbricht diese Folge.

Die Menschheit, behaupte ich einfach mal, war bereit fürs Leben, deshalb existiert sie. Dass es uns Menschen gibt, ist der Beweis dafür, dass wir bereit waren zu entstehen. Vielleicht ist die Menschheit auch einmal bereit fürs Aussterben.

Landauf, landab werden im Maien jun-ge Menschen konfirmiert. Eintritt ins Er-wachsenenleben - bereit fürs Leben? Die jungen Menschen, die ich kenne, gehen neugierig, oder berndeutsch schöner „gwundrig“ (von Wunder!) ihren Weg. Ich wünsche ihnen allen, dass sie sich bereit, befähigt (auf englisch „empowered“) füh-len, denn auf ihre Art sind sie es so oder so - der springende Punkt ist ihre eigene Wahrnehmung darin, sie erleichtert ihnen

den Weg, sie tut jedoch ihrem Bereitsein keinerlei Abbruch, sondern beeinflusst nur das dazugehörige Lebensgefühl.

Kurz nach Ostern ist als jüngste ihrer Ge-schwister meine Patentante (berndeutsch „Gotte“) gestorben, nicht unerwartet, weil sie an Krebs erkrankt war, aber trotzdem halt eben als erste von fünf Geschwistern „noch nicht an der Reihe“. Ich war bei ihr zu Besuch, zwei Tage vor ihrem Ableben und auch eine halbe Stunde nach ihrem letzten Atemzug. Ob ich bereit dazu war? Sterben als Schicht des Lebens. Irgendwie gelassen sass ich am Totenbett, gwundrig, wie sich das anfühlt, bei einer Toten zu sit-zen, eine Tote zu berühren. In dieser Stun-de, die ich am Totenbett wachte, wurde der Körper kühler, aber immer noch war etwas wie ein Atem unter meinen Händen spürbar, eine Bewegung von Auf und Ab, ein Rhythmus.

Und auch wenn meine Beziehung zur heu-te Toten nicht intensiv war, doch aber innig, so hallt in meinem Inneren etwas Schales nach, etwas wie ein Zorn, ein Zorn auf die-se scheinbare Sinnlosigkeit - fort und weg. Auf ewig. Und all der Schmarren von ewi-gem Leben oder Wiedergeburt - einfach eine Krücke, um nicht in der Trauer zu tief zu versinken.

Aber genau in dieser Trauer über die Ver-gänglichkeit, die Sinnlosigkeit, können die Tränen den Schmerz wegspülen wie Was-ser den Sand.

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morGen - anKÜndiGUnGen

Schau hin

Auch wenn‘s schmerzt

Schau hin

Und sei glücklich

Schau hin

Und wisse

Das ist Alles

Was ist.

Oh, ich freue mich am kühlen Wonnemo-nat, ich freue mich auf den Sommer in meinem Häuslein!

Und ich wünsche Ihnen ebendiese Freude am Leben -

Ihr Schorschgaggo

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SommerfestSamstag, 23. August 2014

ab 15 Uhr Spiel & Buffet für Klein & Gross Karussell, Spielbus, Harassenklettern, Bücherantiquariat

17 Uhr Zirkusaufführung Nicole & Martin „Das Mädchen ohne Hände“ Kartenvorbestellung: [email protected] Preise: Erwachsene Fr. 25.-, Kinder Fr. 15.- Kasse geöffnet ab 16 Uhr

19.30 Uhr Volkstümliche Unterhaltung mit „Gränzelos“

Astrastrasse 153612 Steffisburg steinerschulebo.ch

RUDOLF STEINER SCHULEBERNER OBERLAND

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Der Computer bildet heute den Zugang zu einer Parallelwelt, in der man sich eine gefährliche Zweitexistenz aufbauen kann.

Auch das Soziale droht in die Medienwelt abzurutschen. Dabei wird meist übersehen, welche Auswirkungen der Computer auf das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen hat. Auf diese Auswirkungen soll ein-gegangen werden.

Erst wenn man die Folgen kennt, kann man die Verantwortung für eine Sache übernehmen.

vortrag von Johannes Greiner

„verführer oder helfer?

der computer und seine Wirkung auf das denken“.Dienstag, 26. August, 19.30 Uhr, im Saal der Schule, Eintritt Fr. 10.-

Johannes Greiner, geboren 1975. Nach Besuch der Rudolf Steiner Schule Basel Musikstudium mit Hauptfach Klavier und Pädagogikabschluss.

Unterrichtet an der Rudolf Steiner Schule Münchenstein und an der Freien Oberstu-fenschule Muttenz. Eurythmie, Orchester, Chor, Singen, Musiktheorie, Gehörbil-dung, Musikgeschichte, Ethik, Philoso-phie und Geschichte.

Zahlreiche Konzerte und kompositorische Tätigkeiten, Kurse und Vorträge über musikalische, kulturgeschichtliche und anthroposophische Themen.

Mitarbeit im Vorstand der Anthroposophi-schen Gesellschaft in der Schweiz seit 2005.

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SAMSTAG 1 . N OVEM BER | 10 B I S 18 UHR S O N N TAG 2 . N OVEMBER | 10 BI S 17 UHR

14BASARVon Menschen für MenschenBegegnung | Kultur | Kunst |Handwerk | Essen & Trinken

Freitag, 31. Oktober | 19 Uhr

Vernissage „prokunstkiste“

Samstag + Sonntag, 1. + 2. November | während des Basars

Auktionen „prokunstkiste“

Samstag, 1. November | 18.30 Uhr

Alex Porter, Poet und ZaubererVorverkauf ab 30.9. bei Bücher Lüthi in Thun und Steffisburg

Sonntag, 2. November | 14 - 15 Uhr

Alexandre Dubach, ViolineKollekte zu Gunsten der Schule

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Weitere Informationen entnehmen Sie in den nächsten Wochen unserer Home-page:

www.prokunstkiste.ch

Wir wünschen Ihnen einen schönen, krea-tiven Sommer!

Ihr prokunstkisten-Team

[email protected]

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Projekt prokunstkiste.ch am Basar14

„Kunst lässt sich bekanntlich nicht in eine Kiste packen, sie wird darüber hinauswachsen…“

Wir freuen uns sehr!!

Wir waren auf der Suche nach Künstle-rinnen und Künstlern, die eine leere Holz-Kiste mit Kunst füllen möchten und sie zugunsten der Rudolf Steiner Schule zur Verfügung stellen.

Wir haben sie dank hilfreicher Eltern und Freunde gefunden: Im Moment dürfen wir mit 40 definitiven Zusagen von Künstlerinnen und Künstlern rechnen.

Durch den Verkauf der kunstvoll gestal-teten Kisten am Basar14 ermöglichen die teilnehmenden KünstlerInnen vielen SchülerInnen in einem künstlerisch krea-tiven Umfeld unterrichtet zu werden.

Und wann wird was stattfinden?

- Vernissage am 31. Oktober 2014 um 19 Uhr mit musikalischer Unterma- lung.

- Die KünstlerInnen stellen dort ein zusätzliches Werk aus.

- Auktionen am 1. + 2. November 2014 während des Basars in mehreren Etappen, humorvoll moderiert.

prok

unst

kist

e.ch

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vorSchaU

Gestärkt von allen Seiten

Es ist uns ein Anliegen, immer wieder auf-zuzeigen, von wo die Schule überall unter-stützt wird.

Dieses Mal möchten wir erwähnen, wie der Demetrius mit seinem Team es immer wieder schafft, Gutes und Geschäftliches miteinander zu verbinden.

Der Demi-Laden unterstützt den Pausen-kiosk. Die 9. Klasse kam auf die Idee des Pausenkiosks und mit der Unterstützung des Demi-Teams konnten wir den Pausen-kiosk entwickeln.

Der Verkauf findet im Laden statt. Jeden Tag in der grossen Pause helfen 2 Schü-lerInnen der 9. Klasse im Laden aus und verkaufen Produkte an andere Mitschüle-rInnen.

Neu gibt es nun auch einen kleinen Pau-senkiosk im Lehrerzimmer. Die Lehrer schätzen die Getränke sowie das Angebot an Salzigem und Süssem.

Ebenfalls unterstützt der Laden die Schu-le bei Anlässen und Feiern. Sie bieten vor und nach den Veranstaltungen sowie in den Pausen Getränke und Snacks an, der Reingewinn geht an die Schule. So konnten der Schule zum Beispiel an der letzten Quartalsfeier Fr. 200.- überwiesen werden.

Am Sponsorenlauf und am Sommerfest wird der Demetriusladen uns mit Kühlem und Salzigem versorgen.

Wir schätzen die Unterstützung der De-metrius-Frauen sehr und danken ihnen für ihre innovativen Ideen und unterstützen gerne deren Umsetzung.

Rebecca Romano

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Geöffnet Mo - Fr vormittags während der Schulzeit.Die genauen Öffnungszeiten erfahren Sie unter: www.steinerschulebo.ch oder direkt im Laden.

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Der Bioladen der Rudolf Steiner Schule Berner Oberland

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Für Informationen wenden Siesich bitte anWerner Wägli, Tel. 033 251 38 [email protected]

FerienFerienimim WalliWalliss !!

Das Häuschen ist sehr gemütlicheingerichtet.Parterre befindet sich die Küche,Cheminée und das WC/Dusche.Im Schlafraum (1. Stock)gibt es 4 Betten wovon2 Betten als Kajütenbett.

St. Martin, liegt südl.von Sion (auf 1500 m ü.M.) aufder Sonn seite des Tales Val d’Hérens im Unterwallis.Von da aus kann man wunderschöne Wanderungenunternehmen.Im Winter gibt’s in der Nähe viele Skigebiete.

Wir vermieten ein «Stadeli»in Suen/St.Martin im Val d’Herence

Die BIO-Gärtnerei am ThunerseeAusbildung für GärtnerInnen Fachrichtung Zierpfl anzenAus eigenem Anbau Pfl anzen, Setzlinge und GemüseDienstleistungen Floristik, Pfl ege von Gärten und Grabunterhalt Floristik, Pfl ege von Gärten und Grabunterhalt Floristik, Pfl ege von Gärten und Grabunterhalt

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Di–Fr 8.15–12.00 Uhr 13.45–18.30 UhrSa 8.15–16.00 Uhr Okt–März: Mo geschlossen

„Aufgestellte junge Leute lernen grün!“

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Therapeutische Praxis

für Rhythmische Massage /

Einreibungen (nach Dr. Ita Wegmann)

Manuelle Lymphdrainage / KPE

Eigene Praxis seit 2002 KK anerkannt

Barbara Lässer-Schumacher Aarestrasse 53, 3613 Steffisburg Tel. 033 – 438 26 60

Die Bezeichnung Rhythmische Massage bezieht sich nicht nur auf die bewusst rhythmische Arbeit der massierenden Person, sondern auch auf die gezielte Anregung des Rhythmischen Systems des Patienten, der Atmung und der Zirkulation. Anwendung findet die Rhythmische Massage bei Erkrankungen des Bewegungssystems, bei organ-funktionellen Störungen (Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel), als unter-stützende Behandlung bei Tumor-leiden sowie bei Menschen mit heilpädagogischen und psychia-trischen Beeinträchtigungen.

Die Manuelle Lymphdrainage regt den Lymphfluss an. Sie dient hauptsächlich als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen nach Unfällen (Verstauchungen, Verrenkungen, Knochenbrüchen, Blutergüssen) und Operationen, bei Krebserkrankungen sowie zur Schmerzlinderung.

Eine Partnerschaft ist oft die grösste Herausforderung des Lebens. Und die grösste Entwicklungschance.

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SchulleitungRessort Pädagogik 033 345 08 66 Martin CarleRessort Eltern 031 533 21 74 Arno Reichert

Sekretariat Mo – Fr 7.30 – 12.15 h 033 438 07 17 Pascaline Rubin Fax 033 438 07 18Kaufm. Verwaltung 033 438 07 19 Andrea Frost, Eveline Messerli, Barbara ZybachLehrerzimmer 033 438 07 16 vor der Schule und in den PausenHauswart 033 221 79 49 Urban SchnidrigPäd. Konferenzleitung 033 438 32 85 Rebecca RomanoSchulsozialarbeit 079 227 39 22 Verena Gantner, Rebecca RomanoFörderunterricht 033 654 47 82 Martin Reinhard 033 336 82 27 Beatrice GigerHeileurythmie 033 654 53 50 Ernst Schwarzbach taGeS-KinderGÄrtenKindergärten / Spielgruppe Astrastrasse 15, 3612 Steffisburg 033 438 07 15 Tanja HillerAsternweg 1, 3612 Steffisburg 033 437 43 77 /077 438 54 23 Christine Hofmann Alpenstrasse 7, 3600 Thun 033 221 80 08 / 079 218 93 47 Gabi Aeschbacher

eltern-Kind-Gruppe chnÖSchPeliAsternweg 1, 3612 Steffisburg 033 345 26 57 Andrea Keller

Waldspielgruppe WUrzelKinder 033 438 21 71 Sarah Pfiffner

vereinigung, vereinsvorstand Vereinigung Rudolf Steiner Schule Berner Oberland, Postkonto 34-4839-5Vereinspräsident Donath Aebi 033 243 47 69 Roger Hauri 033 336 77 83 Jürg Voellmy 033 336 92 57 Andreas Stettler 033 243 33 42

ombudsgremiumVereinigung Claudio Chiandusso 033 438 11 12Elternvertreter Christian Wirz 033 221 02 87Kollegium vakant

adreSSen

rudolf Steiner Schule Berner [email protected]

| www.steinerschulebo.ch

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FerienordnUnG

Schuljahr 2014/15

SitUationSPlan | KontaKtinFormationen

Sommerferien: Sa 05. Juli 2014 bis Sa 16. August 2014 (DIN 28 - 33)Herbstferien: Sa 20. September 2014 bis Sa 11. Oktober 2014 (DIN 39 - 41)Weihnachtsferien: Sa 20. Dezember 2014 bis Sa 03. Januar 2015 (DIN 52 - 01)Sportwoche: Sa 14. Februar 2015 bis Sa 21. Februar 2015 (DIN 08 - 09)Frühlingsferien: Karfreitag, 03. April 2015 bis Sa 25. April 2015 (DIN 15 - 17)Sommerferien: Sa 27. Juni 2015 bis Sa 08. August 2015 (DIN 27 - 32)Herbstferien: Sa 19. September 2015 bis Sa 10. Oktober 2015 (DIN 39 - 41)

Schulfreie Tage: Montag nach Basar 03. November 2014 (ausser der verantwortlichen Klasse fürs Putzen)Weiterbildung Dornach 16. + 17. Januar 2015Pfingstmontag: 25. Mai 2015

Obligatorische Schultage: Basar14: 1. + 2. November 2014 Tage der offenen Türen: Januar 2015, vormittags

Total Schulwochen: 37

rUdolF Steiner SchUle Berner oBerlandAstrastrasse 15 | 3612 SteffisburgT 033 438 07 17 | F 033 438 07 18www.steinerschulebo.ch | [email protected]

taGeS-KinderGÄrten / SPielGrUPPenroSenhoF Astrastrasse 15, 2612 SteffisburgKinderStUBe Asternweg 1, 3612 SteffisburgBirKenzaUBer Alpenstrasse 7, 3600 Thun

eltern-Kind - GrUPPechnÖSchPeli Asternweg 1, 3612 Steffisburg

WaldSPielGrUPPeWUrzelKinder Brändlisberg, 3612 Steffisburg

Vom Bahnhof Thun Bus Nr. 1 Richtung Steffisburg Flüehli Haltestelle „Ziegelei“

Auszug aus den Statuten der Vereinigung Rudolf Steiner Schule Berner Oberland:

Artikel 1 Name und SitzUnter dem Namen «Vereinigung Rudolf Steiner Schule Berner Oberland» besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 ff ZGB mit Sitz in Steffisburg.

Artikel 2 ZweckDie Vereinigung verfolgt einen gemeinnützigen Zweck. Sie hat als Aufgabe die Sicherung des Be-stehens einer Rudolf Steiner Schule im Berner Oberland und deren allseitige Förderung in ide-eller, moralischer, rechtlicher und finanzieller Hinsicht. Die Leitung, sowie die Organisation und

Beitrittserklärung Vereinigung

Verwaltung der Schule obliegen nicht der Vereini-gung, sondern dem Lehrerkollegium. Das Lehrer-kollegium entscheidet insbesondere über Eintritt oder Ausscheiden seiner MitarbeiterInnen, wie auch über Aufnahme oder Ausschluss von Schüle-rInnen. Die Vereinigung ist politisch und konfes-sionell neutral.

Artikel 3 MitgliedschaftMitglied der Vereinigung kann jedermann wer-den, der die Berechtigung dieser Schule einsieht und an der Lösung der Aufgaben der Vereinigung mitarbeiten will. Die Aufnahme erfolgt nach schriftlicher Beitrittserklärung auf Antrag des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung.

BeitrittserklärungDer/Die Unterzeichnende wünscht Mitglied der Vereinigung Rudolf Steiner Schule Berner Oberland zu werden.

Name

Vorname

Adresse

PLZ, Ort

Telefon

e-mail

Datum

Unterschrift

RUDOLF STEINER SCHULEBERNER OBERLAND

VereinigungRudolf Steiner Schule Berner OberlandAstrastrasse 15

3612 Steffisburg

GESTÄRKT FÜR DAS LEBEN