Herzlich · PDF file– instabiler Angina pectoris/ Myokardinfarkt – gesteigerter...

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    07-Aug-2019
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  • Herzlich Willkommen

  • Grundlagen der Anästhesiologie

    Anke Mann Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie der Universität Magdeburg

  • Geschichte

    • 1772 Stickoxydul (Lachgas) synthetisiert • seit 1844 Anwendung von Lachgas durch Zahnärzte • 1842 Wells erfolglose Lachgasanästhesie in Boston • 1846 erste erfolgreiche öffentliche Ätheranästhesie

    durch Abbott • 1891 erste Lumbalpunktion durch Quincke • 1898 erste Regionalanästhesie durch Bier • 1959-1966 Terrell et al. synthetisierten 700 Methyl-

    Äther

  • Zusammensetzung der Luft

  • Narkosesysteme

    • sind die apparativen Bindeglieder zwischen den Geräten zur Bereitung des Frischgases, dem eigentlichen Narkosegerät, und den Patienten.

    • Aufgaben: – Bereitung der Narkosegase durch Mischung von Sauerstoff ,

    Lachgas oder Luft, Inhalationsanästhetika und Ausatemluft – Zuleitung der Narkosegase zum Patienten – Entfernung des ausgeatmeten Kohlendioxids – Trennung der Narkosegase von der umgebenden Atmosphäre – Anfeuchtung und Anwärmung der Narkosegase

  • Narkosesysteme- Systematik

    1. Nichtrückatemsysteme 2. Rückatemsystemen

    Das Wesen der Unterscheidung liegt in der Frage, von woher die Einatemluft stammt und wohin die verbrauchte Luft abgeatmet wird. In Rückatemsystemen wird die verbrauchte Luft wieder aufbereitet (Elimination von Kohlendioxid).

  • Die 4 Narkosesysteme

  • Klassifizierung Aufnahme des Patienten

    Angebot> Aufnahme Angebot=Aufnahme

    Überschuß-Systeme Gleichgewichtssysteme=total geschlossen

    ohne Rückatmung

    mit Rückatmung

    Nichtrückatmungssysteme =halboffene Systeme

    Rückatmungssysteme = halbgeschlossene Systeme

  • Das offene System

  • Schimmelbuschmaske

  • Offenes Narkosesystem

  • Halboffenes Narkosesystem

  • Halboffenes Narkosesystem

  • Kuhn-System

  • Unterschiede offenes und halboffenes System

  • Halbgeschlossenes Narkosesystem

  • Halbgeschlossenes Narkosesystem

  • Halbgeschlossenes System mit Rückatmung

  • Geschlossenes Narkosesystem

  • Geschlossenes Narkosesystem

  • Unterschiede halbgeschlossenes- geschlossenes System

  • Zusammenfassung: Kennzeichen der Narkose-systeme

  • Niedrigflussnarkosen

    • Low-flow-Anästhesie > 0,5 l/min u. < 1,0 l/min

    • Minimal-flow-Anasthesie < 0,5 l/min • Narkose mit geschlossenem System - =

    Gesamtgasaufnahme*

  • Beatmungsfilter, HME (Heat and Moisture Exchanger)

    • HME=Wärme- und Feuchtigkeitsaustauscher • Elimination von Bakterien und Viren • Anfeuchtung und Erwärmung der Atemluft

    (Klimatisierung) • Einteilung

    – hydrophob (wasserabweisend) • vor allem Filterung von Bakterien und eventuell Viren, • Filtrationseffizienz zwischen 99,99% und 99,9999%

    – hygroskopisch (wasseranziehend) = klassische HME- Filter

    • vor allem zur Erwärmung und Befeuchtung • Befeuchtungseffizienz bei 30mg H2O/l Einatmungsluft.

  • Kohlendioxidabsorption • Atemkalk • chemische Absorption des in der Ausatemluft

    enthaltenen Kohlendioxids 1. Natriumhydroxidkalk : starke Reaktion bes. mit

    Sevofluran und Desfluran zu nephrotoxischen Produkten

    2. Kalziumhydroxidkalk: Amsorb® und Amsorb Plus® • Absorptionskapazität ist um etwa 10 - 30% geringer • keine Reaktion mit Inhalationsanästhetika

    • meistens Zusatz eines Farbindikator

  • Respirator

    • Aufgabe : – gleichmäßige Beatmung mit einem definierten

    Beatmungsmuster sichern und den Anästhesisten entlasten

    • Einstellungen – Beatmungsmodus:

    – Druck-, Volumenkontrolliert

    – Atemzeitverhältnis – Beatmungsdruckbegrenzung – PEEP – Triggermechanismus zur assistierten Beatmung

  • Narkose • Die Narkose ist ein medikamentös

    herbeigeführter, kontrollierter Schlafzustand, dem nach Bedarf Schmerzausschaltung und Muskelerschlaffung beigefügt werden. Die Narkose ermöglicht die Durchführung von besonders schmerzhaften und auch anderweitig nicht vom Patienten tolerierten Prozeduren in der Human- und Veterinärmedizin.

  • Narkosestadien

    • „klassische“ Einteilung der Patienten nach dem Reflexverhalten der Patienten bei der reinen Äthertropfnarkose

  • Stadien der Narkose nach Guedel ( für Diäthyläther)

    Stadium Pupillen Atmung Rausch (Amnesie,Analgesie

    Bewußtsiensverlust,Schmerz- toleranz

    eng regelmäßig

    Exzitation Würgen, Erbrechen erweitert unregelmäßig

    chirurgische Toleranz

    Tonus vermindert, Augen wandern anfangs

    eng, weiter werdend

    regelmäßig, abnehmend

    Asphyxie drohender Herzstillstand max. weit reaktionslos

    Atemstillstand

  • Anästhetika

    • Substanzen, • die zu reversiblen Veränderungen im ZNS

    führen • die zum Erlöschen des Bewusstseins führen • damit chirurgische Eingriffe ohne

    Abwehrreaktionen ermöglichen

  • Anästhestika

    volatile (gasförmige)

    Injektionsanästhetika

  • Inhalationsanästhetika

    • Historie: – 1842 Horace erste erfolglose Lachgasanästhesie – 1846 Morton erste erfolgreiche öffentliche

    Ätheranästhesie

  • Inhalationsanästhetika

    • WM: Verstärkung inhibitorischer Funktionen oder Dämpfung der Erregungsübertragung an Synapsen oder Nervenendigungen von Axonen Halothan, Isofluran, Desfluran, Sevofluran

  • Aufnahmeabhängigkeit

    • In die Lunge – Löslichkeit im Blut – HZV – alveolärpulmonalvenöse Partialdruckdifferenz des

    Anästhestikums • In das Gewebe

    – Löslichkeit im Gewebe – Durchblutung des Gewebes – Partialdruckdifferenz zwischen Blut und Gewebe

  • Effekte

    • Konzentrationseffekt – Je höher die inspiratorische

    Gaskonzentration, desto rascher der Ansteig der alveolären Konzentration

    • Second-Gas-Effekt – Durch Kombination mit Lachgas steigt die

    alveoläre Konzentration rascher

  • MAC-Wert

  • Abhängigkeit des MAC-Wertes • MAC

    – Schwangerschaft, Neugeborene, hohes Alter – Hypothermie, Hypotension – Anämie, Hyponatriämie – zentral wirksame Substanzen

    • MAC-Wert – Säuglinge und Kleinkinder – Hyperthermie, Hypernatriämie – chron. Alkoholabusus, Fieber

    • MAC-unabhängig – Geschlecht, Anästhesiedauer, Kalium, Schilddrüsen-

    Stoffwechsel

  • Lachgas (N2O) • gasförmig • MAC: 104 Vol. % • keine Biotransformation • gute Analgesie über µ-Rezeptoren • keine alleinige Narkose möglich • Diffusion in luftgefüllte Räume • Diffusionshypoxie • Anwendung über 6 h- Knochenmarksdepression

    durch Vit-B 12 Störung

  • Halothan • Biotransformation: 20% ( hepatisch ) • flüssig • gute narkotische, schlechte analgetische Wirkung,

    gering muskelrelaxierend, • Uterusrelaxation • MAC: 0,7-0,8 Vol.-% • negativ chrono- ino- und dromotrop • Sensibilisierung gegen Katecholamine,und

    Theophyllin • Bronchodilatation • Halothanhepatitis 1:35000 ( Trifluoressigsäure als

    Hapten der Autoimmunhepatitis) • ICP

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Halothane2.png&filetimestamp=20060303230854

  • Isofluran

    • Biotransformation: 0,2% • flüssig, • gute narkotische und muskelrelaxierende,

    schlechte analgetische Wirkung • MAC: 1,15 Vol.-% • Schleimhautreizung, Einleitung durch

    Atemdepression verlängert • ausgeprägtester Vasodilatator, Coronary-

    steal-Syndrom, gelegentlich Tachykardie, ICP

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/7/7f/Isofluran-Enantiomere.png

  • Sevofluran

    • flüssig • Biotransformation 3-6 % ( renal) • gute hypnotsiche, geringe analgetische

    und muskelrelaxierende Wirkung • reagiert mit trockenem Atemkalk • keine Schleimhautreizung • inhalative Einleitung möglich • keine hepatische Schädigung da keine

    Entstehung von Trifluoressigsäure • hohe Inzidenz deliranter Zustände

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9e/Sevoflurane2.png

  • Desfluran • Biotransformation gering ( < 0,1 %) • gut hypnotisch, wenig analgetisch und

    muskelrelaxierend • stechender Geruch • schnelle An- und Abflutung • gute Kreislaufstabilität • gute hypnotische, schlechte analgetische und

    wenig muskelrelaxierende Wirkung • MAC: 6-7 Vol.-% • bei schneller Konzentrationssteigerung

    Symphatikusstimulation • Reaktion mit Atemkalk

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/67/Desflurane2.png

  • Injektionsanästhetika

  • Thiopental (Trapanal®)

    • Barbiturat • Hypnotikum, antikonvulsiv, Senkung des ICP • Schneller Wirkeintritt, kurze Wirkdauer durch Umverteilung • Indikation: Narkose, Krampfzustände • Naroseein