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TestLautsprecher SchrägeTypen,mit elegantemSchwungleichtnachhintengeneigt- so werden Bodenreflexionenim Klangbildreduziert 22 imagehifi3/2OO7 Phonoentzerrer CD-Player: Vollverstärker: 3/2007 imagehifi 23 Kabel: i,,:t:,: :!,!i . r :,..;t1,ri;:-;ri_, I ri rtcnroahor' Qnnciinac'

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Test Lautsprecher

Chario Academy SonnetPaarpreis: 3200 Eurovon Heinz Celking, Fotos: Rolf Winter

Die Chario Academy Sonnet ist das Nachfolgemodell , ,meiner" Chario AcademyMi l lenn ium 1.

Mir ist klar, dass es langsam so aus-sieht, als würde ich zum Haus-und-Hofschreiber von Chario, dem Laut-sprecherhersteller aus Merate. Ichhabe nämlich jeden bisherigen Cha-rio-Test in image hf geschrieben:Millennium 1, Cygnus, Serendipity.Normalerweise vermeiden wir solcheHäufungen innerhalb der Redaktion.Erstens dürfte es ftir die Leserschaftspannender sein, die Produkte einesHerstellers auch mal aus einer anderenPerspektive beschrieben und bewertet

Schräge Typen, mit elegantem Schwung leicht nach hinten geneigt - so werdenBodenreflexionen im Klangbild reduziert

zu bekommen, zweitens dient es derHorizonterweiterung, wenn wir Auto-ren uns auch einmal mit Konzeptenbeschäftigen, die gewöhnlich anders-wo ressortieren, und drittens vermei-det man so den Eindruck einer gewis-sen Abhängigkeit des jeweiligen Autorsvom Hersteller oder vom Vertrieb.

Darum hatte ich mich mit Händenund Füßen gegen das Thema gewehrt.Zugegeben, nicht sehr lange. Und ehr-lich gesagt auch nicht mit Händen undFüßen, sondern mit dem Vorschlag, es

könne natürlich auch mal jemand an-ders ... Leider hat sich bestätigt, wasich immer schon ahnte: Mir fehlt es anDurchsetzungsfahigkeit. Ich musstemich Argumenten wie diesem beugen:,,Aber das ist doch das Nachfolgemo-dell deiner Chario Academy Millenni-um 1. Du kannst am besten erklären,worin sich der neue vom alten Laut-sprecher unterscheidet. Das interes-siert die Leser doch besonders! Wersoll da sonst drüber schreiben?"

Stimmt ja auch. Ich habe lange Zeiteine Chario Academy Millennium 1gehabt. Zuerst als einzigen Lautspre-cher und später, als ich die Revel Per-forma F32 gekauft hatte, noch rundzwei Jahre in einer Zweitanlage. Erstals sich die Zweitanlage nicht mehrlohnte, habe ich die Millennium I ver-kauft. fetzt spielt sie woanders - weilsie mir zu schade dazt war, schwei-gend in der Ecke stehen zu müssen.Aber ich war bis zuletzt vollkommenzufrieden mit ihr, wenngleich der Test-Alltag einem natürlich auch ein paarSchwächen offenbart, die mir bei mei-nem doch ziemlich euphorischen Test1999 noch nicht bewusst gewordenwaren. Eine schöne, interessante Auf-gabe, sich jetzt mit der Nachfolgerin zubeschäftigen!

Ein guter Ausgangspunkt für eineBetrachtung der Sonnet sind die Laut-sprecherständer. Bei der Millenniumnahmen die Seiten der Ständer dieMassivholz-Umkleidungen der Kor-pusse auf, so dass beide zusammen

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eine harmonische, ft ir manche Ge-schmäcker fast schon zu gediegeneSkuiptur ergaben. Äuch der für dieSonnet neu entwickelte Ständer gefälltmir prr t . aher er hat - t rotz des e lc-ganten Schwungs nach hinten - eineviel sachlichere Anmutung. Asthetischrnag sich Gleichstand zwischen Alt undNeu einstellen, aber technisch habendie neuen Ständer alleVorteile auf ihrerSeite. Ihre nach hinten abgespreizter-rStahlkufen stecken auf dem Fußbodenein Dreieck von 55 Zentimeter Breiteab. Da kann Mario Murace am Telefonnoch so sehr abwiegeln, es hätten nurkosmetische, keine klanglichen Gründefürs neue Design gesprochen: DieseAufstellvariante schont nicht nur dasParkett, sondern entspricht in etwa ei-ner Dreipunktlagerung und ist damitper se viel stabiler als die vier Spikesunter den alten Ständern.

f)as muss sie auch sein, denn dieSor-rnet macht auf diesem Ständer soetwas wie einen Kopfstand: Der Twee-ter befindet sich unten, der Tiefmittel-töner oben. Die Sonnet sieht aus wieein Äbschnitt der Chario Serendipity(image hifi 512006), bei der ein großerStandlautsprecher kopfüber auf einemgewaltigen Subwoofer zu thronenschien. Um den Hochtöner auf Ohr-höhe zu bringen, muss der Ständerhöher als gewöhnlich sein, und weildie Bewegungen der Membran desTiefmitteltöners hier einen größerenHebel haben, solite er besonders sicherstehen. Das ist nicht nur eine Frage derSicherheit bei dem insgesamt doch einwenig kopflastig wirkenden System,sondern vor allem eine Frage derKlangqualität. le weniger das Laut-sprechergehäuse in der Vertikalenschwankt, desto präziser können dieMembranen das Musiksignal in Formpräziser Auslenkungen umsetzen.Darum kann rnan die Sonnet auch aufden leicht nach hinten geneigten Plat-

ten ihrer Ständer mit zwei Schraubenfixieren. 27 Kilogramm wiegt ein sol-ches System aus Box und Ständer - dawackelt unter normalen Bedingungennichts.

Warum überhaupt diese im Vergleichzu r M i l l enn ium I so ex t ravagan t w i r -kende Anordnung, die eigentlich sogar nicht zum Stil des Hauses passt? -

Der Grund liegt darin, dass Mario Mu-race, der Toningenieur, nicht nur intechr-rischen Kategorien denkt. Er hateine Passion für die Psychoakustik,worunter nicht das zu verstehen ist,was rvir in der Schule als ,,Laberfach"bezeichnet haben und wo galt: Nurimmer schön schlau daherreden, dannklappt's auch mit der Zwei. Die vonMario Murace geschätzten Psycho-akustiker verstehen sich als Natur-wissenschaftler; sie gewinnen ihreForschungsergebnisse durch Experi-mente. So berichtet der Chario-Ent-wickler von Versuchen zum Rich-tungshören. Sie hätten ergeben, dassMenscher-r eine Schallquelle auf Ohr-höhe oder darüber besser lokalisierenkönnen als eine Schallqueile unterhalb

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Plat tenspie ler : Transrotor0r feoDoppioTonarme. SME 3500,

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Phon oentzerrerCD-Player:Vol lverstärker:I r i r t c n r o a h o r '

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Die Chassis sind eigene Entwicklungen von Chario, made in ltaly: Der Tiefmitteltöner besitzt eine Membran aus Rohacell,und die Cewebekalotte wird sauber mit Aluminium bedamoft

der Ohrhöhe. Ich frage ihn nach Ur-sachen - vielleicht die Bauform desOhres? Mario Murace, eben keinDampfplauderer, weiß es nicht. DiePsychoakustik vermute eine Ursachein der Entwicklungsgeschichte desMenschen: Wir hätten ja immer mehr

,,Welt" über uns als unter uns, unddrohende Gefahren kämen von allenSeiten und von oben, aber selten vonunten. Dann ergänzt er das psycho-akus t i sche A rgumen t m i t e i nemraumakustischen: Die Stärke der ers-ten Reflexion auf dem Boden, von den

meisten Hörern sinnvollerweise mit-hilfe eines vor den Lautsprechern lie-genden Teppichs eingedämmt, könneman theoretisch auf zwei Arten min-dern: den Fußboden abschaffen (gehtnicht) oder die Chassis möglichst weitdavon weg positionieren. Dafür hat ersich bei der neuen Academy-Serie ent-schieden.

In dem Zusammenhang spreche ichMario Murace auf Abbildungen imDatenblatt an, wo die Sonnet einmalexakt parallel zur Frontwand undeinmal unmittelbar auf den Hörplatzausgerichtet ist. Bei der Millennium Ihatte er noch eine Aufstellung nachder RlX-Geometrie (,,right-left-cros-sing") favorisiert, also mit sich deut-lich vor dem Hörer kreuzenden Ach-sen. Seine Neuentwicklung hat er aufeine Aufstellung mit leichter Einwink-lung auf den Hörplatz hin optimiert.Die strikt parallele Aufstellung bringezwar die breiteste Bühne in den Hör-raum, weil dabei viel Energie in Formder ersten Reflexion über die Seiten-wände zum Hörer kommt, die kom-plette Einwinklung auf den Hörplatzschaffe dagegen die Illusion einer Büh-ne mit besonders großer Tiefe, aberdazwischen liese für die meisten

Char io kennt beim Frequenzweichenbau keinen Min imal ismus: Hier g ibt esFolienkondensatoren und Spulen satt

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Hörräume wohl die beste Lösung. Zuden r E rgebn i s b in i ch i n me inemRaum, wo die Charios nach links undrechts und hinten jeweils einen Wand-abstand von etwa einen.r Meter hatten,auch gekommen: Mit einer leichtenEinwinkiung und einem Abstand zwi-schen Hörer und Lautsprecher, der et-was größer als die Basisbreite war,klang es am besten.

Mario Murace setzt in der Sonnetzwei Tieiber ein, die sich schon in derSerendipity bewäl-rrt haber-r. Der uhr-glasflache 32-Mill imeter-TWeeter be-steht aus Seide, die mit Aluminiumbedampft wird (in meinen Serendipi-ty-Artikel hatte ich geschrieben, dassdie Seidenkalotte rnit Silber bedampftwürde, aber das war falsch). Er hattemich schon in der Serer-rdipity begeis-t e r t . we i l e r wen ige r , , süß" a l s de rScanspeak Revelator in der Millenni-um 1 jubelt, dafür aber eine Spur offe-ner', ehrlicher und dyr-ramischer. An-dc re rse i t s hä t te m ich e in s t immigeingesetzter Revelator immer nochschnell ir.r der Tasche, wenn er HeatherNova oder Vdronique Gens singenließe, und kaum jer.nirr-rd hatte den Re-velator so herrlich zum Klingen ge-bracht wie Murace in der Millennium1. Aber Murace hat ja nichts verlernt:Auch der Tweeter der Sonnet klingt,obwohl insgesarnt frischer und aufge-weckter, wieder n-rit dieser herriicher.r,gerade Frauenstimmen und Holzbla-sern schmeichelnden Geschmeidig-keit. Im Klartext: Auch der neue istkeine Kratzbürste, sondern verbindetDe ta i l r e i ch tun r rn i t Ha rmon ie .

Der Durchmesser des Tiefmitteltö-ners ist mit 17 Zentimetern beträcht-lich größer als der damalige Tieiber derMillennium 1 - und in technischerHinsicht ist er viel aufivendiger: DerKern seiner Sandwich-Konstruktionbesteht aus Rohacell, einem von derDegussa produzierten Hartschaum-

stoff, der in der Lautsprecherweltdurch den erstmaligen Einsatz beiBasstreibern von Bowers & Wilkins ge-sellschaftsfähig wurde, die Außen-schichten sind aus Glasfaser-Material.Für Chario-Verhältnisse finde ich eszien-rlich mutig, das nicht schwarzdurchzufärben.

Die Membran ist außergewöhnlichstark gewölbt und läuft zum Zentrumweg wie Sand in einem Tiichter. DerAntrieb besteht aus ringförmig ange-ordneten Magneten aus einer Neo-dym-Eisen-Bor-Legierung. In der Se-rendipity wurde dieses Chassis imoberen Bassbereich, närnlich bis unge-fahr 500 Hertz eingesetzt. Im Zwei-Wege-Design der Sonnet hört seineZuständigkeit erst um 1180 Hertz auf.Der Tiefmitteltöner wird ebenso wieder Tweeter von Ciare gebaut, einemgroßen italienischen Lautsprecher-chassis-Herstelier. Aber Ciare ist fürChario nur eine Werkbank - alle in derAcademy-Serie eingesetzten Treibersind von A bis Z Mario Muraces eige-ne Entwicklungen.

Ein fein geschreir-rertes und äußerststabiles Lautsprechergehäuse darfman von Chario erwarten. Der An-klopftest mit dem Fingerknöchel.Irgendetwas kiingt hell und nicht wiees soll. Ein Nebengeräusch. Hat MarioMurace im Datenblatt nicht zwei Sei-ten lang darüber nachgedacht, warumder Lautsprecherentwickler sich nichtals Instrumentenbauer verstehen undder Lautsprecher kein resonierendesInstrument sein dar l? Übr igens e ineherrliche Breitseite gegen,,mitschwin-gende" Korpusse - und ein Volltreffer.Am Ende war es einmal mehr die Un-geduld des Autors: Vor dem Klopfensollte man die Tenr-rinal-Schraubenanziehen, sonst klappert's eben metal-lisch. Danach gibt es nur noch das ge-wohnte trockene Tock, tock. Und wieklingt die Sonnet sonst?

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Vielleicht sollten zukünftig nochmehr Hersteller psychoakustische Er-kenntnisse in ihre Entwicklungen ein-fließen lassen. Konnte man schon beider Millennium von einer faszinieren-den Raumabbildung sprechen, so ge-lingt es der Sonnet noch besser, eineAufnahmesituation aus dem Studiooder aus dem Konzertsaal im eigenenWohnzimmer nachzustellen. Dasüberzeugt vor allem dann, wenn manaufgrund der Konzertsaalkonvention(aber auch wegen der Bequemlichkeit)davon ausgehen kann, dass die Inter-preten im Stehen musiziert haben. Dasgilt zum Beispiel für einen Sänger wieMatthias Goerne oder eine Geigerinwie Hilary Hahn. Stehend singt undgeigt es sich einfach besser - und dieseIllusion, dass die Interpreten nicht ir-gendwo auf dem Boden kauern, son-dern aufrecht stehen, kann die Sonnethervorzaubern. Bei meiner Revel Per-forma F32 singt Goerne Die schöneMüIIerin (Decca-CD) auf Knien rut-schend, als wäre Schuberts Liederzyk-lus eine billige Schmacht-Oper. über

Ausorobierenswert: Nach wie vorfavorisiert Mario Murace denBi-Wiring-Anschluss

die Sonnet gehört, steht er nicht nuraufrecht. sondern auch das von EricSchneider gespielte Klavier klingt so,als befänden sich alle Saiten auf einerEbene - so muss es ja auch klingen.Noch überzeugender in der Raumab-bildung wirken die hier schon häufigerals Hörbeispiel aufgetauchten Mozart-sonaten mit Natalie Zhu und HilaryHahn (DG-CD). Mit geschlossenenAugen sehe ich hörend, wo der Gei-genklang in einem Punkt entsteht, woBogenhaar und Saite aneinander rei-ben, wo dieses Geräusch im Resonanz-körper mit tonlicher Schönheit undmusikalischer Energie angereichertund in den Raum entlassen wird, wound wie die Instrumente im Raum zu-einander stehen, so dass Kommunika-tion durch Blicke und Gesten möglichsind. Ich habe auf etwas irrationaleWeise an dieser Aufnahme einen Nar-ren gefressen, weil sie - von allen Stil-diskussionen, die man führen könnte,wenn Mozart auf einem Konzertflügelund einer zur modernen Geige umge-bauten Stradivari interpretiert wird -

genau das eingefangen hat: Musik ma-chen ist Kommunikation. Ich kennedie Aufnahme also wirklich gut undziehe sie immer wieder bei Hörtestsheran, doch so frei hat mir noch keinLautsprecher eine Geige in den Raumgestellt: Der Lautsprecher als 3-D-Pro-jektor, der sich selbst vergessen macht.Und genau darum wirkt auch derLautsprecher selbst so kommunikativ:Viele Lautsprecher stellen einen Inter-preten ja ,,irgendwie" in den Raum,und wer unter,,Boxenklang" statt Mu-sik leidet, der sollte die Wahl seinerLautsprecher und muss die Aufstel-lung derselben im Raum überdenken.Aber wenn - wie über die Sonnet - dasSchallereignis wirklich jeden Bezugzum Lautsprecher verloren hat, danngelingt die perfekte Illusion: Statt Hi-lary Hahn könnte da auch meine Gei-

genlehrerin stehen, wenn die eineStradivari besäße und eine Virtuosinwie Hilary Hahn wäre. Was ich andeu-ten möchte: Der Klang einer Geige inwenigen Metern Entfernung ist mirziemlich vertraut - aber so authentischwie über die Sonnet erlebe ich fün nie.

Doch es gehört hier zu meinem Job,auch nüchtern festzustellen, wo diese,,Freistellung" vom Boxenklang nichtso gut funktioniert - bei Orchester-musik nämlich. Da mangelt es derSonnet für die perfekte räumliche Il-lusion an Tiefbass-Kompetenz. DieGrundregeln der Physik schlagen da-mit zu, dass ein Gehäuse dieser Größemit dieser Treiberausstattung seineuntere Grenzfrequenz rund um 55Hertz hat (minus drei Dezibel), undspätestens bei den Kontrabässen imersten Satz von Mahlers Fünfter Sinfo-nie (,,Trauermarsch. In gemessenemSchritt. Streng. Wie ein Kondukt")weiß meine Revel Performa F32 vielTerrain in meiner Gunst wiederzurückzuerobern, indem sie tieffre-quente Schallreflexionen von denWänden und dem Boden präsentiert.Die Sonnet ist und bleibt ein Kom-paktlautsprecher. Um die Tiefbass-Wucht eines groß besetzten Sinfonie-orchesters auch nur andeutungsweisein den Hörraum zu beamen, braucht'sviel mehr Membranfläche * gerne soviel wie bei der Serendipity mit ihrenbeiden 32-Zentimeter-Bässen in Iso-baric-Anordnung. Das, was die Sonnetim Bass allerdings bietet, kommtfaszi-nierend sauber, offen, präzise undfarbintensiv. Mario Murace scheintseine,,Abstimmungsphilosophie" tat-sächlich ein wenig geändert zu haben.Bei der Millennium hatte er noch ver-sucht, sie mit etwas üppigerem Ober-bass und Grundton möglichst großklingen zu lassen. Die Sonnet dicktnirgendwo aui kann sich diese Ehr-lichkeit wegen ihres größeren und stei-

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f'eren f iefmitteltijners alleldings auchleisten. Der hat es off-enbar viel leich-ter, den Klang einel t iefen Cello-Saiteoder eilres Fagotts auch ohne crotische,,Pölsterchen" n.rit f'einem Gesptir ftirFarb- und Dynamik-Nuancen sinnlichnachzuzeichnen.

Zugegeben, ar.rch icl.r rvundere undirrgere mich r.nancl.rmal tiber den Äu-l o l n i l l i \ n rus , r r r i t dcn r e ine rn ne r re r rProdukt ur-rterstellt rvird, alles besserzu nrachen ais der Vorgänger. Aberhier stimrnt's einfach. Die Millenniumschur.nmclte ein wenig, spielte Llnge-heuer rund, aber n icht unbecl ingthundertprozentig ehrlich. Und sie warein Alptraum bei cler Verstärkerwahi.Die Sonnet l.rat in iillen HiFi I(riteriendie Nase vorn. Sie klingt freier und le-bcndiger, clvnarnischer und farbinten-siver ir ls die Vorgiingerin. Allerdingssind sich beide Generationen darin ei-nig, dass am Ende ein harmor.rischerGesarnteindrnck zählt. Ar.rch ciie Son-net ist ein Traun von klanglicher Ho-n rogen i t , i t r r r r t l Sc l rönhc i t .

Für die angekündigten Chario-Mo-deile zlvischen Sonuet und Serendipitymr-rss ich mir jetzt wohl ein Pseu

Die St immenwiedergabe.

Ein Korrektur lesen der deutschen Bedie-nungsanler tung.

Wie gut d ie Sonnet an e inem Class-A-Ver-stärke 'snip l le l las knn^ e d ie lV i l lenniumn l e .

Blechbrücken ent fernen.

clonym überlegen. Wenn hier dem-n:ichst eir.r Heiner ICingel über dieChar io Sovc rc ig , r t c rde r 5up remesc l r r c i b t , d r r r rn b in i ch es u r r t e r r r r c i r r c rTarnkappe!

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