Insectissima - Leuchtkäfer Blume

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Leuchtkäfer- Blume Insectissima
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    12-Aug-2015
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    Education

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Transcript of Insectissima - Leuchtkäfer Blume

  1. 1. Leuchtkfer- Blume Insectissima
  2. 2. Du scheinst heute etwas traurig zu sein, Tristan. Stimmt was nicht?, fragte Grovater Jakob seinen Enkel, als er ihn mit langem Gesicht auf einem Stuhl sitzen sah. Mein bester Freund Kilian ist krank, antwortete Tristan. Seine Mutter sagt, er habe Mumps und dass ich ihn nicht besuchen drfe, weil ich sonst auch krank werden knnte. 2002, 2003 by Aurora Production AG, SchweizGeschrieben von Katiuscia Giusti Illustriert von Agnes Lemaire bersetzt vom Team Activated-Familie
  3. 3. 3 Das tut mir aber Leid, versuchte ihn Grovater zu trsten. Aber seine Mutter hat Recht. Es wre nicht schn, wenn du krank wrdest, oder? Nein, aber ich wollte mit Kilian spielen. Er wrde sich dann bestimmt besser fhlen. Ich bin sicher, Kilian wrde auch gern mit dir spielen. Manchmal muss man sich aber einfach entscheiden, das Richtige zu tun, auch wenn es nicht das ist, was man am liebsten tun wrde, erklrte Opa Jakob. Weit du, wenn du mit Kilian spielen wrdest, wenn er krank ist, htte er nicht die Ruhe, die er braucht, um wieder gesund zu werden. Auerdem knnte er dich mit der Krankheit anstecken und dann msstest auch du ein paar Tage im Bett bleiben. Das wre sicher nicht sehr angenehm.
  4. 4. 4 Opa Jakob legte eine Pause ein, damit Tristan ber das nachdenken konnte, was er gerade gesagt hatte. Opa, gibt es denn gar nichts, was ich tun knnte, damit sich Kilian besser fhlt?, fragte Tristan mitleidig. Das ist eine gute Frage und ein aufmerksamer Gedanke von dir. Ich glaube, ich hab da eine Geschichte, die hilft, das zu beantworten. Sie handelt davon, wie Bits und Linus einmal zusammen krank wurden.
  5. 5. 5 Ich fhl mich so miserabel, jammerte Bits, als sie zusammengerollt in ihrem Bett lag. Ich auch, stimmte ihr Linus zu.
  6. 6. 6 Am Tag zuvor waren die beiden Insekten ziemlich weit weg von zu Hause gewesen, als sie pltzlich von einem heftigen Sturm berrascht wurden. Sie versuchten Unterschlupf zu finden, aber es regnete in Strmen und die kleinen Bltter, unter denen sie Schutz suchend gestanden hatten, konnten sie nicht vor den groen Regentropfen schtzen. Als Bits und Linus endlich zu Hause anlangten, waren sie beide klatschnass. Am nchsten Tag hatten sie eine schlimme Erkltung und dazu einen schweren Husten. Sie lagen auf zwei Blttern und fhlten sich elend.
  7. 7. 7 Du meine Gte, dachte Funken, als sie in sicherer Entfernung ber ihnen schwebte und sah, wie ihre armen Freunde Bits und Linus zusammengerollt auf ihren Blttern lagen. Sie sehen so traurig aus. Ich wrde gern nahe bei ihnen sein, aber dann knnte ich auch krank werden. Oh, ich wnschte, dass ich etwas tun knnte. Lieber Gott, bitte zeige mir, was ich tun kann, damit sich Linus und Bits besser fhlen. Wie wrde ich mich besser fhlen, wenn ich krank wre?, fragte sich Funken laut. Hmm, ja, ganz klar! Danke, Gott, fr diese wunderbare Idee! Ein Lcheln breitete sich ber ihr ganzes Gesicht aus. Funken machte sich sofort auf, herumzufliegen und ihre Freunde zu suchen.
  8. 8. 8 Ich dachte, wie schn es wre, wenn wir etwas tun knnten, um Bits und Linus aufzumuntern, meinte Funken zu ihren Freunden, die sich um sie versammelt hatten. Mir ist eine Idee gekommen, wie wir nicht nur ihnen, sondern auch uns viel Freude machen knnten. Mchtet ihr mir helfen, unsere kranken Freunde aufzumuntern? Natrlich!, riefen sie alle begeistert. Also, dann kommt alle her und hrt euch diesen Plan an... Einige Minuten spter ging jeder der Gruppe aufgeregt seinen Weg, um die ntigen Vorbereitungen zu treffen.
  9. 9. 9 Zwischen einem Husten- und einem Niesanfall hrten Bits und Linus ein Rascheln in ihrer Nhe. Hast du auch etwas gehrt?, fragte Bits ihren Ge- fhrten Linus, nachdem sie wieder heftig niesen musste. Es kommt von meiner Seite da drben, antwortete Linus. Ich werd mal nachsehen, was es ist. Linus kletterte von seinem Blatt hinunter und lief ein paar Schritte in die vermutete Richtung. Wer ist da?, Die Nacht war hereingebrochen. Der Mond schien ungewhnlich hell, und am pechschwarzen Himmelszelt konnte man Hunderte von Sternen funkeln sehen.
  10. 10. 10 Wahrscheinlich ist es etwas, das wir verpassen, weil wir krank sind. Wahrscheinlich!, pflichtete ihm Bits traurig bei. rief er ins Dunkel hinaus. Das Einzige, was er finden konnte, war ein Blatt, worauf etwas geschrieben stand. Wir prsentieren: Leuchtkfer-Blume, las Linus. Was soll denn das heien?, wunderte sich Bits, war aber froh, ber etwas anderes nachdenken zu knnen als ber ihren schmerzenden Hals. Ich wei auch nicht. Aber es hrt sich an wie der Name einer Show oder so etwas.
  11. 11. 11 In dem Moment flog Funken zu ihnen hinunter. Hallo, Funken!, rief Linus ihm zu. Hallo, Bits und Linus. Schlpft schnell wieder unter eure Bettdecke und macht es euch beide ganz bequem, sagte Funken. Wir ha- ben eine berraschung fr euch! Eine berraschung?, fragte Bits ganz neugierig. Was fr eine berraschung denn? Das werdet ihr bald sehen, antwortete Funken geheimnisvoll und flog auf und davon. Das ist ja furchtbar aufregend!, rief Linus und schlpfte
  12. 12. 12 ganz schnell wieder unter seine Bettdecke. Eine Minute verging, ohne dass etwas geschah. Dann hrten sie pltzlich den alten Ochsenfrosch vom Teich, wie er ein Lied anstimmte. Ein einzelner Leuchtkfer in vollem Strahlenglanz fing in ihrer Nhe an zu der Melodie zu tanzen. Bald kam ein weiterer Leuchtkfer dazu und dann war es ein ganzer Reigen. Es dauerte nicht lange und andere Frsche stimmten in den Gesang ein.
  13. 13. 13 Die Leuchtkfer tanzten zur Melodie und schwangen zum schnen Lied der Frsche hin und her. Bits und Linus schauten sich die Vorstellung gespannt an und klatschten immer wieder begeistert in die Hnde. Sie fhlten sich beide innerlich so viel besser, obwohl ihnen noch kurz zuvor elend gewesen war. Die Leuchtkfer flogen besondere Formationen in der Form einer Blume und blinkten am Nachthimmel in verschiedenen Abstnden. Am Ende der Vorstellung jubelten Bits und Linus begeistert. Habt ganz herzlichen Dank!, riefen sie beide aus. Ihr habt geholfen, dass wir uns viel besser fhlen, meinte Linus. Ganz bestimmt!, pflichtete ihm Bits bei.
  14. 14. 14 Die zwei kleinen Insekten fhlten sich unter ihrer Blattdecke wohlig warm und waren fast am Einschlafen, da meinte Bits zu Linus: Wenn wir wieder gesund sind, sollten wir auch etwas Besonderes fr unsere Freunde tun. Ja!, ghnte Linus. Vielleicht knnen wir morgen etwas planen, da wir wahrscheinlich noch im Bett bleiben mssen. Gute Idee! Schlaf gut, Linus, sagte Bits. Dann drehte sie sich um und schloss ihre Augen. Du auch!
  15. 15. 15 Vielleicht kann ich Kilian eine Karte schrei- ben, um ihm gute Besserung zu wnschen und zu sagen, wie sehr ich ihn vermisse, berlegte sich Tristan laut, als die Geschichte zu Ende war. Er wird sich sicher besser fhlen, wenn er erfhrt, wie sehr du an ihn denkst und ihn gern hast, pflichtete ihm Grovater Jakob bei. Nachdem du die Karte gemacht hast, kann ich zu seinem Haus rbergehen und sie seinen Eltern geben. Was meinst du? Super! Ich werde die Karte sofort malen. Danke Opa!, sagte Tristan noch, als er aufgeregt in sein Zimmer lief, um Papier und Farbstifte zu holen. Lieber Kilian
  16. 16. Moral: Es gibt immer einen Weg, andere zu ermutigen und sie froh zu machen. Bitte Gott und Er wird dir zeigen, was du tun kannst, um ein Lcheln auf jemandes Gesicht zu zaubern und ihm oder ihr ein gutes Gefhl zu geben. Verpass nicht die nchste Folge von Insectissima: Wie Bits besser statt bitter wurde! 9 7 8 3 0 3 7 3 0 0 7 7 0 ISBN 3-03730-077-9