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    Schloss Garnstein - Gerstein 1 - I-39043-Klausen / Latzfons / [email protected]

    -alle Rechte vorbehalten-

    I

    Schloss Garnstein im Jahre 2005

    Wohl zu Recht als eines der schnsten, romantischsten, phantasiereichsten Schlsser des Alpenraums

    wird es bezeichnet, das sagenhafte Schloss Garnstein in Sdtirol.

    Dieses eindrucksvolle, wie ein Traumgebilde fesselnde Schloss, in einem der schnsten, geschtztes-

    ten Winkel Europas, erinnert an ein verborgenes Juwel; stolz ruhend auf einem steil aufragenden keil-

    frmigen Felsen, auf 813m Meereshhe, nahe den malerischen Sdtiroler Stdtchen Klausen und

    Brixen, und der Sdtiroler Landeshauptstadt Bozen.

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    II

    Die stilistische Romantik des Schlosses Garnstein, dessen Geschichte bis in das Jahr 1121 zurck-

    reicht, wirkt auf so manchen Betrachter wohl auch wie eine sdliche Verwandtschaft des bayrischen

    Schlosses Neuschwanstein in dessen Bau-Epoche es wiedererbaut worden ist vom Maltser-Ritter und

    kgl. Preuischen Generalleutnant Friedrich von GersteinHohenstein.

    Die Vertrumtheit des in Abstim-

    mung mit dem Denkmalschutz korrekt

    konsolidierten und auch im Innenbe-

    reich trefflich instandgehaltenen

    Schlosses, wird unterstrichen von der

    natrlichen Romantik und Unberhrt-

    heit der Gegend mit ihren makellosen

    Bauernhfen, herrlichen Gewchsen,

    der einzigartigen Ruhe mit ihren leisen

    klanglichen Eindrcken von beidseitig-

    das Schloss umrahmenden Wildws-

    sern des Thinne- und Plankenbaches,

    die aber auch von Zeit zu Zeit aus ih-

    ren wild-romantischen, mystischen

    Schluchten drhnen, so als mchten

    sie das beschtzte Heute an den Ur-

    stand ergrauter Zeiten erinnern.

    Schloss Garnstein

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    III

    Hochgarten Garnstein mit Blick auf Geisler und Puez-Geisler

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    IV

    Der Blick auf das Schloss Garnstein und den malerischen Hintergrund mit dem am Nordrand von

    Klausen thronenden Bergdorf Verdings und die vor allem auch durch den Extrembergsteiger Reinhold

    Messner weltweit berhmt gewordenen Geisler und die am Nordrand von Grden aufragenden Puez-

    Geisler, begegnen wohl so manchem Besucher geradeso unverhofft wie eine Fata Morgana.

    Schloss Garnstein im Sommer 2012

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    V

    Geschichtliches knapp umschrieben, beginnend ab dem Jahr 1121

    (Quellen Tiroler Burgenbuch und Privatarchive alle Rechte vorbehalten):

    In den Geschichtsbchern erscheint der Name schon im Mrz 1121 in einer Traditionsnotiz des Klos-

    ters Tegernsee: >>quidam ingenuus homo Eggihart... in manum fratris sui Henrici, qui vulgo Garre

    dicebatur>de Lacefons>Stein>Gren-

    stein>Gerinstain>Gerrnsteindno Wilhalmo de Gerrenstain euntis in armius cum rege in Franchenfurt>verprunnen

    vest>so ist in dem haus gewesen auf Gerenstain>paingewant und zwo rorren>meuseysenn

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    VI

    Sowohl unter Kardinal Nikolaus Cusanus, wie dem Bischof Melchior von Meckau, fallen Konflikte

    zwischen dem Hochstift und dem Landesfrsten, die die Schurfrechte am nahen Pfunderer Bergwerk

    betreffen.

    Das Geschlecht der Fugger aus Augsburg, mit anerkannten Rechten an umliegenden Bergwerken und

    exzellenten Verbindungen zum Kirchenregiment, besitzt das Schloss um 1500.

    Im Jahre 1548 wird das >>Geschloss Gerenstain>haidnischen Kunigein altes

    purgstall oder schloss und gemeyr, so aber alles zerfallenvon Gerrenstein

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    VII

    Die bedeutende Historikerin Johanna von Isser hat die Ruine 1831 - vor dem Wiederaufbau, in zwei

    Sepiabildchen festgehalten. Trotz anerkannter Gediegenheit der Historikerin von Isser, ist davon auszu-

    gehen dass auch ihr Werk subjektiver Betrachtungsweise untersteht.

    Trotz der anders lautenden Beischrift zeigen sie die Breitfront von Garnstein gegen Westen bzw.

    Sdwesten gesehen, geben also die Ansicht wieder wie sie dem Beschauer, vom Burgweg aus ber den

    Mhlbach hinweg gesehen, darbot: Links tal-auswrts liegt, aus dem Fels herauswachsend das Palais, das

    damals offenbar seine ursprngliche Hhe hatte, allerdings offenbar mit vom heutigen Bestand abwei-

    chenden Details wie Fensterzahl, Zinnen, die Form des Baues am Fu des heutigen Hochgartens u.a..

    Garnstein v. Johanna von Isser

    Drei Geschosse im Bereich des heutigen Hochgartens lassen kleine, unregelmig in die Flche ver-

    teilte Viereckfenster erkennen, und es ist anzunehmen, dass einst an Stelle des gegenwrtigen feinsinnig

    angelegten Hochgartens zwischen den Hauptbauten Vogtei und Palais, eine nach Nord-West gerichtete

    Wehranlage im Grenverhltnis des jetzt zinnen-umsumten Hochgartens existierte und an Stelle der

    heutigen Vogtei, zwischen Plankenbach und Nordwestseite, aufsteigender Felsen belassen war.

    Die Ansicht der Isser- Skizzen beschreibt den auf seiner Oberflche unebenen und zerklfteten Burg-

    felsen, so dass mehrere natrliche Grben den Zugang zur Burg hemmten.

    Diese Wahrnehmung besttigt auch ein Bericht den der Historiker Ignaz Zingerle von einem Besuch

    in Garnstein gibt: Um die Pforte und den dunklen Turm zu erreichen, in dessen erstem Stock damals

    noch ein Handwerker hauste, musste man damals drei schmale Holzbrcken berschreiten.

    Weingartner sah in den unteren Mauern dieses Bauwerks die mglicherweise einstigen Reste der alten

    Burg. Die einstige Funktion des Bergfrieds an der Angriffsseite, nahe dem Burgtor, scheint folgerichtig.

    Zwei bestehende und fr den heutigen Schlossbestand bedeutungslose Rundbogenfensterffnungen

    im Fundament des Hochgartens nahe der heutigen Kapelle bekunden wohl eine vergangene- und ande-

    re als die heutige Zweckdienlichkeit, die wiederum einen verschwundenen-, im damaligen Zerfall ver-

    schtteten- und mit damaligen Mitteln wohl schwer zu befreienden Kellerbereich im Fundament des

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    VIII

    Hochgartens vermuten lsst, der sich demnach unterhalb des offenbar zum Teil um einige Meter aufge-

    schtteten Erdbodens des Hochgartens befinden msste. Besagtes lsst fernerhin eine unverkennbar

    vom aktuellen Mauerstil abweichende Beschaffenheit des Mauerwerkes im Innenhof des Palais am Fu-

    e des Hochgartenfelsens erahnen, wo ein Mauerteil einem erst spter zugemauertem Tor gleicht und

    drei bereinander gemauerte Granitquader das Podest-Fundament einer Freitreppe vermuten lassen.

    Nach der Skularisierung wird Garnstein dann an einheimische Bauern verkauft, die in der zerfalle-

    nen Burg hausen.

    Der letzte buerliche Besitzer Josef Siller in Latzfons (noch heute sind die Nachfahren am benachbar-

    ten Siller-Hof beheimatet), verkauft Garnstein im Jahre 1860 um 1.000 Gulden dem kgl. Preuischen

    Generalleutnant Friedrich von GersteinHohenstein aus

    Wiesbaden, der eine Abstammung vom alten Tiroler Ge-

    schlecht vermutete.

    Wie Inschriften neben dem Schlosseingang knden, beginnt

    der Generalleutnant von Gerstein-Hohenstein im Jahre 1860

    mit dem Wiederaufbau des Schlosses Gerstein, den der

    Brixner Baumeister Wilhelm Suitner durchfhrt.

    Die Kapelle trgt die Jahreszahl 1886.

    Das Bauende zeigt die Anschriftstafel an der Vogtei: 1890.

    Den Maltser-Orden wrdigt der Schlossherr

    Friedrich von Gerstein-Hohenstein mit Maltser-

    symbolen, bzw. dem Maltserkreuz in seinem Wappen, am Gemuer der Schlosspforte, wie schlielich

    sogar in wertvollen Einlegearbeiten im Parkettfuboden des Ritterzimmers im 1.Stock des Palais wie

    auch in den Putzenscheiben einiger Fenster.

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    IX

    Wie die Aufschrift auf Ansichtskarten dieser Zeit erkennen lsst, hat der neue Besitzer und Schloss-

    herr Friedrich von Gerstein-Hohenstein damals den Namen der wie eine Bhnenkulisse wirkenden

    Burg in >>Gerstein

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    X

    Philipp Jacob Amonn schildert in begeisterten Worten den damals schon fortgeschrittenen Bau: Er

    sei durchaus in >>romanischen Styl gehalten