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Die Zeitschrift für Nächstenliebe in unserer Zeit. Herausgeber: Diakoniewerk

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  • D i e Z e i t s c h r i f t f r N c h s t e n l i e b e i n u n s e r e r Z e i t

    d iakoniediakonieDezember 2014

    Teilhabe geht uns alle an! Seite 20

    Wohnquartiersarbeit auf dem Prfstand Seite 16

    Armut in Rumnien was geht

    das uns an?Seite 06

    Teilhabe geht uns alle an! Seite 20

    Migrationshintergrund kein Hindernis Seite 23

  • 22 Neuer Ausbildungsbeginn Ausweitung der Bildungskompetenz

    23 Migrationshintergrund kein Hindernis Besondere Herausforderungen

    24 Neu in Schladming: Spezialambulanz Kindertraumatologie 50. Jahreskongress Diabetes

    25 Wir leben Gesundheit Therapie im Diakoniewerk

    04 Patchwork Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. (Rm. 15, 7)

    06 Armut in Rumnien was geht das uns an?

    12 Spiritualitt

    13 Portrt

    27 Buchtipp Produkttipp

    Aktiv fr Aktiv fr

    Armutthema

    ausbildung gesundheit

    01

    14 Gut lter werden in Bad Zell DiakonieDialoge 2015 Jung und alt im Dialog Besuch von Landesrat Christopher Drexler

    16 Wohnquartiersarbeit auf dem Prfstand in Salzburg-Taxham

    Menschen im

    alter03

    18 Es war die Eule in mir 72hohneKompromiss Leichte Sprache in der Gallneukirchner Stadtzeitung

    20 Teilhabe geht uns alle an! Hier ist die Gesellschaft gefordert

    Menschen mit

    behinderung04 05

    09 Hilfe fr Menschen auf der Flucht Diakoniewerk nimmt Flchtlinge auf.

    10 Weihnachten im Diakoniewerk Medaillen bei Special Olympics Niemand ist sprachlos Halsbrecher neugierig?

    Diakoniewerk

    panorama02

    06

    Impressum Offenlegung: siehe www.diakoniewerk.at/impressum Medieninhaber: Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen, Martin-Boos-Strae 4, 4210 Gallneukirchen, Tel. 07235 632 51, [email protected] Herausgeberin: Rektorin Mag.a Christa Schrauf. Chefredakteurin: Andrea Brummeier. Redaktionsteam: Andrea Brummeier, Sabine Etzlstorfer, Dagmar Hochreiter, Susanne Kunze, Stefan Marchewa, Erwin Oberbramberger, Andrea Obermhlner, Daniela Palk. Unternehmenskooperationen: Markus Putzer. Fotos: iStock (S. 1), Michael Knig (S. 2 oben links, 6, 8), Christoph Bachner (S. 2 oben Mitte, 11), Christian Herzenberger (S. 2 oben rechts, 14), shutterstock (S. 2 unten rechts, 20), Elisabeth Braunsdorfer (S. 2 unten rechts, 10 oben, 25), Gerhard Winkler (S. 3), Stefanie Bahlinger Verlag am Birnbach (S. 5), Andrea Brummeier (S. 9), Roland Rudolph (S. 10 unten), photocase (S. 12), Ulrike Rauch (S. 15 rechts), Erwin Oberbramberger (S. 16), Verlag Bibliothek der Provinz (S. 18), Karin Hofbauer (S. 22), alle anderen Diakoniewerk. Corporate Publishing: Egger & Lerch, www.egger-lerch at (Layout und Gestaltung: Christoph Lehner). Druck: Gutenberg-Werbering Gesellschaft m.b.H. Erscheint fnfmal jhrlich. Diakoniewerk Spendenverein: Allg. Sparkasse O 257700, BLZ 20320. Sponsoring Post! GZ 02Z032365 S; Diakonie 30/2014

  • Dezember 2014 diakonie 3

    Liebe Leserinnen und Leser,gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit sehen wir sie in den groen Stdten wieder fter Menschen, Notreisen-de, die aufgrund der groen Armut in ihren Herkunftslndern als Bettler auf den Straen versuchen fr sich und ihre Familien zuhause das berleben zu sichern. Am Beispiel Rumnien wird deutlich, dass es nicht gengt, diesen Menschen auf unseren Stra-en zu helfen, sondern es mssen Manahmen in den Herkunftslndern gegen die Armut gesetzt werden. Denn es geht nicht um ein lokales Bettlerproblem, sondern um ein euro-pisches Armutsproblem, wie MMag. Michael Knig, Geschftsfhrer des Diakoniewerk Salzburg, feststellt. Welche Projekte das Diakoniewerk entwickelt hat und welche geplant sind, die an der Wurzel ansetzen, darber erfahren Sie mehr im thema dieser Ausgabe.

    Auch Rektorin Mag.a Christa Schrauf greift in ihrem nachgedacht diese

    Problematik auf. Jedoch ist dieses Thema nur ein Aspekt eines viel umfassenderen Verstndnisses, denn es braucht eine bernahme der Verantwortung fr den Nchsten, wie sie auch in der Jahreslosung 2015 formuliert ist: Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Und dieses Anneh-men kann und darf nicht vor dem fremden Nchsten Halt machen.

    Verantwortung bernehmen ist auch das zentrale Anliegen der Hoff-nungstrger-Kampagne der Diakonie sterreich. Heuer werden wieder Adventkrnze an VertreterInnen des ffentlichen Lebens verteilt, um auf die Situation von Kindern und

    Jugendlichen in Not im Besonderen aufmerksam zu machen. Das Diako-niewerk beteiligt sich wie im vergan-genen Jahr an dieser Aktion und wird neben der bergabe der Adventkrnze an verschiedene Persnlichkeiten groe Adventkrnze im ffentlichen Raum aufstellen: in Linz am Konrad-Vogel-Platz vor dem Eingang der Eis-box von Life Radio, auf dem Linzerberg in Gallneukirchen und in Salzburg.

    Wir hoffen, dass wir auch diesmal wieder einige interessante Beitrge in unserer Zeitschrift diakonie fr Sie zusammengestellt haben.

    Eine gesegnete Advent- und Weih-nachtszeit und alles Gute fr das neue Jahr 2015 wnscht Ihnen

    Andrea Brummeier Chefredaktion

    Die groe Armut in den Herkunftslndern der BettlerInnen erfordert Hilfsmanahmen vor Ort eine gesamteuropische Herausforderung.

    editorial

    Es braucht eine bernahme der Verantwortung fr den Nchsten.

  • diakonie Dezember 2014 4

    Patchwork

    Patchwork nennt Stefanie Bahlinger ihre Illustration zu diesem Vers aus dem Rmerbrief, der als Leitspruch fr das Jahr 2015 ausgelost wurde. Sie interpretiert die Worte des Paulus, die von der kumenischen Arbeitsgruppe fr Bibellesen ausgelost wurden, mit dem Motiv der Patchwork-Technik. Die uralte Fertigkeit des Patchworks und Quiltings hat in ihrer langen Ge-schichte gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer wieder eine Renaissance erlebt. Aus alten abgetragenen Stoffen und Flicken, aus vielen Einzelteilen konnte mit dieser kreativen Methode und viel Geduld etwas wunderbar Neues geschaffen werden. Die sthetik des knstlerischen Ausdrucks einer Patchworkarbeit hat die oft bescheidene Ausgangssituation und die langwierige und mhsame Arbeit vergessen gemacht, weil das Zusammenspiel der unterschied-lichen Materialien und Farben ein berzeugendes neues Bild zeigte.

    Diakonischer Auftrag des Brckenbauens

    Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob, schreibt der Apostel Paulus

    den Menschen, die sich der frh-christlichen Gemeinde von Rom zugehrig fhlten. Weil er von Polari-sierungstendenzen und Spannungen innerhalb der Gemeinde gehrt hat, appelliert er an die Glaubensvernunft der jungen Christinnen und Christen, die dabei waren, ihre Gemeinschaft wegen Meinungsunterschieden aufs Spiel zu setzen. Paulus mischt sich ein, weil aus seiner Sicht der Graben, der sich da aufgetan hat, berbrck-bar ist. Nicht weil er auf Harmonie setzt, sondern zum Lob Gottes, der es ist, der den Menschen Gemein-schaftsfhigkeit zutraut.

    In diesem Satz des Paulus ist der dia-konische Auftrag des Brckenbauens formuliert, zu Menschen, die nicht Teil des Patchworks Gesellschaft sind, sich kaum oder berhaupt nicht auf die Menschen in ihrem Umfeld verlassen knnen und sich wnschen, Teil des Patchworks

    Gesellschaft zu sein, wo sie im tragfhigen Netzwerk gegenseitiger Achtsamkeit und gelebter Solidaritt

    Geborgenheit und Sicherheit erfah-ren und sich einbringen knnen.

    Patchwork GesellschaftDie Kunstform des Patchworks und Quiltings als Bild fr eine Gesell-schaft, die stark ist, weil sie es schafft an dem, was sie zusammen-hlt und ausmacht, kontinuierlich zu arbeiten. Menschen, denen die Perspektiven fr die Zukunft verloren gegangen sind, Bettlerinnen und Bettler, die unsere Hilfe suchen, sind genauso Teil dieses Patchworks wie Frauen, Mnner und Kinder auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Armut und Not. An einem Patchworkstck kn-nen immer gleichzeitig viele arbeiten und zeitgleich oder -versetzt zum groen Ganzen beitragen. Es braucht

    nachgedacht

    Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob (Rm. 15, 7)

    Es braucht die Beteiligung vieler fr ein

    soziales Miteinander.

  • Dezember 2014 diakonie 5

    die Beteiligung vieler, damit ein hoff -nungsvolles neues Kunstwerk des so-zialen Miteinanders entstehen kann, weil einander Annehmen, freinan-der Sorgen gebt wird, aus christ-licher Motivation, humanistischem Antrieb oder anderer Begrndung heraus. Das verbindliche Zusammen-wirken fr das gemeinsame Ziel ist das Entscheidende.

    Verantwortung fr den NchstenOb und wie wir einander anneh-men, davon wird die Bewltigung der zuknft igen Herausforderungen abhngen. Der Hamburger Sozial-experte Thomas Klie wnscht sich fr die Aufgaben der Zukunft eine

    sorgende Gesellschaft , die die

    Ihre

    Christa SchraufRektorin

    Verantwortungsbernahme fr den fremden Nchsten zu einer Frage der Kultur, der Gesellschaft im Kleinen wie im Groen, in der Nachbarschaft , im Quartier, im Hochhaus und im Dorf macht. Die Jahreslosung formuliert diesen Anspruch, der ein durch und durch diakonischer ist und uns an die Praxis Jesu erinnert, aber auch an die Schwierigkeiten, die schon die frhen Gemeinden bei der Umsetzung dieses Auft rages hatt en, der zum Lob, zur Ehre Gott es geschieht, welcher die Menschen vorbehaltlos annimmt. Die bevor-stehende Weihnachtszeit mit ihrem Nachdenken ber die Menschwer-dung Gott es im Flchtlingskind Jesus, ber die Entscheidung Gott es auf der Seite der Menschen zu stehen,

    die auf Vernderung und Erneue-rung hoff en, ist eine Einladung, das Annehmen zu ben, mitzuwirken am anspruchsvollen Kunstwerk Patch-work Gesellschaft .

  • diakonie Dezember 2014 6 diakonie Dezember 2014 6

    Die Huser verarmter Menschen sind

    oft mals in einem sehr fragilen Zustand.

  • Dezember 2014 diakonie 7

    In Salzburg wurde vor einem Jahr von Caritas Salzburg, Diakonie-werk Salzburg, der Erzabtei St. Peter und dem Roma-Verein Phur-do die Platt form Armut hat Platz ins Leben gerufen, mit den Zielen, Nothilfe fr die Bett lerInnen in unseren Straen zu organisieren, fr mehr Toleranz und Wertscht-zung zu werben, aber auch um zu einer Verbesserung der Lage in den Herkunft slndern beizutragen.

    Keine schnellen Wege aus der ArmutDie extreme Armut beispielsweise in Rumnien wird in den nchsten Jahrzehnten eine groe gesamteuro-pische Herausforderung darstellen. Eine Mindestpension von 80 Euro bei vergleichbaren Lebenshaltungs-kosten wie in sterreich macht erst deutlich, wie prekr das Problem ist. Der rumnische Staat ist gefordert, den Auf- und Ausbau des Sozialsys-

    Das Thema der Notreisenden aus EULndern in Sdosteuropa ist gegenwrtig und wird kontrovers diskutiert. Nicht nur in sterreichischen Grostdten. Die extreme Armut beispielsweise in Rumnien stellt auf lange Sicht eine gesamteuropische Herausforderung dar. Das Diakoniewerk verstrkt seine Aktivitten zu diesem Aspekt von Armut.Erwin Oberbramberger

    Armut in Rumnien was geht das uns an?

    01Armutthema

    der Roma-Bevlkerung, durchbro-chen wird. Projekte, die mit enga-gierten Personen vor Ort, erfahrenen NGOs und lokalen Kommunen, in einer langfristigen Partnerschaft umgesetzt werden, haben die grte Erfolgschance.

    Ganzheitliches Einlassen auf Begegnung verndertVermehrt erhlt das Thema mediale Aufmerksamkeit und gesellschaft s-politische Anerkennung. Ein Per-spektivenwechsel ermglicht einen neuen Blick auf die Bett ler: Dem ganzen Menschen begegnen, seine Biographie verstehen, ihm in seiner unmitt elbaren Not helfen.

    Im September konnte sich eine Delegation aus der Stadt Salzburg auf Initiative des Diakoniewerks in Rumnien einen Eindruck von der unvorstellbaren Armut verschaff en. Die gemeinsamen Erkenntnisse helfen, ber parteipolitische Grenzen hinweg, miteinander nach konstruk-tiven Lsungsanstzen zu suchen.

    Wir haben eine Verp ichtung zu helfenDie Platt form Armut hat Platz hat in Salzburg bereits Verbesserungen

    tems zu forcieren. Allerdings fehlen in vielen Sozialbereichen dafr das Bewusstsein und die erforderlichen fi nanziellen Mitt el. Neben einem strkeren Engagement der EU wird es Initiativen wie Stdte- oder Pro-jektpartnerschaft en geben mssen, damit die Armutsbekmpfung eine Chance hat.

    Solche Initiativen mit dem Anspruch der Nachhaltigkeit knnen mitt el-fristig eine Vernderung in Gang setzen. Gesamteuropische Anstren-gungen sind aber notwendig, um langfris tig eine strukturelle Verbesse-rung zu erreichen. Bis dahin werden die enormen Gegenstze zwischen Rumnien und Westeuropa zu wei-terer Armutsmigration fhren.

    Nachhaltige Bildungs- und Qua-lifi kationsmanahmen sind ein zentraler Schlssel dafr, dass der Kreislauf der Armut, insbesondere

  • diakonie Dezember 2014 8

    Armutthema

    im Sinne eines menschenwrdigen Umgangs mit sichtbarer Not erreicht. So wird beispielsweise ein Basispa-ket fr die soziale und medizinische Notversorgung der Bettler realisiert. Aber wir sind uns bewusst, dass ein langer Weg vor uns liegt. Es geht nicht um ein lokales Bettlerpro-blem, sondern um ein europisches Armutsproblem, ist MMag. Michael Knig, Geschftsfhrer Diakonie-werk Salzburg, berzeugt. Auch in Obersterreich ist das Diakoniewerk aktiv in die sozialpolitischen Ent-wicklungen im Zusammenhang mit Notreisenden und Armutsmigran-tInnen eingebunden.

    Aktuell werden vom Diakoniewerk Projekte entwickelt, die an der Wur-zel ansetzen. In Sebe/Mhlbach und in Dumbrveni/Elisabethstadt, einer siebenbrgisch-schsischen Kleinstadt nrdlich von Sibiu, sind Tagesbetreuungseinrichtungen zur nachhaltigen Frderung der nachkommenden Generation der von Armut betroffenen Menschen geplant. Geprgt von hoher Ar-beitslosigkeit und einem Mangel an Perspektiven wachsen viele Kinder in sozial benachteiligten Familien auf. Ihnen stehen im Bildungssektor und spteren Berufsleben kaum Tren offen. Personen aus der Volksgruppe der Roma sind darber hinaus Vor-urteilen, Ausgrenzung und Benach-teiligung ausgesetzt.

    Dass im Diakoniewerk Projekte rund um das Thema Armut in sterreich und den Herkunftsregionen der Not-reisenden seitens der Fachexpertise

    in einer Hand sind und das Unter-nehmen bereits ber Kompetenzen im Bereich Bildung verfgt, ist fr die beiden geplanten Projekte in Sebe und Dumbrveni von Vorteil. Es gilt, mit den Menschen vor Ort zu handeln, um nachhaltige Lsungen fr soziale Problemlagen gemeinsam zu entwickeln, ist fr Dr.in Daniela Palk, Leiterin der Auslandsstandorte im Diakoniewerk, ein Einbeziehen der Betroffenen wichtig.

    Diakoniewerk International seit 2007 in RumnienAls wichtiger Beitrag zur Inklusion wurde in Sibiu/Hermannstadt fr 22 Menschen mit Behinderung eine Werksttte aufgebaut. Weitere fnf Menschen mit Behinderung finden bei der sterreichischen Firma Transilvania Pack & Print integrative Arbeitspltze.

    In Sebe/Mhlbach liegt darber hinaus ein Fokus auf der ambulanten Arbeit. Familien (zu 80 % Roma-Fa-milien) werden zuhause besucht und mit Pflegemanahmen, Lebensmit-

    telpaketen, Heizkostenzuschssen und einem finanziellen Beitrag zum Medikamenteneinkauf untersttzt. Dieses Engagement kommt direkt armen und teilweise ausgegrenzten Bevlkerungsgruppen zugute. Und in elimbr/Schellenberg startet das Diakoniewerk 2015 mit dem Bau einer weiteren Werksttte fr Men-schen mit Behinderung.

    Menschen Zukunft schenkenNeben den bereits bestehenden Auslandsangeboten wird das Thema Armut einen Stellenwert in den Zu-kunftsstrategien erhalten. Das Diako-niewerk wird sich in sterreich und im internationalen Umfeld verstrkt mit der unmittelbaren Nothilfe, aber auch einer gesellschafts- und sozial-politischen Nachhaltigkeit befassen: Diakonie ist fr die Menschen da, die am Rand der Gesellschaft stehen, die keine Stimme haben oder nicht gehrt werden.

    Es gilt, mit den Menschen vor Ort gemeinsam

    nachhaltige Lsungen zu entwickeln.

    Behausung aus Lehm und

    Holzsten einer 4-kpfigen Familie

    in einer Siedlung in Siebenbrgen.

    www.diakoniewerk.at/de/internationalwww.armut-hat-platz.at

  • Dezember 2014 diakonie 9

    Diakoniewerk

    panorama

    Aktuelles im berblick

    02

    Im Auftrag des Landes Oberster-reich hat das Diakoniewerk die Betreuung und Grundversorgung der Flchtlinge bernommen. In Mauer-kirchen sind die ersten Asylwerber Mitte Oktober eingetroffen. Derzeit sind in einem Haus im Ortskern 18 Mnner im Alter zwischen 13 und 47 Jahren in Zwei- bis Fnfbettzimmern untergebracht. Durch den hervorra-genden Einsatz von MitarbeiterInnen aus Werksttte und Wohnhaus Mauerkirchen sowie aus dem Haus fr Senioren konnte innerhalb von zwei Wochen das leerstehende Ge-bude technisch instandgesetzt und wohnlich ausgestattet werden, ist Wilhelm Obermeir, Leiter der Region Innviertel des Diakoniewerks, stolz auf das auerordentliche Engage-ment seiner MitarbeiterInnen. Mit einem Deutschsprachkurs durch fnf ehrenamtliche Hauptschulleh-rerInnen wurde bereits begonnen, ebenso mit einem Kochkurs mit den Asylwerbern.

    Hilfe fr Menschen auf der Flucht

    Diakoniewerk nimmt in Mauerkirchen und Gallneukirchen Flchtlinge aus Syrien auf

    Auch in Gallneukirchen haben seit Mitte Oktober neun Mnner aus Syrien und seit Ende Oktober zwei Flchtlingsfamilien aus Afghanistan und dem Irak fr die Dauer ihres Asylverfahrens ein sicheres Zuhause auf Zeit gefunden. Die fnf Kinder der Familien gehen in Gallneukir-chen zur Schule. Wir sind sehr froh, dass alle Flchtlinge von der Bevlkerung und der Gemeinde in Gallneukirchen so positiv aufge-nommen wurden. Zahlreiche Ehren-amtliche untersttzen uns, zum Beispiel durch Deutschkurse und Dolmetscherdienste, freut sich der Geschftsfhrer der Region Ober-sterreich, Dr. Johann Stroblmair.

    Herzlich willkommen sind Geld-spenden, um den Flchtlingen die Anschaffung von weiteren drin-gend bentigten Dingen und die Teilnahme an Freizeitangeboten zu ermglichen:Diakoniewerk Gallneukirchen SpendenvereinIBAN: AT82 2032 0000 0025 7700Verwendungszweck: Flchtlingshilfe Obersterreich.

    Eine Vielzahl von Fortbildungsmglichkeiten von Fachseminaren in Behinderten- und Seniorenarbeit, Gesundheit, bis hin zu persnlichkeitsbildenden und spirituellen Themen bietet das neue Programm der Diakonie-Akademie. Einfach anfordern unter [email protected], www.diakonie-akademie.at

    Neues DiAkProgramm erschienen

    Im Rahmen eines Arbeitsbesuches in Gallneukirchen besuchte Obersterreichs Landeshauptmann Dr. Josef Phringer auch die neu angekommenen Flchtlinge.

  • diakonie Dezember 2014 10

    Im Rahmen der Austria14-Gala am 24. Oktober wurde der Geschftsfhrer im Diakoniewerk Salzburg, MMag. Michael Knig, von der Tages -zeitung DIE PRESSE ausgezeichnet. In der Ka-tegorie Humanitres Engagement wurden drei Finalisten geehrt. Mit der Auszeichnung wird das Engagement von Michael Knig gewrdigt, der das Preisgeld in Hhe von 10.000 Euro der Arbeit der Salzburger Plattform Armut hat Platz fr Bettler aus Sdosteuropa widmet.

    Auch der Diakoniepreis 2014, den die Evangelische Kirche A. und H.B. beim Refor-mationsempfang am 29. Oktober verlieh, ging an das Diakoniewerk Salzburg. Das Preisgeld in Hhe von 5.000 Euro ist der Finanziellen Untersttzung des Einsatzes von Freiwilligen in einem Notquartier fr Bettler gewidmet. www.armuthatplatz.at

    Wrdigung des Engagements fr Bettler

    Michael Knig im Kreis der Preistrger in der Kategorie Humanitres Engagement auf der Bhne der Wiener Sofiensle.

    Weihnachten im DiakoniewerkAuch in diesem Jahr bietet das Diakoniewerk wieder allen, die den Heiligen Abend nicht allein verbringen mchten, die Mglichkeit, gemeinsam mit Gleichgesinnten zu feiern. Am Mittwoch, 24. Dezember, von 18 bis 20 Uhr, sind Interessierte herzlich eingeladen ins Haus Elisabeth nach Gallneukirchen zu kommen. Bei der Ankunft um 18 Uhr erwartet die Gste ein Begrungstee. Nach einer kurzen Andacht kn-nen sich die TeilnehmerInnen mit einem kleinen Imbiss und Getrnken strken. Dabei ergeben sich immer auch gute Gesprche, die die Zeit wie im Flug vorbergehen lassen.

    Wer noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk ist: Die Werksttte Bad Wimsbach ldt am Freitag, 5. Dezember, ab 14 Uhr, zu ihrem traditionellen Weihnachts - markt ein.

    Zusammenschluss von Klinik Diakonissen Salzburg und Privatklinik Wehrle

    Das Diakoniewerk und die Premi-QaMed Gruppe fhren die beiden Traditionshuser zu einem Un-ternehmen zusammen. In einer eigenen Betriebsgesellschaft wird die PremiQaMed Gruppe 60 % und das Diakoniewerk 40 % halten. Das erweiterte medizinische Angebot und insgesamt 158 Betten werden zu noch hherer Patientenzufriedenheit fh-ren. Die Bndelung der Krfte bringt verstrkte OP-Kapazitten inklusive Intensivstation sowie eine breitere Palette an Behandlungsmglichkeiten bei gleichzeitiger Spezialisierung. An den beiden Standorten werden Schwerpunkte gestrkt, die Gynko-

    logie und Geburtshilfe sowie die neu erweiterte Dialyse bleiben im Fokus des medizinischen Leistungsspek-trums in Salzburg-Aigen.Zu den Strken der beiden Kliniken zhlten schon bisher Begegnungs-, Dienstleistungs- und Betreuungsqua-litt. Unser nunmehr gemeinsames Bemhen mit einem ganzheitlichen Blick auf den Menschen und seine Wnsche, Bedrfnisse und Nte wird einen mageblichen Anteil am Erfolg haben, ist Diakoniewerk-Vorstand Mag. Josef Scharinger berzeugt und freut sich, dass die diakonische Kompetenz in das neue Unternehmen mit einflieen wird.

    Mit Jnner 2015 steht in Salzburg eine neue Privatklinik an zwei Standorten zur Verfgung.

    Die Eigentmerver-treter Mag. Julian M. Hadschieff (Mitte) und Mag. Josef Scharinger (rechts) stellen die Leitung der neuen Klinik ab Jnner 2015 vor: GF Mag. Werner Fischl, Dr. Harald Mhlbacher, Waltraud Brandsttter, Bakk., Mag. Ines Weiher und GF Dr. Robert Schtz.

  • Dezember 2014 diakonie 11

    Diakoniewerk

    panorama

    Halsbrecher neugierig?Neun SchauspielerInnen vom Theater Malaria, drei GastschauspielerInnen sowie ein Musiker aus der freien Szene bringen Halsbrecher im Rahmen der Landessonderausstellung 2015 auf die Bhne ein besonderes Stck selbst kreiert, entwickelt ber einen Zeitraum von zwei Jahren.

    Der Halsbrecher, der Nachtwandler und die Firstbaum sind die Helden unserer Geschichte. Sie werden vom Zeitgeist so beeinflusst, dass sie aus verschiedensten Grnden in Konflikt mit ihrer Umwelt geraten und aus diesem Dilemma nur finden, wenn sie ihre individuelle Zeit leben. Halsbrecher thematisiert Zeit als eine unserer wertvollsten persnlichen Ressourcen, mit der wir lernen mssen umzugehen, indem wir unser individuelles Tempo kennen und genieen lernen.

    Spieltermine: Im Schffl Engerwitzdorf: 21., 27., 28. Mai 2015 Landestheater Linz Kammerspiele: 5. Juni 2015jeweils um 19.30 Uhr, Dauer ca. 75 min.

    Beeindruckende Bilanz der Sportlerinnen und Sportler des Diakoniewerks bei den europ-ischen Special Olympics Sommerspielen in Antwerpen, Belgien: Patrick Reiter errang beim 200-Meter-Lauf die Goldmedaille. Lisa Maria Edlmayr gewann im 200-Meter-Lauf Gold und im Kugelstoen Bronze. Christoph Kremser freute sich im Kugelstoen ber Silber und im 200-Meter-Lauf ber Bronze.

    Erfreuliche Medaillenbilanz bei Special Olympics in Antwerpen

    Patrick Reiter, Lisa Maria Edlmayr und Christoph Kremser (v. l. n. r.) brillierten bei den europischen Special Olympics Sommerspielen in Antwerpen.

    Ich: sterreicher Du: Auslnder Wir: MenschenUnter dem Motto Elong Wege zum Mitei-nander organisieren alle Bewohnerservicestel-len in der Stadt Salzburg ein Jahr lang zahlreiche Veranstaltungen, die das gegenseitige Interesse und Verstndnis der im Stadtteil lebenden Men-schen fr einander frdern sollen. Denn durch das gemeinsame Tun fllt es oft leichter, sich von den unbehaglichen Gefhlen gegenber unbekannten Menschen, Bruchen und Kulturen zu lsen. Im Rahmen von Koch- und Backkursen, Tanz-, Sing- und Trommelworkshops, Ausstel-lungen und Lesungen etc. kann man sich nher kennen lernen und Gemeinsamkeiten mit Men-schen verschiedenster Kulturen entdecken.

    Niemand ist sprachlos

    Menschen mit Behinderungen sind nicht sprachlos. Sie werden aber sprachlos gemacht, weil die Finan-zierung von Kommunikationsgerten einem brokratischen Hrdenlauf durch verschiedene ffentliche Stel-len entspricht, der extrem schwierig zu organisieren ist, erinnerte Mag. Michael Chalupka, Direktor der Diakonie sterreich, gemeinsam mit Betroffenen am 24. Oktober vor dem Parlament an den 6. Geburtstag der UN Konvention ber die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Selbstbestimmtes Leben sei nur mglich, wenn man sich selbst

    ausdrcken kann durch Sprache, Gebrden oder elektronische Hilfs-mittel. Die Diakonie fordert daher rasche Manahmen, wie bereits im Regierungsprogramm und auch im Nationalen Aktionsplan Behinderung festgeschrieben.Um aber auch sofort helfen zu knnen, setzt sich der Stromanbieter VERBUND fr die Finanzierung von Gerten ein. Seit mittlerweile fnf Jahren ermglicht der VERBUND Empowerment Fund der Diakonie rasche und unbrokratische Hilfe, und finanziert Gerte und Beratung immer dort, wo die ffentliche Hand Lcken hinterlsst. In den Jahren 2009 bis 2014 konnten mithilfe des Einsatzes von 1,155 Millionen Euro Hilfsmittel und assistierende Tech-nologien fr rund 1.650 Menschen angeschafft werden.

    Betroffene, Diakonie und LIFEtool fordern Recht auf Kommunikation und Assistierende Technologien fr Menschen mit Behinderungen.

  • diakonie Dezember 2014 12

    spiritualittLeben und

    und sie fanden Platz in

    der Herberge.

    Wir stehen kurz vor der Weihnachtszeit, und das Weihnachtsevangelium nach Lukas wird wieder gelesen. Da ist dann auch der Wirt, der Maria und Josef keinen Platz in seiner Herberge anbietet, sondern sie auf den Stall verweist.

    In der Geschichte vom Barmherzigen Samaritaner, die Jesus den Pharisern auf die Frage Wer ist mein Nchster? erzhlt, versorgt der Mann den unter die Ruber gefallenen Reisenden und bringt ihn in eine Herberge. Dort bitt et er auch noch den Wirt, den Verletzten zu versorgen.

    Ich lade Sie kurz zu einem kleinen Gedankenexperiment ein: Was wre, wenn in der Weihnachtsgeschichte Maria und Josef einen Platz in der Herberge bekommen? Wenn Jesus in einem Zimmer mit einem weichen Bett , in der Wrme, auf die Welt gekommen wre?Wre doch komisch oder?

    Was wre, wenn der Barmherzige Samaritaner keinen Platz in der Herberge bekommen htt e? Wenn der Wirt die Unterbringung und Versorgung des Verletzten abgelehnt htt e?Wre doch komisch oder?

    Was wre, wenn Menschen, die heute auf der Flucht vor Gewalt und Elend sind, bei uns Herberge fi nden wrden? Wre das auch komisch?

    Gnther Wesely

    - 12 -

  • Dezember 2014 diakonie 13

    Seit 1988 ist die Psychologin Dr.in Eva Oberbichler-Meise-leder im Diakoniewerk ttig, seit 2003 als Geschftsfhrerin des Diakoniewerks Obersterreich mit Schwerpunkt Behindertenarbeit. Psychologie, die Lehre vom Erle-ben, Verhalten und der Entwick-lung des Menschen, war fr die gebrtige Gmundnerin von Anfang an mehr als eine Wissenschaft: ein praktischer Auftrag, sich fr Men-schen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen einzusetzen.

    Ganzheitliche Konzepte So arbeitete sie neben dem Studium an der Uni Innsbruck als Erzieherin in einem SOS Kinderdorf. Die negativen Erfahrungen rund um die Geburt ihres ersten Kindes 1977 lieen sie Ideen und ganzheitliche Konzepte entwi-ckeln, die in Innsbruck zur Grndung des ersten Eltern-Kind-Zentrums in

    sterreich fhrten. Das erste dieser Art in Obersterreich grndete Eva Oberbichler 1983 in Gallneukirchen, nachdem sie mit der Familie dorthin bersiedelt war. Heute gibt es 90 allein in Obersterreich

    Drei Jahre nach der Geburt ihres dritten Kindes begann Eva Ober-bichler im Mai 1988 ihre Ttigkeit im Diakoniewerk. Gemeinsam mit ihrem Team, das sie ab 1994 leitete, hat sie die Familienberatungsstelle und die integrative Kindergartenarbeit aufge-baut. Im Zuge des Organisationsent-wicklungsprozesses 2003 wurde die Psychologin mit der Geschftsfh-rung der Behindertenarbeit im Dia-koniewerk Obersterreich betraut.

    Groe HerausforderungenIm Rahmen der Wohnoffensive des Landes Obersterreich errichteten wir innerhalb weniger Jahre zahlreiche Wohnungen und Werksttten in den

    Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedrfnissen und Fhigkeiten stehen seit jeher im Fokus von Dr.in Eva OberbichlerMeiseleder. Mit dem Pensionsantritt am 1.1.2015 beginnt fr sie ein neuer Lebensabschnitt mit viel frei verfgbarer Zeit.Andrea Brummeier

    Innovative Ideen im Sinne der Menschen verwirklichen

    Menschen im Diakoniewerk

    portrt

    Regionen. Eine solche Expansion sowie die Sanierung von bestehenden Einrichtungen in Gallneukirchen und Umgebung zu bewltigen und parallel dazu zentrale Themen wie UN-Kon-vention & Chancengleichheitsgesetz, Inklusion, Auflsung von Groein-richtungen zu bearbeiten das waren groe Herausforderungen, die nur gemeinsam mit engagierten Mitarbei-terinnen und Mitarbeitern erfolgreich zu bewltigen waren, erzhlt die Geschftsfhrerin.

    In Gallneukirchen werden aus der Geschichte heraus viele Menschen mit einem hohen Bedarf an Unter-sttzung begleitet. Hier war und ist es eine besondere Herausforde-rung, sich dem Thema Teilhabe und Selbstbestimmung auch fr diese Menschen anzunhern. Mittlerwei-le gibt es in vielen Bereichen eine gewhlte Interessenvertretung, ein System, das Menschen mit Beein-trchtigung in die Entscheidungs-prozesse einbindet, etwas, das vor 10 Jahren undenkbar gewesen wre, blickt Eva Oberbichler zurck.

    Auf den bevorstehenden Pensionsan-tritt freut sie sich: Ich bin neugierig, wie ich mein Leben gestalte. Ich habe noch keine Plne, jedoch viele Inte-ressen, fr die dann Zeit sein wird.

    Ganzheitliche Konzepte fr Menschen zu entwickeln

    dieser Herausforderung stellte sich Eva Oberbichler in

    ihrem Berufsleben sehr gerne und erfolgreich!

    Menschen mit Beeintrchigung in

    Entscheidungsprozesse einzubeziehen, wre vor

    10 Jahren undenkbar gewesen.

  • diakonie Dezember 2014 14

    Menschen im

    alter

    Quartiersarbeit und Generationenwohnen

    kommen den Bedrfnissen der

    Menschen entgegen.

    03 Unter dem Titel Ene, mene, mu dement bist du! beschftigen sich die 21. Diakonie-Dialoge am Donnerstag, 25. Juni 2015, 9 bis 14 Uhr, damit, wie das Leben gemeinsam mit Menschen mit Demenz gestaltet werden kann. Die ReferentInnen und ihre Themen: Prof. Dr. Ulrich Krtner Inklusion von Menschen mit Demenz Vision oder Illusion?, Dipl. Theol. BPhil. Christian Mller-Hergl Segregation und Integration: kein Widerspruch, Karla Kmmer Gemeinsam leben & spezifisch begleiten, Mag.a Sabine Oswald Zusammenleben in Balance wie kann das zuhause gelingen. Ort: voestalpine Stahlwelt, LinzTagungsbeitrag: inkl. Pausenverpflegung 45 Euro (erm. 35)Infos und Anmeldung: [email protected]

    Vorankndigung: DiakonieDialoge am 25. Juni 2015 in Linz

    Die Marktgemeinde Bad Zell, der Sozialhilfeverband Freistadt und das Diakoniewerk sind dabei, gemein-sam ein sozialraumorientiertes Quartierskonzept fr Menschen im Alter in Bad Zell umzusetzen. In der Quartiersentwicklung geht es nicht darum, einzelne Leistungen fr ltere zu optimieren, sondern Sozialrume auf die Bedrfnisse von Menschen mit Untersttzungsbedarf ganzheit-lich anzupassen. Akteure sind neben der Gemeinde oder Region vor allem die Brgerinnen und Brger sowie Wohlfahrtstrger, Anbieter sozialer Dienstleistungen und innovative Gewerbetreibende.

    Der erste Schritt dazu war der Infotag Gut lter werden in Bad Zell Ende September, wo sich die Bad Zeller ber Dienstleistungen verschiedener Anbieter informieren und an einer

    Umfrage zu den Wnschen und Bedrfnissen von SeniorInnen und zur aktuellen Situation in Bad Zell beteili-gen konnten. Das Diakoniewerk sieht die Aufgaben knftig verstrkt darin, das Altern als gesamtgesellschaft-lichen Prozess zu sehen. Wir setzen uns daher fr eine zunehmende Verschrnkung und Verzahnung der bestehenden Angebote verschiedener Anbieter ein. Die weitere Entwicklung wird auch davon abhngen, welche Vorstellungen die Brgerinnen und Brger haben, wo sie sich einbringen wollen und knnen, erklrt dazu Dr. Johann Stroblmair, Geschftsfhrer Diakoniewerk Obersterreich.

    Derzeit errichtet das Diakoniewerk im Auftrag des Sozialhilfeverbandes Freistadt ein Haus fr Senioren in Bad Zell nach dem Hausgemeinschafts-modell, das sich an Normalitt und am Alltag als Leitidee orientiert. Es integriert neben 48 Pltzen fr pflege-bedrftige BewohnerInnen auch eine Tagesbetreuung sowie Wohnen mit Betreuung. Ziel ist es, diese Einrich-tungen mit im Sozialraum Bad Zell situierten Partnern zu vernetzen, um nicht nur den SeniorInnen sondern allen BrgerInnen einen attraktiven Ort zum Leben zu bieten.

    Eine Region macht sich altersfit.

    Gut lter werden in Bad Zell

  • Dezember 2014 diakonie 15

    Demenz geht uns alle an unter diesem Motto hat die Demenzberatung als weiterer Baustein im Kompetenz-Netzwerk Alter im Diakoniewerk Salzburg eine Lcke geschlossen. Dass der Bedarf an Beratung von potentiell Betroffenen und deren betreuenden Ange-hrigen im Steigen begriffen ist, knnen die ExpertInnen besttigen. Das Angebot reicht von allgemeiner und psychologischer Beratung ber kreative und unterhaltsame Freizeitgestaltung bis hin zu Workshops bzw. Fortbildungen. Eine Mitfinanzierung aus ffentlichen Mitteln wird angestrebt, um die Angebote auch zuknftig und dauerhaft mit hoher Qualitt und groteils kostenlos gestalten zu knnen. Das Programm fr 2015 finden Sie unter www.demenzberatung-salzburg.at.

    Der neue steirische Landesrat fr Gesundheit und Pflegemanagement, Christopher Drexler, hat dem Haus am Ruckerlberg des Diakonie-werks Steiermark in Graz einen Besuch abge-stattet. Das innovative Konzept der Hausge-meinschaften, die engagierte Umsetzung und die wohnliche Atmosphre beeindruckten ihn sehr. In einer Besprechung mit Geschftsfh-rerin Mag.a Claudia Paulus und ihrem Team informierte er sich ber aktuelle Entwicklungen in der Pflege und verschaffte sich ein Bild von den Anliegen des Diakoniewerks Steier-mark: die Weiterentwicklung des Modells der Hausgemeinschaften, soziale Inklusion und die Notwendigkeit, verstrkt fr Menschen mit Demenz ttig zu werden.

    Demenzberatung Diakoniewerk Salzburg auf gutem Weg

    Landesrat Christopher Drexler besuchte Haus am Ruckerlberg

    Unter dem Motto Der Wandel im 20. Jahrhundert waren an drei Nachmittagen im Herbst SeniorInnen aus dem Haus fr Senioren sowie dem Wohnpark Diakonissen und SchlerInnen aus dem Bildungzentrum Diakonissen in Linz zu einem intensiven Austausch zusammengetroffen.

    Jung und alt im Dialog

    Aus der Flle der mglichen Ge-sprchsthemen hatte eine Gruppe von SeniorInnen folgende Themen fr den gemeinsamen Dialog mit den SchlerInnen erarbeitet: Wandel in der Berufs- und Ausbildungswelt, speziell in der Pflege; Wandel der Familienstruktur, der Partnerschaft und Beziehungen; Vernderung der Umgangsformen und Werte.

    Ziel war es, durch den Austausch zwischen den Generationen Einblicke in die unterschiedlichen Lebens-

    welten bzw. Lebensgeschichten zu ermglichen und das gegenseitige Verstndnis zwischen Jung und Alt zu frdern. Die SeniorInnen stellten unter anderem fest: Viele Werte haben auch bei den Jngeren noch Gltigkeit. Wir haben das Gefhl, dass wir gar nicht soooo alt sind. Und die SchlerInnen meinten: Wir haben in-teressante Geschichten gehrt. Es hat nachdenklich gestimmt, wie gut es uns heute geht. Beide Generationen waren sich einig: Dieser Austausch hat gut getan!

    Generationen im Austausch

    Menschen im

    alter

    Vor dem Sommer 2014 wurden 24 qualitative Interviews mit den Mie-terInnen gefhrt und ausgewertet. Groe Freude ber das Leben und Arbeiten im Wohnpark war zu erken-nen, eine Steigerung der Lebensqua-litt im Vergleich zu vorher wurde deutlich. Auerdem wurden bauliche Anregungen fr zuknftige Projekte (z. B. Schlafzimmer und WC nebenei-nander zu planen) und auch Wnsche fr den Alltag formuliert. Die Lage des Wohnparks, die Infrastruktur und die Barrierefreiheit waren ganz

    Evaluierung des Wohnparks Diakonissen Linzwichtige Grnde fr den Wunsch dort zu leben. Die Nhe zu Medizin und Pflegeleistungen vermittelt das Gefhl der Sicherheit. Im September wurden den MieterInnen und deren Angeh-rigen die eine bedeutende Rolle fr das Leben im Wohnpark spielen die Ergebnisse und Umsetzungsschritte der Evaluierung des Wohnparks von den Leitenden kommuniziert. Beson-ders erfreulich war, dass die Mitar-beiterInnen, noch vor Kenntnis der Ergebnisse, aus dem Alltag heraus an relevanten Themen bereits arbeiten.

  • diakonie Dezember 2014 16

    Menschen im

    alter

    M it insgesamt 129 Wohn-einheiten in Miete, Mietkauf und Eigentum gestalten Generationen wohnen und Betreutes Wohnen fr Men-schen im Alter den Rahmen fr ein begleitetes Miteinander. Ein Gemeinschaftsraum bildet das architektonische und die Wohn-koordination des Diakoniewerks das soziale Bindeglied in der Rosa Zukunft.

    Nach einem Konzept des Diakoniewerks ging mit der Rosa Zukunft in SalzburgTaxham im Dezember 2013 das erste Wohnquartier in Betrieb. Ein Jahr danach gilt es, ein erstes Resmee zu ziehen. Und das fllt durchwegs positiv aus. Erwin Oberbramberger

    Wohnquartiersarbeit auf dem Prfstand

    Dass das Diakoniewerk mit der Kon-zeptentwicklung und in der Betrei-berrolle sein Dienstleistungsangebot in der Seniorenarbeit und darber hinaus erweitern konnte, ist nur die eine Seite. Vielmehr wird mit der Ent-wicklung von Wohnquartieren einem Trend Rechnung getragen: Der Anteil lterer Menschen wird weiter anstei-gen. Und zuknftige Generationen werden verstrkt nach innovativen Wohn- und Dienstleistungsangebo-

    ten suchen, die ihren persnlichen Wnschen und individuellen Bedrf-nissen bestmglich gerecht werden.

    Privat, aber nicht einsamDass sich die Interessenten schon vor dem Einzug ein Bild machen konnten, welche Besonderheiten auf sie in der Rosa Zukunft warten werden, ist sicherlich ein Vorteil, wenn es darum geht, ein Miteinan-der zu entwickeln. Privat, aber nicht

  • Dezember 2014 diakonie 17

    Menschen im

    alter

    einsam ein Leitsatz, der nicht nur fr die ltere Generation einen Wert hat! Verbunden mit der Zunahme an Singlehaushalten und dem Aufbre-chen familirer Strukturen steigt der Wunsch nach selbstgewhltem Leben in Gemeinschaft. Wesent-liche Aspekte fr ein gelingendes und qualittsvolles Leben wrden verblassen, wenn fehlende Kontakte zu Vereinsamung fhren. Die Wohn-koordination sieht ihre Rolle in einer

    Art Anschubhilfe, nicht mit dem Ziel einer aufgezwungenen Verge-meinschaftung. Wohnkoordinatorin Rafaela Janta-Beyer erleichtert das Knpfen von Nachbarschaftskontak-ten und regt gemeinschaftliche Akti-vitten an, gibt Tipps zu Beratungs-, Betreuungs- und Serviceangeboten und sorgt fr eine gute Vernetzung im gesamten Stadtteil.

    Mit der Rosa Post, einem Informa-tionsblatt fr alle BewohnerInnen der Rosa Zukunft und interessierte Nachbarn im Stadtteil, informiert Rafaela Janta-Beyer ber das im ersten Jahr schon krftig gewachsene Ange-bot: Ich mchte jedem Einzelnen die Mglichkeiten, die wir in der Rosa Zu-kunft haben, aufzeigen. Und um mit der Zeit zu gehen, ist eine Diakonie-App geplant, damit die Information und Kommunikation zu den Aktivi-tten in allen Kanlen sickert.

    Sicher und selbstndigZu den Zielen der Rosa Zukunft zhlt auch die Schaffung eines sicheren Umfeldes, in dem das lterwerden eine hohe Wohn- und Lebensqualitt beinhaltet. Auf der Basis einer architektonischen Bar-rierefreiheit zhlen ein Miteinander der Generationen, Sicherheit durch soziale Netze, ein selbstbestimmtes Leben auch im Alter und fr den Fall des Falles individuelle Betreu-ungs- und Pflegearrangements zu den Merkmalen des innovativen Wohnquartierskonzepts.

    Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis fr unser Miteinander. Wenn ich auf Urlaub oder im Krankenhaus bin, habe ich ein gutes Gefhl. Meine Post wird in Empfang genommen und meine Blumen werden gegossen, freut sich eine Bewohnerin, die diese ganz einfache, aber heutzutage nicht mehr selbstverstndliche Nachbar-schaftshilfe in ihrer vorigen Wohnsi-tuation nicht genieen konnte.

    Beim Wohnquartier als innovativem Modell in der Seniorenarbeit geht es um die Gestaltung von sicheren Lebensrumen zum lterwerden, basierend auf einer geteilten Verant-wortung von Familien, brgerschaft-lich Engagierten und professionellen Dienstleistern, wei MMag. Michael Knig, Geschftsfhrer Diakoniewerk Salzburg, aus der Theorie. Und die Pra-xis der Rosa Zukunft besttigt ihn.

    Die Rosa Zukunft ein VorzeigeprojektGemeinsam mit gemeinntzigen und privaten Wohnbautrgern entwi-ckelt das Diakoniewerk in Salzburg und auch in Obersterreich weitere Wohnquartiere. Das breite Fachin-teresse und zahlreiche Besuche in der Rosa Zukunft seitens politisch Verantwortlicher, Wohnbautrgern, Architekten und Sozialraumplanern besttigen den Weg, den das Diako-niewerk eingeschlagen hat.

    Ob die zahlreichen positiven Rck-meldungen der Bewohner in der Rosa Zukunft ein Gradmesser fr eine hohe Zufriedenheit und ein Gelingen des Konzeptes sind, wird das Ergebnis der ersten wissenschaftlich begleiteten Evaluation zeigen, die im November mit einer schriftlichen Befragung startete.

    Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis fr

    unser Miteinander.

    Wie gut sich die Gemeinschaft bereits entwickelt hat, zeigte

    das erste gemeinsame Sommerfest.

  • diakonie Dezember 2014 18

    Menschen mit

    behinderung

    Inklusion von Menschen mit

    Behinderung geht uns alle an!

    04 Inklusion von Menschen mit Behinderung geht uns alle an. In einer Sendung von Radio FRO und Freiem Radio Freistadt dreht sich deshalb alles um das Thema Integrative Beschftigung. Menschen mit Behinderung sprechen darber, was integrative Beschftigung fr sie bedeutet, und auch MitarbeiterInnen ohne Behinderung erzhlen, was es braucht und wie die Zusammenarbeit funktioniert. Sendegestaltung: Margarete Moser, Technik und Teilmoderation: Cindy Frster. Zum Reinhren unter: http://cba.fro.at/270701

    Auerdem hat die Werksttte Linz eine eigene Website, die hnlich wie ein Blog befllt wird. Vorgestellt werden Produkte, die Zeitschrift Knguru und die dazugehrige Hrzeitung. Klicken Sie rein: http://wslinz.diakoniewerk.at.

    Werksttte LinzStifterstrae macht Radio und bloggt

    Das Buch Es war die Eule in mir enthlt Texte aus sieben Jahren literarischen Schaffens von acht AutorInnen aus der Literaturgruppe des Theater Malaria. Einige der Texte dieses Buches haben in der Vergan-genheit bereits Preise eingeheimst, unter anderem beim Literaturwett-bewerb Ohrenschmaus. Am 25. November wurde das Buch mit einer Lesung im Caf Villa Kunterbunt in Gallneukirchen der ffentlichkeit

    Es war die Eule in mir

    vorgestellt. Die Lesung wurde von Schauspieler Alfred Rauch gestaltet und dem Akkordeonisten Yevgenij Kobyakov musikalisch begleitet. Vor Ort plauderten die AutorInnen Brigitte Koxeder, Herwig Hack, Herbert Kastner, Stefan Mann, Ruth Oberhuber, Gertraud Gruber und Elisabeth Stachl mit dem Publikum. Auch im Rahmen der Landessonder-ausstellung 2015 werden wiederholt Lesungen stattfinden.

    Erstes Buch mit Texten von Autoren aus dem Theater Malaria erschienen.

  • Dezember 2014 diakonie 19

    Menschen mit

    behinderung

    Personzentriert Arbeiten heit zum Beispiel, nicht von Vorstellungen auszugehen, wie Menschen sein sollten, sondern davon, wie sie sind und von den Mglichkeiten, die sie haben. Personzentriert Arbeiten erfordert einen Bewusstseinspro-zess. Es ist ein stndiges Bemhen erforderlich, um die Grundhaltung in Teams sicher zu stellen, damit das Handeln von MitarbeiterInnen von ihrem Wissen getragen ist. Wir

    im Diakoniewerk sind hier sehr gut unterwegs, aber noch lange nicht zufrieden, erklrte Dr.in Eva Ober-bichler-Meiseleder bei ihrer Begr-ungsrede. Neben den interessanten Vortrgen lag der Schwerpunkt vor allem auf dem Austausch sowie in der Vernetzung der TeilnehmerInnen aus verschiedenen Lndern und Einrichtungen. Die nchste Tagung findet im Herbst 2015 in der Stiftung MBF (Schweiz) statt.

    Internationale Tagung Personzentriert ArbeitenAm 25. und 26. September lud das Diakoniewerk Obersterreich zum 4. Jahrestreffen des internationalen Netzwerkes Personzentriert Arbeiten in Linz ein.

    Fr 19 SchlerInnen der 6. Klasse des Bischflichen Gymnasiums Petri-num in Linz hie es von 15. bis 18. Oktober die rmel hochkrempeln und krftig anpacken. Im Rahmen der Aktion 72h-ohne-Kompromiss wurden gemeinsam mit Menschen

    mit Behinderung neue Gartenwege am Linzerberg angelegt, die ab sofort einfacher mit dem Rollstuhl zu befahren sind. Auerdem erhielt die Eisdiele des Streichelzoos, die von Menschen mit Behinderung betrie-ben wird, einen neuen Anstrich.

    72hohneKompromiss

    Mehr als 700 Menschen waren Mitte Sep-tember ins Neue Rathaus in Linz zu einer Diskussionsveranstaltung gekommen, die sich mit dieser Problematik beschftigte. In Obersterreich warten ber 6.000 Menschen mit einer krperlichen und/oder geistigen Beeintrchtigung auf eine Untersttzungsleis-tung. Diese Leistungen, die im O. Chancen-gleichheitsgesetz definiert sind, erfolgen nach Magabe der budgetren Mittel, was in den letzten Jahren dazu gefhrt hat, dass viele Menschen vergeblich auf eine der Leistungen warten. Obersterreichs Landeshauptmann und Finanzreferent Dr. Josef Phringer und die Soziallandesrtin Gertraud Jahn stellten sich der phasenweise sehr emotionalen Diskussion. Mehrere DiskutantInnen wiesen darauf hin, dass die Forderung der UN-Konvention nach einer vollen Teilhabe von Menschen mit Behin-derungen an der Gesellschaft nicht umgesetzt werden kann, wenn sie nicht die erforderliche Untersttzung erhalten.

    Der diesjhrige Complemento eine Aus-zeichnung des O. Zivilinvalidenverbandes fr besonderes Engagement fr Menschen mit Behinderung ging in der Kategorie mter, Behrden, Krperschaften an die Gemeinde-kooperation von Bad Wimsbach-Neydharting, Edt/Lambach, Fischlham, Lambach und Stadl-Paura mit dem Diakoniewerk. Seit 1. Mrz 2014 arbeiten fnf integrativ Beschftigte mit einer pdagogisch und handwerklich geschulten Assistenzperson des Diakoniewerks bei den Bauhfen der kooperierenden Gemeinden.

    In der Gallneukirchner Stadtzeitung werden seit Ok-tober Informationen in Leichter Sprache aufbereitet. Eine Seite der Stadtzeitung steht ganz im Zeichen der bersichtlich und verstndlich aufbereiteten Information. Die Stadt Gallneukirchen mchte damit ein Zeichen setzen, Informationen fr alle Teile der Bevlkerung zur Verfgung zu stellen. Die Leichte Sprache richtet sich nicht nur an Menschen mit Lernbehinderungen, sondern kann auch fr Menschen mit Migrationshintergrund hilfreich sein. Gestaltet wird die Seite in Leichter Sprache von der Mediengruppe der Werksttte Linzerberg und der Werksttte Linz-Stifterstrae des Diakoniewerks.

    Langes Warten auf Untersttzungsleistungen in Obersterreich

    Complemento fr Integrative Beschftigung

    Leichte Sprache in der Gallneukirchner Stadtzeitung

    SchlerInnen des Bischflichen Gymnasiums Linz gestalteten neue Gartenwege.

  • diakonie Dezember 2014 20

    Menschen mit

    behinderung

    jemand anderer die Zhne putzt, zeigt aus seiner Sicht schon, wie schwierig es ist, Pflege partizipativ zu gestalten.

    Lebenswelten gestaltenSozialraumorientierung ein fr alle gutes nachbarschaftliches Zusam-menleben und aktives Einbringen der BrgerInnen ergibt sich jedoch nicht allein aus der rumlichen Nhe. Da braucht es mehr. Dr. Frank Frchtel machte in seinem Vortrag anhand eines Gemldes von einem Marktplatz klar, dass Dezentrali-sierung und somit das Tr-an-Tr-Wohnen noch lange keine Teilhabe und noch keinen Sozialraum schafft: Erfolgreiche Lsungen sind aus dem Willen und den Strken von Betrof-fenen gemacht, welche mit ihrer Umwelt so verbunden sind, dass daraus Gelegenheiten entstehen, die integrieren. Es geht nicht darum

    Menschen sind verschieden, und jeder will unterschiedlich teilhaben jede Person soll Wahlmglichkeiten haben. Teilhabe bedeutet miterleben, mittun, mitwissen und mitentscheiden im Sozialraum. Hier ist die Gesellschaft gefordert, die ntige Untersttzung und Barrierefreiheit fr Menschen mit Behinderung sicherzustellen. Sabine Etzlstorfer

    Teilhabe geht uns alle an!

    Wenn teilhaben nicht so einfach ist Menschen mit hohem Unterstt-zungsbedarf begleiten lautete das Thema des 42. Martinstift-Symposions am 17. Oktober 2014 in Linz, zu dem wieder eine Reihe von profilierten Autoren gewon-nen werden konnte. Prof. Dr. em. Andreas Frhlich meinte, Teilhabe sei keine gute bersetzung von participation, wie es in der eng-lischen Version der UN-Konvention heit. Die wrtliche bersetzung der Partizipation wre ihm zu-folge aussagekrftiger. Den Begriff Teilhabe gibt es erst seit 2001 im Duden im Sinne von Teil haben, Teil nehmen, Teil sein und seinen Teil dazugeben. Teilhabe ist fr ihn nicht nur ein Stck der Torte zu essen, sondern bereits beim Backen zu helfen. Sich selbst vor-zustellen, wie es ist, wenn einem

    Einzelpersonen mit (pd)agogischen Manahmen zu verndern, sondern Lebenswelten so zu gestalten und Bedingungen zu schaffen, die es Menschen ermglichen, besser in schwierigen Lebenslagen zurecht-zukommen. Gute Erfahrungen gibt es in Kooperationsprojekten z. B. mit Vereinen, Schulen, Kirchengemein-den, Unternehmenskooperationen (z. B. Integrative Beschftigung) sowie mit der Begegnung bei ffent-lichen Veranstaltungen (z. B. rtlicher

    Weihnachtsmarkt) und in der Nach-barschaftshilfe. Um sich im Sozial-raum zu bewegen, sollten wir auch

    Dezentralisierung allein schafft noch lange keinen Sozialraum.

  • Dezember 2014 diakonie 21

    als MitarbeiterIn einer Einrichtung unser rtliches Netzwerk nutzen: familire Beziehungen, Arbeitskol-legInnen, (ehemalige) Mitschle-rInnen, Nachbarn, FreundInnen, Mit-glieder in Vereinen, BetreuerInnen, rztInnen, Geschftsleute, usw. Mit der Frage Wo knnen wir berall anknpfen? fordert Dr. Frchtel die aktive Rolle aller Anwesenden ein.

    Den eigenen Traum umsetzenFr Johannes Schwabegger, Peerbe-rater und Moderator fr Persnliche Zukunftsplanung, bedeutet Teilhabe: Alle Menschen akzeptieren jeden. Manche Menschen mssten aber den richtigen Umgang miteinander noch lernen, meinte er.

    Stehen groe Vernderungen im Leben eines Menschen an, gibt es die Methode der Persnlichen Zu-kunftsplanung, wie Dr. phil. Nicola

    Die Vision ist eine Kultur des

    Zusammenlebens, die niemanden

    ausschliet.

    Die Referate finden Sie in Krze online zum Nachlesen: ww.diakoniewerk.at/martinstiftsymposion2014

    Maier-Michalitsch erklrte, um Klar-heit ber die eigene Zukunft zu be-kommen (meine Frage, mein Traum, meine Strken, meine Bedrfnisse, meine Ziele). Dafr ldt man Men-schen ein, die einem dabei behilflich sein knnen, den eigenen Traum umzusetzen und die auch bereit sind, ihren Teil dazu beizutragen. Bei Menschen, die verbal nicht kommu-nizieren knnen, werden Methoden der Untersttzten Kommunikation (z.B. Talker, Symbole) eingesetzt.

    Zeit gebenKlaus Limberg, WKS-Trainer, und Robert Ritter, Bereichsleiter im Dia-koniewerk, zeigten in ihren Beitrgen auf, wie anhand des WKS-Modells die Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung gefrdert wird (z. B. ich bestimme, wann ich mein Zim-mer in dieser Woche aufrume). Im basalen Bereich heit das z. B. Zeit zu

    geben: Ich freue mich, wenn Du bei mir bist, aber hilf mir nicht, wenn ich es selber kann, auch wenn es lange dauert.

    Bei allen Beispielen ist das indivi-duelle Engagement im Sozialraum entscheidend idealerweise neben der professionellen Begleitung auch durch freiwillige Personen. Die Vision ist eine Kultur des Zusammenlebens, die niemanden ausschliet und die Partizipation unabhngig vom Beeintrchtigungsgrad fr alle Br-gerInnen selbstverstndlich macht. Daher sind wir als BrgerInnen entsprechend gefordert, uns damit auseinanderzusetzen, wo jede/r ein-zelne von uns Teilhabe ermglicht: Wo fangen Sie an Partizipation zu ermglichen?

  • diakonie Dezember 2014 22

    Aktiv fr

    ausbildung

    Kulturelle Vielfalt ist auch in der Ausbildung

    eine Bereicherung.

    05

    Neuer Ausbildungsbeginn im Frhjahr Bewerbung ab sofort!

    Ergnzungsausbildung Behindertenarbeit fr Behindertenbegleiter/innenAusbildungsbeginn: 23. Februar 2015 in Gallneukirchen Dauer: 2 Semester, Kosten: 425 Euro pro SemesterAusknfte: 07235 63 251 265 oder [email protected]

    Ausbildung FachSozialbetreuer/in Altenarbeit Beginn: 23. Februar 2015 in Gallneukirchen, Dauer: 4 Semester Ausknfte: 07235 63 251 265 oder [email protected]: www.zukunftsberufe.at

    Beginn: 18. Februar 2015 in Salzburg, Dauer: 4 SemesterAufnahmetermin: 19.1.2015, 12.30 UhrZusatzoption: Modul BehindertenarbeitBewerbung durch Zusendung von Motivationsschreiben und Lebenslauf inkl. Foto an: [email protected]: 0662 63 85 922 oder 923 (Schulteam)www.diakoniewerk-salzburg.at/de/ausbildung

    Gemeinsam mit dem Evangelischen Diakonieverein Salzburg grndete das Diakoniewerk im September die Diakoniewerk Bildung GmbH. Die Gesellschaft konzentriert ihre Aufmerksamkeit auf den Westen sterreichs, aktuell als Betreiberin des Montessori Hauses St. Johann in Tirol.

    Seit 1995 hat der Montessori Verein Kitzbhel die im Haus befindlichen Angebote Kinderkrippe, Kinder-garten und Schule in den Grundschulstufen nach den Prinzipien der Pdagogik von Maria Montessori stndig weiterentwickelt. In der Diakoniewerk Bildung GmbH bekommt der Verein mit der Trgerschaft durch das Diakoniewerk einen starken Partner, der eine Wei-terentwicklung der Schule ermglicht. Darber hinaus steht einem weiteren Ausbau von Angeboten nichts mehr entgegen. www.montessori-kitz.at

    Diakoniewerk weitet seine Bildungskompetenz aus

  • Dezember 2014 diakonie 23

    Aktiv fr

    ausbildungAktiv fr

    ausbildung

    Durchschnittlich zehn Prozent der Auszubildenden aus den sechs Schulen fr Sozialbe-treuungsberufe (Gallneukirchen, Wels, Mauerkirchen, Ried/Innkreis, Salzburg) kommen aus anderen Lndern, in manchen Klassen liegt der Anteil bei 25 oder sogar 60 Prozent. Die SchlerInnen kom-men aus europischen Lndern wie Serbien, Kroatien, Tschechien, Polen oder Rumnien aber auch aus Kenia, Angola, Indonesien oder Afghanistan, um eine Ausbildung zum/zur Fach- oder Diplom-Sozial-betreuer/in Altenarbeit, Behinder-tenarbeit oder Behindertenbeglei-tung zu absolvieren.

    Vielfltige Geschichten Bazarsad Y. aus der Mongolei kam als Au Pair und dem Wunsch, eine Ausbil-dung im Sozialbereich zu absolvieren, nach sterreich. Ihre Gastmutter hat ihr von den Ausbildungsmg-lichkeiten in der Altenarbeit und der Schule in Gallneukirchen erzhlt. Ich musste alle Dokumente fr die Aufnahme an der Schule bersetzen lassen, aber ich wollte so gerne in s-terreich bleiben und die Ausbildung absolvieren, erklrt die 27-Jhrige.

    Die 18-jhrige Jovana R. aus Serbien lebt erst seit eineinhalb Jahren in sterreich. Die deutsche Sprache ist fr sie derzeit die grte He-rausforderung. Ich bersetze den gesamten Lehrstoff ins Serbische. Ich habe aber Schwierigkeiten mit den medizinischen Fachausdrcken, weil

    ich diese in meiner Muttersprache auch nicht kenne. Die ehrgeizige Schlerin lernt jeden Abend stun-denlang. Ich beneide schon meine Mitschlerinnen, die nicht so viel ler-nen mssen, lacht sie. Ihr Deutsch hat sich seit Beginn der Ausbildung bereits verbessert, Schwierigkeiten bereitet es ihr vor einer Gruppe spre-chen zu mssen. Ich rgere mich dann auch, dass ich manches nicht so sagen kann, wie ich mchte.

    Berina S. kam vor acht Jahren aus dem Kosovo nach sterreich. Anfangs war es sehr hart, ich besuchte die Hauptschule und verstand kein Wort Deutsch, erzhlt sie heute mit ober-sterreichischem Akzent. Nach Ab-schluss der Hauptschule habe ich ein Freiwilliges Sozialjahr (FSJ) absolviert. Dort kam ich mit der Altenarbeit in Kontakt. Das konnte ich mir anfangs als Berufsfeld gar nicht vorstellen,

    Eine Ausbildung in einer Sprache zu absolvieren, die nicht die Muttersprache ist, erfordert viel Flei und Durchhaltevermgen. Nicht wenige in den Schulen des Diakoniewerks stellen sich dieser Herausforderung. Susanne Kunze

    Migrationshinter-grund kein Hindernis

    weil erst kurz vorher mein geliebter Grovater verstorben war und ich mit Tod und Leiden nicht umgehen konnte. Meine Chefin im FSJ hat viel mit mir geredet und mich gut auf die Schule vorbereitet. Heute wei ich, dass dies mein Traumjob ist.

    Barrieren und Vorurteile werden abgebautDiese Beispiele zeigen, dass fr Men-schen mit Migrationshintergrund eine Ausbildung in der Sozialbe-treuung eine wichtige Integrations-leistung darstellt und sich dadurch Fachkrfte gewinnen lassen. Durch persnliche Begegnungen mit Men-schen aus anderen Kulturen werden Barrieren und Vorurteile abgebaut und das Zusammenleben gefrdert. Kulturelle Vielfalt als Normalitt zu erleben, ist eine Bereicherung fr Auszubildende, LehrerInnen und KlientInnen.

    Bazarsad Y., Jovana R., Berina S. sind Schlerinnen im ersten Ausbildungsjahr zur Fach-Sozialbetreuerin Altenarbeit.

  • diakonie Dezember 2014 24

    Aktiv fr

    gesundheit

    Medizinische Kompetenz an drei

    Standorten

    06 17.500 Experten trafen sich im September in Wien, um sich beim 50. Jahreskongresses der Europischen Diabetes Gesellschaft ber neueste Forschungserkenntnisse zu Diabetes auszutauschen. Univ. Doz. Dr. Raimund Weitgasser, Leiter der Inneren Medizin an der Klinik Diakonissen Salzburg, gehrte dem Organisationskomitee an.

    Auf dem Kongress wurden Technolo-gien der Zukunft vorgestellt: Neue Systeme zur kontinuierlichen Mes-sung des Zuckers im Gewebe, neue Medikamente oder Smart-Phone Applikationen, um Blutzuckermes-sung und Berechnungen der Koh-

    Neue Forschungsergebnisse in der Blutzuckerbehandlung

    lenhydratmengen des auf dem Teller befindlichen Essen auf Knopfdruck zu assoziieren. Dr. Weitgasser leitet an der Klinik Diakonissen Salzburg den Schwerpunkt Diabetologie, zu dem auch eine Diabetesambulanz gehrt, und ist mit Forschungsarbeiten unmittelbar an den Entwicklungen beteiligt.

    Details finden Sie unter www.salz-burg.diakonissen.at/de/diabetes/.

    Die neue Spezialambulanz geht noch besser auf die Bedrfnisse von Kindern ein.

    Um noch besser auf die speziellen Diagnose- und Behandlungsbedrfnisse von Kindern mit traumatologischen Fragestellungen eingehen zu knnen und ihren Eltern ein besseres Service zu bieten, fhrt die Klinik Diakonissen Schladming ab sofort eine Kindertraumatologische Spezialambulanz. Jeden Montag werden von 13 bis 15 Uhr in kindgerechter Umgebung fachkompetent Verletzungen von Kindern Altersgrenze 15 Jahre behandelt und auch smtliche Nachkontrollen, soweit koordinierbar, zusammengefasst. Akute Verletzungen werden selbstverstndlich weiterhin im Rahmen der 24-stndigen unfallchirurgischen Akutambulanz behandelt.

    Neu in Schladming: Spezialambulanz Kindertraumatologie

    Am ehemaligen Standort des Festsaals entsteht jetzt die neue Radiologie (Bildmitte).

  • Dezember 2014 diakonie 25

    Wie in den Kliniken steht die ganzheitliche, persnliche Behandlung und Betreu-ung des Menschen im Vordergrund. Die Mitarbeiterinnen und Mitar-beiter der Therapie Diakonissen Salzburg, einem Kompetenzfeld der Klinik Diakonissen Salzburg, setzen diese Maxime in ihrer tglichen Praxis um. Eine Vielzahl an Pati-enten kann sich von der hohen Qualitt berzeugen und dies ist nicht nur quantitativ zu verstehen! Seit mittlerweile 20 Jahren steht die Therapie Diakonissen Salzburg den stationren und ambulanten Patienten der Klinik, den Bewohne-

    rInnen im Haus fr Senioren, den BesucherInnen der Tagesbetreuung und den BewohnerInnen einer Einrichtung der Behindertenarbeit in Salzburg-Gnigl zur Verfgung. Darber hinaus erbringt das Diako-niewerk Therapieleistungen in zwei Einrichtungen der Caritas Salzburg (Albertus-Magnus-Haus in Salzburg und Mathiashof in Fuschl).

    2008 wurde im Dorf St. Anton in Bruck an der Glocknerstrae das Therapiezentrum Pinzgau erffnet. Damit steht in einer Einrichtung der Caritas Salzburg Menschen mit Behinderung wohnortnahe Therapie

    Die Gesundheit ist eines unserer wertvollsten Gter. Neben den Kliniken in Linz, Salzburg und Schladming zhlt auch die Therapie zur Kernkompetenz Gesundheit im Diakoniewerk. Erwin Oberbramberger

    Wir leben Gesundheit

    Aktiv fr

    gesundheit

    Auch in der Therapie steht

    die ganzheitliche, persnliche

    Behandlung im Vordergrund.

    zur Verfgung. Ein Angebot, das in der Region besonders geschtzt wird. So freut sich die Mutter eines vier-jhrigen Buben mit Down Syndrom ber die Fortschritte, die ihr Sohn in der Arbeit mit einer Musikpdagogin macht: Er ist fasziniert, wenn er mit ein paar Klppelschlgen Klnge erzeugen kann. Da blht er auf, und es ist so, wie wenn er ein Fenster zur Auenwelt ffnen wrde.

    Karin Donnerbauer, Leiterin der Therapie Diakonissen Salzburg und selbst Physiotherapeutin, sieht den Erfolg der Arbeit ihres Teams auch in diakonischen Werten begrndet: Unser Ziel ist die Gewhrleistung hchster Qualitt in Behandlung, Frderung, Beratung und Anleitung. Wir nehmen den ganzen Menschen in seiner persnlichen Situation mit seinen vielfltigen Bedrfnissen wahr. Die Basis bilden ein interdiszi-plinrer Ansatz und ein wertscht-zender Umgang miteinander.

    Therapie im DiakoniewerkIn Salzburg werden Physio- und Er-gotherapie, Logopdie, Psychologie, Heilpdagogisches Voltigieren und Musiktherapie angeboten.Neben der Therapie Diakonissen Salzburg stehen im Diakoniewerk verschiedene Therapieangebote in Engerwitzdorf, Gallneukirchen, Linz, Ried in der Riedmark und Schlad-ming zur Verfgung. www.diakoniewerk.at/de/ therapie-gesundheit/.

  • diakonie Dezember 2014 26

    Der Eislaufplatz mitten in Linz

    Eintritt frei!

    Martin-Luther-Platz, Linz (Landstrae, Nhe Mozartkreuzung)

    6. Dez. 2014 bis 6. Jan. 2015

    Leihgebhr Schlittschuhe:Erwachsene 4,50/Kinder 4, (bis zum vollendeten 16. Lebensjahr), 1, Ermigung auf die Kinderschlittschuh-Leihgebhr mit der O Familienkarte/ONcard/spark7 BankCard/4youCard

    ausgenommen 24.12. und 31.12.2014 (geschlossen)*

    ffnungszeiten:*MoSo: 14.0020.00 UhrAdventsamstage bereits ab 13.00 Uhr

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    Ev. Pfarrgemeinde A.B.Linz-Innere Stadt

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  • Dezember 2014 diakonie 27

    buchtipp produkttipp

    Michael KhlmeierZwei Herren am Strand

    Winston Churchill und Charlie Chaplin, so unter-schiedlich und doch enge Freunde. Khlmeier hat erkannt, was in diesem unglaublichen Paar steckt: die Geschichte des 20. Jahrhunderts zwischen Kunst und Politik, Komik und Ernst.Erleben Sie die Geschichte des Jahrhunderts!

    Preis: 18,40 Euro

    Aus unseren Werksttt en Kleine Feiern

    Kleine feiern von derart sind ein Ansto zum Feiern, klein und praktisch. Sie beinhalten Kerzenstnder (Metallnieten auf der Schachtel), 4 rote Kerzen und 4 Zndhlzer. Die Motive sind von KnstlerInnen aus dem Atelier, die Schachteln werden vom Werksttt le e.V. Pfullendorf (D) produziert.

    Gre 52 x 36 x 18 mmPreis: 2,50 Euro

    Erhltlich in der Bcherinsel des Diakoniewerks,Hauptstr. 7, 4210 Gallneukirchen, Telefon 07235 62 513, [email protected]

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    Bestellservice ber die Homepage

    www.bcherinsel.at

    Erhltlich in der Werksttt e GallneukirchenLinzerberg 46, 4209 EngerwitzdorfTel. 07235 63 251 604 oder www.derart.cc

    Borealis ist ein fhrender Anbieter innovativer Lsungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennhrstoffe.

    Heuer feiert das Unternehmen bereits sein 20-jhriges Bestehen. Mit Kunden in ber 120 Lndern und einem aktuellen Mitarbeiterstand von rund 6.400 weltweit, steht Borealis zu 64% im Eigentum der International Petroleum Investment Company (IPIC), Abu Dhabi, sowie zu 36% der OMV, dem fhrenden Energiekonzern im europischen Wachstumsgrtel. Borealis hat seine Konzernzentrale in Wien, sterreich.

    Borealis hat zum Ziel, wertvolle Leistungen fr die Gesellschaft zu erbringen, indem sie echte Lsungen fr echte gesellschaftliche Herausforderungen liefern. Das Unternehmen hat sich den Prinzipien von Responsible Care verpflichtet, einer Initiative zur Verbesserung der Sicherheitsperformance in der chemischen Industrie. Mit innovativen Produkten und seinem Water for the WorldProgramm leistet Borealis einen Beitrag zur Lsung der weltweiten Herausforderungen im Bereich Wasser und sanitre Versorgung.

    Wachstum durch Verantwortung

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    WAS ZHLT, IST NHE.NUR WER EINFHLSAM IST, KANN ANDERE VERSTEHEN UND UNTERSTTZEN.