Die Internationalen Beziehungen Suedostasiens

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Die Internationalen Beziehungen Suedostasiens
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Die Internationalen Beziehungen Suedostasiens. Seminarplan. Sitzung 1 Einführung in das Thema Sitzung 2 Südostasien und Theorien der IB Sitzung 3 Das internationale System Soas im Wandel (1300 – 2008) Sitzung 4 Staaten Sitzung 5 Regionale Institutionen - PowerPoint PPT Presentation

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Die Internationalen Beziehungen Suedostasiens

Die Internationalen Beziehungen SuedostasiensSeminarplanSitzung 1Einfhrung in das Thema Sitzung 2Sdostasien und Theorien der IB Sitzung 3Das internationale System Soas im Wandel (1300 2008) Sitzung 4Staaten Sitzung 5 Regionale Institutionen Sitzung 6 Interregionale Institutionen Sitzung 7 konomie und Kooperation Sitzung 8Sicherheit und Kooperation Sitzung 9Menschenrechte und Kooperation Sitzung 10Hegemoniale Beziehungsmuster Sitzung 11 Klausur

Einfhrung in das Thema - Politische und wirtschaftliche Entwicklungen in SdostasienEinleitung und Argument

Politische und wirtschaftliche Entwicklung in Sdostasien

China und Sdostasien konomische Interdependenzen

Reaktion: Multilaterale und bilaterale Kooperation

Fazit

1. Einleitung und Argument

Die Region Ostasien setzt sich zusammen aus den Subregionen Sdostasien und Nordostasien

Sdostasien (10 Staaten): Birma, Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Alle sind Mitglieder der ASEAN-Staatengemeinschaft

Nordostasien (4 Staaten): China, Japan, Korea, Taiwan

Im Schatten der Giganten: Die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Dynamik der Region Sdostasien findet hufig keine Beachtung. Japan, China und jetzt auch Indien stehen im Zentrum politischer und wirtschaftlicher Aufmerksamkeit Neben China, Japan, Korea und Indien sind folgende Staaten Wachstumstrger Sdostasiens: Singapur, Vietnam, Malaysia, Thailand, Indonesien und die Philippinen.

Welche konomischen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sind in der Region Sdostasien zu beobachten? Kann sich Sdostasien gegenber seinen starken Nachbarn Indien und China behaupten?

Argument

Sdostasien ist konomisch, aber auch politisch und gesellschaftlich eine sehr heterogene Region

Deshalb sind die nationalstaatlichen Antworten auf die Anforderungen konomischer Globalisierung ebenfalls unterschiedlich

Gleichzeitig sind die ASEAN-Staaten aufgrund ihrer konomischen Verflechtung mit China in eine regionale Wertschpfungskette eingebunden => Nachfrage nach KooperationDiese konomischen Abhngigkeiten knnen nur durch regionale Kooperationsinitiativen wie der ASEAN, ASEAN+3 und EAS effektiv gemanagt werden

Regionale Kooperation ist und bleibt jedoch immer auch eine Funktion nationaler Interessen ohne supranationale Elemente wie beispielweise in der EU. Bilaterale und multilaterale Kooperation verschrnken sich

Regionale Institutionen dienen den sdostasiatischen Staaten ferner zur Bildung konomischer Gegenmacht zur Ausbalancierung Chinas auch durch die Einbindung externer Akteure (USA, Australien)

2. Politische und wirtschaftliche Entwicklung in SdostasienStaatsformKolonialzeitReligionPhilippinenDemokratieSpanien/USKathol. ChristenIndonesienDemokratieNiederlandeVorw. Musl.ThailandDem./Diktat.Buddh./Musl.SingapurSemi-dem.EnglandMusl./Hin/Tao/Chr.MalaysiaSemi-dem.EnglandVorw. Musl.MyanmarDiktaturEnglandBuddhistenBruneiAbsol. Mon.Span./Engl.Vorw. Musl.KambodschaSemi-dem.FrankreichBuddhistenVietnamSozialist.FrankreichBuddhistenLaosSozialist.FrankreichBuddhistenDie politischen Systeme SdostasiensWirtschaftsdaten (2005)BIP/Mrd.$p.c. $Sektoren (Ant. BIP)Entwickl.Singapur117,8926.834I:0%,II:28%;III:72%ILMalaysia130,85.040I:8,2%,II:44,9%;III:46,9Take-offIndonesien2761.259I:13,1%,II:46%;III:41% ELVietnam50,9612I:21%,II:41%;III:38%ELChina2.224,8 1.702I:12,5%,II:47,3%;III:40,2%Take-offIndien775,4713,7I:22%,II:24%;III:54%ELPhilippinen97,71.159I:21%,II:41%;III:38%ELThailand1692.577I:10%,II:45%;III:45%Take-offKambod.5,42375I:37,2%,II:19,3%;III:43,5%ELOstasien gilt als Region mit einem vergleichsweise hohen Liberalisierungsgrad der Nationalkonomien (ASEAN-Staaten, Japan, Sdkorea, China, Taiwan, Hongkong)

Dies geht einher mit hohen Wachstumsraten, starker globaler Integration und guten rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fr auslndische Direktinvestitionen.

Gleichwohl: (Variationen in verschiedenen Lndern); konomische, historische, gesellschaftliche und kulturelle Heterogenitt der ostasiatischen Lnder

konomischer Entwicklungsgrad:

Gruppe 1: Japan, Korea, Hong Kong (Freihafen), Brunei und Singapur (Freihafen)

Gruppe 2: China, Thailand, Malaysia, Indonesien, Philippinen, Vietnam

Gruppe 3: Laos, Kambodscha, Myanmar

3. China und Sdostasien konomische InterdependenzenGradwanderung: konomische Liberalisierung ohne politische ffnung (sozialistisches Regime mit Marktwirtschaft)

drittgrte Exportnation der Welt; grter Binnenmarkt

positive Wachstumsaussichten

jedoch: soziale Verwerfungen aufgrund groer Einkommensunterschiede zwischen den Regionen des Landes; ungleiche Verteilung volkswirtschaftlichen Mehrwertes

Beziehungen Chinas zu den ASEAN-Staaten ist abhngig vom konomischen Entwicklungsgrad dieser Staaten

Heterogenitt der Volkswirtschaften in Soa

Einerseits: technologisch fortschrittliche und konomisch gut integrierte Lnder (i.e. Malaysia, Thailand, Singapur, Sdkorea)

Andererseits: Entwicklungslnder mit strukturellen Entwicklungsproblemen (i.e. Pakistan, die Philippinen, Laos, Kambodscha, Vietnam, Myanmar)

Der zunehmende Wettbewerbs- und Konkurrenzdruck Chinas wirkt sich negativ auf die EL aus, die mit China auf den sogenannten dritten Mrkten konkurrieren: => Groes binnenwirtschaftliches Angebot an billigen Arbeitskrften in China=>arbeitsintensive Exportprodukte verdrngen jene anderer Entwicklungslnder in der Region=> Anstieg auslndischer Direktinvestitionen in China=>entsprechender Rckgang in EL

IL und take-off (Schwellen-)Lnder konnten aufgrund ihrer Produktionsstrukturen besser von der Einbindung Chinas in regionale Wertschpfungs- und Produktionsketten profitieren. =>Japan, Singapur und Sdkorea liefern Investitionsgter und Produktkomponenten nach China, die dort zu Endprodukten zumeist fr den Export zusammengesetzt werden. =>hohe Nachfrage Chinas nach diesen Produkten=>Leistungs- und Handelsbilanzberschsse in den Schwellenlndern=>steigende Binnennachfrage=>Anstieg auslndischer Direktinvestitionen

Dies impliziert, dass die entwickelten Lnder Ostasiens von China mehr profitieren als EL. Grnde: a) IL und Schwellenlnder lassen sich besser in regionale Produktionsketten einfgen; b) sie befinden sich in keiner Konkurrenzsituation mit China.

Effekte:

=> BIP-Wachstum der ostasiatischen IL und Schwellenlnder ist hher als das der EL

=> der konomische Abstand zwischen den armen und reichen Lnder kann aufgrund des chinesischen Einflusses nur langsam verringert werden.

Prognosen der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) belegen diesen Trend:

=> entwickelte Volkswirtschaften expandierten stetig mit 7 Prozent

=> EL wachsen im Durchschnitt zwischen 5 und 6 Prozent

Dies heit jedoch nicht, dass arme asiatische Lnder zwanglufig in der regionalen Peripherie verharren werden: denn im Vergleich zu anderen Regionen (Afrika, Lateinamerika) ist Asien nach wie vor die einzige Weltregion, in der eine grundstzliche Aufwrtsmobilitt von IL und EL zu verzeichnen ist.

Indien, China, Korea und zunehmend wieder Japan sind die Wachstumsmotoren Asiens

Indien wchst schwcher als China

Trotz Liberalisierung der indischen Volkswirtschaft, sind die Zuflsse an Kapital im Vergleich zu China eher gering:

=> fr die nchsten Jahre werden 19 Mrd. $ an FDI fr Indien prognostiziert;

=> allein im letzten Jahr flossen 62 Mrd. $ in die VR China

Gleichwohl: Indien ist nach China und den USA das zweitattraktivste Land fr FDI in der Welt

=> gut ausgebildete Fachkrfte

=> englischsprachige Fachkrfte

=> Konkurrenz zu outsourcing Standorten (i.e. Philippinen) in SdostasienBeziehungsmuster zu den ostasiatischen Staaten (Grundprinzip der Chinesen: soft power:

Klientelbeziehungen: Laos, Myanmar, Kambodscha (Entwicklungshilfe; starker Einfluss)

Vietnam: schwierige Vergangenheit; hnliche Transformationsprobleme; Intensivierung der konomischen Beziehungen

Malaysia: gute, gleichberechtigte Beziehungen

Indonesien: schwierige Beziehungen; Schwankungen und Kursnderungen; vermehrte Kooperation

Singapur und Philippinen: enge Verbndete der USA; Kritik an China

Malaysia, Indonesien, Thailand, Philippinen, Singapur sehen in China einen Absatzmarkt und nicht einen Konkurrenten. Deshalb: kooperative Einbindung der Chinesen erwnscht.

Die mchtigen Konkurrenten Chinas: USA, Europische Union, Indien, Japan

4. Multilaterale und bilaterale Kooperation

ASEAN-Staatengemeinschaft: Grndung 1967; Grndungsmitglieder: Singapur, Indonesien, Thailand, Philippinen und Malaysia

Zunchst Sicherheitsgemeinschaft (1967-1975)

Verstetigung der Kooperation (1976-1992): Treaty of Amity and Cooperation; Kambodscha-Konflikt (Vermittlung)

(1992-heute): gnstige sicherheitspolitische Rahmenbedingungen; Aufstieg der Tigerlnder und spter der kleinen Tiger; Management von Interdependenz; aber auch Machbalance (China)ASEAN + 3 (China, Japan, Korea); seit 1998: Gipfeltreffen

=> Ziele: Schaffung von Stabilitt, Wohlstand und Frieden in der gesamten Region Ostasien

=> Grnde fr die Entstehung: Asiatische Whrungs- und Finanzkrise 1997/1998; ASEAN-Krisenmanagement; IWF-Konditionalitten; Einbindung Chinas

East Asia Summit (EAS); seit 2005; ASEAN+3, Australien, Indien, Neuseeland

Informelles Dialogforum zur Diskussion wirtschaftlicher, strategischer und politischer Fragen

Ziel: Asiatische Union

Faktisch: MachtausgleichsprozesseChina ASEAN-Staaten + Australien, Indien, NeuseelandChina USA (militrische Allianzen mit Japan, Sdkorea, Philippinen, Australien, Thailand) Im Gegensatz zu Europa weist Asien keine einheitliche Handelspolitik auf. Gleichwohl haben Krisenerfahrung und die Schwche globalen Regierens (WTO) zu einer neuen Dynamik regionaler Kooperation gefhrt:

ASEAN-Free Trade Area/Asiatische Wirtschaftsgemeinschaft (AEC): 2020

realistisch: ASEAN minus x: Strksten konomien folgen einer fast track der Integration; Problem: Supranationale Strategien lassen sich in der ASEAN kaum durchsetzen.

ASEAN-China-Freihandelszone (ASEAN-Japan; ASEAN-Korea)

5. FazitDie nationalstaatlichen Antworten auf die Anforderungen konomischer Globalisierung fallen unterschiedlich aus

Diese konomischen Abhngigkeiten werden u.a. durch regionale Kooperationsinitiativen wie der ASEAN, ASEAN+3, EAS aber auch durch bilaterale Kooperationsvereinbarungen (Handel, Whrung) bearbeitet

Regionale Kooperation ist und bleibt jedoch immer auch eine Funktion nationaler Interessen ohne supranationale Elemente wie beispielweise in der EU. Bilaterale und multilaterale Kooperation verschrnken sich

Regionale Institutionen dienen den sdostasiatischen Staaten ferner zur Bildung konomischer Gegenmacht zur Ausbalancierung Chinas, nmlich durch die Einbindung externer Akteure (USA, Australien)