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Radioprogramm

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  • Wozu brauchen wireinen Schpfer?

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    ERF Medien Sdtirol | www.erf-melodie.com

    Mrz 20

    14RADIO / TV3 Programm

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  • Lauben 315, I-39012 Meran, Tel 0473 237997, www.buchgalerie.it

    BUCHGALERIEBuchhandlung

  • 3ERF Sdtirol MRZ 2014Fotos: Sascha Burkard/Pefkos/fotolia.com ERF Archiv (3)Fotos: Sascha Burkard/Pefkos/fotolia.com ERF Archiv (3)

    E D I T O R I A L

    Jede Gesellschaft braucht Werte. Deshalb sprechen Politiker und Verantwortungstrger auch immer von diesen Werten. Manager und Managerinnen suchen sie in Seminaren und Zeiten der Stille hinter Klostermauern. Und Zeitschriften publizieren Artikel unter dem Titel Die neue Sehnsucht nach alten Werten. Es ist, als ob sich eine ganze Generation verzwei-felt fragen wrde: War da nicht etwas?, Gab

    es da nicht einmal so etwas wie ein gemeinsames Verstndnis von Ehrlichkeit, Flei, Zusam-menhalt, Opferbereitschaft und Gemeinschaftssinn? Die allge- mein gltigen Werte und Nor-men, die eine Gesellschaft zu-sammenhalten wo sind sie geblieben? Ehrlichkeit, Verant-wortung, Mitgefhl, Respekt, Zi-

    vilcourage, Treue; alle wnschen wir uns diese Werte. Doch sind wir auch bereit, sie selbst zu leben und etwas dafr zu tun? Das ist die Frage.

    Was jeder sich wnscht, sind nur wenige bereit, selbst zu leben

    Wir wnschen uns, dass uns andere taktvoll begegnen, ehrlich sind und Mitgefhl zeigen. Treu sollten Menschen uns gegenber sein, korrekt und verschwiegen. Aber sind wir es? Wer nur bei anderen nach Werten Ausschau hlt, selbst aber nichts dafr tun will, sollte nicht behaupten, er sei fr Werte. Knig Da-vid, so berichtet die Bibel, konnte sich darber entrsten, dass jemandem ein Schaf gestoh-len wurde. Der Mann ist des Todes, schrie er, nachdem Nathan, der Prophet, ihm die Bege-benheit erzhlt hatte. Doch die Geschichte er-fuhr eine abrupte Wende, als Knig David von dem Propheten hren musste, dass er selbst noch viel Schlimmeres getan hatte. Jesus bringt es auf die prgnante Formel: Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? (Mt. 7,3)

    Tatschlich wird der Ruf nach Werten meist dann am lautesten, wenn wir sie von anderen erwarten.

    Doch wer sich Ehrlichkeit wnscht, sollte selbst ehrlich sein. Eine solche Haltung kann

    Neue Sehnsucht nach christlichen Werten?allerdings auch etwas kosten. Vielleicht mein Gesicht, Geld oder Ansehen? Vielleicht kostet sie mich eine Beziehung? Dann ist die Frage, ob ich bereit bin, fr diesen Wert zu zahlen. Wenn ja, setze ich mich dafr ein. Viele aller-dings reden nur davon und leben nicht da-nach.

    Wie steht es mit anderen Werten?

    Treue, Fairness, Verbindlichkeit wahrschein-lich sind wir alle fr diese Werte, vor allem so-lange sie uns nichts kosten. Doch echte Werte haben, wie gesagt, ihren Preis. Sind wir auch dann noch fr diese Werte, wenn sie nicht ko-stenlos sind? Genau da liegt das Problem. Wir suchen und wnschen uns Werte, sind aber sehr oft nicht bereit, die Kosten dafr zu tra-gen. Wir mchten den Nutzen eines Wertes, aber nicht seinen Preis.

    Wer sich ber diese Zusammenhnge Ge-danken macht, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass wir Gott und den Glauben brauchen, damit sich etwas daran verndern kann. Als ERF reden wir seit Jahren davon. H-ren Sie sich die Sendungen an darin geht es um Wege zu den Werten, auf denen un-sere Gesellschaft grndet und durch die sie bis heute getragen wird. Wir berichten als ERF davon in Radio, Fernsehen und Internet: www.erf-melodie.com

    Werner Burkhardt ERF Telefonseelsorge

    I M P R E S S U M

    Herausgeber / RedaktionStiftung ERF MedienPostgranzstrae 8/cI-39012 MeranTel 0473 - 222 488Fax 0473 - 222 490stiftung@erf-medien.itVerantw. Red.: Viola OberrauchEingetragen beim Landesgericht Bozen Nr. 3/1996, 08.02.96 (und nderungen)

    Das Thema des Monats sowie viele weitere Sendungen und Sendereihen des ERF knnen Sie auf CD und MP3 erhalten.

    BestelladresseERF HrerserviceTel 0473 - 23 67 51Fax 0473 - 27 62 52Aus sterreich, Deutschland und der Schweiz:Tel 0039 - 0473 - 23 67 51Fax 0039 - 0473 - 27 62 52Postfach 149 / Lauben 315I-39012 Meranservice@erf-tirol.com

    Internet www.erf-tirol.com www.erf-melodie.com www.erf-verlag.com www.buchgalerie.it

    DruckDruckerei UnionPostgranzstrae 8/c, Meran

    Erscheinungsweise: monatlich

    Bildnachweis Titel: Dennis Blank/fotolia.com

    ERF Medien Sdtirol

    Die Stiftung ERF Medien will mit ihrem Medienangebot Menschen helfen, den Glauben zu entde cken und ihr Leben als Christen zu gestalten.

    Die Arbeit der Stiftung ERF Medien finanziert sich durch Spenden. Wenn Sie die Stiftung untersttzen mch-ten, knnen Sie dies durch Spenden auf eines unserer Konten in Sdtirol, sterreich, Deutschland oder der Schweiz tun.

    Sdtirol Postkonto IT76 L 076 0111 6000 0003 6810 372 SWIFT-BIC-Code BPPIITRRXXX

    sterreich ERF-Untersttzungsverein Innsbruck BAWAG P.S.K. AT76 6000 0000 9300 2383 SWIFT-BIC-Code OPSKATWW

    Schweiz PostFinance CH26 0900 0000 6516 2763 6 SWIFT-BIC-Code POFICHBEXXX

    Deutschland Volksbank Mittelhessen eG DE34 51390000 0071238300 SWIFT-BIC-Code VBMHDE5FXXX

    ERF Tip Besuchen Sie den Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christsein Heute! Jeden ersten Sonntag im Monat. Im Mrz aufgrund der Umbauarbeiten im Brger-saal von Meran in der Postgranzstrae 8, 300 m hinter dem Meraner Schwimmbad.

  • 4 ERF Sdtirol MRZ 2014 Foto: Sandra Cunningham/fotolia.com

    T H E M A D E S M O N AT S

    Es ist noch nicht lange her, dass immer mehr Ratgeber zu praktischer Lebensbewltigung, Wertorientierung und Sinnfragen auf den Markt kamen. Einige davon schafften es sogar auf die Bestsellerlisten. Titel wie Schluss mit lustig oder Ich bin dann mal weg waren Bcher, die die Orientierungslosigkeit der Gesellschaft anprangerten und Lsungen anboten. Geblie-ben ist ein allgemeiner Ruf nach Werten. Sogar das kommunistische China scheint inzwi-schen die christlichen Werte als stabilisierende Faktoren seines Systems entdeckt zu haben. Seit 1980 ist die Zahl der Christen von fnf Millionen auf schtzungsweise 80 bis 100 Millio-nen angewachsen. Das exkommunistische Russland zeigt einen neuen Schulterschluss von Machtapparat und Kirche. Nur im westlichen Europa glauben wir noch immer, dass Werte sich auch ohne Rckbindung an Gott und Religion aufrechterhalten lassen. Wie aber findet eine Gesellschaft zu ihren Werten? Warum stehen die Lnder Europas trotz allem bis heute als Beispiel da in der Welt? Und wie lassen sich christliche Werte auch fr die Zukunft erhalten?

    ERF PROGRAMM-TIP

    Thema des Monats

    In der 2. und der 4. Woche des Monats tglich um

    10.00 Uhr 18.00 Uhr 3.00 Uhr

    In der 3. Woche tglich um

    14.00 Uhr

    www.erf-melodie.com

    Weiterfhrende Literatur zum Thema des Monats und anderen Sendungen finden Sie in der Buch-handlung BUCHGALERIE

    www.buchgalerie.it

    Christliche Werte ohne Gott gibt es das?

    In unserer Zeit mixt sich der aufgeklrte Mensch gern seinen persnlichen Werte-Cocktail. Zwar gibt es Werte, die wir alle verwirklicht sehen mchten. Doch am Wichtigsten ist den meisten zunchst ihr eigenes Wohlergehen. Allerdings gibt es auch Werte, die als unverzichtbar gel-ten. Ehrlichkeit rangiert einer aktuellen Emnid-Umfrage zufolge im deutschen Werte-Katalog ganz oben. Doch wie viele Menschen sind wirklich ehrlich? Wer diese Frage beantworten will, muss gar nicht erst an die Steuererklrung denken. Es gibt viele andere Bereiche, wo wir es nicht so genau nehmen mit der Ehrlichkeit.

    Werte ohne Gott gibt es das?

    Werte werden nicht allein deshalb verbindlich gelebt, weil sie sich in der Tradition bewhrt haben oder der Kultur des christlichen Abend-landes entstammen. Werte verlangen vielmehr nach Autoritt. Renate Kcher, die Leiterin des Instituts fr Demoskopie Allensbach, fragte anlsslich eines Kongresses christlicher Fh-rungskrfte, warum in unserer Gesellschaft keine Einigkeit mehr darber herrsche, was wir achten und was wir chten sollen. Wir reden zwar viel ber Werte, doch wer sich die Idole anschaut, denen Jugendliche heute nacheifern, wird merken, dass hier ganz andere Dinge zh-

    len. Menschen, die sich aufopferungsvoll um andere kmmern und der Gesellschaft dadurch Werte wie Hilfsbereitschaft und Solidaritt vor-leben, gelten in gewissen Kreisen berhaupt nichts. Das zeigt, wie widersprchlich die Vor-stellungen von einer Werte-Kultur geworden sind. Hinzu kommt, dass viele Werte sich in unserer Gesellschaft in den vergangenen Jahren

    komplett verschoben haben. Denken wir nur an den Schutz des Lebens. Die Bekmpfung terro-ristischer Gewalttaten durch militrische Gewalt, die manchmal vielleicht tatschlich notwendig ist, lehnen viele ab, whrend sie zu der Ttung von Millionen ungeborenen Kindern im Mut-terleib schweigen. Allein dieses Beispiel zeigt schon, dass sich unsere Werte auf eine sehr eigenartige Weise verschoben haben.

    Henryk Broder, ein zeitkritischer Publizist, schrieb in der Online-Ausgabe der Zeitung Die Welt

    Niemand zhlt diese Morde der rzte, wie man vorzeiten die Morde der Inquisition nicht zhlte, weil man des Glaubens war, sie wr-den zum Heil der Menschheit begangen.

    Leo Tolstoi (1828 - 1910), russischer Dichter

  • 5ERF Sdtirol MRZ 2014Foto: Darren Baker/fotolia.com

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