health 1006

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  • medianet.at

    health economy

    Forschung Wiener Forscher punkten bei Brustkrebsprvention 34

    Vorsorge Betriebliche Gesundheitsfrderung stark gefragt 35

    Interview Auf 30 Mio. Umsatz wchst das Institut Allergosan 37

    Wachstum Die Industrie legt zu, sagt EY-Experte Erich Lehner 38

    Freitag, 10. Juni 2016 coVer 33

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    Forschung bringt erfolge gegen DarmkrankheitenMorgen ist Welttag des Darms und mit zahlreichen Veranstaltungen wird fr Prvention geworben. Neue Therapien zeigen Erfolge. 36

    Kneipp mit neuer Chefin

    Sabine reissner Die Kneipp-Bewegung (ge-

    grndet von Pfarrer Sebastian Kneipp) ist in sterreich seit mehr als 120 Jahren erfolg-reich und hat nun eine neue Prsidentin: Die 45jhrige

    Diplom pdagogin steht einer Bewegung mit rund 50.000

    Mitgliedern vor.

    Direktor fr Privatklinik

    oliver oswald Der Gesundheitsmanager ist

    neuer Verwaltungsdirektor der Privatklinik Graz Ragnitz.Der gebrtige Steirer aus Bad Radkersburg hat umfassende

    Ausbildung sowie internationale Erfahrung in den Bereichen Tou-rismus und Gesundheit. Dieses Know-how wird er fr die kon-

    sequente Weiterentwicklung der Top-Klinik in Graz einsetzen.

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    ForSchung

    Debatte ber Kosten bei KrebsWIEN. Die Anzahl der Tumorerkrankungen nimmt, wie berichtet, weltweit stetig zu. In sterreich werden laut Statistik Austria jhrlich etwa 39.000 Personen mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Diese Entwicklungen stellen die Gesundheitssysteme vor riesige Herausforderungen. Denn mit den Therapien und den Patientenzahlen steigen auch die Kosten. Die Industrie verweist allerdings auf die Erfolge. sterreich liegt bei der berlebensraten im Spitzenfeld. Seite 34

  • medianet.at34 health:care Freitag, 10. Juni 2016

    Von Ina Karin Schriebl

    WIEN. Die Diagnose Krebs ist fr jeden einzelnen Betroffenen ein schwerer Schlag. Erfreulich ist in einem solchen Fall zumindest, dass Patienten speziell in sterreich von einem exzellenten Zugang zu Krebstherapien profitieren, sagt Jan Oliver Huber, Generalsekretr des Pharmaverbands Pharmig.

    Die Anzahl der Tumorerkrankun-gen nimmt, wie berichtet, weltweit stetig zu. In sterreich werden laut Statistik Austria jhrlich etwa 39.000 Personen mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Diese Entwick-

    lungen stellen die Gesundheits-systeme vor riesige Herausforde-rungen. sterreich zhle zu den Top-5-Lndern in Europa mit den besten Krebs-berlebensraten, sagt Huber. Mit neuen, innovativen Anstzen, wie der personalisierten Therapie und der Immuntherapie, stehen den rzten neue und wir-kungsvolle Optionen fr die Be-handlung zur Verfgung; dadurch steigt aber auch die Zahl der Pa-tienten, die mit Krebs leben wo-durch sich im Umkehrschluss h-here Behandlungskosten ergeben.

    Unter diesen Aspekten greife da-her eine auf die Kosten der Krebs-

    medikamente reduzierte Diskussi-on viel zu kurz, warnt er. Vielmehr gelte es, den gesellschaftlichen Nutzen in den Fokus zu rcken. Huber: Durch innovative Krebs-therapien knnen Betroffene lnger aktiv am Erwerbsleben teilnehmen oder frher wieder in den Job zu-rckkehren.

    Studie zeigt ErfolgeEine Analyse des Marktforschungs-unternehmens IMS Health zeigt die konomische Entwicklung: In der Krebstherapie gab es in den ver-gangenen Jahren viele Erfolgsmel-dungen und betrchtliche Entwick-

    lungen. Verbessertes Outcome und lngere berlebensdauer werden durch przisere Diagnostik, inno-vative Medikamente, neue chirur-gische Verfahren und verbesserte radioonkologische Therapien er-reicht, teilt das Unternehmen mit.

    In den vergangenen fnf Jahren stiegen die Ausgaben fr Krebs-medikamente in sterreich um 39%. Derzeit sind die Patienten in sterreich noch bestens be-treut, und auch im europischen Vergleich stehen wir hierzulande gut da, meint Hellmut Samonigg, Prsident der sterreichischen Gesellschaft fr Hmatologie und Medizinische Onkologie (OeGHO), in deren Auftrag IMS Health die Studie erstellte. Doch die Schwere zwischen den medizinischen Mg-lichkeiten und den steigenden Kos-ten frs Gesundheitssystem geht immer weiter auf.

    470 Mio. Euro in sterreichRund 11% vom BIP werden in das Gesundheitswesen investiert, da-von entfallen mehr als 30% auf die stationre Versorgung, und 0,1% vom BIP werden fr hospita-le onkologische Arzneimittel auf-gewendet, rechnet IMS vor. Dass die Aufwendungen fr Prparate jedoch unaufhaltsam steigen, sei klar: Weltweit wurden im Jahr 2014 rund 90 Mrd. fr Krebsme-dikamente ausgegeben, fnf Jahre zuvor waren es 67 Mrd. ; das ent-spricht einer Steigerung um 34%. In sterreich erreichten die Ausgaben fr Krebsmedikamente 2015 rund 470 Mio. und hierzulande erhh-ten sich die Kosten um 39%. Auf-grund der erhobenen Trends in an-deren europischen Lndern wird ein weiterer Anstieg um jhrlich sechs bis acht Prozent erwartet.

    Die Zahlen zeigen mit groer Deutlichkeit, dass unbedingt eine Balance zwischen optimalem The-rapieeinsatz und der Nachhaltig-keit fr das Gesundheitssystem ge-funden werden muss, betont Erika Sander, Geschftsfhrerin von IMS Austria. Nur so kann weiterhin garantiert werden, dass jeder die fr ihn geeignete Therapie erhlt und das System nicht kippt.

    ausgaben fr Krebs steigenDie Zahl der Krebserkrankungen nimmt zu, die Zahl inno vativer Therapien auch. Das fhrt auch zu steigenden Ausgaben. Experten warnen aber vor Kostendiskussionen.

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    WIEN. Eine von acht Frauen wird im Laufe ihres Lebens mit der Di-agnose Brustkrebs konfrontiert. Zu den Hauptursachen zhlen die Einnahme knstlicher Hormo-ne und andere Umwelteinflsse. Brustkrebs kann aber auch fami-lir vererbt werden, hufig durch eine Mutation des Gens BRCA1. Die bekannteste Frau mit einer BRCA1- Mutation ist die US-Schauspielerin Angelina Jolie; sie hatte sich im Jahr 2013 ffentlich zur Entfer-nung ihrer Brste bekannt.

    Hohes genetisches RisikoTatschlich haben Frauen mit ei-ner Mutation des BRCA1-Gens ein dramatisch hohes Lebenszeitrisi-ko fr Brustkrebs von bis zu 80%. Dazu kommt, dass der Krebs oft in jngeren Jahren und in einer

    sehr aggressiven Form auftritt, das Durchschnittsalter liegt bei 40 Jahren. Im Jahr 2010 entdeckte die Gruppe von Josef Penninger, dem wissenschaftlichen Direktor des IMBA Institut fr Molekulare Bio-technologie der sterreichischen Akademie der Wissenschaften, dass Sexualhormone Brustkrebs ausl-sen knnen ber zwei Proteine des Knochenstoffwechsels namens RANK und RANKL. (Schramek et al., Nature). RANK/RANKL berset-zen die Information der Sexualhor-mone und senden den Brustzellen ein Signal, das diese zum Wachs-tum anregt. Dies passiert bei jeder Frau in der Schwangerschaft und whrend des Menstruationszyk-lus. berschiet das Signal jedoch, kann es zu unkontrolliertem Wu-chern der Brustzellen kommen.

    Die junge Wissenschaftlerin Verena Sigl aus Penningers For-schungsgruppe machte nun die Entdeckung, dass RANKL auch bei genetisch bedingtem Brustkrebs durch ein mutiertes BRCA1-Gen der entscheidende Faktor fr das Ausbrechen von Krebs ist.

    Medikament in AussichtDiese Beobachtung zeigt ein enor-mes Potenzial einer Anti-RANKL- Behandlung fr die Krebsprven-tion. Unsere Erkenntnis ist auch deshalb so spannend, weil es be-reits ein Medikament gegen RANKL auf dem Markt gibt, Denosumab. Es ist ein Antikrper mit sehr ge-ringen Nebenwirkungen, der fest an RANKL bindet und dadurch sei-ne Aktionsfhigkeit hemmt, erlu-tert Verena Sigl. (red)

    Forschungserfolg aus WienEine junge Wissenschaftlerin hat festgestellt, dass genetisch bedingter Brustkrebs durch Blockade eines Gens verhindert werden kann.

    Verena Sigl vom IMBA hat Entdeckungen in der Prvention von Krebs gemacht.

    IM

    BA

    Pharmig-Generalsekretr Jan Oliver Huber warnt vor Diskussionen ber steigende Ausgaben fr Krebsbehandlungen.

    Pharmaklippe umschifftMartin rmmele

    Vor einigen Jahren galt es als das Problem der Pharmaindus-trie: Fehlende Innovationen und gleichzeitig die Patentablufe wichtiger Umsatztrger fhrten zu massiven Verlusten; in der Branche sprach man bereits vor der Pharmaklippe, an der die Branche bereits kurz vor dem Abgrund stehe. Diese Klippe scheint nun bei den meisten Unternehmen umschifft. Die Ausgaben fr Forschung und Entwicklung in der Bran-che stiegen im Vorjahr um 18 Prozent auf 80 Mrd. Euro. Und es gibt wieder Innovationen auf dem Markt, die hohe Umstze versprechen. Inhaltlich bringen Medikamente gegen Krebs und Immunkrankheiten mit 115,8 Mrd. Euro etwa den grten Um-satz; dahinter folgen Prparate gegen Herz-Kreislauf-Krankhei-ten und Stoffwechselkrankheiten mit 74,1 Mrd. Euro. Das strkste Wachstum gab es im Vorjahr bei Mitteln gegen Immunkrankheiten plus 80% in zwei Jahren auf 54,7 Mrd. Euro im Jahr 2015.Doch groer Erfolg ist auch mit groem Risiko verbunden: Die Pharmaunternehmen hngen wieder massiv von ihren Block-buster-Produkten ab das sind Medikamente mit mehr als einer Mrd. Dollar Umsatz im Jahr. 60 Prozent der Erlse sta