INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER ERFURT Wirtschafts F KEINE ANGST VORM WORLD WIDE WEB 33 Dieses Seminar

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  • INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER ERFURT

    F 11862 | März 2018 | www.erfurt.ihk.de

    FÜR NORD- UND MITTELTHÜRINGEN

    www.erfurt.ihk.de

    INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER ERFURT

    März 2015 | 3 EuroF 11862

    Wirtschaftsmagazin TITEL Erfolg durch Berufliche Bildung

    KONJUNKTUR Wirtschaftspolitische Unsicher- heit bremst Investitionen

    RATGEBER Neue EU-Mehrwert- steuervorschriften

    PRAXIS So einfach gewinnen Sie Stammkunden

    Mitarbeiter fi nden und binden. Wer kann helfen?

    Regional Epitome Coffee Co., Erfurt

    Aktuell Wichtige Infos zum IHK-Beitrag

  • 22

  • 3 Wirtschaftsmagazin 3/2018 - Kommentiert

    Wir alle sind von den gegenwärtigen Entwick- lungen der Arbeitswelt betroffen. Vieles konnte ich mir bis vor einigen Jahren nicht vorstellen, beispielsweise, dass Unternehmen sich bei ih- ren potenziellen Mitarbeitern bewerben müs- sen - und nicht mehr umgekehrt! Der Fachkräf- temangel ist eine große Herausforderung und zwischenzeitlich Geschäftsrisiko Nr. 1 - insbe- sondere für unsere meist kleinen und mittel- ständischen Unternehmen. Diese konkurrieren mit Großunternehmen, die in der Regel über höhere finanzielle Ressourcen verfügen und oftmals bekannter sind.

    Vor diesem Hintergrund werden Themen wie Personalbindung und -gewinnung strategisch bedeutsamer und damit immer mehr zur Chef- sache. Schwierigkeit ist dabei nicht nur die Verknappung der verfügbaren Arbeitskräfte sondern auch die sich wandelnde Wertvorstel- lung von Arbeit und Leben. Die jüngeren Gene- rationen lassen sich immer weniger durch An- reize wie Geld oder Status an das Unternehmen binden, sondern stellen Aspekte wie die Verein- barkeit von Familie und Beruf, die Unterneh- menskultur sowie die Gesundheitsförderung in den Vordergrund, wenn es um die Entscheidung geht, welcher Arbeitgeber favorisiert wird und ob sich ein Wechsel lohnt.

    Zur Fachkräftegewinnung müssen künftig auch weitere Zielgruppen angesprochen werden, welche bisher nur ansatzweise im Blickpunkt standen. Gut ausgebildete Facharbeiter aus dem Ausland können auch ein Lösungsansatz für die Besetzung vakanter Stellen sein.

    Nur Unternehmen, welche sich glaubwürdig als attraktiver Arbeitgeber intern wie extern präsentieren, dürfen darauf hoffen, die drin- gend benötigten qualifi zierten Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Gleichermaßen ist mir aber bewusst, dass kleine und mittelständische Un- ternehmen mit sehr begrenzten Ressourcen diese Mammutaufgaben nicht alleine stemmen können.

    Daher bin ich dankbar, dass sich regional wie auch überregional Netzwerke gebildet haben, welche den Firmen passgenaue Unterstüt- zungsangebote unterbreiten. Diese Strukturen sollten genutzt werden, um gezielt den Heraus- forderungen des Fachkräftemangels entgegen- zutreten und die Zukunfts- und Wettbewerbs- fähigkeit zu stärken. Dies wollen wir Ihnen in dieser Ausgabe des Wirtschaftsmagazins vor- stellen, um Anregungen zu geben und auf kon- krete Angebote zu verweisen.

    „Für das Können gibt es nur einen Beweis – das Tun!“ (Maria von Ebner-Eschenbach)

    In diesem Sinn – packen wir´s an!

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    KOMMENTIERT

    FACHKRÄFTESICHERUNG – IM MITEINANDER GEHT ES LEICHTER

    Industrie- und Handelskammer Erfurt Herausgeber des IHK Wirtschaftsmagazins

    Mail info@erfurt.ihk.de Tel. 0361 3484-0 Fax. 0361 3485-950

    IHK Erfurt Arnstädter Straße 34 99096 Erfurt

    Dieter Bauhaus Präsident der IHK Erfurt Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelthüringen

    Dieter Bauhaus Präsident der IHK Erfurt

  • Ratgeber

    GROSSER RATGEBERTEIL 42 Diesmal erwarten Sie spannende Artikel zu den Themen Steuererklärung, Diskriminierung in Stellenausschreibungen und Pensionszusagen im Mittelstand.

    Praxis

    KEINE ANGST VORM WORLD WIDE WEB 33 Dieses Seminar der IHK Erfurt vermittelt digitales Wissen für die Zielgruppe ab 50+.

    TITELTHEMA

    MITARBEITER FINDEN UND BINDEN. 16 Den passenden Mitarbeiter zu finden, ist genauso wichtig, wie diesen zu halten.

    GROSSE THEMEN

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  • Regional

    WIR VOR ORT 40 Diesmal sind wir beim mehrfachen Thüringenmeister und aktiven Mountainbiker Michael Schuchardt in Leinefelde zu Gast.

    KOMMENTIERT 03 Fachkräftesicherung 03

    KONJUNKTUR 06 Thüringer Wirtschaft boomt 06

    AKTUELL 08 Wichtige Infos zum IHK-Beitrag 12

    Wirtschaftsjunioren Mittelthüringen 14

    TITELTHEMA 16 Gesunde Unternehmenspolitik 20

    Internationale Fachkräfte 24

    PRAXIS 32 Betriebliches Eingliederungsmanagement 32

    Kommunalwahl 2018 35

    Neue EU-Antidumping-Gesetze in Kraft 36

    REGIONAL 38 Wirtschaftspreis 2017/2018 38

    Wir vor Ort 40

    RATGEBER 42 Steuertipp des Monats 42

    BEKANNTMACHUNGEN 46

    BÖRSEN 50

    RUBRIKEN

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  • 6 Wirtschaftsmagazin 3/2018 - Konjunktur

    KONJUNKTUR

    THÜRINGER WIRTSCHAFT BOOMT

    Der Aufwärtstrend in der Wirtschaft hält an. Die Auswertung der jüngsten Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 800 Unternehmen in Nord- und Mittelthüringen zeigt zu Jahres- beginn einen erneuten Anstieg der Konjunkturkurve. Der Klimaindex, der sowohl die aktuelle Situation der Unternehmen als auch die Erwartungen und Pläne berücksichtigt, nimmt um ganze acht Punkte im Vergleich zur vorhergehenden Analyse zu und erreicht mit 127 von 200 möglichen Prozentpunkten einen neuen Re- kordwert. Die Geschäfte laufen blendend und für die kommenden Monate versprühen die Unternehmer viel Zuversicht. Besonders erfreulich: Nicht nur das Inlandsgeschäft floriert, auch die Nachfrage aus dem Ausland liefert wertvolle Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung.

    Die regionale Wirtschaft bewegt sich weiterhin auf der Sonnenseite der Konjunktur. 93 Prozent der Unternehmer sehen nur wenig Anlass, über ihre aktuelle Geschäftslage zu klagen. Bran- chenübergreifend beurteilen 54 Prozent der Befragten ihre derzeitige Situation mit gut und 39 Prozent mit befriedigend. Das ist die beste Konjunktureinschätzung seit der Wiederver- einigung. Eine stabile Auftragslage aus dem In- und Ausland lässt die Produktion auf vollen Touren laufen und sorgt für eine positive Er- tragslage. 88 Prozent der Firmen arbeiten mit Gewinn oder zumindest kostendeckend. Mit einem Kurswechsel ist in naher Zukunft nicht zu rechnen. Schließlich erwartet jeder fünfte Unternehmer erneut eine günstigere Entwicklung. Lediglich jeder Achte blickt etwas skeptischer auf den weiteren Jahresverlauf. Im Vertrauen auf anhaltend gute Geschäfte bewegen sich auch die Investitionsabsichten auf einem stabilen Niveau. So beabsichtigen 17 Prozent der Firmenchefs ihr Budget auf- zustocken, 53 Prozent wollen ihre Ausgaben konstant halten. Der Ausbau der betrieblichen Kapazitäten hat als Investitionsmotiv weiter an Bedeutung gewonnen. Mehr als ein Viertel der investierenden Unternehmen plant solche Er- weiterungen.

    Meist ist damit auch die Schaffung neuer Jobs verbunden. Für den Arbeitsmarkt bleiben die Perspektiven also vielversprechend. 73 Prozent der Befragten wollen ihre Mitarbeiterzahl bei- behalten und 15 Prozent sogar zusätzliches Personal einstellen.

    ERGEBNISSE AUSGEWÄHLTER BRANCHEN:

    Wichtigste konjunkturelle Stütze bleibt die In- dustrie. In zwei von drei Betrieben laufen die Geschäfte gut. Sowohl der intakte Binnen-

    handel als auch stabile Exportwerte stützen den gegenwärtigen Trend und sorgen bei 72 Prozent der Befragten für nahezu ausgelastete Kapazitäten. Entsprechend positiv stellt sich die Ertragslage dar: Fast die Hälfte arbeitet inzwi- schen mit Gewinn. Ein hohes Auftragsniveau lässt auch den Blick auf die kommenden Mo- nate optimistisch ausfallen. 91 Prozent der Ma- nager erwarten eine günstigere oder konstant gute Geschäftsentwicklung.

    Die Stimmung im Einzelhandel hat sich deut- lich aufgehellt. Das Votum der Unternehmer zur aktuellen Geschäftslage fällt erfreulich aus. Vielfach haben sich die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft erfüllt. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (82 Prozent) beurteilt die derzeitige Situation gut oder befriedigend. Für den Konsum bleiben die Rahmenbedingungen weiter günstig: geringe

    Arbeitslosigkeit, hohe Beschäftigung und ge- stiegene Einkommen. Daran knüpfen die Händ- ler auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate. Jeder Zehnte rechnet mit einem bes- seren Geschäftsverlauf, immerhin 77 Prozent gehen von einer gleich bleibend guten Entwick- lung aus.

    Trotz saisonal bedingter Einschränkungen be- wegt sich das Baugewerbe weiterhin in der Er- folgsspur. Ein Drittel der Firmenchefs bewertet die gegenwärtige Situation mit gut, mehr als die Hälfte immer noch befriedigend. Meist sind die Kapazitäten ausgelastet. Die Auftragslage verspricht auch für die nächsten Monate einen positiven Geschäftsverlauf. Mit Blick auf das Frühjahr und besseren Witterungsbedingungen rechnen 14 Prozent der Bauunternehmer mit ei- nem weiteren Anziehen der Geschäftstätigkeit, 79 Prozent haben konstant gute Erwartungen.

    60,0

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    1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018

    Index = 127 Prozent Langjähriger Durchschnitt =