INSIGHTS Oktober 2012

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Magazin des Standortmarketings der Region Zofingen

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  • zofingenregio marketingStadthaus KirchplatzKirchplatz 264800 Zofingen

    Telefon 062 745 71 11Telefax 062 745 71 74E-Mail [email protected]

    Caroline Wiederkehr (cw) Markus Mller (mm)

    zofingenregio marketing ist verantwortlich fr Wirt schaftsfrderung, Wohnstandort-Marke-ting und Tou rismus der Region Zofingen. Neben der Kom munika tion der zahlreichen Standortvorteile der Gegend untersttzt zo-fingenregio marketing potenziell ansiedlungs-willige Unternehmen bei den ersten Schritten in der Region, pflegt ansssige Firmen, initi-iert und koordiniert in verschiedenen Berei-chen des tglichen Lebens Projekte und wirkt als Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft, Raumentwicklung und Bevlkerung. Die Um-setzung der regionalen Idee wird von den Ge-meinden Aarburg, Bottenwil, Brittnau, Mur-gen thal, Oftringen, Pfaffnau, Rothrist, Safen - wil, Strengelbach, Uerkheim, Vordemwald, Wikon, Zofingen und dem Ver band Wirtschaft Region Zofingen WRZ untersttzt. Haben Sie eine Meldung ber ein erfolgreiches Ge schft zu machen? Sind Sie in einen neuen Markt eingetreten, haben Sie Arbeitspltze.

  • Nr. 14 / Oktober 2012

    Auf Erfolgskurs!

    Die Region Zofingen wchst. Menschen ziehen zu uns, um hier ihren Lebensmittelpunkt zu finden. Unternehmen siedeln sich bei uns an, um Werte zu generieren.

    In den vergangenen Jahren schrfte sich das Be-wusstsein, dass ohne Standortmarketing keine Standortfrderung erreicht werden kann. Die ge-leistete Arbeit trgt nun Frchte. Gearbeitet wur-de einerseits im Marketing des Regionalverbandes zofingenregio und andererseits in Verbnden und Gemeinderten. Alle mit dem Ziel, unsere Region bekannter zu machen und ein gesundes Wachstum zu generieren. Ein Wachstum, das man verdauen kann und so, dass die Lebensqualitt trotzdem nicht auf der Strecke bleibt.

    Ich finde, das wurde gut gemacht. Optimieren kann man immer. Wichtig erscheint mir, dass sich die Region nun nicht den Rang von weiteren Mitbewerbern ablaufen lsst. Weitere Agglomera-tionen haben erkannt, dass sie sich aktiver und attrak tiver vermarkten mssen. Wir drfen uns also nicht auf den Lorbeeren aus ruhen. Die re-gionale Wirtschaft hat unlngst ihre Bedrfnisse klar formuliert. Und die Gesellschaft hat sich in den letzten 10 Jahren auch stark verndert. Darauf muss reagiert werden, um auf Erfolgskurs zu bleiben. Ich bin berzeugt, dass dies unsere Region packt.

    Jrg Zbinden

    Jrg Zbinden ist Gemeindeamman in Vordemwald und seit August 2012 neu im Beirat von zofingenregio marketing

    Peter Gehler, Prsident des Verbandes Wirt-schaft Region Zofingen (WRZ) im Interview. 6

    Zum Break-fast eine Busi-ness-App

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    Mit dem Siegerprojekt eines stdtebaulichen Wettbewerbes beschreitet Oftringen neue Wege. 2 RIBAG einer der europaweit fhrenden Hersteller von inno-vativen, modularen Leuchten und Lichtsystemen. 4

  • Die Gemeinde Oftringen ist in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg stark gewachsen. Von einem lnd-lichen Dorf ist sie basierend auf der Einwohner-zahl stdtisch geworden. Mit dieser rasanten Ent-wicklung bei den Wohnquartieren und Arbeitsplt- zen konnte der lndliche Dorfkern nicht Schritt hal-ten. Im Gegenteil: eine eigentliche Dorfmitte hat sich durch die Ansiedlung von Einkaufszentren und die dezentrale Lage der Zentrumsfunktionen (Post, Gemeindehaus, usw.) gar nicht ergeben. Markus Ml ler, Geschftsfhrer von zofingenregio marke-ting und gebrtiger Oftringer erin nert sich: Ja, ich weiss noch genau wie wenig uns Jugendliche ins Zentrum zog. Etwas Spannendes gab es im Herzen von Oftringen nicht. Nun soll sich das ndern: Ein modernes Ortszentrum soll entstehen.

    Hohe Freiraumqualitt2009 beschloss der Gemeinderat, die Ausschreibung der Testplanung in Form eines Wettbewerbs durchzufhren. Es wurden drei interdisziplinr zusammen-gesetzte Teams eingeladen, ein stdtebauliches Konzept fr das Gebiet rund um das Strassenkreuz beim EO (Einkaufszentrum Oftringen) auszuarbeiten. Ziel-setzung: Im Ortszentrum sollen, ffentliche Nutzungen fr die eigene Bevlke-rung wie Post, Bank, Lden, Dienstleistungsbetrieb der Gemeinde, Kulturrume, in hohem Masse aber auch Bros, Dienstleistungen und attraktive Wohnungen Platz finden. Ein Zentrum mit Aufenthaltsqualitt und Quartiere mit hoher Wohn- und Lebensqualitt wrde angestrebt.

    Fr die Testplanung wurden vier Teilgebie te definiert, welche unterschiedliche Vor aussetzungen fr verschiedene Nutzungen aufweisen und sich ge genseitig ergnzen. Einen entscheidenden Impuls fr die Zentrumsentwick lung soll die geplante neue SBB Haltestelle bringen. Eine gute V-Erschliessung ist ein zen-traler Faktor in der Standortattraktivitt. Dies zeigt sich auch in Gesprchen mit interessierten Investoren, wie Gemeindeamman Julius Fischer betont. Ne-ben der Bahnhaltestelle ist auch ein neuer Busterminal geplant, wo die verschie-denen Buslinien miteinander verknpft werden.

    Von der Postkutschenhaltestelle zum innovativen ZentrumMit dem Siegerprojekt eines stdtebaulichen Wettbewerbes beschreitet die Gemeinde Oftringen neue Wege. Mehr als 100000 Quadratmeter Flche sollen im Rahmen die-ses visionren Entwicklungsschrittes zu einem urbanen Lebensraum mit hoher Wohn-, Lebens- und Arbeitsqualitt werden.

    2 INSIGHTS Nr. 14, Oktober 2012

    Uns ist der richtige Mix fr Oftringen wichtig. Wachstum darf nicht auf Kosten der Lebensqualitt und der Nach-haltigkeit gehen. Julius Fischer

  • INSIGHTS Nr. 14, Oktober 2012 3

    Siedlungsflche pro Einwoh-ner: Leitindikator fr die nachhaltige Raumentwicklung

    Die Ansprche an die kostbare Ressource Boden sind in den letzten Jahren permanent gestiegen. Mitte der neunziger Jah-re beanspruchte jede in der Schweiz lebende Person durch-schnittlich 397 m2 Boden. Je nach Region variiert dieser Wert stark. Die Bandbreite reicht von 131 bis 711 m2. Im Kanton Aar-gau sind es 416,7 m2. Der Bundesrat mchte den Pro-Kopf-Flchenverbrauch bei 400 m2 stabilisieren.Quelle: Bundesamt fr Statistik

    Mit Generationenwechsel zum Durchbruch

    Einen entscheidenden Fortschritt erreichte das Projekt aufgrund eines Ge-nerationenwechsels in der zweiten Projektphase. Wich tige Landabtausche konnten gettigt werden und so wurde der Weg zur Weiter entwicklung des Projektes geebnet. Die neue Generation denkt schon ganz anders und ist fr Vieles offen. Und: Die Flexibilitt der Grundeigentmer ist ein riesiger Vorteil, freut sich Julius Fischer. Bei den Grundeigentmern geniesst das Projekt eine hohe Akzeptanz. Auch Roland Hallwyler, Gebr. Hallwyler AG Rothrist bekrftigt: Es zeugt von Weitsicht, dass Oftringen mit der Ein-wohnerzahl einer Kleinstadt, die Zentrumsentwicklung nicht dem Zufall berlsst, sondern aktiv plant. Als Eigentmer des ehemaligen Eichhofde-pots streben wir eine hochwertige Nutzung an und untersttzen die Bestre-bungen von Oftringen bei der Planung der Zentrumsentwicklung.

    Attraktives SiegerprojektDas Ergebnis des Wettbewerbs sei vielversprechend, meint Dr. Rainer Frsch, Leiter Regionalplanung bei zofingenregio. Die Zentrumsplanung Oftringen fgt sich ausgezeichnet in die regionalen Planungskonzepte und Entwicklungsvorstellungen ein. Besonders hervor-zuheben ist dabei die gelungene Gestaltung der ffent-lichen Rume mit Pltzen und Verbindungsachsen, die zum Verweilen und Flanieren einladen sollen. Auch Hansueli Remund, von Planteam S AG, Sempach, wel-cher als Projektleiter fungierte, ist berzeugt: Das von den Architekten Hubacher & Haerle, Zrich, entwic-kel te Gesamtkonzept schafft die Voraussetzungen fr eine Zentrumsentwicklung, die den heutigen und knf-tigen Anforderungen an ein Gemeindezentrum gerecht wird: Sich treffen, gemtlich verweilen, einkaufen, aber auch Wohnen und Arbeiten all das ist hier mglich. Doch wo liegt denn nun die Besonderheit dieses Pro-jektes? Und wirkt es nicht beinahe etwas retorten-haft? Diese Bezeichnung lsst sich Bauverwalter Mar-kus Walder gar nicht gefallen. Im Gegenteil, fhrt er aus: Die sternfrmige Anordnung der Gebude und Pltze ist die natrliche Weiterentwicklung der bestehenden Begebenheiten und macht einen grossen Teil der Attrak-tivitt aus. (cw) www.zofingenregio.ch

    v.r.n.l.: Julius Fischer, Markus Walder und Rainer Frsch

  • 4 INSIGHTS Nr. 14, Oktober 2012

    Safenwil war einfach perfekt!Die Firma RIBAG in Safenwil gehrt zu den europaweit fhrenden Herstellern von inno-vativen, modularen Leuchten und Lichtsystemen. Soweit gebracht hat sie der richtige Riecher des Geschftsfhrers und das Vertrauen in Schweizer Qualittsarbeit.

    Kurz nach der Montage der letzten Fassadenteile ex-plodierte in der Nachbarschaft ein Gaslager. 300 Gas-flaschen flogen durch die Luft. Die Wucht der De to-nation zertrmmerte die vollstndig verglaste Sd seite des neuen Produktionsgebudes der RIBAG in Safen-wil. Ja, das war ein Riesen-Schock, betont CEO An-dreas Richner, der das Familienunternehmen bereits in der zweiten Generation fhrt. Die Erffnung musste um ein Jahr verschoben wer den. Dies liegt nun drei Jahre zurck und RIBAG ist wieder auf Kurs, freut sich An-dreas Richner.

    Trapez begrndete den ErfolgEs begann in einem schmucklosen Hobbykeller in Erlinsbach. Dort ent-wic kel te Heinrich Richner 1994 die Leuchte Trapez. Sie sollte sein Le-ben und auch das der Neonrhre verndern. Fasziniert von der schlichten Form der Leuchtstoff rhre verfolgte er ein Ziel: er wollte das in dus trielle Flackerlicht fr den modernen Wohnbereich und das gepflegte Objekt sa-lonfhig machen. Der Erfolg gab ihm Recht. Weitere innovative Produkte folgten nach. Bald lancierte RIBAG mindestens eine neue, ansprechende und funktional berzeugende Leuchte pro Jahr. Heute zhlt RIBAG 40 Mit-arbeitende am Standort in Safenwil. Der Hauptmarkt liegt in der Schweiz, doch das Exportvolumen nach Europa betrgt bereits satte 40%.

    Vom Profisportler zum CEO2010 bernahm Andreas Richner die Geschftsleitung von seinem Vater. Der gelernte Mbelschreiner durchlief n