Naturschutz in Entwicklungsländern Luxus oder überlebenswichtig?

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    05-Apr-2015
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Transcript of Naturschutz in Entwicklungsländern Luxus oder überlebenswichtig?

  • Folie 1
  • Naturschutz in Entwicklungslndern Luxus oder berlebenswichtig?
  • Folie 2
  • Herausforderung des 21. Jh. globale nachhaltige Entwicklung Konfrontation mit: -stark wachsender Weltbevlkerung -steigendem Verbrauch an natrlichen Ressourcen -Folgen des Klimawandels verstrkte und wirksamere Zusammenarbeit auf internationaler Ebene ist unumgnglich
  • Folie 3
  • Mehr Menschen abhngig von knapperen Ressourcen zu schlechterer Qualitt stark wachsende Bevlkerung, gerade auch wachsende Mittelschicht weitere Naturzerstrung zur kurzfristigen berlebenssicherung 40% der Bevlkerung werden 2050 in Gebieten leben, in denen Wasserknappheit herrscht starker Wettbewerb/ Konfliktpotential Grundwasserschwund: Bedrohung fr Landwirtschaft/ Wasserversorgung Wettbewerb um Landnutzung verschrft sich Phnomen des land grabbing vor allem Entwicklungslndern betroffen (schlechte Regierungsfhrung, schwache Institutionen und Korruption)
  • Folie 4
  • Menschen sind auf die biologische Vielfalt angewiesen (Natur als Schatzkammer der Erde) 80% der biologischen Vielfalt befindet sich in Entwicklungslndern sie stellt eine existentielle Lebensgrundlage dar kosysteme liefern wichtige Leistungen wie sauberes Wasser, stabiles Klima und Nahrung bei Unttigkeit reduziert sich die Biodiversitt bis 2050 um 10% die negativen Folgen sind enorm klimatische Vernderungen knnten bis Ende des Jahrhunderts zum wichtigsten Gefhrdungsfaktor fr Vielfalt werden Welt-BIP (ca. 18 Billionen USD) wird vom wirtschaftlichen Wert der kosystemleistungen weit bertroffen (Schtzungen bis 60 Billionen USD)
  • Folie 5
  • Auswirkungen des Klimawandels treffen die Entwicklungslnder als geringste Verursacher am strksten neben den kologischen auch betrchtliche soziale und wirtschaftliche Folgen ohne ehrgeizige Politikmanahmen werden sich die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 50% erhhen CO2-Aussto aus Energienutzung +70% Zwei-Grad-Ziel mit aktuellen Manahmen nicht erreichbar, Prognose bis 2050 3 bis 6 Grad Zwei Grad gefhrdet bereits 20-30% aller Arten weltweit
  • Folie 6
  • langfristige Ernhrungssicherung kann nur durch nachhaltige und naturvertrgliche Bewirtschaftung sichergestellt werden Armut kann nur bekmpft werden, wenn Manahmen zum nachhaltigen Naturschutz ergriffen werden Ressourcen mssen erhalten, effektiver genutzt und wiederhergestellt werden
  • Folie 7
  • kologische Fuabdruck hat sich seit 1961 verdoppelt ndert sich nichts, braucht die Menschheit schon 2030 die Kapazitten zweier Planeten soziale, konomische und kologische Sackgasse verheerende Folgen fr Weltklima und biologische Vielfalt das kologische Fundament wre irreversibel geschdigt gerade die rmsten Lnder sind berproportional von den Folgen betroffen Leistungen der kosysteme sind fr deren Bevlkerung die wichtigste Lebensgrundlage
  • Folie 8
  • Problematik der Waldzerstrung und deren Folgen groe Waldgebiete mssen weichen, um Flchen landwirtschaftlich nutzen zu knnen Abholzung bringt lediglich kurzfristige Gewinne nicht nachhaltige und zu intensive Nutzung Land wird unfruchtbar es kommt zu Desertifikationsprozessen in Afrika geht das verfgbare Ackerland bis 2025 im Vergleich zu 1990 um 2/3 zurck 40% der Bevlkerung in Afrika leben in sog. Trockengebieten (sehr hohe biologische Vielfalt) 70% sind von Wstenbildung und Bodenerosion betroffen thiopien: 30 t Boden pro ha im Jahr erodieren im Lake Tana werden keine Manahmen ergriffen, sind in zwei Generationen alle Tropenwlder verschwunden
  • Folie 9
  • Positives Beispiel: Brasilien Vorreiter bei der Bekmpfung der Entwaldung Entwaldung 2004: 27.772 qkm 2012: 4.656 qkm (historischer Tiefststand) bei einer kontinuierlichen Fortsetzung dieses Kurses knnte in den nchsten Jahren der Punkt erreicht sein, an dem die Aufforstungen die Entwaldung bertreffen
  • Folie 10
  • berfischung und Zerstrung der Korallenriffe Fischbestnde brechen aufgrund von berfischung in katastrophaler Weise zusammen das kosystem Meer ist dadurch stark bedroht Ernhrungssicherung gerade in Afrika gefhrdet laut Prognosen ist 2050 keine kommerzielle Fischerei mehr mglich Beispiel : die Menge an gefangenem Blauflossenthunfisch berstieg 2006 den empfohlenen Wert um das Vierfache heute ist er vom Aussterben bedroht
  • Folie 11
  • die extrem artenreichen Korallenriffe sind durch den Klimawandel stark gefhrdet 80% sind bis 2030 von schweren Langzeitschden betroffen gravierende kologische, soziale und wirtschaftliche Folgen
  • Folie 12
  • Lsungen/ Auswege Green Economy in Rio beschlossen, Green Jobs, u.a. Ende des Underpricings von Ressourcen, auch kotourismus, nachhaltige Landwirtschaft etc Themen mssen im Mainstream ankommen, CBD 11 Fortschritt Diskussion ber Wellbeing/ beyond GDP Sustainable Development Goals/ post 2015 MDGs Koalitionen der Vorreiter?
  • Folie 13
  • Wie kann Entwicklungszusammenarbeit untersttzen? Pilothaft Anstze identifizieren, verbreiten helfen Allein 500 Mio pro Jahr fr Biodiversitt/ Wald in EL 2012 1,8 Mrd fr Klimaschutz Grter Geber in der multilateralen Wald- / Klimaschutzinitiative FCPF