Orange Ocean Schiffsfonds insolvent: Totalverlust für Anleger von sechs Bulker-Fonds

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    25-Jun-2015
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Als einer der letzten Anbieter startete das Emissionshaus Orange Ocean im Jahr 2008 mit der Emission von Schiffsfonds, zu Beginn der sich abzeichnenden weltweiten Schifffahrtskrise. Allein sechs davon wurden im Jahr 2008 aufgelegt, ein weiterer im Jahr 2010. Mitte April 2014 eröffnete das Amtsgericht Hamburg die vorläufigen Insolvenzverfahren über die beiden 54.000-tdw-Bulker MS Marietta Bolten (Orange Ocean 01) und MS Lucia Bolten (Orange Ocean 02) und die vier 35.000-tdw-Bulker MS United Tristan da Cunha (Orange Ocean 04), MS United Tronador (Orange Ocean 05), MS United Tambora (Orange Ocean 06) und MS United Takawangha (Orange Ocean 07). Für die Anleger bedeutet dies aller Voraussicht nach den Totalverlust ihrer Einlage. Dass die Fondsgesellschaften die im Jahr 2008 aufgelegten Schiffe zu einer Zeit gekauft haben, in der sich die Kaufpreise für Bulker auf nie dagewesener Höhe befanden, stellte der Brancheninformationsdienst fondstelegramm bereits im Februar 2008 in der Analyse für den ersten Fonds MS Marietta Bolten (Orange Ocean 01) fest. Auch hinsichtlich des zwei Jahre später aufgelegten Fonds MS United Takawangha (Orange Ocean 07) kritisierte das fondstelegramm den hohen Kaufpreis. Letzterer war einer der Gründe, warum die in einen Markt mit fallenden Charterraten hinein aufgelegten Fonds scheitern mussten. Die betroffenen Anleger der insolventen Orange Ocean-Fonds stehen nun vor der Alternative, erlittene Verluste hinzunehmen oder bestehende Möglichkeit der Erlangung von Schadenersatz zu nutzen. Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht, bedürfen jedoch in jedem Einzelfall einer eingehenden Prüfung.

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  • 1. Orange Ocean Schiffsfonds insolvent Totalverlust fr Anleger von sechs Bulker-Fonds 22.04.2014 - Als einer der letzten Anbieter startete das Emissionshaus Orange Ocean im Jahr 2008 mit der Emission von Schiffsfonds, zu Beginn der sich abzeichnenden weltweiten Schifffahrtskrise. Allein sechs davon wurden im Jahr 2008 aufgelegt, ein weiterer im Jahr 2010. Mitte April 2014 erffnete das Amtsgericht Hamburg die vorlufigen Insolvenzverfahren ber die beiden 54.000-tdw-Bulker MS Marietta Bolten (Orange Ocean 01) und MS Lucia Bolten (Orange Ocean 02) und die vier 35.000-tdw-Bulker MS United Tristan da Cunha (Orange Ocean 04), MS United Tronador (Orange Ocean 05), MS United Tambora (Orange Ocean 06) und MS United Takawangha (Orange Ocean 07). Fr die Anleger bedeutet dies aller Voraussicht nach den Totalverlust ihrer Einlage. Dass die Fondsgesellschaften die im Jahr 2008 aufgelegten Schiffe zu einer Zeit gekauft haben, in der sich die Kaufpreise fr Bulker auf nie dagewesener Hhe befanden, stellte der Brancheninformationsdienst fondstelegramm bereits im Februar 2008 in der Analyse fr den ersten Fonds MS Marietta Bolten (Orange Ocean 01) fest. Auch hinsichtlich des zwei Jahre spter aufgelegten Fonds MS United Takawangha (Orange Ocean 07) kritisierte das fondstelegramm den hohen Kaufpreis. Letzterer war einer der Grnde, warum die in einen Markt mit fallenden Charterraten hinein aufgelegten Fonds scheitern mussten. Die betroffenen Anleger der insolventen Orange Ocean-Fonds stehen nun vor der Alternative, erlittene Verluste hinzunehmen oder bestehende Mglichkeit der Erlangung von Schadenersatz zu nutzen. Die Chancen hierfr stehen nicht schlecht, bedrfen jedoch in jedem Einzelfall einer eingehenden Prfung. Vllig unzureichende Aufklrung ber Risiken Aus Gesprchen mit zahlreichen Anlegern wissen wir, dass diese ber die Risiken, die sich in der gegenwrtigen Krise des Fonds verwirklicht haben, von ihren Beratern vor der Zeichnung des Fonds nicht informiert wurden. Geschlossene Fonds sind unternehmerische Beteiligungen die als solche das Risiko bergen, dass das eingesetzte Kapital zumindest zu einem Teil, wenn nicht sogar vollstndig (Totalverlust) verloren gehen kann. Die Risiken der Beteiligung htten daher einen wesentlichen Teil der Beratung bilden mssen. Doch die Beratungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an dem Containerschiff, mit denen wir uns fr unsere Mandanten bislang befasst haben weisen erhebliche Aufklrungspflichtverletzungen auf, von denen nachfolgend einige wenige genannt werden: Kein Hinweis auf Totalverlustrisiko: Ein Schiffsfonds ist eine unternehmerische Beteiligung. Als Mitunternehmer tragen die Fondsanleger unternehmerische Risiken, die bis hin zum

2. Totalverlust des investierten Kapitals gehen. Nur ein geringer Teil der uns bekannten Schiffsfondsanleger wurde ber diesen bedeutsamen Umstand informiert. Schiffsfondsbeteiligung als Altersvorsorge nicht geeignet: Zahlreiche Mandanten berichten uns, dass ihnen der Schiffsfonds als Altersvorsorge bzw. Anlage im Alter empfohlen wurde. Da eine Schiffsfondsbeteiligung eine unternehmerische Beteiligung mit hohen Verlustrisiken ist, ist sie als Altersvorsorge vllig ungeeignet. Der Bundesgerichtshof hat daher entschieden, dass Beteiligungen an geschlossenen Fonds nicht als Altersvorsorge empfohlen werden drfen. Kein Zweitmarkt fr gebrauchte Fondsbeteiligungen: Fr Anteile an geschlossene Fonds gibt es keinen geregelten Zweitmarkt. Eine Veruerung der Anteile ist daher in der Regel gar nicht oder nur mit erheblichen Preisabschlgen mglich. Hierber wurden die uns bekannten Anleger mehrheitlich nicht informiert. In einigen Fllen wurde vielmehr damit geworben, dass die Anteile jederzeit auf einem Zweitmarkt zu veruern seien. Hohe Weichkosten verschwiegen: Das von den Anlegern in die Orange Ocean Fonds investierte Geld ist nicht nur fr den Kauf der Fondsschiffe aufgewandt worden. Ein wesentlicher Anteil des von den Anlegern aufgebrachten Kommanditkapitals in nicht investive Verwendungen, also diverse Dienstleistungsvergtungen (einschlielich Vertriebskosten), Zwischenfinanzierungszinsen und Grndungskosten. Die Berater der Anleger, mit denen wir gesprochen haben, haben sie nicht ber die geplante Mittelverwendung und den Anteil der Weichkosten informiert. Kein Hinweis auf Hhe der Vertriebsaufwendungen: Die im Vertrieb ttigen Anlageberater wren verpflichtet gewesen, die Anleger darauf hinzuweisen, welcher Anteil der von ihnen investierten Gelder fr Vertriebskosten eingeplant ist, denn sie bersteigen auch bei diesem Fonds nach unseren Berechnungen 15% des Emissionskapitals und damit den Wert, ab dem der Bundesgerichtshof eine ausdrckliche Information des Anlegers durch den Berater vorschreibt. Risiko des Wiederauflebens der Anlegerhaftung verschwiegen: Als Kommanditist haften die Schiffsfondsanleger grundstzlich nur in Hhe ihrer Einlage. Ist diese geleistet, erlischt die Haftung fr Gesellschaftsverbindlichkeiten. Sie lebt jedoch wieder auf, wenn Ausschttungen gezahlt werden, bei denen es sich nicht um Bilanzgewinne der Gesellschaft handelt. Dies ist bei Schiffsfonds konzeptionsbedingt regelmig der Fall gewesen. Aus diesem Grund mssen Schiffsfondsanleger im Falle der Insolvenz der Fondsgesellschaft in der Regel die gesamten Ausschttungen an den Insolvenzverwalter zurckzahlen. Falschberatung und Prospektfehler begrnden Schadenersatzansprche der Anleger Die im Vertrieb des Fonds beteiligten Berater haben die Anleger mit denen wir bislang gesprochen haben ber die Risiken dieser hochspekulativen Schiffsfondsbeteiligung gar nicht oder nicht ausreichend informiert. Wir haben bei einer Analyse der Beratungen eine Vielzahl von Beratungsfehlern festgestellt. Daher sehen wir vielversprechende Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprchen gegen die Berater wegen der Verletzung von Pflichten aus den jeweils geschlossenen Beratungsvertrgen. Die Grndungsgesellschafter des Fonds haften ebenfalls auf Schadenersatz, da sie sich die Beratungsfehler der Anlageberater zurechnen lassen mssen und fr etwaige Prospektfehler haften. 3. Haben Sie Fragen zu Ihrer Fondsbeteiligung an einem Orange Ocean Fonds? Mchten Sie wissen, wie Ihre Chancen stehen, Schadenersatzansprche durchzusetzen? Rufen Sie uns an, wir wissen, wie Sie zu Ihrem Recht kommen! Nittel | Kanzlei fr Bank- und Kapitalmarktrecht Ihr Ansprechpartner Mathias Nittel, Fachanwalt fr Bank- und Kapitalmarktrecht info@nittel.co Berlin: Cicerostrae 21, 10709 Berlin Tel.: 030 - 95999280 | Fax: 030 - 95999279 Hamburg: Drpfeldstrae 6, 22609 Hamburg Tel.: 040 - 53799042 | Fax: 040 - 53799043 Heidelberg: Hans-Bckler-Strae 2 A, 69115 Heidelberg Tel.: 06221 - 915770 | Fax: 06221 - 9157729 Mnchen: Residenzstrae 25, 80333 Mnchen Tel.: 089 - 25549850 | Fax: 089 - 25549855 Leipzig: Rosa-Luxemburg-Strae 27 (Listhaus), 04103 Leipzig Tel.: 0341 - 21 8296 00 | Fax: 0341 - 21 8296 01 Artikellink: https://nittel.co/kanzlei/aktuell/orange-ocean-schiffsfonds-insolvent-totalverlust-fuer- anleger-von-sechs-bulker-fonds.html Mehr Informationen zu Nittel | Kanzlei fr Bank- und Kapitalmarktrecht finden Sie im Internet unter nittel.co , schiffsfonds-anleger.de und anwaltshaftung.de