Pfarrblatt Juli 2013

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Pfarrblatt Pfarrverband Schoppernau-Schröcken-Warth - 4. Ausgabe - Juli 2013

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PFARRBLATT Pfarrverband

Schoppernau – Schröcken – Warth

4. Ausgabe Juni 2013

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Liebe Pfarrgemeinden in Schoppernau, Schröcken und Warth!

Jeden ersten Freitag im Monat feiern wir den Herz-Jesu-Freitag. In Schoppernau wird dazu auch die ganztägige stille Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes gepflegt und auch die Kranken in unserem Pfarrverband werden an diesem Tag mit der hl. Kommunion von mir besucht. Im Monat Juni haben wir auch das Herz Jesu Fest gefeiert. Die Einführung dieses Festes geht zurück auf die kirchlich anerkannten Erscheinungen des Herzens Jesu an die heilige Margareta Maria Alacoque. Jesus ist dieser Schwester mit seinem von Liebe zu den Menschen geöffneten und von ihrer Undankbarkeit verwundeten Herzen erschienen. So sehr liebt Gott die Welt, dass er seinen eingeborenen Sohn für uns Menschen hingegeben hat bis zum Tod am Kreuz, bis zur Durchbohrung seines Heiligsten Herzens.

Wenn wir die Herz-Jesu-Freitage feiern, sollen wir diese Liebe des Herzens Jesu erwidern, so gut es uns möglich ist. Dieses von Liebe geöffnete Herz des Sohnes Gottes erfährt von den Menschen viel Undank und Lieblosigkeit. In vielem sind auch wir durch unsere Sünden daran beteiligt. So tun wir gut daran, voll Demut und Reue zu Jesus zu kommen und Abbitte zu leisten für unsere eigenen Sünden, aber auch für die Sünden der ganzen Welt. Dieser Geist der Buße und Sühne soll uns nicht niederdrücken, sondern froh machen, weil die Liebe Gottes, die uns dazu bewegt, uns für unser ganzes Leben Großes verheißt.

Die Gegenliebe, die wir dem Heiligsten Herzen Jesu erweisen, entspricht sehr gut auch der Botschaft von Fatima. Zur Fatimafeier werden wir auch jeden 13. des Monats ins Franziskanerkloster in Bezau eingeladen. Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria

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möchte die Menschen hinführen zum Heiligsten Herzen Jesu. Sie kennt und liebt dieses Herz wie kein anderer Mensch. An diesem Herzen sollen wir aus den Quellen der Gnade das Wasser des Lebens schöpfen und so gereinigt und geheiligt werden. Alle Gnadenströme kommen ja von diesem Herzen, das am Kreuz für uns Menschen von der Lanze durchbohrt worden ist. Blut und Wasser, die aus der geöffneten Seite Jesu geflossen sind, sind Zeichen für die Sakramente der Kirche, vor allem für die Heilige Eucharistie und die Taufe.

Wir sind eingeladen jeden ersten Freitag des Monats die Andacht zum Herzen Jesu wieder neu zu entdecken und neu lieben zu lernen - vielleicht ganz besonders in unseren Familien durch die Litanei zum Herzen Jesu. Jesus hat sein Herz aus Liebe zu uns Menschen geöffnet. Öffnen auch wir unser Herz Gott in Liebe, damit er uns mit seiner Liebe erfüllen kann. Dann können wir für die unzähligen Menschen, die uns in diesen Sommermonaten begegnen, in der Arbeit, im Urlaub, auf dem Vorsäß oder auf der Alpe, ein Segen sein. Dass uns allen das immer besser gelingt, dafür betet euer P. Johannes.

Ich wünsche Euch allen eine gesegenete Sommerzeit und erholsame Tage im Urlaub; Fruchtbarkeit, Kraft und Gesundheit in der Arbeit auf den Alpen sowie Gottes Segen in den Begegnungen mit unseren Gästen!

P. Johannes Kolasa

Spenden fürs Pfarrblatt

Herzlichen Dank für die eingegangenen Spenden aller 3 Gemeinden für unser Pfarrblatt.

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PressemitteilungHospiz Vorarlberg - Wegbegleiter am Ende des Lebens

Hospiz Vorarlberg startet im Herbst mit neuer Ausbildung für ehrenamtliche MitarbeiterInnen.

„Ich habe ein erfülltes Leben und möchte auch etwas für jene Menschen tun, denen es nicht so gut geht.“ So und so ähnlich lauten die Rückmeldungen, die Hospiz Vorarlberg von ihren freiwilligen MitarbeiterInnen immer wieder erhält.

In allen Regionen des Landes sind über 200 Frauen und Männer freiwillig tätig. Über 26.000 Stunden standen sie im vergangenen Jahr im Einsatz. Die Arbeit, die die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen bei Hospiz Vorarlberg übernehmen, ist keine einfache, aber eine herausfordernde und für alle Seiten bereichernde: Sie beraten und begleiten Menschen mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung sowie deren Angehörige und sind stets darum bemüht, dem „Sterben Normalität zu geben.“ Dafür werden die HospizbegleiterInnen in einem Befähigungskurs qualifiziert und geschult.

Im ganzen Land sind Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich für die Begleitung von schwerkranken, sterbenden und trauernden Menschen einsetzen möchten, willkommen. Im Herbst dieses Jahres startet ein neuer Befähigungskurs.

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Infos: www.caritas-vorarlberg.at

Hospiz Vorarlberg, Maria-Mutter-Weg 2, 6800 Feldkirch,

T: 05522/200-1100 E: [email protected]

ERFÜLLT SEIST DU VON GOTTES GEIST!

So sei dem Schöpfer Preis und Dank – für alle Zeit, ein Leben lang.

Den Dank für Hilfe in der Not – den Dank für unser täglich Brot.

Ob Freude, Trauer, Not und Pein – er wird dein Begleiter sein.

Er lasse dich in Demut sehn – die ganze Schöpfung – die so schön.

Erfüllt seist du in Gottes Geist – der dich im Guten unterweist.

Er möge bewahren immer dich – vor allem Schaden gnädiglich.

Und darfst du staunend einmal schaun – die Herrlichkeit in Himmelsau’n.

Sein heilig göttlich Angesicht – das ist der Gnade helles Licht.

Gertrud Spiegel

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Schoppernau

Erstkommunion

Das Thema der heurigen Erstkommunion lautete:

Die Kinder starteten mit den Tischrunden bereits Ende Februar. Sie waren in 2 Gruppen eingeteilt:

1. Daniel Felder, Gräsalp, Sandro Geiger, Riese, Elias Kohler, Gräsalp, Julia Kohler, Gräsalp, Jodok Oberhauser, Gräsalp und Alina Ritter, Riese;

2. Paul Feurstein, Halde, Victoria Feurstein, Halde, Amrei-Franziska Kasper, Hinterm Stein, David Moosbrugger, Halde, Judith Moosbrugger, Hinterm Stein, Nadine Moosbrugger, Oberdorf;

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Am Weißen Sonntag, den 7. April 2013 durften 6 Mädchen und 6 Buben das 1. Mal die heilige Kommunion empfangen.

Wir bedanken uns bei allen, die mitgeholfen haben, dass dieser Tag, trotz kalten Wetters, für die Kinder unvergesslich geworden ist.

Am Tag danach trafen sich alle Erstkommunikanten mit einem Elternteil zum Frühstück im Pfarrheim. Anschließend besuchten wir, wie bereits zur Tradition geworden, die Lebenshilfein Bezau. Wir bekamen eine Führung durchs ganze Haus und überreichten ihnen das gesammelte Geld der Erstkommunikanten-Familien.

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Neuer Pfarrkirchenrat

Am Patrozinium, am 1. Mai wurde in Schoppernau der neue PKR angelobt. Nach der hl. Messe bat Pater Johannes die neuen Kirchenräte zu sich in den Altarraum. Er stellte diese vor und ließ sie vor der Kirchengemeinde die Angelobungsworte sprechen.

Weiters holte er die scheidenden Pfarrkirchenratsmitglieder zu sich und bedankte sich bei Ihnen für die geleistete Arbeit im Namen der Pfarrgemeinde. Als Zeichen der Anerkennung für Ihre Arbeit zum Wohle der Pfarrkirche überreichte er Ihnen eine nicht für jeden erhältliche Flasche Messwein und lud sie zu einem gemeinsamen Mittagstisch ein.

Zu den Aufgaben des Kirchenrates gehören die Verwaltung des kirchlichen Vermögens und der Erhalt der kirchlichen Einrichtungen.

Nach besten Wissen und Gewissen werden diese Aufgaben nun übernehmen:

Oberhauser Stefan, Mitteldorf Stellvertretender Vorsitzender Pfefferkorn Angelina, Hinterm Stein BuchführungMoosbrugger Bernhard, Siedlung Schriftführer Weissenbach Markus, Gräsalp

Scheidende Kirchenräte sind:

Moosbrugger Kaspar, Holderstauden Moosbrugger Anton, Unterdorf Beer Dietmar, Eggele

Hier noch einmal ein Dankeschön für Euren Einsatz.

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Bittprozession der Volksschule

Da die Ferienwoche im Frühling immer in die Zeit der Bitttage fällt, ist es uns ein großes Anliegen, die kleinen Bittgänge besonders bei den Kindern beizubehalten und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Aus diesem Grund hatten wir in den letzten Jahren einen Bittgang auf die letzte Schülermesse vor den Maiferien verlegt.

In diesem Jahr hat sich die Volksschule Schoppernau zusammen mit Pater Johannes eine eigene kleine Prozession mit den Kindern überlegt und im Religionsunterricht vorbereitet. Bei wunderbarem Frühlingswetter sind dann am 16. Mai alle Volksschüler zusammen mit Lehrerinnen und Pater Johannes, Ministranten, Vortragskreuz und Weihrauch von der Schule nach Gräsalp gewandert. Bei 4 Stationen wurden von den Kindern Fürbitten vorgetragen, zusammen gebetet und gesungen. Nach dem Segen vor der Gräsalper Kapelle durften die Schüler wieder den Heimweg antreten.

Es war eine sehr schön gestaltete Prozession, die bestimmt auch bei den Kindern einen Eindruck hinterlassen hat. Vielleicht ist dies auch mit nächstem Jahr wieder möglich, und es wäre schön, wenn die Pfarrgemeinde, besonders auch Eltern, die Schüler auf dem Weg begleiten würden.

Monika Greber

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Pfarrkreisausflug

Das Pfarrkreisteam, mit Pater Johannes, lud Ende Mai zum Frühlingsausflug ein. Zahlreiche Senioren folgten der Einladung und die Fahrt ging übers Bödele nach Dornbirn. Am Oberfallenberg machten wir Halt und besuchten die Kapelle, die der heiligen Ottilie geweiht ist. Die heilige Ottilie ist die Patronin der Blinden. Sie selbst war von Geburt an blind und wurde durch ein Wunder mit 12 Jahren sehend. In einer Maiandacht war Zeit um inne zu halten und im Gebet für viel Gutes zu danken. Ein Lobpreis für Gottes Schöpfung, für die Wunder der Natur und den Frieden in unserer Heimat.

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Leider war der Regen unser ständiger Begleiter und so konnten wir den besonderen Ausblick nicht genießen. Die Fahrt ging weiter ins Tal, zum Möcklebauer im Dornbirner Ried, wo wir von Hildegard und Armin Schwendinger aufs herzlichste empfangen wurden. Im warmen, urig ausgebauten Stadel wurden wir mit allerhand Köstlichkeiten aus der Küche verwöhnt. Der Bauer erzählte uns viel Interessantes über seinen Hof und die Arbeit als Land- und Gastwirt, die er mit seiner Familie bewältigt. Mit frohem Gesang verbrachten wir einen gemütlichen Nachmittag.

Unser Chauffeur Peter, von Felder Reisen fuhr uns wieder sicher nach Schoppernau. Bei einem köstlich zubereiteten Abendessen im Hotel Krone ließen wir den schönen Ausflug ausklingen.

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An dieser Stelle noch ein herzliches Danke der Gemeinde für die Übernahme der Fahrkosten. Wir danken allen Mitfahrenden herzlich für die Teilnahme und Pater Johannes für die geistliche Begleitung.

Wir wünschen allen Senioren einen sonnigen Sommer, viel Freude und Gesundheit – das Pfarrkreisteam.

Gertrud Spiegel

Lange Nacht der Kirchen

Die Pfarre Schoppernau beteiligte sich an der Österreichweiten Aktion „Lange Nacht der Kirchen“.

Trotz nass-kaltem Wetter kamen sehr viele Kinder zum 1. Programmpunkt dieser Nacht: “Wie unsere Kirche auf den Felsen kam?“ Bei einem kleinen Rundgang durchs Dorf erzählte Ingrid Manser in spannender Weise die Geschichte unserer Kirche, und über die Geschehnisse, als die Dorfbewohner den Wildbächen noch schutzlos ausgeliefert waren.

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„30 Jahre und kein bisschen verstaubt“ Klaudia Moosbrugger informierte in der 2. Programmstunde, die interessierten Besucher über die Geschichte der Orgel und erzählte wissenswertes über die Malereien und Statuen sowie die Bauetappen unserer Kirche. Magdalena Feurstein, Bärbel Jochum und Markus Moosbrugger brachten in gekonnter Weise unsere Orgel zum Klingen. Es war eine Stunde zum Genießen und zur Ruhe kommen.

Musikalisch mit etwas anderen Klängen ging es beim Clubbing weiter. Jugendliche und auch jung gebliebene konnten in einer besonderen Umgebung und Atmosphäre „ihre“ Musik hören und sich miteinander unterhalten.

Den Abschluss dieser Veranstaltung bildete die Stunde „Nachtgebet für Nachtschwärmer“. Nach dem Rollenspiel „Zwiegespräch mit Gott“ war nochmals Zeit zum stillen Gebet bevor Pater Johannes mit dem Segen, das Programm dieser Nacht abschloss.

Allen Besuchern ein Dankeschön fürs Kommen, sowie allen Helfern die zum Gelingen dieser Nacht beigetragen haben, ein herzliches Vergelt´s Gott!

Michaela Felder

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Kreuzeinweihung des neu renovierten Kreuzes an der Bundesstraße

Ihr wisst weder den Tag noch die Stunde

sprach oft von der Kanzel ich klar.

Nun gibt mein Tod Euch hier Kunde

wie Jesu Worte so wahr.

(Wort v. Pfarrer Elsensohn)

Wer auf der Bundesstraße Richtung Schröcken fährt, dem muss auffallen, dass das Elsensohn-Kreuz neu renoviert wurde. An dieser Stelle steht schon seit 1935 ein Kreuz an den Erinnerungstod des Schoppernauer Pfarrers August Elsensohn, der nur 11 Monate bei uns Pfarrer war. Freunde aus Egg – er war dort vorher Kaplan – luden ihn zu einer Autofahrt nach Schröcken ein. Der Lenker des Autos war noch sehr jung, er war überfordert und der Sache nicht gewachsen. Der Freund saß mit dem Pfarrer hinten, und das Auto landete mit 4 Personen in der Ach. Der Pfarrer war gleich

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tot, und die anderen wurden zum Teil schwer und leicht verletzt. Der damalige Hirschenwirt (Großvater von Georg), führte ihn mit Pferd und Wagen in den Pfarrhof. Er wurde im Messgewand in der Stube aufgebahrt, wo die Leute sich von ihm verabschieden konnten. Der Pfarrer stammte aus Götzis und war 41 Jahre alt. Es wurde damals von ihm geschrieben, er war ein großer Freund der Kinder, Förderer aller guten Werke, ein gütiger, überaus seeleneifriger Priester, der überall die Herzen für Gott und seine Kirche gewann.

Die vielen, die am Kreuz vorbeifahren, denen möge ein guter Gedanke aufkommen, mit der Bitte an Gott und um seinen Schutz, sicher ans Ziel zu kommen.

Kürzlich wurde es im Zuge der Hangsanierung an der Straße von den Straßenarbeitern weggelegt. Georg Moosbrugger (Krone) holte das Kreuz und ließ es bei der Firma Fetz in Alberschwende erneuern. An dieser Stelle sei ihm ein ganz großes „Vergelt’s Gott“ gesagt und auch denen, die die Sanierung mitfinanziert haben. Auch schmückt er schon viele Jahre das Kreuz mit Blumen, das gibt dem Kreuz Leben. Es zeigt auch, dass Pfarrer Elsensohn nach so vielen Jahren nicht vergessen ist. Er ist sicher für uns Fürsprecher, wenn wir ihn darum bitten.

Am 16. Juni 2013 nachmittags um 13 Uhr wurde es von unserem Pfarrer P. Johannes feierlich eingeweiht. Es nahmen nicht wenige daran teil. Dietmar Beer, Sohn Michael und Markus Moosbrugger trugen durch ihr Instrumentenspiel zur besinnlichen Feier bei. Nachkommen von Pfarrer Elsensohn aus Götzis, aus der Heimat des Pfarrers, sind zu dieser Feier angereist und waren tief beeindruckt, dass ihr Onkel und Großonkel in Schoppernau nicht vergessen ist!

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Germana Nigsch

Für ein paar Hände ist es viel zu tun. Aber viele Hände schaffen es ohne große Mühen.

In diesem Sinne suchen wir Personen, die bereit sind, etwas für die Gemeinschaft beizutragen. Unser Kirchenvorplatz ist einer der schönsten Plätze im Dorf und lädt auch zum verweilen ein. Um die Aussicht, die Ruhe oder den Ort für ein Gespräch auch genießen zu können, braucht es Hände, die den Kirchplatz für uns und auch unsere Gäste und Besucher in einem gepflegten Zustand halten.

In den Sommermonaten (Mai- Oktober) wären die Dienste monatlich und in den Wintermonaten (Nov. - April) wöchentlich (Montag bis Sonntag).

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Heinzelmännchen oder stille Helfer können sich im Kalender in der Kirche (Schriftenstand) eintragen oder bei Weissenbach Markus melden.

Aufstellung der Tätigkeiten:

Schneeschaufeln im Winter:

Wo?: Die Stufen der Kirchentreppen am Haupt- und Nebeneingang schneefrei machen; ca. einen halben Meter vor die unterste Stufe .

Zugang zum Pfarrhof über Leichenkapelle einen Fußweg- Breit freimachen. Bei viel Schnee wird gefräst.

Wohin Schnee?: Den Schnee nur auf den Platz zur Linde oder vor den Anschlagkasten geben. Platz wird mit Traktor geräumt. (Gemeinde od. Moosbrugger Anton)

Wann?: Nach Bedarf (je nach Schneefall). Vor Gottesdiensten sollten die Stiegen begehbar sein. Am Morgen (Rorate,…) muss die Stiege nicht komplett frei sein.

Wo sind Schaufel, Schieber, Salz od. Splitt?: Schaufeln und Salz sind im Vorzeichen neben Pendeltüre. Schieber (Schneehexe) bei der Leichenkapelle od. im Vorzeichen. Splitt ist in der Kiste (oranger Deckel) vor der Kirche.

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Kirchplatz im Frühling, Sommer und Herbst:

Was ist zu tun?:Den Kirchplatz in einem sauberen Zustand halten. Frei von Müll, Laub und anderen Dingen halten. Brunnen von Verschmutzung reinigen und für Ablauf des Wassers sorgen. (Trinkwasser)

Wann sollte man es tun?:Je nach Bedarf . Im Frühling, Sommer und Herbst die abgefallenen Blüten, Äste und Blätter zusammen kehren und entsorgen.

2 x im Monat sollte reichen, wenn nötig öfters. (Frauen der Kirchenreinigung danken es dir)

Wohin mit Müll und Laub?:Am hinteren Friedhofseingang ist ein Müllcontainer für Müll und Laub. Bei größerer Menge Laub, in einen Sack geben oder einen Haufen machen, die Gemeinde (Info an Kohler Anton ) entsorgt es dann zur Grünmüllstelle.

Wo finde ich Gerätschaft?: Straßenbesen, Schaufel, Laubsack und Laubrechen sollten im Vorzeichen hinter der Pendeltüre sein. Eine Kehrmaschine ist in der Leichenhalle und kann ebenfalls verwendet werden.

Mache den Dienst als wäre er für dich,

aber mache ihn nicht für dich,

sondern für deinen Nächsten,

der Herrgott wird`s dir vergelten!

Markus Weissenbach

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Neue Führung im

Bei der Jahreshauptversammlung am 13.6.2013 standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Nach 9 Jahren Obmann des Krankenpflegevereins gab Jodok Moosbrugger das Amt zurück.

Dipl.-Bw. Wilfried Erath wurde zum neuen Obmann gewählt.

Obmann-Stellvertreterin ist Gertrud Fetz, Schriftführerin ist Marianne Beer, Halde.

Neu als Beirätin gewählt wurde Petra Bertsch, Gräsalp.

Germana Nigsch

Ministrantenausflug „Waldseilgarten Damüls“

Als Dankeschön für ihren Dienst luden wir alle Ministranten am 21. Juni 2013 zum heurigen Ministrantenausflug ein. Wir sammelten uns vor der Volksschule Schoppernau und fuhren anschließend in Fahrgemeinschaften in den Waldseilgarten Damüls, welcher extra für uns öffnete. Dort angekommen wurden wir anfangs von den Parkbetreuern Bernd und Alexander mit einer Sicherheitsausrüstung, bestehend aus Klettergurt und Helm ausgestattet und anschließend ausführlich eingeschult. Nun konnten die 44 Ministranten ihren Mut beweisen. Sie konnten bis zu fünf Parcours in diversen Höhen und Schwierigkeitsgraden durchklettern. Im natürlich gewachsenen Wald

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waren in einer Höhe von 2 bis 10 Metern Stahlseile gespannt, an welchen sich die Kinder sichern konnten. Die Brücken zwischen den Bäumen waren verschieden gebaut, mal balancierten die Ministranten über schwankende Bretter oder stiegen durch Seilschlaufen, mal überquerten sie schmale Balken oder sausten an einer Seilrutsche durch den Wald. Sollten sie einmal nicht mehr weiterkommen, standen ihnen Bernd und Alexander mit Rat, Tat und Hilfe zur Seite. Jeder Ministrant konnte so hoch hinaus wie er wollte bzw. konnte jederzeit abbrechen. Nach 2 ½ Stunden Klettern wagten sich diejenigen, die durften (mindestens 35 kg) auf die Flying-Fox-Bahn. Dort sausten sie über ein 200m langes Stahlseil in einer Höhe von bis zu 40m zu Tal. Die Kleineren vergnügten sich währenddessen auf dem Fußballplatz, Spielplatz usw. Nach getaner Arbeit bekamen die Mädchen und Buben zur Stärkung Getränke, Leberkäsesemmeln und verschiedene Kuchen. Müde und mit vollen Bäuchen traten wir unsere Rückkehr an und trafen um 19:30 Uhr wieder in Schoppernau ein.

Das neue Ministranten-Team hat sich im März 2013 gegründet, hat bisher Proben abgehalten und diesen Ministrantenausflug organisiert. Nach der Sommerpause möchten wir ab Herbst 2013 monatlich Ministrantenstunden durchführen.

Edith Beer (Halde), Gabi Muxel, Claudia Moosbrugger, Elisabeth Moosbrugger und Franz Greber mit Pfr. Pater Johannes

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Ein Blick in die Vergangenheit mit unserer Dorfchronistin:

Das Jahr 2013 zeigt sich uns bisher als recht kühles und nasses Jahr. Die Sonne war noch kein sehr beständiger Gast. Es gab aber schon seit Beginn der Besiedelungsgeschichte immer wieder ganz besondere Wetterphänomene. So habe ich im Buch „Unsere Heimat Au“ sehr interessantes zum Thema Klima und Wetter gefunden. Vorarlberg hat ein feuchtes Klima. Über den Bodensee herein kommen feuchte Winde frei ins Land. An Pfänder und Bödele müssen sie erstmals aufsteigen, wobei sie sich abkühlen und sie regnen oder schneien lassen. Bei jedem weiteren Aufsteigen zu uns herein regnet und schneit es aufs Neue. Im Gebiet der Kalkberge beiderseits der „ Stiogla“ fallen 2000mm Niederschlag, weiter talein aber nur 1500 mm. Die Beckenlandschaften von Bezau bis Schoppernau fallen auf einer Wetterkarte auf wie Inseln in der sonst niederschlagsreicheren Umwelt. Wettermauern sind Kanisfluh und Mittagsfluh. Der meiste Niederschlag fällt Ende Juni und Anfang Juli. Kalkige und anders poröse Böden schlucken viel, auf tonigen Unterlagen aber rinnt viel Wasser schnell wieder ab und schwemmt viel Erdreich fort. Das zeigen die schwarzbraune Ache und die Wildbäche nach Gewittern. Kluge Alte behaupten sogar, dass die Hochwassergefahr „bo üborgätom Mau„ größer sei. Das ist glaubwürdig, denn wenn der Mond bei hohem Stand am Himmel auf dem Meer die Flut heben kann, vermag er auch Regenwasser am Versickern zu hindern. Im Kampf mit den feuchten atlantischen Winden steht das trockene Finnlandhoch, das klares Winterwetter bringt. Westwindeinbrüche hingegen überraschen mit wärmeren Schneetagen und Schneematsch, als taue schon der Frühling. Westeinflüsse verzögern die Sonnenscheintemperatur, so dass der Frühling oft lange noch kühl bleibt und der Herbst noch lange warm. Blitzschnell kann ein Unwetter über die Kanisfluh hereinbrechen. Hagelschlag kann die Heuleute überfallen. Noch ist der halbe Himmel blau, und schon rauscht es von „Oona“ herab und durch den Forst herein. Die vielen

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und plötzlichen Regenfälle haben die Wälder zu bienenfleißigen Heuern erzogen. Man kämpfte mit dem Wetter um jede Hand voll Heu. Man aß und trank zur Heuzeit nur mit dem Blick zum Himmel und man schlief nur mit dem Ohr am Wind.

Was es in den letzten 300 Jahren alles gegeben hat:Anno 1675 schneite es im Sommer jede Woche. Um Michele ( 29. September) waren erst die Kirschen reif. Im Winter 1686 trieb man am 3. März Schlachtvieh über die Starzel. Am 18. Jänner 1733 holte man Kühe aus dem Lechtal, im nächsten Jahr war das Vieh schon zu Ostern auf den Weiden. Am 13.Jänner 1758 weideten Zeige und Schafe auf den Alpen. Anno 1834 blühte im September ein Apfelbaum zum zweiten Mal. Es kann auch das Wetter spinnen, denn am 12. November 1854 rauschte unter einem Donnerwetter Hagelschlag und Schneegestöber durcheinander. Im Jahr 1862 blühten im Oktober nochmals die Alpenrosen, und Erdbeeren guckten aus grünem Laub.

Hier eine Aufnahme von Schnepfau Richtung Au nach dem Hochwasser Juni 1910

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Auf die Überschwemmung von 1910 folgte die Dürre von 1911, wo man Gott um Regen anflehte. Auch nach dem letzten Krieg hat man mit Frischgemähtem bald schon nach Mittag vor dem Verdorren auf die Tenne flüchten müssen. Da gab es auch einmal einen Sommer, wo das Heu verfaulte, ehe es beschienen wurde. Anno 1948 blökten die Schafe auf den Alpen vier Wochen lang in tiefem Schnee und fraßen alle Stauden kahl. Im Jahre 1970 trieb man bald nach dem Alpauftrieb wegen Schneefall wieder ab und trieb dann wieder auf und erlebte einen schönen, grasreichen Nachsommer. Im Oktober aber streifte der Schneepflug durch die Dörfer. Der Schneesturm schlug nachts die Läden zu und es donnerte bei winterlicher Landschaft.

Auch in unsere Gemeinde kam es immer wieder zu Bedrohungen durch die Wildbäche:

Schranne 1609 die Kapelle zerstört - bis Fensterhöhe eingemurt. Um 1640 in Niederau nur mehr 6 Häuser "Bei Mannsgedenken Seynd 5 Häuser hinweg gek." 1708 - 17. Juli: Nur Wasser ohne Geröll - alles 1 See; 1720 - 6. August: Mit Schutt, Lehm und Gehölz 2 - 8 Schuh hoch (1 Schuh = 30 cm) schwere Schäden in Niederau u. Unterdorf angerichtet; 17.208 Gulden (1 Kuh ca. 50 Gulden) Schrecksbach 1724 - 14. Juli: "Das halbe Bannholz weitergerissen und die neue Bündt darfür" 1726 - September: Durch das Gschwend bis zum Reuthebach; "Ein Jammer und Schrecken war anzusehen, viel Leut in großer Armut kommen... Wiederum Wuhrbau von Egelein gegen Bauholz u. Eünschellin - größer und stärker" 1728 - 30. Juni: "Mit aller Gewalt den vorgemachten Wuhr wieder zerrissen durch das Gschwend bis zum größten Stein, die Güter mit großen Steinhaufen überzogen; für Wühren und Räumen auf den Rindsrechtsweiden (40 ar) im Feld 50 Tagwerk aufgegangen. Nachbarhilfe von Au nötig;

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Schranne 1746 Juni: Nachts mit ganzer Gewalt ausgebrochen - viel Steine mitgebracht zum Unterdorf und Feld; Schrecksbach 1748 Juni: Auch nachts ausgebrochen; großer Wuhrschaden (Unkosten 1 Rindsrecht 16 Tagwerk, 1 Tagwerk 15 Kr., 1 kg Butter (ca. 45 Kr.) - Leute von anderen Dörfern zur Hilfe nötig gewesen; Schranne 1766: Bei heiterem Wetter, 4 Schuh hoch Lehm und Stein (120 cm) Schrecksbach 1790 - Wald niedergerissen, Häuser im Gschwend eingemurt (Bp. 121, 120) bis an die Fenster; die Häuser wurden gehoben und neu untermauert. Dürrebach 1851 - August: Ausbruch gegen Gruben in Au Schranne 1851 - 7. August: 8 1/4 Uhr abends Wolkenbruch von der Künzel her; Mure von Breitenalp in den Schrannenbach; Stauung und Durchbruch ins Unterdorf, große Steine und Holz bis HNr. 14; Dauer ca. 7 Minuten; dann wieder selbst in sein altes Bett zurück; große Schäden an Häusern und Gütern; 3000 Gulden. Schrecksbach 1926 - 2. August: Wolkenbruch; Überschwemmung über das Gschwend und das Feld bis zum Gasthof Krone. Schranne 1926 - 2. August: Ausbruch in das Unterdorf, bei der "Krone" mit Schrecksbach vereinigt. Bregenzerache 1910 große Überschwemmung; Dürrebach 1987 - 15. Juli: Großer Ausbruch nach einem heftigen Hagelwetter am Nachmittag. Große Schäden an Wiesen und Würen, in Gräsalp und Wieden bis zum Campingplatz; Schrecksbach 1991 - 23. Dezember: ca. um 4 Uhr früh hat es die

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Schrecksbachbrücke weggerissen und ca. 500 Meter weiter unten in der Bregenzerache liegen gelassen. Durch aufgestautes Wasser von einer Lawine von der Nordseite der Üntsche und einem plötzlichen Ausbruch entstand großer Schaden an Wald und Fluren in der Nähe des Schrecksbaches und der Bregenzerache. Menschen kamen keine zu Schaden. Ohne die enormen Verbauungsarbeiten der Wildbach- und Lawinenverbauung wäre der Schrecksbach ins Gschwend durchgebrochen.

Gerne lade ich alle Interessierten ein mich in der Bücherei zum „Treffpunkt Dorfgeschichte“ zu besuchen. Jeweils an einem Montag im Monat von 16:00 bis 18:00 Uhr, bin ich für Anliegen Fragen zu alten Dokumenten, Fotografien und Sonstigem für Euch da. Die nächsten Termine sind am Montag 22. Juli und Montag 19. August.

Nun wünsche ich uns Allen einen schönen ausgewogenen Sommer, ohne Hochwasser oder andere Wetterkapriolen.

Ingrid Manser - Dorfchronistin

Liebe PfarrblattleserInnen!

Gedacht sind diese paar Zeilen eher für diejenigen, die mich nicht kennen. Weil ich im Juli in Schoppernau bei meiner Mutter Germana Nigsch und meinen Geschwistern wieder Heimaturlaub mache, wurde ich gebeten, mich im Pfarrblatt kurz vorzustellen.

Bischof Walter Heras (li), Pater Georg Nigsch (re)

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Ich bin Pater Georg Nigsch, Schoppernauer, und seit 22 Jahren als Missionar und Priester in Ecuador tätig. Nachdem ich im Mai 1983 mit noch drei in Dornbirn zum Priester geweiht wurde, war ich zuerst 6 Jahre Kaplan in Dornbirn St. Martin. Anschließend kam ich als Kaplan für 2 Jahre in die Pfarre St. Gebhard in Bregenz. Auf Einladung von Pater Richard Flatz und dem damaligen Bischof Cartagena in Ecuador habe ich mich entschieden, nach Ecuador zu gehen.

Eine ganz neue Welt wartete auf mich: neue Sprache, anderes Klima, ganz verschiedene indianische Kulturen und Denkweisen, andere religiöse Glaubensformen, aber dennoch innerhalb der katholischen Kirche. Ich wurde Pfarrer von einem Gebiet mit über 10 Dörfern, der Bischof vertraute mir auch das Bildungshaus der Diözese bzw. des Vikariates an.

Die engsten Mitarbeiterinnen waren von Anfang an kolumbianische und ecuadorianische Missionsschwestern. Ich sah mich sehr bald gezwungen, ganz fest die Laien in die pastorale Arbeit einzuladen und einzubinden. Als ich ankam, gab es neben den 4 Schwestern nur 3 Katechisten, d.h. ReligionslehrerInnen, die die Kinder auf die Sakramente vorbereiteten. Jetzt habe ich über 70 KatechistenInnen.

Ich lernte die materielle Armut kennen. Es gab kaum Autos im ganzen Tal, die Leute wohnten und wohnen in ärmlichen Hütten oder kleinen Häuslein, oft baten sie mich um Hilfe, wenn sie krank waren.

Ich lernte aber auch die Fröhlichkeit der Leute kennen. Trotz Armut hatten und haben sie eine große Durchhaltekraft, Geduld und vor allem ein großes Gemeinschaftsgefühl. Es gab keine Versicherungen, einer half dem anderen.

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So lernte ich die Leute schätzen und lieben und ich hatte täglich Kontakt mit vielen: in den Gottesdiensten, bei Besuchen, in Kursen, und im täglichen Leben. Ihr großes Gottvertrauen war für mich immer ein Vorbild und ich konnte von den Leuten selber viel lernen. Es war und ist immer ein Geben und Empfangen.

Nach 10 Jahren bauten wir mit Hilfe der Missionswerke in St. Kolumban in Bregenz eine kleine Klinik, wo täglich freiwillige Allgemeinmediziner, Zahnärzte und Zahntechniker von der ganzen Welt arbeiten.

Es ist mir ein großes Anliegen, mit den Leuten den Glauben an den dreieinigen Gott zu teilen, aber immer unter großer Achtung ihrer kulturellen Eigenheiten. Wir helfen uns gegenseitig. Ich helfe ihnen im Glauben sicherer zu werden und sie helfen mir im Vertrauen auf Gott zu wachsen. Jesus Christus ist das Zentrum unseres Lebens. Die Leute hier haben auch eine ganz große Liebe zur Muttergottes und schätzen die Hl. Messe sehr.

Ich habe viele MitarbeiterInnen. Wir helfen uns gegenseitig. Ich bin Pfarrer, Bildungshausleiter und Klinikdirektor und seit einigen Monaten hat mich der Bischof auf zum Generalvikar ernannt, um mit ihm die täglichen Sorgen zu teilen.

Mich freut meine Arbeit sehr. Gott sei Dank bin ich gesund. Ich freue mich auf Heimaturlaub zu kommen und vielleicht sehen wir uns auf der Straße, bei einem Besuch oder in der Kirche.

Herzlichen Gruß von Pater Georg Nigsch

Website: www.guadalupe-ec.orgE-mail: [email protected]

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Geburtstage:

06.07. Aloisia Beer, Mühlebündet 259 85 Jahre 06.07. Peter Moosbrugger, Riese 260 83 Jahre 12.07. Wilhelm Graf, Gschwend 67 100 Jahre !! 14.07. Hermann Lingg, Gräsalp 86 83 Jahre 20.07. Maria Moosbrugger, Unterdorf 14 93 Jahre 21.07. Laura Madlener, Siedlung 256 82 Jahre 23.07. Christl Beer, Halde 102 75 Jahre 24.07. Amalie Moosbrugger, Niederau 292 83 Jahre 05.08. Elsa Moosbrugger, Riese 260 81 Jahre 07.08. Emma Lingg, Unterdorf 230 85 Jahre 16.08. Elmar Ritter, Holderstauden 282 70 Jahre 18.08 Gertrud Felder, Unterdorf 276 70 Jahre 18.08. Kaspar Moosbrugger, Holderstauden 284 70 Jahre 24.08. Rudolf Simma, Mitteldorf 37 86 Jahre 29.08. Werner Bachmann, Riese 291 75 Jahre 02.09. Helmut Moosbrugger, Unterdorf 15 70 Jahre 05.09. Johann Josef Moosbrugger, Niederau 292 81 Jahre 07.09. Rosmarie Greber, Halde 109 75 Jahre 09.09. Germana Felder, Mitteldorf 26 83 Jahre 20.10. Rosa Felder, Gräsalp 83 Jahre 21.10. Erich Simma, Gschwend 319 82 Jahre 28.10. Josef Felder, Mühlebündt 280 80 Jahre 13.11. Josef Böhler, Holderstauden 289 75 Jahre 17.11. Imelda Felder, Oberdorf 245 85 Jahre 24.11. Edgar Felder, Gräsalp 351 75 Jahre 25.11. Ilse Zauser, Gschwend 66 75 Jahre 29.11. Maria Manser, Holderstauden 283 81 Jahre

Beerdigung:

Katharina Moosbrugger, Unterdorf

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Taufen:

Ronja Oberhauser, Siedlung Jonathan Moosmann, Gräsalp Laura Röck, Oberdorf

Schröcken

Gebetskreis

Seit kurzem findet am 2. Dienstag im Monat bei uns in Schröcken in der Kirche ein Gebetskreis statt. Bei Exerzitien, die ich im Februar in Loretto machte, habe ich diese Art von Gebetskreis kennen gelernt und für mich als eine große Bereicherung erlebt. Deswegen war/ist es mir ein Anliegen, dies auch in unserer Gemeinde zu ermöglichen. In dieser Gebetsstunde wollen wir unsere Anliegen zu Gott tragen, mit Liedern Ihn loben und danken; in Worten aus der Bibel und auch in der Stille Gottes Nähe spüren. Wir haben es jetzt erst zweimal gemacht, aber es ist für mich eine kostbare Stunde. Es ist einfacher, sie zu einer bestimmten Zeit in der Kirche zu halten als daheim, wo immer wieder etwas dazwischen kommt, sei es ein Telefonat, Kinder, die etwas von mir wollen….. Diese dreiviertel Stunde gehört dem Herrn und mir. Nach einem Lied lesen wir abwechselnd die Verse des Evangeliums vom kommenden Sonntag. Danach Stille, um die Bibelworte in uns wirken lassen zu können oder auch den einen oder anderen Bibelvers zu wiederholen. Die Bibelworte noch einmal in einer anderen Reihenfolge zu hören - es ist noch einmal ein bewusstes Hinhören auf jeden einzelnen Bibelvers. Ein Psalm darf nicht fehlen, denn in den Psalmen können wir alle unsere konkreten Lebenssituationen als Gebet wiederfinden. Jeder, der möchte, kann anschließend seine Anliegen vor den Herrn

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bringen, sein Lob, seinen Dank, aber auch seine Sorgen: In der Stille oder laut, damit wir alle es gemeinsam tragen können. Ein gemeinsames Lied zwischendurch erfreut das Herz und wie sagte doch schon der Kirchenvater Augustinus: "Wer singt, betet doppelt". Deshalb dürfen von einem Lied auch ruhig einmal mehr als nur 2 Strophen gesungen werden.

Sich einmal im Monat bewusst mit unserem dreifaltigen Gott zu treffen – ohne Erwartungen, einfach nur, um bei Ihm sein zu können – ich möchte es nicht mehr missen.

Bärbel Jochum

Zur Geschichte und Entstehung der Erstkommunion.

Augustinus stellte gegen pelagianische Positionen fest, dass Säuglingen sofort nach der Taufe die Kommunion gereicht werden müsse, damit sie im Fall eines plötzlichen Todes gerettet seien. Augustinus berief sich auf Joh 6,53. Diese Auffassung hat im Frühmittelalter weite Teile der Praxis bestimmt. Da die neugetauften Säuglinge konsekrierten Messwein empfingen, bereitete die zunehmende Scheu vor der Darreichung von konsekriertem Wein jedoch Probleme mit der Erstkommunion im Säuglingsalter. Der Rückgang der Praxis der Säuglingskommunion wurde durch theologische Überlegungen begleitet. Im Hochmittelalter war die Erstkommunion im Säuglingsalter kirchenrechtlich und in der liturgischen Praxis obsolet. Das Laterankonzil von 1215 formulierte kein Recht, sondern die Verpflichtung zur jährlichen Beichte und Teilnahme an der Kommunion für jeden Gläubigen ab dem

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kanonischen Unterscheidungsalter dem 7 Lebensjahr. In der Neuzeit fand sich dennoch oft ein Erstkommunionalter von zwölf bis vierzehn Jahren, gelegentlich mit der Schulentlassung. Im späteren 19. Jahrhundert wurde vermehrt eine frühere Zulassung der Kinder zur Erstkommunion gewünscht. Mit dem Dekret Quam singulari von Pius X. stand wieder das siebte Lebensjahr als Ideal genauso wie die Verknüpfung von der ersten Beichte und Erstkommunion fest. Heute ist ein Alter von sechs bis zwölf Jahren üblich. Die Kommunionkinder sind in der Regel in Österreich im zweiten Schuljahr. Die vollständige Abschaffung der Säuglingskommunion ist auf die lateinische Kirche beschränkt. Die Ostkirchen haben den aus der Initiation Erwachsener übernommenen Brauch beibehalten.

Heinz Feuerstein

Bittgang in Schröcken

Am Donnerstag, den 2.5.2013 führten wir einen Bittgang von Neßlegg nach Schröcken über die „alte Straße“ durch. Es nahmen die Volksschule von Schröcken, die Kindergärtner von Warth und Schröcken und einige Erwachsene daran teil.

Mit Privatautos oder mit dem Bus fuhren wir nach Neßlegg, wo wir um 8:00 Uhr starteten. Es war um diese Zeit ziemlich kühl. Doch unser Pater Johannes stand trotzdem mit Sandalen ohne Socken da, aber mit Handschuhen – mir wurde beim bloßen Anblick schon kalt. Einige der Kinder hatten auch kalt. Aber bald ging es ja los. Unsere Frau Lehrerin Stefanie verteilte die Gotteslobe und nun konnten wir unseren Bittgang nach Schröcken starten. Wir machten uns auf der „alten Straße“ in Richtung Schröcken auf den Weg. Während des Laufens beteten wir Gesätzchen des Rosenkranzes. Dann blieben wir

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bei verschiedenen Stationen stehen. Insgesamt machten wir bei vier Stationen Halt, wo wir sangen und Bitten aussprachen, die unser Pater Johannes vorbereitet hatte. Bald waren wir bei der Schröckner Kirche angekommen. Dort segnete uns Pater Johannes und dann gab es noch eine kleine Jause, bevor die Kinder wieder in die Schule und in den Kindergarten gingen und die Erwachsenen ihrer Arbeit nachgingen.

Gott wird unsere Bitten sicherlich erhört haben, dass wir vor Unheil verschont bleiben, dass die Heuernte gut ausfällt, dass auch andere in ihren Berufen gute Ernte tragen können.

Marion Leitner

Fußwallfahrt von Schröcken nach Lech Auf den Spuren unserer Vorfahren

Am Samstag den 8. Juni 2013 lud unsere Pfarre zu einer Fußwallfahrt von Schröcken nach Lech ein.

Wir wollten den beschwerlichen Kirchweg nachfühlen, welchen unsere Vorfahren bis zum Jahre 1660 Sonntag für Sonntag zum Gottesdienstbesuch nach Lech gingen.

Dieser Kirchgang war mit viel Mühe und Gefahr zu bewältigen. Ein Lichtblick für die Schröckner war die Stiftung von Oswald Walch und Maria Ellensohn im Jahre 1627 zum Bau einer Kirche in Schröcken. Viele Jahre später, unter Pfarrer Sebastian Bickel, 1660 konnte sich die Pfarre Schröcken von Lech loslösen und eigenständig werden. Davor, 1636 kamen bei einem schrecklichen Lawinenunglück beim Gang nach Lech im Auenfeld 14 Kirchgänger ums Leben.

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Um 8:00 Uhr morgens starteten wir 13, Pilger, 2 Kinder, 2 Jugendliche und 9 Erwachsene, nach dem Segen von Pilgerbegleiter Altbischof Elmar Fischer bei der Kirche in Schröcken in Richtung Auenfeld. Strahlender Sonnenschein begleitete uns. Pilgerleiterin Bärbl Jochum hatte berührende Texte für die einzelnen Stationen vorbereitet.

Bei der Batzenalpe hielten wir zur ersten Station an, lobten Gott mit Segenslieder, einem Psalm und unsere Bitten für die Walfahrt. Die Berge ringsum leuchteten mit ihrem Schneekleid in der Morgensonne, der Dank an die Schöpfung Gottes war einfach da und gleichzeitig die Bitte, dass die Menschen sorgsam mit der Natur umgehen.

Im Auenfeld mussten wir nun über die ersten Schneefelder laufen, der

Bach floss über und nun stieß noch Erwin zur Gruppe, zum Fischen war zu viel Wasser.

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Beim Wegkreuz der Unterauenfelder Hütte war die 2. Station, welche mit Liedern zum Dank und Lob Gottes erfüllte und nach dem Segen zogen wir weiter. Nun stieg der Weg zu den Geißbüheln an und immer wieder ging es über Schneefelder und zum Teil aperen Wiesen, welche zum Barfußlaufen einluden. Beim Weibermahdlift stießen wir nun auf den Schotterweg zum Schlössle, dann über einen Wiesenweg hinunter nach Oberlech.

In der Marienkapelle dort war die dritte Station, Psalm und Lob Gottes aus tiefstem Herzen, wir waren auch schon ein wenig müde, begleitete unsere Andacht.

Zwischendurch hatten wir uns mit ein paar Häppchen gestärkt und nun ging es zum letzten Abstieg nach Lech und dort in die Kirche St. Nikolaus. Gute 4 Stunden waren wir unterwegs und das bei strahlendem Wetter. Wie anstrengend muss das für unsere Vorfahren bei Schneesturm und schlechtem Wetter gewesen sein. Allerdings waren diese Menschen harte Arbeit und Strapazen gewohnt.

In der Kirche begrüßte uns der Lecher Pfarrherr, bereitete zum Gottesdienst für Altbischof Fischer alles vor, zeigte den Ministranten Michelle und Sasha alles und führte Bärbl zur Orgel empor.

Altbischof Fischer zelebrierte mit uns einen Dank- und Bittgottesdienst. Teils zu Fuß und teils mit dem Bus kamen wir zurück nach Schröcken.

Es war eine erhebende Wallfahrt. Danke für die Vorbereitung und Begleitung!

Ingrid Schwarzmann

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Patroziniumsfest in Schröcken

Die erste Kirche wurde in Schröcken im Jahre 1639 eingeweiht. Vorher gingen die Schröckner nach Lech zur Hl. Messe. Durch die großen Gefahren zur Winterzeit (mehrmals wurden Leute auf dem Kirchweg von einer Lawine verschüttet und getötet; Leichen mussten oft tagelang aufbewahrt werden bis sie zur Bestattung nach Lech gebracht werden konnten), ist es verständlich, dass Schröcken eine eigene Seelsorge anstrebte. Den ersten Pfarrer erhielt Schröcken 1640. Im Jahre 1863 wurde Schröcken von einer schweren Brandkatastrophe heimgesucht, der auch das Kirchlein zum Opfer fiel. Im gleichen Jahr wurde der Wiederaufbau begonnen und bereits ein Jahr später wurde die heutige Kirche zu Ehren Mariä Himmelfahrt eingeweiht. Seit dieser Zeit begeht die Kirche das Patroziniumsfest am 15. August zur Ehre der Gottesmutter Maria.

Mariä Himmelfahrt zählt, ebenso wie Christi Himmelfahrt zu den Hochfesten in der römisch-katholischen Kirche und ist daher ein Feiertag. Gedacht wird alljährlich am 15. August der Aufnahme Marias, Ehefrau Josephs und Mutter Christi, in den Himmel.

Die Bezeichnung des Vorgangs variiert in verschiedenen Formen zwischen Mariä Aufnahme in den Himmel, Mariä Himmelfahrt, Heimgang Mariä oder auch Mariä Entschlafen. Die Wurzeln dieses Kirchenfestes reichen in das fünfte Jahrhundert zurück, als Cyrill, Patriarch von Alexandria, es im Rahmen der Marienverehrung einführte.Weil der 15. August in Italien als Wendepunkt des Sommers und als heißester Tag des Jahres galt, ordnete Augustus seinerzeit einen arbeitsfreien Tag für alle Römer einschließlich der Sklaven an. Patriarch Cyrill nutzte diesen Tag dann fünfhundert Jahre später für die Einrichtung des Marienfestes, zumal die Heiden an diesem Termin ohnehin bereits eine andere Himmelfahrt feierten, nämlich die der Asträ, Tochter des Zeus und der Themis.

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Einen Schritt weiter ging dann Papst Pius XII, der im Jahre 1950 in seiner Apostolischen Konstitution verkündete, die Aufnahme der Jungfrau Maria als von Gott offenbarten Glaubensgrundsatz und als Dogma. Die Kirche unterscheidet theologisch zwischen „Ascensio Christi“, der Auffahrt des Christus in den Himmel und „Assumptio Mariae“, was zu übersetzen mit der Aufnahme Marias im Himmel ist. Letzteres verdeutlicht, dass Maria nicht selbst aufgestiegen ist sondern „geholt“ wurde - insofern ist der im deutschen Sprachraum verbreitete Begriff Mariä Himmelfahrt eigentlich nicht ganz zutreffend.

Der Überlieferung zufolge schwebte Marias Leichnam, von Engeln gestützt, in einer strahlenden Aura vom Licht des Himmels, beobachtet von den ihr Grab umstehenden Aposteln. Einzig Thomas, der stets ungläubige, kommt erst später hinzu und erhält angeblich zum Beweis ihren Gürtel. Im Sarkophag verbleibt jedoch ihre übrige Bekleidung, die noch heute als Reliquien etwa in Prato, Aachen oder Trier gezeigt werden.

Weiterhin berichtet die Legende, dass die Jünger das Grabmal öffneten und an Stelle ihres Leichnams nur noch einige Blüten und Kräuter fanden. Daraus entstand in der katholischen Kirche der seit vielen Jahrhunderten gepflegte Brauch, Kräuterweihen an Mariä Himmelfahrt vorzunehmen. Dabei werden Sträuße aus sieben verschiedenen Kräutern gebunden, wobei die Zahl für die sieben Sakramente steht bzw. die sieben Schmerzen Marias symbolisieren sollen. Diese Sträuße sollen, auf dem Dachboden eines Hauses aufgehängt, selbiges und seine Bewohner vor Unbill, wie Blitzschlag oder Krankheiten schützen.

Heuer, am 15. August um 10.30 Uhr feiern wir wieder unser Patroziniumsfest. Nehmen wir an diesem Fest in unserer Pfarrkirche zahlreich und freudig teil.

P. Johannes Kolasa

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Kapelle Unterboden - (Kapelle unterer Giersboden)

Die heutige Kapelle hatte eine kleine Vorgängerin deren Mauerreste bei der Renovierung 1963 an der Südseite der Kapelle gefunden wurden. Das Alter der Fundamente dürfte daher bis in die Besiedlungszeit durch die Walser zurück reichen. Die Kapelle

Unterboden ist älter als die heutige „Pfarrkirche Schröcken“, die 1627 erbaut wurde.

1774 ließ der damalige Pfarrer Jodok Greußing die sehr kleine und baufällige Kapelle abbrechen. Die heutige Kapelle wurde dann im Rohbau erstellt und in den Jahren 1774 bis 1778 fertig ausgebaut.

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Pfarrer Jodok Greußing, ermächtigt durch das „Ordinariat Augsburg“ benedizierte die heutige Kapelle zu Ehren „Maria Opferung“, des „Heiligen Xaver“ sowie anderen Heiligen.

Das Altarbild zeigt uns „Maria Verkündigung“. An den Seitenwänden hängt ein Bild der „Heiligen Apollonia“ und der „Heiligen Theresia“ aus dem 18.Jahrhundert.

Das Türmchen beherbergt zwei Glöckchen, die sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg abgeliefert werden musste.

Mit Privatinitiativen, öffentlichen und privaten Spendern, sowie freiwilligen Helfern wurde die Kapelle von 1963 bis 1968 und 1989 bis 1992 renoviert, sowie mit neuen Glocken versehen.

Maria Schwarzmann

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Diamantenes Priesterjubiläum

Vor 60 Jahren, am 6.7.1953 feierte Pfarrer Ferdinand in Schröcken die Primiz und das erste heilige Messopfer. Dies war für unser Dorf sicher ein schönes, seltenes Fest.? Pfarrer Pfefferkorn ist in Egg geboren, da er aber als Halbwaise aufwuchs, verbrachte er mit seiner Schwester Katharina die

Kinder- und Jugendzeit bei Verwandten in Schröcken.

Der damalige Pfarrer von Schröcken, Pfarrer Haag, förderte ihn zum Studium. Er maturierte in Bregenz, war 4 Jahre im Krieg und studierte dann in Innsbruck Theologie. Nach der Primiz war er 3 Jahre Kaplan in Lochau und danach wurde er als Pfarrer nach Levis berufen, wo er nun schon seit 57 Jahren tätig ist. Dort erbaute er eine Kirche, den Friedhof und den Pfarrhof. Mit unserer Gemeinde ist er immer noch sehr verbunden.

Er ist auch ein großer Liebhaber des "Goldenen Rosenkranzes", einer Besonderheit, die es in Schröcken gibt. Über diesen "Goldenen Rosenkranz" wird in einer der nächsten Ausgaben des Pfarrblattes ausführlicher berichtet.

P. Johannes Kolasa

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Kirchenreinigung

Ein herzliches „Vergelt‘s Gott!“ an alle Frauen, die wieder jede Woche so zuverlässig unsere Kirche kehren und die bereitwillig beim jährlichen Großputz mitgeholfen haben, um unsere Kirche vor der Erstkommunion wieder auf Hochglanz zu bringen!

Aufteilung der Parzellen für das wöchentliche Kehren der Kirche:

Parzelle: Verantwortliche: Monat:

Unterboden Steffi Schwarzmann Juni 2013;

November 2013 Nesslegg Annette Stangl Juli 2013;

Dezember 2013 Stutz Ingrid Schwarzmann August 2013;

Jänner 2014 Heimboden Herta Strolz September 2013;

Februar 2014

Oberboden Erna Schwarzmann Oktober 2013;

März 2014

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Gestorben

Am 26.4.2013 verstarb Anton Schwarzmann in seinem 80. Lebensjahr

Geburtstage

19.07. Erwin Gesell 74 Jahre

04.08. Johanna Schwarzmann 84 Jahre

11.08. Margaretha Bischof 79 Jahre

13.08. Lydia Strolz 93 Jahre

25.08. Elisabeth Ilse Maria Bischof 75 Jahre

23.10. Gottlieb Klocker 100 Jahre

25.10. Erna Schwarzmann 72 Jahre

Wir veröffentlichen alle Geburtstage ab dem 70. Lebensjahr. Wenn jemand nicht im Pfarrblatt stehen möchte, bitte dies bei Marion melden. Wir möchten uns auch für vergangene Fehler – wie vergessene Geburtstage - entschuldigen!

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Getauft

Am 20. April 2013 wurde Marcel Schrammel in der Schröckner Kirche getauft. Marcel ist das erste Kind von Stefanie Schrammel und Stefan Natter. Die Patenschaft übernahmen Peter Schrammel und Andreas Natter.

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Gedankensplitter (ein Gedicht auf walserisch)

Dr hürig Früahlig

Ischt kôlt, nass und grau gsei-

Wo sus d‘Bächli henderm Hus murmla und d‘Dotterbluama und

Vergissmeinnicht blüüha,

ischt tosends Wasser und Schnee, - jeda Tag.

D‘ Vögili send leise und still gsei

Ds ‘Kätzli kännt si nömma us – konnt der Wenter scho wieder ?

Ka Sonna dia ufgeiht henderm Biberkopf und alls i Gold taucht,

wôrm und nätt zu da Schuaschternegili und Anemona am Gehrner

Berg.

Am Sonntig bim Kirchgang – viel z‘kôlt für d‘Tracht,

am beschta ds‘Wenterhäs aloh und daheim dr Kachelofa afüra.

Aber wia dr Reinhold Messner seid: „ Jede Erfahrung im Leben ist

wertvoll und will uns was aufzeigen„:

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Dr hürig Früahlig

zeigt önsch, wie schöu önschi Welt ischt, wia schö önschi Berg, -

wänn wieder d‘Sonna ufgeiht am Morgat und d‘Tautropfa glitzra,

wänn d’Vögili gschaftig hin und har flattra und bim Näschtli bua

zfrieda zwitschra,

wänn d‘ Biena wieder fleiga und d‘Margherita und d‘Bergnelka

blüüah,

wänn ma am Ôbad bim Hock uf dr Husbank die letschta Sonnastrahla

eschtimiert

und ds’Kätzli schnürralat und si schnieglat und putzt-

denn weiss i, dass‘ ned selbschtverständlig ischt dass es schöu ischt

und miar

für des dankbar sei könna,

well Mitti i aller Gschäfterei nähma miar des alls als

selbschtverständlig.

Dr hürig Früahlig

hed önsch zeigt, dass es ned so selbschtverständlig ischt!

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Warth

Erstkommunion Schröcken und Warth

In fünf Tischrunden, die von den Müttern der Erstkommunikanten gestaltet wurden, sind die Kinder auf die Feier vorbereitet worden. Jede Tischrunde drehte sich um ein anderes Thema, wobei die Kinder jedes Mal einen wunderschönen, gemeinsam gestalteten Nachmittag erlebt haben und daher auch mit viel Freude und Begeisterung bei der Sache waren.

So haben sie unter anderem gemeinsam eine Schatztruhe gebastelt, Kerzen kunstvoll gestaltet, Brot gebacken und Palmbuschen gebunden.

Am Sonntag, den 21. April 2013 feierten in der Pfarrkirche Schröcken 5 Kinder von Schröcken, Warth und Gehren gemeinsam ihre Erstkommunion! Valentina Jochum und Lorenz Schwarzmann aus Schröcken, Maria Figer und Mattias Jug aus Warth und Magdalena Drexel aus Gehren feierten diesen ganz besonderen Tag in ihren wunderschönen Walser Trachten zusammen mit ihren Familien und Freunden. Feierlich zelebriert wurde die Messe von unserem Pfarrer Johannes Kolasa mit Unterstützung von Sr. Dominica und den Ministranten und Lektoren und den Eltern der Erstkommunikanten.

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Die wunderbar gelungene musikalische Gestaltung übernahmen Robert Heiß mit seiner Kollegin Sandra Schedler von der Schule Lechleiten und ihren Schülern, sowie die Trachtenkapelle „Musikverein Schröcken“.

Die Kinder spendeten bei dieser Gelegenheit 723,70 Euro für das Projekt „Rokpa“. Diesen Betrag haben sie mit dem Verkauf von Palmbuschen in Warth (376,20 Euro) und in Schröcken (347,50 Euro) eingenommen und konnten somit auch noch anderen Kindern eine Freude bereiten.

Birgit Jug

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Bitttage früher - Bitttage heute warum überhaupt Bitttage?

Ein paar Gedanken zu den Bitttagen, die immer an den 3 Tagen vor „Christi Himmelfahrt„ gefeiert werden. Es soll um Segen, Regen und Sonne für die Felder gebetet werden.

Früher waren das für die Schüler immer schöne Tage. Die Kinder hofften, dass das Wetter schön ist, damit die Bitttage auch stattfinden können.

Montag: Bittgang nach Lechleiten , Rosenkranz beten, auf halbem Wege kommen die Gehrener und Lechleitner dazu , dann Hl. Messe in der Kapelle und anschließend eine Stärkung bei Verwandten oder im Holzgauerhaus. Für die Kinder war das „Guateleeinkaufen„ bei „Raimund`s-Lädele„ eine Freude. Nach 1 ½ Stunden Pause ging es wieder betend zurück nach Warth. Die Lechleitner und Gehrener sind dann bis zur „Mühlebrugg„ mitgegangen und dann wieder zurück nach Hause.

Dienstag: Bittgang nach Gehren. Da die Gehrener Kapelle sehr klein ist wurde nur die Allerheiligenlitanei gebetet und es ging gleich wieder zurück nach Warth in die Kirche, dort fand dann die hl. Messe statt.

Mittwoch: nochmals nach Lechleiten, wenn man mehrere Verwandte hatte, ist man dann bei der anderen Familie eingekehrt. Am Nachmittag war für die Schüler dann Unterricht, denn auch der Lehrer war beim Bittgang dabei.

Bitttage heute: Auch heute brauchen wir den Segen, die Sonne und den Regen für die Felder. Bei gutem Wetter wandern wir einmal nach Lechleiten, dann aber über Gehren und auch Rosenkranz betend. Die

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hl. Messe wird dann in der Kapelle gefeiert. Bei Regen treffen wir uns bei der Kapelle in Lechleiten um hl. Messe zu feiern. Danach kann jeder seine Zeit selber einteilen, auch Einkehr gibt es noch. Auch die herrliche Aussicht nach Warth und über die schöne Bergwelt dürfen wir genießen.

Früher fanden öfters Prozessionen statt, so am 25. April “Markustag „ nach Lechleiten und auch am 2. Juli „Maria-Heimsuchung“ nach Hochkrumbach.

Danke, für die wunderbare Schöpfung!

Kapelle Gehren

Gehren und Lechleiten gehörten zum Ehrenberger Gericht und zur Pfarrei Holzgau. Diese wurde im Jahre 1441 gegründet. Davor gehörte Gehren und Lechleiten zur Mutterpfarrei des Lechtales in Elbigenalp. Diese wurde ca. 850 von dem Schüler des St. Galler Mönches, dem Hl. Magnus gegründet.

Bis zum Bau der Warther Pfarrkirche hatten die Gehrner und Lechleitner somit einen weiten Weg zur Pfarrkirche in Holzgau.

Deshalb wollten sie gleich anfänglich zur Pfarre Warth. Daher halfen sie tatkräftig beim Bau der ersten Warther Kirche mit. Dies wurde urkundlich festgehalten. 1626 mussten sie dafür eine Ablösesumme von 80 fl an die Veste Ehrenberg bezahlen. Dies wurde dann von Augsburg am 20.04.1661 kirchlich bestätigt. Seitdem gehören Gehren und Lechleiten kirchlich zu Warth.

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Die Kapelle in Gehren wurde ca. 1550 gebaut. Sie wurde dem hl. Nikolaus geweiht. 1741 erhielt sie den Kreuzweg mit 16 Stationskreuzen. Dieser wurde von P. Arnold O.Fr.M von Reutte am 27. Juli 1741 ein-gesetzt. Am 09.12.1871 bekam die Kapelle das St. Georgsglöcklein, geweiht durch Weihbischof Amberg. Dieses kostete damals 68 ¾ Wiener Pfd.

Die architektonisch schlichte Kapelle verfügt über einen reizvollen frühbarocken Ädikulaaltar mit figürlicher Ausstattung (St. Magnus, Benedikt, Nikolaus, Katharina, Barbara, Magdalena). Das Altarbild stammt aus der Zwischenkriegszeit, eine Kopie des Mariahilfgnadenbildes von Lucas Cranach.

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1998 wurde dann durch die Mithilfe vieler und zahlreicher Spender die Kapelle saniert. Der Altar wurde unter Aufsicht der Denkmalpflege Tirol restauriert. Eine neue Türe mit dem Abbild des Hl. Nikolaus ziert nun den Eingang der Kapelle.

Gerne könnt ihr bei der nächsten Wanderung bei unserer Kapelle eine Pause einlegen!

Maria Drexel

Termine

Am Sonntag, 07. Juli 2013 feiern wir Patrozinium „Maria -Heimsuchung „ um 11:00 Uhr in der Pfarrkirche in Warth. Ein Mundharmonika-Verein wird die hl. Messe gestalten. Im Anschluss findet auch eine Agape statt.

Am Sonntag, 29. Sept. 2013 „Michaeli„ feiern wir in der Pfarrkirche Warth um 11:00 Erntedank.

Am Sonntag 06. Okt. 2013 findet die Simmel-Stern-Wallfahrt in Hochkrumbach statt. Beginn der hl. Messe ist um 11:30 Uhr. Anschließend findet ein Pfarrfest zu Gunsten der Renovierung der Simmelkapelle statt.

Bei der Haussammlung der Caritas im März konnten wir von Warth den Betrag von € 658,50 überweisen.

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Danke den Sammlerinnen und Spendern.

Danke an Irene Walch für den Blumenschmuck zu Ostern.

Danke für die Blumenspende von Josefa Herburger.

Danke für die Blumen bei der Muttergottes von Birgit Strolz.

Danke den Frauen für die Hilfe beim Kirche putzen.

Hochzeiten:

11. Mai .2013 Daniel Drexel und Carmen Rammerstorfer in Warth

Geburtstage:

06.07. Hw. Pfarrer Hans Partl 83 Jahre

15.07. Oswald Jäger, Wartherhof 77 Jahre

14.08. Sidonia Fritz, Gehren 92 Jahre

19.08. Alexander Hruby, Lechleiten 84 Jahre

24.08. Willi Drexel, Warth 81 Jahre

08.09. Brunold Drexel, Lechleiten 83 Jahre

24.09. Raimund Drexel, Lechleiten 85 Jahre

08.10 Helmut Heinzer, Lechleiten 74 Jahre

16.10. Martha Brandstätter, Warth 88 Jahre

24.11. Hedwig Jäger, Wartherhof 76 Jahre

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Abendgebet für Kinder

So ein schöner Tag war heute,

lieber Gott, und so viel Freude

hast du wieder mir gemacht,

dankbar sag´ ich gute Nacht.

Wasch mir alle Flecken ab,

die ich auf dem Herzen hab,

weil es dann so wohl mir ist,

wenn du wieder gut mir bist.

Vater, Mutter, alle Lieben,

seien dir ins Herz geschrieben

und der Engel, der mich schützt,

wenn er so am Bette sitzt.

Schlaf ich ruhig und selig ein,

kann mich schon auf Morgen freu´n.

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Im Wandel Zeit!

Die Zeit vergeht, schnell wie der Wind – besonders dann, wenn wir glückliche Gotteskinder sind.

Es ist noch nicht lange her, da ging das alte Jahr zu Ende – schon ist wieder die Sonnenwende.

Dass die Tage wieder kürzer werden, ist kaum zu glauben – doch es reifen noch Äpfel, Birnen und Trauben.

Es blühen Rosen, Alpenblumen und Almrausch – die Bank vor dem Haus, die ladet ein, zu einem Plausch.

Wie wunderbar ist es, an einem Gipfelkreuz zu steh’n - und in die märchenhafte Bergeswelt zu sehn.

So nimm dir einmal Zeit für dich allein – um den Zauber der Natur zu genießen und einfach glücklich zu

sein. Vergiss auch nicht den Andern, der lebt in Einsamkeit –

und schenke ihm von deiner Zeit. Lebe die Freundschaft, in Freud und Leid – auch im Gebete, das zählt für die Ewigkeit.

Gertrud Spiegel

Herausgeber und Verleger: Pfarramt Schoppernau

Für den Inhalt verantwortlich: P. Johannes Kolasa und die Pfarrblatt-Teams von Schoppernau, Schröcken und Warth