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  • Reisebericht Costa Rica 09.02.-08.03.2013

    Das erste Mal im Regenwald! Im Februar 2013 war es soweit. Mit Birdingtours waren wir zu einer zweiwöchigen Rundreise

    „Juwelen des Dschungels Vogelbeobachtung im Regenwald“

    in Costa Rica mit anschliessender Verlängerung sowohl an der Pazifikküste als auch der Karibikküste. Die Reiseplanung erfolgte durch Travel-to-Nature, die Reise vor Ort wurde von der Partneragentur Kalkonu Travel durchgeführt.

    Der Anreisetag fing gleich gut an: Zug von Stuttgart zum Flughafen FRA mit 90 Minuten Verspätung! Reife Leistung der Deutschen Bahn, und das vom ehemals pünktlichsten Fernbahnhof einer deutschen Grosstadt! ! Der Rest, Abflug Frankfurt, Umsteigen in Madrid, Ankunft in San José klappte ebenso wie die gesamte Logistik in Costa Rica reibungslos, pünktlich und zuverlässig. Vorbildlich!

    Wie geplant erwartete uns unser Reiseleiter Jonathan Serrano-Hernandez, von dem es neuerdings auch ein Buch über Costa Rica gibt, bereits mit Bus und Fahrer David. Im Netz war Jonathan als sehr gut deutsch sprechend, freundlich und photobegeistert beschrieben worden; unsere Erwartungen wurden aber eindeutig übertroffen!

    Die Fahrt zur ersten Unterkunft in San José dauerte etwa 30 Minuten. Das Hotel Rincon liegt relativ zentral, erwies sich als gute Einstimmung mit etwas verwinkelter Bauweise, vermutlich mehrere ehemalige kleinere Häuser, durch nette Innengärtchen verbunden. Zweckmässige Zimmer, teilweise mit Terrasse. Ab hier begleiteten uns die separaten Abwurfeimer für benutztes Toilettenpapier, das nahezu ausnahmslos in Costa Rica nicht mit weggespült werden soll. Apropos Toilette: das spanische Wort „Aseos“, noch im Flughafen Madrid zu lesen, wird nicht verstanden, hier heisst das „Baño“. Nach der Zeitverschiebung von 7 Stunden gegenüber Deutschland waren alle spätestens mit dem Hellwerden um 05:30 Uhr munter, Vogelstimmen waren schon länger zu hören gewesen. Als erste Vögel konnten wir den Nationalvogel Clay-colored Robin (Gelbdrossel), den Great-tailed_Grackle, einige Social_Flycatcher und natürlich bereits den uns künftig auch mit seinen lauten Rufen begleitenden Great_Kiskadee auf die Speicherkarte bannen.

    Gutes Frühstück gab es gleichfalls als Einstimmung mit leckerem Gallo Pinto, frischem Obstsaft und (köstlich!) frischen Ananas-, Melonen- und Papayastücken. Dazu Kaffee mit oder ohne Milch. Es fiel schwer, sich nicht hemmungslos auf die Ananas zu stürzen.

    Kurz nach 8 Uhr fuhren wir ab in den Braulio Carrillo Nationalpark. Das Wetter war für die Wintereuropäer angenehm warm, so um 20-25°, nicht sonderlich feucht. Der Bus wäre auch für die maximale Gruppengrösse von 12 Personen noch gross genug gewesen, um neben sich Sachen ablegen zu können, da wir aber eine recht kleine Gruppe waren, konnten wir mal rechts, mal links sitzend der Sonne entrinnen oder näher an die Zielobjekte heranrücken.

    Leider war Jonathans Spektiv zur Reparatur: Pilzbefall. Wir hatten über diesen unerwünschten Effekt bei längerem Aufenthalt im feucht-warmen Klima des Regenwaldes gelesen und entsprechende Sorgen und Vorkehrungen mit luftdichten Gefrierbeuteln und Silicagel-Kissen getroffen, allerdings keinerlei Probleme weder an der Optik noch an der Digitalkamera während der gesamten Reise zu verzeichnen gehabt.

    Von den beiden Spektiven, welche die Reisegruppe mitgebracht hatte, nutzten wir einvernehmlich nur eines, nämlich das bessere, wechselten uns beim Tragen natürlich ab.

    Nach 1 ½ Stunden dann die erste Wanderung durch den Regenwald. Wir hatten es uns wesentlich feuchter vorgestellt, befürchtet, vor lauter Schwitzen nichts mehr sehen zu können. Dem war aber nicht so. Stattdessen gab es die ersten Schmetterlinge, einen Northern_Barred-Woodcreeper, mehrere Black-

    Great-tailed_Grackle

    Social_Flycatcher

    http://www.birdingtours.de/ https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Braulio_Carrillo https://de.wikipedia.org/wiki/Gallo_Pinto http://www.hotelrincondesanjose.com/ http://www.travel-to-nature.de/reisekatalog/costa-rica-bildbandbestellung/ http://www.ticotrotter.com/de/beticotrotter/team-ticotrotter/reiseleiter.html http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.puenktlichkeit-an-bahnhoefen-stuttgart-ganz-vorn.8ee2bb4d-3b2e-4f0e-801c-13c98ce05dc0.html http://www.kalkonu.cr/ http://www.kalkonu.cr/ http://www.travel-to-nature.de/

  • faced_Grosbeaks und einen sehr schönen White-whiskered_Puffbird, Schmetterlinge, eine überwältigende Fülle an Pflanzen, Farben und Formen, Libellen und und.

    Kurz nach Mittag fuhren wir ein Stück weiter, wo es am Strassenrand Kolibris gäbe. Und tatsächlich! Allerdings sind die so wahnsinnig schnell, dass ein schönes Photo nicht gelingen wollte (Violet_Sabrewing).

    Ziemlich müde erreichten wir unsere erste Urwald-Lodge am Sarapiqui-Fluss: Schon die Zufahrt durch eine Allee von Heliconien und haushohem Bambus war beeindruckend, die Gavilan-Lodge selbst ist sehr hübsch gelegen in unmittelbarer Nähe des verzweigten Flusses, schöne Zimmer mit der offenbar üblichen Standardausstattung mit 2 Doppelbetten. Fliegengitter mit Durchzug von vorn und hinten: angenehm. Grosser Garten von Bäumen umgeben mit Futterstelle strategisch platziert zum ausgiebigen Photographieren, was der Akku her gab!

    Statt Rast gab es als ersten Höhepunkt eine Eule, die versteckt, aber völlig ruhig im Gebüsch sass und uns bis auf gut 7 Meter herankommen liess: Spectacled_Owl. Gleichzeitig entdeckten wir unseren ersten Tukan: Chestnut- mandibled_Toucan!

    Statt der geplanten Erkundung entlang des Flusses fuhren wir ein kurzes Stück, weil man dort die mittlerweile fast als ausgestorben geltenden grünen Aras gesehen hätte.

    Mit lautem Geschrei begegnete uns dort erst einmal ein Trupp Perlhühner, von Jonathan schnöde als Importtiere abgetan.

    Schliesslich konnten wir tatsächlich neben Red-lored_Parrots den gesuchten Great_Green_Macaw noch entdecken in etwa 125 m Entfernung – erster guter Einsatz für Spektiv und den Telekonverter.

    Wie stets wurde es kurz nach 18 Uhr dunkel, so dass Ausruhen, etwas im Buch Blättern und nach gutem landestypischem Abendessen rasch ins Bettgehen angesagt waren.

    Morgens vor dem Frühstück gab es an der Futterstelle wieder Einiges zu sehen: u.a. den ersten Specht Black-cheeked_Woodpecker, den sehr niedlichen Green_Honeycreeper, einen Squirrel_Cuckoo und Blue-gray_Tanager (Bischofstangare). Wir konnten uns kaum trennen und wären gern noch eine Nacht geblieben....

    Aber es ging weiter, zunächst zum Reservat La Tirimbina, wo wir kurz nach Öffnung das Gelände durchliefen, Tropical_Gnatcatcher, Fasciated_Antshrike und die ersten Hängebrücken vor uns hatten! Für nicht Schwindelfreie anfangs recht gewöhnungsbedürftig, die Ablenkung durch die Baumwipfel half aber rasch.

    Zum Mittag ging es dann weiter zum besten Cappuccino am berühmten Leguanbaum. Tatsächlich gab es dort eine Schar von sich völlig ungerührt photographieren lassenden Leguanen. Einzige Aufregung gab es, als beim Spielen ein Leguankind vom Vater fiel, sich aber noch etwas tapsig auffangen konnte.

    Black-faced_Grosbeak Northern_Barred_Woodcreeper White-whiskered_Puffbird

    Spectacled_Owl

    Great_Green_Macaw

    http://www.tirimbina.org/ http://www.gavilanlodge.com/

  • In La Tigra stiegen wir auf einen Pritschenlieferwagen, Allrad, klapprig, dann ging es über Holperstrecke steil bergauf Richtung Children's Rainforest, Monteverde. Unterwegs sahen wir von einer schwankenden Holzhängebrücke aus einen Spotted_Sandpiper, dann einen Violaceous Trogon in nur 18 m Entfernung.

    So kamen wir erst ½ 5 abends in die Bergstation Pocosol, ganz aus Holz, schönes, relativ neues Gebäude (das windschiefe alte steht noch daneben) mit auf den ersten Blick einfachen Zimmern, aber es ist alles drin, was man braucht, auch eigenes Bad mit Dusche und sogar jeweils mit kleinem Balkon. Idyllisch! Allerdings auch mit Strom ziemlich dunkel in den Zimmern.

    Bei unserer Ankunft überraschte uns ein in unmittelbarer Nähe Nester bauender Schwarm von Montezuma_Oropendola Vögeln! Dann lief noch in wenigen Metern gemächlich ein Nasenbär vorbei …. Nach dem guten Abendessen (es gibt nur 2 Stunden Strom am Abend vom Aggregat) gingen wir aufgrund der Kühle mit Strickjacke in der Dunkelheit noch auf Suche nach Ziegenmelkern und fanden auch einen Common Pauraque, der ohne Blitz – bei Nachtaktiven! - trotz Stativ und Taschenlampen nur schlecht im Bild festzuhalten war.

    Der 4. Tag begann mit einem blauen Kolibri direkt am Haus an einem blaublütigen Strauch im ersten Licht des Tages kurz vor 6 Uhr. Und der Nasenbär strich wieder ums Haus …. Die Zeit vorm Frühstück war wie immer ergiebig: zahlreiche Montezuma_Oropendola waren beim Nestbau und mehrere Männchen auch bei ihrem namensgebendem Verhalten zu beobachten, sich wie am Reck kopfüber nach vorne fallenzulassen und wieder aufzurichten, alles, um den Weibchen zu gefallen. Ausserdem fanden wir einen Cinnamon_Becard.

    Dann wurde nach mittlerweile schon traditionellem Frühstück mit Früchten, Saft, Gallo pinto und Kaffee die Wanderung um den Pocosol See nachgeholt, für die es am Vortage zu spät geworden war. Nach etwas längerem Locken und Suchen kam dann der Orange-bellied Trogon vor die Linse(n). Vom Seeufer aus sahen wir in gut 125 m Entfernung einen Lappentaucher Least Grebe sowie in 50 m einen Green_Kingfisher. Beim langsamen Umrunden des Sees kam uns ein Rudel doch ziemlich misstrauischer Nasenbären entgegen, dann der Green_Kingfisher ziemlich nahe.

    Schliesslich hatten wir das Glück, den Lappentaucher