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Manfred Kratzl ©Dan Race – stock.adobe.com SCHWARZE LISTE 2021
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Schwarze Liste 20212 Schwarze Liste 2021
In dieser kurzen Studie möchte ich Sie vor einigen Unternehmen war-
nen, in die Sie meines Erachtens nicht investieren sollten.
Es handelt sich bei den Unternehmen nicht zwangsläufig um Pleitekan-
didaten. Vielmehr handelt es sich dabei um Aktien von Unternehmen, bei
denen die Risiken aus meiner Sicht die Chancen überwiegen bzw. wo
nach meiner Einschätzung eine Überbewertung vorliegt. Schlussend-
lich müssen Sie aber natürlich selbst entscheiden, ob Sie diese Aktien
kaufen oder ob Sie diese Aktien in Ihrem Portfolio behalten, sofern Sie
bereits investiert sein sollten.
Ihr
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reich!
Der Wirecard-Skandal hat im Sommer 2020 den deutschen Aktienmarkt erschüt- tert. Zum ersten Mal in der über 30-jährigen DAX-Geschichte stellte ein DAX-Unterneh- men einen Insolvenzantrag.
Dieses Drama kennt fast nur Verlierer: die Wirecard-Aktionäre, die Deutsche Bör- se, die Finanzaufsicht, die Wirtschaftsprü- fer von EY und die Aktienkultur. Auch der Wirtschaftsstandort Deutschland leidet. Wir schaffen es nicht, neben SAP einen zweiten globalen Technologie-Konzern aufzubauen.
Ich habe mir die Wirecard-Aktie in den ver- gangenen Jahren dutzendfach angesehen. Letztendlich hat mein Bauchgefühl immer gegen einen Wirecard-Einstieg gespro- chen. Die Bilanz war zu kompliziert und die Wachstumsraten waren zu schön. Ich hat- te das Gefühl, dass Wirecard etwas nach- hilft, aber wenn es stimmt, dass große Teile der Bilanz einfach nur erfunden wurden, ist das auch für mich ein Schock! Was hat der Wirtschaftsprüfer in den vergangenen Jah- ren geprüft?
Der Fall Wirecard ist ein Nackenschlag für den deutschen Aktienmarkt. Betrug gibt es
jedoch in allen Anlageklassen. Schrott-Im- mobilien, Gold, das plötzlich verschwindet, Genussscheine, die über Nacht platzen. Ich gehe sogar so weit: Da Aktiengesellschaf- ten alle 3 Monate Zahlen veröffentlichen müssen, gibt es hier relativ wenige Betrugs- fälle. Der Fall Wirecard zeigt aber, dass Bör- senaufsicht, Finanzaufsicht und die Bilanz- prüfung reformiert werden müssen.
Meine Einschätzung zu Wirecard
Seien sich sehr vorsichtig mit der Wi- recard-Aktie! Am Ende dürften die Aktionä- re, wie im Grunde bei jeder Insolvenz, leer ausgehen. Im Falle einer Insolvenz werden immer die Gläubiger (also die Fremdkapital- geber) zuerst bedient. Als Aktionär sind Sie Eigenkapitalgeber und werden nachrangig behandelt.
Was viele übersehen: Wirecard hat aus heutiger Sicht über 3 Mrd. Euro Schulden. Stand jetzt sehe ich nicht, wie auch nur die Fremdkapitalgeber (Banken, Besitzer der Anleihen) ansatzweise komplett bedient werden können. Das Kursziel der Aktie bleibt bei 0 Euro.
©H_Ko – stock.adobe.com
Ursprünglich war Nanogate ein Unternehmen, das versuchte, seine Beschich- tungstechnologie mit Lizenzen zu vermarkten. Um die geschäftliche Entwicklung zu
beschleunigen, wurden zahlreiche Unternehmen gekauft. Leider wuchs neben dem Umsatz vor allem die Verschuldung. Das führte das Unternehmen im Sommer 2020 in die Insolvenz. Die Nanogate-Aktie stürzte dramatisch ab. Das Papier, das noch im Herbst 2017 über 50 Euro gekostet hatte, sackte im Tief auf 0,32 Euro ab. Kürzlich sprang die Aktie dann deutlich an und stieg in der Spitze sogar auf über 2 Euro.
Warum? Aus meiner Sicht, weil die Nanogate-Aktie zum Spielball von Zockern geworden ist. Aber Achtung: Die Aktionäre werden hier – wie bei Wirecard – mit beinahe an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit leer ausgehen oder bekommen nur einen winzigen Teil vom zu verteilenden Kuchen. Denn bei einer Insolvenz kommen an erster Stelle die Gläubiger – dann erst die Aktionäre. Wenn Sie sich nicht die Finger verbrennen wollen, sollten Sie einen Bogen um diese Aktie machen.
©luchschenF – stock.adobe.com
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Vorsicht bei WASSERSTOFF-ZOCKERAKTIEN
Seit einiger Zeit fragen sich immer mehr Anleger, wie sie vom kommenden Wasser- stoff-Boom profitieren können. Meine Ant- wort: Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Wie so oft an der Börse gibt es solide Inves- titionsmöglichkeiten, die bei überschauba- ren Risiken sehr solide Renditen abwerfen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, zu zo- cken und damit, wenn die Spekulation auf- geht, sehr hohe Renditen einzufahren.
Letzteres ist nicht mein Ansatz, wenngleich ich nicht pauschal etwas gegen Zockerei mit kleinen Summen habe. Mir ist nur die Trennung wichtig. Wenn Sie Zocker-Aktien kaufen, sollten Sie auch wissen, dass Sie Zocker-Aktien kaufen, die mehr mit einem Lottoschein als mit einer Investition gemein haben.
Solche Zocker-Aktien gibt es aktuell im Be- reich der Brennstoffzellen-Technologie und im Bereich Wasserstoff einige. Die aus fun- damentaler Sicht derzeit größte Zockerei ist
die Aktie des schwedischen Unternehmens Powercell. Das Unternehmen hat 2019 einen Umsatz von rund 6,6 Mio. Euro er-zielt, ist an der Börse aber mit mehr als 2,2 Mrd. Euro bewertet! Das ist ein Kurs-
Umsatz-Verhältnis (KUV) von 333!
Zum Vergleich: Bei einigen DAX-Unterneh- men liegt dieser Wert bei unter 1. Sogar in der ebenfalls extrem sportlich bewerteten Software-Branche liegt das KUV der heißen Wachstumswerte mit 10 bis 20 deutlich niedriger. Powercell ist mit einem dreistel- ligen KUV auch kein Ausreißer in der Was- serstoff-Branche. Auch Nel Asa und Ballard Power kommen auf ähnlich astronomische Bewertungen wie Powercell.
Sicher: Die Aktien dieser Unternehmen entwickelten sich eine ganze Zeit lang sehr positiv. Aber irgendwann platzt jede Blase. Machen Sie sich bitte bewusst: Der Kauf dieser Aktien ist eine Spekulation, keine In- vestition.
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