StuRapport Januar 2010

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Der StuRapport ist ein Informationsblatt des Studierendenrates der TU Ilmenau. Der StuRapport wird vom Studierendenrat finanziert und kostenlos an der Universität verteilt.

Transcript of StuRapport Januar 2010

  • 2Editorial

    Impressum

    Der StuRapport ist ein in der Vorlesungszeit monatlich erscheinendes Informationsblatt des Studierendenrates der TU Ilmenau. Der StuRap-port wird vom Studierendenrat finanziert und kostenlos an der Universitt verteilt.

    Redaktion & Layout: Ref. ffentlichkeitsarbeit

    V.i.S.d.P.: Felix Drrwald

    E-Mail: ref-oef@tu-ilmenau.de

    ffentliche Redaktionssitzung immer sonntags um 19 Uhr im StuRa-Bro (A 013).

    Photos: fd, ft, UniSZ, sektordua, CTRL+L

    Hallo liebe Leser,

    Interessantes tut sich in der Bildungsrepublik der Dichter und Denker. Die Studierenden proben die Revolution aus alter Gewohnheit und - weil man das frher ja auch gemacht hat - stimmen ihnen alle zu. Selten hat man bei einem Streik so viel Zu-stimmung und Schulterzucken erlebt. Klar luft da einiges schief, aber ich wills nicht gewesen sein - Ratlosigkeit auf allen Seiten.

    Von vielen Studierenden hrt man, dass wir in Ilmenau doch eigentlich keine Probleme haben. Zugegeben; an Mitbestimmung mangelt es vor-dergrndig nicht. Viel davon wre aber besser in Gesetzen aufgehoben als dem Wohlwollen des Rektorats zu unterliegen. Und dass die Verschu-lung der Uni in Ilmenau traditionell strker aus-fllt als an geisteswissenschaftlichen Unis ist auch einsichtig. Ob sie gewnscht ist muss aber gleich-wohl hinterfragt werden.

    Was haben wir also erreicht? Nicht viel knnte man meinen. Viele der zentralen Forderungen des Bildungsstreiks sind nicht umgesetzt. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Die wohlwollende Auf-merksamkeit der ffentlichkeit - die die Streiken-den selbst berrascht hat - bleibt. Die Gesellschaft zeigt Verstndnis fr die Anliegen der Studieren-den.

    Die Meinung an unserer Uni scheint da eine ande-re: Erschreckend desinteressiert - gar feindselig ist man gegenber denjenigen, die die aktuellen Be-dingungen in Frage stellen. Der Prozess des Glatt-leckens scheint gut zu funktionieren.

    Fr das neue Jahr mchte ich euch daher einen Satz mitgeben, der Albert Einstein zugeschrieben wird: Um ein tadelloses Mitglied einer Schafher-de sein zu knnen, mu man vor allem ein Schaf sein.

    In diesem Sinne: Mhh! - Felix Drrwald

    Inhalt

    Editorial 2Sprachenzentrum 3Kommentar Bildungsstreik 4Rckmeldung 5Vereinsinterview 6Bericht StuRa Klausurtagung 7Vorstellung Verena 9Eisteekolumne 10Weihnachtssportfest 11Letzte Seite 12

  • 33 Sprachenzentrum

    Der studentische Sprachenbeirat soll Ende Januar eingerichtet werden. Alle Interessier-ten knnen sich unter ref-soz@tu-ilmenau.de melden.

    Infoveranstaltung Sprachenzentrum

    Mit ca. 200 Studierenden, Vertretern der Universi-ttsleitung und Vertretern des Sprachenzentrums fand am Mittwoch, dem 25. November 2009, im Audimax die Informationsveranstaltung des StuRa zum Konzept des inhaltlichen und strukturellen Umbaus des Sprachenzentrums (seit September 2009 Spracheninstitut) statt.

    Nachdem es bei den Vorgesprchen zum Spra-chenkonzept mit der Sprachzentrumsleiterin Fr. Dr. Steinberg-Rahal in zentralen Fragen wie der Anwesenheitspflicht, der Ausrichtung des Spra-chenangebots oder der Verschiebung von Ange-boten in den kostenpflichtigen Sektor zu starken Differenzen gekommen war, sahen wir es als ntig an, auf diese Art und Weise an die ffentlichkeit zu gehen und dort die vorliegenden Informatio-nen zu diskutieren. sagte Andreas Weidner, Re-feratsleiter fr Soziales im StuRa der TU Ilmenau.

    Hauptkritikpunkte des StuRa an dem Konzept, welches schon im Studienausschuss vorgestellt worden war, ist die geplante Auslagerung von Allgemeinsprachkursen in spanischer und franz-sischer Sprache an ein Foreign Language Centre im Sommersemester 2010 (wahrscheinlich ange-siedelt an der TU Service GmbH) und damit ver-bundene Kosten in Hhe von 45 bzw. 54 Euro pro Semester (je nach Teilnehmerzahl), die Einfhrung einer Anwesenheitspflicht und die mittelfristige Neuausrichtung des Sprachenzentrums in Rich-tung der Wirtschaftssprache.

    Bei der Veranstaltung wurde nach dem Einfh-rungsvortrag durch einen Vertreter des Studieren-denrates durch das Rektorat in Person vom Prorek-tor fr Bildung, Prof. Petzoldt, klar gestellt, dass es unter der Leitung dieses Rektorats keine Anwe-senheitspflicht an der TU Ilmenau geben werde und dass es sich bei dem Konzept derzeit noch um eine reine berlegung aus dem Spracheninstitut handele, die noch nicht diskutiert wurde. Fr diese

    Diskussion regte er die Grndung eines studenti-schen Sprachenbeirats an, der vom Studierenden-rat initiiert werden solle.

    Die Leiterin des Sprachenzentrums bat um Ver-stndnis fr die notwendige Umgestaltung und lud alle Interessierten ein, konstruktiv daran teilzu-nehmen. Die mittelfristige Ausrichtung in Richtung Wirtschaftssprachen sei jedoch notwendig, um die Studierenden fit fr das sptere Berufsleben zu machen. Die Verschiebung einiger Allgemein-sprachen in den kostenpflichtigen Sektor begrn-dete sie mit der Knappheit an finanziellen Mitteln, die eine reichhaltigere Sprachauswahl ohne Kos-ten verhindere. Bei der Anwesenheitspflicht htte man sich am Hamburger Modell orientiert, das fr die Anerkennung von Hochschulkursen eine Anwesenheit von 80% vorschreibt. Am Ende regte sie noch einmal einen Dialog an, bei dem sich je-der mit Problemen an sie wenden knne.

    Der Studierendenrat zeigte sich erfreut ber die sehr vielschichtige Debatte und die klaren Worte des Rektorats. Es ist gut, dass die Anwesenheits-pflicht vom Tisch ist, aber die anderen Punkte gilt es nach wie vor kritisch zu begleiten. Wir werden das Angebot des Rektorats, einen Sprachenbeirat zu grnden, annehmen. Wie die Debatte gezeigt hat, gibt es viele Probleme, die wir nur gemein-sam lsen knnen und dabei kann der Beirat gute Dienste leisten. Denn auch wenn das Konzept als Ideensammlung dargestellt wurde, so wird doch schon in vielen Teilen die Umsetzung vorberei-tet. Wir hoffen dabei auf eine konstruktive Zu-sammenarbeit aller Beteiligten, fasste Andreas Weidner die Ergebnisse der Veranstaltung zusam-men. (ek|aw)

  • 4Kommentar

    Bildungsstreik

    Zugegeben, es ist nicht lange her, da htte ich nicht daran geglaubt, in nchster Zeit bei einem Streik ganz vorne mit dabei zu sein, auch nicht bei einem Bildungsstreik. Ich studiere Physik, das Be-treuungsverhltnis ist einzigartig, die Vorlesungen sind gut, zum Teil sogar sehr gut und eigentlich fhle ich mich wohl. Doch die Mitgliedschaft im StuRa brachte viele neue Einblicke - nicht nur in andere Studiengnge, sondern auch in meinen ei-genen und weckte ein gewisses Solidaritts- und Verantwortungsbewusstsein.

    So kam es dann auch, dass ich mich unverhofft an der Organisation des Bildungsstreiks an unserer Uni beteiligte. Somit hat sich mir die Mglichkeit geboten, die von mir als wichtig erachteten For-derungen persnlich zu untersttzen und einen Streik zu formen, wie ich ihn fr angemessen hielt. Mag sein, dass an anderen Hochschulen die Be-setzung von Hrslen ein angemessenes Mittel ist, ich htte mich aber eher mit einer Besetzung von Rathusern und Landtagen solidarisch erklrt.

    Ich habe sicherlich nicht in der ersten Reihe ge-standen bei der Organisation des Streiks, hier ha-ben andere wesentlich mehr geleistet was unter anderem an meinem Studium lag, es war nicht die ideale Woche fr mich. Doch es gibt auch vieles,

    mit dem man im Hintergrund mitwirken kann.

    Mein persnliches Highlight der Streikwoche war natrlich die Podiumsdiskussion mit dem Staats-sekretr und der Unileitung. In der Vorbereitung dazu habe ich versucht, so viele Leute wie mglich zu motivieren in den Audimax zu kommen und die Interessen der Studierendenschaft zu vertreten. Dabei habe ich neben vielen Studierenden auch mit Professoren gesprochen und sie gefragt, wie sie zum Bildungsstreik stehen, was ihre Meinun-gen und Forderungen sind. Dabei ist mir eines so deutlich geworden wie noch nie: Im Studium geht

    es darum, dass ich persnlich etwas fr mein Le-ben lerne. Ich wei, dies ist eine einfache Wahr-heit, sie wird oft erzhlt. Doch ist mir erst durch die vielen Gesprche klar geworden, wie weit ich mich von diesem Ziel entfernt habe. Ich hatte nur noch meine Prfungen im Sinn, ohne den Zusam-menhang zwischen den verschiedenen Fchern und Disziplinen zu erkennen. Fr gute Noten hat das natrlich gereicht. Diese sind sicher wichtig fr meine Bewerbungen, aber fr mich sollte es doch mehr als nur Noten geben. Etwas, das schon seit langem als eines der wertvollsten Gter gilt: Wissen. Natrlich kann man Wissen auch durch das Lernen fr eine Prfung erlangen - sehr gut so-gar - doch dazu braucht man auch entsprechend Zeit und einen freien Kopf. Mir macht es noch im-

  • 5mer unglaublich viel Spa, Physik zu lernen, zu be-greifen, zu verstehen und anzuwenden, aber ich mache genau das zu selten.

    Auch wenn der Besuch des Staatssekretrs nicht all das gebracht hat, was wir uns gewnscht oder ertrumt haben, so haben wir doch erreicht, dass ein Politiker zu uns an die Uni kam und jeder die Chance hatte, ihm seine Fragen zu stellen. Dies wiederum hat mir wieder eine andere Sache vor Augen gefhrt: Wir knnen Dinge erreichen und verndern, wenn wir uns dafr entschlossen ein-

    Der Bildungsstreik trgt saftige Frchte. Nach der Abschaffung des Verwaltungskostenbei-trags in Thringen will das Kultusministerium nun auch wissen, wo sonst noch der Schuh drckt. Darum sind am 10.2.2009 ausgewhlte Vertreter von Hochschulen und Studierenden ins Ministerium eingeladen, um bei einem Hochschulgipfel ber ihre Leiden und Probleme zu beraten. Ob das was bringt, bleibt abzuwar-ten. Aber es ist doch schon mal dufte, dass es sie zu interessieren scheint. (nf)

    setzen.

    Ich habe deshalb entschieden, mir den Spa nicht lnger nehmen zu lassen, und so zu studieren, dass ich etwas davon habe. Dessen bin ich mir be-wusster als je zuvor.

    Danke Bildungsstreik. (fk)

    Rckmeldung nicht vergessen!

    Das Semester neigt sich dem