Testbericht RESTEK EXTRACT Monoendstufe in HIFI STARS Dezember 2010

download Testbericht RESTEK EXTRACT Monoendstufe in HIFI STARS Dezember 2010

If you can't read please download the document

  • date post

    26-Jun-2015
  • Category

    Business

  • view

    6.632
  • download

    2

Embed Size (px)

description

Testbericht RESTEK EXTRACT Monoendstufe in HIFI STARS Dezember 2010

Transcript of Testbericht RESTEK EXTRACT Monoendstufe in HIFI STARS Dezember 2010

  • 1. Ausgabe 09 Dezember 2010 Februar 2011 Deutschland 11 sterreich 12,30 Luxemburg 13,00 Schweiz sfr 22,50 HIFI-STARS-Technik-Musik-LebensartAusgabe09-Dezember2010/Februar2011 ISSN 1867-5166 www.hifi-stars.de Titel_4_10.qxd 12.11.2010 20:37 Uhr Seite 1

2. 37 A drianus Elschot, Vorstandsvorsitzender der Restek AG, lebt konsequent seine Fir- menphilosphie: Restek fhlt sich zu Kontinuitt und langfristiger Produktpflege ver- pflichtet. Wenn High-End-Produkte aus Deutschland aufgezhlt werden, darf Restek in dieser Reihung nicht fehlen. Das in der Nhe von Kassel beheimatete Unternehmen produziert seit ber 30 Jahren neben Gerten fr die Medizin- technik auch klassische High-End-Gertschaften, die ber eine auerordentlich hohe Fertigungstiefe verfgen. Es werden sogar die Gehuseteile auf den hauseigenen CNC-Maschinen produziert. Der Hersteller unterstreicht damit seinen Anspruch auf Manufaktur. Aber nicht nur die Gehusequali- tt ist perfekt, sondern es sind auch und gerade die klanglichen Meriten der Restek-Produkte, die einen nachhaltig positiven Ruf genieen. Die Qualitten der Tuner dieses Herstellers sind be- reits legendr und die anderen Gerte stehen dem in nichts nach. Die beiden zum Testbericht anste- henden Endverstrker mit dem verheiungsvol- lem Namen Extract stehen somit in voller Tra- dition dieses deutschen Herstellers, der Qualitts- High-End im Grunde seit der ersten Stunde mit- bestimmt hat. Die Tatsache, da alte Restekgerte jederzeit technisch - noch dazu fr einen fairen Preis (inkl. Garantie) - auf den heutigen Stand ge- bracht werden knnen, ist nicht nur kunden- freundlich, vielmehr eher ein Vorzeigebeispiel da- fr, wie man Nachhaltigkeit ganz selbstverstnd- lich seit Jahren praktiziert. Gerade dieser Fakt soll- te m.E. in unserer Wegwerfgesellschaft besonders herausgestellt werden. Ich habe dies bereits vor ei- niger Zeit selber ausprobiert und bin heute immer noch hochzufrieden mit dem Gert (Restek- Vorverstrker Vector). Zudem ist das Design ber die Jahrzehnte hinweg identisch, was einerseits den Wiedererkennungswert erhlt und andererseits dem Besitzer ein zeitloses Gert beschert. Und so wie die Gerte aussehen, so musizieren sie auch: geradlinig, ohne jegliche Arabesken. Der Restek- besitzer wei, wenn er seine Anlage einschaltet, e- rwartet ihn nur die reine Musikwiedergabe des je- weiligen Tontrgers. Restek Mono-Endverstrker Extract Musikalische Quintessenz Klein, stark, silbern - der Restek Extract 3. Blickkontakt, Technik Schon der optische Eindruck der beiden Mono- Endstufen bezeugt das Robuste und die ersten Berhrungen der Hnde mit dem kalten Metall lassen Gefhle aufsteigen. Die beiden groen Zei- gerinstrumente erinnern spontan an frhere HiFi- Zeiten - als die Lautstrken mit dem entsprechen- den Zeigerzucken noch im zweikanaligen Gleich- takt waren... Die beiden Mono-Verstrker Restek Extract sind streng spiegelsymmetrisch aufgebaut. Der beson- dere Vorzug des Getrenntbaus besteht zudem in der komplett separierten Stromversorgung sowie in den vllig voneinander getrennten Baugruppen. Damit herrschen fr jedes Gert optimale Arbeits- bedingungen. Die Schaltungstechnik ist innerhalb der Endstufe in vier Baugruppen aufgeteilt: Die Verstrkerstufen, nmlich Spannungsverstrker (Treiberstufe) und Stromverstrker (Endstufe), weiters die Instrument- und Zustandsanzeigen zur Information des Benutzers und letztlich das Netz- teil zur Stromversorgung des gesamten Gertes. Dieser technische Aufwand wird sptestens bei der Musikwiedergabe seine Wirkung zeigen, doch dazu spter mehr. Die beiden Kraftverstrker las- sen sich entweder je einzeln oder ber die Restek- eigene Remote-Kabelstrecke - vom Vorverstrker angesteuert - ferneinschalten. Dazu mssen sie lediglich in den Automatikmodus geschaltet wer- den. Die symmetrischen wie asymmetrischen Ein- gangsbuchsen lassen alle denkbaren Spielpartner zu. Man knnte sogar mit dem lautstrkeregelba- ren Restek-CD-Player Epos dieses Gert direkt verbinden, um damit eine highfidele Minimal- lsung herbeizufhren - direkter gehts (bei Passiv- Lautsprechern) nicht mehr. Die symmetrische Verbindung empfiehlt sich aufgrund ihrer elek- trisch gnstigeren Eigenschaften, denn die Beein- 38 flussung des Nutzsignals durch Einkopplungen auf dem bertragungsweg ist bei einem symmetri- schen Signalweg auf beiden Leitern nahezu gleich- artig, so da sich bei Differenzbildung der beiden Leiterpotentiale die Strung (nahezu) aufhebt. Brummschleifenprobleme entstehen erst gar nicht. Beim Autor bernahm das Excelsior von Sommer Cable die Aufgabe des Signaltransfers und lste sie bestens. Was fr die Verbindungslei- tungen gilt, gilt ebenso fr den Aufbau des Ver- strkers, da sein symmetrisches Schaltungsprinzip erheblich unempfindlicher gegen Einstrahlungen jeglicher Art ist. Kurz gesagt: Wo nichts brummt und nichts intermoduliert, herrscht Ruhe im Klang. Die Lautsprecheranschlsse verfgen ber vergol- dete Klemmen. Die technischen Daten sind in der Tat beeindruckend: Sinusleistung 180 Watt an 8 Ohm, 300 Watt an 4 Ohm. Der Frequenzgang de- finiert sich mit 5 Hz - 150 kHz (bei -3 dB). Die Eingangsempfindlichkeit liegt bei 2 V/rms und die Eingangsimpedanz bei 47 kOhm asymme- trisch und 10 kOhm symmetrisch. Die Abmessun- gen (B x H x T) sind mit 245 x 155 x 395 mm durchaus kompakt und die Gewichtsangabe von ca. 16 kg glaubt man erst dann, wenn die Verstr- ker beim Auspacken in die Hand genommen wer- den. Whrend die Gehuse in schwarz gehalten sind, kann der Interessent bei der Frontplatte zwi- schen Acrylglas hochglanzpoliert, Aluminium schwarz, champagner oder silbrig matt gebrstet, alternativ Messing und verchromt whlen. Und wer es in Gold braucht - auch das wird ermglicht. Der Blickfang... ...und die Innereien - auf beides legt man bei Restek gleichermaen Wert 4. 39 Tonale Selbstverstndlichkeit Dieses Schlagwort fiel mir pltzlich whrend des Hrens ein. Mittlerweile spielt hier eine komplette Restek-Kette. Vom digitalen Signalgeber Epos (den Sven Bauer in Heft 2 vorstellte) ber den vor zwei Jahren upgedateten Vorverstrker Vector weiter an die hier zur Beschreibung anstehenden Mono-Endstufen Extract. Nicht nur uerlich ei- ne in sich absolut stimmige Angelegenheit, die im gewhlten ueren (Aluminium schwarz, matt gebrstet) ganz dem No-Nonsens-Geschmack des Autors entspricht. Die perfekt dazu passenden verchromten Regler geben der Anlage diesen klei- nen optischen Touch der Verspieltheit (auch das Auge will und soll seinen Spa haben). Selbiger tritt nmlich sofort ein, wenn die Musik spielt. Die Art und Weise wie sie spielt, ist auch auf Dauer sehr angenehm, denn diese auffallend unange- strengten, absolut stabilen und dabei konsequent sauber durchgezeichneten Klangfarben erwecken sofort die Aufmerksamkeit des Zuhrers. Ein Beispiel fr anspruchsvolle tonale Wiedergabe befindet sich auf der CD Porz Gwenn (LZ 26) des franzsischen Pianisten Didier Squiban und hier im Speziellen der Track 4 Diskan. Eine CD-Produktion, die 1998 brigens lediglich unter Mithilfe von zwei Neumann-Mikrophonen analog in einer Kirche aufgenommen wurde. Damit er- tnt der baukrpertypische Nachhall in Verbin- dung mit den schwingenden Klngen eines Stein- ways schlichtweg sensationell. Es ist bei mir mitt- lerweile schon zum Ritual geworden, genau diesen Titel als erstes Stck auf der jeweiligen Testanlage anzuspielen. Wenn alles pat - und das entlarvt dieser Tontrger bei einer ganz bestimmten Mit- Alles dran, was man so braucht - die Rckseite des Extract 5. 40 tenfrequenz auf diesem Titel sofort - werden nicht selten alle 18 Variationen des puren Klavierklanges durchgehrt. Diese immer wieder beeindrucken- den kreativen Tonfolgen des Pianisten lassen jeden Zuhrer in eine tiefe beruhigende Stimmung glei- ten. Die Kraft, oder besser gesagt, die Wucht der Restek-Extract wirken gerade bei den schnellen Dynamiksprngen eines Pianos/Flgels in der Tat beruhigend, weil gerade diese durch die verstr- kende Elektronik nicht eingebremst werden und damit gleichzeitig richtig wiedergeben sind. Gleichermaen souvern geht der Leistungsver- strker mit klassischer Musik um. Eine 1984 von der Deutschen Grammophon eingespielte Auf- nahme mit dem Chicago Symphony Orchestra un- ter der Leitung von Claudio Abbado von Hector Berlioz Symphonie Fantastique (GH 410895-2) nimmt den Autor mit auf eine musikalische Reise, die ihm in uerst positiver Erinnerung beim Verfassen dieser Zeilen steht. Das ist zwar eindeu- tig schwerer musikalischer Stoff, der jedoch mit dieser verblffenden Selbstverstndlichkeit souve- rn vorgetragen wird. Eine vllig andere Musikrichtung kommt mit Vaya Con Dios in den CD-Player. Mit Night Owls (LC 0116) brachte 1990 die belgische Band einen der Top-Hits auf den Markt, der bis heute bei vie- len (nicht nur) High-Endern gespielt wird. Hier sind es gerade die herrlich rhythmisch eingespiel- ten Gitarrenklnge in Verbindung mit der durch- aus lasziven Stimme der Sngerin (Dani Klein) so- wie die im Hintergrund wirkenden Blasinstrumen- te, die den Zuhrer sofort auf gute Laune um- schalten lassen. Genau das sind die Momente, in denen selbst ich als hinsichtlich reproduzierender Technik ber die Jahre hinweg zwangslufig durchaus anspruchsvoll gewordener Autor nicht nur Musik hre, weil ich einen Artikel schreiben mu - nein, hier bin ich selbst zu Hause. Da darf ein weiterer Lieblingstitel nicht fehlen. Es war Freitag der 03. Juni 1998, als die Damen und Herren des Buena Vista Social Club in der be- rhmten Carnegie Hall zu Gast waren ... dieses Konzert ging in die Annalen der Musikgeschichte ein, dazu mu ich nichts weiteres mehr sagen. Dem Himmel sei Dank, da Ry Cooder als mit- spielender Musiker und Produzent auf die Klang- qualitt geachtet hat. So erschien 2008 diese im Booklet herrlich bebilderte Doppel-CD (WCD- 080), die man in kompletter Lnge durchlaufen lassen kann - der Lautstrkepegel darf ruhig etwas hher sein, der Stimmung angepat. Ach ja - um was gehts hier eigentlich? Stimmt - die beiden Mono-Endstufen Extract von Restek... Auf