Unzensuriert Magazin - Sonderheft Wehrpflicht

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Grundwehrdienst attraktivieren Wehrpflicht: Stimmung im Land steigt Deutschland will Ausländer rekrutieren Kasernen vor dem Aus Das Schweden-Modell im Vergleich Petition „Pro Wehrpflicht“ Die Wehrpflichtlüge der SPÖ „In Stein gemeißelt“ Sonderausgabe „Wehrplicht“ MAGAZIN www.pro-wehrpflicht.at unzensuriert.at unzensuriert.at unzensuriert.at unzensuriert.at unzensuriert.at unzensuriert.at unzensuriert.at unzensuriert.at Sonderausgabe • Jg 1 • März 2011 www.unzensuriert.at
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    20-Mar-2016
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  • Grundwehrdienst attraktivieren

    Wehrpfl icht: Stimmung im Land steigt

    Deutschland will Auslnder rekrutieren

    Kasernen vor dem Aus

    Das Schweden-Modell im Vergleich

    Petition Pro Wehrpfl icht

    Die Wehrpfl ichtlge der SP

    In Stein gemeielt

    SonderausgabeWehrpl icht

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    Grundwehrdienst attraktivieren

    Wehrpfl icht: Stimmung im Land steigt

    Deutschland will Auslnder rekrutieren

    Kasernen vor dem AusDas Schweden-Modell im Vergleich

    Petition Pro Wehrpfl icht

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    Grundwehrdienst attraktivieren

    Wehrpfl icht: Stimmung im Land steigt

    Deutschland will Auslnder rekrutieren

    Kasernen vor dem Aus

    Das Schweden-Modell im Vergleich

    Petition Pro Wehrpfl icht

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    Unzensuriert jetzt auch als MagazinUnzensuriert.at berichtet seit mehr als zwei Jahren aktuell ber Themen, denen von der Masse der Medien nicht die ausreichende Beachtung geschenkt wird. Warum nun zustzlich ein Unzen-suriert-Magazin?

    Weil manche Themen zu wichtig sind, um sie ausschlielich der tagespolitischen Debatte zu berlassen. Weil die Vorstu-fe einer eigenen Meinung grundlegende Faktenkenntnis sein sollte, die von den Politikern im emotionalen Wettstreit um Whlerstimmen kaum mitgeliefert wird.

    Deshalb legen wir Anfang April nach die-ser Sonderausgabe ein erweitertes Un-zensuriert-Magazin zur Wehrpfl icht auf und widmen uns fortan viermal im Jahr

    den Grundlagen der groen Themen, die das Land bewegen, ergnzt durch Inter-views und Reportagen sowie spannende Hintergrundgeschichten zur aktuellen Internet-Berichterstattung.

    Mit einem Abonnement untersttzen Sie den Fortbestand unserer Internet-Zei-tung und frdern auch die Verbreitung des Magazins unter Jugendlichen und Studenten, denen wir besonders gn-stige Bezugspreise anbieten.

    Ja, ich mchte das vierteljhrliche Unzensuriert-Magazin abonnieren. Das erste Heft widmet sich dem Schwerpunktthema Wehrpfl icht. Abon-nenten erhalten auerdem das Unzensuriert-Jahrbuch kostenlos dazu. Bitte ankreuzen:

    Ja, ich mchte das Unzensuriert-Jahrbuch 2010 zum Vorteilspreis von 10 exkl. Porto bestellen. Das Buch greift die politischen Entwicklungen aus dem Jahr 2010 auf und setzt die Ereig-nisse in einen Zusammenhang.

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  • MEINUNG3

    Liebe Soldatinnen und Soldaten!Schon lange nicht stand das Bundesheer so sehr im f-fentlichen Interesse wie in diesen Wochen und Mona-ten. Doch die notwendige Debatte ber eine Reform des Heeres ist zur Farce geraten. MARTIN GRAF

    Ohne die ntige Grundlage in Form einer Sicherheitsdoktrin tobt der Streit ber die Organisationsform. Wehr-pfl icht oder Berufsheer lautet die Frage, auf welche die Zukunft der Landesver-teidigung reduziert wird.

    Ich bin in dieser Frage ganz klar positi-oniert, weil die Abschaffung der Wehr-pfl icht Folgen htte, die ich fr unser sterreich nicht haben will. Weil ein Berufsheer leicht den Bezug zum Volk verlieren kann. Weil ein Staatsbrger nicht nur Rechte, sondern auch Pfl ich-ten haben soll. Und weil das Ende der Wehrpfl icht gleichbedeutend ist mit der vlligen Aufgabe unserer Neutra-

    litt und auch der Souvernitt. Lan-desverteidigung wre nur noch in in-ternationalen Verbnden mglich. Man kann ber all das diskutieren, aber bitte sachlich! Wer Berufsheer sagt, muss auch die Konsequenzen deutlich ma-chen. Wer Berufsheer sagt, darf nicht die Kosten verschleiern und gering rechnen lassen. Doch den Wehrpfl icht-Gegnern gehen die Emotionen so sehr durch, dass der Verteidigungsminister gar im Zorn den Generalstabschef absetzt.

    Die Gegner der Wehrpfl icht machen, un-tersttzt von manchen Medien, viel Lrm und Wind. Die Befrworter und ich bin sicher, dass sie in der Bevlkerung, ganz

    Mag. Dr. Martin Graf (FP) ist Dritter Nationalratsprsident in sterreich.

    Als die ersten Anzeichen der Wehr-pfl icht-Debatte am politischen Hori-zont erkennbar waren, hat Unzensuriert - Verein zur Frderung der Medienviel-falt die Petition Pro Wehrpfl icht ge-startet, um jenen eine Plattform zu bie-ten, die den Wert eines unabhngigen sterreichischen Bundesheeres anerken-nen und beibehalten wollen.

    ALEXANDER HFERLChefredakteur

    Die Dynamik der letzten Monate hat gezeigt, dass wir die Lage richtig einge-schtzt haben. Minister Darabos wurde von den SP-Granden zur Umkehr seiner Argumentation gezwungen und kmpft seither mit Leidenschaft gegen seine ei-genen Aussagen und Bekenntnisse aus der jngsten Vergangenheit.

    Als unabhngiges Internet-Medium (www.unzensuriert.at) legen wir derzeit einen Schwerpunkt auf die Berichter-stattung ber die Wehrpfl icht-Debatte und beziehen klar Stellung aus tiefster berzeugung und weil Medienvielfalt auch bedeutet, dem bergewicht der Kronen Zeitung und ihrer einseitigen Propaganda etwas entgegen zu setzen.In unserer Internet-Zeitung fi nden Sie tglich aktuelle kritische Berichte ber Themen, denen von den groen Medien nicht ausreichend Bedeutung beigemes-sen wird. Dem Thema Wehrpfl icht wid-

    men wir abseits vom Tagespolitischen auch die erste Ausgabe unseres Maga-zins, die Anfang April erscheinen wird. Zahlreiche Heeresexperten werden darin zu Wort kommen.

    Auf Seite 2 haben Sie die Mglichkeit, das vierteljhrlich erscheinende Unzen-suriert-Magazin zu abonnieren, unser Jahrbuch mit den spannendsten poli-tischen Themen aus dem Jahr 2010 zu bestellen und sich fr unseren tglich Infobrief anzumelden.

    besonders aber im Bundesheer in der Mehrheit sind mssen sich daher auch laut und deutlich bekennen. Mittlerwei-le haben sich zahlreiche Initiativen for-miert, um die Wehrpfl icht zu erhalten. Zeigen Sie bitte Flagge und kmpfen Sie mit mir und vielen anderen fr die Si-cherheit unseres Landes!

    Editorial

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  • 4 POLITIK

    Stimmung fr Wehrplicht steigt

    Immer wieder kommt aus der Politik der Vorschlag, die Frage der Wehrplicht einer Volksabstimmung oder zu-mindest einer Volksbefragung zu unterziehen.

    An der Ernsthaftigkeit darf gezwei-felt werden, denn im Nationalrat stimmten die Regierungsparteien SP und VP gegen beide Vorhaben. Trotz-dem wird die Stimmung in der Be-vlkerung regelmig erhoben. Dabei zeichnet sich ab, dass die Zustimmung zur Wehrpflicht steigt. Hier einige Er-gebnisse:

    Das Institut OGM hat dreimal in-nerhalb der letzten drei Monate die Zahlen erhoben. Zunchst lagen die Berufsheer-Befrworter mit 54 zu 41 Prozent deutlich vorne, einen Monat spter stand es nur noch 49 zu 43 Prozent, und am 25. Februar 49 zu 46 Prozent. Bei anderen Instituten findet der Ver-teidigungsminister mit seinem Modell gar keine Mehrheit. In Niedersterrei-ch immerhin dem bevlkerungsm-ig zweitgrten Bundesland spra-chen sich laut GfK am 7. Februar 57 Prozent fr die Wehrpflicht und nur 39 Prozent dagegen aus. hnlich das Bild in einer bundesweiten Umfrage des Linzer market-Instituts, ebenfalls von Anfang Februar: 56 zu 40 Prozent fr die Wehrpflicht.

    Klare Mehrheit fr Neutralitt

    Bei OGM sprachen sich brigens auch 67 Prozent der Befragten fr die Bei-behaltung der Neutralitt aus. Nur 24 Prozent halten sie fr berholt. Die Regierungsparteien waren daher eifrig bemht festzustellen, dass sie an der Neutralitt nicht rtteln. Doch wenn sie die Wehpflicht wirklich abschaffen, wird auch das nur ein Lippenbekennt-nis bleiben.

    Diese Stze hat nicht etwa der abge-setzte Generalstabschef Edmund En-tacher gesagt, sondern Verteidigungsmi-nister Norbert Darabos am 1. Juli 2010, also vor nicht einmal einem Jahr. Das Nachrichtenmagazin profil hat diese und hnliche Zitate zusammengetragen und den 180-Grad-Schwenk einer Partei penibel dokumentiert.

    Zwei magebliche politische Akteure haben den Richtungswechsel hervorge-rufen: die Kronen Zeitung und Wiens Brgermeister Hupl. Motivation dafr ist bei beiden wohl nicht die ernsthafte Sorge um die Sicherheit, sondern rei-ne Taktik. Die Krone habe in kurz zuvor verffentlichten Leseranalysen stark bei den 14- bis 18-Jhrigen verloren und versuche nun, sich bei dieser Zielgrup-pe beliebt zu machen, vermutet profil.

    In Stein gemeieltWir brauchen die Grundwehrdiener fr die Aufgaben im Inland, wie Katastrophenschutz und Assistenzeinsatz. Ein Berufsheer ist nicht billiger, sondern teurer. Au-erdem sei die Wehrplicht fr sterreich demokratie-politisch wichtig. Fr mich ist die Wehrplicht in Stein gemeielt.

    hnliches erhoffte sich wohl Hupl, als er nur sechs Tage vor der Landtagswahl die Wehrpflicht per Volksabstimmung zum Abschuss freigab: Bei einem so wichtigen Thema muss man die Stimme des Volkes hren. Darabos pflichtet ihm am nchsten Tag gleich artig bei und spricht sich fr eine offene Diskussion zur Wehrpflicht in sterreich aus.

    Die Diskussion verluft allerdings nur kurz offen und ehrlich, denn von je-nen, die sich in Fragen der Sicherheit am besten auskennen, sind Diskussi-onsbeitrge unerwnscht. Generalstab-schef Entacher uerte am 20. Jnner im profil seine Bedenken gegen das nun von Darabos prferierte Modell. Ein Berufsheer sei nmlich zu teuer und er habe Zweifel, die ntige Anzahl an Freiwilligen rekrutieren zu knnen.

    Die Ernennung Entachers zum Generalstabschef nahm Darabos persnlich vor, die Abberufung durfte ein ziviler Sektionschef durchfhren.

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  • POLITIK5

    Die Konsequenzen sind einer entwi-ckelten Demokratie, in der die Meinungs-freiheit zu den hchsten Werten zhlt, unwrdig. Darabos beruft Entacher ab, findet allerdings nicht einmal den Mut, dem obersten Soldaten des Landes dabei in die Augen zu schauen. Durch einen zi-vilen Sektionschef lsst er die Nachricht berbringen.

    Freiwilligenheer schngerechnet

    Die Art und Weise der Abberufung passt zur Entstehungsgeschichte des vom Mi-nister ber den grnen Klee gelobten Modells eines Freiwilligenheeres. Wie Der Standard am 27. Jnner enthllt, hat Darabos die ursprnglich vom Gene-ralstab prsentierten Modelle nachrech-nen lassen mit dem Ziel, das Freiwil-ligenheer kostengnstiger darzustellen, als es ursprnglich gewesen wre.

    Auch der Vergleich mit dem aktuellen Modell hinkt, weil hierzu die Kosten fr die Sportfrderung gerechnet wur-den, die aber im Modell Frewilligenheer nicht enthalten sind. Und schlielich wird noch publik, dass nicht nur zahl-

    reiche Kasernen geschlossen und Lie-genschaften des Bundesheeres verkauft werden sollen, sondern dafr auch vllig utopische Preise kalkuliert wurden, die etwa das Zehnfache des bisher durch-schnittlich erzielten Verkaufserlses fr Bundesheergebude betragen.

    Doch nicht nur der Verteidigungsminister hat sich im Laufe der Anti-Wehrpflicht-Kampagne vllig ins Out befrdert, auch die Kronen Zeitung schiet weit ber das Ziel hinaus. Ihr Redakteur Peter Gnam formuliert in der Ausgabe vom 14. Februar einen ziemlich eindeutigen Auf-ruf an die jungen Mnner, dem Einberu-fungsbefehl nicht folge zu leisten:

    Man erhlt den Einberufungsbefehl und ignoriert ihn. Das ist natrlich strafbar, doch wenn das Tausende junge Mnner tun, was dann? Sperrt die Justiz dann alle Wehrdienstverweigerer ins Gefng-nis? Gehen die Gefngnisse dann end-gltig ber?

    Die Offiziersgesellschaft und die Bun-desvereinigung der Milizverbnde er-statten Anzeige wegen Aufforderung zu

    mit Strafe bedrohten Handlungen und deren Gutheiung.

    Krone-Journalist Gnam legt sich mit dieser Aussage ins Bett mit beseelten Bundesheer-Gegnern wie dem Grnen-Abgeordneten Peter Pilz, der sogleich eine Wehrdienstvermeidungsberatung fr junge Mnner ankndigt. Auf vllig unserise Weise wird hier suggeriert, dass niemand mehr zum Bundesheer einrcken msse. Dabei ist selbst im Fal-le einer Umstellung auf ein Berufsheer mit einer jahrelangen bergangsphase zu rechnen.

    Die Wehrdienst-Gegner haben sich also vergaloppiert und dabei auch noch ihre Maske fallen lassen. Auch jene, die bei einer Umstellung auf ein Berufsheer auf eine professionellere und besser ausge-rstete Armee hoffen, mssen erkennen, dass das nicht Zweck der bung ist. Schon mit der Behauptung, ein Freiwilligenheer zu den gleichen Kosten wie die aktuelle Wehrpflichtigen-Armee erhalten zu wol-len, zeigt deutlich, dass das Aushungern des sterreichischen Bundesheeres seine Fortsetzung finden wrde.

    Das wahre Ziel lautet: Bundesheer abschafen!

    Schon bei der Besetzung des Vertei-digungsressorts mit dem Zivildiener Norbert Darabos wurde gemutmat, dass nur die Zerschlagung des Bundes-heeres das versteckte Ziel dieser Perso-nalentscheidung sein knne.

    Dass es in den Reihen der Sozialisten starke Stimmen gibt, die das Heer rundweg ablehnen, sei an dieser Stel-le in Erinnerung gerufen. Die Sozialis-tische Jugend stellte dies unlngst erst wieder mit einer Medienaktion unter Beweis. Bundesheer abschaffen! Nie wieder sterben fr Kapital und Vater-land, stand da auf einem Transparent geschrieben, das die Jungsozialisten unter Fhrung ihres Wiener Vorsitzen-den Stefan Jagsch vor dem Parlament

    entrollten. In einer Laientheatereinlage trat der Tod auf und bedrohte, den Fu auf einem gefallenen Soldaten, einen anderen mit der Sense.

    Die Entscheidungstrger der SP ent-stammen dieser Jugendorganisation. Sowohl Kanzler Faymann als auch seine wichtigste Beraterin Laura Rudas haben dort ihre Polit-Karrieren gestartet. Auch der grne Sicherheitssprecher Peter Pilz passt als ehemaliges Mitglied der Grup-pe Revolutionrer Marxisten gut in diese Versammlung, die sich ihrem Ziel einer Zerstrung des Bundesheeres nun sehr nahe sieht.

    Politische berzeugungen von derart extremer Ausprgung legt man nicht

    Es mgen vielfach taktische Motive gewesen sein, die fr das Ausbrechen der Wehrplicht-Debatte gesorgt haben. Doch dahinter steckt auch Ideologie.

    ab, wenn man in der Politik nach oben kommt. Bestenfalls lernt man, sie in mehrheitsfhige Worte zu verkleiden. Eines davon ist Freiwilligenheer.

    Jungsozialisten offenbaren die wahre Bundesheer-Ideologie der Roten.

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  • 6 GRUNDWEHRDIENST

    Wehrdienst muss wiederein Erlebnis werdenVor allem fr Grundwehrdiener ist die jetzige Situation im Bundsheer ot unbefriedigend. So genannte Systemer-halter, die zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes eingesetzt werden, klagen nach Ende des Grundwehr-dienstes ber sinnlose Aufgaben und sehen daher die sechs Monate als verlorene Zeit. StWm MARIO KUNASEK

    Auch die Abrsterbefragung am Ende des Grundwehrdienstes zeigt diese Meinung: Whrend Systemerhalter dem Bundesheer berwiegend negativ ge-genber stehen, sehen Abrster, die in einer Einsatzorganisation eine Funktion inne hatten und auch entsprechende Ausbildungsinhalte vermittelt bekom-men haben, das Bundesheer durchaus positiv. Hlt man sich vor Augen, dass bis zu 50 Prozent der Grundwehrdie-ner in der Funktion eines Systemerhal-ters dienen, versteht man auch die oft vorherrschende negative Meinung zum Bundesheer.

    Eine Attraktivierung des Grundwehr-dienstes kann es also nur geben, wenn die Anzahl der Systemerhalter auf ein Mindestma reduziert wird. Das bedeutet aber natrlich, dass man diese Aufgaben zur Aufrechterhaltung des militrischen

    Dienstbetriebes auslagern msste und damit auch Mehrkosten entstehen wr-den. Aber auch der Ausbildungsbetrieb ist in vielen Bereichen zu reformieren. Der Grundwehrdiener muss Militr erle-ben drfen, um auch entsprechend po-sitive Erfahrungen sammeln zu knnen. Die Ausbildung muss daher fordernd und abwechslungsreich sein, es muss aber auch der Sinn dahinter vermittelt und verstanden werden.

    In den letzten Jahren, nicht zuletzt auf Grund des budgetren Notstandes des Bundesheers, kann man in vielen Be-reichen eine solche Erlebnisausbildung nicht mehr bieten. Zu wenig Gert, zu wenig Personal und vor allem zu wenig Geld fr berstunden machen es den Offizieren und Unteroffizieren oft un-mglich, eine attraktive Ausbildung si-cherzustellen.

    Es darf nicht sein, dass die Ausbildung von Rekruten von der militrischen Fh-rung in den letzten Jahren in der Prio-rittenliste immer weiter nach unten gereiht wird. Das fhrt nicht nur bei den Grundwehrdienern, sondern auch beim Kaderpersonal zu einer immer greren Demotivation.

    Die wichtigsten Punkte fr eine Auf-wertung des Grundwehrdienstes sind:

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    Mario Kunasek ist Zugskommandant im Versorgungsregiment 1 in der Kirchner-Kaserne in Graz. Als Natio-nalratsabgeordneter der FP ist Kuna-sek Mitglied im Landesverteidigungs-ausschuss.

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  • KASERNEN7

    Kasernen stehen vor der SchlieungDas Bundesheermodell von Verteidigungsminister Nor-bert Darabos sieht massive Kasernenschlieungen in allen Bundeslndern vor. In der prferierten Variante Nummer 3, die sich an Schweden orientiert, sollen ster-reichweit zumindest 29 von derzeit 100 Liegenschaten geschlossen werden.

    Logisch, denn immerhin braucht ein Bundesheer ohne Grundwehrdiener auch weniger Infrastruktur. So knnte etwa Vorarlberg knftig als einziges Bundesland ganz ohne Kasernen daste-hen. In der Bilgeri-Kaserne in Bregenz und in der Walgau-Kaserne in Bludesch sind aktuell rund 500 Personen beschf-tigt, darunter 250 Grundwehrdiener, 137 pragmatisierte Berufssoldaten, 56 Zeit-soldaten und 47 Zivildiener. Beide von den Schlieungsgerchten betroffenen Standorte sind gleichzeitig auch gre-re Wirtschaftsfaktoren, weil smtliche Leistungen, die nicht aus Wien bezogen werden, im Lndle zugekauft werden.

    Mit wirtschaftlichen Argumenten zieht auch Klagenfurts Brgermeister Chri-stian Scheider (FPK) ins Rennen. Im-merhin 33 Millionen Euro sollen von den Kasernen in die Krntner Wirtschaft flieen. Von den derzeit vier gefhrdeten Standorten in der Landeshauptstadt wrde auch das wirtschaftliche ber-leben von zahlreichen Unternehmen ab-hngen, so Scheider. Schlieungen ht-ten nicht nur Auswirkungen auf die Jobs der Betroffenen, sondern natrlich auch auf die Umgebung. Gasthuser, Trafiken, Friseurlden und Lebensmittelgeschfte in der Nhe von Kasernen generieren oft den grten Teil ihrer Umstze aus den Besuchen des Kasernenpersonals.

    Auch in der Steiermark wird kein Stein auf dem anderen bleiben. berlagert von der Debatte ber die Abschaffung der Wehrpflicht, wurde bei einem Luftgipfel

    des Generalstabs die Ausmusterung der Alouette-III-Hubschrauber besiegelt. Die Fluggerte sind seit 1986 sterreichweit nur noch an drei Orten im Einsatz. Im obersteirischen Aigen im Ennstal, wo 14 der insgesamt 24 Hubschrauber statio-niert sind, frchtet man sich jetzt vor der Zukunft. Bis 2015 sollen die ersten fnf Maschinen am Boden bleiben, fnf Jah-re spter dann die restlichen. Verbunden mit der Ausmusterung wird nmlich eine komplette Stilllegung des Standortes befrchtet. Dies wre nicht nur aus wirt-schaftlicher Sicht fatal, weil an die 300 Arbeitspltze in der Abwanderungsregi-on vor dem Aus stnden, sondern ht-te viel weitreichendere Folgen, wenn es etwa um den Katastrophenschutz geht.

    Unverstndlich sind die Auflassungen von Liegenschaften nicht nur aus Wert-schpfungsgrnden fr die betroffenen Regionen, sondern auch aus wirtschaft-licher Sicht fr die Republik. Jede leer-

    stehende Bundesheer-Infrastruktur soll ja mglichst gewinnbringend verkauft werden. Doch die Praxis zeigt, dass sich der Verkauf von Heereseigentum uerst schwierig gestaltet. Seit der letzen gro-en Bundesheer-Reform wurden 120 Liegenschaften um 160 Millionen Euro verkauft. 98 Liegenschaften davon hat die SIVBEG (Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und Entwick-lungsgesellschaft mbH) um rund 142 Millionen veruern knnen. Fr heuer ist der Verkauf von 14 Objekten geplant, die einen Erls von 30 Millionen bringen sollen.

    Im Falle eines Inkrafttretens des von Norbert Darabos favorisierten Modells Nummer 3 sollen sogar insgesamt 29 Liegenschaften veruert werden - zu einer geplanten Erlssumme von 328 Millionen Euro. Durchschnittlich msste jede Liegenschaft somit ber elf Millio-nen Euro einbringen, was absolut unre-alistisch ist.

    In Aigen im Ennstal sollen die Alouette III ausgemustert werden. Verbunden damit wird eine Stilllegung der Kaserne befrchtet.

    Ladenhter: Bechtolsheim Kaserne in Wiener Neustadt.

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  • 8MODELLVERGLEICH

    Darabos und sein schwedisches ModellDer gute Mann lsst etwas vergleichen, was mit norma-lem Hausverstand nicht vergleichbar ist. pfel und Birnen kann man angeblich nicht vergleichen oder gar zusam-menzhlen, obwohl beides Obst ist. Noch diiziler wird es auf dem Gebiet der Sicherheit. Obwohl es immer um Sicherheit geht, kann man Modelle von irgendwo nicht so blauugig bernehmen. Bgdr i.R. JOSEF PAUL PUNTIGAM

    Wie schwierig das Vergleichen ist, mchte ich am folgenden prak-tischen und wirklichen Beispiel darlegen: In sterreich kommen auf einen Euro fr Sicherheit 32 Euro fr Soziales. In Deutschland kommen auf einen Euro fr Sicherheit 16 Euro fr Soziales. Wollen wir nun mit dem Vergleichen beginnen? Vielleicht das kostengnstigere deutsche Sozialsystem bernehmen, bei gleichen Leistungen um das doppelte billiger?

    Entrstet wrden alle die, die jetzt das deutsche neue Aufbietungssystem - Freiwillige statt Wehrpflichtige - nicht genug loben knnen, bei diesem Ver-gleich sofort laut aufjaulen. Daher will ich nicht vergleichen, sondern den Sach-stand beschreiben - jenen von sterrei-ch und Schweden, denn es soll ja das schwedische Modell sein, wenn es nach unserem Verteidigungsminister geht.

    Josef Paul Puntigam war Komman-dant der Anton-Wallner-Kaserne in Saalfelden und Infanteriechef des Bundesheeres. Einen ausfhrlicheren Vergleich mit anderen europischen Lndern finden Sie im Unzensuriert-Magazin (siehe S. 2).

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    Was hat Schweden was sterreich nicht hat:

    t TUFSSFJDI JTU OFVUSBM 4DIXFEFO JTUallianzfrei.t TUFSSFJDI IBU .JMMJPOFO &JOXPI-ner, Schweden 9,3 Millionen.t TUFSSFJDI IBU LFJOF .JMMJBSEFOEuro Wehrbudget wie Schweden, son-dern 2,1 nach Abzug der Aufwendungen fr das Sportministerium.t TUFSSFJDIIBULFJO.FFSBOEFS0TU-grenze, keine Tundra und NATO-Staaten im Norden, sondern viel Gebirge und die NATO rundherum.t TUFSSFJDI IBU EF GBDUP LFJOF -VGU-waffe im Gegensatz zu Schweden und keine Marine. Schweden hat eine mo-dern ausgestatte Infanteriebrigade als Interventionsstreitkraft gem den EU-Petersberg-Aufgaben, sterreich wrgt an einer kompaniestarken Battle

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    Group herum, der schlussendlich auch die kompatible Ausrstung gem Stan-dard 2011 fehlt.t TUFSSFJDI XJMM EFO 'SFJXJMMJHFO FJOAnfangsgehalt von 1200 1300 Euro zahlen. Schweden zahlt 2200 Euro, schafft es aber nicht, die notwendige Zahl von 15.000 Freiwilligen in die Ka-sernen zu locken. Auch sterreich will 15.000 Freiwillige.

    Ob das gelingt? Es ist ein Sandkasten-traum, bar jeglicher Menschenkenntnis und ohne sterreichischen Realittssinn. Einfach ein Traum fr politische Anfn-ger.

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  • REKRUTIERUNG9

    Viel zu wenige Freiwillige: Deutschland will AuslnderDer Rcktritt des deutschen Verteidigungsministers Karl-heodor zu Guttenberg ist der Plagiats-Afre um seine in weiten Teilen abgeschriebene Doktorarbeit geschul-det. Dabei hat er aber noch Glck. So bleibt er blo als Schummler in Erinnerung, der seine wissenschatliche Karriere auf die Klugheit anderer grndete, dadurch aber keinen groen Schaden angerichtet hat. Viel schwerer wiegt sein Zerstrungswerk an der deutschen Bundeswehr, denn nach der Aussetzung der Wehrplicht steht sie vor immensen Problemen.

    Am Ende holte ihn sein Wirken doch noch ein. Nur Stunden vor dem berra-schenden Rcktritt Guttenbergs berich-tete die Financial Times Deutschland ber die enormen Schwierigkeiten, die notwendige Anzahl an Freiwilligen zu rekrutieren. Es seien alarmierend wenige Menschen, die sich nach der Aussetzung der Wehrpflicht noch fr die Bundeswehr interessierten. Fr den Einberufungster-min April entspreche die bisherige Zahl der Freiwilligen nur zehn Prozent des Solls, heit es in Unterlagen aus dem Verteidigungsministerium.

    Deutschland und das ist das wirklich Alarmierende fr die Debatte in unserem

    Land will pro Jahr 15.000 Freiwillige gewinnen und schafft das offensichtlich nicht. sterreich hat bei einem Zehntel der Einwohnerzahl ein Ziel von 2.500 Freiwilligen. Es mssten also in Relation fast doppelt so viele sterreicher einr-cken wie Deutsche angesichts der Er-kenntnisse in unserem Nachbarland eine vllig unrealistische Annahme.

    Da wundert es wenig, dass bereits daran gearbeitet wird, auch Auslnder in die Bundeswehr aufzunehmen: Bestehende Regelungen sind so zu erweitern, dass Inlnder bei entsprechender Eignung, Befhigung und Leistung auch ohne deutsche Staatsbrgerschaft regelm-

    ig in die Streitkrfte eingestellt werden knnen, heit es in einem 73-seitigen Manahmenpaket zur Steigerung der Attraktivitt des Dienstes in der Bundes-wehr, das sogleich groe Begeisterung bei der SPD und den Grnen hervorrief. Der erste Schritt in Richtung Sldner-Armee. Als Stolperstein knnte sich noch erwei-sen, dass die Trkei also jenes Land, aus dem die meisten potentiellen Auslnder rekrutiert werden knnten ihre Staats-brger selbst zum Wehrdienst einzieht. Aber schon ist von einem Abkommen mit der Trkei die Rede, die gegen Geld sicher bereit sein wird, dem deutschen Heer einige Soldaten zu borgen.

    Auch Angehrige fremder Staaten sollen knftig fr Deutschland kmpfen.

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  • 10 INITIATIVEN

    Gemeinsam fr denErhalt der WehrplichtNeben der uerst erfolgreichen Petition Pro Wehr-plicht, die Sie auf der rechten Seite untersttzten kn-nen, haben auch weitere Initiativen zum Erhalt der allge-meinen Wehrplicht Stellung bezogen. Sie alle verbindet, dass trotz unterschiedlicher politischer Orientierung ein zukuntsorientiertes Modell fr das sterreichische Bun-desheer gefunden werden soll.

    Die Krntner Freiheitlichen (FPK) be-kennen sich zur Aufrechterhaltung der Wehrpflicht und zur Erhaltung des sterreichischen Bundesheeres. Mit der Bestellung von Darabos zum Vertei-digungsminister hat man einen Nicht-schwimmer zum Bademeister gemacht. Damit hat die SP bereits bewiesen, wie unwichtig ihr die Landesverteidigung ist. Man hat einen inkompetenten und ungeschickten Minister ins Amt gesetzt, der ein gestrtes Verhltnis zur Landes-verteidigung hat, so FPK-Klubobmann Uwe Scheuch. Trotz eines in den letz-ten Jahrzehnten vllig gewandelten sicherheitspolitischen, gesellschaftspo-litischen und geopolitischen Weltbildes und genderter europischer und glo-baler Bedrohungsszenarien ist nur durch die Beibehaltung der verfassungsrecht-lich abgesicherten Wehrpflicht die Auf-rechterhaltung eines funktionierenden Katastrophenschutzes, einer wirksamen Landesverteidigung und eines zeitge-men Zivildienstes nachhaltig gesi-chert. Smtliche andere Mglichkeiten wren vergleichsweise teurer, ineffizi-enter oder wrden die Vollziehung aller bertragenen Aufgaben unmglich ma-chen. www.fpk.at

    Der Obersterreichische Kamerad-schaftsbund (OKB) und die Akade-mie fr Frieden und Sicherheit in Europa (Friedensakademie) sammeln ab sofort Unterschriften fr ein Volksbegehren, das eine Allgemeine Wehrpflicht fr alle Staatsbrgerinnen und Staatsbr-ger - also auch fr Frauen - fordert. Alternativ sollen drei Arten von Ersatz-dienst zur Wahl stehen, ein sozialer, ei-ner im Bereich Katastrophen- und einer im Terrorschutz.

    Oberst dG Gnther J. Rozenits will auch Frauen verpflichten.

    Man knne sich nicht der Illusion hin-geben, dass eine Leistungspflicht fr alle komme, so OKB-Prasident und Initiator Gnther J. Rozenits. Deshalb will das Volksbegehren die nderung des Artikel 9a(3) Bundes-Verfassungsgesetz dahin-gehend, dass das Wort mnnliche her-ausgenommen wird und schlielich auch weibliche Staatsbrger zum Wehrdienst verpflichtet werden. Es gehe darum, dass wir eine Leistung der jungen Leute fr die Republik wollen. Jeder solle nach Eignung und Neigung eingesetzt wer-den. www.ooekb.at

    In die gemeinsame Plattform JA zur Wehrpflicht haben die Offiziers- und Unteroffiziersgesellschaften sowie die Kameradschaftsbnde aus Wien und Niedersterreich ihre Vorstellungen ge-packt. Darin bekennen sich die Organi-sationen zum System der allgemeinen Wehrpflicht inklusive einer verpflich-tenden Miliz als einzig realistischem Wehrsystem in sterreich. Die poli-tisch Verantwortlichen, insbesondere Verteidigungsminister Darabos, wer-den aufgerufen, sich umgehend von den Berufsheer-Ideen zu distanzieren. Die Entscheidung ber die Zukunft des Bundesheeres drfe keine ideologische Frage sein oder nach Gesichtspunkten der medialen Akzeptanz getroffen wer-den, sondern msse der bestmglichen Auftragserfllung dienen, erluterte der ehemalige VP-Nationalratsabgeordne-te Walter Tancsits, der auch im Vorstand der Offiziersgesellschaft Wien sitzt. Eine Abkehr von der Wehrpflicht wrde durch die Hintertr auch in die NATO fhren. www.uogw.at

    Major dhmfD Mag. Walter Tancsits

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  • PETITION11

    Petition: Pro Wehrpl ichtAn die Bundesregierung:

    Die allgemeine Wehrpl icht hat ihre Wurzeln in der Brgerrevolution 1848. Damals wurde die Forderung erhoben, bewaf nete Verbnde zu organisieren, die unter der Volkssouvernitt stehen.

    Ein Berufsheer birgt die Gefahr, dass sich das Militr zu einem abgeschlossenen Apparat ohne Bezug zum Volk entwickelt.

    Wir, die Unterzeichneten, appellieren deshalb an die sterreichische Bundesregierung, an der allgemeinen Wehrpl icht festzuhalten und das Bundesheer mit den dafr notwendigen Budget-mitteln auszustatten.

    JA zur allgemeinen Wehrp ichttJA zu einem unabhngigen sterreichischen BundesheertJA zur NeutralitttJA zur umfassenden Landesverteidigungt

    Nachname, Vorname,

    Geburtsdatum

    Strae,

    PLZ, Ort

    E-Mail-Adresse,

    Unterschrit

    Impressum und Zusendung der Petition an:

    Unzenzuriert - Verein zur Frderung der MedienvielfaltPostfach 9

    A-1125 Wien

    Auch in Facebook:www.facebook.com/prowehrpfl icht

    ONLINE UNTERSCHREIBEN

    www.pro-wehrpfl icht.at

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    s1-11_prowehrpflicht_fertigHeerAktiv032011flyeralarm13S.pdf