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  • 66 Spielordnung

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    SPIELORDNUNG

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    A. Allgemeinverbindlicher TeilDer Bundestag des DFB hat gem 6 Nr. 4. seiner Satzung dem DFB aus dem Sachgebiet des Spielwesens folgende Sachgebietsteile in dem durch nachfolgende Bestimmungen gezogenen Rahmen zur Regelung bertragen ( 1 bis 39), die damit fr seine Mitgliedsverbnde, deren Vereine und deren Mitglieder verbindlich sind.

    1Spielregeln1. Die von den Mitgliedsverbnden, ihren Vereinen und deren Tochtergesell-

    schaften veranstalteten Fuballspiele sind nach den Spielregeln der FIFA durchzufhren.

    2. Wenn ein Spieler nach einer ersten Verwarnung durch Vorzeigen der Gelben Karte ein weiteres Mal htte verwarnt werden mssen, so ist er vom Schiedsrichter durch Vorweisen der Gelben und Roten Karte des Feldes zu verweisen und fr den Rest der Spielzeit dieses Spieles gesperrt.

    Bei allen Bundesspielen ( 40 der DFB-Spielordnung) gilt 11 Nr. 1. der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB.

    3. Wird ein Spieler in einem Meisterschaftsspiel der Lizenzligen, 3. Liga, Frauen- Bundesliga, 2. Frauen-Bundesliga, Junioren-Bundesligen (A- und B-Junioren) oder B-Juniorinnen-Bundesliga infolge zweier Verwarnungen (gelb-rot) im selben Spiel des Feldes verwiesen, ist er bis zum Ablauf der automatischen Sperre auch fr das jeweils nchst folgende Meisterschafts-spiel jeder anderen Mannschaft seines Vereins/Tochtergesellschaft gesperrt, lngstens jedoch bis zum Ablauf von zehn Tagen.

    Die Mitgliedsverbnde knnen diese Regelung auf ihre Spielklassen im Verbandsgebiet bertragen.

    4. Ein Spiel ist vom Schiedsrichter anzupfeifen, wenn zur festgesetzten An-stozeit mindestens sieben Spieler jeder Mannschaft auf dem Spielfeld sind.

    Der Schiedsrichter kann auf Wunsch des Spielfhrers einer Mannschaft ein Spiel abbrechen, wenn diese Mannschaft durch Ausscheiden weniger als sieben Spieler auf dem Feld hat und das Ergebnis fr den Gegner lautet.

    Das Spiel wird fr den Gegner mit drei Punkten als Spielabbruch gewertet.

    2Vorlufige Sperre bei Feldverweis1. Bei einem Feldverweis (Rote Karte) ist der Spieler bis zur Entscheidung

    durch die zustndige Instanz gesperrt, ohne dass es eines besonderen Ver-fahrens oder einer besonderen Benachrichtigung bedarf. 11 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB bleibt unberhrt.

    2. Erfolgt ein Feldverweis eines Spielers (Rote Karte) einer deutschen Mann-schaft bei einem Spiel im Ausland, so kann bei der zustndigen Instanz beantragt werden, die vorlufige Sperre bis zur Ermittlung des Tatbestan-des auszusetzen.

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    Allgemeinverbindlichkeit von Entscheidungen und Strafen

    Spieltechnische Entscheidungen und Strafen der zustndigen Organe des DFB und seiner Mitgliedsverbnde unter Einschluss der sich aus ihren Vor-schriften unmittelbar ergebenden Folgen wirken fr und gegen den DFB, seine Mitgliedsverbnde, deren Vereine sowie deren Mitglieder. Das Gleiche gilt fr Tochtergesellschaften hinsichtlich der spieltechnischen Entscheidungen und Strafen der zustndigen Organe des DFB.

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    Gruppenstrke und Spielwertung

    1. Einer Spielgruppe gehren grundstzlich 16 Mannschaften an.

    2. Fr Rundenspiele im Rahmen einer Spielklasse oder Spielgruppe (Aufstiegs-spiele) bei denen jeder gegen jeden in Vor- und Rckspiel bei wechsel-seitigem Platzvorteil anzutreten hat gilt folgende Regelung:

    2.1 Ein gewonnenes Spiel wird fr den Sieger mit drei Punkten, ein unent-schiedenes Spiel fr beide Mannschaften mit je einem Punkt gewertet.

    2.2 Meister der Runde ist, wer nach Durchfhrung aller Spiele die meisten Gewinnpunkte erzielt hat. Absteiger sind die Mannschaften, die die wenigsten Gewinnpunkte erzielt haben.

    3. Bei Entscheidungsspielen aller Art wird bei unentschiedenem Ausgang eines Spieles trotz Verlngerung und gegebenenfalls trotz Wiederholung der Sieger durch Elfmeterschieen ermittelt. Es gelten die in den Fuball-regeln festgelegten Durchfhrungsbestimmungen (Schsse von der Straf-stomarke).

    4a

    Mannschaftsstrke

    In den vier untersten Spielklassen im Frauen-Bereich in den beiden untersten Spielklassen knnen die Landesverbnde Mannschaften mit unterschiedli-cher Spielerzahl an Meisterschaftsrunden teilnehmen lassen und festlegen, dass bei einem Aufeinandertreffen von Mannschaften mit unterschiedlicher Spielerzahl sich die Anzahl der Spieler nach dem Team mit der geringeren Spielerzahl richtet. Die DFB-Landesverbnde legen die Anzahl der Spieler, die mindestens einer Mannschaft angehren mssen, fest.

    Das Aufstiegsrecht von Mannschaften mit weniger als elf Spielern kann ein-geschrnkt werden.

    4b

    In Pflicht- und Freundschaftsspielen der vier untersten Spielklassen im Frauen-Bereich in den beiden untersten Spielklassen kann ein wiederholtes Ein- und Auswechseln von Spielern erlaubt werden.

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    5Doping1. Doping ist verboten. Als Doping gilt der Versto gegen eine oder mehrere

    Anti-Doping-Vorschriften gem Nr. 2.2. Als Versto gegen Anti-Doping-Vorschriften gilt insbesondere:

    a) Das Vorhandensein einer verbotenen Substanz, ihrer Metaboliten oder Marker in einer dem Krper entnommenen Probe.aa) Es ist Aufgabe jedes Spielers, sich zu vergewissern, dass keine

    verbotenen Substanzen in seinen Krper gelangen. Die Spieler sind verantwortlich fr verbotene Substanzen, deren Metaboliten oder Marker, die sich in den ihrem Krper entnommenen Proben befinden. Dementsprechend muss eine Absicht, ein Verschulden, eine Fahrlssigkeit oder eine bewusste Anwendung durch den Spieler nicht nachgewiesen werden, damit ein Versto gegen Anti-Doping-Vorschriften vorliegt.

    bb) Die beiden nachstehenden Sachverhalte stellen einen ausreichen-den Nachweis eines Verstoes gegen Anti-Doping-Vorschriften dar:

    Das Vorhandensein einer verbotenen Substanz, ihrer Metaboliten oder Marker in der A-Probe eines Spielers, wenn der Spieler auf die Analyse der B-Probe verzichtet und die B-Probe nicht analy-siert wird, oder die Besttigung des Vorhandenseins einer verbo-tenen Substanz oder ihrer Metaboliten oder Marker in der A-Probe eines Spielers anhand der Analyse der B-Probe.

    cc) Mit Ausnahme von Substanzen, fr die in der Dopingliste eigens quantitative Grenzwerte aufgefhrt sind, begrndet das Vorhan-densein einer verbotenen Substanz, ihrer Metaboliten oder Marker in der Probe eines Spielers unabhngig von ihrer Menge einen Versto gegen Anti-Doping-Vorschriften.

    dd) Als Ausnahme zu Nr. 2., Buchstabe a) knnen in der Dopingliste spezielle Kriterien fr die Evaluation von verbotenen Substanzen festgelegt werden, die auch endogen produziert werden knnen.

    b) Die Anwendung oder versuchte Anwendung einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode durch einen Spieler.aa) Es ist Aufgabe jedes Spielers, sich zu vergewissern, dass keine

    verbotenen Substanzen in seinen Krper gelangen. Dementspre-chend ist es nicht erforderlich, dass eine Absicht, ein Verschulden, eine Fahrlssigkeit oder eine bewusste Anwendung durch den Spieler nachgewiesen wird, damit ein Versto gegen Anti-Doping-Vorschriften wegen der Anwendung einer verbotenen Substanz oder Methode vorliegt.

    bb) Es ist nicht entscheidend, ob die Anwendung oder versuchte Anwendung einer verbotenen Substanz oder Methode leistungs-steigernd wirkt oder nicht. Ein Versto gegen Anti-Doping-Vor-schriften liegt vor, wenn eine verbotene Substanz oder eine verbo-tene Methode verwendet wurde oder ein diesbezglicher Versuch erfolgte.

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    c) Die Weigerung oder das Versumnis, sich nach entsprechender Benach-richtigung gem den Anti-Doping-Richtlinien des DFB oder anlsslich von Trainingskontrollen gem dem NADA-Code der Abgabe bzw. der Probenahme zu unterziehen, ein Fernbleiben von der Probenahme ohne zwingenden Grund oder eine anderweitige Umgehung der Probenahme.

    d) Der Versto gegen die Anforderungen hinsichtlich der Verfgbarkeit des Spielers fr Dopingkontrollen auerhalb von Wettbewerbsspielen, ein-schlielich der Unterlassung, Angaben zum Aufenthaltsort zu liefern sowie verpasste Kontrollen, die aufgrund von zumutbaren Regeln angekndigt werden. Jede Kombination von drei versumten Kon trollen und/oder Versten gegen die Meldepflicht, die innerhalb eines 12-Monats-Zeit-raums erfolgt, stellt einen Versto gegen die Anti- Doping-Vorschriften dar.

    e) Die Manipulation eines Teils des Dopingkontrollverfahrens oder der Versuch einer Manipulation.

    f) Der Besitz von verbotenen Substanzen und Methoden.

    aa) Der Besitz von Substanzen oder die Anwendung von Methoden, die im Wettbewerb verboten sind, durch einen Spieler bzw. auer halb von Wettbewerben der Besitz von Substanzen oder die Anwendung von Methoden, die auerhalb von Wettbewerben verboten sind, durch einen Spieler, es sei denn, der Spieler belegt, dass der Besitz einen therapeutischen Zweck hat, fr den eine Ausnahmegenehmigung gem den WADA-/NADA-Vorschriften erteilt wurde, oder er bringt eine andere annehmbare Rechtfer-tigung vor.

    bb) Der Besitz von Substanzen oder die Anwendung von Methoden, die im Wettbewerb verboten sind, durch eine Betreuungsperson bzw. auerhalb von Wettbewerben Besitz von Substanzen oder die Anwendung von Methoden, die auerhalb von Wettbewerben verboten sind, durch eine Betreuungsperson, es sei denn, die Betreuungsperson belegt, dass der Besitz einen therapeutischen Zweck hat, fr den eine Ausnahmegenehmigung fr einen Spieler gem den WADA-/NADA-Vorschriften erteilt wurde, oder sie bringt eine andere annehmbare Rechtfertigung vor.

    g) Der Handel oder versuchte Handel mit verbotenen Substanzen oder Methoden.

    h) Die Verabreichung oder versuchte Verabreichung im Wettbewerb von verbotenen Substanzen oder die Anwendung von Methoden an Spieler oder, auerhalb von Wettbewerben, die Verabreichung oder versuchte Verabreichung von Substanzen oder die Anwendung von Methoden, die auerhalb von Wettbewe