Agrarforschung Schweiz, Heft 11+12, November-Dezember 2014

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  • AGRARFORSCHUNG SCHWEIZ

    N o v e m b e r D e z e m b e r 2 0 1 4 | H e f t 1 1 1 2

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    iBL

    Nutztiere Verzehr einer Feucht- oder Trockenration durch Mutterkhe Seite 444

    Umwelt Treibhausgasemissionen aus der schweizerischen Land- und Ernhrungswirtschaft Seite 458

    Pflanzenbau Erdmandelgras: Mais als mgliche Sanierungskultur Seite 474

  • InhaltNovemberDezember 2014 | Heft 1112

    In der Mutterkuhhaltung ist eine optimale Ftterung wichtig. Versuche von Agroscope zeigten, dass je nach Art der Ftte-rung Trocken- oder Feuchtration und je nach Rasse der Mutterkhe, das Futter unterschiedlich verwertet wurde. (Foto: Gabriela Brndle, Agroscope)

    ImpressumAgrarforschung Schweiz / Recherche Agronomique Suisse ist die Zeitschrift der landwirtschaftlichen Forschung von Agroscope und ihren Partnern. Die Zeitschrift erscheint auf Deutsch und Franzsisch. Sie richtet sich an Fachpersonen aus Forschung, Industrie, Lehre, Beratung und Politik, an kantonale und eidgens sische mter und weitere Fachinteressierte.

    HerausgeberinAgroscope

    Partnerb Agroscope (Institut fr Pflanzenbauwissenschaften IPB;

    Institut fr Nutztierwissen schaften INT; Institut fr Lebensmittelwissenschaften ILM; Institut fr Nachhaltigkeits wissenschaften INH), www.agroscope.ch

    b Bundesamt fr Landwirtschaft BLW, Bern, www.blw.chb Hochschule fr Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL, Zollikofen, www.hafl.chb Beratungszentrale AGRIDEA, Lindau und Lausanne, www.agridea.ch b Eidgenssische Technische Hochschule ETH Zrich,

    Departement fr Umweltsystemwissenschaften, www.usys.ethz.chb Forschungsinstitut fr biologischen Landbau FiBL, www.fibl.org

    Redaktion Leitung und deutsche RedaktionAndrea Leuenberger-Minger, Agrarforschung Schweiz / Recherche Agronomique Suisse,Agroscope, Postfach 64, 1725 Posieux, Tel. +41 58 466 72 21, Fax +41 58 466 73 00

    Franzsische RedaktionSibylle Willi, Agrarforschung Schweiz / Recherche Agronomique Suisse,Agroscope, Postfach 1012, 1260 Nyon 1, Tel. +41 58 460 41 57

    StellvertretungJudith Auer, Agrarforschung Schweiz / Recherche Agronomique Suisse,Agroscope, Postfach 1012, 1260 Nyon 1, Tel. +41 58 460 41 82

    E-Mail: info@agrarforschungschweiz.ch

    Redaktionsteam Vorsitz: Jean-Philippe Mayor (Leiter Corporate Communication Agroscope), Evelyne Fasnacht, Erika Meili und Sibylle Willi (Agroscope), Karin Bovigny-Ackermann (BLW), Beat Huber-Eicher (HAFL), Esther Weiss (AGRIDEA), Brigitte Dorn (ETH Zrich), Thomas Alfldi (FiBL).

    AbonnementPreiseZeitschrift: CHF 61.* (Ausland + CHF 20. Portokosten), inkl. MWSt. und Versandkosten, Online: CHF 61.* * reduzierter Tarif siehe: www.agrarforschungschweiz.ch

    AdresseNicole Boschung, Agrarforschung Schweiz / Recherche Agronomique Suisse, Agroscope, Postfach 64, 1725 Posieux E-Mail: info@agrarforschungschweiz.ch, Fax +41 58 466 73 00

    AdressnderungenE-Mail: verkauf.zivil@bbl.admin.ch, Fax +41 31 325 50 58

    Internet www.agrarforschungschweiz.chwww.rechercheagronomiquesuisse.ch

    ISSN infosISSN 1663-7852 (Print)ISSN 1663-7909 (Internet)Schlsseltitel: Agrarforschung SchweizAbgekrzter Schlsseltitel: Agrarforsch. Schweiz

    Copyright Agroscope. Nachdruck von Artikeln gestattet, bei Quellenangabe und Zustellung eines Belegexemplars an die Redaktion.

    Erfasst in: Web of Science, CAB Abstracts, AGRIS

    443 Editorial

    Nutztiere

    444 Verzehr einer Feucht- oder Trockenration durch Mutterkhe Isabelle Morel und Adrien Butty

    Nutztiere

    452 Wirkung von Konservierungsmitteln bei Feuchtheu Ueli Wyss

    Umwelt

    458 Treibhausgasemissionen aus der schweizerischen Land- und Ernhrungs-wirtschaft Daniel Bretscher, Sabrina Leuthold-Strfl,

    Daniel Felder und Jrg Fuhrer

    Pflanzenbau

    466 Mit Rhabarber, Faulbaum und Gerbstoffen gegen Fusarien und Mykotoxine in Weizen Hans-Rudolf Forrer et al.

    Pflanzenbau

    474 Erdmandelgras: Mais als mgliche Sanierungskultur Martina Keller, Ren Total, Jrgen Krauss und

    Reto Neuweiler

    Pflanzenbau

    482 Support Obst Arbo: Ein Netzwerk fr den Betriebsvergleich im Obstbau Esther Bravin, Johannes Hanhart, Dante Carint

    und Dominique Dietiker

    Kurzbericht

    490 Die Zukunft der Wiesen in Europa 25.Tagung der europischen Vereinigung fr Grasland Ueli Wyss

    492 Interview

    494 Aktuell

    499 Veranstaltungen

    Sortenlisten

    Beilage Schweizerische Liste fr Kartoffeln 2015 Ruedi Schwrzel et al.

  • Editorial

    443Agrarforschung Schweiz 5 (1112): 443, 2014

    Die Zeitschrift Agrarforschung Schweiz erscheint seit Januar 2010. Die Ver-

    einbarung zwischen Agroscope (Herausgeberin) und den Partnerinstitutio-

    nen (Abb. 1) wurde am 23. Juni 2014 erneuert, und wir danken diesen Ein-

    richtungen fr ihr Vertrauen. Zur Erinnerung: Seit Mai 2014 beteiligt sich

    auch das Forschungsinstitut fr biologischen Landbau (FiBL).

    Unsere Zeitschrift Agrarforschung Schweiz hat den Auftrag, einen Beitrag

    zur Information und Entwicklung der lndlichen Gesellschaft im Allgemeinen

    und der technischen und wissenschaftlichen Gemeinschaft im Speziellen zu

    leisten. Sie erfllt diese Aufgabe, indem sie Knowhow und Kompetenzen

    schafft, prft und bereitstellt, und damit die Agrarwelt verstndlicher macht,

    und indem sie einen kritischen Blick auf das Wesen der Gesellschaft richtet.

    Agroscope und ihre Partnerinstitutionen verbinden wissenschaftliche

    Theorie und pragmatisches Wissen zu disziplinbergreifenden Themen und

    Fragen (Geowissenschaften, Life Sciences, kologie usw.). Die Kluft zwischen

    Wissenschaft und Gesellschaft schliesst sich langsam, auch dank der Zeit-

    schrift Agrarforschung Schweiz, die einen solchen Wissenstransfer frdert.

    Die Umfrage zur Leserzufriedenheit der Zeitschrift im Jahr 2013 fiel mit

    einem hohen durchschnittlichen Zufriedenheitsgrad erfreulich aus (siehe

    Editorial Agrarforschung Schweiz 5 (7 8), S. 271, 2014). Auch konnte bei der

    Agrarforschung Schweiz die bei Printmedien stattfindende Erosion der

    Abonnemente stabilisiert werden, whrend die Zahl der Online-Abonne-

    mente kontinuierlich zugenommen hat.

    Wir freuen uns deshalb, Sie bei dieser Gelegenheit auch darber infor-

    mieren zu knnen, dass demnchst eine iPad/iPhone- und Smartphone-Ver-

    sion der Zeitschrift erscheinen wird.

    Das Redaktionsteam hinter den Kulissen

    Dank der Erneuerung unserer Vereinbarung kann in den nchsten Jahren ein

    motiviertes Redaktionsteam (Abb. 2) weiterhin mit Engagement den Auf-

    trag der Zeitschrift erfllen. Es stellt sich dabei in den Dienst der Gesellschaft,

    der Landwirtschaft und der Forschung, vor allem aber in Ihren Dienst, liebe

    Leserinnen und Leser.

    Erneuerung der Vereinbarung von Agrarforschung Schweiz

    Abb. 2 | Das Redaktionsteam: Judith Auer1, Sibylle Willi1, Beat Huber2, Evelyne Fasnacht1, Andrea Leuenberger-Minger1, Thomas Alfldi3, Erika Meili1, Esther Weiss4, Karin Bovigny5 und Jean-Philippe Mayor1 (vorne). 1Agroscope, 2HAFL, 3FiBL, 4Agridea, 5OFAG

    Abb. 1 | Die Partnerinstitu tionen: Agrar forschung Schweiz (J.-P. Mayor), BLW (B. Lehmann), HAFL (M. Schindler), Agridea (U. Ryser), Agroscope (M. Gysi), FiBL (D. Barjolle) und ETHZ (E. Frossard, abwesend).

    Eine Gesellschaft ohne

    Gedchtnis reduziert die Zeit

    auf eine Abfolge zusammen-

    hangsloser Augenblicke, die

    vorbeiziehen und verschwin-

    den. Sie zerstrt damit die

    Geschichtlichkeit und nimmt

    den Alten ihre Identitt und

    den Jungen ihre Zugehrig-

    keit. Boris Cyrulnik

    Jean-Philippe Mayor, Verantwortlicher der Zeitschrift Agrarforschung Schweiz und Leiter Corporate Communication Agroscope CCA

  • 444 Agrarforschung Schweiz 5 (1112): 444451, 2014

    Das Futterverzehrsvermgen von Mutterkhen wird in

    erster Linie von der Rasse, dem Lebendgewicht, dem

    Nhrzustand, der Laktationsphase, der produzierten

    Milchmenge so wie der Laktationsnummer beeinflusst.

    Die Verzehrsmenge hngt zudem von der Zusammenset-

    zung der Ration sowie deren Futterwert ab. Der Stti-

    gungsprozess kann sowohl durch energetische als auch

    durch physikalische Eigenschaften des Futters reguliert

    werden. Fr letztere verwendet das franzsische Schtz-

    system den Begriff der units dencombrement (physi-

    kalische Sttigungseinheit). Dieser Parameter charakte-

    risiert jedes Futtermittel hinsichtlich der Menge, in

    welcher es verzehrt werden kann (INRA 2007).

    Der Feuchtigkeitsgrad der Ration wird in den beste-

    henden Schtzsystemen nur selten bercksichtigt. In

    einem bersichtsartikel, in welcher die verschiedenen

    E i n l e i t u n g

    Zur Entwicklung eines Modells fr die Schtzung des

    Futterverzehrs von Mutterkhen wurde der Einfluss der

    Rationsbeschaffenheit auf den Verzehr untersucht. Die

    meisten Daten zum Futterverzehr der von 2004 bis 2012

    in Posieux gehaltenen Mutterkuhherde wurden mit

    Mischrationen aus Grassilage und Heu erhoben. Um die

    Datengrundlage zu erweitern, wurden in einem Versuch

    zwei isoenergetische Rationen miteinander verglichen:

    Eine der beiden bestand aus Grassilage und Heu, die

    andere ausschliesslich aus Heu oder Emd (Abb. 1). Der

    Versuch erfolgte whrend der ersten Laktationshlfte

    mit Mutterkhen dreier genetischer Typen. Der poten-

    zielle Einfluss der Rationsbeschaffenheit kann gegebe-

    nenfalls in das neue Modell integriert wer