ALB 475 71X - WABCOinform.wabco-auto.com/intl/pdf/815/01/78/47571x.pdfAutomatisch Lastabhängiger...

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  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

    1

    ALB 475 712

    Applikation ALB-Regler mit integriertem Anhängerbremsventil für blattgefederte Sattelanhän-ger (vorwiegend in Italien, Frankreich und UK eingesetzt).

    Zweck Regelung der Zweileitungs-Anhänger-Bremsanlage beim Betätigen der Bremsan-lage des Zugfahrzeugs. Automatische Regelung der Bremskraft in Abhängigkeit vom Beladungszustand des Fahrzeugs durch den integrierten ALB. Betätigung der automatischen Abbremsung des Anhängers bei teilweisem oder völligem Druckab-fall in der Vorratsleitung.

    Wartung Eine besondere Wartung, die über die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchun-gen hinausgeht, ist nicht erforderlich.

    Einbauempfehlung – Bauen Sie den ALB senkrecht ein, so dass die Entlüftung nach unten zeigt.

    Zur Befestigung dienen die Gewindestifte auf der Gehäuseoberseite. Für die Anlenkung verwenden Sie bei Bedarf den Federungskörper 433 306 003 0.

    – Ziehen Sie zur Ermittlung der Hebellänge L im entsprechenden Nomogramm eine Gerade von der Skala des Regelverhältnisses i (z. B. 2,8) zur Skala der Federdurchbiegung f (z. B. 30).

    Die Verlängerung dieser Geraden schneidet die Skala der Hebellänge L bei 140 mm.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

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    Nomogramm

    Legende i Regelverhältnis = pein -0,8 / paus -0,5 f Federdurchbiegung L Hebellänge

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

    3

    Einbaumaße

    475 712 000 0

    Anschlüsse Anschlussgewinde Legende 1-2 Energiezufluss oder Energieabfluss (Vorratsbehälter) 1, 4 M 16x1,5 - 12 tief 1) Anschlag bei Gestängebruch

    1 Energiezufluss 1-2 M 22x1,5 - 13 tief 2) Überhub

    2 Energieabfluss 2 M 22x1,5 - 13 tief (seitlich) 3) Regelhub

    3 Entlüftung 2 M 16x1,5 - 122 tief (unten) 4) Anschlag

    4 Steueranschluss

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

    4

    Technische Daten

    Bestellnummer 475 712 000 0 475 712 004 0 Max. Betriebsdruck 10 bar

    Regelbereich, dynamisch wirkend

    α = 20° α = 30°

    Nutzbare Hebellänge 50 bis 290 mm 50 bis 275 mm

    Anlenkung über Gestänge (siehe Abb. Einbaumaße)

    mit integriertem Federungs-körper, siehe 475 713

    Anschluss 1, 1-2, 4 mit Sieb – X

    Max. zulässiges Verstellmoment M2 20 Nm

    Thermischer Anwendungsbereich

    -40 °C bis +80 °C

    Gewicht 2,2 kg 2,6 kg

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

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    Druckdiagramme

    475 712 000 0

    475 712 004 0

    Automatische Bremsung

    Legende p1 Eingesteuerter Druck p4 Steuerdruck

    p2 Ausgesteuerter Druck α Hebelweg [Grad]

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

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    Wirkungsweise

    Der ALB ist am Fahrzeugrahmen befestigt und über ein Gestänge mit einem an der Achse angebrachten Festpunkt bzw. Federungskörper verbunden. Im Leerzu-stand besteht der größte Abstand zwischen der Achse und dem ALB, der Hebel (j) befindet sich in seiner untersten Stellung. Wird das Fahrzeug beladen, verringert sich dieser Abstand und der Hebel (j) wird aus der Leerstellung in Richtung Volllaststellung bewegt. Die gleichsinnig mit dem Hebel (j) verstellte Kurvenscheibe bewegt den Ventilstößel (l) in die dem jeweiligen Beladungszustand entsprechende Position. Die über den Kupplungskopf „Vorrat“ vom Motorwagen kommende Druckluft ge-langt über den Anschluss 1, vorbei am Nutring (h) zum Anschluss 1-2 und weiter zum Vorratsbehälter des Sattelanhängers. Gleichzeitig bewegt sich der Kolben (k) – beaufschlagt vom Vorratsdruck – nach unten und nimmt das Ventil (g) mit. Der Auslass (n) öffnet und die Anschlüsse 2 sind mit der Entlüftung 3 verbunden. Beim Betätigen der Bremsanlage des Motorwagens strömt Druckluft über den Kupplungskopf „Bremse“ und den Anschluss 4 in den Raum A und beaufschlagt den Kolben (b). Dieser wird abwärts bewegt, verschließt den Auslass (d) und öffnet den Einlass (p). Die am Anschluss 4 eingesteuerte Druckluft gelangt in den Raum C unterhalb der Membran (e) und beaufschlagt die wirksame Fläche des Relais-kolbens (f). Gleichzeitig strömt Druckluft über das geöffnete Ventil (a) sowie über Kanal E in den Raum B und beaufschlagt die Oberseite der Membran (e). Durch diese Druck-vorsteuerung wird die Untersetzung im Teillastbereich bei geringen Steuerdrücken (bis maximal 1,0 bar) aufgehoben. Steigt der Steuerdruck weiter an, wird der Kol-ben (r) gegen die Kraft der Druckfeder (s) aufwärts bewegt und das Ventil (a) schließt. Durch den im Raum C sich aufbauenden Druck wird der Relaiskolben (f) abwärts bewegt. Der Auslass (n) schließt und der Einlass (m) öffnet. Die am Anschluss 1-2 anstehende Vorratsluft strömt nun über den Einlass (m) in den Raum D und ge-langt über die Anschlüsse 2 zu den nachgeschalteten Druckluftbremszylindern. Gleichzeitig baut sich im Raum D ein Druck auf, der auf die Unterseite des Relais-kolbens (f) wirkt. Sobald dieser Druck etwas größer ist als der im Raum C, bewegt sich der Relaiskolben (f) nach oben und der Einlass (m) schließt.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

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    Die Membran (e) legt sich bei der Abwärtsbewegung des Kolbens (b) an die Fä-cherscheibe (o) an und vergrößert so laufend die wirksame Membranfläche. So-bald die Kraft, die im Raum C auf die Membranunterseite wirkt, gleich der auf den Kolben (b) wirkenden Kraft ist, bewegt sich dieser nach oben. Der Einlass (p) wird geschlossen und eine Abschlussstellung ist erreicht. Die Stellung des Ventilstößels (l), die von der Stellung des Hebels (j) abhängig ist, ist maßgebend für den ausgesteuerten Bremsdruck. Der Kolben (b) mit der Fächerscheibe (o) muss einen der Stellung des Ventilstö-ßels (l) entsprechenden Hub machen, ehe das Arbeiten des Ventils (c) beginnt. Durch diesen Hub ändert sich auch die wirksame Fläche der Membran (e). In der Volllaststellung wird der am Anschluss 4 eingesteuerte Druck im Verhältnis 1:1 in den Raum C gesteuert. Indem der Relaiskolben (f) mit dem vollen Druck beauf-schlagt wird, hält er den Einlass (m) ständig geöffnet und es findet keine Regelung des eingesteuerten Bremsdrucks statt. Beim Lösen der Motorwagen-Bremsanlage und der damit verbundenen Entlüftung des Anschlusses 4 wird der Relaiskolben (f) vom Druck in den Anschlüssen 2 in seine obere Endlage bewegt. Die Auslässe (d und n) öffnen und die in den Anschlüssen 2 sowie im Raum C an-stehende Druckluft entweicht über die Entlüftung 3 ins Freie. Automatische Bremsung Beim Entkuppeln oder durch Bruch der Vorratsleitung wird der Anschluss 1 entlüf-tet und der Kolben (k) auf seiner Oberseite druckentlastet. Durch den am An-schluss 1-2 anstehenden Vorratsbehälterdruck wird der Kolben (k) aufwärts be-wegt. Das Ventil (g) schließt den Auslass (n). Der Kolben (k) hebt bei seiner weite-ren Aufwärtsbewegung von dem Ventil (g) ab und der Einlass (m) öffnet. Der volle Behälterdruck gelangt über die Anschlüsse 2 zu den Bremszylindern. Bei Bruch der Bremsleitung wird die automatische Bremsung – wie vorstehend beschrieben – ausgelöst, da sich der Druck in der Vorratsleitung in Verbindung mit dem Anhän-ger-Steuerventil über die defekte Bremsleitung abbaut, sobald das Zugfahrzeug bremst.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

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    ALB 475 713

    Applikation Statischer ALB für mechanisch gefederte Fahrzeuge (Einzelachsen / Achsaggre-gate) ohne EBS. Bei Achsaggregaten nur in Verbindung mit Anhänger-Bremsventil oder Relaisventil, um das Zeitverhalten entsprechend ECE R13 zu erfüllen.

    Zweck Automatische Regelung der Bremskraft von Druckluftbremszylindern in Abhängig-keit vom Beladungszustand des Fahrzeugs.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

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    Einbaumaße

    475 713 500 0

    Anschlüsse Anschlussgewinde Legende 1/4 Energiezufluss 1/4 M 22x1,5 - 13 tief 1) Anschlag bei Gestängebruch 3) Regelhub

    2 Energieabfluss 2 M 16x1,5 - 12 tief 2) Überhub 4) Anschlag

    3 Entlüftung

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

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    Einstellanweisung

    Load Sensing Valve Programm (LSV)

    Die erforderliche Hebellänge können Sie statt mit Nomogrammen auch mit unse-rem Berechnungsprogramm ermitteln. Rufen Sie im Internet die Seite www.wabco-auto.com auf. Klicken Sie nachfolgend auf die Links Diagnose => WABCO System Diagnostics => Download => Load Sensing Valve Programm (LSV).

    Mit den nachfolgenden Nomogrammen wird die benötigte Hebellänge des ALBs ermittelt und am Gerät eingestellt. Mit Hilfe der Einstellhilfe und eines Stiftes ø 3 mm wird der Leerbremsdruck bei einem bestimmten Eingangsdruck (z. B. 6 bar) eingestellt und mit der Schraube SW 10 geklemmt. Vor jeder Veränderung am ALB (Seillänge, Hebelstellung usw.) müssen Sie den ALB drucklos machen. Nach dem Einbau des ALBs im Fahrzeug (leer), dem Einbau des Federungskör-pers am Achskörper (die Feder des Federungskörpers muss während des Einbaus mit Hilfe der Befestigungsschraube um 15 mm vorgespannt werden), dem Strammziehen und Festklemmen des Verbindungsseils (Seillänge min. 50 mm, maximal 450 mm) muss das Verbindungsseil senkrecht unter dem Befestigungs-stück am Hebel hängen. Wird nun der Stift von der Einstellhilfe entfernt und des ALBs erneut mit dem Eingangsdruck beaufschlagt, so muss er den Leerbrems-druck aussteuern. Kleine Korrekturen des Leerbremsdrucks können Sie durch Hinein- bzw. Heraus-drehen der Befestigungsschraube (maximal 5 mm) vornehmen. Stimmt der Leer-bremsdruck, wird der Federungskörper um den Betrag des Federungswegs des Anhängers (Wegdifferenz Beladen – Leer) vorgespannt bzw. angehoben. Bei er-neuter Belüftung des ALBs muss er den eingesteuerten Druck aussteuern. Ist der ausgesteuerte Druck kleiner als der eingesteuerte Druck, so ist der Hebel zu lang oder der Federungsweg zu klein. Ist der ausgesteuerte Druck gleich dem Ein-gangsdruck, wird der Hebel um ca. 10 % des Federungsweges in Richtung Leer abgesenkt. Der nun ausgesteuerte Druck muss kleiner sein als der eingesteuerte Druck. Ist er nicht kleiner, so ist der Hebel des ALBs zu kurz oder der Federungs-weg zu groß.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

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    Nomogramm für ALB 475 713 500 0

    Nomogramm für ALB 475 713 501 0

    Legende i Regelverhältnis pein -0,8 / paus -0,5 f Federdurchbiegung L Hebellänge

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

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    Technische Daten

    Bestellnummer 475 713 500 0 475 713 501 0 Max. Betriebsdruck 10 bar

    Max. Regelverhältnis 8:1

    Nennweite Ø 10 mm

    Max. zulässiges Verstellmoment M2 20 Nm

    Regelhub α = 20° α = 33°

    Thermischer Anwendungsbereich -40 °C bis +80 °C

    Gewicht 1,8 kg

    Druckdiagramme

    475 713 500 0

    475 713 501 0

    Legende p1 Steuerdruck p2 Ausgesteuerter Druck α Hebelweg [Grad]

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

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    Wirkungsweise

    Der ALB ist am Fahrzeugrahmen befestigt und wird über ein Verbindungsseil, das mit einer Zugfeder an der Achse befestigt ist, angesteuert. Im Leerzustand besteht der größte Abstand zwischen der Achse und dem Bremskraftregler. Der Hebel (f) befindet sich in seiner Leerbremsdruck-Stellung. Wird das Fahrzeug beladen, verringert sich dieser Abstand und der Hebel (f) wird aus der Leerstellung in Richtung Volllaststellung bewegt. Die über den Hebel (f) verstellte Kurvenscheibe (g) bewegt den Ventilstößel (i) in die dem jeweiligen Be-ladungszustand entsprechende Position. Die vom Anhänger-Bremsventil ausge-steuerte Druckluft strömt über den Anschluss 1 in den Raum A und beaufschlagt den Kolben (b). Dieser wird abwärts bewegt, verschließt den Auslass (c) und öffnet den Einlass (k). Die Druckluft gelangt nun in den Raum E unterhalb der Membran (d) sowie über die Anschlüsse 2 zu den nachgeschalten Druckluftbremszylindern. Gleichzeitig strömt Druckluft über das geöffnete Ventil (a) sowie den Kanal B in den Raum D und beaufschlagt die Oberseite der Membran (e). Durch diese Druckvorsteuerung wird die Untersetzung im Teillastbereich bei gerin-gen Steuerdrücken aufgehoben. Steigt der Steuerdruck weiter an, wird der Kolben (l) gegen die Kraft der Druckfeder (m) aufwärts bewegt und das Ventil (a) schließt. Während der Abwärtsbewegung des Kolbens (b) löst sich Membran (d) von einer im Regler vorhandenen Auflage und legt sich in zunehmendem Maße an den fä-cherförmigen Teil des Kolbens (b) an. Die wirksame Membranfläche wird so lau-fend vergrößert, bis sie die Fläche der Kolbenoberseite überwiegt. Dadurch wird der Kolben (b) wieder angehoben und der Einlass (k) geschlossen. Eine Ab-schlussstellung ist erreicht. (Nur in der Volllaststellung 1:1 bleibt der Einlass (k) geöffnet). Der dann bei vollbeladenem Fahrzeug in den Bremszylindern messbare Druck entspricht dem vom Anhänger-Bremsventil in den Bremskraftregler einge-steuerten Druck; bei Teilbeladung und im Leerzustand des Fahrzeugs hat dieser Druck dagegen eine mehr oder weniger starke Untersetzung erfahren.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

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    Nach Abbau des Bremsdrucks wird der Kolben (b) vom Druck im Raum E nach oben bewegt. Auslass (c) öffnet und die Druckluft entweicht über den Ventilstößel (i) und Entlüftung 3 ins Freie. Bei jedem Bremsvorgang strömt Druckluft über den Kanal C in den Raum F und beaufschlagt den Dichtring (e). Dieser Dichtring wird gegen den Ventilstößel (i) ge-presst und bei einem Bremsdruck > 0,8 bar entsteht eine kraftschlüssige Verbin-dung zwischen Ventilstößel (i) und dem Gehäuse. Das Untersetzungsverhältnis des Bremskraftreglers wird damit blockiert und bleibt auch dann bestehen, wenn sich der Abstand zwischen Achse und Fahrgestell weiter verändert. Diese Wegän-derungen nimmt die an der Achse sitzende Zugfeder (h) auf. Eine im Regler integ-rierte Drehfeder sorgt dafür, dass der Ventilstößel (i) bei einem Bruch der Anlen-kung in die Volllaststellung geht.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

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    ALB 475 714

    Applikation Statischer Regler für luftgefederte Fahrzeuge ohne EBS.

    Zweck Automatische Regelung des Bremsdrucks von Druckluftbremszylindern an luftge-federten Achsen (Achsaggregaten) in Abhängigkeit vom Steuerdruck der Luftfe-derbälge.

    Wartung – Zur Überprüfung des ALBs befestigen Sie einen Prüfschlauch am Anschluss 43.

    Durch das Aufschrauben wird der Kolben (n) in das Gehäuse gedrückt und damit die Verbindung der Anschlüsse 41 und 42 zu den Kolben (m und k) unterbrochen. Gleichzeitig wird eine Druckluftverbindung vom Anschluss 43 zu den Kolben (m und k) hergestellt. In diesem Zustand stellt sich der ALB auf eine Regelstellung entsprechend dem Luftdruck im Prüfschlauch.

    Einbauempfehlung – Befestigen Sie den ALB am Rahmen des Fahrzeugs, so dass die Entlüftung 3

    nach unten zeigt. – Verbinden Sie die Anschlüsse 41 und 42 mit den Luftfederbälgen der rechten

    und linken Fahrzeugseite.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

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    Einbaumaße

    475 714 500 0

    Legende

    * Beim Entlüften des Gerätes kann an der Dichtfläche Luft entweichen.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

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    Einstellanweisung

    Load Sensing Valve Programm (LSV)

    Die erforderliche Hebellänge können Sie statt mit Nomogrammen auch mit unse-rem Berechnungsprogramm ermitteln. Rufen Sie im Internet die Seite www.wabco-auto.com auf. Klicken Sie nachfolgend auf die Links Diagnose => WABCO System Diagnostics => Download => Load Sensing Valve Programm (LSV).

    Beschreibung der Nomogramme I und II zur Einstellung des ALBs 475 714 500 0:

    Nomogramm I zur Ermittlung der Druckfeder sowie der Federlänge L1

    Legende i pein -0,8 / paus -0,5 S2 Schraube 896 512 360 4 Druckfeder

    (Draht ø 4 mm)

    ΔpL Luftfederbalg - Druckdifferenz; Leer - Beladen

    D Distanzstück 896 512 370 4 Druckfeder (Draht ø 3,2 mm)

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

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    Nomogramm II zur Ermittlung der Schraubeneinstelllänge L2 und der Distanzstücke N sowie L3

    Legende L1 Federlänge N Anzahl der Distanzstücke H1 Hilfslinie 1 896 512 370 4 Druckfeder

    L2 Schraubenlänge i Regelverhältnis (pein - 0,8) / (paus - 0,5)

    H2 Hilfslinie 2 896 512 360 4 Druckfeder

    L3 Leeranschlagschraube (W) p41/p42 Luftfederbalgdruck „leer“

    Ermittlung der Druckfeder und der Einstelllänge L1

    Benötigte Einstellwerte pein (p1) = 6,5 bar pBalg beladen = 4,1 bar

    pBalg leer = 0,2 bar paus = p2 leer = 1,75 bar

    – Regelverhältnis berechnen: i = (pein - 0,8) / (paus - 0,5) = (6,5 - 0,8) / (1,75 - 0,5) = 4,56

    – Tragen Sie das Regelverhältnis im Nomogramm I und II ein (Punkt A). – Zusätzlich markieren Sie im Nomogramm I die Luftfederbalgdruckdifferenz

    (pBalg beladen - pBalg leer), hier 3,9 bar (Punkt B). – Verbinden Sie Punkte A-B miteinander, um am Schnittpunkt mit der Federken-

    nung den Punkt C zu erhalten. Hieraus können Sie die Federlänge L1 (frei entspannt) und die zu verwen-dende Feder ablesen.

    – Tragen Sie nun im Nomogramm II die Federlänge L1 (Punkt D) und die verwen-dete Feder mit Federlänge L1 (Punkt E) ein.

    – Nachdem Sie den Luftfederbalgdruck für das leere Fahrzeug (Punkt F) einge-tragen haben, verbinden Sie Punkte A-D und E-F miteinander und verlängern Sie diese über D und E bis zu den Hilfslinien 1 und 2.

    Die hieraus resultierenden Punkte G und H verbinden Sie miteinander. Am Schnittpunkt mit der Hilfsgeraden erhalten Sie den Punkt J, an dem Sie die benötigte Anzahl von Distanzstücken und die Länge der Schraube L2 ab-lesen können. Die mit Hilfe des Nomogramms ermittelten Werte sind Richtwerte und müs-sen gegebenenfalls korrigiert werden.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

    19

    Einstellung des ALBs Vor jeder Verstellung an den Schrauben und am Druck p4 muss der Anschluss 1 drucklos sein, da sonst aufgrund der integrierten Statik der ALB nicht auf die benö-tigten Werte eingestellt werden kann. Aufgrund von Fertigungstoleranzen und der Hysterese ist es sinnvoll, nach Verstel-lungen die Drücke (p1 und p41/42) immer von 0 bar aus neu einzusteuern, wenn nichts anderes angegeben ist. – Nachdem Sie die richtige Feder mit dem Klemmstück X (Maß L1 einstellen) und

    die Anzahl der Distanzstücke N in den ALB eingebaut haben, drehen Sie die Schraube 2 (L2) so weit hinein, bis ein merkbarer Widerstand fühlbar ist.

    Leeranschlagschraube einstellen Nach dem Belüften von p1 mit dem Berechnungsdruck (hier 6,5 bar) muss der ALB den Leerbremsdruck (hier 1,75 ±0,1 bar) am Anschluss 2 aussteuern. – Ist der Leerbremsdruck zu hoch, drehen Sie die Leeranschlagschraube W (L3)

    heraus; ist der Leerbremsdruck zu niedrig, drehen Sie die Leeranschlagschrau-be hinein.

    Drehen Sie die Leeranschlagschraube W nur bis maximal 23 mm heraus.

    Leerbremsdruck einstellen Nach dem Belüften der Anschlüsse 41 und 42 mit dem Leerbalgdruck +0,2 bar (hier 0,4 bar) und des Anschlusses 1 mit dem Berechnungsdruck muss der ALB einen um 0,2 bar höheren Druck als den Leerbremsdruck mit einer Toleranz von ±0,1 bar (hier 1,95 ±0,1 bar) aussteuern. – Ist der Druck zu niedrig, drehen Sie die Schraube 2 heraus; ist der Druck zu

    hoch, drehen Sie die Schraube 2 hinein. – Kontern Sie die Schraube 2.

    Bremsdruck für das beladene Fahrzeug einstellen Nach dem Belüften der Anschlüsse 41 und 42 mit dem Balgdruck für das beladene Fahrzeug -0,1 bar (hier 4,0 bar) muss der ALB den Eingangsdruck -0,3 bar mit ei-ner Toleranz von ±0,2 bar (hier 6,2 ±0,2 bar) aussteuern.

    Ausgangsdruck zu niedrig – Ermitteln Sie Δp (Druckdifferenz zwischen Sollwert und Istwert). – Senken Sie den Eingangsdruck auf 0 bar. – Senken Sie den Balgdruck auf 0 bar und erhöhen Sie den Wert für das leere

    Fahrzeug +0,2 bar (hier 0,4 bar). – Schrauben Sie die Schraube 2 heraus (Δp = 0,1 bar entspricht 3 mm). – Schrauben Sie das Federklemmstück heraus, bis der Sollwert (hier

    1,95 ±0,1 bar) erreicht ist. – Wiederholen Sie die Prüfung „Bremsdruck für das beladene Fahrzeug einstel-

    len“.

    Ausgangsdruck zu hoch – Ermitteln Sie Δp. – Senken Sie den Eingangsdruck auf 0 bar. – Senken Sie den Balgdruck auf 0 bar und erhöhen Sie auf den Wert für das lee-

    re Fahrzeug +0,2 bar (hier 0,4 bar). – Drehen Sie die Schraube 2 hinein (Δp = 0,1 bar entspricht 3 mm). – Schrauben Sie das Federklemmstück hinein, bis der Sollwert (hier 1,95 ±0,1 bar)

    erreicht ist.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

    20

    – Wiederholen Sie die Prüfung „Bremsdruck für das beladene Fahrzeug einstel-len“.

    – Steuern Sie nach dem Einstellen des ALBs nochmals alle Prüfpunkte an. – Ziehen Sie die Kontermuttern an den Schrauben W und 2 mit dem vorgegebe-

    nen Drehmoment (8 +2 Nm) an. – Tragen Sie die Daten ins ALB-Schild (Bestellnummer 899 144 631 4) ein und

    befestigen Sie es am Fahrzeug.

    Technische Daten

    Bestellnummer 475 714 500 0 475 714 509 0 Max. Betriebsdruck p1 10 bar

    Max. Regelverhältnis 8:1

    Max. Steuerdruck p41, 42 12 bar

    Thermischer Anwendungsbereich -40 °C bis +80 °C

    Gewicht 1,8 kg

    Druckdiagramme

    475 714 500 0

    475 714 509 0

    Legende p1 Eingesteuerter Druck p2 Ausgesteuerter Druck p41 = p42 Steuerdruck

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler(ALB) 475 71.

    21

    Wirkungsweise

    Der Luftdruck (Steuerdruck) von den Luftfederbälgen wirkt auf die Kolben (m und k). Je nach Luftdruck (entspricht dem Beladungszustand) wird die Führungshülse (i) mit der daran befindlichen Steuerkurve (h) gegen die Feder (z) verschoben und auf eine dem Beladungszustand entsprechende Regelstellung eingestellt. Beim Betätigen der Druckluftbremsanlage strömt die vom Anhänger-Bremsventil ausgesteuerte Druckluft über den Anschluss 1 in den Raum A und beaufschlagt den Kolben (d). Der Kolben (d) wird abwärts bewegt, verschließt den Auslass (e) und öffnet den Einlass (c). Die Druckluft gelangt nun in den Raum B unterhalb der Membran (f) sowie über die Anschlüsse 2 zu den nachgeschalteten Druckluft-bremszylindern. Gleichzeitig strömt Druckluft über das geöffnete Ventil (b) sowie den Kanal F in den Raum C und beaufschlagt die Oberseite der Membran (f). Durch diese Druckvorsteuerung wird die Untersetzung im Teillastbereich bei gerin-gen Steuerdrücken aufgehoben. Steigt der Steuerdruck weiter an, wird der Kolben (a) gegen die Kraft der Druckfeder (s) aufwärts bewegt und das Ventil (b) schließt. Während der Abwärtsbewegung des Kolbens (d) löst sich die Membran (f) von der im Regler vorhandenen Auflage und legt sich in zunehmendem Maße an den fä-cherförmigen Teil des Kolbens (d) an. Die wirksame Membranfläche auf der Unter-seite der Membran (f) wird so laufend vergrößert, bis die Kräfte von der Kolben-oberseite und der Kolbenunterseite mit der Membranunterseite gleich groß sind. Dadurch wird der Kolben (d) wieder angehoben und der Einlass (c) geschlossen. Eine Abschlussstellung ist erreicht. (Nur in der Volllaststellung bleibt der Einlass (c) geöffnet). Der dann in den Bremszylindern gemessene Druck entspricht dann dem Beladungszustand und dem vom Motorwagen bzw. Anhänger-Bremsventil gesteu-erten Bremsdruck. Beim Abbau des Bremsdrucks (Lösen der Bremse) wird der Kolben (d) vom Druck im Raum B nach oben bewegt. Auslass (e) öffnet und die Druckluft entweicht über den Ventilstößel (r) und die Entlüftung 3 ins Freie. Bei jedem Bremsvorgang strömt Druckluft über den Kanal D in den Raum E und beaufschlagt das Gummiformstück (p). Das Gummiformstück (p) wird gegen den Ventilstößel (r) gepresst und bei je-dem Bremsdruck > 0,8 bar entsteht eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Ventilstößel (r) und dem Gehäuse. Das Untersetzungsverhältnis des Reglers ist damit blockiert und bleibt auch bei dynamischer Achslastverlagerung während ei-nes Bremsvorgangs bestehen. Sollte sich im Teillastbereich der Luftfederbalgdruck vergrößern, wird die Rolle (g) gegen die Feder (o) gedrückt. Der Stößel (r) bleibt in der Regelstellung wie er beim Einleiten der Bremsung war.

  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

    22

    ALB-Anhänger-Bremsventil 475 715

    Applikation Statischer ALB mit integriertem Anhänger-Bremsventil für luftgefederte Sattelan-hänger mit mehreren Achsen ohne Trailer EBS.

    Zweck Regelung der Zweileitungs-Anhänger-Bremsanlage beim Betätigen der Bremsan-lage des Zugfahrzeugs. Automatische Regelung der Bremskraft durch den integrierten ALB in Abhängigkeit vom Beladungszustand des Fahrzeugs und somit vom Steuerdruck der Luftfeder-bälge. Betätigung der automatischen Abbremsung des Anhängers bei teilweisem oder völligem Druckabfall in der Vorratsleitung. Das ALB-Anhänger-Bremsventil ist speziell für luftgefederte Sattelanhänger mit mehreren Achsen ausgelegt.

    Wartung – Zur Überprüfung des ALBs befestigen Sie am Anschluss 43 einen Prüfschlauch

    Durch das Aufschrauben wird der Kolben (q) in das Gehäuse gedrückt und damit die Verbindung der Anschlüsse 41 und 42 zu den Kolben (p und o) un-terbrochen. Gleichzeitig wird eine Druckluftverbindung vom Anschluss 43 zu den Kolben hergestellt. In diesem Zustand stellt sich der ALB auf eine Re-gelstellung entsprechend dem Luftdruck im Prüfschlauch.

    Einbauempfehlung – Befestigen Sie das ALB-Anhänger-Bremsventil am Rahmen des Fahrzeugs, so

    dass die Entlüftung 3 nach unten zeigt. – Verbinden Sie die Anschlüsse 41 und 42 mit den Luftfederbälgen der rechten

    und linken Fahrzeugseite.

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    Einbaumaße

    Anschlüsse Anschlussgewinde 1-2 Energiezufluss /

    Energieabfluss 1, 1-4 Energiezufluss 1 M 16x1,5 - 12 tief 1-2, 1/4 M 22x1,5 - 13 tief

    2 Energieabfluss 3 Entlüftung 2 M 16x1,5 - 12 tief (unten)

    2 M 22x1,5 - 13 tief (seitlich)

    41, 42 Steueranschluss 43 Prüfanschluss 41, 42 M 12x1,5 - 10 tief

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    Einstellanweisung

    Load Sensing Valve Programm (LSV)

    Die erforderliche Hebellänge können Sie statt mit Nomogrammen auch mit unse-rem Berechnungsprogramm ermitteln. Rufen Sie im Internet die Seite www.wabco-auto.com auf. Klicken Sie nachfolgend auf die Links Diagnose => WABCO System Diagnostics => Download => Load Sensing Valve Programm (LSV).

    Beschreibung der Nomogramme I und II zur Einstellung des ALB-Anhänger-Bremsventil 475 715 5.. 0

    Legende i Regelverhältnis

    (pein - 0,8) / (paus - 0,5) D Distanzstück 896 512 360 4 Druckfeder

    (Draht ø 4 mm)

    S2 Schraube ΔpL Luftfederbalg - Druckdifferenz; pBalg beladen - pBalg leer

    896 512 370 4 Druckfeder (Draht ø 3,2 mm)

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    Legende L1 Federlänge H1 Hilfslinie 1 N Anzahl der

    Distanzstücke 896 512 360 4 Druckfeder

    L2 Schraubenlänge H2 Hilfslinie 2 i Regelverhältnis (pein - 0,8) / (paus - 0,5)

    896 512 370 4 Druckfeder

    L3 Leeranschlagschraube (W) p41/p42 Luftfederbalgdruck „leer“

    Ermittlung der Druckfeder, der Einstelllänge L1 und der Anzahl der Distanz-stücke

    Benötigte Einstellwerte pein (p1) = 6,5 bar pBalg beladen = 4,1 bar

    pBalg leer = 0,2 bar paus = p2 leer = 1,75 bar

    – Berechnen Sie das Regelverhältnis: i = (pein - 0,8) / (paus - 0,5) = (6,5 - 0,8) / (1,75 - 0,5) = 4,65

    – Tragen Sie das Regelverhältnis im Nomogramm I und II ein (Punkt A). – Zusätzlich markieren Sie im Nomogramm I die Luftfederbalgdruckdifferenz

    (pBalg beladen - pBalg leer), hier 3,9 bar (Punkt B). – Verbinden Sie die Punkte A-B miteinander, so erhalten Sie am Schnittpunkt mit

    der Federkennung den Punkt C. Hieraus können Sie die Federlänge L1 (frei entspannt) und die zu verwen-dende Feder ablesen.

    – Tragen Sie nun im Nomogramm II die Federlänge L1 (Punkt D) und die verwen-dete Feder mit Federlänge L1 (Punkt E) ein.

    – Nach dem Eintragen des Luftfederbalgdrucks für das leere Fahrzeug (Punkt F) verbinden Sie die Punkte A–D und E–F miteinander und verlängern Sie diese über D und E bis zu den Hilfslinien 1 und 2.

    Die hieraus resultierenden Punkte G-H verbinden Sie miteinander.

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    Am Schnittpunkt mit der Hilfsgeraden erhalten Sie den Punkt J, an dem Sie die benötigte Anzahl von Distanzstücken und die Länge der Schraube L2 ab-lesen können. Die mit Hilfe des Nomogramms ermittelten Werte sind Richtwerte und müs-sen gegebenenfalls korrigiert werden.

    Einstellung des ALBs Vor jeder Verstellung an den Schrauben und am Druck p41/p42 muss der Anschluss 4 drucklos sein, da sonst aufgrund der integrierten Statik das ALB-Anhänger-Bremsventil 475 715 5.. 0 nicht auf die benötigten Werte eingestellt werden kann. Aufgrund von Fertigungstoleranzen und der Hysterese ist es sinnvoll, nach Verstel-lungen die Drücke (p1 und p41/42) immer von 0 bar aus neu einzusteuern, wenn nichts anderes angegeben ist. – Nachdem Sie die richtige Feder mit dem Klemmstück X (Maß L1 einstellen) und

    die Anzahl der Distanzstücke N in den ALB eingebaut haben, drehen Sie die Schraube 2 so weit hinein, bis ein merkbarer Widerstand fühlbar ist.

    Leeranschlagschraube einstellen Nach dem Belüften von p4 mit dem Berechnungsdruck (hier 6,5 bar) muss das ALB-Anhänger-Bremsventil den Leerbremsdruck (hier 1,75 ±0,1 bar) am An-schluss 2 aussteuern. – Ist der Leerbremsdruck zu hoch, drehen Sie die Leeranschlagschraube W (L3)

    heraus; ist der Leerbremsdruck zu niedrig, drehen Sie die Leeranschlagschrau-be hinein

    Drehen Sie die Leeranschlagschraube W nur bis maximal 23 mm heraus.

    Leerbremsdruck einstellen Nach dem Belüften der Anschlüsse 41 und 42 mit dem Leerbalgdruck +0,2 bar (hier 0,4 bar) und des Anschlusses 4 mit dem Berechnungsdruck muss das ALB-Anhänger-Bremsventil einen um 0,2 bar höheren Druck als den Leerbremsdruck mit einer Toleranz von ±0,1 bar (hier 1,95 ±0,1 bar) aussteuern. – Ist der Druck zu niedrig, drehen Sie die Schraube 2 heraus; ist der Druck zu

    hoch, drehen Sie die Schraube 2 hinein. – Kontern Sie die Schraube 2.

    Bremsdruck für das beladene Fahrzeug einstellen Nach dem Belüften der Anschlüsse 41 und 42 mit dem Balgdruck für das beladene Fahrzeug -0,1 bar (hier 4,0 bar) muss der ALB den Eingangsdruck -0,3 bar mit ei-ner Toleranz von ± 0,2 bar (hier 6,2 ±0,2 bar) aussteuern.

    Ausgangsdruck zu niedrig – Ermitteln Sie Δp (Druckdifferenz zwischen Sollwert und Istwert). – Senken Sie den Eingangsdruck auf 0 bar. – Senken Sie den Balgdruck auf 0 bar und erhöhen Sie auf den Wert für das lee-

    re Fahrzeug +0,2 bar (hier 0,4 bar). – Drehen Sie die Schraube 2 heraus (Δp = 0,1 bar = 3 mm). – Schrauben Sie das Federklemmstück heraus, bis der Sollwert (hier

    1,95 ±0,1 bar) erreicht ist. – Wiederholen Sie die Prüfung „Bremsdruck für das beladene Fahrzeug einstel-

    len“.

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    Ausgansdruck zu hoch – Ermitteln Sie Δp. – Senken Sie den Eingangsdruck auf 0 bar. – Senken Sie den Balgdruck auf 0 bar und erhöhen Sie auf den Wert für das lee-

    re Fahrzeug +0,2 bar (hier 0,4 bar). – Drehen Sie die Schraube 2 hinein (Δp = 0,1 bar = 3 mm). – Schrauben Sie das Federklemmstück hinein, bis der Sollwert (hier 1,95 ±0,1 bar)

    erreicht ist. – Wiederholen Sie die Prüfung „Bremsdruck für das beladene Fahrzeug einstel-

    len“. – Steuern Sie nach dem Einstellen des ALBs nochmals alle Prüfpunkte an. – Ziehen Sie die Kontermuttern an den Schrauben W und 2 mit dem vorgegebe-

    nen Drehmoment (8 +2 Nm) an. – Tragen Sie die Daten ins ALB-Schild (Bestellnummer 899 144 631 4) ein und

    befestigen Sie es am Fahrzeug.

    Technische Daten

    Bestellnummer 475 715 500 0 475 715 507 0 475 715 513 0 475 715 514 0 Max. Betriebsdruck p1/4 10 bar

    Max. Regelverhältnis 8:1

    Max. Steuerdruck p41,42 12 bar

    Thermischer Anwendungsbereich -40 °C bis +80 °C

    Gewicht 1,8 kg

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    Druckdiagramme

    475 715 500 0

    475 715 507 0

    475 715 513 0

    Legende

    p2 Ausgesteuerter Druck p4 Eingesteuerter Druck p41 = p42 Steuerdruck

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    475 715 514 0

    Automatische Bremsung

    Legende p2 Ausgesteuerter Druck p4 Eingesteuerter Druck p41 = p42 Steuerdruck

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    Wirkungsweise

    Der Luftdruck (Steuerdruck) von den Luftfederbälgen wirkt auf die Kolben (p und o). Je nach Steuerdruck – dieser entspricht dem Beladungszustand – wird die Füh-rungshülse (n) mit der daran befindlichen Steuerkurve gegen die Feder (m) ver-schoben und auf eine dem Beladungszustand entsprechende Regelstellung einge-stellt. Die über den Kupplungskopf „Vorrat“ vom Motorwagen kommende Druckluft ge-langt über den Anschluss 1, vorbei am Nutring (h) zum Anschluss 1-2 und weiter zum Vorratsbehälter des Sattelanhängers. Gleichzeitig bewegt sich der Kolben (r) – beaufschlagt vom Vorratsdruck – nach unten und nimmt das Ventil (g) mit. Der Auslass (t) öffnet und die Anschlüsse 2 sind mit der Entlüftung 3 verbunden. Beim Betätigen der Bremsanlage des Motorwagens strömt Druckluft über den Kupplungskopf „Bremse“ und Anschluss 4 in den Raum A und beaufschlagt den Kolben (b). Kolben (b) wird abwärts bewegt, verschließt den Auslass (d) und öffnet den Einlass (v). Die am Anschluss 4 eingesteuerte Druckluft gelangt in den Raum C unterhalb der Membran (e) und beaufschlagt die wirksame Fläche des Relais-kolbens (f). Gleichzeitig strömt Druckluft über das geöffnete Ventil (a) sowie über Kanal G in den Raum B und beaufschlagt die Oberseite der Membran (e). Durch diese Druck-vorsteuerung wird die Untersetzung im Teillastbereich bei geringen Steuerdrücken (bis maximal 1,0 bar) aufgehoben. Steigt der Steuerdruck weiter an, wird der Kol-ben (w) gegen die Kraft der Druckfeder (x) aufwärts bewegt und das Ventil (a) schließt. Durch den im Raum C sich aufbauenden Druck wird der Relaiskolben (f) abwärts bewegt. Der Auslass (t) schließt und der Einlass (s) öffnet. Die am Anschluss 1-2 anstehende Vorratsluft strömt nun in den Raum D und gelangt über die Anschlüsse 2 zu den nachgeschalteten Druckluftbremszylindern. Im Raum D baut sich dabei ein Druck auf, der auf die Unterseite des Relaiskolbens (f) wirkt. Sobald dieser Druck etwas größer ist als der im Raum C, bewegt sich der Relaiskolben (f) nach oben und der Einlass (s) schließt.

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    Die Membran (e) legt sich bei der Abwärtsbewegung des Kolbens (b) an die Fä-cherscheibe (u) an und vergrößert so laufend die wirksame Membranfläche. So-bald die Kraft, die im Raum C auf die Membranunterseite wirkt, gleich der auf den Kolben (b) wirkenden Kraft ist, bewegt sich dieser nach oben. Der Einlass (v) wird geschlossen und eine Abschlussstellung ist erreicht. Die Stellung des Ventilstößels (i), die abhängig ist von der Stellung der Führungs-hülse (n), ist maßgebend für den ausgesteuerten Bremsdruck. Der Kolben (b) mit der Fächerscheibe (u) muss einen der Stellung des Ventilstößels (i) entsprechen-den Hub machen, ehe das Arbeiten des Ventils (c) beginnt. Durch diesen Hub än-dert sich auch die wirksame Fläche der Membran (e). In der Volllaststellung wird der am Anschluss 4 eingesteuerte Druck im Verhältnis 1:1 in den Raum C gesteu-ert. Indem der Relaiskolben (f) mit dem vollen Druck beaufschlagt wird, hält er den Einlass (s) ständig geöffnet und es findet keine Regelung des eingesteuerten Bremsdrucks statt. Beim Lösen der Motorwagen-Bremsanlage und der damit verbundenen Entlüftung des Anschlusses 4 wird der Relaiskolben (f) vom Druck in den Anschlüssen 2 in seine obere Endlage bewegt. Die Auslässe (d und t) öffnen und die in den An-schlüssen 2 sowie im Raum C anstehende Druckluft entweicht über die Entlüftung 3 ins Freie. Bei jedem Bremsvorgang strömt Druckluft über den Kanal F in den Raum E und beaufschlagt das Gummiformstück (k). Dieses wird gegen den Ventilstößel (i) ge-presst und bei jedem Bremsdruck > 0,8 bar entsteht eine kraftschlüssige Verbin-dung zwischen dem Ventilstößel (i) und dem Gehäuse. Das Untersetzungsverhält-nis des Reglers ist damit blockiert und bleibt auch bei dynamischer Achslastverla-gerung während eines Bremsvorgangs bestehen. Sollte sich im Teillastbereich der Luftfederbalgdruck vergrößern, wird die Rolle (l) gegen die Feder (j) gedrückt. Der Stößel (i) bleibt in der Regelstellung wie er beim Einleiten der Bremsung war. Automatische Bremsung Beim Entkuppeln oder durch Bruch der Vorratsleitung wird der Anschluss 1 entlüf-tet und der Kolben (r) auf seiner Oberseite druckentlastet. Durch den am An-schluss 1-2 anstehenden Vorratsbehälterdruck wird der Kolben (r) aufwärts bewegt und das Ventil (g) schließt den Auslass (t). Der Kolben (r) hebt bei seiner weiteren Aufwärtsbewegung von dem Ventil (g) ab und der Einlass (s) öffnet. Der volle Be-hälterdruck gelangt nun über die Anschlüsse 2 zu den Bremszylindern.

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    Schilder „Einstellwerte ALB“ 899 144 63. 4 Entsprechend der EG-Richtlinie 71/320 EWG Anhang II Anlage zu II/1.1.4.2 Absatz 7 und der ECE-Regelung Nr. 13 Anhang 10 Absatz 7 muss das Fahrzeug mit den für die Prüfung der ALB erforderlichen Angaben versehen sein. Hierfür können von WABCO die entsprechenden Schilder bezogen werden (siehe nachfolgende Abbil-dungen). Diese Schilder entsprechen dem Entwurf der Norm DIN 74267 vom Sep-tember 1982 Form C und D. Sie haben eine dreisprachige Beschriftung und bieten die Möglichkeit für tabellarische Eintragungen der Achslasten und der ausgesteu-erten Drücke des ALBs.

    Die in das ALB-Schild einzutragenden Drücke müssen unmittelbar vor und nach

    dem ALB gemessen werden, damit sie nicht durch die Eigenart anderer Geräte der Bremsanlage beeinflusst werden. Bei der Projektierung von Bremsanlagen sind Prüfanschlüsse nach der ISO-Norm 3583/1974 vor und nach dem ALB vorzusehen. Am Steueranschluss 41 oder 42 von pneumatisch oder hydraulisch angesteuerten ALBs ist ein besonderer Prüfanschluss vorzusehen. Er sperrt beim Anschließen eines Prüfschlauches den Steuerdruck von den Luftfederbälgen bzw. den Aus-gleichszylindern ab. Bei leerem Anhänger kann dann mit Hilfe der Prüfeinrichtung 435 008 000 0 jeder Beladungszustand simuliert werden. Bei mechanisch angelenkten ALBs wird der benötigte Beladungszustand zum Überprüfen der ALBs durch manuelle Verstellung erreicht.

    ALB-Schild 899 144 630 4

    für mechanisch gesteuerte ALBs

    ALB-Schild 899 144 631 4 für pneumatisch oder hydraulisch gesteuerte ALB

    Bei zwei ALBs mit unterschiedlichem Eingangsdruck sind beide Drücke auf dem ALB-Schild zu vermerken, z. B. 6,5 / 5,7.

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    Nomogramme

    Nomogramme

    Rufen Sie im Internet die Seite www.wabco-auto.com auf. Klicken Sie auf Produktkatalog INFORM => Produktnummer. Geben Sie die gewünschte ALB-Nummer in das Suchfeld ein. Klicken Sie auf den Start-Button. Klicken Sie auf den Link Druckschriften.

    ALB Nomogramme

    475 710 040 0 475 710 902 3

    475 712 000 0 475 710 902 3

    475 713 50. 0 475 713 902 3

    475 714 5.. 0 475 714 902 3

    475 715 ... 0 475 715 902 3