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  • medianet.at

    automotive business

    Breiter Ansatz Daimler setzt weiter auf globale Plattform-Strategie 82

    Gefhrlicher Sparkurs VW will sich nicht um seine Zukunft sparen 83

    Groer Kleiner Mini investiert beim Clubman neuerdings in Gre 86

    Freitag, 4. Dezember 2015 cover 81

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    Wird das autonome Fahren zum ganz groen Geschft?Whrend eine Studie im autonomen Fahren gewaltige Potenziale sieht, rechnet der AMTC vorerst mit keinem Durchbruch.

    The next Generation VW verpasst dem Tiguan eine Runderneuerung.

    rosige Zukunft Studie zeigt: Transportsektor knnte mit E-Autos seine CO2-Emissionen bis 2050 halbieren.

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    Dickes Minus fr VW in den USAWOLFSBURG. Volkswagen hat in den USA erstmals seit Bekanntwerden der Abgasma-nipulationen einen Einbruch bei den Verkufen hinnehmen mssen. Im November brach der Absatz der Pkw-Kernmarke VW im Vorjahresvergleich um 24,7% auf 23.882 Autos ein. In den beiden Monaten zuvor hat-te VW noch jeweils ein Mini-Plus erzielt. (APA)

    201464,2

    Mio.

    201571,8

    Mio.

    Zahl der Woche

    ertragssteigerung Die Cross Industries AG hat ihr Betriebsergebnis in den ersten drei Quartalen 2015 deutlich verbessert. Whrend der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf nunmehr 912,8 Mio. stieg, konnte das Betriebsergebnis sogar um 19% auf 89,7 Mio. erhht werden. Der Vorsteuergewinn der obersterreichischen Industriegrup-pe (KTM, Pankl Racing, WP) stieg in Folge davon in den ersten drei Quar-talen von 64,2 Mio. auf nunmehr 71,8 Mio. . Es wird erwartet, dass die aktuellen Steigerungsraten auch im vierten Quartal erreicht werden, so Cross Industries in einer Aus-sendung. (APA)

    BMW

  • medianet.at

    Von Jrgen Zacharias

    WIEN. Wir stehen nicht am Anfang einer digitalen Revolution. Wir stecken mitten drin und das gilt mittlerweile fr beinahe alle Le-bensbereiche. Zunehmend mssen wir uns dabei auch mit intelligen-ter Kleidung bis hin zu digitalen Kontaktlinsen auseinandersetzen, und immer fter erfasst die digi-tale Revolution auch den Mobili-ttsbereich. Beispiel: Autonomes Fahren, das zwar laut Meinung vieler Experten noch viele Jah-re bis zu seinem technologischen Durchbruch brauchen wird (siehe

    auch Artikel auf Seite 88), aber zu-mindest auf Autobahnen laut einer aktuellen Studie schon 2020 tech-nisch mglich sein knnte. Laut der vom deutschen Bundesministerium fr Wirtschaft und Energie (BMWi) verffentlichten Untersuchung Hochautomatisiertes Fahren auf Autobahnen Industriepolitische Schlussfolgerungen ist das Thema auerdem eine groe Chance fr Wertschpfung und Beschftigung.

    Groe Chance fr IndustrieIm Mittelpunkt der im Auftrag des BMWi von einem Konsortium unter Leitungs des Fraunhofer-Instituts

    fr Arbeitswirtschaft und Organi-sation (IAO) verfassten Studie steht die Analyse und Abschtzung der Wertschpfungs- und Beschfti-gungspotenziale des hochautoma-tisierten Fahrens auf Autobahnen. Die Gutachter untersuchten au-erdem das Leitanbieter- und Leit-marktpotenzial Deutschlands und leiteten hieraus industriepolitische Handlungsempfehlungen ab.

    Demnach wird allein die in Deutschland generierte Wertschp-fung im gesamten Bereich der Fahrer assistenzsysteme und des hochautomatisierten Fahrens auf rund 2,23 Mrd. im Jahr 2020 und

    auf rund 8,8 Mrd. im Jahr 2025 geschtzt.

    Bundesminister Sigmar Gabriel sieht nicht nur deshalb im hoch-automatisierten Fahren eine groe Chance fr die deutsche Industrie. Automatisiertes Fahren ist ein wichtiger Treiber fr Innovationen und Wertschpfung und damit von hoher Bedeutung fr den Automo-bilstandort, so Gabriel.

    Der Bundesminister weiter: Es ist wichtig, dass die deutsche Au-tomobilindustrie ihre fhrende Position behauptet. Wichtig ist auerdem, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen angesichts der neuen technischen Mglichkei-ten berprft und wo erforderlich angepasst werden. Auch mssen die Verkehrsinfrastruktur und das Mobilfunknetz entlang der Au-

    tobahnen weiter ausgebaut und Standards fr eine sichere Daten-bertragung erarbeitet werden.

    Gabriels Fazit: Deutschland muss zum fhrenden Testfeld fr das automatisierte und vernetzte Fahren werden.

    82 Coverstory Freitag, 4. Dezember 2015

    Automatisiertes Fahren ist ein wichtiger Treiber fr Innovation und Wertschpfung und damit von hoher Bedeutung fr den Automobilstandort.

    Autonomes Fahren wird Mrd.-Geschft BMWi-Studie zeigt: Wertschpfung des hochautomatisierten Fahrens drfte im Jahr 2020 allein in Deutschland bei 2,23 Mrd. Euro liegen; Anstieg bis 2025 auf 8,8 Mrd. Euro.

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    MW

    DETROIT. Neuer Antrieb fr das Geschft von Daimler Trucks in den USA: Im Werk der Tochtermarke Detroit in Redford bei Detroit gab Wolfgang Bernhard, verantwortlich fr Daimler Trucks & Buses, krz-lich den Startschuss fr die Seri-enproduktion des automatisierten Getriebes DT12, einem Bestseller im US-Markt. Der Erfolg unseres integrierten Antriebsstrangs im US-Schwerlastverkehr ist phno-menal: Mehr als 40 Prozent der Freightliner Cascadia-Trucks ge-hen schon mit dem automatisierten Getriebe DT12 an unsere Kunden, so Bernhard.

    Fertigungs-Ausbau geplantGleichzeitig verkndete der Daim-ler-Manager, dass die neuen DD5- und DD8-Aggregate aus der mittel-

    schweren Motorenfamilie fr den NAFTA-Markt ab 2018 ebenfalls in Detroit gefertigt werden. Damit setzt der Nutzfahrzeughersteller seine Strategie globaler Plattfor-men konsequent weiter um.

    Die Nutzung intelligenter Platt-formen ist eine der drei strategi-schen Sulen von Daimler Trucks. Konkret heit das: Einmal entwi-ckelte und erprobte Plattformen und Module wie Motoren oder Getriebe kommen in unterschied-lichsten Mrkten mit fahrzeugspe-zifischen Adaptionen zum Einsatz, ber alle Nutzfahrzeug-Marken hinweg.

    Zum Portolio von Daimler Trucks & Buses gehren Mercedes-Benz Lkw & Busse, Setra, Freightliner, Western Star, BharatBenz, FUSO sowie Thomas Built Buses.

    Unter der Aggregate-Marke Detroit bietet Daimler Trucks zu-dem amerikanischen Kunden seit 2012 einen perfekt abgestimmten Antriebsstrang aus einer Hand an: mit eigenen Motoren, Getrieben und Achsen.

    Millionen-InvestitionenFr die Montage des neuen, auto-matisierten DT12-Getriebes hat Daimler Trucks 100 Mio. US-Dollar (94,5 Mio. Euro) in die Autostadt Detroit investiert und schafft vor Ort rund 170 neue Jobs.

    Die Entwicklung und Fertigung der neuen DD5- und DD8-Motoren lsst sich Daimler Trucks zustz-lich rund 375 Mio. US-Dollar (354 Mio. Euro) kosten. Vor Ort sollen dadurch weitere 160 Arbeitspltze entstehen. (red)

    Daimlers globaler AnsatzDer deutsche Nutzfahrzeughersteller Daimler Trucks setzt in den USA einen weiteren Schritt seiner globalen Plattform-Strategie.

    Daimler-Manager Wolfgang Bernhard setzt voll auf den US-Standort in Detroit.

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    Der Studie zufolge soll hochautomatisiertes Fahren im Jahr 2020 zumindest auf Autobahnen technisch mglich sein.

    sChAeFFler

    2015: deutlicher UmsatzzuwachsHERZOGENAURACH. Der deut-sche Brsenneuling Schaeffler (der Zulieferer feierte Anfang Oktober sein Brsendebt) ist vor allem dank eines gut laufenden Automobilgeschfts sowie zunehmender Nachfrage aus China und Amerika krftig gewachsen. Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten um 10,6 Prozent auf rund 10 Mrd. , wie der Auto-mobil- und Industriezulieferer vor wenigen Tagen mitgeteilt hat.

    Wegen der hohen Wachs-tumsraten auerhalb Europas erhielt der Erls auch einen krftigen Schub durch positive Whrungseffekte. Im Indus-triegeschft rettete die Um-rechnung in Euro Schaeffler sogar vor einem Umsatzrck-gang. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhhte sich um 1,7 Pro-zent auf 1,3 Mrd. .

    Neue Strategie erfolgreichUnser Automotive-Geschft luft weiter sehr gut. In einem herausfordernden Marktum-feld konnten wir unseren Umsatz erneut berdurch-schnittlich steigern. Die Neu-ausrichtung in unserer Indus-triesparte verluft nach Plan, erklrte Vorstandschef Klaus Rosenfeld. Das Management will mit mehr Service, einer besseren Marktversorgung und Kostensenkungen die Pro-fitabilitt der Industriesparte verbessern.

    Fr das Gesamtjahr bekrf-tigte Rosenfeld die Prognose. Trotz der schwcheren Markt-entwicklung im Automotive-Geschft in China sowie im Industrie-Geschft weltweit rechnen wir fr das Gesamt-jahr weiterhin mit einem whrungsbereinigten Umsatz-wachstum von vier bis fnf Prozent, sagte der Manager.

    Zudem werde fr 2015 wei-terhin eine EBIT-Marge von zwlf bis 13 Prozent vor Ein-maleffekten anvisiert. Nach neun Monaten lag die Rendite bei 12,5 Prozent. (APA)

  • medianet.at Freitag, 4. Dezember 2015 hersteller & zulieferer 83

    WOLFSBURG. Mehr als zwei Mo-nate sind nun seit Bekanntwerden des Dieselskandals bereits vergan-gen, und noch immer sind dessen finanzielle Auswirkungen kaum ab-zuschtzen. Whrend die meisten Analysten mit Kosten von 20 bis 40 Mrd. rechnen, bezifferten einige Branchenexperten den monetren Schaden fr den deutschen Mas-senhersteller sogar auf bis zu 100 Mrd. . Und auch wenn sich VW an derlei Spekulationen nicht beteili-gen mchte, ist klar, dass in Wolfs-burg in den kommenden Jahren der Sparstift seinen Einzug halten wird.

    Investitionen gekrtNoch nicht klar ist allerdings, in welchen Bereichen sich VW finanzi-elle Entlastung verschaffen mch-te. Konzernchef Matthias Mller kndigte zwar schon kurz nach Bekanntwerden der Abgas-Mani-pulationen an, nun alle Investitio-nen auf den Prfstand zu stellen, will aber zugleich nicht den Fehler machen und VW um seine Zukunft sparen.

    Diese Aussage unterstrich zuletzt auch der Aufsichtsrat, der eine Re-duktion der Sachinvestitionen im kommenden Jahr auf maximal 12 Mrd. abnickte. Das