medianet 0412

of 125/125
medianet.at WIRTSCHAFTSZEITUNG FÜR MARKETING & SALES 1.180 1.078 874 T-Mobile Drei Netzqualität in Punkten. Maximale Punktanzahl: 1.300. 92 der Top 100 Unternehmen vertrauen auf das beste Netz. Quelle: trend top 500, 92 der genannten Top 100 Unternehmen sind A1 Mobilfunk-Kunden, trend Ausgabe 7/15, 29.6.2015 „Bestes Netz“ bestätigt vom Smartphone-Magazin Netztest 2015, Heft Okt./Nov. 15. „Bestes Netz“ bestätigt von futurezone.at (Netztest 2015). „Bestes Netz“ bestätigt von Systemics-PAB (11/2015). A1.net Einfach A1. Das meistausgezeichnete Netz. Kein anderes mobiles Netz in Österreich wurde öfter ausgezeichnet als das von A1. Wir sind stolz darauf und sehen es als Ansporn, unseren Kunden auch in Zukunft beste A1 Netzqualität zu bieten. ANZEIGE P.b.b. 02Z03s0468 T ••• „medianet“ Verlag AG, Brehmstraße 10/4, 1110 Wien ••• Retouren an Postfach 100, 1350 Wien 15. Jahrgang No. 2015 Euro 4,– Freitag, 4. Dezember 2015
  • date post

    24-Jul-2016
  • Category

    Documents

  • view

    341
  • download

    2

Embed Size (px)

description

medianet - die ganze Zeitung

Transcript of medianet 0412

  • medianet.atW i r t s c h a f t s z e i t u n g f r M a r k e t i n g & s a l e s

    1.180 1.078 874

    T-MobileDrei

    Netzqualitt in Punkten. Maximale Punktanzahl: 1.300.

    92 der Top 100 Unternehmen vertrauen auf das beste Netz.

    Quelle: trend top 500, 92 der genannten Top 100 Unternehmen sind A1 Mobilfunk-Kunden, trend Ausgabe 7/15, 29.6.2015Bestes Netz besttigt vom Smartphone-Magazin Netztest 2015, Heft Okt./Nov. 15. Bestes Netz besttigt von futurezone.at (Netztest 2015). Bestes Netz besttigt von Systemics-PAB (11/2015).

    A1.net

    Einfach A1.Das meistausgezeichnete Netz.Kein anderes mobiles Netz in sterreich wurde fter ausgezeichnet als dasvon A1. Wir sind stolz darauf und sehen es als Ansporn, unseren Kunden auch in Zukunft beste A1 Netzqualitt zu bieten.

    A1_Netztest_Medianet_271x350ssp_ET0412_INP.indd 1 27.11.15 13:42

    ANZEIGE

    P.b.

    b. 0

    2Z03

    s046

    8 T

    m

    edia

    net

    Ver

    lag

    AG

    , Bre

    hm

    stra

    e

    10/4

    , 111

    0 W

    ien

    Ret

    oure

    n an

    Po

    stfa

    ch 1

    00, 1

    350

    Wie

    n

    15. Jahrgang No. 2015

    Euro 4,

    Freitag, 4. Dezember 2015

  • ranking w

    eek

    2015/16D A S

    B R AN C H

    E N RA N K

    I N G

    V O N med

    ianet

    Die median

    et rankingw

    eek 2015/1

    6

    wird prsen

    tiert im Rahm

    en der

    medianet

    xpert nig

    ht

    am 03. M

    rz 2016.

    Wir freuen

    uns auf Ihre

    Anfrage!

    per mail: of

    [email protected]

    net.at | t

    elefonisch:

    +43 1 919 2

    0 - 2162

    Erscheinun

    gstermin:

    04. Mrz 2

    016

    Druckunter

    lagenschlu

    ss: 18. Feb

    ruar 2016

    Hier gehts

    zur

    rankingwee

    k 2014

  • medianet.atW i r t s c h a f t s z e i t u n g f r M a r k e t i n g & s a l e s

    Liebe Leserinnen, liebe Leser, am 18. Dezember 2015 erscheint die letzte

    medianet-Ausgabe vor den Feiertagen. Die erste Ausgabe im neuen Jahr gibt es am Freitag, 15. Jnner 2016.

    Wir mssen mehr Farbe in die Marktforschung bringen Ein Blick zurck auf 15 Jahre Marketagent.com: Thomas Schwabl ber die Herausforderungen im Sparring mit den Auftraggebern.

    ServiceLetter 17 gratis Download auf ... www.leitbetrieb.com

    Starke Unternehmen zeigen Werte!

    s t e r r e i c h

    Seit 1988 TOP-SERVICE!

    Die Kraft der SERVICEQUALITTKundenbezogene Wertschpfung bewirkt nachhaltigen Erfolg!Bespiel AKZEPTA im ServiceLetter 17

    ww

    w.e

    xclu

    sive

    -des

    ign.

    at /

    Bild

    : shu

    tter

    stoc

    k

    www.3DTV.marketing1040 Lambrechtg 16tel 0664 43 28 430 Wir bringen Euch in den Raum

    M

    arku

    s D

    ivis

    XLweb2print.com

    Groformate jetzt easy

    online drucken

    P.b.

    b. 0

    2Z03

    s046

    8 T

    m

    edia

    net

    Ver

    lag

    AG

    , Bre

    hm

    stra

    e

    10/4

    , 111

    0 W

    ien

    Ret

    oure

    n an

    Po

    stfa

    ch 1

    00, 1

    350

    Wie

    n

    15. Jahrgang No. 2015

    Euro 4,

    Freitag, 4. Dezember 2015

    Austrian Event Award Die besten Events, die besten Agenturen 10

    Pfeiffers Tricks Interview mit Betriebsratschefin Snjezana Brajinovic 26

    Big Business Wird das autonome Fahren zum ganz groen Geschft? 82

    Da schau her! Start-up myVeeta mischt den Bewerbungsmarkt auf 90

    BAyErischEr runDFunk

    Scolik wird neuer FernsehdirektorWIEN/MNCHEN. Der lang-jhrige ORF-Manager Reinhard Scolik wird ab Mrz 2016 Fern-sehdirektor beim Bayerischen Rundfunk (BR). (APA)

    4

    Der medianet sonder themenplan

    2016 ist hier abrufbar!

    (www.medianet.at)

    Die medianet rankingweek erscheint ab jetzt im Frh-jahr (4. Mrz 2016). Erstmalig werden auch Daten, Informa-tionen und Ratings aus xpert.network, dem ersten B2B- Portal fr die Kommunikations-branche, in die Bewertung miteinbezogen.

    ranking week 2015/16 D A S B R A N C H E N R A N K I N G V O N medianet

  • medianet.at

    Von Sabine Bretschneider

    WIEN. Seinen 15. Geburtstag feier-te krzlich das Marktforschungsin-stitut Marketagent.com. medianet fhrte mit Marketagent.com-Chef Thomas Schwabl ein Gesprch ber die schwierigen ersten Jahre, blauugige Annahmen, graue Mu-se und Geburtstagswnsche.

    medianet: Am Anfang war die Idee Thomas Schwabl: Ja, lustigerweise wurde die Idee bei einem Radaus-flug mit meinem Steuerberater ge-boren. Tags darauf haben wir mit der Umsetzung begonnen, ohne Businessplan, ohne sich den Markt anzuschauen. Es ist doch eigentlich dumm, in Zeiten wie diesen noch am Telefon Umfragen zu machen, habe ich mir gedacht. Das wre doch per SMS viel schlauer. Und das Ganze msste vollautomatisch funktionieren von der Umfragen-programmierung bis zum Rech-nungsversand. Im Endeffekt haben wir diese Funktionen kein einziges Mal verwendet. Unsere Kunden auch nicht. Wir sind in unserer an-fnglichen berheblichkeit davon ausgegangen, dass wir die mobile und die Onlineforschung erfunden htten. Dabei gab es das lngst in Deutschland, UK, den USA.

    medianet: Start-up-Mentalitt knnte man das auch nennen Schwabl: Nein, Blauugigkeit. Heu-tige Start-ups machen Business-

    plne, schauen sich an, wie der Markt funktioniert, wer die groen Player sind, welche Technologi-en es gibt Wir sind im Prinzip von zwei Annahmen ausgegangen, die nie funktioniert haben SMS als Befragungsmedium und Do-it-yourself als marktreife Metho-de. Unsere dritte Hypothese war brigens: Onlineforschung ffnet den Markt fr Klein- und Mittel-betriebe das hat sich so auch nicht bewahrheitet.

    medianet: Sie sind ausgerechnet in der Zeit rund um 9/11 gestartet Schwabl: Ja, willkommen geheien hat uns damals niemand. Als wir am Start waren, herrschte die gro-e Depression. Es gab berall In-teresse fr unser Geschftsmodell, aber auch viele Zweifel

    medianet: Ich habe ein Zitat aus einem der ersten Berichte in me-

    nuierlich sinken. Marketagent.com entwickelt sich gegenlufig wegen des Fokus auf online sind wir die Krisengewinnler. Insgesamt wer-den Erhebungen aber immer weni-ger relevant. Durch Social Media, durch Big Data bekommt man Zah-len und Daten aus so vielen Quel-len. Dadurch wird die Interpretati-on und die Beratung immer wich-tiger. Man muss auch ein bissl das Graue-Maus-Image ablegen, mehr Farbe in die Marktforschung brin-gen.

    medianet: Diesen allgegenwrti-gen Druck Richtung Digitalisie-rung spren Sie in Ihrem Unter-nehmen ja nicht so sehr Schwabl: Nein, tun wir nicht. All-gemein ist es so, dass man in der Marktforschung heute auch ein Sparringspartner fr den Auftrag-geber ist, ihn in der Problem lsung untersttzt, einen helicopter view auf manche Dinge hat. Wenn man das mit den Paradebeispielen ver-gleicht mit Foto, Film, Musik , wo die Digitalisierung binnen krzester Zeit Branchen durchei-nandergewirbelt hat, dann sieht man, dass die Digitalisierung in der Marktforschung keine Revo-lution ist. Das geht langsam vor sich, es empfinden nur manche Marktteilnehmer als schnell. De facto stimmt es nicht. Mobile Re-search per se ist insofern nicht die Zukunftsherausforderung, weil Online und Mobile ohnehin ver-schmelzen, einfach weil Umfragen auf allen Plattformen funktionieren mssen. Wir knnen niemandem vorschreiben, wie er die Fragen be-antwortet.

    medianet: Was also ist das nchs-te groe Ding? Das Pendant zu Industrie 4.0 in der Mafo wre Schwabl: Die Digitalisierung wird voranschreiten, die Nicht-Digitali-sierten sterben aus. Es wird noch mehr internationalen Wettbewerb geben, die Lndergrenzen werden sich auflsen. Es wird neue Markt-teilnehmer geben, die in unserem Teich fischen: Social Media-Mo-nitoring-Unternehmen, Unterneh-mensberater. Es wird durch Big Data valide Mglichkeiten geben, um Dinge zu erfassen anstatt sie zu erfragen. Wenn ich Ihre Be-wegungsmuster am Smartphone auslesen kann, dann muss ich Sie nicht fragen, wie viele Kilometer Sie mit dem Auto fahren. Das wei ich auf den Meter genau von Ihrem Handy. Do-it-yourself wird zulegen sptestens seit dem Einstieg von Google in diesen Markt ist das klar.

    medianet: Was sind Ihre finanziel-len Ziele auf diesem schrumpfen-den Markt?Schwabl: Wir budgetieren je-denfalls nach wie vor gar nichts, entscheiden sehr viel aus dem Bauch heraus und wachsen kon-stant. Am Anfang war das ja nicht schwierig: Aus nix wird ja schnell nix plus eins (lacht). Dann haben wir uns eine Zeit lang jedes Jahr verdoppelt. Von dem sind wir lei-der auch weg. Und jetzt haben wir in der Regel ein sehr niedriges zweistelliges Wachstum so um die zehn, 15 Prozent. Auf dem Kurs sind wir auch heuer obwohl die letzten vier Wochen schon recht ruhig waren Aber ein Wachstum wird sich ausgehen.

    medianet: Jetzt visualisieren wir noch eine Geburtstagstorte zum 15er: Was wrden Sie sich beim Kerzerl ausblasen wnschen?Schwabl: Der einzig legitime Wunsch ist eigentlich: Es soll nie schlechter werden. Es fehlt uns an nichts, wir haben ein wundersch-nes Bro in beschaulicher Umge-bung. Wir knnen alle davon ganz gut leben. Wenn wir auf diesem Kurs weitermachen knnen, dann bin ich schon zufrieden. Ich strebe ja nicht die Weltherrschaft an. Vier oder fnf Prozent mehr Umsatz machen mich nicht glcklicher, nicht reicher und nicht rmer. Am Ende des Tages mchte ich einfach zufrieden sein.

    Wir sind die Krisengewinnler15 Jahre Marketagent.com: Gestartet in der Zeit der groen Depression nach 9/11, etablierte sich der Online-Marktforscher parallel zum Siegeszug des Internets. Fr die Zukunft prognostiziert Thomas Schwabl, Grnder und Chef des Geburtstagskinds, noch mehr internationalen Wettbewerb.

    Auf Sparflamme In sterreich wer-den nur 3,7% der Marketingausga-ben in Marktfor-schung investiert. Damit liegen wir abgeschlagen hinter Mrkten wie Grobritannien (20%), Frank-reich (16,1%) und Deutschland (13,9%).

    Happy Birthday! Vor 15 Jahren etablierte Thomas Schwabl, CEO des Instituts, die Online-Marktforschung in sterreich mit der Umfrage-Plattform Marketagent.com. Begonnen hat alles mit einer Radtour mit seinem Steuer-berater

    15

    M

    arku

    s D

    ivis

    Wenn man das mit Foto, Film, Musik vergleicht, dann sieht man, dass die Digitalisierung in der Marktforschung keine Revolution ist.

    4 coverStory Freitag, 4. Dezember 2015

    3,7%

    dianet gefunden, den wir 2002 zu einer Ihrer Umfragen gemacht ha-ben: Das Medium Internet ist top-aktuell und unverzichtbar, aber nur bedingt vertrauenswrdig. Hat sich an dieser Einschtzung in 13 Jahren Gravierendes gendert?Schwabl (lacht): Nein, nicht wirk-lich. Aber was ist das Internet? Es gibt ja einen Unterschied zwi-schen der Zeit online und diver-sen Schundplattformen Aber ja, medianet war schon auch ein Men-tor der ersten Stunde fr uns.

    medianet: Wie ging es weiter?Schwabl: Unsere ersten zwei Jahre waren katastrophal. Die Validitt unserer Methode hngt ja mit der Internetdurchdringung zusammen und die lag damals unter 50 Pro-zent. Das ist halt nichts, wenn man mit Umfragen nur die halbe Welt erreicht. Das hat sich natrlich von selbst erledigt. Bis heute spricht fr die Online-Marktforschung die Schnelligkeit, die Kostenstruktur, die Visualisierung. Telefonische Stichproben sind heute nicht mehr unantastbar, das Festnetz geht re-tour und am Handy ist die Teilnah-mebereitschaft geringer.

    medianet: In sterreich werden berhaupt nur 3,7 Prozent der Marketingausgaben in Marktfor-schung investiert Schwabl: sterreich liegt deutlich hinter Mrkten wie etwa Deutsch-land, Grobritannien zurck. Heute kann ein Konzern in zehn Lndern gleichzeitig ein Produkt testen vom Mutterland aus. Das fhrt unter anderem dazu, dass in ster-reich die Umstze seit 2011 konti-

  • medianet.at

    Novelle

    Grnes Licht fr BestbieterprinzipWIEN. Der Verfassungsaus-schuss des Nationalrats hat am Donnerstag einstimmig die Novelle zum Bundesver-gabegesetz beschlossen, in der das Bestbieterprinzip bei ffentlichen Bauauftrgen mit einem Projektvolumen ab einer Mio. verpflichtend gesetzlich verankert wird. Der Beschluss im Plenum soll nchste Woche erfolgen.

    A.t. KeArNey

    Roboter bedrohen Hlfte der JobsDSSELDORF. In zwanzig Jahren wird fast die Hlfte der heutigen Arbeitspltze in Deutschland durch Roboter ersetzt werden, kommentiert Martin Sonnenschein, Euro-pachef bei A.T. Kearney, eine Untersuchung im Rahmen ihrer Gesellschaftsinitiative Deutschland 2064 die Welt unserer Kinder. Zu den 10 Top gefhrdeten Berufen gehren Bro- und Sekretariat, Berufe in Verkauf und Gastronomie oder kaufmnnischer und tech-nischer Betriebswirtschaft. Die Top 10 der roboterresistenten betreffen Branchen, in denen Empathie oder emotionale In-telligenz gefordert sind: Pflege, Erziehung und Sozialarbeit, Fhrungsaufgaben und jene in Forschung und Lehre. (red)

    GRAZ. Alljhrlich im November wird die steirische Landeshaupt-stadt Graz zu einem Melting Pot junger Netz-Kreativer aus ganz Eu-ropa. Heuer machte das European Youth Award-Festival insbesonde-re jene digitalen Lsungen sichtbar, die im Dienst der Gesundheit ste-hen. Das Gewinnerprojekt aus Spa-nien erleichtert etwa mit Apps und eBooks autistischen Kindern das Lernen; weitere Projekte beschf-tigten sich mit Big Data & Herz-diagnostik oder einem Roboterske-lett fr beeintrchtigte Menschen. Diesjhrige Schwerpunkte waren das Internet of Things, Big Data, cyberphysikalische Installationen und Assistenzsysteme.

    Leidenschaft mit MehrwertDas Siegerprojekt Aprendices Visuales Visual learning for children with autism wurde von Miriam Reyes (sie lebt im spani-schen Sevilla) gemeinsam mit der befreundeten Knstlerin Carla Mongui fr Reyes dreijhrige autistische Nichte entwickelt.

    Der Hintergrund: Autistische Kinder lernen primr visuell und das Gewinner-Projekt erffnet den Kindern mittels eBooks und inter-aktiven Apps gnzlich neue Lern-mglichkeiten. Tolle Apps und professionelle eBooks knnen auch

    mit ganz geringen Mitteln und von einer NGO heute hchst profes-sionell produziert werden, lobte die Jury in ihrer Begrndung fr die Auszeichnung. Dieses Projekt sticht in Bezug auf den sozialen

    Mehrwert, Leidenschaft des Teams und seine hohe Skalierbarkeit klar hervor, schloss sich Peter A. Bruck, Initiator und Mastermind des Eu-ropean Youth Award, an, da es ei-gentlich allen kleinen Kindern hel-

    fen kann, mit Freude zu lernen.13 Start-up Projekte aus ganz

    Europa waren nach Graz zur End-ausscheidung eingeladen wor-den, die sich allesamt durch ge-sellschaftliches Engagement und technische Exzellenz auszeichnen. Neben Aprendices Visuales ber-zeugten insbesondere das Big-Data-Projekt zur Herzdiagnostik, Com-plex Disease Detector, aus Schwe-den und das Jungbrger-Projekt Exempt from Theory aus Polen.

    Roboter und Werbe-BumeVorgestellt wurden auch das Robo-terskelett UMRE, das bewegungs-eingeschrnkten Menschen motori-sche Untersttzung bietet, und ein multifunktionales Werbedisplay fr Stdte namens CityTree, ge-formt aus Holz und Pflanzen, das, neben der Funktion als Werbetr-ger, den Feinstaub bindet und die Luftverschmutzung reduziert.

    sterreich war mit der Social-Media-Plattform talentify.me ver-treten, die ltere Schler mit jn-geren zur Lernhilfe vernetzt, und mit dem Augmented-Reality-Spiel Origin von Studierenden der FH Salzburg.

    Mehr Infos zu den eingereich-ten und ausgezeichneten Projekten finden Sie auf eu-youthaward.org. (red)

    Freitag, 4. Dezember 2015 prime NeWS 5

    pioniere im internetEuropean Youth Award 2015: Das Siegerprojekt Aprendices Visuales erffnet autistischen Kindern mittels eBooks und Interaktiv-Apps neue Lernmglichkeiten.

    Nehmen Sie teil an sterreichs groer Studiezum Thema Business-Events und sichern Sie sich

    Ihre Chance auf eine Apple Watch Sport:

    www.eventbutler.at/studie

    Wie wichtig sindBusiness-Events

    fr Sie?

    +43 1 361 3610 | [email protected] | www.eventbutler.at

    Eventbutler ist sterreichs fhrender Anbieter fr digitalesEinladungs- und Gstemanagement von Business-Events:

    Gste perfekt einladen, registrieren und empfangen.Mehr Inform

    ationen auf

    www.bmfj.gv.at

    P

    hilip

    p B

    ened

    ikt

    European Youth Award: Junge europische Grnder prsentierten ihre Ideen in Graz.

  • medianet.at

    Innovative Jungunternehmer ohne Eigenkapital haben keine Chance in sterreich, nimmt sich Markus Niederdorfer im medianet-Interview kein Blatt vor den Mund. Er habe ein Er-finderschicksal pur erlitten

    trotz internationaler Auszeich-nungen: Die Banken geben vor dem Markteintritt keinen Cent her.

    Hohes Risiko ohne Besicherung Basel II lsst gren. Die drei Fs (Family, Fools and Friends) sind lngst schon ausgepumpt. Fr Business Angels sind die Betrge zu hoch, und fr Venture Capital, Seed-Financing und Private Equity ist die Wachstumskurve noch nicht steil genug. Die Crowd fhrt dar-auf noch nicht ab, weil das Produkt noch keiner kennt. Die Politik redet viel und schn, mchte zwar gern kann aber leider nicht. Eine Eunu-

    chenstrategie. Der Frderdschun-gel ist dicht und fr Innovatoren schier undurchdringlich. Geld ist dort zwar vorhanden, es abzuho-len dauert lang, ist kompliziert und hochbrokratisch an die EU in Brssel gar nicht erst zu denken.

    Als Unternehmer habe Nieder-dorfer im Grunde nur die Mg-lichkeit, mit meiner Innovation ins Ausland zu gehen, um dort fr Hochwasserschutz zu sorgen, der sich selbst durch die Erzeugung

    von umweltfreundlicher Energie nach zehn Jahren bezahlt und damit dort das Budget entlastet. Denn: Dort, wo der Heller geschla-gen wird, dort gilt er bekanntlich nix. Spter dann erinnert man sich jedoch an die Helden und Shne bzw. Tchter der Nation, und klopft ihnen auf die Schulter

    Es wird doch alles getan?Vizekanzler Mitterlehner und Staatssekretr Mahrer sehen das

    naturgem anders sie wollen sterreich gar als Grnderland Nummer eins in Europa etablieren, wie es in der gemeinsam mit 250 Stakeholdern erarbeiteten Grn-derland-Strategie vorgesehen ist. Daher mssen wir Innovationen konsequent frdern, die Finanzie-rung neuer Produkte und Dienst-leistungen erleichtern und beste-hende Hrden weiter aus dem Weg rumen, bekrftigen Mitterlehner und Mahrer unter Verweis auf die Erleichterung des Crowdfundings und die ausgebauten Grnderange-bote der Frderbank aws.

    Ganz neu ist die nderung der Verordnung zum Neugrndungs-Frderungsgesetz (NeuFG); darin wird die Sperrfrist fr einen neu-erlichen Schritt in die Selbststn-digkeit von fnfzehn auf fnf Jah-re reduziert (Details siehe Kasten rechts). Mitterlehner sieht darin eine wichtige Modernisierung der Frdervoraussetzungen: Dieser Schritt ist ein Bekenntnis der Poli-tik zum Prinzip der zweiten Chan-ce. Denn zahlreiche nationale und internationale Erfolgsbeispiele

    6 Im Fokus: start-ups Freitag, 4. Dezember 2015

    Floodprotect Der Mechatroniker und Maschinenbau-Ingenieur Mar-kus Niederdorfer hat nach mehrjh-riger Entwicklungszeit ein neuartiges System zum Schutz gegen Flut, Hochwasser und Tsunamis in Verbin-dung mit umweltfreundlicher Ener-gieproduktion realisiert allerdings haperts am ntigen Kleingeld.

    Die Grndungsrepublik Mit einer Geschftsidee Erfolg zu haben, ist manchmal nicht ganz einfach. Inzwischen ist das Thema Start-ups aber auch hierzulande in der ffentlichen Diskussion angekommen. medianet hat Jungunternehmer zu ihren Geschftsideen und ihren Standortwnschen befragt.

    Von Paul Christian Jezek

    F

    lood

    prot

    ect

  • medianet.at

    start-ups in sterreich

    Bundesland 2014 2012 2008 2000

    Burgenland 1.780 1.754 1.834 753

    Krnten 2.613 2.289 2.039 1.371

    Niedersterreich 7.835 7.692 8.913 4.528

    Obersterreich 5.263 4.991 6.534 3.307

    Salzburg 2.225 2.124 2.173 1.624

    Steiermark 5.552 4.899 4.957 3.286

    Tirol 2.359 2.363 2.573 1.816

    Vorarlberg 1.343 1.247 1.726 1.072

    Wien 8.150 8.279 9.582 6.005

    sterreich 37.120 35.638 40.331 23.762Quelle: WKO; echte Unternehmensneugrndungen im Bereich der Wirtschaftskammern; 2008 kam es zu einem Bruch in der Zeitreihe aufgrund genderter Rechtsgrundlage (Selbststndige Personenbetreuung)

    zeigen, dass der unternehmerische Erfolg oftmals erst beim zweiten Anlauf klappt. Daher wollen wir Menschen mit Mut, Innovations-kraft und Unternehmergeist str-ker untersttzen. Niederdorfer hingegen wre wohl schon ber die erste Chance froh

    Mit einer Idee Erfolg zu haben ist nie besonders einfach, sagt mit Runtastic-(Mit-)Grnder Florian Gschwandtner ein top-erfolgrei-cher Jungunternehmer. Immerhin ist Runtastic eine der erfolgreichs-ten Fitness- und Gesundheits-Apps der Welt: Das Unternehmen mit Sitz in Pasching bei Linz ist vor allem fr seine Lauf- und Fitness-App bekannt, bietet aber mittlerweile ein buntes Ecosystem an Health & Fitness-Apps, Hardware, Services und Content an. Im August 2015 ging das Unternehmen eine stra-tegische Partnerschaft mit Adidas ein. Gschwandtner: Fr junge Un-ternehmer gibt es einige Hrden, dessen ist man sich vonseiten der Politik bewusst. Aber um ganz ehr-lich zu sein, ich bin nicht sicher, ob wir ein unternehmerfreundliches Land werden. Es wird besser aber zu wenig und zu langsam.

    AufholbedarfStart-up heit Risiko und Risiko zu nehmen, heit auch das Schei-tern einzukalkulieren, sagt auch Peter Ungvari, Geschftsfhrer von blitzzcar. Leider ist bei uns in vielen Kpfen noch der Schuldturm des Mittelalters prsent. Fllt die-ser, knnen wir bei Start-ups noch viel aufholen.

    Die blitzzcar GmbH ist ein jun-ges Unternehmen, das im Bereich Automobilitt ein gnzlich neues Konzept anbietet ganz nach dem Trend: ein Auto zu nutzen, statt es zu besitzen. Mit dem Tesla Model S hat blitzzcar das modernste und sicherste Elektrofahrzeug der Welt dafr auserkoren. ber ein Crowd-Investoren-Programm wir-ken blitzzcar Kunden direkt am Unternehmen mit (medianet be-richtete.) Ungvari: Fr blitzzcar ist sterreich ein idealer Testmarkt, um sich im nchsten Schritt auch in anderen Mrkten zu bewhren. Denn einer guten Idee zur rechten Zeit steht die Welt offen.

    Die Erfolgschancen der ster-reichischen Unternehmen knnten besser sein, meint auch Johannes Hornig. Er ist noch keine 30 und be-schftigt mehr als ein halbes Hun-dert Mitarbeiter in der Grazer Spe-zialittenrsterei J. Hornig, einem

    Familienbetrieb mit mehr als einem Jahrhundert Tradition. Durch zu hohe Steuern, Lohn nebenkosten und eine ineffiziente Verwaltung werden Unternehmer eher be- und nicht entlastet, kritisiert Hornig. Die Zukunft ist digi tal, global und vernetzt. Um die Abwanderung exzellenter Unternehmen zu ver-hindern, mssen innovative Ideen gefrdert und wirtschaftspolitisch belohnt werden. Das neue Crowd-funding-Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung!

    Das neue Crowdfunding-GesetzDieses neue Gesetz lobt auch Simon Niederkircher von der oekostrom AG, einer Beteiligungsgesellschaft im Eigentum von rund 1.900 Ak-

    tionren mit dem Ziel, eine nach-haltige Energiewirtschaft aufzu-bauen, Kunden sterreichweit mit sauberem Strom zu versorgen und den Ausbau erneuerbarer Energie-quellen in sterreich zu forcieren. Niederkircher: Wir wollten mit unserem simon Mini Kraftwerk erreichen, dass sich einfach jeder Strom machen kann. sterreich hat seit Kurzem eines der fortschritt-lichsten Crowdfunding-Gesetze

    das hat es uns erleichtert, unse-re Idee ber eine sterreichische Crowdfunding-Plattform erfolg-reich zu finanzieren.

    Hervorragende ChancenGrnder, die eigenes Kapital fr die ersten zwei Jahre, berufliche Erfahrungen und Kontakte haben und die in einer der typisch ster-reichischen Kernindustriebranche grnden, haben sogar hervorra-gende Chancen, meint der Wiener Investor Gregor Rosinger. Sie kn-nen an international erfolgreiche heimische Netzwerke bzw. Cluster andocken und dadurch Auftrge generieren und sich so die ersten Sporen am Weltmarkt verdienen. Fr die Phase danach gibt es auch

    heimische Investoren und Finan-zierungsmglichkeiten.

    Auch Hansjrg Kofler, Geschfts-fhrer der furniRent GmbH, meint, dass die Chancen fr Jungunter-nehmer in sterreich grundstz-lich gut stehen. Wirtschaftlicher Erfolg hngt von einer Geschft-sidee ab, die dem Kunden einen Nutzen oder die Lsung eines Pro-blems bietet, und ist getragen von Flei, Beharrlichkeit und Disziplin in der Umsetzung. Die Erkenntnis, zu 100 Prozent selbst verantwort-lich zu sein, befreit und ermglicht Erfolg in jedem Umfeld. Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Grnde.

    Katharina Vokurka hingegen sieht ihren wirtschaftlichen Erfolg und wohl auch jenen zahlreicher Kollegen aufgrund der hohen Sozialabgaben massiv gefhrdet. Die Sozialversicherung ist derart hoch, dass kleine Betriebe trotz harter Arbeit kaum normal leben knnen. Die Senkung der Min-destbeitragsgrundlage fr Gering-verdiener ist ja nett. Aber gerade EPU, die darber hinaus sind und

    noch immer bescheidene Gewin-ne machen, werden voll zur Kassa gebeten. Das zerstrt sterreichs Potenzial!

    Ich denke, es braucht eine wirk-lich gute Idee, fr die man brennt wie unser Wohnwagon und ein Team mit dem richtigen Drive, rt Theresa Steininger. Strategischer Vorteil: Wenig Geld brauchen, mit mglichst wenig Fixkosten starten und dann: Dran bleiben! Mit der richtigen Portion Sturheit, Mut und Unternehmergeist gehts.

    Mut den Grndern!Mut machen last but not least Wolfgang Deutschmann und Peter Garber, die unter greenrocket.com und homerocket.com zwei der gr-

    ten Crowdfunding-Plattformen s-terreichs betreiben: Abgesehen von groer Brokratie und den hohen Lohnnebenkosten, ist sterreich sicherlich nicht die schlechteste Startrampe, um mit einem Unter-nehmen wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Fast jede Idee hat in ster-reich Chance auf eine Frderung!

    Fr viele Grnder mag das eigene Land langfristig zu klein scheinen, ein guter Ort fr den Start kann es trotzdem sein. Mut den sterreichi-schen Grndern!

    Freitag, 4. Dezember 2015 Im Fokus: start-ups 7

    Florian Gschwandtner Ich bin nicht sicher, ob wir ein un-ternehmerfreundliches Land werden. Es wird besser, aber zu wenig und zu langsam.

    Hansjrg kofler Wirtschaft-licher Erfolg ist getragen von Flei, Beharrlichkeit und Disziplin in der Umsetzung. Wer will, findet Wege.

    peter ungvari Leider ist bei uns in vielen Kpfen noch der Schuldturm des Mittelalters prsent. Ohne den knnen wir bei Start-ups viel aufholen.

    Gregor rosinger Grnder mit eigenem Kapital fr die ersten zwei Jahre, beruflichen Erfahrungen & Kontakten ha-ben hervorragende Chancen.

    theresa steininger Mit mglichst wenig Fixkosten starten und dran bleiben! Mit Sturheit, Mut und Unter-nehmergeist gehts!

    katharina Vokurka Die Sozialversicherung ist derart hoch, dass kleine Betriebe trotz harter Arbeit kaum normal leben knnen.

    simon Niederkircher sterreich hat seit Kurzem eines der fortschrittlichsten Crowdfunding-Gesetze berhaupt.

    Johannes Hornig Um die Abwanderung exzellenter Fir-men zu verhindern, mssen innovative Ideen gefrdert und belohnt werden.

    Weniger kosten I Das Neugrndungsfrde-rungsgesetz ermglicht unter bestimmten Voraus-setzungen eine Befreiung von staatlichen Gebhren und Abgaben, die bli-cherweise im Zuge einer Neugrndung anfallen.

    Weniger kosten II Zustzlich bringt das NeuFG in den ersten drei Jahren eine teil- weise Lohnneben- kostenbefreiung fr die Beschftigung von Arbeitnehmern fr maximal zwlf Monate.

    Zweiter anlauf Die bisherige Sperrfrist von 15 Jahren, wonach Betriebsinhaber, die sich innerhalb der letzten 15 Jahre vor der Neugrn-dung in vergleichbarer Art beherrschend betrieblich bettigt haben, von der Anwendung des NeuFG ausgeschlossen waren, wird per 1.1.2016 auf fnf Jahre verkrzt.

    Neugrndungs-Frderungsgesetz

    Richtige Idee & die Portion Glckrainer philippeit Philippeit GmbH

    Der wirtschaftliche Erfolg, ein neues Unternehmen am ster-reichischen Markt etablieren zu knnen, ist von zahlreichen Komponenten abhngig und beeinflusst. Neben einer innova-tiven Idee sind die persnlichen Rahmenbedingungen wie u.a. Eigenkapital, Initiativbereitschaft, Ausdauer, soziales Umfeld, ein funktionierendes Netzwerk, ein realistischer Businessplan bzw. entsprechende Marktanalysen von strategischer Bedeutung.Das Angebot inlndischer Institutionen wie z.B. der WKO, AWS, diverser Frderstellen auf Landes- wie Bundesebene mit Beratungsprogrammen zur Untersttzung beim Aufbau und bei der Finanzierung ist viel-schichtig und sehr hilfreich. Eigeninitiative wird allerdings abverlangt und ein gewisser langer Atem ist fr die Inan-spruchnahme Voraussetzung.Die Platzierung eines Start-ups im Markt ist fr die ersten zwei bis drei Jahre eine echte Heraus-forderung. Hilfestellungen wer-den durch Politik und Gesetzge-bung geboten. Mit der richtigen Idee und der notwendigen Portion Glck ist der sterreichi-sche Markt fr Jungunternehmer auf jeden Fall ein lohnender Investitionsplatz.Das Thema Investoren rundet das Bild ab. In diesem Seg-ment ist eine Bereicherung in sterreich sprbar, sei es durch Fonds, Crowdinvesting-plattformen, Risikokapitalgeber oder private Initiativen. Dies ist ein sehr effizientes Signal fr Jungunternehmer und spiegelt sterreich als Wirtschaftsstand-ort auch in Zukunft wider!

    R

    unta

    stic

    /Jak

    ob L

    ehne

    r

    Fur

    nire

    nt

    P

    hilip

    peit

    Gm

    bH

    C

    oop

    Was

    serm

    ann

    Mar

    ketin

    g

    Blit

    zzca

    r/Phi

    lipp

    Hut

    ter

    C

    . J. H

    orni

    g

    Woh

    nwag

    on

    o

    ekos

    trom

    AG

    p

    hota

    q.co

    m/M

    artin

    a D

    rape

    r

  • medianet.at

    Projekt Freedolls

    Elisabeth Hanser und Samira Rauter

    Eventmarketing ist Be-ziehungsmarketing, sagt Elisabeth Hanser von der Agentur Mind-Set Event &

    Activation Marketing. Daher bekommen Partner und Kunden

    der Agentur in den nchsten Wochen und Monaten soge-

    nannte Freedolls berreicht. Die Puppen kommen von Samira Rauter, Grnderin der Wiener

    Privatstiftung PeopleShare, der Erls kommt dem Projekt The

    Forgotten Children of Syria Kinderflchtlingshilfe Kilis zugute: Kindern und Mttern, die aus ihrer Heimat Syrien

    fliehen mussten und nun vor-bergehend ein Zuhause in der sdtrkischen Stadt Kilis, nahe der Grenze zu Syrien, gefunden haben. Jede Freedoll trgt eine kleine Umhngetasche; darin

    steckt ein Zettel mit den Namen jener Frau und ihrer Kinder, die die Puppe hergestellt hat. So

    kann man auch Kontakt herstel-len und direkt untersttzen.

    Die Freedolls sind gegen eine Spende (ab ca. 30 je Puppe) direkt bei Samira Rauter bzw.

    PeopleShare erhltlich:[email protected]

    Gastkommentar Von Axel Dick

    JETZT HANDELN. 23 Jahre nach dem Nach-haltigkeitsgipfel von Rio de Janeiro wird der-zeit bei den 21. Klimaschutzverhandlungen in Paris versucht, ein weltweites Commitment zur Eindmmung der globalen Temperaturer-hhung auf +2 Grad zu erreichen. Dringenden Handlungsbedarf gibt es auch hierzulande: Laut Sachstandsbericht der st. Akademie der Wissenschaften vom September 2014 ist in sterreich die Temperatur seit 1880 schon um 2 Celsius angestiegen weltweit waren es nur 0,85 Celsius. Die Folgen des Klima-wandels sind in der Alpenrepublik schon jetzt erheblich und wirken sich auch negativ auf witterungsabhngige Branchen wie Land-, Forstwirtschaft oder Tourismus aus.

    Das Geld liegt auf der StraeEnergie- und Materialeffizienz zhlten zu den vom Weltklimarat 2007 definierten acht Schlsselstrategien. Mit dem im Jnner 2015 in Kraft getretenen Energieeffizienzgesetz (EEffG) soll auch hierzulande die Ressour-ceneffizienz gesteigert werden: Vom EEffG betroffene Unternehmen mssen ein Ener-gie- bzw. Umweltmanagementsystem wie EMAS, ISO 14001, ISO 50001 einfhren oder alternativ ein externes Energieaudit durch-fhren. Whrend Audits als erste Ist-Ana-lysen dienen, gehen die Zielsetzungen der Managementsysteme (MS) weiter. Organisa-tionen verpflichten sich damit zur Verbesse-rung der Energie- und Umweltleistung und zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und anderer Umweltauswirkungen. Sie kn-nen somit (unabhngig von den Ergebnis-

    sen von Paris) einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

    Der Tenor aus Beratungen, Energieaudits und Studien zeigt, dass sich die Einfh-rung eines Umwelt- oder Energie-MS fr Unternehmen auch abseits eines grneren Fuabdrucks lohnt, denn 10 bis 20% der Energiekos ten lassen sich bei Unternehmen einsparen. Das Geld liegt sozusagen auf der Strae und muss nur aufgehoben werden. Managementsysteme sind wirkungsvolle Instrumente, um die 2020er-Ziele der EU zu erreichen. Energieeffizienz ist aber nicht nur eine Frage des Stands der Technik, sondern auch eine Frage der Unternehmenskultur. Mitarbeiter sind der Schlssel zum Erfolg. Im Kleinen (Organisation) lsst sich so der Wandel zu mehr Energieeffizienz managen und trgt zum groen Ganzen (Weltklima) entsprechend bei.

    Den Klimawandel managen geht das?berlegungen zur Energieeffizienz anlsslich des Pariser Klimagipfels. P

    hilip

    p Li

    piar

    ski

    8 KommEntaRE Freitag, 4. Dezember 2015

    axel Dick verant-wortet seit 1. Jn-ner 2015 bei der Quality Austria die neu geschaffene Position Business Development Um-welt und Energie; www.qualityaustria.com

    Q

    ualit

    yAus

    tria/

    Ann

    a R

    auch

    enbe

    rger

    Die abgedruck-ten Gastkom-mentare geben ausschlielich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Krzung vor.

    Impressum

    medieninhaber:medianet Verlag AG1110 Wien, Brehmstrae 10/4. OGhttp://www.medianet.atGrndungsherausgeber: Chris RaddaHerausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver JonkeVorstand: Markus BauerVerlagsleiter: Bernhard GilyChefredakteurin/Redaktionsleitung: Mag. Sabine Bretschneider, Stv.: Dinko Fejzuli

    Kontakt:Tel.: +43-1/919 [email protected] | Fax: +43-1/298 20 2231Fotoredaktion: [email protected]

    medianet prime news ([email protected])Chefredakteurin: Mag. Sabine Bretschneider (sb DW 2173)Chef vom Dienst: Rudolf Grner (rg DW 2176)medianet marketing & media ([email protected])Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej DW 2175) Redaktion: Mag. (FH) Jrgen Hofer (hof DW 2171)medianet retail ([email protected])Stv. Chefredakteur: Christian Novacek(nov DW 2161) Redaktion: Nataa Nikoli (nn DW 2174), Daniela Prugger (dp DW 2228)medianet financenet ([email protected])Chefredakteur: Reinhard Krmer (rk)medianet real:estate ([email protected])Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) medianet advisory ([email protected])Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj)medianet technology & industrial technology ([email protected])Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc)medianet destination ([email protected])Chefredakteur: Peter Mosser (pm)medianet automotive business ([email protected])Chefredakteur: Peter Mosser (pm)medianet health economy ([email protected]at)Chefredakteur: Martin Rmmele (rm)medianet careernetwork ([email protected])Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj)

    Lektorat: Mag. Christoph Strolz Grafisches Konzept: Verena Govoni Grafik/Pro duktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigen produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media print Zeitungs druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & >redmail Logistik & Zustell-service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service [email protected] Erscheinungsweise: wchentlich (Fr) Erscheinungsort: Wien Einzel preis: 4, Abo: 179, (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 229, (Jahr). Bezugsab-meldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs zeitraums bei 6-wchiger Kndi-gungsfrist; es gelten unsere Allgemeinen Geschftsbedingungen; Ge richts stand ist Wien. Gastbeitrge mssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.

    offenlegung gem. 25 medienG: http://cms.medianet.at/offenlegung/

    abo, Zustellungs- und adressnderungswnsche:

    [email protected] oder tel. 01/919 20-2100

    Leitartikel Von Sabine Bretschneider

    KLIMAFRAGEN. Wir bleiben an dieser Stelle beim Schwerpunktthema Klimagipfel. Wie uns eine Nachrichtenagentur wissen lie, birgt der Klimawandel nicht nur grosso modo Gefahren fr den Planeten, sondern auch als Hochrisiko-faktor fr die Geburtenrate zumindest in den USA, dem Entstehungsort der Analyse. Hohe Temperaturen, heit es im Forschungspapier des National Bureau of Economic Research Maybe Next Month? Temperature Shocks, Cli-mate Change, and Dynamic Adjustments in Birth Rates, fhren zu einem Rckgang der

    koitalen Frequenz. So weit, so schockierend. Die geringere Lust auf ein Schferstndchen, heit es weiter, beeinflusse die demografische Zusammensetzung und treibe die beralterung hochindustrialisierter Gesellschaften mit ohne-hin niedriger Fertilittsrate noch weiter voran. Das umlagefinanzierte Pensionssystem bliebe davon nicht unberhrt.

    Was nun? Das Jahr 2015 drfte das wrmste seit Beginn der weltweiten Statistiken 1880 wer-den. Und der Mensch ist der Verursacher dieser Erwrmung. Wenn sich aber der Mensch jetzt per temperaturinduzierter Unlust wieder aus dem Spiel zu nehmen beginnt, ist dann ein Teil des Problems nicht auch ein Teil der Lsung?

    Kondomverbote und KanonenfutterErst krzlich hatte brigens ein Essay die Runde gemacht, der sich auf das Wesentliche herun-tergebrochen darauf konzentrierte, den Zusam-menhang zwischen kinderreichen Gesellschaften und dem Kriegsdurst von Nationen darzustellen. Kurz: Je mehr Kinder und insbesondere Shne die Frauen zur Welt bringen, desto eher ist eine Gesellschaft dazu bereit, einen Teil dieser ber-schssigen jungen Mnner als Kanonenfutter fr vermeintlich hehre Zwecke bereitzustellen

    Kondome als Klimaretter und Friedensstifter? Legalize it! mchte man dem Papst zurufen, der immer noch mit sich und seiner starrkp-

    figer Fhrungsriege ringt, ob es in dieser Frage nicht einen gewissen Ermessensspielraum gbe: Ihm gefalle es nicht, sich mit derart kasuisti-schen Fragen und berlegungen zu beschf-tigen, sagte Franziskus laut Zeit online nach seiner Afrikareise auf die Frage eines Journalis-ten, ob es angesichts der nach wie vor groen Zahl von Aids-Toten in Afrika nicht Zeit fr eine Lockerung des Kondomverbots sei. Dass man al-lerdings vor einem gewissen Dilemma stehe, gab er zu. Das fnfte oder das sechste Gebot? Wer damit nichts anfangen kann, mge jetzt nach-schlagen oder googeln.

    Andererseits versucht die moderne Neurowis-senschaft ohnehin seit einiger Zeit zu belegen, dass der Mensch zwar das Konzept des freien Willens irgendwie verinnerlicht hat aber halt zu Unrecht. Wenn der Mensch denkt, er wrde sich entscheiden, dann ist sein Hirn meist schon einen Schritt voraus und mitten in den Vorbe-reitungsaktivitten, das belegen recht berzeu-gend angelegte Experimente. Also: Wie soll man dann berhaupt je sinnstiftende Manahmen in groem Stile koordinieren wenn denn die Ent-scheidungstrger quasi erst im Nachhinein vom eigenen Hirn informiert werden?

    Gute Ausrede, hm? Aber so neu sind die Zwei-fel nicht. Schon Schopenhauer meinte: Der Mensch kann tun, was er will. Aber er kann nicht wollen, was er will. Mge der Gipfel gelingen!

    Zitat der Woche Bloomberg twittert zum Weltklimagipfel in Paris ( Bloomberg Carbon Clock: www.bloomberg.com/ graphics/carbon-clock/)

    Du sollst kein falsches Zeugnis geben Der Klimagipfel im Kontext der Diskussion, ob man den Menschen fr Dinge verantwortlich machen kann, die er gar nicht wollen kann. Time used

    to be measured in years. Now its in CO2.

  • medianet.at

    marketing & media

    Sprache App uugot.it liefert zum TV-Konsum Untertitel 11

    Erzhlung Geschichten sind emotional und wirksamer als Zahlen 12

    Multitalent ber die er-folgreiche Designagentur der Laura Karasinski 14

    Get-together Der Jahres-ausklang von media.at im Palais Fanto 16

    Advent Der VZ feierte auf der Terrasse des Caf Landtmann16

    Freitag, 4. Dezember 2015 covEr 9

    Standard zur Marken-bewertung mitgestalten!

    Standards fr die Bewertung von Markensorgen fr Transparenz und Vergleichbarkeit. Aktuell wird der Internationale Standard ISO 10668 Markenwertmessung ber-arbeitet!

    Die Arbeitsgruppe Markenbewertung bei Austrian Standards ist die nationale Schnitt-stelle fr die Teilnahme an der internationalen Normung und steht allen offen.

    Alle Mitgestaltungsmglichkeiten unter:www.austrian-standards.at/normen-mitgestalten

    Ihr AnsprechpartnerKarl Grn Director Standards DevelopmentTel.: +43 1 213 00-714E-Mail: [email protected]

    Standards fr die Bewertung von Markensorgen fr Transparenz und Vergleichbarkeit.

    Standard ISO 10668 Markenwertmessung ber-

    Arbeitsgruppe Markenbewertung bei Ihr AnsprechpartnerKarl Grn

    4.103 Citylightfl chen im besten Qualittsnetzwww.epamedia.at

    Es scheint immer unmg-lich, bis WIR es gemacht haben!

    A

    PA/E

    PA/R

    ober

    t Jg

    er

    Mit einem Green Event zu Gold beim Event Award29 Preistrger in 19 Kategorien waren beim diesjhrigen Austrian Event Award wahre Hingucker und wurden ausgezeichnet. 10

    Katharina Schiffl

    Der medianet Sonder themenplan

    2016 ist hier abrufbar!

    (www.medianet.at)

    Die medianet rankingweek erscheint ab jetzt im Frh-jahr (4. Mrz 2016). Erstmalig werden auch Daten, Informa-tionen und Ratings aus xpert.network, dem ersten B2B- Portal fr die Kommunikations-branche, in die Bewertung miteinbezogen.

    ranking week 2015/16 D A S B R A N C H E N R A N K I N G V O N medianet

  • medianet.at

    kreativ als auch in der Professiona-litt der Umsetzung.

    Prgende Themen der letzten Jahre waren Compliance-Regeln und sinkende Budgets. Ilk, im All-tag Geschftsfhrer der Agentur eventwerkstatt, dazu: Das Thema Compliance wurde vom Gesetz-geber vllig berzogen. Natrlich gehrt Korruption verhindert und bestraft, aber die aktuellen Rah-

    Von Jrgen Hofer

    WIEN. Zum 19. Mal wurde am Mittwochabend mit den Austrian Event Awards eine der begehrtes-ten Auszeichnungen der Event- und Lifemarketingszene vergeben. Nach den Richtlinien des ster-reichischen Umweltzeichens als green event ausgerichtet, wurden dabei 29 Preistrger geehrt, gekrt wurden diese aus ber 100 Einrei-chungen von einer hochkartigen Expertenjury.

    Gleich zwei Mal in hchstem Edelmetall erstrahlte der ORF: Ein-mal in der Kategorie Gesamtkom-munikation fr den Eurovision Song Contest in Wien, zudem holte man den Sonderpreis Green Event ebenso fr dieses Groereignis. (smtliche Sieger siehe Infobox.)

    Der Austrian Event Award wurde ja im Vorjahr rundumerneuert, dies habe sich bezahlt gemacht, so der Veranstalter Walter Ilk gegenber medianet: Die Entscheidung, wie-der in jeder Kategorie Gold, Silber und Bronze zu vergeben, werden wir beibehalten. Auch die hher-wertigen Urkunden bleiben gleich. Neu in diesem Jahr war der Son-derpreis fr die Best Supplier Per-formance, bei der eine Einzelleis-tung eines Events gewrdigt wird. Dieser Sonderpreis wurde sehr gut angenommen. Besonderheiten fr das Jubilumsjahr 2016, wo man den Preis dann zum 20. Mal ber-reichen wird, werde man ab Jnner berdenken.

    Machen sehr guten JobDabei attestiert Ilk der Eventbran-che ein gutes Zeugnis: Die Event-branche an sich ist auf hohem Ni-veau sehr stabil. Die erfolgreichen Eventagenturen sind seit Jahren die gleichen, was zeigt, dass die betriebswirtschaftliche Basis der fhrenden Agenturen sehr gut ist. Angesichts des doch hohen Budget-unterschieds zu einer vergleichba-ren Produkteinfhrung in gre-ren europischen Lndern denke ich, dass die qualittsorientierten Eventagenturen einen sehr guten Job in sterreich machen, sowohl

    menbedingungen sind absurd. Da ist man ja schon fast ein Kriminel-ler, wenn man einen Kunden nach einer Besprechung zum Essen ein-ldt; man knnte ja die Einladung in der Absicht ausgesprochen ha-ben, die nchste Auftragsvergabe zu beeinflussen. Einfach lcherlich. Manche sinnvollen Sponsoringakti-vitten werden durch berzogene Complianceregeln verhindert oder zumindest behindert.

    Vom Wachstum berzeugtBezglich der unter Druck gera-tenten Budgets meint Ilk: Generell glaube ich nicht, dass der Umsatz der Eventbranche sinkt im Gegen-teil: Eventmarketing und Online-marketing werden im Marketing-mix immer wichtiger. Bei einzelnen Kunden oder Branchen werden die Budgets schon sinken, aber es gibt Branchen, die aktuell mehr Events machen oder erst jetzt das Tool Eventmarketing strker einsetzen; ich denke da z.B. an die Industrie. Insgesamt wird unsere Branche steigen, da bin ich berzeugt.

    Auf hohem Niveau sehr stabilDie besten Events und durchfhrenden Agenturen wurden beim 19. Austrian Event Award gekrt Veranstalter Walter Ilk attestiert der gesamten Branche ein gutes Zeugnis und sieht Wachstumspotenzial.

    Der VeranstalterWalter Ilk, Ge-schftsfhrer der Agentur event-werkstatt, und Veranstalter des Austrian Event Award.

    K

    atha

    rina

    Sch

    iffl

    E

    vent

    wer

    ksta

    tt

    10 CoVerstory Freitag, 4. Dezember 2015

    Consumer events (B2C) Kiss Happi-ness 100 Jahre Coca-Cola Konturflasche/ Eventorganisa-tor: ArmStrong Business Events GmbH/Auftrag-geber: Coca-Cola GesmbH AustriaKongresse (B2B, B2C, P2P) 3. Zukunftstag: Smart Production & Services die Steiermark in der 4. Industriel-len Revolution/Eventorganisator: Ivents Kultur-agentur/Partner-agentur: RNPD Raunigg und Partner GmbH/Auftrag geber: SfG Steirische Wirt schafts-

    frderungs gesell-schaft Corporate-events (B2B) IP Programmparty 2014/Eventorgani-sator: Fuchsund-Freude Fuchs Communication GmbH/Auftragge-ber: IP sterreich GmbHCorporate-Pub-lic-events (B2P) 3Liegestuhl-Pause/Eventorga-nisator: eventplan gmbh/Auftragge-ber: Hutchison Drei Austria GmbHMitarbeiter-events (B2e) Mission: Susi/Eventorganisator: Event Service RS GmbH/Auftragge-ber: sterreichi-sche Post AG

    Gesamtkommu-nikation (B2B, B2C, B2P) Eurovision Song Contest 2015 Vienna/Event-organisator: ORF sterreichischer Rundfunk/Part-neragentur: OMC ORF Marketing & Creation GmbH & Co KG/Auftrag-geber: EBU Eu-ropean Broadcas-ting Union exhibition-events (B2B, B2C, B2P) Volvo Dome of Design ster-reich-Premiere Volvo XC90/Eventorganisa-tor: alphaaffairs Kommunikations-beratung GmbH/Partneragentur: Fuel Austria Wer-

    beagentur GmbH/Auftraggeber: Volvo Car Austria GmbHPublic events Charity/social/Cultural (P2P) ViennaSphere/Eventorganisator: artprojects/Partne-ragentur: Beauty Parlour Next Ge-neration Design/Auftraggeber: WienTourismus Public events sports (P2P, B2P) Grazathlon/Eventorganisator: CompanyCode Werbe GmbH/Auftraggeber: CompanyCode Werbe GmbHsonderpreis Green event Eurovision Song Contest 2015

    Vienna/Einreicher: ORF sterreichi-scher Rundfunk/Partneragentur: brainbows informationsma-nagement gmbh/Auftraggeber: EBU European Broadcasting Unionsonderpreis Best supplier Performance Tosca 2015 Oper im Stein-bruch/Supplier: Habegger GmbH/Partneragentur: Media Apparat GmbH/Auftrag-geber: Arenaria GmbH

    Smtliche Sieger auch in Silber und Bronze unter: www.eventaward.at/sieger-2015/

    Gold-Sieger

    JuryGoldsiegerDie IP sterreich rumte beim Austrian Event Award mit ihrer Veranstaltung in den Stallungen der Spanischen Hofreitschule Gold ab.

    oliver Kitz Gastronomieleiter Casinos Austria Paul Leitenml-ler CEO Opinion Leaders Network thomas Ziegler Kfm. Vorstands-direktor LIVA und Geschftsfhrer des design center linz Harald Hois, Geschftsfhrer & Themenbetreuer Wassersport bzw. Themenbetreuer Reiten, O. Tou-rismus Marketing GmbH Georg steiner Tourismusdirektor Linz

    Franz Gangl Leitung Marketing & Kommunikation, Dipl. Eventmana-ger, Wintersteiger AG Christoph Berndl Chefre-dakteur, Bohmann Verlag Ivo Franschitz Vertreter der EMBA, Geraldine Ingram Operative Marketing und PR, CNH Industrial sterreich GmbH Gerold Breuer Head of Marketing & Business Deve-lopment, Erema GesmbH

  • medianet.at Freitag, 4. Dezember 2015 Medien 11

    WIEN. Beim Fernsehen quasi en passant eine andere Sprache erler-nen: Das ist nicht nur ein Phno-men, das man von Auswanderern im Bekanntenkreis kennt, sondern auch wissenschaftlich belegt. Eine von der Europischen Kommissi-on in Auftrag gegebene Studie der Media Consulting Group belegt beispielsweise, dass in Lndern wie Dnemark, Norwegen oder Schwe-den, in denen Inhalte im Original-ton mit Untertitelungen gezeigt werden, die Originalsprache Eng-lisch weitaus besser gesprochen wird als in Lndern wie Deutsch-land oder sterreich, wo synchro-nisiert statt untertitelt wird.

    Beitrag zur IntegrationDiesen Umstand macht sich nun auch der heimische Anbieter uugot.it zunutze. Nirgendwo an-ders ist es so leicht, eine Sprache zu erlernen, wie beim TV-Konsum. Fernsehen zeigt und verdeutlicht zudem die besonderen Eigenhei-ten einer Gesellschaft und ihrer Kultur und vermittelt somit nicht nur die Sprache, sondern auch die Wertehaltung eines Landes, er-lutert Grnder Philipp Etzlinger im Gesprch mit medianet. uugot.it fungiert dabei als Applikation fr Smartphones und Tablets, auf denen die Inhalte gestreamt und zeitgleich mit Untertiteln versehen werden. Versteht der Lernende ein Wort nicht, klickt er darauf und erhlt interaktiv und simultan die bersetzung in seiner Sprache.

    Wie diese Simultanbersetzung technisch funktioniert, offenbart Etzlinger nicht, das ist unsere Ei-genleistung und damit unser Ka-pital. Die anfangs nicht verstan-denen Worte werden dann fr den User gespeichert, er kann sie im Anschluss als interaktive Learning Card nochmals auf- und damit in Erinnerung rufen.

    uugot.it eignet sich einerseits fr Personen, die einfach eine neue Sprache erlernen wollen, anderer-seits natrlich besonders gut fr Migranten, fhrt Etzlinger weiter aus. Hier sieht er das Potenzial, dass sein Tool auch einen wertvol-len Beitrag zur Integration leisten kann.

    Positive LerneffekteDie Wirkung der App zum Erlernen der Sprache haben sich die Macher rund um Etzlinger brigens auch von der Uni Wien besttigen las-sen. Weitere positive Effekte: Be-wegtbild wird im Zusammenhang mit Lernen grundstzlich als sehr positiv und angenehm empfunden, erlutert Etzlinger. So wird das Er-lernen einer Sprache an sich nicht nur vereinfacht, sondern die Inhal-te bleiben aufgrund der positiven Wirkung auf den Seher auch ln-ger im Gedchtnis. Zudem knnen Menschen etwas lernen in Kombi-nation mit einer Ttigkeit, die sie lieben: nmlich fernsehen.

    Zur weiteren Finanzierung des Projekts bis hin zum Go-Live luft aktuell brigens eine Crowdfun-ding-Kampagne, bei der man be-

    reits ber 30% des Ziels ausfinan-ziert hat. Noch bis 15. Jnner hat man sich dabei Zeit gegeben, die knapp ber 10.000 erforderlichen Euros ber die Crowd aufzustellen.

    Verfgbar soll uugot.it anfangs fr Inhalte des ORF sein, weitere Angebote wolle man laufend inte-

    grieren. Mit dem Nutzen und Un-tertiteln des Streams sieht sich Etzlinger nach anwltlicher Pr-fung rechtlich auf der sicheren Sei-te. Wir prfen das, war aus dem ORF dazu knapp zu hren. (hof)

    Crowdfunding des Projekts un-ter: http://tinyurl.com/uugotit

    Sprache lernen beim FernsehenDie App uugot.it soll knftig simultan zum TV-Konsum Unter titelungen liefern und somit Sprachen leichter erlern-bar machen. Aktuell luft eine Crowdfunding-Kampagne.

    u

    ugot

    .it

    Die App uugot.it wurde mit dem 2. Platz beim sterreichischen Flchtlings- und Migrations-Award, ausgelobt durch die Kontrollbank, ausgezeichnet.

    Beeindrucken macht Spa

    Drucken, falzen, stanzen, perforieren bei NP DRUCK trifft Produktivitt auf Kreativitt.Das Ergebnis: keine Stangenware, sondern Folder, Prospekte und Magazine, die Raum fr beeindruckende Produktprsentationen mit hohem Wiedererkennungswert bieten. Dank Erfahrung und modernster Technik bringt NP DRUCK Vielfalt und Kreativitt zurck in die Welt der Druckprodukte. Damit Print Spa macht!

    www.np-druck.at

    Wir entfalten Ihre Mglichkeiten!NP DRUCK bietet viel mehr Falz-Stanz-Perforier-und-so-weiter-Mglichkeiten, als hier Platz htten. Drei Beispiele sehen Sie unten, fr mehr rufen Sie +43 (0)2742/802-1297 oder scannen Sie den nebenstehenden QR-Code.

    5 Panorama A4 Wickelfalz 13 Karten A52 Klappen Slim

    216x288_Beeindrucken.indd 1 23.10.15 15:18

  • medianet.at

    Menschen lieben es, ihre Geschichten mit ande-ren Menschen zu teilen. Vor allem dann, wenn wir emotional berhrt werden, erzhlen wir gern. Social Sharing nennt man das in

    der Sprache des Web. Es dient neben dem Teilen auch dem Ordnen von Gefhlen. Ne-gative Gefhle lassen sich mildern, indem wir ber sie reden, man verschafft sich hierdurch Erleichterung; positive Gefhle hingegen kn-nen verstrkt und verlngert werden, wenn man ber sie spricht. Inhalte mit geringem emotionalem Wert werden kaum mit anderen geteilt, wohingegen stark emotionalisierende Inhalte sehr oft geteilt werden. Auf diese Wei-se knnen Anbieter wie aus dem Nichts in al-ler Munde sein. Dies passiert vor allem dann, wenn man Content als Geschichte erzhlt.

    Geschichten bersetzen Informationen in Emotion. Sie ziehen uns geradezu magisch in ihren Bann. Sie erhhen die Glaubwrdigkeit, denn sind sehr viel einprgsamer als Zahlen, Daten und Fakten. Wenn meisterlich erzhlt, dann haben sie eine unglaubliche psychologi-sche Kraft. Sie machen neugierig und fesseln die Aufmerksamkeit. Sie lockern auf und ent-spannen. Sie wecken das Gefhl von Vertraut-heit. Sie sprechen das Vorstellungsvermgen an und aktivieren. Sie machen sogar kompli-zierte Zusammenhnge verstndlich. Und sie steigern die berzeugungskraft. Sie frdern das Zuhren, das Verstehen, das Behalten und das Zustimmen, ohne zu bedrngen. Zudem machen Geschichten die Unternehmen und ihre Mitarbeiter auch menschlicher.

    Wirksamer als Zahlen und DatenGehirnforscher glauben, dass jeder Denk- und Entscheidungsprozess von inneren Bil-dern begleitet wird, die unser Hirn in einem unaufhrlichen Schpfungsprozess konstru-iert. Er wird gespeist aus Wahrnehmungsbil-dern, die unsere Sinne den Hirnwindungen schicken, aus den Erinnerungsbildern fr-herer Erlebnisse und aus inneren Vorstel-lungsbildern. Gute Verkufer und spannende Marken setzen mit ihren Erzhlungen ein wahres Kopfkino in Gang. Marketingleute nennen das Brain Scripts. Wir alle suchen nach unserer eigenen Geschichte; die Brain Scripts, die Geschichten der anderen, helfen uns dabei, sagt der Mediendramaturg Chris-tian Mikunda. Gute Geschichten sind solche, die wir leicht dechiffrieren knnen, weil sie ein uns bekanntes Muster zeigen wie etwa der Mythos von David gegen Goliath oder das Aschenputtel-Syndrom.

    Ach, wenn das die verkopften, zahlenfixier-ten Manager doch nur endlich verstehen wr-den: Menschen lassen sich lieber durch Ge-schichten verfhren als durch sachliche Dar-stellungen und nchterne Fakten. Zwar sind Dashboards und vollgeexcelte Powerpoint-Prsentationen populr, doch es ist uerst unprofessionell, andere hierber gewinnen zu

    wollen. Der US-amerikanische Wissenschaft-ler und Nobelpreistrger Daniel Kahneman hat brigens experimentell nachgewiesen, dass nicht derjenige die Deutungshoheit er-langt, der die besten Argumente zusammen-trgt, sondern derjenige, der die stimmigste Story erzhlt. Der wahre Profi bringt also

    seine Botschaft ber gut gewhlte Beispiele, bunte Anekdoten und kluge Metaphern rber.

    Ein schnes Beispiel dafr, von Petra Sam-mer in ihrem Buch Storytelling erzhlt, ist die Einfhrung des Philips Wake-up-Light-Weckers. Er imitiert einen Sonnenaufgang und ermglicht so ein sanftes Aufwachen.

    Zahlreiche Studien hatten die gesundheitli-chen Vorteile dieses Leuchtweckers belegt, doch die vorgetragenen rationalen Argumen-te interessierten nur mig. Das Gert wurde zum Flop. So entschloss sich Philips zu einer Neueinfhrung, diesmal mit einer Geschichte namens The Arctic Experiment. Sie handelt

    12 FEATURE Freitag, 4. Dezember 2015

    Danke MamaNivea setzt gern auf Gefhle. So auch im Jahr 2013 mit einem Werbespot, der den Alltag aus der Sicht eines unbeholfenen Kleinkinds zeigte, das sich gedanklich Ach, wenn ich doch schon sprechen knnte bei seiner Mutter entschuldigt und fr die Strapazen bedankt, die sie tglich fr es erbringt. Der Spot wurde millionenfach angeklickt; Im Jahr 2014 folgte dann der Spot Danke Papa.

    Sag es mit deinem ProjektHornbach punktete 2014 mit einem Spot um ein Gothic-Md-chen, eine Auenseiterin in einer perfekten Welt, ber das sich Schulkameraden wie Erwachse-ne lustig machen und vor dem sogar ein Vogelschwarm flchtet. Als es nach einem traurigen Tag nach Hause kommt, hat der Vater eine positive berraschung fr das Mdchen parat: Er ist dabei, das Haus in dem sie wohnen, schwarz zu streichen.

    Der Stratos-SprungDer Energy-Drink-Hersteller Red Bull gilt als einer der konsequen-testen Storyteller. Bisheriger Hhepunkt des Red Bullschen Storytellings war im Jahr 2012 Felix Baumgartners Stratos-Sprung aus 39 Kilometern Hhe. 8 Millionen verfolgten den Sprung gleichzeitig im YouTube-Channel von Red Bull, 2,3 Millionen Zuschauer bei ORF, und bei ServusTV generierten 720.000 Besucher drei Mio. Seitenaufrufe.

    Best of Storytelling

    A

    FP/w

    ww

    .redb

    ullc

    onte

    ntpo

    ol.c

    om/J

    ay N

    emet

    h

    Erzhl mal!Geschichten sind nicht nur als Content zu gebrauchen. Auch wer Mundpropaganda systematisch in Gang bringen will, muss Erzhlstoff bieten.

    Von Anne M. Schller

    P

    anth

    erm

    edia

    .net

    /Fam

    Veld

    man

  • medianet.at

    von den Bewohnern von Longyearbyen, der nrdlichsten Stadt der Welt. Verschiedene Videos zeigten, wie der Leuchtwecker ihnen hilft, die viermonatige Polarnacht zu ber-stehen. Diese Version weckte zunchst das Interesse der Presse und danach stieg der Umsatz des Gerts um 20 Prozent.

    Also dann: Welche Geschichten erzhlt man sich ber Sie, Ihre Produkte, Ihre Firma? Und wer erzhlt diese Geschichten wem, wa-rum, in welcher Situation, in welcher Form wie oft weiter? Woher stammen diese Ge-schichten, wer hat sie gemacht? Wie und wo suchen und finden Sie schne Geschichten, die Ihre Kunden schon jetzt ganz ohne Ihr Zutun erzhlen? Und wie gewinnen Sie Kun-den dazu, Ihnen begeistert von Erlebnissen mit Ihrer Firma zu berichten, die Sie im Emp-fehlungsmarketing einsetzen knnen?

    Wie gute Geschichten aufgebaut werdenGut gemachte Geschichten werden aus der Perspektive des Helden erzhlt. Das ist in al-ler Regel der Kunde. Der Beginn ist dabei es-senziell, denn da fragen wir uns: Hat das was

    mit mir zu tun? Ist die Antwort Ja und das Ganze fr uns relevant, hren wir weiter zu. Ist es fr uns ohne Bedeutung, schaltet unser Hirn einfach ab. Menschen lieben Helden vor allem dann, wenn sie ber sich hinauswach-sen, weil sie damit ein hehres Ziel verfolgen. Idealerweise folgt der Erzhlstrang also ei-ner sogenannten Heldenreise. Diese fhrt entlang eines Spannungsbogens von einer suboptimalen Ausgangslange ber Hinder-nisse und Blockaden, Irrungen und Wirrun-gen oder Qualen und Beinaheabstrze zu einem glorreichen Ende. Unternehmen, Pro-dukte und Mitarbeiter fungieren dabei als Helfershelfer, als treue Gefhrten oder ntz-liche Geister, die zwar im Hintergrund blei-ben, ohne die die Transformation allerdings nicht gelingt. Beim Aufbau knnen Sie sich an Mrchen orientieren. Sie haben folgendes Muster: Was war am Anfang (= das Problem, der Zweifel)? Wer (= der Held) tat was (= die gute Tat) mit wessen Hilfe (= die gute Fee)? Wo lauerten Gefahren (= das Abenteuer, das Hindernis, der Gegenspieler)? Wie ging das Ganze aus (= der Sieg, das Happy End)?

    Das Grundmodell einer typischen Helden-reise, das der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell entwickelt hat, hat zwlf Etappen in zwei Akten:1. Akt: die alte Welt. Eine Situation, die sub-optimal ist. Die Ahnung, dass es da drauen etwas Besseres gibt. Schwellenhter ver-suchen, den Aufbruch aufzuhalten. Die Be-gegnung mit einem Mentor, der Mut macht und Wege aufzeigt. Das berschreiten der Schwelle ins Neuland.2. Akt: die neue Welt. Prfungen, Gegenspie-ler und Verbndete tauchen auf. Der Tag des Showdowns rckt nher. Der Entscheidungs-kampf findet statt. Der Sieg wird errungen. Der Rckweg wird angetreten. Die Verwand-lung zeigt erste Frchte. Das Ziel ist erreicht.

    Transmedial erzhlenModerne Geschichten werden heutzutage transmedial, also ber verschiedene Medien hinweg, erzhlt. Dies schliet Fotoserien und Videos mit ein. Zuhrer und -schauer sind dabei nicht lnger auf die Funktion des pas-siven Konsumenten beschrnkt, sie knnen

    sich vielmehr aktiv und schpferisch ein-bringen. Dies tun sie, indem sie den Fortlauf einer Geschichte mitgestalten, sich angebo-tenes Hintergrundmaterial beschaffen oder zumindest kommentieren, voten und sharen.

    Zudem sind die ausgewhlten Geschich-ten mediengerecht aufzubereiten: Auf der eigenen Website wird die Langversion der Story erzhlt; auf Facebook wird sie ver-krzt oder in Hppchen verteilt; auf Insta-gram wird sie reichlich mit Bildern garniert. Und als Videoclip kommt sie bei YouTube & Co. beispielsweise wie ein rasanter Thriller daher. Schlielich sollten je nach Zielgruppe unterschiedliche Facetten einer Geschichte hervorgehoben werden: Der Einkufer einer Maschine braucht eine andere Geschichte als der Fertigungsleiter. Ein Junggeselle interes-siert sich fr andere Details als ein stolzer Familienvater. Und einen Kenner faszinieren andere Finessen als einen Neuling.

    Den Geschichtenfundus verbreitenWer nichts mehr zu sagen hat, gert schnell in Vergessenheit. Und selbst die beste Ge-schichte bewirkt nichts, solange sie im Dun-keln schlummert. Holen Sie also laufend in-teressante Stories ans Licht, verpacken Sie sie gut und machen Sie sie ffentlich.

    Nutzen Sie dazu alle Kommunikations-mittel, um Geschichten zu platzieren: in Stellenanzeigen, im Intranet, auf eigenen Social-Media-Prsenzen, in Newslettern, in Prospektmaterial, im Geschftsbericht, in Referenzmappen, in Prsentationen, bei Jah-restagungen oder auf dem Messestand.

    Sie sollten sich in Reportagen finden, in Employer-Branding-Broschren, im Inter-net, auf fremden Social-Media-Prsenzen, in Mailings, in Imagebroschren, in Kunden-zeitschriften, in Imagefilmen, in Vortrgen, auf Ausstellungen, auf Events und selbst in Bchern.

    Freitag, 4. Dezember 2015 FEATURE 13

    Gut gemachte Ge-schichten werden aus der Perspek-tive des Helden erzhlt. Das ist in aller Regel der Kunde.

    Anne M. Schllerist Keynote-Speakerin, Bestsellerautorin und Businesscoach. Eben ist die zweite Auflage ihres Buchs Das neue Empfehlungs marketing erschienen (2015, Business Village). Infos: www.empfeh-lungsmarketing.cc

    A

    . Sch

    lle

    r

  • medianet.at14 Design Freitag, 4. Dezember 2015

    WIEN. Mit 21 grndete Laura Karasinski ihre eigene Design-Agentur, erhlt heuer den Women of the Year Award in der Kategorie Aufsteigerin des Jahres und hat mit 25 Jahren bereits mit Kunden wie Yves Saint Laurent, Absolut Vodka, Warner Music, Strck Brot

    und Red Bull zusammengearbeitet. Das Portfolio ihrer Agentur Ateli-er Karasinski reicht von Werbung ber Websites, Fotos und Videos sowie Druckunterlagen aller Art bis hin zur Innenarchitektur.

    Ihre Agentur fhrt die 25 Jhri-ge als ein Ein-Frau-Unternehmen

    und greift je nach Projekt auf ande-re Selbststndige zurck: Es gibt eine Art Rudel an Menschen, die ich kontaktiere, wenn ich sie brau-che. Wir sind Freunde und stehen in keinem Angestelltenverhltnis. Wenn ich beispielsweise einen gu-ten Kameramann brauche, dann wei ich, an wen ich mich wenden muss, erklrt Karasinski im Ge-sprch mit medianet.

    Es begann mit einem NotizbuchDie Erfolgsgeschichte Karasinskis beginnt mit einem Notizbuch, in welches sie zeichnet. Eine Freundin berredet sie zu einer Facebooksei-te, auf welcher das Innenleben des Buchs prsentiert wird.

    ber Nacht hat Karasinskis Seite 500 Fans, nach sechs Jahren 6.000. Grere Unternehmen werden auf-merksam und engagieren die da-mals 19-Jhrige. Die Auftrge wer-den immer mehr und es kommt zur Grndung des Atelier Karasinski.

    2015 fhrt Karasinski 46 Projekte durch, darunter die Gestaltung des Restaurant Motto im fnften Wie-ner Gemeindebezirk ein Herzens-projekt, das vom Interieur bis zum Corporate Design in den Hnden der 25-Jhrigen lag.

    Contact us directlyWer Karasinski kontaktieren mch-te wird unter anderem auf folgende Stze stoen: If you hesitate bet-ween us and another agency, dont choose us. We dont do pitches. If you want to work with us, please contact us directly. Dazu erklrt Karasinski: Frher haben wir bei Pitches mitgemacht. Wir haben in die Projekte immer sehr viel Herz-blut einflieen lassen und dann kurz vor dem Ende Absagen erhal-ten. Das hat einfach keinen Spa mehr gemacht.

    Dass es keine Teilnahme an Pit-ches braucht, beweisen die zahlrei-chen Projekte, die Karasinski schon durchfhrte, sei es das Design des Neni Foodtrucks, das Branding der Juice- und Coffeebar Lilettes oder das Art Print fr Yves Saint Lau-rent. Dabei steht bei allen Projek-ten Respekt, Menschlichkeit und vor allem die Schnheit im Vorder-grund, erklrt Laura Karasinski. Das Atelier Karasinski ist fr je-den interessant, der einen Sinn fr sthetik hat. (gs)

    Laura Karasinskis Arbeiten und weitere Informationen:

    www.atelierkarasinski.com

    We dont do pitchesBrauchen sie auch gar nicht ber ein Ausnahmetalent, das nicht nur Werbung, Websites, Fotos, Videos und Druck-unterlagen schner macht.

    A

    telie

    r Kar

    asin

    ski

    Mit 21 Jahren grndete Laura Karasinski ihre Design-Agentur Atelier Karasinski.

    ODER HOHE B ILD

    UNGVIPVIPVIPVIPVIPVIPVIPVIPVIPH

    OH

    ES EINKOMMEN

    > Unadressierte Zustellung> 110.000 Haushalte in Wien und Umgebung > Zielgruppe: Hohes Einkommen oder hohe Bildung> Minimale Streuverluste

    www.redmail.at

    Die Agentur Die Wiener Design agentur Atelier Karasin-ski besteht aus Selbststndigen, die projektbe-zogen gemein-sam arbeiten. Gegrndet wurde die Agentur 2012 von Laura

    Karasinski. Das Portfolio reicht von Fotografie, Videos, Websiten, Druckunterlagen, Werbung im Allgemeinen bis zu Interior Design. Die Kunden des Atelier Karasinski sind ber den Erdball verteilt.

    Facts

  • WIR LIEBEN FERNSEHEN!

    Mehr Infos auf ATV.at/werbung

    Die beste Werbung ist gute Unterhaltung.

    Optimal ins Programm eingebundene Inserts, authentisches Product-Place ment oder extraauf Ihre Kampagne abgestimmte Speziallsungen.

    Das ist Brand Entertainment auf ATV.

    Wir lieben gute Werbung.

  • medianet.at16 Biz talk Freitag, 4. Dezember 2015

    2

    1

    Media.at

    JahresausklangADVENTZAUBER. Im Foyer des Palais Fanto fand auch heuer wieder der alljhrliche Jahresausklang der Agenturgruppe media.at statt.

    Die Vorsitzende der Geschftsfhrung, Petra Hauser, nutzte die Gelegenheit, beim Punschempfang mit Maroni, sich bei allen Partnern fr die gute Zusammenarbeit im Jahr 2015 zu bedanken. Unter den Gsten befanden sich Kunden, Medienpartner, Branchenfachleute und Freunde des Hauses.

    Unter anderem waren Gste wie: Walter Zinggl, IP sterreich, Andreas Cieslar, Casinos Austria, Andreas Prenner, Industriellenvereinigung, Gerald Grnberger, VZ, Andreas Ladich, Flughafen Wien, Oliver Voigt, sterreich, Raphael Drasch-tak, Industriellenvereinigung, Brigitte Ecker, Epamedia, Andreas Hglinger, Raphaela Vallon-Sattlerm IAA, Josef Almer, Goldbach Media, Alina Basel, oe24.at, Petra Beneder, ServusTV, Ines Be-nisch, Casinos Austria, Maurizio Berlini, Goldbach Media, Elisabeth Blank, Salzburger Nachrichten, Gernot Fischer, Heute, Myron Kohut, sterreichische Post. (red)

    1. Petra Hauser, Andreas Hglinger; 2. Andreas Martin, Birgit Gasser, Andreas Cieslar

    m

    edia

    .at/C

    hris

    tian

    Mik

    es (2

    )

    Vz

    advent-empfangWIEN. Bereits zum sechsten Mal lud der Verband sterreichischer Zeitungen auf die Terrasse des Caf Landtmann ein. Der VZ nutzte den schon traditionellen AdventEmpfang, um sich bei zahlreichen Geschftspartnern und Stakeholdern aus Medien, Politik und Wirtschaft fr ein ereignisreiches Arbeitsjahr zu bedanken. Trotz des schlechten Wetters folgten einige bekannte Gesichter der Einladung. Unter den Gsten befanden sich unter anderem: Mediensprecher Dieter Brosz (Die Grnen), Nationalratsabgeordneter Niko Alm (Neos), Abg. z. NR. Werner Kogler (Die Grnen), Nationalratsabgeordneter Rouven Ertlschweiger (VP), Nationalratsabgeordneter Nikolaus Scherak (Neos), WienParteiobmann Gernot Blmel (VP), Mediaprint und Kronen Zeitung-Geschftsfhrer Gerhard Riedler, VGNGeneralbevollmchtigter Helmut Hanusch, NNGeschftsfhrer Harald Knabl, GewinnGeneralbevollmchtigter Raimund Jacoba, AMTCVerbandsdirektor Oliver Schmerold, Moser HoldingKonzernchef Hermann Petz, Die PresseChefredakteur Rainer Nowak, Walter Achleitner (Kirchenzeitungen), Rainer Eder (BauernZeitung), WirtschaftsverlagGeschftsfhrer Thomas Zembacher, CompassVerlagGeschftsfhrer Hermann Futter, MansteinGeschftsfhrer Dagmar Lang und Oliver Stribl, NewsChefredakteurin Eva Weissenberger, ORFFernsehdirektorin Kathrin Zechner, ORFTechnikDirektor Michael Gtzhaber, IPsterreichChef Walter Zinggl, ProSiebenSat.1 Puls 4Geschftsfhrer Markus Breitenecker, AustropapierGeschftsfhrerin Gabriele Herzog, APAGeschftsfhrer Peter Kropsch und Clemens Pig, stv. Vorsitzender der KommAustria, Florian Philapitsch, Abteilungsleiter im Bundeskanzleramt fr Medienangelegenheiten, Matthias Traimer, Caritas sterreichKommunikationschefin Angelika Simma, HorizontChefredakteurin Marlene Auer, media.atGeschftsfhrerin Petra Hauser, PresseratGeschftsfhrer Alexander Warzilek, Die ZeitReprsentant Sebastian Loudon, Gremialobmann des Wiener Fahrzeughandels, Burkhard Ernst, Lorenz Cuturi (ON), Friedrich Dungl (Mediaprint), Andr Eckert (Russmedia), Martin Gaiger (Telekurier), Max Hafele (Tiroler Tageszeitung), Robert Langenberger und Andreas Raab (beide Styria Lifestyle) sowie VRMGeschftsfhrer Dieter Henrich. (red)

    1

    5

    9

    7 8

    6

    2

    3

    4 10

    1. Gerald Grnberger (VZ), Finanzminister Jrg Schelling, Peter McDonald (VP), Thomas Kralinger (VZ); 2. Doris Ragett (RMS); 3. Angelika Simma (Caritas); 4. Rainer Nowak (Presse); 5. Petra Hauser (media.at); 6. Friedrich Stickler (Lotterien), Marc Zimmermann, Helmut Ha-nusch (VGN); 7.Sissy May-erhoffer, Stefan Strbitzer (beide ORF), Walter Zinggl (IP sterreich), Markus Breitenecker (Puls 4); 8. Gernot Blmel (VP), Julia Schnizlein (News) 9. Michael Gtzhaber (ORF), Niko Alm (Neos), George Nimeh (Kurier); 10. Julia Ortner, Eva Weissenberger (beide News).

    K

    atha

    rina

    Sch

    iffl

    (10)

    C

    . Ber

    tels

    man

    n Ve

    rlag

    K

    lett-

    Cot

    a Ve

    rlag

    H

    anse

    r-Ver

    lag

    BUCHtiPPs

    SophiaLIEBENSWERT. Als Mdchen war Sophia in Karim verliebt. Doch sie heiratet einen reichen Goldschmied. Karim gert eines Tages unschuldig unter Mordverdacht. Sophia rettet ihm das Leben, und er verspricht ihr, immer zu helfen, auch unter Lebensgefahr.Hanser-Verlag, 480 Seiten; ISBN: 978-3446250093

    WeltordnungLEBENDIG. Kissinger behandelt in seinem Buch die Frage, ob das westlich geprgte Wertesystem angesichts aufstrebender Mchte, mit anderem Menschenbild und Gesellschaftskonzepten, ausgedient hat. Lehrreich, klar und spannend geschrieben.C.Bertelsmann, 480 Seiten; ISBN: 978-3570102497

    Unter Bankern

    PROVOKANT. Ein schonungsloser Blick auf die Menschen hinter dem System.Was bewegt Banker, welchen ngsten, Herausforderungen und Versuchungen sind sie ausgesetzt? berraschend, provokant und unterhaltsam. Klett-Cota, 266 Seiten; ISBN: 978-3-608503388

  • medianet.at

    marketing & media

    Onlinechef Thomas Prantner, Technik-Direktor Michael Gtzhaber & Franz Manola (Leiter des ORF-Plattformmanagements) prsentierten die Neuerungen am HbbTV-Portal.

    Verdrngung Wir schau-en fern und telefonieren nicht mehr 19

    Veranstaltung Online Marketing eXperts und die SEOkomm 20

    Umfrage Wie wird die Welt 2040 wohl aussehen? Eine Prognose 21

    Jubilum Christian Jungwirth ber zehn Jahre Okto TV 22

    Punsch Radio Arabella erffnet im Weihnachts-dorf den Advent 24

    Freitag, 4. Dezember 2015 coVer 17

    O

    RF/

    Mile

    nko

    Bad

    zic

    le

    isur

    e.at

    /Ste

    fan

    Joha

    m

    HbbTV neu: orF.at-Startseite ohne Internet am TV-Gert Der ORF hat seinem HbbTV-Portal ein neues Design verpasst und die Inhalte des Angebots erweitert. Usability steht im Vordergrund. 18

    Service xpert bildet die heimische Agenturszene ab.

    Buchaktion Bei der Gratis-Buchaktion Eine Stadt. Ein Buch geht es heuer um Sofies Welt.

    S

    cree

    nsho

    t xpe

    rt-ne

    twor

    k.at

    24 23

    Jo Spelbrink Zensations

    Die Agentur Zensations baut ihr Accessibility-Angebot weiter aus und holt sich Jo Spelbrink

    an Bord. Spelbrink wird die Um-setzung der Leistungen leiten, welche knftig unter der Marke Zensibility gebndelt werden. Der 41-Jhrige ist seit heuer bei

    Zensations ttig.

    Jrgen H. Gangoly The Skills Group

    Jrgen H. Gangoly nahm in London den Global PR Award der International Communica-

    tions Consultancy Organisation (ICCO) entgegen. Mit ihrem

    Eigenprojekt Journalismus und Demokratie konnte die Agentur The Skills Group die Experten aus 32 Lndern berzeugen.

    Z

    ensa

    tions

    IC

    CO

    Sebastian Philipp/Okto

  • medianet.at

    Der ORF-Online-Chef weiter: Mit ORF.at und der TVthek sind die beiden erfolgreichsten Online-Dienste des ORF per Knopfdruck auf der Fernbedienung in optima-ler Qualitt verfgbar.

    sterreich hat insgesamt 3,2 Mio. Haushalte. Laut GfK-Elektropanel wurden seit 2011 in sterreich ins-gesamt 1,4 Mio. HbbTV-taugliche TV-Gerte verkauft, davon sind auch 700.000 ohne Hbb-TV-fhig. Insgesamt sind 7% der in den TV-Haushalten vorhanden Boxen Hbb-TV-fhig.

    Wachsender MarktKlingt auf den ersten Blick nicht nach viel, aber wenn man bedenkt, dass de facto jedes neu verkaufte TV-Gert Hbb-TV empfangen kann, ist anzunehmen, dass diese Zahl in der nchsten Zeit rasant nach oben schnellen wird.

    Welche Inhalte kann der Konsu-menten auf dem Portal nun sehen? Vor allem aktuelle Nachrichten und Wetterinfos von news.ORF.at stel-len das zentrale Element des neu gestalteten HbbTV-Portals knftig dar.

    Von Dinko Fejzuli und Michael Fiala

    WIEN. Gestern, Donnerstag, pr-sentierten Technik-Direktor Micha-el Gtzhaber, Onlinechef Thomas Prantner und Franz Manola (Leiter des ORF-Plattformmanagements) im ORF-Zentrum am Kniglberg das neue Design, neue Services und Angebote des HbbTV-Portals des ORF. Ab sofort kann via HbbTV-fhige m Gert durch Drcken der roten Taste auf der Fernbedienung ein hochaktuelles und multimedi-ales Informations- und Nachrich-tenangebot abgerufen werden. Der ORF bndelt dafr sein Online-News- und Wetter-Angebot, das ohne Internetverbindung des Fern-sehgerts funktioniert.

    Mit einer Internetverbindung knnen zustzlich die ORF-TVthek sowie ein vertieftes Nachrich-ten- und Wetterangebot und der komplette ORF-Teletext auf dem HbbTV-tauglichen Fernsehgert dargestellt werden.

    Auch die Optik ist neu: Frher in der Prsentation einer Bauchbin-de am unteren Bildschirmrand, hebt man nun die blaue ORF.at-Seite als Einstiegs seite auf das

    HbbTV-Portal. Generell, so Mano-la, solle das Portal irgendwann das gesamte Online-Universum des ORF am TV-Bildschirm darstellen.

    Internationaler TrendMit dem runderneuerten Portal trage der ORF dem internationalen Trend Rechnung, denn die Hbb-TV-Technologie hat sich in den vergangenen Jahren zum fhren-den Standard fr digitale TV-Zu-satzdienste entwickelt, ist von der EBU standardisiert und wird von den Gerteherstellern breit unter-sttzt, meint etwa Gtzhaber zum Launch der neuen Services.

    Die Technologie stellt im Rah-men der ORF Multimedia-Strategie eine wichtige technische Plattform dar, um stark nachgefragte ORF-Contents ber ein modernes und bequem nutzbares Zugangsportal anbieten zu knnen.

    Der ORF setzt seit 2013 auf HbbTV als erfolgsversprechende moderne Technologie, die gera-de im Begriff ist, die sterreichi-schen Wohnzimmer zu erobern, so Prantner ber den multimedialen ORF-Service.

    Im aus dem Web bekannten und bewhrten Look & Feel (Stichwort blaue Seite; in Form von Bilder-Grids und smtlichen Kurzmel-dungen) bietet die auch ohne eine Internetverbindung des Fernseh-gerts nutzbare Startseite des ORF-HbbTV-Portals einen aktuel-len berblick ber die nationale und internationale Nachrichtenla-ge. Zur Nutzung des vertiefenden, gesamten Nachrichten- und Wet-terangebots der Start- und News-Seite von sterreichs erfolgreichs-ter Online-Informationsplattform, news.ORF.at, ist die Verbindung des Smart-TV-Gerts mit dem In-ternet notwendig.

    Mit dem kommenden Olympia und Fuball-WM-Jahr 2016 wer-de man als Nchstes vor allem die Sport-Inhalte auf der Plattform ausbauen.

    Bildqualitt und UsabilityNeben bester Bildqualitt stand bei der Entwicklung des neuen ORF-Angebots vor allem hchst-mgliche Bedienfreundlichkeit im Vordergrund. Design und Naviga-tion sind fr die Nutzung auf TV-Bildschirmen optimiert: Schaltet man auf das gewnschte ORF-Programm, wird am rechten Bild-schirmrand mehrere Sekunden

    lang eine Red-Button-Funktion ein-geblendet. Durch Drcken der roten Taste der Fernbedienung gelangt man zum neuen Einstiegsportal mit seinem aktuellen Nachrich-tenberblick. Die gesamte weitere Navigation innerhalb des Portals erfolgt einfach und bequem mittels der OK-, Cursor- und Farbtasten.

    Und die anderen?Und wie sieht es bei den anderen Sendern in puncto HbbTV aus? 2012 startete die Sendergruppe ProSiebenSat.1Puls 4-Gruppe als erster TV-Anbieter mit diesem Ser-vice. Fazit der Privatsennder: Die Nutzung nimmt jhrlich zu, auch wenn sich die Sender bedeckt hal-ten: Aufgrund von Datenschutz-bestimmungen drfen wir das Nutzungsverhalten nicht im Detail tracken. Dem Werbekunden werden allerdings alle Kennwerte zu den ausgespielten Werbemitteln nach Kampagnenende zur Verfgung gestellt. Und dies erlaubt danach entsprechende Rckschlsse auf die tatschliche Gesamtnutzung. Prinzipiell sind wir mit der Ent-wicklung sehr zufrieden und die stetig steigenden Videozugriffe stimmen uns sehr optimistisch, sagt etwa Markus Bacher, Direk-tor der Abteilung Distribution der ProSiebenSat.1 Puls 4 GmbH, auf Anfrage von medianet zum Ange-bot hinter dem roten Knopf auf der Fernbedienung.

    ATV: EigenproduktionenApropos Red Button: In diesem Be-reich hat der Privatsender derzeit noch ein Alleinstellungsmerkmal: Fr Werbekunden bieten wir als einziges sterreichisches Medie-nunternehmen die Mglichkeit von Red Button Flights an. Das bedeutet, dass ein gebuchter Wer-bespot mit Zusatzinfos angerei-chert werden kann. Sobald ein vom Werbekunden dementsprechend gebuchter Werbespot ausgestrahlt wird, erscheint am rechten unteren Bildschirmrand ein kundenindivi-

    Viel Neues am ORF-HbbTV-Portal Mit der nchsten Stufe des HbbTV-Portals baut der ORF sein Angebot deutlich aus und bietet knftig via TV-Signal mehr Service und Inhalte als bisher an - auch ohne Internet-Verbindung.

    O

    RF

    (4)

    O

    RF/

    Mile

    nko

    Bad

    zic

    18 cOVeRsTORy Freitag, 4. Dezember 2015

    Im steigen sterreich hat ins-gesamt 3,2 Mio. Haushalte. Laut GfK-Elektroorpa-nel wurden seit 2011 in sterreich insgesamt 1,4 Mio. HbbTV-taug-liche TV-Gerte verkauft, davon sind auch 700.000 ohne Hbb-TV-fhig. Insgesamt sind 7% der in den TV-Haushalten vorhanden Boxen Hbb-TV-fhig.

    1,4 Mio.

    Nutzung Fr die Nutzung des ORF-HbbTV-Basisangebots ist nur der digitale Empfang der vier ORF-Programme ber Satellit, zahl-reiche Kabelnetze oder terres-trisch sowie ein HbbTV-taugliches Empfangsgert notwendig.li. ORF-Online-Chef Thomas Prantner, Technik-Direktor Michael Gtzhaber und Franz Manola (Lei-ter ORF-Plattform-Management).

  • medianet.at

    dueller Red Button, der zum Klick auffordert, so Bacher.

    Und ATV: Dort setzt man den Fo-kus auf browserbasierten Zugang der ATV-Inhalte. 2015 wurde an einem inhaltlichen Konzept gear-beitet, es wurden Kennzahlen er-hoben und visionre Gesprche mit Partnern gefhrt. HbbTV ist aktuell weder reichweitenwirksam noch wirtschaftlich eintrglich, jedoch sptestens 2017 mit dem neuen Standard HbbTV 2.0 ein spannen-der Kanal fr TV-Sender, so Ina Bauer, Director of Sales, Marketing & New Media gegenber medianet.

    Plne frs kommende Jahr2016 werden wir neue Distributi-onskanle prsentieren, die insbe-sondere unsere Eigenproduktionen im Fokus haben werden. HbbTV ist einer von vielen Kanlen, auf de-nen wir Zuseher erreichen und un-ser Portfolio in bester Qualitt und Usability bereitstellen mchten.

    Das TV-Gert ist und bleibt der grte und first Screen. Neben line-arem Programm hier auch VoD an-zubieten, ist ein wichtiger Schritt, um den immer umfangreicheren Nutzer-Erwartungen gerecht zu werden und prsent zu bleiben, so Ina Bauer abeschlieend.

    Mit ORF.at und der TVthek sind die beiden er-folgreichsten Online-Dienste des ORF per Knopfdruck auf der Fernbedie-nung in opti-maler Qualitt verfgbar.

    Freitag, 4. Dezember 2015 cOVeRsTORy 19

    WIEN. 89% gaben bei einer Um-frage fr das Institut fr Frei-zeit- und Tourismusforschung an, mehrmals pro Woche das TV-Gert einzuschalten. Erstmals auf Platz zwei mit 84% lag das Telefonieren mit dem Handy und lste somit das Radiohren mit 79% von die-

    ser Position ab. Aber nicht nur das Radiohren musste im Ranking zurckstecken, sondern auch das Lesen von Zeitungen, Zeitschriften oder Illustrierten.

    Online-Formate werden sich auch in Zukunft weiterentwickeln und die herkmmlichen Printme-

    dien verdrngen, da sie mehr auf die Bedrfnisse der jungen Nutzer eingehen, so die Studie.

    Neben dem Medienkonsum ge-hren erholsame Ttigkeiten zu Hause zu den hufigsten regelm-ig ausgebten Freizeitaktivitten der sterreicher, wie beispiels-

    weise Lokalbesuche oder Spazier-gnge. Ob aufgrund der vielen alternativen Freizeitprogramme oder der Bequemlichkeit, ist zwar nicht bekannt, aber die Aktivitten wie Freunde einladen werden zum jetzigen Zeitpunkt immer unattrak-tiver.

    ZeitvergleichDer lngerfristige Zeitvergleich macht deutlich, dass in den Le-bensstilen der Menschen zwar nie abrupte Vernderungen stattfin-den, manche Entwicklungen aber klar als nachhaltig zu erkennen sind. Die mittelfristige Berechen-barkeit fr Wirtschaft und Politik ist, entgegen mancher Boom- bzw. Trendberichterstattung, aus die-sen Studien nachweisbar, so Ins-titutsleiter Peter Zellmann. Um die Auswirkungen aber realistisch ab-schtzen zu knnen, muss die Stu-die frh genug und unter bestimm-ten Rahmenbedingungen frh ge-nung erfasst werden. (APA/red)

    Fernsehen schlgt TelefonierenUmfrage der Freizeit- und Tourismusforschung: In der Freizeit wird ferngesehen, erstmals verdrngt das Telefonieren das Radiohren.

    Diese kleine Katze kann man nicht einfach berblttern. Warum sie so gut schlft? Weil sie es sich auf dem immer noch erfolgreichsten Werbetrger sterreichs* gemtlich gemacht hat.

    Eine Initiative von und sterreichs besten Zeitungen.

    *Werbeaufwand nach Werbetrgergruppen Focus, 1-8/2015

    Hybrid Broadcast Broadband TVFacts HbbTV (Hybrid Broadcast Broad-band TV) ist ein einheitlicher technischer Standard bei Smart-TV-Gerten, der die bertragung bzw. Nutzung von zustzlich zum TV-Signal bereitgestell-ten Inhalten ber das TV-Signal und die Vernetzung von TV und Internet ermglicht. Fr die Nutzung des ORF-HbbTV-Basis-angebots ist nur der digitale Empfang der vier ORF-Programme ber Satellit (nur in HD), zahlreiche Kabelnetze oder terrestrisch (DVB-T, SimpliTV) sowie ein HbbTV-taugliches Empfangsgert.Durch die Verbindung des Gerts mit dem Internet zwecks Datenbertragung/Rckkanal werden darber hinaus das vertiefende Nachrichtenangebot (voll-stndige Inhalte von news.ORF.at ), die gesamte ORF-TVthek, multimedial aufbe-reitete Wetterinfos sowie der komplette ORF Teletext verfgbar.

  • medianet.at

    wickelten sich am Abend der OMX, deren Ausklang ein gemtlicher Networking-Event in der Fuxn in Salzburg bildete.

    S. Wolgar-Mayer, Marketinglei-terin der Paul Green GmbH, res-mierte die Veranstaltung als sehr hilfreich fr Einsteiger und Fort-geschrittene sowie als empfehlens-werte Weiterbildungsmanahme. Kerstin Reichert, Kerstin Reichert Search Marketing Consultant, be-suchte die OMX zum ersten Mal und war sofort begeistert, beson-ders von Robert Seeger und seinem Vortrag. Sie fand, dass der Besuch genau der richtige Weg wre, um auf dem aktuellen Stand im Online-marketing zu bleiben.

    Keine EnttuschungAm nchsten Tag berraschte Key-note Marcus Tandler, OnPage.org GmbH, zum Start der SEOkomm mit einer Prsentation zu aktuel-len und visionren Themen am On-linemarkt, bevor sich die Besucher wieder auf die drei Tracks aufteil-ten. Wer sich jetzt einen Relaunch des Vortags erwartete, wurde in Hinsicht auf die Qualitt nicht ent-tuscht.

    Dass bei einem Relaunch aber nicht immer alles glatt luft, zeig-te David Radicke, Radicke.com, am Beispiel von salzburg.com: Eine SEO-technisch gute Seite, betonte Radicke immer wieder, vor allem nach dem Relaunch. Trotzdem wollte diese danach auch nicht die gesetzten Erwartungen erfllen.

    Woran es lag und warum es fr das Salzburger Medienhaus bes-

    Von Skender Fejzuli

    SALZBURG. Mit welchen Tools und Methoden effiziente Lsungen im Onlinemarketing und der Suchma-schinenoptimierung mglich sind und was die Zukunft bringt das zeigte die Doppelveranstaltung Online Marketing eXperts, kurz OMX, und die SEOkomm.

    Dieses Jahr konnten sich insge-samt 1.220 Fachbesucher an zwei Tagen aus 1.665 Minuten Know-how, aufgeteilt auf 48 Prsentatio-nen mit Praxisbeispielen und Insi-derwissen aus Fachvortrgen von ausgewiesenen Experten, aneignen. Zustzlich wurde eine Auswahl an Hardcore Tracks fr Profis, Strate-gie Tracks fr eine 360-Sicht und Grundlagen Tracks mit Hands-on- Tipps fr Einsteiger geboten.

    Am ersten Tag erffnete nach der Begrung durch die Veranstalter Ursula und Oliver Hauser am ers-ten Tag Keynote Robert Seeger vor den versammelten Besuchern die OMX mit einer Morgenpredigt zu mehr Normalitt und Autoritt im Onlinemarketing, bevor sich das Publikum auf drei Tracks aufteilte.

    Der Strategie Track startete mit Jim Knopf, affilinet GmbH. Wea-rables, die Zukunft ist Tragbar? war seine Kernaussage. Eine Zu-kunft, die schon lngst begonnen hat und uns Menschen mehr als nur zu untersttzt. Seitdem Knopf einen Fitnesstracker trgt, beton-te er, weicht er auch seltener dem Stiegenhaus aus und hat damit ein positives Nutzererlebnis.

    Einige evaluieren zustzlich mit entsprechenden Apps ihren 24-Stunden-Rhythmus. Bei Early Adoptern darf es schon ein biss-chen mehr sein, denn sie erweitern ihren smarten Bestand mit Around-ables wie Zahnbrsten, Waagen so-wie smarten Trinkbechern, die das jeweilige Getrnk und die Menge erkennen und somit eine bersicht ber den eigenen Flssigkeitshaus-halt liefern.

    Noch einen Schritt weiter befin-den wir uns schon in der Zukunft bei smarten Kontaktlinsen fr Dia-betiker und dem Wristband, das mit einem Minibeamer die Smart-phone Inhalte auf den Arm proji-ziert.

    Keine MrchenFr manch einen mag das wie ein Mrchen klingen. Mrchen sollte man aber, laut Silvia Ettl-Hubers Fachvortrag am Nachmittag, nicht mit Storytelling verwechseln. Die Macht der Geschichten, zu begeis-tern und zu verkaufen, hat ihren Ursprung schon im Altertum und besteht aus drei Teilen einem Anfang, einem Mittelteil, bei dem etwas passiert, und dem Ergebnis.

    Als Beispiel prsentierte Ettl-Huber, Dozentin und Forschungs-leiterin an der FH Burgenland, die einfachste Story der Welt. Anfang: Junge sieht Mdchen. Mittelteil: Mdchen lchelt zurck. Das Er-gebnis: Sie verlieben sich.

    Das hrt sich einfach an, aber wer bei den Deutschen Banken auf den Homepages nach Storytelling sucht, wird genauso wenig fndig, wie eine Studentin von Ettl-Huber es gibt dort schlichtweg keine!

    Viele Storys, aber auch Fachge-sprche ber die 23 Vortrge, ent-

    ser gewesen wre, wenn man vor-her einen Frhjahrsputz auf seiner Webpage gemacht htte, das konn-te Radicke aus jahrelanger Erfah-rung, insbesondere mit Online-Zei-tungen und ihrem CMS, das sehr anfllig fr SEO-Schwachstellen ist, und nach grndlichem Whlen in al