Baltic Tour 2014 -...

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  • Baltic Tour 2014 Die „Sydia“

    Die Sydia ist eine 1950 gebaute Kreuzeryacht mit klassischen Linien und aus klas sischen Materialien. Sie verfügt aufgrund Ihrer eleganten Form keinesfalls über den Komfort moderner Yachten, dafür über ein nautisches Flair, bei dem das Se geln im Mittelpunkt steht:

    Länge 13 m, Breite 2,85 m, Tiefgang 2 m; Yanmar 28 PS; 5 Kojen; Pantry; WC

    Rufzeichen: OEX7646, Kennzeichen W7646, Hafen Wien, ständiger Stand ort: Yacht Club Hard / Bodensee

    Nautik: GPS mit Plotter, Raymarine Bordanzeigen, Karten, Handbücher Sicherheit: Rettungsinsel, Epirb, UKW Funk mit DSC, Sattelitentelefon Besegelung: Genua 1, Genua 2, Genua 3, Fock, Groß mit 3 Reff, Spi 1, Sp Skipper und Eigner: Dr. Christof Grabher, Wiesenstrasse 30 A, CH 9430 St. Mar grethen, Mitglied bei: YCH Yacht Club Hard, FKY Freundeskreis Klassische Yach ten, GSC, Mail: [email protected]

  • Sydia Baltic Tour 2014 – Törn 1: Dänische Südsee und Classic Week

    Freitag, 6. Juni

    Nun ist die Baltic Tour nach einigen Anlaufschwierigkeiten gestartet. Am Mitt wochabend hat uns der Transporteur lapidar mitgeteilt, dass die Sydia erst nächsteWoche aufgeladen werden kann und so statt am Samstag erst am Diens tag in Kiel ist. Das war natürlich eine böse Überraschung und wir haben sogleich beraten, was wir da machen. Am Schluss hat das geholfen, was bei „Handwer kern“ auch wirkt: Man muss unheimlich Rabatz schlagen – wer am lautesten schreit, wird bedient. Nun hat unser Schreien in sehr juristisch formulierte Mails geendet und das hat dann auch gleich genutzt. Am Freitag war die Sydia wie ge plant in Kiel/Laboe.

    Samstag, 7. Juni

    Nachdem am Freitag noch alle Riggarbeiten und sonstigen Kleinigkeiten die beim seefest machen anfallen, von Uwe in gewohnter Professionalität (Er hatte aber auch 2 ausgezeichnete Hilfsarbeiter) erledigt wurden, sind wir am Samstagmit tag dann Richtung Norden ausgelaufen. Es gilt noch zu erwähnen, dass in Laboe ein hervorragendes Fischrestaurant existiert: Die Fischküche mit westdeutschen Portionen und ostdeutschen Preisen. Nachdem am Samstag die sogenannte Aal regatta stattfand, sind wir gleich in das Regattafeld geraten und haben die Ma növer der Ostseesegler ordentlich kritisieren können.

    Bei schönstemWetter und leichtenWind sindwir dann bis Port Olpenitz gesegelt – dann ist der Wind endgültig eingeschlafen und wir sind in die Schlei eingelau fen. Das war wieder ein schönes Gefühl, den Leuchtturm Schleimünde und die berühmten Bäume zu sehen. Weit sind wir aber nicht gefahren – in Maasholm haben wir dann angelegt und bei Schunta abendgegessen. Das Labskaus haben wir diesmal ausgelassen – war auch niemand hier, der alles aufgegessen hätte.

  • Sydia Baltic Tour 2014 – Törn 1: Dänische Südsee und Classic Week

    Sonntag, 8. Juni

    In der Nacht auf Sonntag sind dann ordentliche Gewitter aufgezogen – es hat geregnet, geblitzt und gedonnert. Nachdem sich die Unwetter nicht wirklich ver ziehen wollten, sind wir dann bei 20 – 25 knWind aus ESE ausgelaufen. Im 1. Reff und einer verkleinerten Genua sind wir dann mit ca. 7 kn weiter nach Norden gefahren. Nachdem der Wind aber immer mehr auf Nord gedreht hat und wir bei der herrschenden Welle ca. 1 –1,5 m nicht aufkreuzen wollten, haben wir Sonderborg angelaufen. In der Zwischenzeit hat sich auch die Sonne wieder durchgesetzt und wir haben gleich den Grillplatz in Anspruch genommen.

    Montag, 9. Juni

    Am Montag sind wir wie geplant von Sonderborg in den Alssund eingelaufen. Nach Passieren der Christian X. Klappbrücke haben wir bei 3 Bft gleich die Segel gesetzt und sind bis zum Ende des Sundes gesegelt – dort ist dann der Wind ein geschlafen und es ist gleich heiss geworden. So sind wir dann in die offensichtlich schönste Ankerbucht von Dänemark, die Dyvig, eingelaufen – die Einfahrt war nur ca. 30 m breit mit Kühen auf beiden Seiten. Nachdem die Anker tief verstaut sind und ein sehr schöner kleiner Hafen an der Seite der Bucht war, haben wir es vorgezogen dort zu anzulegen. Nachdemwir die Speisekarte des Gourmetlokales des am Hafen situierten Hotels studiert hatten, haben wir den Ofen angeschmis sen und beste Spaghetti zubereitet. Anstatt Grappa gab es dann jede Menge Whisky – der Abend endete in philosophischen Gesprächen …

    Dienstag, 10. Juni

    Am Dienstag haben wir dann bei schönstemWetter um 10.00 abgelegt; Ziel war die Insel Als zu runden und an der Ostküste nach Horuphav zu segeln. Der Wet terbericht hat 20 bis 25 kn Wind angesagt – allerdings war der beim Auslaufen nicht hier. Somit haben wir einen typischen Anfängerfehler gemacht und haben es nicht geglaubt und sind mit Vollzeug und Genua 1 ausgelaufen; Kaum sind wir aus dem Sund herausgekommen ist wie aus dem nichts Wind mit ca. 25 kn da hergekommen und wir sind am falschen Fuss erwischt worden. Nachdemwir das

  • Sydia Baltic Tour 2014 – Törn 1: Dänische Südsee und Classic Week

    Segel nicht auf offener See wechseln wollten, haben wir den Schwanz eingezo gen und sind wieder retour durch den Sund. Am Abend haben wir im alten Stadt hafen von Sonderborg geankert, und der Abend endete wieder mit philosophi schen Gesprächen …

    Mittwoch, 11. Juni

    Am Mittwoch nun sind wir dann nach Gelting beim Kalkgrund gesegelt um Ro bert Matt aufzunehmen. Zum ersten Mal haben wir unsere für die Ostsee ge machte Genua 3 gesetzt und sind bei 3 Bft mit über 5 kn nach Gelting gesegelt – ein hervorragendes Segel für das Revier. AmWeg sichteten wir auch noch einen Schweinswal und wie immer tausende von Quallen. Um 15.00 Uhr ist dann Ro bert zu uns gestossen; am Abend waren wir beim Hafen hervorragend essen – mit einem sehr betrunkenen Patron haben wir uns bestens unterhalten. Der Abend endete bei Sacherkuchen und Obstwasser und philosophischen Erörte rungen…

    Donnerstag, 12. Juni

    Am Donnerstag ging es dann von Gelting ab nach Flensburg – und uns erwartet der bisher schönste Segeltag. BeiWinden um ca. 20 Bft sindwir die ganze Strecke aufgekreuzt – Besegelung Gross mit Reff1 und Genua 3; im Schnitt über 6 kn und kein Ruderdruck – herrliches Segeln unter blauem Himmel. Um 16.00 sind wir dann in Flensburg eingetroffen und haben im Jaich festgemacht. Am Abend wa ren wir in einer lokalen Brauerei und mussten feststellen, dass in Norddeutsch land versottenes Rindfleisch unter Steaks verkauft wird und die durchschnittli che Portion ca. 1kg schwer ist. Künftig werden wir im Vorfeld wieder mehr Rese arch betreiben. Der Tag endete wieder mit philosophischen Gesprächen …. Zum letzten Mal mit unserem Oberphilosophen Uwe.

  • Sydia Baltic Tour 2014 – Törn 1: Dänische Südsee und Classic Week

    Freitag, 13. Juni

    Am Freitag früh haben wir noch die Sydia in einen zentraleren Liegeplatz verlegt, damit wir näher an den Lenzstellen sind. Dann gab es noch eine Runde Flens zur Verabschiedung von Uwe – er wird uns sehr fehlen – seglerisch, menschlich und philosophisch. Nach Nachbunkern von lebenswichtigen Säften und weiteren In gredienzien werden wir jetzt gleich zur Einschreibung in die Classic Week aufbre chen – die Eröffnung ist heute Abend und morgen startet die erste Wettfahrt.

    Samstag, 14. Juni

    Nach ausgiebigem Frühstück im Veranstaltungszelt des FKY in Flensburg hat dann um 09.00 Uhr die Steuermannsbesprechung stattgefunden. In der Segel anweisung waren 6 Bahnen zur Auswahl angegeben. Heiner Kreuz – der Wett fahrtleiter – hat dann mitgeteilt, dassWindmit 3 5 angesagt ist und er daher alle auf die längste Strecke schicken wird. Das war laut Segelanweisung für den Start 1 (das sind auch wir – der Japaner hängt am Achterstag) eine Bahn bis fast Son derburg – also fast 40 sm. Nach einem guten Start sind wir dann mit Kreuzschlä gen bei ca. 5 Bft die Flensburger Förde hinausgesegelt und haben nach Holnis dann Kurs auf die Tonne nach Sonderborg genommen. Kurz vor der Tonne haben wir dann festgestellt, dass die Boote vor uns gar nicht zur Regatta gehören – kein anderer Teilnehmer war in Sicht. Nun begann die Diskussion: Sind wir an erster oder haben wir die falsche Bahn genommen. Nach kurzer Euphorie haben wir uns auf letzteres verständigt und haben sofort gewendet. Motto war nun ganz klar: Ziel vor Limit um 17.00 erreichen. Das haben wir auch geschafft: um 16.50 sind wir über die Ziellinie gefahren. Im Hafen haben wir dann festgestellt, dass die Wettfahrtleitung kurz vor dem Start die kürzere Bahn angezeigt hat. Obwohl wir extra ein Abziehbild mit allen Signalen auf dem Wasser ins Cockpit geklebt haben, ist uns das leider entgangen. Fazit: Alle Signale auf dem Startschiff genau beobachten. Das erstaunlichste war aber dann das Ergebnis: 3. Platz!! die Er klärung: es wurden nur 3 Boote gewertet, da einige unterschiedlichste Tonnen ausgelassen haben oder das Rennen frühzeitig beendet haben. Am Abend hat dann die Werftparty bei Robbe Bering stattgefunden – ein Event das sich gegen über dem letzten Mal nochmals gesteigert hat: Feinstes Buffet, Flens, süffiger

  • Sydia Baltic Tour 2014 – Törn 1: Dänische Südsee und Classic Week

    Franzosenwein und nette Bedienungen. Zu Jazz einer dänischen Band mit Stein way Flügel haben wir dann mit etlichen Seglern Bekanntschaft geschlossen und geschnakt (das ist in Norddeutschland Small Talken – keine falschen Gedanken!)

    Sonntag, 15. Juni

    Am Sonntag erfolgte dann die Überfahrt nach Sonderburg – bisher der erste Tag mit wenig Wind. Mit der Dieselfock und einem 30er vom Wannsee im Schlepp sind wir dann am frühen Nachmittag in Sonderborg eingetroffen. Dort haben wir im Stadthafen an der Kaimauer festgemacht und bis zum Abend sind dann ca. 200 klassische Sege