Burn Out - Syndrom .Umgang mit kranken Menschen an deren Krankheitssymptomen zu orientieren, deshalb

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    SCHULE FR ALLGEMEINE GESUNDHEITS UND KRANKENPFLEGE

    DES STERREICHISCHEN BUNDESHEERES VAN SWIETEN-KASERNE BRNNERSTRASSE 238

    1210 WIEN

    FACHBEREICHSARBEIT

    ZUR ERLANGUNG DES DIPLOMS FR DEN GEHOBENEN DIENST FR GESUNDHEITS UND

    KRANKENPFLEGE

    BURN-OUT-SYNDROM

    WENN DER AKKU LEER IST LEITFADEN FR BURNOUT-SELBSTMANAGEMENT

    IN DER GESUNDHEITS UND KRANKENPFLEGE

    BEURTEILER:

    LfGK VONWALD Gnther

    VORGELEGT VON:

    WALTER Markus

    WIEN, IM JNNER 2003

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    INHALTSVERZEICHNIS

    VORWORT 4

    1 EINLEITUNG 6

    2 BURNOUT-SYNDROM 7

    2.1 Definition 7

    2.2 Verlauf des Burnout-Syndroms 8

    3 URSACHEN DES BURNOUT-SYNDROMS 9

    3.1 Berufliche Faktoren 10

    3.1.1 Belastung im Team 11

    3.1.2 Berufliche berforderung 11

    3.1.3 Krperliche Anstrengung 12

    3.1.4 Rollenkonflikte 12

    3.2 Persnliche Faktoren 13

    3.3 Private Faktoren 14

    4 SYMPTOME DES BURNOUT-SYNDROMS 15

    4.1 Die vier Phasen des Ausbrennens 18

    4.1.1 Phase 1: Anfangsphase 18

    4.1.2 Phase 2: Einbruch 19

    4.1.3 Phase 3: Kompensierter Burnout 20

    4.1.4 Phase 4: Abbauphase 21

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    5 SELBSTPFLEGE 17

    5.1 Stressquellen und Selbstreflexion 17

    5.2 Probleme im Pflegeberuf 18

    5.3 Gesundheitsfrdernde Ressourcen 19

    6 WAS IST ZU TUN? PROPHYLAXEN UND THERAPIE 20

    6.1 Stressbewltigung 20

    6.2 Auftanken mit Aromatologie 23

    6.3 Beruf und Privatleben ausbalancieren 25

    6.4 Mit Zeit umgehen lernen 26

    6.5 Der gesunde Umgang mit Leistung 27

    6.6 Krperliche Bewegung und Rckenschule 28

    6.7 Ernhrung 30

    6.8 Inanspruchnahme fachkundiger Dienste 32

    6.8.1 Experten im Burnout-Management 32

    6.8.2 Supervision 33

    6.8.3 Konfliktbewltigung im Teamgesprch 34

    6.8.4 Auslndische Arbeitskrfte 35

    7 GESUNDHEITSFRDERUNG AM ARBEITSPLATZ 36

    7.1 Das Krankenhaus, sowohl Arbeits- als auch Lebensraum 36

    7.2 Problemfelder und deren Manahmen 37

    8 UMGANG MIT BURNOUT-BETROFFENEN 38

    9 SCHLUSSBETRACHTUNG 39

    10 ZUSAMMENFASSUNG

    QUELLENVERZEICHNIS

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    VORWORT

    Am Beginn meiner Fachbereichsarbeit mchte ich mich, Markus Walter,

    kurz Vorstellen. Ich besuche derzeit bis 11. April 2003 die Gesundheits- und

    Krankenpflegeschule des sterreichischen Bundesheeres in Wien und

    schreibe meine Projektarbeit im Rahmen der Diplomausbildung ber das

    Thema Burnout.

    Meine Informationen zu dieser Fachbereichsarbeit habe ich aus

    Zeitschriften, Bchern, dem Internet und einem Expertengesprch mit der

    Psychologin Helga Vogt.

    Was tun, wenn man sich ausgebrannt und ausgelaugt fhlt, der Alltag

    schwerfllt und einfach keine neuen Ideen kommen? Viele Menschen haben

    diese Burnout-Erfahrung. Eigentlich machen sie ja ihren Beruf gerne und

    sind kreativ. Vernachlssigte Gesundheit bei Pflegenden? Ist das nicht ein

    Wiederspruch? Der Arbeitsalltag vieler Pflegekrfte beweist, dass hohe

    Beanspruchung, ber- und Unterforderung nicht selten sind.

    Wir haben in der Krankenpflegeausbildung gelernt, uns im alltglichen

    Umgang mit kranken Menschen an deren Krankheitssymptomen zu

    orientieren, deshalb sollte man sich folgende Fragen fr sich selbst

    beantworten:

    o Wie wichtig ist mir meine Gesundheit?

    o Welche Mglichkeiten der Selbstpflege habe und nutze Ich?

    o Bringe ich manchmal nicht zu groe Opfer fr andere zu

    Lasten meiner eigenen Gesundheit?

    o Achte ich gengend auf die gesunden Anteile von

    Menschen?

    o Wie sehen gesunde Mitarbeiter aus und woran erkenne ich

    sie?

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    Burn-Out-Syndrom

    Wenn der Akku leer ist

    Leitfaden fr Burnout- Selbstmanagement

    in der Gesundheits- und Krankenpflege

    Was heit Burnout genau?

    Es gibt verschiedene Deutungen ber die Entstehung des Burnout- Begriffs.

    Wrtlich heit Burnout Ausbrennen, es entspricht dem Verlschen einer

    Lampe, wenn das l verbraucht ist. Unter Motorradfahrern bedeutet

    Burnout den Verschlei eines Reifens, wenn bei festgehaltener

    Vorderradbremse so viel Gas gegeben wird, dass das Hinterrad durchdreht

    und der Pneu sich so stark erhitzt, dass er raucht oder sogar Feuer fngt; so

    lsst sich ein Reifen in wenigen Minuten abfahren, ohne dass der Fahrer

    einen Meter vorwrts kommt.

    Flucht aus dem Beruf:

    Die psychischen Gefahren, welche sich durch diese nicht fest verwurzelte

    Berufsrolle ergeben, lassen sich neben dem Helfersyndrom auch durch

    einen weiteren Begriff beschreiben: Burnout. Dieses Konzept wurde in den

    USA ursprnglich fr seelische Erschpfung von Teams in der Sozialarbeit

    entwickelt. Es setzte sich dann aber international durch.

    Burnout diese Erfahrung machen viele Helfer irgendwann in ihrem

    beruflichen Alltag. Pltzlich wird die Welt dumpf und kalt erlebt, der

    einstmals geliebte Beruf zur Qual. Die meisten Wnsche, Ziele, Hoffnungen

    und Trume zerplatzen unter dem, von mehreren Seiten ausgebten Druck,

    der die Pflegenden wie ein Korsett mehr und mehr zuschnrt, ihnen immer

    weniger Freiraum lsst und die notwendige Luft zum Atmen nimmt.

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    1 EINLEITUNG

    Gesundheitsfrderung

    ist immanenter Bestandteil der pflegerischen Arbeit

    Das Ziel meines Projektes ist dieses Tabuthema Burnout zu beleuchten,

    beim Leser das Interesse zuwecken und schlielich so Tipps und Tricks zu

    vermitteln um ein akutes Burnout- Syndrom zu vermeiden.

    Durch die massiven Vernderungen der heutigen Arbeitswelt erkranken

    immer mehr Menschen an den Folgen beruflichen Stresses. Burnout,

    Mobbing, Zerrttung familirer Bindungen durch berufliche berlastung,

    sind moderne Beschreibungen der Folgen dieser Entwicklung. Fr manche

    Menschen entwickelt sich sogar eine Symptomatik hnlich einer

    posttraumatischen Belastungsstrung mit zwanghaften Gedankenreisen,

    ueren Zeichen einer Depression und inneren berregung. Eine Vielzahl

    krperlicher, psychosomatischer Erscheinungen von Schlaflosigkeit, ber

    Kopfschmerzen bis zu einem allgemeinen Erschpfungssyndrom sind

    hufig damit verbunden.

    Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich eine Vernderung in der

    Entwicklung von Helferberufen. In kaum einem Berufszweig ist die

    Fluktuation so hoch wie gerade in diesem. Die stetig steigende Zahl von

    Auszubildenden, fr viele oftmals eine Zweitausbildung, oder die soziale

    Sptberufung nach Mutter- und Hausfrauenjahren (speziell in der

    Altenpflege), aber auch das gesellschaftliche Phnomen der Single-

    Haushalte, vielfach durch Scheidung bedingt, zeigen einen hohen Zulauf in

    diese Berufssparte.

  • - 7 -

    2 BURNOUT-SYNDROM

    2.1 Definition

    Im Falle einer Burnout-Krise nimmt die psychische Belastbarkeit bereits

    im mittleren Berufsalter ab. Menschliche berforderung und

    Enttuschungen fhren zu emotionaler Erschpfung und Resignation. Der

    phasische Verlauf kann bis zur Entfremdung von sich selbst und zu vlligem

    Rckzug von anderen Menschen fhren und in Depressionen und

    krperlichen Erkrankungen mnden.

    (Mller, 1994, Seite 18)

    Burnout und Stress die destruktive Allianz

    Burnout und Stress sind unmittelbar miteinander verbunden. Die Ergebnisse

    der physiologischen Stressforschung zeigen dies in eindrucksvoller Weise,

    dass die krperlich beobachtbaren Anzeichen und Folgen des Stresses, die

    von Selye 1976 als Allgemeines Anpassungssyndrom (General Adaption

    Syndrom,GAS) bezeichnet wurden, identisch mit den physiologischen

    Erscheinungen des Burnout-Syndroms sind.

    Hinzu kommen noch die mglichen Schdigungen auf der sozialen Ebene,

    denn die Auswirkungen von Stress erfassen den ganzen Menschen in

    seinem individuellen wie auch sozialen Kontext. So scheint es notwendig,

    nicht zuletzt auch zu einem besseren Verstndnis fr das Burnout-Syndrom,

    auf das Phnomen Stresseinzugehen.

  • - 8 -

    2.2 Verlauf des Burnout- Syndrom

    Ein typisches Kennzeichen des Ausbrennens ist ein mehrphasiger Verlauf.

    Es ist nicht so, als ob ein heftiger Windstoss die Flammen mit einem Schlag

    lscht. Vielmehr durchluft der Arbeitsberdrssige von der lodernden

    Aufbruchstimmung bis zum Verglimmen des letzten Funkens

    charakteristische Stadien. Die Anzahl der Etappen und deren genauen

    Beschreibung werden von verschiedenen Forschern und Autoren nicht

    einheitlich gehandhabt. Aus der Literatur gehen drei bis zwlf Phasen

    hervor.

    (vgl.: Mller,1994, Seite 17)

    Der Zustand der betroffenen Person lsst sich am ehesten vergleichen mit

    dem Befinden kurz vor einer Grippe: Kopf- und Gliederschmerzen, leichte

    Temperatur, herabgedmpftes Bewusstsein, Schwche, Mdigkeit am Tag,

    schlechter Nachtschlaf, Lichtscheuheit, Reizbarkeit, Halsschmerzen,

    Abgeschlagenheit.

    Meist bricht das Burnout- Syndrom unerwartet ins Leben ein, beginnt mit

    kleinen unspezifischen Symptomen, die sich summieren und nicht besser

    werden. Der Betroffene kann irgendwann sein normales Leben nicht mehr

    weiter fhren und zieht sich aus seinen