Informations- und Kommunikations-Technologien (ICT) .M¶glichkeiten der ICT im schulischen...

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  • Pdagogische Fachhochschule Rorschach

    Informations- und Kommunikations-Technologien(ICT)

    an der

    Pdagogischen Fachhochschule Rorschach

    GrobkonzeptNovember 2001

    Teilprojekt 2Christian BirriKurt Hofacher

    Vom Rat der Pdagogischen Fachhochschule Rorschach am 30.1.02 verabschiedetunter dem Vorbehalt der Erteilung eines entsprechenden Globalkredits durch den

    Grossen Rat

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    Teilprojekt 2 PFR Christian Birri / Kurt Hofacher: ICT-Grobkonzept 6. November 01

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    Inhaltsverzeichnis Grobkonzept ICT

    A. Einleitung 31. Auftrag 32. Pdagogisch-didaktische Zielsetzung der ICT 3

    2.1. ICT als Medium moderner Lernfrderung 52.2. ICT als Kulturtechnik 42.3. ICT als Gegenstand der Medienerziehung 42.4. ICT in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung 62.5.Thesen fr die Implementation eines ICT-Konzeptes an der PFR 7

    B. ICT-Infrastruktur fr die PFR 81. Mglichkeiten der ICT im schulischen Kontext 8

    1.1. ICT im Schulalltag Informatik in der Volksschule1.2. Fazit 8

    2. ICT an der Pdagogischen Fachhochschule 92.1. Grundstzliches zu den verschiedenen Funktionen der ICT 92.2. Einsatzbereiche fr Dozierende 112.3. Einsatzbereiche fr Studierende 112.4. ICT im Unterricht bzw. Computeruntersttzter Unterricht 122.5. Fernstudium 122.6. Fachdidaktische Auseinandersetzung 142.7. Verwaltung/ Schulleitung 152.8. web 15

    3. ICT-Infrastruktur 153.1. Anforderungen an das System 153.2. Voraussetzungen 16

    C. Vorgehen bei der Einfhrung der ICT 171. Konzepte 17

    1.1. Didaktische Konzept 171.2. Ausbildungs- und Fortbildungskonzept 181.3. Implementationskonzept / Entwicklungsplan 191.4. Ressourcenkonzept 191.5. Beschaffungs- und Betreuungskonzept 191.6. Einfhrungskonzept der ICT 19

    2. Zeitplanung der ICT-Einfhrung 20

    3. Finanzen 213.1. Einmalige Kosten 213.2. Wiederkehrende Kosten 21

    D. Glossar 22

    E. Zusammenfassende Thesen 27

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    Teilprojekt 2 PFR Christian Birri / Kurt Hofacher: ICT-Grobkonzept 6. November 01

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    A. Einleitung

    1. AuftragDas Teilprojekt 2 der Pdagogischen Fachhochschule erfllt auf Anweisung desFachhochschulrats der Pdagogischen Fachhochschule Rorschach (PFR) im BereichEinsatz und Nutzung von Informations- und Kommunikations-Technologie (ICT) folgendeAuftrge:

    1. Entwicklung eines Konzeptes fr den Einsatz der ICT-Medien in der Lehrerinnen- undLehrerbildung mit folgenden Komponenten: Fernstudium Interaktives Lernen Vernetzung mit Praxisorten, Regionale didaktische Zentren (RDZ) Bedrfnisabklrung in der Berufseinfhrung, Weiterbildung Visualisierung von Lehrveranstaltungen Datenbanken, Austausch von Materialien / Erfahrungen, Bibliothek Diskussionsforen

    2. Vernetzung mit anderen Institutionen (PHS, Universitten) und Aussenstellen derFachhochschule (RDZ, Berufseinfhrung, Weiterbildung)

    3. Aufbau einer Infrastruktur, einer technischen Beratung und Support4. Finanzierung

    2. Pdagogisch-didaktische Zielsetzung der ICT 1

    ICT sind Medien, die einer akzelerierten Entwicklung unterworfen sind; was heute alsmodern gilt, kann ein Jahr spter schon berholt sein. Dies zeigt sich sowohl im Bereich derHardware als auch in dem der Software. Der technische Fortschritt erffnet jeweils auchwieder neue Anwendungsmglichkeiten der ICT. Diese Umstnde haben zur Folge, dass diemeisten Konzepte im Bereich der ICT schon berholt sind, bis sie der ffentlichkeitzugnglich werden.Deshalb ist es wichtig, dass mit der breiten Einfhrung der ICT in die Schulen aller Stufenauch berlegungen zu deren pdagogisch-didaktischen Zielsetzungen und Auswirkungenangestellt werden, die eine lngerfristigere Gltigkeit aufweisen.In den folgenden Kapiteln werden die zentralen pdagogisch-didaktischen Zielsetzungen derICT mglichst stufenunabhngig formuliert und unter drei Perspektiven gefasst:

    ICT als Medium moderner Lernfrderung ICT als Kulturtechnik ICT als Gegenstand der Medienerziehung

    Abschliessend werden Konsequenzen fr die Ausbildung von Lehrpersonen formuliert und inZielsetzungen fr Studierende und Dozentinnen und Dozenten der PFR bersetzt.

    2.1. ICT als Medium moderner LernfrderungGemss neueren Forschungen verluft Lernen individuell unterschiedlich und zeigt danneine hohe Effizienz, wenn es weitgehend selbstndig und selbstgesteuert erfolgt. Mit demEinsatz von ICT kann insbesondere dieser Prozess dem einzelnen Lernenden angepasstund damit dessen autonomes Lernen untersttzt werden.Im Bereich des Problemlsens zeigt sich, dass Expertinnen und Experten ber ein klarstrukturiertes, gut vernetztes und verstandenes Sachwissen verfgen. Das Internet kann beikompetenter Anwendung die Mglichkeit bieten, schnell ein differenziertes Vorwissenaufbauen und strukturieren zu knnen.In der modernen Schule mit einem offenen Begabungskonzept, drfte dieLeistungsheterogenitt innerhalb einer Klasse bzw. Lerngruppe steigen. Um die Lernendenbei ihrem individuellen Leistungsstand abzuholen und optimal zu frdern, ist ein

    1 Vgl. Beck, Erwin: Informatik Bildungsoffensive, unverffentlichtes Manuskript, PFR, 2001

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    Teilprojekt 2 PFR Christian Birri / Kurt Hofacher: ICT-Grobkonzept 6. November 01

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    differenziertes Lernangebot notwendig. Dabei bietet der Computer mit der entsprechenden,didaktisch richtig eingesetzten Software eine optimale Hilfe.Mit dem Einsatz des Computers in der Schule ist auch damit zu rechnen, dass einzelneSchlerinnen und Schler ber eine hhere Kompetenz im Umgang mit dem neuen Mediumverfgen als die Lehrkraft. Dieses Potenzial zu nutzen, entspricht sowohl einem Aspekt derBegabtenfrderung als auch einer natrlichen Anwendung kooperativen Lernens, die denLernenden und den Lehrenden zu Gute kommt.Neben autonomem Lernen werden Erkenntnisse auch im Dialog mit einem oder mehrerenPartnern gewonnen. Die ICT ermglichen den Kreis mglicher Interaktionen durch denEinsatz des Internets raum- und zeitunabhngig zu erweitern. Der virtuelle Raum des Internets bietet insbesondere fr den Tertirbereich desBildungssystems Mglichkeiten eines modulartigen, berufsbegleitend zu absolvierendenStudiums. Dabei untersttzen Lernforen, interaktive Lernmglichkeiten, praxisnaheSimulationsprojekte das Studium. In der Volksschule steht der virtuelle Raum kaum imVordergrund des ICT-Einsatzes. Das Internet kann wertvolle Dienste leisten alsInformationsmedium und als Kontaktmedium zu Klassen aus anderen Regionen undLndern, mit denen auch gemeinsam Projekte angegangen werden knnen. Es ermglichtzudem Kontakte und Vernetzungen zu ausserschulischen Instanzen.Auf der Volksschulstufe kann der Computer insbesondere auch im Bereich des bens vonFertigkeiten und des Durcharbeitens und Anwendens von erworbenen Begriffen undOperationen herangezogen werden. Die interaktive Software gibt den lernenden Kinderimmer mit der gleichbleibenden Geduld positive Verstrkungen bei bungserfolgen bzw.Anregungen fr ein neues Lernen bei falschen Resultaten.Im berblick knnen folgende interaktiven Lernmethoden der didaktischen Szenarienunterschieden werden:

    Szenario im Programm LernmethodeHilfe Lernen durch HinweiseTraining Lernen durch bungSimulation entdeckendes LernenPassiver Tutor selbstgesteuertes LernenAktiver Tutor angeleitetes LernenSpiel unterhaltendes LernenProblemlsung learning by doingIntelligenter Dialog sokratisches Lernen

    Der Mehrwert des Einsatzes neuer Medien ist dann erwiesen, wenn Erfahrungen mit com-puteruntersttztem Unterricht im Vergleich zu traditionell unterrichteten Klassen Vorzge inbezug auf Lernleistung, Motivation, Verstehenstiefe und Anwendungsfhigkeit aufweisen. Zuprfen sind auch Auswirkungen auf die Problemlsefhigkeit, die Kreativitt, das eigenstn-dige Lernen und die Kooperationsfhigkeit. (a.a.O. S. 3)

    Zusammengefasst ergeben sich aus diesen Ausfhrungen die folgenden zentralenZielsetzungen:

    ICT kann Lernende im autonomen Lernen untersttzen und durch ein differenziertesLernangebot auf ihrem individuellen Leistungsstandstand frdern

    ICT kann Lernende und Lehrende zu neuen Formen des kooperativen Lernensfhren, indem gemeinsame Ressourcen akzeptiert und genutzt werden

    ICT kann Lernende im Aufbau und in der Strukturierung von differenziertenKenntnissen und Wissensbestnden untersttzen

    ICT bietet die Mglichkeit, gemeinsames Lernen durch raum- und zeitunabhngigeInteraktionen ber kulturelle Grenzen hinweg anzulegen

    2.2. ICT als Kulturtechnik

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    Teilprojekt 2 PFR Christian Birri / Kurt Hofacher: ICT-Grobkonzept 6. November 01

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    Die Lernenden sollten in Verlaufe ihrer Entwicklung den Kontakt mit ICT ihrer Lebensweltangepasst aufnehmen knnen, wie dies auch mit anderen Sachverhalten ihrer Umweltgeschieht.Vom Kindergarten an sollten sie Gelegenheit haben, ihre Neugierde im spielerischenlernenden Umgang mit einem Computer zu stillen. In einer zweiten Phase sollte der freiexperimentierende Umgang mit dem Computer im Sinne des entdeckenden Lernens mglichsein. Und erst dann, wenn solche Erfahrungen des learning by doing vorhanden sind, sollteein systematisches Lernen der Computeranwendung erfolgen. Die Begegnung mit ICT-Kompetenz als Kulturtechnik soll also zuerst induktiv, in lebensnahen Lernsituationen underst mit zunehmendem Schulalter auch in systematischen Kursen erfolgen.Der verantwortungsvolle und effiziente Umgang mit dem Internet muss wie jede andereKommunikationsform gelernt und gebt werden.Die ICT-Konzepte mssen auf jeder Schulstufe im Einklang