LEHRPLAN FRANZÖSISCH UND ENGLISCH - fr.ch · Die englische Sprache dient in weiten Teilen der Welt...

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  • LEHRPLAN FRANZSISCH UND ENGLISCH

    Februar 2015

  • Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Impressum

    Entwicklung und Beratung Ida Bertschy, Mirjam Egli Cuenat, Daniel StotzGestaltung rbus Konzept und Gestaltung, BaselFotos Michael Fritschi, www.foto-werk.ch Druck Gremper AG, Basel / PrattelnPapier Munken Polar FSC

  • 1Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Inhaltsverzeichnis

    Einleitung 2

    1. Sprachen lernen im Zeitalter der Mehrsprachigkeit 2 A DieBedeutungdesFachsFranzsisch 2 B DieBedeutungdesFachsEnglisch 3

    2. Leitideen zum Sprachenlernen 4

    3. Kompetenzbereiche, Anforderungsprofile und Lektionendotation 5 A Kompetenzbereiche 5 B AnforderungsprofilefrFranzsischalsersteundEnglischalszweiteFremdsprache 7 C AnzahlWochenlektionenfrFranzsischundEnglisch 8

    4. Umsetzung der Zielsetzungen im Unterricht 8 A DidaktischeKonzepteundMethoden 8 B GestaltenvonLernbedingungen 11 C ErfassenundBeurteilenderKompetenzen 13

    5. Didaktische Kohrenz und Koordination 15 A SicherstellungderdidaktischenKohrenz 15 B KoordinationzwischenLehrpersonen,SchulleitungenundErziehungsdirektion 15

    6. Planungsraster fr die Schuljahre 5 11 17 Franzsisch(Schuljahre56) 20 FranzsischundEnglisch(Schuljahre78) 26 FranzsischundEnglisch(Schuljahr9) 37 FranzsischundEnglisch(Schuljahr10) 45 FranzsischundEnglisch(Schuljahr11) 53

    7. Rfrentiel 64 Primarstufe 66 SekundarstufeI 69

  • 2 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Einleitung

    Das Gesamtsprachenkonzept der KonferenzderErziehungsdirektorinnenundErziehungs-direktoren (EDK) von 1998 und der Gemein- same Europische Referenzrahmen fr Sprachen(GER)bildendiekonzeptionellenGrundlagenfreineErneuerungdesSprachenunterrichtsinderVolksschule.2004verabschiedetdieEDKeinegemeinsameStrategieundeinengemein-samenArbeitsplanfrdiegesamtschweizeri-sche Koordination des Fremdsprachenunter-richts. Sie sieht eine regional koordinierteVorverlegungderzweiobligatorischenFremd-sprachen sowie verbindlich zu erreichendeKompetenzniveausamEndederPrimar-undSekundarstufe I vor. In der Folge schliessensich die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt,Bern,Freiburg,SolothurnundWallis,dieFranzsischalsersteFremdsprachebeibe-halten,zusammenundgeheneineinterkan-tonaleVereinbarungein.DasZielderZusam-menarbeit ist gemss Projektauftrag, denFremdsprachenunterrichtgemeinsamzuent-wickelnundFragenderDidaktik,derLektio-nendotation,derLehrplne,derUnterrichts-materialien,desAnforderungsprofilsundderAus-undWeiterbildungderLehrpersonenzukoordinieren.AufgesamtschweizerischerEbe-ne wird das HarmoS-Konkordat erarbeitet. Da-mit soll im Schulwesen eine Vereinheitli-chung der Strukturen und der Qualitterreichtwerden.NationaleBildungsstandardsund gemeinsame Lehrplne sind wichtigeUmsetzungsinstrumente des HarmoS Konkor-dats. In der Deutschschweiz ist der gemein-sameLehrplan 21entstanden.DervorliegendePassepartout-Lehrplan ist im Lehrplan 21 frFranzsisch und Englisch eingearbeitet, sodassbeideLehrplnezusammenpassen.

    1. Sprachen lernen im Zeitalter der Mehrsprachigkeit

    InunserermodernenwestlichenGesellschaftkommt der Verstndigung in verschiedenenSprachengrosseBedeutungzu.Diewachsen-depersnlicheundberuflicheMobilittunddie mediale Vernetzung ziehen den BedarfnachKompetenzeninzustzlichenSprachennach sich. Zudem betrachten die meistenMenschenerst-,zweit-undfremdsprachlicheErfahrungen und Kenntnisse als Teil ihrerIdentitt.DerErwerbvonFremdsprachengehteinher mit der Sensibilisierung im UmgangmitsprachlicherundkulturellerVielfalt.

    DieSchlerinnenundSchlerderVolksschu-le sind imAlltaghufigmitFremdsprachenkonfrontiert. Die Schweiz hat sich zu einermultikulturellenGesellschaftentwickelt,undinvielenKlassensindverschiedeneHerkunfts-sprachenzuhren.

    DasLernenvonFremdspracheninderVolks-schulewirdmitderVorverlegungdesFranz-sisch-unddesEnglischunterrichtsunddamithherenStundendotationenintensiviert.Zu-gleichknnenVerknpfungenzwischendenFremdsprachenfchernSynergienschaffen,in-demSchlerinnenundSchlereinegemein-same grundlegende Fhigkeit zur lebens-langen Erweiterung ihrer mehrsprachigenRepertoires aufbauen. Der zunehmende Ge-brauchvonSpracheninderGesellschaftundindenMedienbietetvermehrtausserschuli-scheLerngelegenheiten.

    A Die Bedeutung des Fachs FranzsischFranzsisch spielt als zweite LandesspracheundNachbarspracheeinewichtige soziokul-turelle,konomischeundbildungspolitischeRolle.DiesgiltganzbesondersfrdiePasse-partout-Kantone,welchedankeinerstrkerenNutzungihresStandortvorteilseineaktivereRollealsVerbindungsraumzwischendeutsch-sprachigem und franzsischsprachigem Kul-turraumspielenknnen.EineVorreiterrollenehmenhierbeidiezweisprachigenKantoneein.

    Franzsisch ist aber auch weiterhin als ge-meinsame Sprache der weltweiten Franko-phoniebedeutsam.

    DieVorverlegungundErneuerungdesFremd-sprachenunterrichtsbringteinenMehrwert,vorallemwennFranzsischdieRollederers-tenFremdsprachespielt.DiesausdreiGrn-den: Erstens weil die Lage an der Sprach-grenze einen grossen Teil der didaktischen

  • 3Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Neuerungen(Begegnungsdidaktik,bilingualeund immersive Unterrichtsformen) begns-tigt.ZweitensweildasformalzuBeginneherschwierigere Franzsisch bei jngeren Ler-nenden ber spielerische Formen (Rollen-spiel,Imitation)vermitteltwerdenkann.UnddrittensweiljngereLernendegrundstzlichmotiviertsind,eineneueSprachezuerlernen,unabhngigvonderenStatus inder Jugend-kultur. Aber auch aus psycholinguistischerSicht kommt dem Franzsischen als ersterFremdsprache eine Brckenfunktion zumEnglischen und den romanischen Sprachenzu.DerFormenreichtumunddiegrammati-kalische Transparenz des Franzsischen ge-benAnlasszurFrderungderSprachbewusst-heitundlenkendieAufmerksamkeitaufdiebereinstimmungvonFormundBedeutung.WennEnglischalszweiteFremdsprachehin-zukommt, knnen Gemeinsamkeiten undUnterschiedegutsichtbargemachtwerden.

    In diesem Sinne kann die SprachenfolgeDeutschFranzsischEnglischalsspezielllernfrderndbetrachtetwerden.

    B Die Bedeutung des Fachs EnglischDieenglischeSprachedientinweitenTeilenderWeltalsVerkehrs-undKommunikations-sprache unter Menschen mit verschiedenenErstsprachen.Sie istheuteeineSprache,dieaufallenKontinentengesprochenwird.Diesbedeutet,dassverschiedeneSprachvarietten(mindestens britisches und amerikanischesEnglisch) bercksichtigt werden und nichtmehr eine einzelne Nationalsprache als Mo-dellgeltenkann.

    ImWissenschaftsbetrieb,imkulturellenAus-tauschundinderWirtschaftsweltspieltEng-lischheuteeinedominanteRolle,wobeiderweitverbreitete Gebrauch nicht immer mitdererforderlichenVerstndlichkeitundQua-litteinhergeht.

    VongrundlegendenKenntnisseninEnglischprofitieren Lernende bereits whrend derSchulzeit,wennsieneuesWissenausQuellenwiedemInterneterschliessenodersichmitHilfe von elektronischen Medien transnatio-nalaustauschen.

    DaEnglischsowohlindergermanischenalsauch in der romanischen Sprachfamilie ver-wurzelt ist und einen betrchtlichen Teilseines Wortschatzes vom Franzsischen her-leitet,entstehenfrSchlerinnenundSch-ler dank der gewhlten SprachreihenfolgeDeutschFranzsischEnglischVorteile.BeimEnglischlernenknnensienichtnuraufspra-chenbergreifende Strategien und interkul-

    turelle Erfahrungen zurckgreifen, sondernauch auf Gemeinsamkeiten und hnlich-keiten mit Deutsch und Franzsisch. Dane-ben kann sich auch die Prsenz des Eng-lischen in der Alltagssprache derDeutschschweiz (Medien, Jugendsprache,Fachjargonsz.B.inFilm,MusikundInforma-tionstechnologie)lernfrderndauswirken.

    Diese Voraussetzungen ermglichen es, frdas Erlernen des Englischen vergleichbareKompetenzzielezusteckenwiefrdasFran-zsische.

  • 4 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    2. Leitideen zum SprachenlernenLeitidee 1Sprachliche Kompetenzen sind vergleichbar, weil sich das Sprachenlernen auf den Gemeinsamen Europischen Referenzrahmen (GER) absttzt.Der Lehrplan orientiert sich am ganzheit-lichenKompetenzmodelldesGemeinsamen Eu-ropischen Referenzrahmens, der sechs Kompe-tenzniveaus(A1bisC2)infnfTeilbereichendes sprachlichenHandelnsdefiniert:Hren,Lesen,monologischesunddialogischesSpre-chenundSchreiben.

    Mit dem Gemeinsamen Europischen Referenz- rahmen(GER)wurdeeinefrdieSchweizundganz Europa verbindliche und operationali-sierbareBasisgeschaffen,diefestlegt,welchesprachlichen Zielkompetenzen wie zu errei-chensind.

    In der Volksschule geht es darum, in einerzweitenLandesspracheundinEnglischGrund-fhigkeiteninallenfnfTeilbereichenzuer-langen und dadurch eine kommunikativeKompetenzauszubilden,dieimLaufedesLe-bensjenachindividuellemBedrfnisausge-bautwerdenkann.

    Leitidee 2Die funktionale Mehrsprachigkeit betont die kommunikative Handlungsfhigkeit in der mehrsprachigen Schweiz und in einer globalisierten Welt.Oberstes Ziel des Fremdsprachenunterrichts

    istdieErziehungzurfunktionalenMehrsprachigkeit. Mehrspra-

    chig ist, wer in mehr alszwei Sprachen kommu-

    nizierenkann.DerBe-griff funktionalweistaufdieFhig-keit hin, sich ineiner der Situati-on und FunktionangepasstenWei-se verstndigenzuknnen.Dabeirichtet sich der

    Fokus nicht aufden Perfektions-

    grad der Sprachbe-herrschung, sondern

    aufdieRollederSprachebeim Bewltigen von kom-

    munikativenAufgaben.Entschei-dendist,dassdieKommunikationfunk-

    tioniert und gelingt. Dies entspricht demAnsatzdesGemeinsamen Europischen Referenz-rahmens fr Sprachen(GER).

    Eine funktionale Mehrsprachigkeit wird inder Volksschule im schulischen und ausser-schulischen Kontext aufgebaut, indem derZugang zu Inhalten und Weltwissen bermehr als eine Sprache ermglicht wird. Da-mitwirdderoftnochausschliesslicheinspra-chigeHabitusderSchuledurchbrochen.

    Leitidee 3Sprachenlernen ist aktives Konstruieren. SprachenlernenwirdwiejedesLernenalseinProzess verstanden,beidemWissenundEr-kenntnisseindividuellundselbstkonstruiertwerden.Deshalb lernenKindernachhaltigerundwirkungsvoller,wennsiedieBedeutungvon Inhalten, Wrtern und Regeln in derSpracheselbstherausfinden.

    DerWissenserwerb istabhngigvonVorwis-sen, Wahrnehmung, Handlungszusammen-hang,persnlicherBereitschaftundMotivati-on. Grundstzlich knnen Lernende einennchstenLernschritterstdannmachen,wenndieGrundlagedafrdurchbereitsGelerntesgeschaffenwordenist.

    DaWissenselbstorganisierendist,kannWis-senserwerbnichtvorbestimmtundfestgelegt,sondern nur gelenkt werden. LehrpersonensinddeshalbnichthauptschlichWissensver-mittler/innen, sondern sie schaffen Lernbe-dingungen und Lernangebote, stellen Wis-sensquellenbereit,beobachtenLernprozesseundstehenalsLernprozessberater/innenzurVerfgung.

    Leitidee 4Fremdsprachenkompetenz umfasst neben sprachlichen auch lernstrategische Kompetenzen und Bewusstheit fr Sprache und Kulturen.Sprachenlernen setzt Strategien voraus, diedieses Lernen erst richtig ermglichen. DasSichtbarmachen,BenennenundFormulierender lernstrategischen Vorgehensweisen imUnterricht untersttzt den Transfer des Ge-lernten auf Neues. Sprachlernstrategien fr-derndieAutonomiederLernendenunddaslangfristige,lebenslangeLernen.

    Bewusstes Erfassen und Vergleichen sprach-licher Phnomene erhht die Einsicht insFunktionieren von Sprache und verbessertdie Sprachkompetenz. Sprachvergleiche lie-fernauchInformationenzurKultur,diesichhinterderSpracheverbirgtbzw.dieSprachebeeinflusstundprgt.BegegnungenundKon-taktemitMenschenderZielsprache frderndasinterkulturelleVerstndnis.

    GutesprachlicheundinterkulturelleKompe-tenzen frdern nicht nur die gegenseitigeVerstndigung ber Sprachgrenzen hinweg,

  • 5Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    sondernerhhenauchdieToleranzsowiediepersnlichen und beruflichen Chancen in ei-nerglobalisiertenWelt.

    Leitidee 5Die Didaktik der Mehrsprachigkeit vernetzt die Didaktik der verschiedenen Sprachen.Vernetzen bedeutet fr den Fremdsprachen-unterricht, dass er mit dem Unterricht deranderen Sprachen, einschliesslich der Her-kunftssprachen,inVerbindunggebrachtwird.DieseVerbindungenbeziehensichaufdieLern-ziele,dieInhalte,dieUnterrichtsplanung,dieLehr- und Lernprozesse und die Evaluationund bilden die Grundlage fr eine DidaktikderMehrsprachigkeit.SoknnenbeimSpra-chenlernenvermehrtSynergiengenutztwer-den. Sprachen werden dann am besten ge-lernt, wenn durch sie interessante InhaltevermitteltwerdenunddurchdieLernendenentdeckt werden. Das Lernen von Fremd-sprachenkannalsoauchmitdemUnterrichtderNicht-Sprachfcherverknpftwerden.SoknnenbeimSprachenlernenvermehrtSyn-ergiengenutztwerden.

    3. Kompetenzbereiche, Anforderungsprofile und LektionendotationDen Leitideen entsprechend gibt der Lehr-planLernzielevor,dieimSprachenunterrichtumgesetzt werden mssen. Die nationalenBildungsstandards orientieren sich wie dieLernziele am Kompetenzmodell des Gemein-samen Europischen Referenzrahmens (GER). DienationalenBildungsstandardsmssenimUn-terrichtverbindlicherreichtwerden.

    DieKohrenzundTransparenzdesSprachen-unterrichtsunddesSprachenlernenswerdenermglicht,weildieLernzieleunddienatio-nalen Bildungsstandards auf der Grundlagedes GER mit Kompetenzskalen beschriebenwerden.

    DieUmsetzungderDidaktik der Mehrsprachig-keit hat Auswirkungen auf die EntwicklungunddenEinsatzvonLehr-undLernmateriali-en, die Unterrichtsmethoden, die Test- undPrfverfahrensowiedieZusammenarbeitderLehrpersonen.

    NebendenLehr-undLernmaterialienwerdendasEuropische Sprachenportfolio (ESP)und lin-gualevel als Instrumente zur Evaluation vonFremdsprachenkenntnisseneingesetzt.DamitwirddaskompetenzbasierteSprachenlernennach GER untersttzt und der Aufbau desmehrsprachigenRepertoiresgefrdert.

    DasHarmoS-KonkordatformuliertdasBildungs-zielfrdieSprachenso:Whrendderobliga-torischen Schule erwirbt jede Schlerin, je-der Schler die Grundbildung, welche denZugangzurBerufsbildungoderzuallgemein-bildenden Schulen auf der Sekundarstufe IIermglicht, insbesondere in den folgendenBereichen:eineumfassendeGrundbildunginderlokalenStandardsprache(mndlicheundschriftlicheSprachbeherrschung)undgrund-legende Kompetenzen in einer zweiten Lan-dessprache und mindestens einer zweitenFremdsprache.

    A Kompetenzbereiche

    Kompetenzbereich IKommunikative Handlungsfhigkeit Die Schlerinnen und Schler knnen sichin alltagsnahen Situationen mndlich undschriftlichverstndigen,knnenAufgabeninderFremdsprache lsen,knnenGesproche-nes und Texte verstehen und damit neuesWisseninderFremdspracheerwerben.Siewen-den Strategien an, um die Kommunikationaufrecht zu erhalten, wenn Verstndigungs-problemeauftreten.

    Kompetenzbereich IIBewusstheit fr Sprache und KulturenDieSchlerinnenundSchlerschrfenihresprachliche Wahrnehmung. Sie analysierenund reflektieren Sprache stufengerecht undineinenKontexteingebettet.Ausserdement-deckenundordnensiekulturelleAspekteundentwickelnOffenheitfrandereKulturen.

    Kompetenzbereich IIILernstrategische KompetenzenDie Schlerinnen und Schler reflektierenihreArbeitsweisenundentwickelnLernstra-tegienundArbeitstechniken.Sieknnensieanwenden und auf neue Situationen ber-tragen.

    SprachmittelUnterdemBegriffSprachmittelverstehenwireinen themengerechten Wortschatz, formel-hafteWendungenundStrukturen,verstnd-licheAusspracheundelementareRegelnderOrthografie sowie eine dem SprachniveauentsprechendeGrammatik.DieSprachmittelergeben sich einerseits aus den sprachlich-kommunikativenKompetenzbeschreibungenund anderseits aus den AufgabenstellungenundThemen(s.Kap.7.Rfrentiel).

  • 6 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Das definierte Ziel ist die funktionale Mehr-sprachigkeit.Dasbedeutet,dassbeimErwerbderSprachmitteldieFunktion,d.h.dasVer-stehen, das Sich-verstndlich-Machen, dasFunktionieren der Kommunikation im Vor-dergrundsteht.

    FehlendesformalesWissenkanndurchKom-munikationsstrategien kompensiert werden,sodassVerstndigungmglichwird.DieF-higkeit,sichzuverstndigen,istderformalenKorrektheitbergeordnet.

    JehherdasSprachniveaugemssdenKom-petenzskalendesGERist,umsomehrGewichterhltdiekorrekteForm.

    Das Korrekturverhalten der Lehrperson un-terscheidetsichjenachdidaktischerAbsichtbzw.jenachZieldergestelltenAufgabe(sie-he Kapitel 3B Gestalten von Lernbedingungen).EinbewusstesKorrekturverhaltenistwichtig,weildenSprachmittelniminhalts-undhand-lungsorientierten Sprachunterricht eine ex-plizitandereBedeutungzukommtalsimtra-ditionellenFremdsprachenunterricht.

    Schuljahre HarmoS 5 / 6 (3. Klasse, 4. Klasse) Franzsisch

    A 1.1 A 1.2 A 2.1 A 2.2 B 1.1 B 1.2 B 2

    Hrverstehen

    Leseverstehen

    Sprechen

    Schreiben

    Schuljahre HarmoS 7 / 8 (5. Klasse, 6. Klasse) Franzsisch

    A 1.1 A 1.2 A 2.1 A 2.2 B 1.1 B 1.2 B 2

    Hrverstehen

    Leseverstehen

    Sprechen

    Schreiben

    Schuljahre HarmoS 7 / 8 (5. Klasse, 6. Klasse) Englisch

    A 1.1 A 1.2 A 2.1 A 2.2 B 1.1 B 1.2 B 2

    Hrverstehen

    Leseverstehen

    Sprechen

    Schreiben

    Schuljahr HarmoS 9 (7. Klasse) Franzsisch Ab Schuljahr 9 wird unterschieden zwischen Grundanforderungen (dunkel) und erweitereten Anforderungen (hell)

    A 1.1 A 1.2 A 2.1 A 2.2 B 1.1 B 1.2 B 2

    Hrverstehen

    Leseverstehen

    Sprechen

    Schreiben

    Schuljahr HarmoS 9 (7. Klasse) Englisch

    A 1.1 A 1.2 A 2.1 A 2.2 B 1.1 B 1.2 B 2

    Hrverstehen

    Leseverstehen

    Sprechen

    Schreiben

  • 7Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    B Anforderungsprofile fr Franzsisch als erste und Englisch als zweite FremdspracheDer Gemeinsame Europische Referenzrahmen (GER) bildet die Grundlage fr die LernzieleundKompetenznieveaus,dieerreichtwerdenmssen(s.Kapitel6Planungsraster fr die Schul-jahre 511).FrdieSchuljahre911wirdzwi-schen Grundanforderungen (GA) und erwei-tertenAnforderungen(EA)unterschieden.

    DasichdierezeptivenFertigkeitenimSprach-lernprozessschnellerentwickelnalsdiepro-duktiven, sinddieAnsprcheansHrverste-henundLeseverstehenhheralsansSprechenundSchreiben.DieEntwicklungvonproduk-tivenKompetenzenerfordertmehrZeitundRessourcen. Ihnen muss der Unterricht mitzunehmendem Lernalter mehr Gewicht bei-messen.

    GemssVorgabederEDKsollendieSchlerin-nenundSchleramEndederobligatorischenSchulzeitinbeidenFremdsprachenvergleich-bareKompetenzenausweisen.

    InderobligatorischenSchulesinddieKom-petenzniveausvonA1.1bisB1.2 (elementarebis selbstndige Sprachverwendung) von Be-deutung. Das Niveau B2 wird als mglicherEntwicklungshorizont fr einzelne Schle-rinnenundSchlerumrissen.

    Die Grundanforderungen (GA) entsprechendennationalenBildungsstandards.Dieentspre-chendenKompetenzzielemssenalleSchle-rinnenundSchlererreichen,sofernsiekei-ne gravierenden Lernschwierigkeiten habenoderunterausnehmendwidrigenUmstndengelernt haben. (Genauere Erklrung zum

    Schuljahre HarmoS 10 (8. Klasse) Franzsisch

    A 1.1 A 1.2 A 2.1 A 2.2 B 1.1 B 1.2 B 2

    Hrverstehen

    Leseverstehen

    Sprechen

    Schreiben

    Schuljahre HarmoS 10 (8. Klasse) Englisch

    A 1.1 A 1.2 A 2.1 A 2.2 B 1.1 B 1.2 B 2

    Hrverstehen

    Leseverstehen

    Sprechen

    Schreiben

    Schuljahre HarmoS 11 (9. Klasse) Franzsisch

    A 1.1 A 1.2 A 2.1 A 2.2 B 1.1 B 1.2 B 2

    Hrverstehen

    Leseverstehen

    Sprechen

    Schreiben

    A 1.1 A 1.2 A 2.1 A 2.2 B 1.1 B 1.2 B 2

    Hrverstehen

    Leseverstehen

    Sprechen

    Schreiben

    Schuljahre HarmoS 11 (9. Klasse) Englisch

  • 8 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    BezugGrundanforderungennationaleBil-dungsstandards siehe Einleitung zumKapi-tel6,Seite17)

    Erweiterte Anforderungen (EA) ermglichendieBinnendifferenzierung.DadurchknnenleistungsstrkereundmotiviertereSchlerin-nenundSchleranspruchsvollere,eventuellauchzustzlicheAufgabenlsen.

    Das Erfllen der erweiterten Anforderungen(EA) gibt keinen Aufschluss ber die Zuwei-sungineinebestimmteAbteilungderSekun-darstufeI.

    C Anzahl Wochenlektionen fr Franzsisch und Englisch Die Lektionendotation bezeichnet ein Mini-mum.Siebeinhaltetsowohlkursorischerteil-ten Fremdsprachenunterricht als auch denAnteil der Zeit, die fr Aktivitten zur Um-setzung der Didaktik der Mehrsprachigkeit(z.B. Projektunterricht, Begegnungsdidaktik)bentigtwird.

    4. Umsetzung der Zielsetzungen im Unterricht

    A Didaktische Konzepte und MethodenDas Ziel der funktionalen Mehrsprachigkeitund die im Lehrplan formulierten Lernzielebedingen, dass die Sprachlehr- und -lern-methodenimSinnederDidaktik der Mehrspra-chigkeit erweitert, bisherige Methoden neugewichtetsowieMaterialienundInstrumenteentsprechendentwickeltundangepasstwer-den.

    Diefolgendebersichtzeigtdieeinzelnendi-daktischenKonzepteundMethoden,diesichwiePuzzleteile ineinGesamtkonzepteinf-gen,unddefiniertihreVerbindlichkeit.

    Die Konzepte Inhalts- und Handlungsorientie-rung,Bewusstheit fr Sprache und KulturensowieSprachenbergreifender Unterricht sindobligato-rischindenUnterrichtzuintegrieren.

    Bilingualer und immersiver Sachfachunterrichtso-wieAustausch und BegegnungbezeichnenjeneBereiche,indenensichdieeinzelneLehrper-sonbeiderPlanungandeneigenenunddenRessourcendesKollegiumsorientiert.Wiein-tensivundinwelchemUmfangdieKonzeptebercksichtigt werden, hngt von den Vor-aussetzungen der Lehrpersonen, der SchulealsGanzemsowiedemrtlichenKontextab.

    Inhalts- und HandlungsorientierungImInhalts- und handlungsorientierten Fremdspra-chenunterrichtwirddiefremdsprachlicheKom-petenz einerseits ber die Bearbeitung vonInhalten und Sachthemen und andererseitsber das sprachliche Handeln in konkretenSituationen aufgebaut. Die Kinder und Ju-gendlichenerlebensichimUnterrichtalsIn-dividuen,diemitHilfederSprachehandeln.

    DerUnterrichtgehtvonThemenaus,vermit-teltWisseninderFremdspracheundkommu-niziertberDinge,diefrdieLernendeneineBedeutunghabenunddieberdasreineAn-

    Schuljahr Sprache

    (HarmoS) Franzsisch Englisch

    5(3.Klasse) 3

    6(4.Klasse) 3

    7(5.Klasse) 2 2

    8(6.Klasse) 2 2

    9(7.Klasse) 3 3

    10(8.Klasse) 3 3

    11(9.Klasse) 3 3

    Total 19 13

    32

    Lektionenzahl nach Schuljahr und Sprache

    (Die hier definierte Lektionendotation wird im Rahmen der Einfhrung des Lehrplans 21 berprft und allenfalls angepasst werden.)

  • 9Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    wenden und ben hinausgehen. DadurchwerdenSituationengeschaffen,indenendasSprechen,Schreiben,LesenundHrenfrdieLernendeninteressantistundeinenSinner-gibt. Nicht Grammatik und Wortschatz ste-henimVordergrund,sonderndasHandelninlebensnahenSituationensowiedieVerarbei-tungvonInhalten,diedemAlter,denInteres-senunddenBedrfnissenderLernendenan-gepasstsind.

    Sprachenbergreifender UnterrichtLange Zeit wurde davon ausgegangen, dassdas Lernen und Lehren verschiedener Spra-chenmglichstklargetrennterfolgensolle,damitkeineVerwirrungentstehe.Dieneue-re Forschung und Didaktik betont jedoch,dass beim Sprachenlernen Synergien ge-nutzt werden: Wenn Schlerinnen undSchler mehrere Sprachen lernen, fangensienichtimmerwiederbeiNullan,sondernknnen vom bereits Gelernten profitieren.Dies gilt fr Parallelen im Wortschatz (z.B.Flteflteflute,zelebrierenclbrerto celebrate, usw.), fr Fertigkeiten im Ver-stehen und Verfassen von Texten (z.B. wieeine Geschichte geschrieben oder ein Zei-tungsartikel selektiv gelesen wird), fr

    Sprachlernstrategien(z.B.wiemaneinWr-terbuch benutzt), fr Kommunikationsstra-tegien(z.B.dassmanWortschatzlckenum-schreibenkann)usw.

    Im mehrsprachigen Repertoire sind die ver-schiedenenSprachen(L1,L2,L3,L4,...)mitei-nander verbunden und bilden eine gemein-sameBasis,auchwennsiejeweilseineeigeneAusprgunghaben.Esliegtnahe,auchbeimLehrenvonFremdsprachendieseErkenntniszunutzen:DurchSprachenbergreifenden Unter-richtwerdendiebereitsvorhandenensprach-lichen Ressourcen der Schlerinnen undSchlergenutztundsodasLernensoeffizi-entwiemglichgestaltet.

    Die Effizienz des Sprachenlernens wird ge-steigert,wenndieSchlerinnenundSchlerdazuangeregtwerden,dasTransferpotenzialzwischendenSprachenzunutzen:WennimDeutschunterrichtbereitsgelerntundgebtwurde,wiemaneinenTextselektivliest,wiemaneinenformellenBriefschreibtoderwiemanausgehendvonderWortwurzeleinun-bekanntesWorterschliesst,knnendieseFer-tigkeiten auch im Fremdsprachenunterrichtgezieltaktiviertwerden.

  • 10 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Bewusstheit fr Sprache und KulturenBewusstheit fr Sprache und Kulturenzufrdernheisst,SchlerinnenundSchleranzuregen,berSpracheunddasSprachenlernennach-zudenken,siezuermutigen,sprachlicheGe-setzmssigkeiten, Grundmuster und Struk-turen,sprachlicheVariationen,Eigenheitenund kulturelle Stereotypen zu erkennen.SprachvergleichefhrenzuSprachsensibili-sierung und Sprachreflexion. Das Bewusst-seinfrdieKulturenwirdentwickelt,wennzumBeispielrealisiertwird,dassesinjederSprache typischeBegrssungsritualemitbe-gleitenderGestikgibt,dieseaberganzunter-schiedlich klingen und aussehen knnen,oder wenn erfahren wird, dass es in jederSprache(nichtnurindenprestigetrchtigenWeltsprachen)Sprachkunstwerkegibt.

    DieFrderungderBewusstheit fr Sprache und KulturenzieltberdieFhigkeithinaus,sichineinerkonkretenSituationinderZielspra-che zu verstndigen. Sie hat eine positiveRckwirkungaufdieErstsprache.InderLagezusein,bersprachlicheMechanismensowiedieeigeneundandereKulturennachzuden-ken, frdert eine positive Haltung zur Spra-chen- und Kulturenvielfalt und fhrt zumAbbau von Vorurteilen. Diese Offenheit, ge-paartmitTechnikenfrdasSprachenlernen(Lernstrategien),legtdieBasisfreinlebens-langes selbstndiges Weiterentwickeln desmehrsprachigenRepertoires.

    Austausch und BegegnungMitAustausch und Begegnung istgemeint,dassdenSchlerinnenundSchlerndieMglich-keit gegeben wird, die Zielsprache(n) berden Fremdsprachenunterricht im Klassen-zimmerhinausinauthentischenSituationenzu erfahren: Intensivblcke mit Animationdurch locuteurs natifs/native speakers, Ex-kursioneninsZielsprachgebiet,virtuelleKon-takte (E-Mail-Projekte, virtuelle Plattformen

    usw.),EinzelaustauschvonSchlerinnenundSchlern,KlassenaustauschmitPartnerschu-len.WiebeimInhalts- und handlungsorientiertenundbeimBilingualen oder immersiven Unterrichtgehtesdarum,dassdieVerwendungderZiel-sprache als etwas Sinnvolles und Notwen-diges erlebt wird. Zum inhaltlichen Lernenhinzu kommt aber das Element der Begeg-nungundeinstarkerAkzentaufinterkultu-rellemLernen.DieKinderundJugendlichenerfahren, dass Kommunikation auch ohneperfekte Grammatik, Aussprache, Orthogra-fieundmiteinemrelativbeschrnktenWort-schatz mglich ist. In emotional anspruchs-vollen Begegnungen sind sie gezwungen,smtliche verfgbaren Sprachkenntnisse zumobilisieren, und erhalten dadurch einenMotivationsschub frs Weiterlernen. Die di-rekteBegegnungmitdemAnderenz.B.derSchulalltaginDelmontoderinColmar,dasAbendessen in einer Familie in Wales fr-dert die Bewusstheit fr die eigene und dieanderenSprachenundKulturen.Wichtigisteine gute didaktische Begleitung, damit dieanderen Gewohnheiten und Einstellungen,diebeimdirektenKontaktvielunmittelbarererlebt werden, Vorurteile nicht verstrken.Werden Vorurteile und negative Einstel-lungen hinterfragt und bearbeitet, knnensie abgebaut werden. Dank Austausch-aktivittenknnenFreundschaftenentstehen.

    Bilingualer Sachfachunterricht und ImmersionBilingualer Sachfach unterricht und ImmersionsinddiekonsequenteUmsetzungundWeiter-fhrungdes Inhalts- und handlungsorientierten Fremd sprachenunterrichts.ImUnterschiedzumkursorischen Fremdsprachenunterricht sinddie in der Zielsprache vermittelten InhaltedemFachlehrplandesentsprechendenSach-fachsentnommen.

    Immersion und bilingualem Unterricht gemein-samist,dasseineZielsprachedazuverwendetwird, einzelne Inhalte aus Sachfchern (wieSport,MenschundUmwelt,WerkenundGe-staltenusw.)zuunterrichten.ImVordergrundstehtalsodasSachfach,dieZielspracheistdasTransportmittel.DerUnterschiedzwischenden beiden Unterrichtsformen besteht imPrinzipdarin,dassbeim bilingualen UnterrichtdieZielsprachezuwesentlichenAnteilenge-zieltnebenderSchulspracheverwendetwird;didaktischeHilfestellungenzumErwerbderZielsprache sind vorgesehen. Von Immersionwirdhingegendanngesprochen,wennnachdemPrinzipdesSprachbadsausschliesslichinderZielspracheunterrichtetwird.DerUn-terschied zwischen den beiden Unterrichts-formenistjedochoftfliessend,daeszahlrei-cheSpielformenvonImmersion und bilingualem Unterrichtgibt.

  • 11Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    B Gestalten von LernbedingungenWirksamer Unterricht steht und fllt mitdemHandelndereinzelnenLehrperson.DieFrage,diesichjedeLehrpersonimmerwiederstellt,ist:WieschaffeichinmeinemUnter-richt gute soziale, kommunikative undkognitive Bedingungen, damit die ge-setzten Lernziele erreicht werdenknnen? Besonders fruchtbar isteinesolchreflexivePraxisimAus-tausch mit anderen Lehrperso-nen,dennunterschiedlicheHal-tungen und Vorgehensweisenschaffen optimale Vorausset-zungen, um das eigene Han-delnimUnterrichtzuberden-kenundmglicheAlternativendazuzuentwickeln.

    Die folgenden Punkte sind alsOrientierungshilfeundnichtalsabschliessende Kriterienliste ge-dacht.

    Mehrsprachiges Repertoire aufbauen helfenIm Zentrum eines zeitgemssen Unter-richtsstehtderoderdieLernendemitihrembereits erworbenen sprachlich-kulturellenWissenundKnnenineinerodermehrerenSprachen. Ist sich die Lehrperson bewusst,dass sie in ihrem Fremdsprachenunterrichtnur einen Teil eines Ganzen, nmlich eineSprache im mehrsprachigen Repertoire fr-dernundaufbauenhilft,wirdsie ihrenUn-terricht anders ausrichten und vorbereiten.Mehrsprachigkeit als Chance und nicht alsHindernis verstehen, Bezge zu den andernSprachenherstellen,kulturellesWissenfrsSprachenlernen nutzen, das sind Konse-quenzen,diesichausdieserHaltungergebenknnen.

    Authentische, anregende Materialien zum inhaltlichen Arbeiten nutzenDie Themen und Aktivitten im Fremdspra-chenunterrichtmssensogewhltsein,dassdieLernendensieals interessant, frsiebe-deutsam und wichtig erleben. So kann ihreNeugierdeundihrInteresseamSprachenler-nen,anderfremdsprachigenKulturgewecktunderhaltenwerden.

    Inhaltliches Arbeiten setzt von Anfang anmglichst authentische Materialien voraus.Ebensowichtigist,dassdieArbeitsauftrge,diedieLernendenbearbeitensollen,zuech-tenusserungenfhren.DurchdasSchaffenauthentischerKommunikationsanlssewirddie Fremdsprache im Unterricht als natr-liches Verstndigungsmittel erfahren. Dasermglicht einen realittsnahen, altersge-rechtenInformationsaustausch.

    Die Fremdsprache soviel wie mglich im Klassenzimmer einsetzenDieSchlerinnenundSchlerbraucheneinreichessprachlichesUmfeld,umFremdspra-chenzulernen.SiesollenoftGelegenheiter-halten,dieseSprachenzuhrenundaktivzugebrauchen.Sosollauchdiegestion de la classerespektive das classroom management in derZielsprache gestaltet werden und der Wort-schatzeinerclassroom languagevonAnfanganaufgebautwerden.Manchmalistesaberhilf-reich und notwendig, auf die lokale Schul-sprachezurckzugreifen.Deshalbgilt:SovielwiemglichinderFremdsprache,sovielwientig auf Deutsch. Allerdings sollte nichtkonzeptlos von einer Sprache in die anderegewechseltwerden.

    Grammatik, Wortschatz und Orthografie als Mittel, nicht als Selbstzweck lernenDieAufgabensindderMotorfrdasLernen.DamitdieLernendendieAufgabenlsenunddie Inhalte verstehen knnen, bentigen sieentsprechende Sprachmittel. SystematischeArbeit an Aussprache und Orthografie, anWortschatz und Grammatik hat deshalb ih-

  • 12 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    ren festen Platz im Unterricht; sie ist abernicht Selbstzweck, sondern leitet sich stetsausdenAufgabenunddensprachlichenAkti-vittenab.

    ELBE-Aktivitten auf jeder Stufe in den Fremdsprachenunterricht integrierenELBE steht fr Eveil aux langues, LanguageAwareness, BEgegnung mit Sprachen. ELBE-AktivittendienenderFrderungvonBewusst-heit von Sprache und KulturenundwerdenaufjederSchulstufeindenFremdsprachenunter-richt integriert. Beispiele sind etwa Verglei-che von Schrift- und Orthgraphiesystemen,grammatischen Eigenheiten verschiedenerSprachenoderHflichkeitsnormeninverschie-denen Kulturen. Dabei werden Brcken zumUnterricht in der lokalen Schulsprache undden Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) gebaut; das Potenzial von Kindern mitMigrationshintergrundwirdwertgeschtzt.

    Durch Kooperation und Absprachen vorhandene Ressourcen nutzenDenstrkstenHandlungs-undRealittsbezugbieten der Bilinguale und immersive Unterricht sowieAustausch-undBegegnungsaktivitten.DieseAktivittenbringeneinenzustzlichenOrganisations- und Zeitaufwand. DeshalbbrauchtesdieUntersttzungdurchdieloka-lenSchulbehrden,dieSchulleitungunddasKollegium. Es ist anzustreben, diese Unter-richtsformen schrittweise in den Unterrichteinzubauen,beispielsweisedurchimmersiveInselnundinAbsprachemiteinerSachfach-

    lehrperson.JenachRessourcenimSchulhausund der Schulumgebung knnen Schwer-punkte bezglich Themen, aber auch in Be-zugaufdenBilingualen und immersiven Unter-richt oderAustauschaktivittengelegtwerden.Ein wichtiger Faktor ist die Bereitschaft derFremdsprachenlehrpersonen, ber das ein-zelneFachhinauszuschauenundmitKolle-ginnenundKollegenzukooperieren.

    Zielklarheit und Methodenvielfalt anstrebenDer heutige Fremdsprachenunterricht ver-zichtetaufdieeinseitigeOrientierunganei-ner bestimmten Methode: Kommunikative,handlungsorientierte Aufgaben werden mitsystematischerArbeitanSprachmitteln,spra-chenbergreifenderReflexion,Auswendigler-nenvonLiedernundTextenusw.kombiniert.Wichtigist,dassderLehrpersonunddenLer-nendendieZielebeiderGestaltungvonLern-sequenzenundderMethodenwahlklarsind.ZumBeispielisteshilfreich,eineklareTren-nung zu machen zwischen Sequenzen, dieaufdasLernenundEinbenvonSprachmit-teln ausgerichtet sind, und Sequenzen, beidenendasLseneinerkommunikativenAuf-gabeimVordergrundsteht.

    Ein untersttzendes Lernklima schaffen und differenziert mit Fehlern umgehenEin ermutigendes Lernklima begnstigt ei-nenangstfreienUmgangmitFremdsprachenund strkt das Vertrauen der Lernenden indieeigenenFhigkeiten.Dazugehrteindif-ferenzierter, untersttzender Umgang mitFehlern.FehlerhabenverschiedeneUrsachenundsindoftZeichendesLernprozesses.DasKorrekturverhalten der Lehrperson hebt be-reits Gelerntes hervor, konzentriert sich aufsystematischeFehlerundpasstsichdemLern-zielan.GehtesimUnterrichtmitAnfngernz.B. darum, durch Imitieren und Nachspre-chen ein Gespr fr die Ausprache und dieIntonationzuentwickeln,somussgenaukor-rigiert werden, weil Korrektheit das Ziel ist.BeiderEntwicklungderKommunikationsf-higkeiterfolgenKorrekturenvorsichtigerundaufeinzelneAspekteausgerichtet.BeimErar-beiten von produktiven SprachkompetenzensindhufigeFehlernatrlichundnormal.

    Die Lernenden mssen zunehmend Verant-wortung fr den Lernprozess bernehmenknnen, indem sie Lernstrategien und Lern-technikenerwerben,ihreArbeitselbstevalu-ieren und Informations- und Kommunikati-onstechnologiennutzenlernen.

    Durch Massnahmen der Binnendifferenzie-rungwirdermglicht,dassauchschwchereLernende die Grundanforderungen erfllenknnen.

  • 13Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    C Erfassen und Beurteilen der KompetenzenDieBeurteilungumfasstalledreiKompetenz-bereiche,diekommunikativeHandlungsfhig-keit(Hren,Lesen,SprechenundSchreiben),dieBewusstheitfrSpracheundKulturenso-wiedielernstrategischenKompetenzen.

    DieKompetenzbereicheIIundIIIwerdennor-malerweiseinderAnwendung,d.h.durcheineentsprechendeAufgabenstellunggeprft.

    Leistungsbeurteilung erfllt nicht nur dieFunktionenWissensprfungundPromotion,sondern auch Beratung, Frderung des Ler-nens sowie Rckmeldungen zur Leistung.Entsprechendbrauchtesauchunterschiedli-cheFormenderBeurteilung:

    Prozessorientierte Beurteilung (formative Beurteilung)SierichtetdasAugenmerkaufdasLernverhal-ten und die Lernfortschritte. Sie hilft, denweiterenLernprozesszusteuern,erhltundsteigert die Motivation der Lernenden undbringt Erkenntnisse fr die weitere Gestal-tungdesUnterrichts.Sieumfasst: Selbstevaluation,Co-Evaluationund

    Erfahrungsberichte(durchSchler/innen) ProzessbegleitendeBeobachtungenund

    Erfahrungsberichte(durchLehrpersonen)

    DasEuropische SprachenportfolioESPwirdne-ben anderen mglichen Instrumenten in al-lenKlasseneingesetzt.EsistderLernbegleiterder Schlerinnen und Schler, der ihnenhilft,dieeigeneSprachlernbiographiefestzu-halten, ber das eigene Lernen nachzuden-kenundsichselbsteinzuschtzen.Gleichzei-tigermglichtihnendasESP,ihreerworbenenKompetenzen und reprsentative Arbeitenauszuweisen.

    ProzessbegleitendeBeobachtungenundErfah-rungsberichte,systematischodereherspontanfestgehaltendurchdieLehrpersonen,sindTeilderformativenEvaluation.

    Ergebnisorientierte Beurteilung (summative Beurteilung)DieseBeurteilungrichtetdasAugenmerkaufdenLeistungsstand.SieliefertAngaben,wel-cheLernzieleerreichtwurdenundwoallflli-geLckenbestehen.SieumfasstsowohlLern-kontrollen kleiner Lernschritte als auchgrssereArbeiten,dieamEndeeinerLernein-heitduchgefhrtwerden.DafrknnenMus-tertests aus den Lehr- und Lernmaterialien,eigene Lernzielkontrollen und ergnzendesTestmaterialverwendetwerden.DieBeurtei-lungvonProjektproduktenodervonDossiersz.B.ausdemESPgehrtebenfallsdazu.

    Am Ende einer lngeren Lernperiode, ganzsicher am Ende des Schuljahrs ist blicher-weiseeinebilanzierendeundqualifizierendeBeurteilungverlangt.SiefasstdieErreichungderLernzielenachbestimmtenKriterieninei-nerGesamtbeurteilungzusammen.GemssderPhilosophiederDidaktikderMehrspra-chigkeit umfasst diese Gesamtbeurteilungalle Kompetenzbereiche und beide Beurtei-lungsformen.

    Da die Gesamtbeurteilung vom Unterrichts-geschehen, der Besonderheit der Schulstufeund den unterschiedlichen Lernzielen ab-hngt, werden die einzelnen Elemente derBeurteilung in den verschiedenen Schuljah-renauchunterschiedlichgewichtet.

    AnSchnittstellenwerdendieErgebnissederformativenundsummativenBeurteilungpro-gnostischeingesetzt.DieBeteiligtenversuchenmit Hilfe der Gesamtbeurteilung, eine Prog-nosefreinemutmasslicheweitereEntwick-lungzustellen.

    bersicht zu BeurteilungsinstrumentenI) Regelmssige Lernzielberprfungen: MitverschiedenenInstrumentenwerdendieLernziele, die den Unterricht leiten und dievomLehrplansowiedenLehr-undLernmate-rialienvorgegebensind,berprft.Siebilden

  • 14 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    als Ganzes die Grundlage, auf welcher derLernfortschrittunddiesprachlichenMglich-keiteneinerSchlerin, einesSchlersdoku-mentiertwerden.

    II) Standortbestimmungen: Ab Ende der 5. Klasse (Schuljahr Harmos 7)werdenperiodischderStufeunddemUnter-richt entsprechend Beurteilungen durchge-fhrt, die Auskunft geben ber die erwor-benen Kompetenzen und das sprachlicheNiveauderLernenden.ZurBestimmungwer-den zum Beispiel Testaufgaben zu den ver-schiedenen Teilkompetenzen aus lingualeveleingesetzt.

    Whrend Lernzielkontrollen Bekanntes undVertrautes berprfen, konfrontieren dieTestaufgabendieLernendenauchmitUnbe-kanntem, damit sie die erworbenen Kompe-tenzenineinemweitergefasstenKontextaufandereArtberprfenknnen.

    III) Prognostische Beurteilung an Schnittstellen: Es werden dem Kontext angepasste Test-paketeeingesetzt,dieausgebndeltenAuf-gabenvonlingualeveloderanderenTestinstru-mentenbestehen.DieseFremdevaluationwirdmit dem Eintrag in den Sprachenpass (Selbst-evaluation) ergnzt. Im Gesprch zwischenLehrpersonund Schler/inkann der Lerner-folganschliessendbesprochenundderStufen-bertrittvorbereitetwerden.Zusammenmitden Beurteilungen whrend des Semesterswird die prognostische Beurteilung fr denbertrittvorgenommen.

    An den Schnittstellen stellen die LernendenauchihrSprachenportfoliovor.InderSprachbio-grafie (Lernbegleiter)befindensichdiedoku-mentiertensprachlichenundkulturellenEr-fahrungenunddieSelbsteinschtzungen.ImDossier sind Arbeiten gesammelt, welche re-prsentativsindfrdasimSprachenpassaus-gewiesene Niveau. Die StandortbestimmunggibtauchAuskunftdarber,obdienationalenBildungsstandardserreichtwurden.

    Internationale Sprachzertifikate InternationaleSprachzertifikateknneninEr-gnzungzurschulinternenBewertungspraxisund den nationalen Bildungsstandards ein-gesetztwerden.SiesindinderRegelaufdenGemeinsamen Europischen Referenzrahmenaus-gerichtet und daher mit dem Europischen Sprachenportfoliokompatibel.Oftstehenalters-undstufengerechteJuniorversionenzurVer-fgung.Alsexterne,internationalanerkann-teZertifizierungenvonSprachkompetenzenknnensiedieMotivationzumSprachenler-nenderSchlerinnenundSchlerentschei-dendsteigern.

  • 15Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    5. Didaktische Kohrenz und Koordination

    A Sicherstellung der didaktischen KohrenzDieDidaktik der MehrsprachigkeitzeichnetsichdurcheinenhohenGradanVernetzungvonSprachfchern,didaktischenKonzepten,Ma-terialienundInstrumentenaus.DiePlanungrichtet sich nach dem Lehrplan, den obliga-torischen Lehr- und Lernmaterialien, dem Europischen Sprachenportfolio (ESP), dem Eva-luationsinstrumentlingualevelsowienachdi-daktischen Konzepten, ber deren Grad derVerbindlichkeit die Darstellung auf Seite 8fAuskunftgibt.

    Um Synergien ausschpfen zu knnen, sinddieeinzelnenBereicheund Instrumentebeider Planung aufeinander abzustimmen.Didak tische Kohrenz bezeichnet die systema-tische Verbindung bisher hufig getrennterUnterrichtsbereiche oder -sequenzen. NebstderKohrenzzwischenLehrplan,LehrmittelundBewertungspraxisisthierauchdieKoh-renz zwischen Sprach- und Nichtsprachf-chernsowiezwischeninner-undausserschu-lischemLernengemeint.

    Absprachen und Koordinationen zwischenden Sprachlehrpersonen aufgrund der loka-len Gegebenheiten ermglichen zudem, dasPotenzialdesSchulortesauszunutzen.Sieer-lauben,SchwerpunkteundeineGesamtschauder schulischen Sprachfrderung innerhalbdesKollegiumszuformulieren.

    B Koordination zwischen Lehrpersonen, Schulleitung und ErziehungsdirektionInhaltlicheAbstimmungen,diegemeinsamePlanung und die Durchfhrung von Unter-richtundspeziellenAnlssenerforderneine

    Schulorganisation, die gute Rahmenbedin-gungenschafft.BeiderKoordinationgehtesnebenderSicherstellungdidaktischer Kohrenz auchumdiefrhzeitigePlanungundSicher-stellungderbentigtenRessourcen.

    Die Sicherstellung der Kontinuitt des Spra-chenlernensberdieSchnittstellen (Primar-stufeSekundarstufe I) hinweg ist ebenfallsTeil des Koordinationsauftrages. Mglich-keitenvonSynergienwerdengenutzt,seidiesdurchgegenseitigeInformation,Erfahrungs-austausch,diegemeinsameOrganisationvonAnlssenundProjektenoderdieVermittlungvon Personen mit franzsischer (oder spterenglischer)MutterspracheimUnterricht.

    Durch Koordination kann vermieden wer-den, dass Lehrpersonen, aber auch Schle-rinnen und Schler sowie die Eltern durchWidersprche und Diskontinuitten verun-sichert und belastet werden. Koordinationsetzt geklrte Verantwortlichkeiten voraus.Die folgende bersicht bezeichnet Funkti-onen und Aufgaben, die durch die GruppederSprachlehrpersonen,dieSchulleitungenund die Erziehungsdirektion wahrgenom-menwerden.

    Die Sprachlehrpersonen fhren regelms-sig Koordinations- und Planungssitzungendurch.

    Die Schulleitungen schaffen gnstige Rah-menbedingungen fr die Zusammenarbeitund helfen mit, Ressourcen fr die Umset-zungbereitzustellen.

    Die Erziehungsdirektion untersttzt dieSchulleitungen und Lehrpersonen subsidirim Rahmen ihrer Funktionen (z.B. durchFachstellen,Controllingusw.).

  • 16 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Gruppe von Sprach- lehrpersonen:FremdsprachenDeutschHeimatlicheSpracheundKultur(HSK)evt.weitereLehrpersonen

    Schulleitung

    Erziehungsdirektion

    bersicht zu Aufgaben der Kooperation

    DurchfhrungvonPlanungs-undKoordinationssitzungen ErstelleneinerGesamtschauderschulischenSprachfrderung AustauschvonMaterialienundErfahrungen PlanunggemeinsamerProjekteundAktivitten OrganisationderKoordinationzwischendenStufen

    SicherstellungderPlanungs-undKoordinationssitzungen Untersttzunginorganisatorischenundadministrativen BelangendesUnterrichtsundweitererAktivitten SicherstellungeinesStundenplans,derKoordinationerleichtert ErgnzungdesLeitbildesderSchuleoderanderer Fhrungsinstrumente OrganisationderKoordinationzwischendenLehrpersonen undSchulstufen EinbezugdesFremdsprachenunterrichtsindieQualittssicherung KontrollederUmsetzungdesLehrplans

    Untersttzungvonstufen-oderfcherbergreifendenProjekten BereitstellungvonUntersttzungsmassnahmen (Fachstelle,Weiterbildung,etc.)

  • 17Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    6. Planungsraster fr die Schuljahre 5 11

    Einleitende Bemerkungen

    DieTabellendiesesKapitels(abSeite20)defi-nierendieGlobalziele,diedieSchlerinnenundSchlerimFranzsisch-undEnglischun-terricht erreichen mssen, und konkretisie-rendieHandlungsfeldersowiedieLernaktivi-tten und Inhalte, die das Sprachenlernenuntersttzen.

    Fr die Schuljahre 5 bis 8 werden keine er-weitertenAnforderungendefiniert,einzelneZielewerdenaberalszustzlicheMglichkeitaufgelistet.

    AbSchuljahr9wirdfrbeideSprachennachGrundanforderungen (GA) und erweitertenAnforderungen (EA) unterschieden. Schle-rinnenundSchler,diedieZieleimBereichGrundanforderungen erfllen und die ent-sprechendenKompetenzenerworbenhaben,werden die nationalen Bildungsstandardserfllen.

    DerKompetenzbereichIwirdabSchuljahr9frjedeJahrgangsstufegesondertaufgefhrt,whrenddieKompetenzbereicheIIundIIIfrbeide Sprachen gemeinsam und jeweils freineganzeSchulstufegelten.Dadurchsollge-zeigtwerden,dassZielsetzungen,Lernaktivi-ttenundInhalteindiesenBereicheneinver-bindendes Moment fr das Sprachlernen inbeidenSprachendarstellen.Absprachenzwi-schen den Lehrkrften der beiden SprachensowieauchderSchulspracheDeutschsinder-wnschtundnotwendig.

    Im Kompetenzbereich II Bewusstheit frSprachenundKulturenwirdmitBeispielenausbeidenSprachenbzw.sprachenbergrei-fendenBeispielengearbeitet.Die Kompetenzen im Bereich III Lernstrate-gischeKompetenzengeltenuneingeschrnktfrbeideFremdsprachen.

    Die Kompetenzbereiche II und III sind je-weils fr eine ganze Schulstufe formuliert,d.h.5/6,7/8und9/10/11gemssHarmoS.ImKompetenzbereich I (Sprachhandeln) hinge-gen werden die Zielsetzungen fr die Jahr-gangsstufenderSchuljahre9,10und11ge-sondertaufgefhrt.

    Formuliertwird,mitwelchenAktivittendieSchlerinnenundSchlerdiegesetztenZieleam Ende dieser definierten Periode erreichthabensollten.AngegebenistdasKompetenz-

    niveau des Gemein-samen Europischen Refe-renzrahmens (GER), das mitdenZielenanvisiertwird.

    Dieser Lehrplanbetrachtetundbe-schreibtdasUnterrichtsgeschehenalsoauseinerandernOptikalsHarmoS.DieDeskrip-torendesLehrplansgebenan,welchesprach-lichen Handlungen die Schlerinnen undSchler ben und welche Inhalte die Lehr-personenvermittelnsollen.Damitdefiniertder Lehrplan so genannte content standards,d.h.erbeschreibtdasUnterrichtsgeschehenundnichtdiezuerbringendeLeistung.Die-seOptikzeigtmehrFacettendesUnterrichtsauf,gibtdemLernenundLehrenmehrRaum,zeigt die Vielfalt von Mglichkeiten beimschulischenSprachenlernen.Diessollhelfen,eineBeschrnkungaufeinseitigesTeaching to the test,alsodasTrimmenderSchlerinnenundSchlerimHinblickaufdasPrfenvonLeistungsstandardszuumgehen.

    Die Evaluationsinstrumente (ESP, lingualevel)unddienationalenBildungsstandards richtendenFokusaufdieLeistung,denOutput,da-rauf,welcheLeistungenausdemUnterrichtresultieren. Sie machen Aussagen ber dieStufen des Knnens und Wissens, die zueinemgewissenZeitpunkterreichtsindodererreichtseinsollten.Eshandeltsichumper-formance standards, da sie eine Aussage ma-chen ber das erreichte Kompetenzniveau(A1-C2imGER).DieseStandardssollenkom-petenzbasierte Leistungsvergleiche ermgli-chen innerhalb einer Klasse, innerhalb ei-ner Region, innerhalb eines Kantons. DamitsiedieseFunktionerfllenknnen,mssen

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    ganz bestimmte Dingeausgewhltundbeschrie-ben werden, die die Zu-ordnung zu einem Ni-veau erlauben. Es ist eingenauer Blick auf ganz

    bestimmte Inseln in derGanzheit des Wissens und

    Knnens.

    Die nationalen Bildungsstandards knnenmitHilfedercontent standardsausdemLehr-plan erreicht werden, so dass die Deskrip-torenausdenChecklistenbestimmtenLehr-planzielenzugeordnetwerdenknnen.DieserBezugwirdindenErluterungenzudenLehr-undLernmaterialienaufgezeigt.GleichzeitiggebendieZielformulierungenHinweiseaufdie Stufe der Leistung, die angestrebt wird:einfach detailliert / einfach komplexer /kurz lang /mitoderohneBild /mitoderohneerklrendeMimik,Gestik/nurrezeptivoderauchproduktiv/produktivaufDeutschoderaufFranzsischetc.

    Kompetenzbereich I: Kommunikative Handlungsfhigkeit in den vier Fertigkeiten Hren und Verstehen, Lesen und Verstehen, Sprechen und Schreiben

    Dies ist der umfangreichste Kompetenzbe-reich.EsumfasstdieFhigkeitenundFertig-keiten, die traditionell dem Sprachenlernenzugeordnetwerden,diedieGesellschaftauto-matischmitFremdsprachenunterrichtverbin-detundindiesiehoheErwartungensetzt.

    EntsprechendwirddiesesKompetenzzieleinengrsseren Teil des FremdsprachenunterrichtsbeanspruchenalsdiebeidenanderenKompe-tenzbereiche,wasalleinschondurchdieZahlderzuerreichendenZielesichtbarwird.

    Bei der Auflistung der Ziele wird sichtbar,dass der komplexe Vorgang in der realenSprachanwendung im Unterricht nicht kon-sequent nach Teilkompetenzen getrenntstattfindet.WirdschoninderFormulierungdes Ziels klar, dass damit zwei Fertigkeitenangesprochenwerden,wirddasZielinbeidenTeilkompetenzenaufgefhrt.

    NachGERwirdSprecheninmonologischesund dialogisches Sprechen unterteilt. Ob-schonessichdabeiumzweiunterschiedlicheFormen des Sprechens handelt, die von denSchlerinnen und Schlern auch unter-schiedlich gut praktiziert werden knnen,wurdeinderTabelleaufdieUnterscheidungverzichtet.

    DasichdierezeptivenFertigkeitenimSprach-lernprozessschnellerentwickelnalsdiepro-duktiven, sinddieAnsprcheansHrverste-henundLeseverstehenvorallemindenerstenJahren des Fremdsprachenlernens eindeutighher als ans Sprechen und Schreiben. DieDifferenzzwischendenerworbenenrezepti-venundproduktivenKompetenzensolltesichmitzunehmendemLernalterverkleinern.

    Wie in Kapitel 3A. gesagt, sollen sich dieSprachmittel einerseits aus den sprachlich-kommunikativenKompetenzbeschreibungenundandererseitsausdenAufgabenstellungenundThemenergeben.LernendeaufderVolks-schulstufe,die sichaufdenNiveausA1undA2desGERbewegen,erwerbenersteSprach-mittel-ElementeinderRegelalseinfachefor-melhafte Ausdrcke und fixe Wendungen,ohne dass sie diese in einzelne Bestandteilezerlegenknnen.

    BeidiesenNiveaus liegtdasSchwergewichtderSprachproduktiondarauf,einfacheDin-ge verstndlich auszudrcken, d.h. auf In-haltundBedeutung.Fehlertretendabeiauf,

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    weil die Konstruktionswerkstatt im Hirnnicht gengend Kapazitt hat, sowohl aufFormalsauchaufInhaltzuachten.WeilFeh-ler auch zum impliziten Lernprozess geh-ren,isteinerelativgrosseFehlertoleranzge-fordert.

    Formelhafte Redemittel sollen auch explizitgelernt werden, etwa indem sich Schlerin-nen und Schler Wrter und Phrasen aufKrtchenaufschreibenundsicheinprgen.

    Lernende auf B1 sind aufgrund ihrer alters-mssigenEntwicklunginderLage,etwaskom-pliziertereAusdrckeinKombinationzuver-stehenundzuverwenden.Weilsienunberein grsseres Repertoire an Vokabular undPhrasenverfgen,knnensieeinenTeilihrerAufmerksamkeit eher auf die bewusste An-wendungrichten.Dieserlaubteinensystema-tischeren Blick auf die grammatische Form.Dann ist es auch sinnvoll, mittels Sprachbe-trachtungRegelmssigkeitenbeimGebrauchvonSprachmittelnhervorzuhebenundbesserbewusstzumachen,wasinTeilenimpliziter-worbenwordenist.

    DabeimAufbauderkommmunikativenKom-petenzberdieerstenNiveausdieSprachmit-tel vom Inhalt und den Sprachhandlungengesteuert werden, ist es nicht mglich, eineReihenfolge fr grammatikalische Erschei-nungen festzulegen. Die Beherrschung be-stimmterGrammatikthemenistnichtanein-zelne Niveaus gekoppelt. Dennoch wird indenLehr-undLernmaterialiendaraufgeach-tet,dasssowohlformelhafteWendungenalsauch grammatikalische Sprachmittel sinn-vollmitdenkommunikativenHandlungszie-lenverknpftwerden.(DazudienteinGrund-lagendokument/RfrentielinKap.7.)

    Kompetenzbereich II: Bewusstheit fr Sprache und Kulturen

    DieserKompetenzbereichwirderstmalsinei-nem Fremdsprachenlehrplan definiert undmit zu erreichenden Lernzielen aufgefhrt.EinTeilderaufgefhrtenZielewarzwarbis-her implizit in den Themen des Fremdspra-chenunterrichts enthalten, sie wurden abernichtexplizitalszuereichendeZieleformu-liert.DieUnterscheidung insavoir, savoirtreund savoir fairebetont,dassesbeim(Sprachen)LernennichtnurumWissenundFertigkeitengeht,sonderndassdieHaltungenundEinstellungenderLernendendasLernenfrdernoderbehindernknnen.Deshalbwer-dendieseZieleerstmalswieimKompetenzbe-reichIformuliert,obschonsienichtwieFhig-keitenundFertigkeitengeprftundmeistensnur implizit, d.h. durch entsprechende Auf-

    gabenstellungengefrdertundevaluiertwer-denknnen.DasAusbildenundFrdernvonHaltungen und Einstellungen ist grundstz-licheinZielvonErziehungundBildungunddamitauchdesUnterrichtensinderSchule.Neu ist nur, dass die Ziele wie die anderenauchaufgefhrtwerden.

    Kompetenzbereich III: Lernstrategische Kompetenzen

    Dieser Kompetenzbereich ist fr das Spra-chenlernenvonbesondererBedeutung,spieltaberbeijedemLernprozessunddeshalbauchinandernFcherneinewichtigeRolle.Auchdiese Ziele knnen, wie beim Kompetenzbe-reichIIbereitsausgefhrt,nichtaufgleicheArtundWeiseevaluiertwerdenwiedieFhig-keitenundFertigkeiten.

    DieErluterungenzudenLehr-undLernma-terialienwerdenaufzeigen,inwelchenTeilendesLehrwerkssichdieMaterialienzumErar-beitenderKompetenzeninallendreiKompe-tenzbereichenbefindenbzw.angeben,welcheLehrplanziele mit den Handlungen und In-haltendesLehrwerksabgedecktwerden.SiewerdenauchdenBezugzudenEvaluations-instrumenten, z.B. zum ESP angegeben. DieFeinziele fr die einzelnen Unterrichtsse-quenzen werden von der Lehrperson selbstformuliert.

    DerLehrplanundderentsprechendeTeilderErluterungenzudenLehr-undLernmateria-liensindfrdieLehrpersoneneinwichtigesInstrumentfrdiePlanungdesUnterrichts.

  • EinfacheInterviewsundBefragungenverstehen,indenenMenschenbersichsprechen.

    KurzemndlicheBerichteberbekannteThemenverstehen(z.B.BerichtbereinFerienlager,eineabenteuerlicheWeltreise,einComputerspiel),wenneinfachunddeutlichgesprochenwird.

    KurzeAusschnitteausauthentischenmndlichenTextenzuNaturundUmweltverstehen,wennsienichtwissenschaftlicheundkomplexeInformationenenthaltenundwenndieSprachesehreinfachist.

    DieHauptaspektevonkurzen,einfachenGeschichtenverstehen. EinzelneTeileeinerGeschichtedetaillierterverstehenundin

    derUnterrichtssprachewiedergebenknnen,wennsiemehrmalsundabschnittweisegehrtwerdenknnen.

    AusschnitteausverfilmtenGeschichten(DVD)imGrossenundGanzenverstehen,wennsiemehrmalsangesehenwerdenknnenundwennsievorentlastetwerden(EinfhrungindieSituationusw.).

    InderGruppeInformationenzueinemThemahren,zusammentragenundsichgegenseitigbeimVerstehenhelfen.

    DieAusfhrungeneinerSchlerin/einesSchlers(z.B.eineSpiel-anleitung,dieErluterungeineseinfachenExperimentsodereinestechnischenGertes))verstehen,damitinderGruppeeinegemeinsameAufgabegelstwerdenkann.

    DieLehrpersonverstehen,wennsiekurzeRituale(Reime,Schnabel-wetzer,Spiele,Rtsel...)beiUnterrichtsbeginn/-endeoderzwischendeneinzelnenUnterrichtsstundenaufFranzsischdurchfhrt.

    InirgendeinemFacheinfachemndlicheInformationenhrenundverstehen.

    EineTV-KindersendungodereinenTrickfilmaufFranzsischverfolgenknnen.

    BeidirektenBegegnungenmitFranzsischsprachigeneinfacheInformationenzueinemThemaverstehen.

    Neue Inhalte und neues Weltwissen in der Fremdsprache erwerben.

    Geschichten (Kinderbcher, einfache Sachbcher) ber die Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Die Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts erfahren und anwenden.

    Menschen aus der franzsischen Kultur begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

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    Richtziele Grobziele

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    Kompetenzziel I Sprachhandeln SPRECHEN (monologisch und dialogisch) Schuljahre 7 / 8Niveau A2.1 Globalbeschreibung: Verstehen, wenn ber vertraute Themen deutlich und langsam gesprochen wird.

    Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I Sprachhandeln Franzsisch HREN Schuljahre 5 / 6Niveau A 1.2 Globalziel: Vertraute alltgliche Ausdrcke und einfache Stze und Textsorten verstehen, wenn sehr deutlich und langsam gesprochen wird.

    Neuen Inhalten und neuem Weltwissen in der Fremdsprache begegnen.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Der Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts begegnen.

    Menschen aus der franzsischen Kultur begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    EinfachemndlicheInformationenzueinemneuenThemaverstehen,wennauchMusik,BilderundGestikdabeihelfen.

    EinemHrtextkonzentriertzuhrenundeinfacheWrterverstehen. DieLehrpersonimGrossenundGanzenverstehen,wennsieauf

    ganzeinfacheArtundWeiseinderZielsprachesprichtunddenUnterrichtganzoderteilweiseinderZielsprachegestaltet.

    Zuhren,wenneineGeschichteerzhltwirdundversuchen,etwaszuverstehen.

    MitHilfederBilderunddemVerhaltendesSprechers/derSprecherineineGeschichteverstehen.

    WichtigeElementeeinerGeschichteaufDeutschwiedergeben.

    BeimHrenvonTextenHrstrategienanwendenundsichdarberaustauschen.

    KurzeTexteanhrenundsienachsprechen. AufkurzeTheatersequenzenreagieren(Mimik,Klatschen,Lachenusw.). EineSpiel-oderBastelanleitungverstehenundanwenden.

    DieLehrpersonverstehen,wennsieamMorgenoderzwischendeneinzelnenUnterrichtsstundenkurzeRituale(Verse,Reime,Bewegungs-spiele,Rtsel)aufFranzsischdurchfhrt.

    IneinemSachfachganzeinfacheInformationeninFranzsischhrenundverstehen,wennVerstehenshilfengeleistetwerden(Gestik,Bilder,InformationeninderSchulsprache)

    SichbeidirektenBegegnungenmitFranzsischsprachigenaufAktivitteneinlassen(Singen,Kochen,Basteln,Erzhlen,etc.).

    EinfachepersnlicheInformationenbeieinemTreffenmitSchlerinnenundSchlerneinerPartnerklasseoderaufeinemTontrgerverstehen.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

  • 21Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I Sprachhandeln Franzsisch LESEN Schuljahre 5 / 6Niveau A 1.2 Globalziel: Einzelne vertraute Wrter, einfache Stze und sehr kurze einfache Texte verschiedener Textsorten erfassen.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neuen Inhalten und neuem Weltwissen in der Fremdsprache begegnen.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Der Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts begegnen.

    Menschen aus der franzsischen Kultur begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    Inganzeinfachen,aberauthentischenTexten(Prospekte,Inserate,Plakate)ParallelwrterzumDeutschen,einzelnewichtigeAusdrckeundStzeverstehen.

    InkurzenTexten,indenenesumErlebnisseoderinteressanteEreignissegeht,dasWichtigsteverstehen,wennBilderundTiteldabeihelfen.

    EinensehrkurzenundeinfachenTextzueinemneuenInhaltSatzfrSatzlesenunddabeidasWichtigstemarkieren.

    DenInhalteinesBilderbuchesverstehenundinderSchulsprachewiedergeben,wenndieTexteeinfachundkurzunddieBilderaussagekrftigsind.

    EineeinfacheBildergeschichteodereinenComic(BD)lesenundverstehen,wenndieTextesehrkurzundleichtverstndlichsind.

    GanzeinfacheArbeitsauftrgeinderFremdsprachelesenundverstehen,wennschwierigeStellenauchindieSchulsprachebersetztsind.

    VorlagenfrkurzeDialogeinderGruppelesenundumsetzen. GanzeinfacheAnleitungenzueinemGruppenspielmiteinanderlesen

    undeinanderhelfen,denTextzuverstehen,wenndieSchlsselwrterinfranzsischerunddeutscherSprachenstehen.

    ZuHausenachfranzsischenWrtern(aufPackungen,inZeitungs-titeln)suchen.

    IneinfachenAlltagssituationen,indereigenenundfremdsprachigenUmgebungschriftlicheInformationenverstehen(z.B.Schilder,Plakate).

    IneinemSachfachganzeinfacheschriftlicheInformationenlesenundverstehen,wennsieergnzendzudenInformationeninderSchulsprachestehen.

    AlsFreiarbeitinderSpracheneckedesKlassenzimmereinBilderbuchinderZielsprache,eineCD-RomzumBuchodereinganzeinfaches,bereitseingefhrtesSpielauswhlenundimGrossenundGanzenverstehen,resp.spielen.

    DenVorstellungsbriefeinerAustauschpartnerinodereinesAustausch-partnerssinngemssverstehen.

    EineneinfachenE-Mail-TexteinerbekanntenPerson(z.B.nacheinemBesucheinerfranzsischsprechendenPerson)sinngemssverstehen.

  • 22 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I Sprachhandeln Franzsisch SPRECHEN (monologisch und dialogisch) Schuljahre 5 / 6Niveau A 1.2 Globalziel: Sich auf ganz einfache Art ber vertraute Themen verstndigen, wenn der / die Gesprchspartner/in auf das Sprachniveau Rcksicht nimmt.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neuen Inhalten und neuem Weltwissen in der Fremdsprache begegnen.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Der Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts begegnen.

    Menschen aus der franzsischen Kultur begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    SichinschulischenAlltagssituationenaufeinfacheArtverstndigen. ZueinemneuenThemaeinfacheFragenstellenundaufeinzelne

    W-Fragenantworten:Wo?Wer?Wie?Wann? DerKlassediewichtigstenPunktezueinemerarbeitetenThemamit

    UntersttzungvonBildernundStichwrternberichten.

    DieBilderzueinerBildergeschichteaufganzeinfacheArtbeschreiben. EinzelneEpisodeneinerGeschichteineinemeinfachenRollenspiel

    darstellen. EinzelneStzeeinerGeschichtewiederholenunddabeiElementewie

    NamenundOrteverndern.

    ModellstzeinGruppenanwendenundanpassen. EinanderbeiderAusspracheunddemGebrauchvonWrtern

    untersttzen. SichmitMitschlerinnenundMitschlerninderArbeitsgruppeauf

    FranzsischundinderSchulspracheverstndigen:ArbeitsauftrgeoderSpielanleitungenvorlesen,Fragenstellen,umWiederholungeinerFrageoderAussagebitten.

    IneinfachenWortenbereigeneVorliebeninZusammenhangmiteinembearbeitetenThemasprechen.

    IneinemanderenFachhinundwiedereinSpielodereinekurzeTtigkeitaufFranzsischdurchfhren(z.B.imMathematikunterrichteinZahlenspielaufFranzsischspielen,imMusikunterrichteinLiedeinben).

    ImeigenenUmfeld(zuHause,imDorf,aufdemSpielplatz,beiBekannten)AusdrckederZielsprachemndlichgebrauchen,wennsichGelegenheitenbieten.

    ImeigenenUmfeld(zuHause,mitBekannten,indenFerien)mitMenschenKontakteaufnehmen(z.B.jemandenbegrssen,etwasbersichsagen).

    SichaufeinfacheArtmitBesuchern/-innenundBekanntenverstndigen(verbalundnonverbal).

    SichundseinUmfeldmndlichvorstellenz.B.beieinemTreffenmitSchlerinnenundSchlerneinerPartnerklasseoderaufeinemTontrger.

  • 23Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I Sprachhandeln Franzsisch SCHREIBEN Schuljahre 5/ 6Niveau A 1.1 Globalziel: Wrter notieren und einfache Stze und sehr kurze einfache Textsorten schreiben.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    ZueinemneuenThemawichtigeStzeinsLernheftabschreiben. NachVorlageeinenganzeinfachenSteckbriefvonsichselbst,von einerFreundin/einemFreundschreiben. EinArbeitsergebniszueinemThemamitHilfevonIllustrationen,

    ZeichnungenundBildernschriftlichdarstellen.

    AuseinerGeschichtediewichtigstenPersonen,Orts-undandereAngabenineineTabelleeintragen.

    SelbstkurzeGeschichtenoderComicszeichnenundeinzelneStzedazuschreiben.

    InGruppenkurzeTexteverfassen(Poster,Leporello,Checkliste). EinfacheTextevonandernGruppenmitgliedernergnzen.

    EineneinfachenKartengrussschreiben. WrterineininteraktivesComputerspieleinfgen.

    SichundseineigenesUmfeld(Familie,Wohnort,usw.)einerfranzsischsprachigenPersonzeichnerischundmitsehreinfachenStzenvorstellen.

    EinerSchlerinodereinemSchlereinerPartnerklasseeinkurzesE-Mailschreiben.

    Neuen Inhalten und neuem Weltwissen in der Fremdsprache begegnen.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Der Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts begegnen.

    Menschen aus der franzsischen Kultur begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

  • 24

    Kompetenzbereich II BEWUSSTHEIT FR SPRACHE UND KULTURENFranzsisch Schuljahre 5 / 6

    Globalziel: Durch Reflexion, Beobachtung und Spiel das Bewusstsein fr Sprache und Kulturen entwickeln und positive Haltungen aufbauen.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Savoir / Wissen:Elementare Kenntnisse zu sprachlich-kulturellen Eigenheiten und zur Vielfalt von Sprachen und Kulturen erwerben.

    Savoir-tre / Haltungen:Neugier und Interesse fr die frankophone Sprachkultur entwickeln.

    Savoir-faire / Fertigkeiten:Sprachliche und kulturelle Eigenheiten erkennen und vergleichen.

    Verschiedenesprachlicheundnicht-sprachlicheKommunikationsfor-menerkennen.

    Kommunikationssysteme: Verkehrschilder und Piktogramme, Verkehrshandzeichen, Gebrden, Tierlaute (versprachlicht kikeriki, cocorico und so, wie sie in der Natur vorkommen).

    Verbale und nonverbale Formen von Emotionen und Sprachhandlungen, sich verbal oder nonverbal begrssen, zustimmen, ablehnen; Schmerzlaute, verbal und nonverbal.

    EinigeMerkmaledersprachlichenVielfaltkennenlernen. Grussformeln, Vornamen, Verse, Lieder in verschiedenen Sprachen begegnen. EinigehnlichkeitenundUnterschiedezwischenfranzsischerund

    deutscherSpracheundKulturkennen. Laute, die nur im Deutschen vorkommen und nicht im Franzsischen,

    und umgekehrt.

    Bereitschaftentwickeln,Lautfolgenzuhrenoderzusprechen,ohnejeweilsihrenSinngenauzuverstehen.

    Texte in hnlichen Sprachen hren und das Franzsische erkennen. Eine Geschichte auf Deutsch und Franzsisch hren und dabei auf Wrter

    achten, die hnlich tnen. Esspannendundwertvollfinden,mitderNachbarkulturund-sprache

    Kontaktezuhaben. Ein typisch franzsisches Essen kochen und einen eleganten Menuplan auf

    Franzsisch dazu schreiben. InteressehabenamKontaktmitAnderssprachigen. Eine frankophone Schulklasse treffen und mit ihr etwas gemeinsam unternehmen. Einen E-Mail Kontakt mit frankophonen Gleichaltrigen pflegen.

    VerhltniszwischenSchriftundLautbeobachten,mitderAussprachespielen.

    Ein in Deutsch und Franzsisch gleich geschriebenes Wort in der jeweiligen Sprache richtig aussprechen knnen (Zrich-Srik).

    Deutsche Stze oder kurze Texte mit einem franzsischen Akzent aussprechen. SprachlicheundkulturelleUnterschiedeerkennenundbeobachten. Vorkommen von Artikel und Geschlecht (z.B. LE soleil DIE Sonne und

    LA lune THE sun, THE moon, luna, kein Artikel im Lateinischen, Beispiele aus den Herkunftssprachen...).

    Anhand von verschiedenen Materialien selber herausfinden, was in der Schule in Frankreich und in der Schweiz gleich und was anders ist.

    AufDeutschHypothesenberdasFunktionierenderSprachenformulieren.

    Einige Wortbildungsmuster auf Deutsch und Franzsisch an einfachen Beispielen erkennen (Wortstamm, Wortfamilien), zusammengesetzte Substantive in Deutsch und Franzsisch vergleichen (Wurstverkufer vendeur de saucisses).

    Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

  • 25

    Kompetenzbereich III LERNSTRATEGISCHE KOMPETENZENFranzsisch Schuljahre 5 / 6

    Globalziel: Einfache Lerntechniken erwerben und anwenden, positive Einstellungen zum Sprachen- lernen aufbauen und dieses mit Hilfe des Sprachenportfolios (ESP I) reflektieren.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Sprachlernen:Strategien aufbauen, um mglichst effizient zu lernen.

    Strategien zum Wortschatzlernen entwickeln.

    Sprachemotion:Positive Einstellungen zum Sprachenlernen aufbauen und frs Lernen nutzen.

    Sprachlernreflexion:Die eigenen Lernfortschritte reflektieren, sich selbst Ziele setzen und den Lernweg dokumentieren.

    Hren/Sehen:Aufmerksamhinhren,aufGerusche,aufSatzmelodie,aufMimikundGestikderLehrpersonachten.

    Sprechen:DieGesprchspartnerbeobachten,MimikundGestikzuHilfenehmen,dasNichtverstehensignalisieren;durchNachsingenundNachsprechendasfreieSprechenSchrittfrSchrittlernen.

    Lesen:TexteerschliessendurchBilder-AnschauenundTitel-Beachten,BekanntesundParallelwrterinanderenSprachensuchen,raten.

    Schreiben:Genaulesen,sorgfltigabschreibenunddurchVergleichenberprfen.

    Wortschatzlernen:MglichkeitendesWortschatzlernenskennenlernen,z.B.BeginnmitWortschatzheft,NutzenderWortkartei,Lernspiele,usw.

    LernendurchLehren:MiteinfachenBeispielendieTechnikLernendurchLehrenbentzen,alsoanderenetwasbeibringenunddabeiselbstweiterlernen.

    DieeigenenHemmungenberwindenunddieFremdsprachegebrauchen.InskalteWasserspringenundRisikeneingehen.KeineAngstvordemFehlermachenhaben.

    SooftalsmglichGelegenheitenzumSprechennutzen. WhrenddesLernensumHilfebitten,selbstanderenhelfen,in

    derGruppezusammenarbeiten,vomWissenderanderenprofitierenundberSchwierigkeitensprechen.

    Beginnen,mitHilfedesSprachenportfolios dasLernenunddieLernstrategienzureflektieren, dieeigenenFortschritteeinzuschtzen, persnlichZielezuformulieren, dasLerneninderErstsprache(Dialekt,Hochdeutschundevt.Herkunfts-

    sprachen)mitdemLernenderFremdsprachezuvergleichen.

    Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

  • 26 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I SprachhandelnFranzsisch HREN Schuljahre 7 / 8Niveau A 2.1Globalziel: Verstehen, wenn ber vertraute Themen deutlich und langsam gesprochen wird.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neue Inhalte und neues Weltwissen in der Fremdsprache erwerben.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Die Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts erfahren und anwenden.

    Menschen aus der franzsischen Kultur begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    MndlicheArbeitsanleitungen,AufgabenstellungenundeinfachetechnischeErklrungengenauverstehenunddanachselbststndighandeln.

    EinfacheInterviewsundBefragungenverstehen,indenenMenschenbersichsprechen.

    KurzemndlicheBerichteberbekannteThemenverstehen(z.B.BerichtbereinFerienlager,einensportlichenErfolg),wenneinfachunddeutlichgesprochenwirdundIllustrationenhelfen.

    KurzeAusschnitteausauthentischenmndlichenTextenoderDokumentarfilmenzuNaturundUmweltverstehen,wennsienichtwissenschaftlicheundkomplexeInformationenenthaltenundwenndieSprachesehreinfachist.

    DieHauptaspektevonkurzen,einfachenGeschichtenverstehen(Personen,Handlung,Ausgang).

    EinzelneTeileeinerGeschichtedetaillierterverstehenundinderSchulsprachewiedergeben,wennsiemehrmalsundabschnittweisegehrtwerden.

    AusschnitteausverfilmtenGeschichtenoderDokumentarfilmen(imGrossenundGanzenverstehen,wennsiemehrmalsangesehenundvorentlastetwerden(EinfhrungindieSituationusw.).

    InderGruppeInformationenzueinemThemahren,zusammentragenundsichgegenseitigbeimVerstehenhelfen.

    DieAusfhrungeneinerSchlerin/einesSchlers(z.B.eineSpielanleitung,dieErluterungGertesodereineseinfachenExperiments)verstehen.

    DieLehrpersonverstehen,wennsiekurzeRituale(Reime,Schnabel-wetzer,Spiele,Rtsel...)beiUnterrichtsbeginn/-endeoderzwischendeneinzelnenUnterrichtsstundenaufFranzsischdurchfhrt.

    IneinemanderenFacheinfachemndlicheInformationenhrenundverstehen.

    EineTV-KindersendungodereinenTrickfilmaufFranzsischverfolgen.

    BeidirektenBegegnungenmitFranzsischsprachigeneinfacheInformationenzueinemalltglichenThemaverstehen.

  • 27Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I SprachhandelnFranzsisch LESEN Schuljahre 7 / 8Niveau A 2.1 Globalziel: Kurze, klar aufgebaute Texte verschiedener Textsorten in groben Zgen verstehen.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neue Inhalte und neues Weltwissen in der Fremdsprache erwerben.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Die Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts erfahren und anwenden.

    Menschen aus der franzsischen Kultur begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    InkurzenGeschichten,indenenesumErlebnisseoderinteressanteEreignissegeht,dasWichtigsteverstehen.

    EinfacheschriftlicheErklrungenundAnleitungen,zumBeispielzueinemeinfachenExperimentverstehen.

    SichmitHilfevonInformationsmaterialeineVorstellungvonInhaltenmachen,wennBilderundTiteldabeihelfen.

    EineeinfacheBildergeschichteodereineneinfachenComic(BD)verstehen.

    Eineneinfachen,krzerenfranzsischenTextverstehenunddenInhaltinderSchulsprachewiedergeben.

    InkurzenZeitschriftenartikeln(Kinderzeitschriften)dieHauptinformationverstehen.

    KomplexereAufgabenstellungengemeinsamverstehen,wennsieineinzelneSchritteaufgegliedertsind,jederSchrittaufeinfacheArtbeschriebenistundevt.nochdurchSymbole,Bilder,etc.untersttztwird.

    IneinemanderenFacheinfacheInformationeninderZielsprachelesenundverstehen,wennsieillustriertsind.

    ZuHauseoderimnherenUmfeldschriftlicheInformationenzueinemThemaimUnterrichtsammelnundindenUnterrichtmitbringen;verstehen,worumesgeht(z.B.einRezeptauseinemfranzsischenKochbuch,einGesellschaftsspiel,einfranzsischesComputerprogramm).

    AlsFreiarbeitinderSpracheneckedesKlassenzimmerseinBilderbuchinderZielsprache,eineCD-ROMzumBuch,eineinfachesGesell-schaftsspielodereininteraktivesComputerspielauswhlenundimGrossenundGanzenverstehen,resp.spielen.

    Kartengrsse,kurzeMitteilungen,E-MailsundBriefeverstehen,dievonVerwandten,BekanntenodereventuellvonAustausch-partnerinnenund-partnerngeschriebenwerden.

    EinfacheTexteverstehen,dievonfranzsischsprachigenKontakt-personenverfasstwordensind.

  • 28 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I Sprachhandeln Franzsisch SPRECHEN (monologisch und dialogisch) Schuljahre 7 / 8Niveau A 2.1 Globalziel: Sich ber vertraute Themen auf einfache Art verstndigen.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neue Inhalte und neues Weltwissen in der Fremdsprache erwerben.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Die Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts erfahren und anwenden.

    Menschen aus der franzsischen Kultur begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    SichinAlltagssituationenverstndigenundineinemGesprcheineaktiveRollebernehmen.

    Vonsichselbstsprechen:sichvorstellen,deneigenenTagesablaufschildern,seineTtigkeitenbeschreiben.

    DerKlassediewichtigstenPunktezueinemerarbeitetenThemaprsentieren.

    MitHilfevonStichworten,Bildern,HandlungsschemataoderanderenVorlageneineeinfacheGeschichtenacherzhlen.

    EineGeschichtenacherzhlenunddabeieinzelneElementeverndern:Namen,Orte,Ttigkeiten.

    EinzelneEpisodeneinerGeschichteineinemRollenspieldarstellen.

    SichmitMitschlerinnenundMitschlerninderArbeitsgruppeverstndigen:Fragenstellen,Arbeitsschrittekommentieren,ArbeitsauftrgeoderSpielanleitungenvorlesen,umWiederholungeinerFrageoderAussagebitten.

    EinerMitschlerinodereinemMitschleretwasaufeinfacheArterklren.

    KurzeRckmeldungenzueinemArbeitsschritt/einemErgebnisgeben. EinerMitschlerin/einemMitschlereinArbeitsergebnismndlich

    prsentieren.

    IneinemandernFachhinundwiedereinSpielodereinekurzeTtigkeitaufFranzsischdurchfhren.

    ImeigenenUmfeld(zuHause,imDorf,aufdemSportplatz,beiBekannten),unterwegsoderindenFeriendieFremdsprachemndlichgebrauchen,wennsichGelegenheitenbieten.

    SichundseineigenesUmfeldmndlichvorstellen,z.B.beieinemTreffenmitSchlerinnenundSchlerneinerPartnerklasseoderaufeinemTontrger.

    MitfrankophonenPersonen,dieinderGegend(imgleichenDorf,indergleichenStadt)wohnen,mndlichKontaktaufnehmenundz.B.eineinfaches,kurzesInterviewdurchfhren.

    MitdemAustauschpartner/derAustauschpartnerineinkurzes,vor-bereitetesTelefongesprchfhren,umz.B.einTreffenzuvereinbaren.

  • 29Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I Sprachhandeln Franzsisch SCHREIBEN Schuljahre 7 / 8Niveau A 1.2 Globalziel: Krzere, zusammenhngende Texten in einfachen Stzen schreiben.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neue Inhalte und neues Weltwissen in der Fremdsprache erwerben.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Die Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts erfahren und anwenden.

    Menschen aus der franzsischen Kultur begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    DiewichtigstenPunktezueinemThemaaufschreiben. InAlltagssituationenkurzeNotizenmachenundeineMitteilung

    hinterlassen. EinfacheTextebersichselbstschreibenundmitIllustrationen,

    ZeichnungenundBilderndarstellen,z.B.ineinemSteckbrief.

    AuseinerGeschichtediewichtigstenPersonen,OrteundEreignisseherausschreiben.

    EinenTextausschnittstichwortartignacherzhlen,bzw.zusammenfassen.

    ImVerlaufdesArbeitsprozessesinderGruppeArbeitsergebnissenotieren,WrterundMerkstzefesthalten.ZurKontrollederOrthografieHilfsmittelbentzen(Wrterbcher,Wortlisten,Grammatikbcher).

    InPartnerarbeitkorrektesSchreibenundsorgfltigesberprfentrainieren.

    ImSachfachunterrichtNotizenmachenmitHilfeeinesvorstrukturiertenFormulars.

    EineEinkaufslisteerstellen,z.B.indenFerien. EineEinladungfreinenSchulanlass,Elternabendodereine

    Theaterauffhrungschreiben.

    MitdemAustauschpartner/derAustauschpartnerinperSMS,E-MailoderBriefeinfacheInformationenaustauschen.

    MitfrankophonenPersonen,dieinderGegend(imgleichenDorf,indergleichenStadt)wohnen,schriftlichKontaktaufnehmen.

  • 30

    Kompetenzbereich I Sprachhandeln Englisch HREN Schuljahre 7 / 8Niveau A 1.2Globalziel: Vertraute alltgliche Ausdrcke und einfache Stze sowie kurze Texte verstehen, wenn sehr deutlich und langsam gesprochen wird.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neuen Inhalten und neuem Weltwissen in der Fremdsprache begegnen.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Der Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts begegnen.

    Menschen aus englisch-spra-chigen Kulturen begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    EinfachemndlicheInformationenzueinemneuenThemaverstehen,wennauchMusik,BilderundGestikdabeihelfen.

    EinemHrtextodereinemkurzenFilmkonzentriertzuhrenundeinfacheWrterverstehen.

    DieLehrpersonimGrossenundGanzenverstehen,wennsieaufganzeinfacheArtundWeisesprichtunddenUnterrichtganzoderhauptschlichinderZielsprachegestaltet.

    Zuhren,wenneineGeschichte(z.B.auseinemKinderbuch)erzhltwirdundversuchen,etwaszuverstehen.

    MitHilfederBilderunddemVerhaltendesSprechers/derSprecherineineGeschichteverstehen.

    WichtigeElementeeinerGeschichteaufDeutschwiedergeben.

    BeimHrenvonTextenHrstrategienanwendenundsichdarberaustauschen.

    KurzeTexteanhrenundsienachsprechen. AufkurzeTheatersequenzenreagieren(Mimik,Gestik,Lachen). EineSpielanleitungodereineAnordnungfreinExperiment

    verstehenundanwenden.

    DieLehrpersonverstehen,wennsieamMorgenoderzwischendeneinzelnenUnterrichtsstundenkurzeRituale(Verse,Reime,Bewegungsspiele,Rtsel)aufEnglischdurchfhrt.

    WrterundAusdrckeimDeutschen,dieausdemEnglischenstammen,erkennenundverstehen.

    IneinemSachfachganzeinfacheInformationeninEnglischhrenundverstehen,wennVerstehenshilfengeleistetwerden(Gestik,Bilder,InformationeninderSchulsprache).

    SichbeidirektenBegegnungenmitEnglischsprachigenaufAktivitteneinlassen(Singen,Kochen,Basteln,Erzhlen,etc.).

    EinfachepersnlicheFragenverstehen,dieeinedurchreisendePersonstellt.

    Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

  • 31Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I SprachhandelnEnglisch LESEN Schuljahre 7 / 8Niveau A 1.2 Globalziel: Einzelne vertraute Wrter, einfache Stze und sehr kurze einfache Texte erfassen.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neuen Inhalten und neuem Weltwissen in der Fremdsprache begegnen.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Der Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts begegnen.

    Menschen aus englisch-sprachigen Kulturen begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    Inganzeinfachen,aberauthentischenTexten(Prospekte,Inserate,Plakate)ParallelwrterzumDeutschen,einzelnewichtigeAusdrckeundStzeverstehen.

    InkurzenTexten,indenenesumErlebnisseoderinteressanteEreignissegeht,dasWichtigsteverstehen,wennBilderundTiteldabeihelfen.

    EinensehrkurzenundeinfachenTextzueinemneuenInhaltSatzfrSatzlesenunddabeidasWichtigstemarkieren.

    DenInhalteinesbebildertenBuchsverstehenundinderSchulsprachewiedergeben,wenndieTexteeinfachundkurzunddieBilderaussagekrftigsind.

    EineeinfacheBildergeschichteodereinenComiclesenundverstehen,wenndieTextesehrkurzundleichtverstndlichsind.

    GanzeinfacheundblicheArbeitsauftrgeinderFremdsprachelesenundverstehen,wennschwierigeBegriffeauchinderSchulspracheerklrtwerden.

    VorlagenfrkurzeDialogeinderGruppelesenundumsetzen. GanzeinfacheAnleitungenzueinemGruppenspielmiteinander

    lesenundeinanderhelfen,denTextzuverstehen,wenndieSchlssel-wrterinbeidenSprachenstehen.

    ZuHauseundimffentlichenRaumnachenglischenWrtern,LehnwrternundSlogans(aufPackungen,inZeitungsinseraten,aufSchildern)suchen.

    IneinfachenAlltagssituationenindereigenenundfremdsprachigenUmgebungschriftlicheInformationenverstehen(z.B.Schilder,Plakate).

    AlsFreiarbeitinderSpracheneckedesKlassenzimmerseinBilderbuchinderZielsprache,eineCD-ROMzumBuchodereinganzeinfaches,bereitseingefhrtesSpielauswhlenundimGrossenundGanzenverstehenresp.spielen.

    IneinemSachfachganzeinfacheschriftlicheInformationenlesenundverstehen,wennsieergnzendzudenInformationeninderSchulsprachestehen.

    DenVorstellungsbriefeinerBrieffreundinodereinesBrieffreundessinngemssverstehen.

    EineneinfachenE-Mail-TexteinerbekanntenPerson(z.B.nacheinemBesucheinerEnglischsprechendenPerson)sinngemssverstehen.

  • 32 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I Sprachhandeln Englisch SPRECHEN (monologisch und dialogisch) Schuljahre 7 / 8Niveau A 1.2Globalziel: Sich auf einfache Art ber vertraute Themen verstndigen, wenn der / die Gesprchspartner/in auf das Sprachniveau Rcksicht nimmt.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neuen Inhalten und neuem Weltwissen in der Fremdsprache begegnen.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Der Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts begegnen.

    Menschen aus englisch-sprachigen Kulturen begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    SichinschulischenAlltagssituationenaufeinfacheArtverstndigen. ZueinemneuenThemaeinfacheFragenstellenundaufeinzelne W-Fragenantworten:Wo?Wer?Wie?Wann? DerKlassediewichtigstenPunktezueinemerarbeitetenThemamit

    UntersttzungvonBildernundStichwrternberichten.

    DieBilderzueinerBildergeschichteaufganzeinfacheArtbeschreiben. EinzelneEpisodeneinerGeschichteineinemeinfachenRollenspiel

    darstellen. EinzelneStzeeinerGeschichtewiederholenunddabeiElemente

    wieNamenundOrteverndern.

    ModellstzeinGruppenanwendenundanpassen. EinanderbeiderAusspracheunddemGebrauchvonWrtern

    untersttzen. SichmitMitschlerinnenundMitschlerninderArbeitsgruppeauf

    EnglischundinderSchulspracheverstndigen:ArbeitsauftrgeoderSpielanleitungenvorlesen,Fragenstellen,umWiederholungeinerFrageoderAussagebitten.

    IneinfachenWortenbereigeneVorliebenimZusammenhangmiteinembearbeitetenThemasprechen.

    IneinemanderenFachhinundwiedereinSpielodereinekurzeTtigkeitaufEnglischdurchfhren(z.B.einZahlenspielaufEnglischspielen,AnweisungenfreineTurnbunggeben).

    ImeigenenUmfeld(zuHause,beiVeranstaltungen,beiBekannten)AusdrckederZielsprachemndlichgebrauchen,wennsichGelegenheitenbieten.

    ImeigenenUmfeld(zuHause,mitBekannten,indenFerien)mitMenschenKontakteaufnehmen(z.B.jemandenbegrssen,etwasbersichsagen).

    SichaufeinfacheArtmitBesucher/-innenundBekanntenverstndigen(verbalundnonverbal).

    SichundseineigenesUmfeldmndlichvorstellen,z.B.beieinemTreffenmitJugendlichenineinemLager,beieinemSportanlassoderaufeinemTontrger.

  • 33Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich I SprachhandelnEnglisch SCHREIBEN Schuljahre 7 / 8Niveau A 1.1 Globalziel: Wrter notieren und einfache Stze und sehr kurze einfache Texte schreiben.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Neuen Inhalten und neuem Weltwissen in der Fremdsprache begegnen.

    Geschichten in der Fremdsprache erfahren und erschliessen.

    Die Fremdsprache in der Gruppe anwenden.

    Der Fremdsprache ausserhalb des Fremdsprachenunterrichts begegnen.

    Menschen aus englisch-sprachigen Kulturen begegnen und mit ihnen Kontakte pflegen.

    ZueinemneuenThemawichtigeStzeinsLernheftabschreiben. NachVorlageeinenganzeinfachenSteckbriefvonsichselbst,von

    einerFreundin/einemFreundschreiben. EinArbeitsergebniszueinemThemamitHilfevonIllustrationen,

    ZeichnungenundBildernschriftlichdarstellen.

    AuseinerGeschichtediewichtigstenPersonen,Orts-undandereAngabenineineTabelleeintragen.

    SelbstkurzeGeschichtenoderComicszeichnenundeinzelneStzedazuschreiben.

    InGruppenkurzeTexte(Poster,Leporello,Checkliste)verfassen. EinfacheTextevonandernGruppenmitgliedernergnzen.

    EineneinfachenKartengrussschreiben. WrterineininteraktivesComputerspieleinfgen.

    SichundseineigenesUmfeld(Familie,Wohnortusw.)einerenglischsprachigenPersonzeichnerischundmitsehreinfachenStzenvorstellen.

    EinfacheschriftlicheDialogbeitrgez.B.ineinemInternet-ChatoderForumanGleichaltrigeschreiben.

  • 34 Lehrplan Franzsisch | Lehrplan Englisch | Februar 2015

    Kompetenzbereich II BEWUSSTHEIT FR SPRACHE UND KULTUREN Franzsisch Schuljahre 7 / 8und Englisch

    Globalziel: Durch Reflexion, Beobachtung und Spiel das Bewusstsein fr Sprache und Kulturen entwickeln und positive Haltungen aufbauen.

    Handlungsfelder Lernaktivitten und Inhalte

    Savoir / Wissen:Grundstzliche Kenntnisse zu sprachlich-kulturellen Eigenheiten und zur Vielfalt von Sprachen und Kulturen erwerben.

    Savoir-tre / Haltungen:Bereitschaft zeigen, seine verschiedenen sprachlichen Ressourcen aktiv einzusetzen.

    Neugier und Interesse fr die franko- und anglophonen Kulturen entwickeln.

    Im Kontakt mit Franko- und Anglophonen kommunikatives Selbstvertrauen entwickeln

    Erkennen,dassdieSprachenRegelngehorchen. Einige einfache Unterschiede zwischen deutscher und franzsischer und englischer

    Syntax und Wortbildung identifizieren (z.B. anhand von (fehlerhaften) Wort-fr- Wort-bersetzungen die unterschiedlichen Regeln fr Wortstellung herausarbeiten.

    Erkennen, dass Wortbildung in den einzelnen Sprachen unterschiedlich funk- tioniert, wobei oft hnliche Muster vorkommen (Vorsilben wie pr-, pre-, vor-).

    Erkennen,dassregionaleSprachvarietten(Dialekte)ineinerSpracheexistieren.

    Sehen und hren, dass geografische Faktoren die Sprachen beeinflussen; Differenzen zwischen schweizerischem, nord- und sdfranzsischem Franzsisch begegnen; dieselbe Erfahrung mit Deutschschweizer Dialekten machen.

    Die Verbreitung verschiedener Sprachen in nahen und ferneren geografischen Rumen kennenlernen.

    EinigeAspekteseinessprachlichenUmfeldeserkennen. z.B. Lage an der Sprachgrenze, Verhltnis Sprachmehrheit Sprachminderheit

    in der Schweiz. Entdecken, wo man am Wohnort franko- und anglophonen Menschen, ihrer

    Sprache und ihren Kulturen begegnen kann. Das Mischen von Sprachen in bestimmten Situationen erfahren

    (Werbung, Musik, englischsprachige Einflsse). TypischeMerkmalederSprachen,dieinderSchuleprsentsind,

    undihrerKulturenerkennen. Unterschiedliche Schriftsysteme und Entsprechungen zwischen Lauten und

    Schriftzeichen kennenlernen. Verschiedene Begrssungsrituale verschiedener Kulturen kennen lernen.

    Erfahren,dassmannichtallesaufeinmalverstehtunddasVerstehenimmerwiederausgehandeltwerdenmuss.

    Franzsische oder englische Gebrauchsanleitungen befolgen, die man nur der Spur nach versteht.

    Einen Ausschnitt aus einem Trickfilm im Original mit zielsprachlichen Untertiteln ansehen und einander beim Verstehen helfen.

    Sich im Klassenzimmer und im Kontakt mit englisch- oder franzsischsprachigen Kameraden und Kameradinnen in der Zielsprache verstndlich machen, auch wenn die sprachlichen Mittel teilweise fehlen.

    Esspannendundwertvollfinden,mitdenKulturen,indenenFranzsischoderEnglischgesprochenwird,Kontaktezuhaben.

    Eine franko- oder anglophone Schulklasse im Internet finden und mit ihr Fotos und Informationen ber den Schulalltag austauschen.

    Einen E-Mail-Kontakt mit Gleichaltrigen pflegen und dadurch z.B. verschiedene Arten kennenlernen, wie in Frankreich, Kanada, England, den USA, Indien, Mali etc. Frhstck zubereitet wird.

    NeugierundWertschtz