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  • Petrus und Paulus sind sehr verschie-

    den, trotzdem verbindet sie aber Ent-

    scheidendes: die Liebe zu Christus,

    das Wissen um ihre Schwachheit und die Bereitschaft, sich

    in den Dienst am Aufbau der Kirche zu stellen.

    Petrus war der Sprecher der Zwlf. Er war ein einfa-

    cher Fischer, der jahrelang mit Jesus unterwegs war und

    ihn dabei sicher gut kennen gelernt hat. Obwohl er Jesus

    Min

    iFundus

    Mrz 2/2007

    Petrus &Paulus

    Waren er und die anderen Jnger nach dem Tod Jesu

    voller Angst und Mutlosigkeit, so haben sie zu Pfingsten

    durch den Heiligen Geist die Macht und Kraft des auf-

    erstandenen Herrn erlebt.

    Paulus wiederum ist uns ein Beispiel dafr, dass die

    Begegnung mit Christus nicht an eine bestimmte Zeit

    oder einen Ort gebunden ist. Wie jede/r von uns hat

    Paulus Jesus nicht kennen gelernt, solange dieser auf

    Erden als Mensch gelebt hat. Paulus war ein scharfsinni-

    ger jdischer Gelehrter, der mit groer Konsequenz das,

    was er als richtig erkannte, verwirklichen wollte. War er

    zuerst ein leidenschaftlicher Gegner der Christen, der sie

    erbittert bekmpfte, so hat die Begegnung mit Christus

    sein Leben vllig "umgekrempelt". Er wurde ein groer

    Prediger, der sich selbst als Apostel bezeichnet und dem

    wir viele Schriften des Neuen Testaments verdanken.

    als den Messias

    erkannt hat,

    kam eine Zeit,

    in der Petrus es

    nicht geschafft

    hat, zu Jesus zu

    stehen und ihm

    treu zu sein.

    Trotzdem oder

    vielleicht auch

    gerade deshalb

    ist er der Fels,

    auf den Jesus

    die Kirche ge-

    baut hat. Denn

    jeder Dienst in

    der Kirche

    braucht das

    Wissen, dass

    Jesus der Herr

    der Kirche ist

    und wir seine

    Hilfe brauchen,

    um unseren

    Platz in dieser

    Kirche zu finden

    und ihn auszu-

    fllen. Petrus

    hat das erlebt.

    Weil Jesus Christus kraft seines Geistes die Kirche

    nie verlassen hat, ist sie auch heute nach 2.000 Jahren

    an vielen Orten auf der ganzen Welt lebendig erlebbar.

    Die Kirche hat einen groen Schatz an Wissen und

    Wahrheit, den die Apostel grundgelegt haben und der

    sich ber Jahrhunderte geformt und gelutert hat.

    Wenn wir diesen Schatz entdecken und uns damit aus-

    einander setzen, finden wir Heimat in der Kirche und

    Antworten auf die Herausforderung unserer Zeit und

    jeder neuen Situation. Antworten, die nicht weitere

    Probleme schaffen sondern Lsungen anbieten und

    die ER-LSUNG, die Jesus gebracht hat, sichtbar

    machen.

    Es braucht Mut, bei sich selber mit der Erneuerung der

    Kirche zu beginnen und nicht darauf zu warten, dass ande-

    re sich zuerst verndern. Mit Jesu Hilfe aber knnen wir

    Menschen werden, die ihren Platz im Leben der

    Gesellschaft und der Kirche finden und ihn wie Petrus

    und Paulus verantwortungsvoll erfllen.

    Dass wir Jesu Nhe immer suchen, damit er

    unseren Mut strken kann, wnscht sich und

    euch

    Euer

    MiniFundus-Team

    Aktu

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    007

  • MiniFundus2 Mrz 2007

    Petrus & Paulus

    Wir knnen unmglich schweigen berdas, was wir gesehen und gehrt haben!

    (Apg 4,20)

    Gebet

    Du bist es, der uns verbindet

    Jesus,

    Du hast uns in der Kirche

    zu einer groen Gemeinschaft zusammen gefhrt.

    Diese Gemeinschaft hat Platz fr Menschen aus allen Lndern,

    fr Menschen mit verschiedensten Sprachen,

    fr Menschen mit verschiedensten Hautfarben,

    fr Menschen mit verschiedensten Bruchen und Lebensweisen.

    Du bist es, der uns verbindet.

    In dir haben wir Gemeinschaft mit Gott

    und untereinander.

    Hilf uns,

    diese Gemeinschaft auch im Kleinen zu leben.

    Hilf uns,

    niemanden auszugrenzen.

    Wir wollen offen auf einander zuzugehen

    und von einander zu lernen.

    Wir wollen einander dienen,

    so wie du es uns vorgelebt hast.

    Darum bitten wir Dich,

    Christus, unseren Herrn.

    Amen.

    Wissen

    Petrus und die Himmelstr des Irrtums unterworfen. Deswegen braucht es Prfung undBesttigung durch die Kirche, um die Einheit zu gewhren und

    uns vor Glaubensirrtmern zu schtzen. Es braucht also noch

    eine dritte Instanz:

    3. Das Lehramt, das vor allem durch die Bischfe wahrge-nommen wird. Das Kollegium der Bischfe findet sich immer wie-

    der zusammen, um ber die wichtigen Fragen der Kirche zu bera-

    ten und Entscheidungen zu treffen. Allerdings hat es schon Zeiten

    gegeben, wo sich Bischfe in verschiedene Lager gespalten haben

    und gegeneinander entscheiden wollten. Deshalb, wiederum als

    Dienst an der Einheit und Wahrheit, ist der Bischof von Rom das

    "Znglein an der Waage". Ein Konzil oder ein Kreis von Bischfen

    kann nur dann etwas definieren, wenn es in Einheit mit dem

    Bischof von Rom, also mit dem Papst, geschieht. Zurzeit Christi war

    Rom das Zentrum der bekannten Welt. Petrus ging nach Rom und

    wurde dort zum Mrtyrer. Die Lehre der Kirche nennt den Bischof

    von Rom deshalb "primus inter pares" den Ersten unter

    Gleichen. Seine "Vorrangstellung" unter den Bischfen, sein

    Primat, soll ein Primat der Liebe und des Dienens sein. o

    Vor der Himmelstr steht ein Handwerker und

    fragt Petrus: "Warum musste ich so frh sterben? Ich bin doch erst

    37?" Petrus schaut in seinem Buch nach und sagt: "Nach den

    Stunden, die du den Kunden berechnet hast, bist du schon 93."

    Witze wie dieser, wo Petrus einem Menschen die Himmelstr ff-

    net oder verschliet, aber auch Darstellungen von Petrus mit

    Schssel(n) spielen auf Mt 16,19 an, wo Jesus zu Petrus sagt: "Ich

    werde dir die Schlssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden

    binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du

    auf Erden lsen wirst, das wird auch im Himmel gelst sein."

    "Binden" und "lsen" sind Fachausdrcke aus der im Judentum

    gebten Bannpraxis: "Binden" meint die Verhngung des Banns, den

    Ausschluss aus der Gemeinschaft, "Lsen" heit die Aufhebung des

    Banns, die Wiederaufnahme.

    Der Dienst des Petrus setzt sich dem katholischen Glauben nach

    im Dienst des Papstes fort. Die Schlssel im vatikanischen Wappen

    weisen uns daraufhin. Der Papst trgt Verantwortung fr die

    Gemeinschaft der Glaubenden und fr die Klarheit der katholischen

    Lehre.

    Im Glauben unserer Kirche gibt es ja Inhalte, die weder wir noch

    der Papst nach persnlichem Geschmack verndern knnen. Sie

    sind uns vorgegeben, weil Jesus Christus sie uns geoffenbart hat.

    Deshalb gehrt das Christentum (zusammen mit dem Judentum

    und dem Islam) zu den "Offenbarungsreligionen". Was aber

    gehrt zum "depositum fidei" zum eigentlichen Bestand unseres

    Glaubens? Die Grafik auf dem Titelbild weist darauf hin: Bibel und

    ein Schlssel, der die Tr aufschliet, liegen in der Mitte der

    gezeichneten Ministrantengruppe.

    1. Die Bibel: Sicherlich die Bibel ist die "Ur-Kunde" unseresGlaubens. Aber sie ist keine Sammlung von eindeutigen

    Glaubensstzen, Geboten oder Anweisungen.

    2. Die lebendige Tradition die berlieferung derKirche: Die Bibel kann nicht die einzige Richtschnur fr unserenGlauben sein. Sie ist ja selbst zu einem Teil auch Frucht und

    Ergebnis der Tradition. Fr das Neue Testament wurde erst gut 500

    Jahre nach Jesus endgltig festgelegt, welche Schriften Bestandteil

    sind und welche nicht beim Alten Testament hat dieser Prozess

    sogar noch lnger gedauert.

    Die Bibel ist vom heiligen Geist inspiriert und muss in diesem

    Geist gelesen und ausgelegt werden. Es gab zu jeder Zeit

    Menschen, die sich bemhten, die Bibel richtig zu verstehen und

    in Verbundenheit mit Gott Antworten auf die Fragen und Probleme

    ihrer Zeit zu geben. Wir Menschen sind aber immer der Mglichkeit

  • Gruppenstunde

    Steckbrief Paulus

    Paulus hat eine spannende Lebensgeschichte.

    Um diese zu entdecken, haben wir einen Lckentext erstellt,

    dessen Kopiervorlage du in der Materialdatenbank auf

    www.minifundus.net findest. Fllt diesen Text paarweise oder in

    Kleingruppen mithilfe von Bibeln aus.

    Vielleicht wollt ihr im Anschluss an die "Forschungsarbeit"

    eine Wandzeitung oder ein groes Bilderbuch gestalten, das

    vom Leben des Hl. Paulus erzhlt? Jede/r gestaltet dazu eine

    Szene sei es gemalt, gezeichnet, aus Papier gerissen oder

    indem ihr euch verkleidet und die Szenen fotografiert. o

    MiniFundus 3Mrz 2007

    Petrus & Paulus

    Gruppenstunde

    Interview mit Petrus

    Stell dir vor, Petrus wrde heute leben. Stell dir vor,

    auf einem ffentlichen Platz mitten in Wien begnne er gemein-

    sam mit seinen Kollegen voll Begeisterung ber Gottes groe

    Taten zu erzhlen. Und alle, die vorbei kommen und zuhren, ver-

    stehen sie! Menschen aus Afghanistan

    und China, aus Georgien, Indien,

    aus dem Irak, aus Nigeria, aus

    Serbien, aus der Trkei egal

    aus welchem Teil der Welt sie

    kommen und welche Sprache

    sie sprechen - jede und jeder

    hrt sie in seiner Muttersprache

    reden. Dabei ist sprbar, dass sie

    nicht allein aus eigener Kraft

    sprechen sondern be-GEIST-ert,

    mit dem Heiligen Geist erfllt,

    sind.

    Reporter lassen da wohl nicht

    lange auf sich warten. Auch einen

    Schandfleck im Leben des Petrus hat man sofort au