Single Transferable Vote Eine Alternative zum Kumulieren und Panaschieren von Martin Wilke

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    06-Apr-2015
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  • Single Transferable Vote Eine Alternative zum Kumulieren und Panaschieren von Martin Wilke
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  • Anforderungen an ein Wahlsystem proportional: der Whler bekommt, was er gewhlt hat kein Anlass zu taktischem Whlen mglichst viele Whler haben effektiven Einfluss auf das Ergebnis (wenig verschwendete Stimmen)
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  • Warum Verhltniswahl innerhalb der Parteien Ansichten der Bevlkerungen sollen mglichst gut im Parlament abgebildet werden. Parteien sind selbst Bndnisse von Menschen unterschiedlicher Ansichten und Interessen. Innerhalb der Fraktionen finden Mehrheitsentscheidungen statt.
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  • Teil 1 Kritik am Kumulieren und Panaschieren
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  • Kumulieren und Panaschieren beruht auf Prinzip der relativen Mehrheitswahl fhrt zu sehr vielen verschwendeten Stimmen massive Verzerrungen des Whlerwillens mglich begnstigt taktisches Whlen
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  • Relative Mehrheitswahl Ein Gewinner Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt Gewinner braucht keine 50% der Stimmen. Entscheidung durch Minderheit der Whler Je mehr Kandidaten es gibt, desto weniger Stimmen reichen fr einen Wahlsieg. Mehrheit der Stimmen fllt unter den Tisch Gewinner haben ihr Amt nicht mit Gewissheit verdient. taktisches Whlen: aussichtsreichstes kleineres bel whlen, um greres bel zu verhindern
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  • Ein Gewinner Verdient ist der Wahlsieg erst, wenn der Gewinner mehr Stimmen hat als alle anderen Kandidaten zusammen. Also mehr als 50% (absolute Mehrheit) Statt Stichwahl: Prferenzwahl
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  • Relative Mehrheitswahl Mehrere Gewinner Die Kandidaten mit den meisten Stimmen gewinnen. Genau so werden die Gewinner beim Kumulieren und Panaschieren bestimmt.
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  • Adaption der absoluten Mehrheit Welchen Stimmenanteil braucht ein Kandidat, damit ihm ein Sitz zusteht? Der Stimmenanteil muss so gro sein, dass jeder gewhlte Kandidat mehr Stimmen hat als alle nicht gewhlten Kandidaten zusammen.
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  • Adaption der absoluten Mehrheit (Die Droop-Quote) Zu vergebende Sitze Stimmen- Anteil In Prozent 11/250% 21/333,33% 31/425% 41/520% n1/(n+1)
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  • Landtagswahl 2003 im Bezirk Oberbayern Stimmen%Sitze CSU105896461,838 SPD33865219,813 Grne1621759,56 sonstige1534098,90
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  • Zweitstimmen SPD KandidatStimmenQuotenverschwendet Maget, Franz2099148,68170467 Kronawitter, Dr. Hildegard394471,6334865 Schuhmann, Dr. Manfred45810,19379 Lochner-Fischer, Monica42010,17411 Werner, Hans Joachim37890,16151 Narnhammer, Brbel36370,15386 Pfaffmann, Hans-Ulrich32500,13125 Gantzer, Prof. Dr. Peter Paul31240,13187 Sonnenholzner, Kathrin29360,12140 Noichl, Maria27950,12158 Baumann, Dr. Dorle26360,11100 Memmel, Hermann25350,1047 Rupp, Adelheid24880,10110 [44 weitere Kandidaten]533192,2053319
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  • Verschwendete Stimmen der SPD nicht gewhlte Kandidaten5331915,7% berschuss gewhlter Kandidaten20752661,3% insgesamt26084577%
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  • Zweitstimmen CSU KandidatStimmenQuotenverschwendet Stoiber, Dr. Edmund69872625,73698726 Hohlmeier, Monika528881,9552888 Glck, Alois418841,5441884 Faltlhauser, Prof. Dr. Kurt240230,888371 Vocke, Prof. Dr. Jrgen156510,58969 Peterke, Rudolf146810,54216 Neumeier, Johann144640,53413 Kern, Anton140500,52547 Goppel, Dr. Thomas138300,5113830 Biechl, Annemarie135020,501577 Rambold, Hans119240,441091 Obermeier, Thomas108320,40657 Weichenrieder, Max101740,37167 [25 direkt gewhlte Kandidaten]688472,5468847
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  • Verschwendete Stimmen der CSU nicht gewhlte Kandidaten397073,7% berschuss gewhlter Kandidaten140081,3% bereits direkt gewhlte Kandidaten87617582,7% insgesamt92989087,8%
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  • Verzerrungen beim Kumulieren Szenario Uneinigkeit in einer Partei ber eine Kriegsbeteiligung ist eines der entscheidenden Themen des Wahlkampfes 60% der Whler dieser Partei sind gegen Krieg, 40% dafr Kriegsgegner whlen nur Anti-Kriegs-Kandidaten. Partei erhlt 5 Sitze Erwartung: 3 von 5 Sitzen gehen an Anti-Kriegs-Kandidaten
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  • Fazit zum Kumulieren und Panaschieren Kumulieren und Panaschieren ist ungeeignet, um damit die eine Parteiliste neuzuordnen. Denn relative Mehrheiten von Personen-Stimmen sind nur ein schwaches Indiz fr Popularitt. Alternative: Prferenzwahl Whler geben ihre Wunschreihenfolge direkt an.
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  • Teil 2 Single Transferable Vote
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  • STV-Stimmzettel ausfllen Der Whler bringt die Kandidaten in eine Rangfolge seiner Wahl. Und zwar indem er die Kandidaten durchnumeriert. Seinem liebsten Kandidaten gibt er die Nummer 1, seinem zweitliebsten die Nummer 2 usw. Jeder Whler kann so viele oder so wenige Kandidaten ordnen wie er will.
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  • Bedeutung der Prferenzen Wer einem Kandidaten die Nummer 1 gibt, sagt damit, dass dies sein Kandidat erster Wahl ist. Wer auerdem weiteren Prferenzen (2, 3, 4, usw.) vergibt, sagt damit, welche Kandidaten er bevorzugt, wenn seine Nummer 1 zu wenig Untersttzung hat, um ins Parlament zu kommen seine Nummer 1 nicht alle erhaltenen Stimmen braucht, um gewhlt zu sein.
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  • Geschichte der STV erfunden von Thomas Wright Hill 1821, Carl Andrae 1855 und Thomas Hare 1857 lange Tradition in den Debatten um Wahlreform erstmals verwendet 1840 in Adelaide, 1856 in Dnemark, 1906 in Tasmanien Britisches Unterhaus stimmte 5mal fr die Einfhrung von STV, traf aber jeweils auf ein Veto des Oberhauses (der Lords) Einfhrung in Irland und Nordirland, um Reprsentation rel. Minderheiten zu gewhrleisten 2005 Referendum in British Columbia (Kanada)
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  • Verwendung von STV EUnationalregionallokal Irland3-43-5 Sitze-3-7 Nordirland3-65-7 Schottland---3-4 Malta55-5-13 Tasmanien65 Australian Capital Terr.25-7 New South Wales621 South Australia611 Western Australia65-7 Neuseeland
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  • Auszhlung Dazu jetzt eine Animation: http://www.martinwilke.de/stv/bc-stv-full-deutsch.swf http://www.martinwilke.de/stv/bc-stv-full-deutsch.swf
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  • Auszhlung
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  • Eigenschaften von STV Verhltniswahl zwischen Personen proportionale Ergebnisse nach den Kriterien, die den Whlern wichtig sind. Minimierung verschwendeter Stimmen kaum Anlass fr taktisches Whlen
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  • Darstellung des Wahlergebnisses Erstprferenzen aller Kandidaten und Angabe, welche Kandidaten gewhlt sind Behalte-Wert oder bertragungswert bertragungsprotokolle
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  • Vielen Dank fr die Aufmerksamkeit