Finanzierung von Ressourceneffizienzmaßnahmen · PDF file Finanzierung von...

Click here to load reader

  • date post

    04-Aug-2020
  • Category

    Documents

  • view

    0
  • download

    0

Embed Size (px)

Transcript of Finanzierung von Ressourceneffizienzmaßnahmen · PDF file Finanzierung von...

  • In dieser Ausgabe

    Newsletter des VDI Zentrums Ressourceneffizienz Nr. 31 Oktober 2013

    01

    • Finanzierung von Ressourceneffizienzmaßnahmen

    • Neue Energiemanagement App

    • Innovationsradar

    • Gute-Praxis-Beispiel

    • Klimaneutrale Fische und Tropenpflanzen

    • Neue Studien und Veröffentlichungen

    • Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress Baden-Württemberg

    • BDI legt Zehn-Punkte-Plan für Gebäudeeffizienz vor

    • Batteriekraftwerk für ressourceneffizientes Energiesystem

    • Effizienzpreis NRW verliehen

    • Veranstaltungen

    • Impressum

    Finanzierung von Ressourceneffizienzmaßnahmen

    Beim ersten Workshop zum Thema „Finanzierung von Ressourceneffizienz“ beleuchteten 25 Teilnehmer am 26. September 2013 auf Einladung des VDI ZRE, der Effizienzagentur NRW und des RKW Kompetenzzentrums die verschiedenen Perspektiven und Wünsche der beteiligten Akteure. Ziel war es, einen Dialog zwischen Banken, Unternehmern und Multiplikatoren, wie etwa Beratern, für das Thema Ressourceneffizienz, anzuregen.

    B il d qu

    el le : m od

    ee m .d e

    Mit Energiemanagement-Systemen lassen sich die Energiekosten im Unternehmen deutlich reduzieren.

    Die EnergieAgentur.NRW hat im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zusammen mit der Landesregierung eine App entwickelt, die bei der Anwendung des Energiemanagements mod.EEM helfen kann.

    Den Nutzern des Systems stehen die Werte in einem Online-Konto zur Verfügung. mod.EEM ist ein Projekt innerhalb der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.

    Mehr

    Neue Energiemanagement App Auf der Veranstaltung wurde deutlich, dass insbesondere Volksbanken das Thema Ressourceneffizienz bereits für sich entdeckt haben. Teils, um ihre Kunden an sich zu binden und ihnen bei allen möglichen Finanzprojekten ein solider Partner zu sein, teils um für neue Kunden attraktiv zu werden. Heute geht es nicht mehr darum, Unternehmen den letzten Zinsprozent zu vergünstigen, sondern ihnen ein langfristiger Begleiter zu sein.

    Über die Frage, inwieweit technischer Sachverstand bei den Kreditgesprächen gefragt ist, wurde kontrovers debattiert. Welche Unternehmensvertreter an den Gesprächen mit den Banken beteiligt sein sollten, ob nur Kaufleute oder auch Mitarbeiter mit technischem Hintergrund, war eine der Fragen, auf die es mehr als eine Antwort gab.

    Die Schwierigkeit für Unternehmen, einzuschätzen, ob eine geplante Investition förderfähig ist oder nicht, wurde ebenfalls angesprochen und Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert.

    Abschließend waren sich alle Teilnehmenden einig, dass neutrale Vermittler, die die Banken unter Technik-Gesichtspunkten beraten bzw. unterstützen können, ein eindeutiger Erfolgsfaktor für eine gute, der Ressourceneffizienz dienenden Unternehmen-Bank-Beziehung sind. Nach den positiven Erfahrungen in einigen Bundesländern wie Hessen, Nordrhein- Westfalen oder Rheinland-Pfalz ist die bundesweite Etablierung dieser Struktur ein erstrebenswertes Ziel.

    http://www.modeem.de/

  • 02

    Gute-Praxis-Beispiel Innovationsradar

    Haben Sie auch innovative Projekte, die Sie im Innovationsradar vor-

    stellen möchten? Die Kollegen des VDI ZRE nehmen Ihre Anregungen

    gern auf! Schreiben Sie eine E-Mail an [email protected]

    Synergien nutzen

    und Umwelt

    schonen

    In Oberfranken befindet sich ein kleiner Garten Eden. In dem Örtchen Kleintettau am Rennsteig wurde kürzlich ein Forschungsgewächshaus eröffnet, in dem Tropenpflanzen und Fische unter mitteleuropäischen Bedingungen angebaut bzw. gezüchtet werden. Um für diese Pflanzen ein optimales Klima zu erzeugen, wird industrielle Abwärme genutzt.

    Das 2.600 Quadratmeter große Gebäude wird mit der Niedrigtemperaturabwärme der Glashütte Heinz Glas erwärmt. Das Blockheizkraftwerk der in 550 Meter Entfernung liegenden Fabrik gibt

    Wasser mit einer Temperatur von 35 bis 38°C ab, Warmluftgebläse im Gewächshaus erzeugen damit eine konstante Temperatur von 20 bis 24°C. Fällt Regenwasser an, wird es aufgefangen und für die Fischzucht genutzt. Das mit den Ausscheidungen der Fische angereicherte Wasser wird anschließend wiederum als Dünger für die Pflanzen verwendet.

    Es ist das erste Projekt dieser Art in Deutschland und soll Unternehmen zeigen, wie sie sich Abwärme nachhaltig

    und sinnvoll zunutze machen können. Ziel ist es letztlich, CO

    2 -neutrale

    Früchte und Fische für den regionalen Markt zu liefern.

    Das Forschungsprojekt wird mit fünf Millionen Euro durch die ansässige Glashütte, die Stiftung Oberfranken, den Freistaat Bayern und die EU gefördert. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch den Botanischen Garten der Universität Bayreuth.

    Mehr

    Das Unternehmen ESF Elbe- Stahlwerke Feralpi GmbH hat zusammen mit den Stadtwerken Riesa den Sächsischen Umweltpreis 2013 in der Kategorie „Umweltfreundliche Technologien und Produktionsverfahren” erhalten. Mit der Verleihung des Umweltpreises werden herausragende Leistungen für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen sowie für den Naturschutz gewürdigt.

    Im Wettbewerbsprojekt wird die Abwärme im Stahlwerk zur Eigenstrom- und Dampferzeugung genutzt. Darüber hinaus wird der Dampf an die Stadtwerke geliefert und an einen anderen Industriekunden weitergeleitet. Bei dieser innovativen Nutzung der Synergien dieser zwei Unternehmen wurden jährlich insgesamt 26.260 Tonnen CO

    2 vermieden

    und ein substantieller Umweltbeitrag geleistet. Mehr

    Klimaneutrale Fische und Tropenpflanzen

    B il d qu

    el le n: V

    D I Z R E

    Ein neues, auf Mikroben basierendes Verfahren, das CO

    2 und Wasserstoff in

    speicherbares Methan umwandelt, macht Hoffnung auf eine innovative Lösung zur Stromspeicherung. Mikroorganismen mit dem Namen Archäa sind in der Lage, Kohlendioxid und Wasserstoff in Methan, also Erdgas, umzusetzen. Bei plötzlich auftretenden Stromspitzen produzieren sie überraschend schnell einspeisefertiges Erdgas.

    Die Nutzung dieser erstaunlichen Fähigkeiten scheiterte bislang an den extremen Lebensbedingungen der Einzeller. Der Krajete GmbH ist es jedoch gelungen, in einem Bioreaktor den Prozess deutlich nutzerfreundlicher ablaufen zu lassen, so dass die ursprünglichen, extremen Temperaturen oder Drücke nicht mehr notwendig sind. Dadurch werden Ressourcen eingespart; eine Stromspeicherung auf diese Art und Weise wird dadurch wesentlich effizienter.

    Wie schnell die Mikroorganismen Erdgas produzieren, zeigt eine an der Technischen Universität Wien durchgeführte Pilotstudie: Der Prozess kann innerhalb von nur einer Minute auf Volllast hoch- und runtergefahren werden.

    Mehr

    VDI ZRE Innovationsradar

    Mikroben produzieren Erdgas

    http://www.tropenhaus-am-rennsteig.de/konzept_1/ https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11930 https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11930/documents/22605 http://www.krajete.com/technologie/prozess/ http://www.vdi-zre.de/home/wie-funktioniert-ressourceneffizienz/innovationsradar/

  • 03

    Erfolgreiche Anwendung von Ökodesign

    bei LEDs

    UBA-Studie „Klärschlammentsorgung in der Bundesrepublik Deutschland”

    Neue Studien und Veröffentlichungen im Bereich Ressourceneffizienz

    Ressourceneffizienz- und Kreislauf-

    wirtschaftskongress Baden-Württemberg

    „Ideenvielfalt statt Ressourcenknappheit” lautet der Titel des diesjährigen Ressourceneffizienzkongresses, der am 12. und 13. November in der Liederhalle Stuttgart stattfindet. Nach dem erfolgreichen ersten Ressourceneffizienzkongress Baden-Württemberg in 2012 wird die Veranstaltung auch 2013 fortgesetzt und um den Kreislaufwirtschaftstag Baden- Württemberg erweitert.

    Schwerpunktthemen sind unter anderem die Rohstoffsicherung und -verfügbarkeit, Ressourceneffizienz und Wettbewerb, Innovationen und Marktchancen, Zukunftsstrategien in Unternehmen, Recyclingtechnologien, Sekundärrohstoffe und Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus wird die neue „Landesstrategie Ressourceneffizienz Baden-Württemberg” vorgestellt.

    Die Veranstalter rechnen mit mehr als 500 Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

    Mehr

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat am 5. September 2013 in Berlin einen Zehn-Punkte-Plan zur Gebäudeeffizienz mit Vorschlägen für Sofortmaßnahmen für die Zeit nach der Bundestagswahl vorgestellt.

    Hierzu gehört der Aufbau einer unabhängigen Energieberatung vor allem für Eigenheimbesitzer, eine bessere Qualifizierung von Handwerkern oder auch eine steuerliche Förderung in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro jährlich. Die BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude” ist das größte branchenübergreifende Netzwerk seiner Art in Deutschland.

    Mehr

    BDI legt Zehn-Punkte-Plan

    für Gebäudeeffizienz vor

    Beleuchtung ist für einen beachtlichen Teil des Stromverbrauchs