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  • Was ist Pflege, was ist Eingliederungshilfe?

    FAK Sozialpsychiatrie 14.02.2017

  • Der Parittische NRW 2 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Ambulante Pflegeleistungen ( 36 SGB XI) Husliche Pflegehilfe wird erbracht, um Beeintrchtigungen der Selbstndigkeit

    oder der Fhigkeiten des Pflegebedrftigen so weit wie mglich durch pflegerische Manahmen zu beseitigen oder zu mindern und eine Verschlimmerung der Pflegebedrftigkeit zu verhindern.

    pflegefachliche Anleitung von Pflegebedrftigen und Pflegepersonen

    Pflegerische Betreuungsmanahmen zur Bewltigung und Gestaltung des alltglichen Lebens im huslichen Umfeld, insbesondere

    1. bei der Bewltigung psychosozialer Problemlagen oder von Gefhrdungen,

    2. bei der Orientierung, bei der Tagesstrukturierung, bei der Kommunikation, bei der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte und bei bedrfnisgerechten Beschftigungen im Alltag sowie

    3. durch Manahmen zur kognitiven Aktivierung.

    Pflege nach dem PSG II

    2

  • Der Parittische NRW 3 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    13 Abs. 4

    Treffen Leistungen der PV und EGH zusammen, vereinbaren mit Zustimmung des Leistungsberechtigten die zustndige Pflegekasse und der fr die EGH zustndige Trger

    1. EGH-Trger die Leistungen der PV auf Grundlage des von der PK erlassenen Leistungsbescheids zu bernehmen hat

    2. PK erstattet EGH-Trger die Kosten der von ihr zu tragenden Leistungen

    3. Modalitten der bernahme, Durchfhrung sowie Erstattung

    Wunsch- und Wahlrechte bleiben unberhrt

    Ausfhrung der Leistungen nach den fr den zustndigen Leistungstrger geltenden Rechtsvorschriften

    Bis 01.2018 Empfehlungen zu Modalitten fr Hilfe zur Pflege

    Pflegestrkungsgesetz III

    3

  • Der Parittische NRW 4 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    71 Abs. 4 Nr. 3 Rumlichkeiten

    a) Zweck des Wohnens von Menschen mit Behinderungen und der Erbringung von Leistungen der Eingliederungshilfe im Vordergrund

    b) Anwendung des Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz und

    c) Umfang der Gesamtversorgung regelmig einen Umfang erreicht, der weitgehend der Versorgung in einer vollstationren Einrichtung entspricht

    Bis 01.07.2019 Richtlinien zur nheren Abgrenzung

    ! Keine Anwendung auf selbstorganisierte ambulant betreute Wohngemeinschaften

    Pflegestrkungsgesetz III

    4

  • Der Parittische NRW 5 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Verhltnis EGH zu Pflege

    5

    In einer Wohnung

    EGH inkl. Husliche Pflege SGB XII

    Husliche Pflege SGB XI

    Abgrenzung: Welchem Ziel dient die konkrete Manahme?Problem: Pflegerische Betreuungsmanahmen, 36 Abs. 2 SGB XI

  • Der Parittische NRW 6 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Verhltnis EGH zu Pflege

    6

    Welchem Ziel dient die Manahme

    Aufgabe EGH, 90 SGB IX:eine individuelle Lebensfhrung zu ermglichen, die der Wrde des Menschen entspricht, und voll, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu frdern. Die Leistung soll sie befhigen, ihre Lebensplanung und Fhrung mglichst selbstbestimmt und eigenverantwortlich

    wahrnehmen zu knnen.

    Aufgabe der Pflege, 2 SGB XIDie Leistungen der Pflegeversicherungsollen den Pflegebedrftigen helfen, trotz ihres Hilfebedarfs ein mglichst selbst-stndiges und selbstbestimmtes Leben zu fhren, das der Wrde des Menschen entspricht. Die Hilfen sind darauf auszurichten, die geistigen und seelischen Krfte der Pflegebedrftigen, auch in Form der aktivierenden Pflege, wiederzugewinnen oder zu erhalten.

  • Der Parittische NRW 7 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Ziel:

    Alltag und Tagesstruktur soll selbstbestimmt und eigenstndig bewltigt werden knnen

    Leistungen fr die allgemeine Erledigung des Alltags (Haushaltsfhrung)

    Leistungen zur Gestaltung sozialer Beziehungen

    Leistungen zur persnlichen Lebensplanung

    Leistungen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben

    Leistungen zur Freizeitgestaltung

    Leistungen zur Sicherstellung der Wirksamkeit der rztlich verordneten Leistungen

    Assistenzleistungen nach BTHG

    7

  • Der Parittische NRW 8 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Abgrenzung Pflege - EGH

    8

    Leistungskomplex 31 Begleitung: z. B. 1. Ermglichung des Besuchs von Freunden und Verwandten, Teilnahme an

    sonstigen Aktivitten mit anderen Menschen 2. Spaziergnge 3. Begleitung zum Friedhof 4. Begleitung zu kulturellen, religisen und Sportveranstaltungen, (z.B. Konzert,

    Theater, Fuballspiel) 5. Behrdengnge

    Untersttzung: z. B. 1. Untersttzung bei Spiel und Hobby 2. Untersttzung bei der Versorgung von Haustieren 3. Untersttzung bei emotionalen Problemlagen 4. Untersttzung bei der Kontaktpflege zu Personen 5. Untersttzung bei Vornehmen von in die Zukunft gerichteten Planungen

    Beaufsichtigung: z. B. 1. Anwesenheit, u.a. um Sicherheit zu vermitteln 2. Hilfen zur Verhinderung bzw. Reduzierung von Gefhrdungen 3. Orientierungshilfen

    Hilfen: z.B. 1. Hilfen beim Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen 2. Hilfen beim Beteiligen an einem Gesprch 3. Hilfe bei der Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Vernderungen 4. Hilfen zur Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur 5. kognitiv frdernde Manahmen 6. Hilfen zur Durchfhrung bedrfnisgerechter Beschftigungen 7. Hilfen zur Einhaltung eines bedrfnisgerechten Tag-Nacht-Rhythmus

    Leistungstyp I Einzelziele sind hier insbesondere

    Beseitigung, Milderung oder Verhtung von Verschlimmerung einer vorhandenen Behinderung oder deren Folgen

    Beschaffung oder Erhalt einer Wohnung Frderung einer angemessenen Tagesstruktur und

    Freizeitgestaltung Frderung der Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft Frderung der Ausbung einer angemessenen Ttigkeit/eines

    angemessenen Berufs Erweiterung der psychosozialen und kommunikativen Kompetenzen Frderung der Unabhngigkeit von Betreuung Direkte Betreuungsleistungen

    (Hilfen zur) Bewltigung/Verminderung von Beeintrchtigungen/ Gefhrdungen durch die Behinderung/Erkrankung

    (Hilfen bei der) Aufnahme und Gestaltung persnlicher/sozialer Beziehungen

    (Hilfen bei der) Alltagsgestaltung, -bewltigung und Lebensplanung Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft Krisenintervention (bei Abhngigkeitserkrankungen insbesondere

    Rckfallvorbeugung und Rckfallbearbeitung)

    36 Abs. 2 SGB XI

  • Der Parittische NRW 9 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Verhltnis EGH zu Pflege

    9

    Verfahren: 103 Abs. 2 SGB IX, 13 Abs. 4 SGB XI

    EingliederungshilfeBTHG

    Leistungsberechtigte bis Vollendung des 67. Jahres Antrag fr

    Husliche PflegeSGB XII

    Husliche PflegeSGB XI

    Beim EGH-Trger auf Eingliederungshilfe zu stellenWunsch-und Wahlrecht des LB zu bercksichtigen

  • Der Parittische NRW 10 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Verhltnis EGH zu Pflege

    10

    Herausforderung fr Leistungserbringer

    Ambulante EGH inkl. Husliche Pflege SGB XII

    Husliche Pflegenach SGB XI

    Erforderlich:Leistungs- & Vergtungs-Vereinbarung, 125 SGB IX

    Erforderlich:Versorgungsvertrag, 72 SGB XI! Anerkennungsvoraussetzungen

  • Der Parittische NRW 11 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Vielen Dank

    fr Ihre Aufmerksamkeit!

    11

  • Der Parittische NRW 12 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Pflegebedrftigkeitsbegriff

    Frhere (bis 2016)

    Fokus: Alltagsverrichtungen Fokus: Selbstndigkeit (Abhngig von Hilfe durch andere)

    Mobilitt 1 Mobilitt 10%

    2 Kognitiven und kommunikativen Fhigkeiten

    3 Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

    Krperpflege, Ernhrung 4 Selbstversorgung 40%

    5 Selbstndiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen20%

    6 Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte 15%

    7 Auerhusliche Aktivitten 0%

    hauswirtschaftliche Versorgung 8 Haushaltsfhrung 0%

    Bewertung: Zeitaufwand Bewertung: gewichtete Einzelpunkte und Summen

    Heutiger (ab 01.01.2017)

    Rele

    va

    nt

    fr

    Pfl

    eg

    eg

    rad

    e15%Erheblich eingeschrnkte

    Alltagskompetenz ( 45a)

  • Der Parittische NRW 13 Der Parittische NRW Ren Bernards, Fachreferent Ambulante pflegerische Dienste / Hospizarbeit

    Betreuungsleistungen

    13

    Leistungen von

    Pflegediensten

    Angebote zur

    Untersttzung im

    Alltag

    36 SGB XI 39 SGB XI

    & 42 SGB XI

    45b Abs. 1 Nr. 3

    & 39 sowie 42

    45b Abs. 1 Nr. 4

    & 39 sowie 42

    & Umwidmung bis 40 %

    Sachleistung nach 36

    BGB

    Preis:

    Vereinbarung mit

    Pflegekasse

    LK-System

    ( 89 SGB XI)

    Freie

    Preisvereinbarung

    analog 36 SGB XI

    als vergleichbare

    Leistung

    ( 45b Abs. 4)

    25,- bzw. 28,- Euro

    ( 7 AnFVO)

    Freie

    Preisvereinbarung

    Finanzierung:

    Betreuungsleistungen und Hauswirtschaft

    Entlastungsbetrag

    Privatzahler-

    leistung

    Verhinderungs-

    pflegeSa