HLS Jahresbericht 2009

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Jahresbericht

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  • JAHRES- BERICHT

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  • Inhaltsverzeichnis

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    Inhalt

    Der Vorstand 2009 .................................................................... 2

    Vorwort ..................................................................................... 3

    Bericht der Geschftsstelle ....................................................... 7

    Fachbereich I Suchthilfe ....................................................... 31

    Fachbereich II Drogenhilfe ................................................... 34

    Bereichsbezogene Gremien der HLS....................................... 37

    Landeskonferenz Suchtselbsthilfe ....................................... 37

    Arbeitskreis der hessischen Prventionsfachkrfte (AHEP)... 38

    Selbsthilfe ................................................................................ 40

    Anhang .................................................................................... 43

    HLS Aufgaben und Ziele (Auszug aus der Satzung).......... 43

    Die Struktur der HLS ........................................................... 44

    Haupttrgergruppen und Mitglieder der HLS ..................... 45

    Gremien der Suchtselbsthilfe in Hessen .............................. 45

    Anzahl der Suchthilfeeinrichtungen in Hessen .................... 47

    Impressum ......................................................................... 47

  • Jahresbericht 2009

    Der Vorstand 2009

    Rita Henning-Hoffmann Diakonisches Werk in Kurhessen-Waldeck e.V.

    Vorsitzende

    Gnter Woltering PARITTISCHER Wohlfahrtsverband Landesverband Hessen e.V.

    Stellvertretender Vorsitzender

    Sonja Linke Diakonisches Werk Hessen und Nassau e.V.

    Ralf Bartholmai Diakonisches Werk in Kurhessen-Waldeck e.V.

    Hartmut Zielke Caritas Landes-Arbeits-Gemeinschaft Sucht

    Dr. Dieter Kunz Caritas Landes-Arbeits-Gemeinschaft Sucht

    Robert Flrchinger Caritas Landes-Arbeits-Gemeinschaft Sucht

    Ulrich Druve PARITTISCHER Wohlfahrtsverband Landesverband Hessen e.V.

    Heike Lange PARITTISCHER Wohlfahrtsverband Landesverband Hessen e.V.

    Dr. Christian Gener Arbeiterwohlfahrt, Bezirks-Verband Hessen-Sd e.V.

    Holger Wiemann Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Hessen e.V.

  • Vorwort

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    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, Freunde und Frderer der Hessischen Landesstelle fr Suchtfragen!

    Im Berichtszeitraum wurden zwei Themen von der HLS besonders intensiv bearbeitet: Wh-rend das erste Halbjahr 2009 ganz im Zeichen der bundesweiten Aktionswoche Alkohol stand, war das zweite Halbjahr von Aktivitten im Bereich Kinder aus suchtbelasteten Famili-en geprgt. Die Aktionswoche Alkohol 2009 war in Hessen sehr erfolgreich. Die von der HLS auf Landes-ebene koordinierten 120 Veranstaltungen

    machten die zwei Schwerpunktthemen auch in der Praxis deutlich. Das Konsumverhalten ist zu hoch und zu risikoreich vor allem bei Erwachse-nen, nicht nur bei Jugendlichen. Darber hinaus ist ein Alkoholwerbever-bot ist berfllig. Dies forderten im Rahmen der Aktionswoche Expertin-nen und Experten der Suchtprvention und Suchthilfe, Wissenschaftler/-innen und Verbnde. So hat sich auch Gesundheitsminister Jrgen Banzer bei der Erffnungsveranstaltung im Hessischen Landtag gegen Alkohol-werbung in Sportsttten ausgesprochen. Die Gesellschaft verhalte sich widersprchlich gegenber einem Zellgift, das bei jeder vierten Gewalttat, jedem dritten Verkehrsunfall und jedem zweiten Ttungsdelikt eine Rolle spiele, so der Minister anlsslich der hessischen Auftaktveranstaltung. Der besondere Dank des Vorstandes gilt den vielen Ehrenamtlichen, die sich fr das gemeinsame Anliegen engagiert und damit die Kampagne umgesetzt, ihr Gestalt und Gesicht gegeben haben. Ebenso dankt die HLS den vielen professionell Ttigen, die die Aktionswoche Alkohol zustzlich in ihr Arbeitspensum aufgenommen haben. Dank gebhrt aber auch dem Hessischen Ministerium fr Arbeit, Familie und Gesundheit (HMAFG) so-wie den Krankenkassen fr die finanzielle Untersttzung der Aktivitten auf Landesebene. Die positive Resonanz auf die Aktionswoche Alkohol 2009 zeigt, dass die Bereitschaft der Bevlkerung gewachsen ist, sich den enormen Alkohol-problemen in allen Lebensbereichen zu stellen. Fr die HLS Anlass genug, sich auch 2011 wieder an einer Aktionswoche Alkohol zu beteiligen.

    Vorwort

  • Jahresbericht 2009

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    Der Bereich Kinder aus suchtbelasteten Familien bildete den zweiten inhaltlichen Schwerpunkt im Berichtszeitraum. In Hessen geht man davon aus, dass 220.000 Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr in Fami-lien leben, in denen mindestens ein Elternteil eine Suchtproblematik hat. Kinder suchtkranker Eltern werden durch ihre Lebenssituation in ihrer krperlichen und seelischen Entwicklung massiv beeintrchtigt und be-nachteiligt. Zirka 30% bis 40% dieser Kinder und Jugendlichen werden, aktuellen Untersuchungen zufolge, selbst einmal suchtkrank. Die HLS hat bereits 2006 zu diesem Themenbereich in Kooperation mit dem Hessi-schen Sozialministerium eine vielbeachtete Tagung durchgefhrt. Die in den letzten Jahren verstrkt in die ffentlichkeit gelangten Nach-richten von Kindesmisshandlungen und Kindesttungen in Deutschland hatten u. a. zur Folge, dass der Gesetzgeber im Kinder- und Jugendschutz mit dem 8a SGB VIII einen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefhrdung verankert hat. Die im letzten Jahr erstellte Handreichung der HLS Eck-punkte zur Schnittstellenarbeit von Suchthilfe und Jugendhilfe greift die Relevanz des Themas fr Einrichtungen der Suchthilfe auf und gibt Emp-fehlungen wie diese Einrichtungen dem Schutz des Kindeswohls nach-kommen knnen. Im Jahre 2009 hat die HLS das Thema durch die Verf-fentlichung einer Broschre weiter vorangebracht. Mit Mitteln des HMAFG konnte die HLS eine hessenspezifische Variante der vom Rosto-cker Netzwerk Kind-Familie-Sucht entwickelten Broschre in groer Stckzahl publizieren. Parallel dazu wurde fr Fachkrfte der Fachstellen fr Suchtprvention von der HLS die Trainerausbildung zur Leitung von Fortbildungsveranstal-tungen fr Multiplikatoren im Bereich suchtbelasteter Systeme angebo-ten. Vor dem Hintergrund der groen Gefhrdung selbst suchtkrank zu wer-den oder verstrkt unter ngsten und Depressionen zu leiden, gehrt der Personenkreis Kinder aus suchtkranken Familien weiterhin zu einer wichtigen Zielgruppe der Suchtprvention im Rahmen der Arbeit der HLS. So wurden bereits erste Schritte absolviert, um im nchsten Jahr mit einer Veranstaltung das Thema seitens der HLS in die ffentlichkeit zu tragen. Auch ber die im vergangenen Jahr begonnenen Projekte der HLS ist Po-sitives zu berichten. Das landesweite Projekt zur Glcksspielsucht hat in-zwischen Fahrt aufgenommen, alle regionalen Personalstellen konnten besetzt werden. Vielbeachtete landesweite ffentlichkeitsmanahmen der HLS haben das Thema in die Medien transportiert.

  • Vorwort

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    Im Bereich problematischer Medienkonsum wurde die in der HLS vorhan-dene Expertise immer strker auch bundesweit abgefragt. Die mit finan-zieller Untersttzung der Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Hes-sen erstellten Broschren fanden bundesweit groen Anklang. Die ebenfalls mit finanzieller Untersttzung der Techniker Krankenkasse entwickelten Broschren der HLS zum Thema Komasaufen wurden in wenigen Monaten mehr als 30.000-mal abgerufen. Auch hierin zeigt sich die Anerkennung der inhaltlichen Qualitt und anspruchsvollen Gestal-tung der HLS-Materialien. Ein fr die hessische Fachffentlichkeit sehr wichtiges Medium im Bereich der Suchthilfe ist das Adressenhandbuch Suchthilfe in Hessen der HLS. In der mit Mitteln des HMAFG ermglichten Neuauflage 2010 prsentiert sich die hessische Suchthilfe wieder mit mehr als 1000 Angeboten. Eben-falls eine optische und inhaltliche Neuauflage hat die erfolgreiche Home-page der HLS in diesem Jahr erfahren. Danksagung Die erfolgreiche Arbeit der HLS ist nicht mglich ohne die Untersttzung, die wir durch zahlreiche Organisationen, Kooperationspartner und nicht zuletzt durch das persnliche Engagement vieler Einzelner erfahren ha-ben. Fr ihr Engagement mchten wir den Mitgliedern der HLS-Arbeitsgremien danken. Ohne das Fachwissen und den Sachverstand der Experten und Expertinnen aus unseren Gremien wre ein Groteil der Projekte nicht umsetzbar gewesen. Ein herzlicher Dank gilt auch allen Frderern und Kooperationspartnern der Hessischen Landesstelle, die viele Manahmen und Verffentlichun-gen erst mglich gemacht haben. Zu nennen ist an erster Stelle das Hessische Ministerium fr Arbeit, Fami-lie und Gesundheit, welches die Arbeit der HLS durch finanzielle Unter-sttzung mageblich frdert. Die Kooperation mit dem Ministerium, na-mentlich mit Frau Winheim, erleben wir als sehr konstruktiv. Weiterhin bedanken wir uns bei der Techniker Krankenkasse, Landesver-tretung Hessen, der AOK Die Gesundheitskasse in Hessen, der Deut-schen Angestellten Krankenkasse, der Barmer Ersatzkasse, den Betriebs-krankenkassen, dem Hessischen Kultusministerium und dem Hessischen Ministerium des Inneren und fr Sport. Ein besonderer Dank fr die Untersttzung unserer Arbeit gilt auch der DekaBank Deutsche Girozentrale in Frankfurt am Main.

  • Jahresbericht 2009

    Die HLS ist eine effizient arbeitende und dienstleistungsorientierte An-laufstelle fr ihre Mitglieder, die Politik, das Gesundheitsministerium, die Kostentrger und viele andere Einrichtungen und nicht zu vergessen fr Menschen mit Suchtproblemen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben die Mitarbeiter und Mitar-beiterinnen der Geschftstelle, denen der Vorstand besonders danken mchte: Herrn Schmidt als Geschftsfhrer, Frau Sahl als Leiterin der Ko-ordi