NK Ausblicke 2013

download NK Ausblicke 2013

of 8

  • date post

    06-Mar-2016
  • Category

    Documents

  • view

    216
  • download

    0

Embed Size (px)

description

NK Ausblicke

Transcript of NK Ausblicke 2013

  • Unabhngige und berparteiliche Tageszeitung

    Donnerstag, 10. Januar 2013Eine Kurier-Verlagsbeilage

    Das wird

    2013Die Kurier-Jahresvorschau

  • Trendforscher erwartet EurophorieRuhe an der Finanzmarktfront, Verarmungsdebatte, Abschied von der Mnnerherrschaft in der Arbeitswelt: Was das Jahr 2013 bringen wird

    KELKHEIM

    Welche Trends beschftigen die Deut-schen im kommenden Jahr?Der Trend-und Zukunftsforscher Matthias Horx(57) erklrt im Interview den gesell-schaftlichen Wandel von morgen.

    Welche gesellschaftlichen Phnomenewerden die Menschen in Deutschland2013 verstrkt beschftigen?

    Matthias Horx: In 2013 werden dieEuro-Apokalyptiker ihre letzten gro-en Auftritte haben, bevor diese Angstlangsam abflaut. Es spricht viel dafr,dass sich die Lnder in Europa zu-sammenraufen und ein robusteres Fi-nanzmarktsystem entwickeln. Dannkann es sogar zu einer Art ,Europho-rie kommen. Das zweite groe Themawird die Ungleichheitsdebatte. InDeutschland ist die Angst vor der Ver-armung ein Paranoia-Thema, und zurBundestagswahl werden sich alle Ideo-logen in Stellung bringen. Das heitaber nicht, dass die Armut wirklich zu-nehmen muss nur die medial ge-sttzte Erregung.

    Was wird darber hinaus noch frGesprchsstoff sorgen?

    Horx: Ein Erregungsthema wird wei-terhin die ,Frauenquote sein, wie sievonderEU-Kommissiongefordertwird.Der ,Female Shift, wie wir den wach-senden Einfluss von Frauen in Wirt-schaft, Politik und Kultur nennen, stehtvor seinem Durchbruch. Das bedeutetunter anderem einen Abschied von denmnnlichen Prsenzkulturen in der Ar-beitswelt.

    Wissenschaftler diskutieren, ob mehrFrauen in den Chefetagen eine ande-re und bessere Performance bringen.Was meinen Sie?

    Horx: Studien belegen, dass ein h-herer Frauenanteil in den Chefetagen

    vor allem langfristig eine bessere Per-formance bringt. Von Mnnern domi-nierte Fhrungsriegen gehen hufigerhhere Risiken ein, so dass Unterneh-men schneller in Notlage geraten undfter Insolvenz anmelden mssen. Eslohnt sich also, den Frauenanteil zu er-hhen ob mit oder ohne Frauenquo-te.

    Welche weiteren Top-Trends knnenSie nennen?

    Horx: Im ,Trendreport 2013 be-schreiben wir Vernderungsbewegun-gen mit groer Hebelwirkung. Da istetwa der Trend ,Hack Generation. DasPrinzip des Hackings etabliert sich inimmer mehr Umfeldern der Gesell-schaft als eine Methode, in grereProjekte und Systeme einzugreifen.Zum Beispiel in das System Stadt, woBrger Gemeinschaftsgrten aufBrachflchen anlegen ,Urban Ha-cking.

    Stichwort Globalisierung: Wie ent-wickelt sich dieser Megatrend?

    Horx: Aufgrund steigender Lhne inden Schwellenlndern und steigendenRohstoff- und damit Logistikpreisenwird es zu einer Renaissance lokalerProduktionsprozesse kommen. In dernchsten Dekade geht es nicht mehrum Outsourcing, sondern um Insour-cing.

    Welche Begleitumstnde der Globali-sierung haben sich im Laufe der Zeitstrker gezeigt als erwartet und wel-che weniger?

    Horx: Nicht jede Leistung lsst sichoutsourcen. Das berhrt vor allemDienstleistungen, deren Anteil an derkonomie stetig wchst. Wir gehenauch knftig noch zum Arzt unseresVertrauens und lassen uns nicht on-line aus Indien beraten. Das heit auch:,Kosten senken durch Globalisierung

    funktioniert knftig nicht mehr. Daswird auch die Autoindustrie erleben,die ihre Probleme nicht mehr nur da-durch lsen knnen wird, dass sie inChina mehr Autos verkauft.

    Humanoide Roboter werden auch 2013nicht zum Straenbild gehren. Dafrkann man bereits mit Handy-Assisten-ten sprechen. Wohin fhren uns dieTechnik-Innovationen als nchstes?

    Horx: Technologie setzt sich durch,wenn sie dem Menschen mehr Auto-nomie und Kontrolle bringt. Den Ro-boter, der versucht, wie ein Mensch zusein, empfinden wir als Tuschung unddamit als Kontrollverlust. Die Zukunftwird smarte Interfaces (Schnittstellen)mit sich bringen, mit denen wir Com-puter bedienen beispielsweise durchGestenbewegung. Sprache ist eher demMenschen vorbehalten, denn Men-schen sind soziale Wesen. Sprach-steuerung ist deshalb im Auto sinn-voll, aber in jeder sozialen Situationeher strend.

    Kundendaten und Konsumwnschevon Verbrauchern sind wichtigeRohstoffe. Fr wen sind diese Infor-mationen Fluch und fr wen Segen?

    Horx: Kundendaten sind ein Segenfr die Marketingabteilung. Wer-bung lsst sich zunehmend persona-lisieren. Ein Fluch kann es fr den Kun-den sein, wenn er nur noch das ange-boten bekommt, wofr er sich inte-ressiert. Dann regiert der Terror derdigitalen Berechenbarkeit. Manchmalwollen wir auch berrascht werden.Und diese berraschungen zu berei-ten das ist die Kunst des neuen Ver-kaufens.

    Tourismusforscher sehen vernderteTrends zum Urlaubmachen. Waswird in den Ferien gefragt sein?

    Horx: Der Tourist von morgen mch-te nicht mit Souvenirs nach Hausekommen, sondern mit einer einzigar-tigen Erfahrung. Es geht ihm um eineintensivere Auseinandersetzung mitdem Ziel seiner Reise. Beim ,Urban Ex-ploration geht es um neue, unge-wohnte Perspektiven. Beispielsweisebei einer Erkundungstour der Kanali-sation einer Stadt, wie es der Verein,Berliner Unterwelten anbietet.

    Das Gesprch fhrte Jrn Perske, dpaKosten senken durch Globalisierung funktioniert nicht mehr: Matthias Horx.

    Deutsche Industrie sieht sich im AufwindBranchenbergreifend herrscht Optimismus fr das Jahr 2013 Fr die Finanzbranche bleibt die Lage unsicher

    FRANKFURT

    D ie Konjunkturprognosen sindbescheiden, aber die groendeutschen Industriebran-chen gehen voller Zuversichtins neue Jahr. Egal ob Maschinenbau,Chemie oder Elektro: Sie alle rechnen2013mit besserenGeschften als im al-ten Jahr. In der Autoindustrie ist dieZuversicht auf die Konzerne begrenzt,die in bersee stark sind. Denn in Eu-ropa stehen Opel & Co. vor einem wei-teren schweren Jahr. Groe Unsicher-heit herrscht in der Finanzwelt, dieCommerzbank scheut gar einen klarenAusblick. Die Branchen im berblick:

    Autoindustrie: Die deutsche Auto-industrie startet selbstbewusst ins neueJahr. Der weltweite Absatz wird nacheiner Prognose des BranchenverbandsVDA von 68 Millionen Autos in die-sem Jahr auf 70 Millionen steigen. Da-von werden Konzerne wie VW, BMWoder Daimler profitieren. Wachs-tumstreiber sind die beiden grtenMrkte USA und China. BMW etwastrebt nach dem Rekordjahr auch 2013Bestwerte an. Autobauer wie Opel, Fiatoder Peugeot, die sich auf Europa kon-zentrieren, haben hingegen ein wei-teres schweres Jahr vor sich. Opel-ChefThomas Sedran ist pessimistisch frdie Marktentwicklung in Europa: DerGesamtmarkt nchstes Jahr wird un-serer Erwartung nach sogar noch et-wa schwcher werden als dieses Jahr.Auch der deutsche Markt wird nachVDA-Schtzung noch etwas nachge-ben.

    Chemie: Die deutsche Chemiein-dustrie sieht die Talsohle durch-schritten: Nach einem Jahr der Stag-nation rechnet der BranchenverbandVCI 2013 wieder mit besseren Ge-schften und zwei Prozent Umsatz-plus. Wachstumstreiber bleibt dem-nach der Export in Lnder auerhalbEuropas. Bereits 2012 hatte die Nach-frage vor allem aus den Schwellen-lndern das schwchelnde Europage-schft ausgeglichen. Wichtigster Aus-landsmarkt bleiben die USA.

    Finanzbranche: Die Zeiten fr Ban-ken bleiben unsicher. Regulatorenverschrfen die Kapitalvorgaben

    (Stichwort Basel III), Politiker for-dern die Zerschlagung von Groban-ken, viele Kunden vertrauen nach Jah-ren der Krise und immer neuen Skan-dalen den Banken und Geldhusernkaum noch. Die Institute richten sichdarauf ein, dass sich ihre Kassen nichtmehr so schnell fllen werden. Wirsind gut beraten, wenn wir uns frdie kommenden Jahre auf anhalten-de Volatilitt einstellen, sagt etwaDeutsche-Bank-Co-Chef Jrgen Fit-schen. Die Commerzbank traut sichnach der Bauchlandung mit der fr2012 ausgegebenen Gewinnmarkekeinen klaren Ausblick mehr zu. In ei-nem hartumkmpften Markt bem-hen sich die Institute mehr denn jeum Privatkunden das knnte nachEinschtzung der Bundesbank zu wei-teren Fusionen zwingen.

    Maschinenbau: Der deutsche Ma-schinenbau sieht sich auch 2013 auf Er-folgskurs. Nach Rekordumstzen 2012erwartet die mittelstndisch geprgteIndustrie im kommenden Jahr ein wei-teres Plus getragen auch von einerwieder anziehenden Nachfrage ausChina. Wir sind voller Zuversicht, dasssich der Nachfragestau in wichtigenMrkten, namentlich in China, auf-lst, sagt Verbandsprsident ThomasLindner. Auch das Wachstum in denUSA werde sich fortsetzen. ImDeutschlandgeschft knnte es eben-falls wieder aufwrtsgehen: kono-men erwarten, dass die Unternehmenim Inland 2013 wieder mehr inves-tieren davon profitieren die Maschi-nenbauer.

    Elektro/Elektronik: Die deutscheElektroindustrie erwartet nach einemdurchwachsenen 2012 fr das kom-mende Jahr wieder ein leichtes Plus.Produktion und Umsatz werden um1,5 Prozent anziehen, sagt der Vorsit-zende des Branchenverbands ZVEI,Klaus Mittelbach. Er erwartet Zu-wchse vor allem in den groen, wie-der anziehenden VolkswirtschaftenUSA und China, whrend die Bedeu-tung der europischen Mrkte im Zei-chen der Schuldenkrise weiter schwin-de. Fr 2013 werden 177 MilliardenEuro Umsatz angestrebt. Die Zahl derMitarbeiter ist auf ein Rekordhoch von848 000 angestiegen. dpa

    Die deutsche Autoindustrie setzt erneut vor allem auf den Export.

    Ein DJ-Controller auf einem durchsichtigen Touchscreen-Bildschirm: Die Elektronikbranche erwartet fr das kommen-de Jahr wieder ein leichtes Plus. Fotos: dpa

    2 Ausblick 2013 Nordbayerischer Kurier - Donnerstag,10. Januar 2013

  • Jetzt Hammerpreise beim Skispezialisten Langlaufski

    Ski-Bekleidungvon Bogner, Moser, Schffel u. Outback

    -20 %

    Groe Auswahlvon Alpina, Giro und Uvex

    5. BAYREUTHERKUNDENSPIEGEL

    Platz 1BRANCHENSIEGER

    Untersucht: 5 SPORTGESCHFTE81,4% Durchschnittlicher

    ZufriedenheitsgradFreundlichkeit: 86,2% (Platz 1)

    Beratungsqualitt: 86,8% (Platz 1)Preis/Leistungsverhltnis: 71,2% (Platz 1)

    Kundenbefragung: 04/2010;Fehlertoleranz: +-2,9%

    Befragte (Spo