suissetec magazin 2/2012

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Das suissetec magazin ist die Verbandspublikation des Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverbands (suissetec).

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  • Nachhaltigkeit bei Tschantr AG, Basel

    Mitarbeitende profitieren Seite 13Neue Serie:

    Persona PersnlichErich Hefermehl ber Meine Organisation

    Seite 21

    Am Ende des Tunnels.Yves Roduit verliert durch einen Grossbrand seinen Betrieb. Dank Spenglerkollegen gelingt der Neustart.

    Seite 4

    April/Mai 2012 Mitgliedermagazin des Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebudetechnikverbandes

    suissetecmagazin

  • Herausgeber: Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebudetechnikverband (suissetec)

    Redaktion: Benjamin Mhlemann (muhb), Marcel Baud (baud), Natalie Aeschbacher (aesn)

    Kontakt: suissetec, Auf der Mauer 11, Postfach, 8021 Zrich Telefon +41 43 244 73 00, Fax +41 43 244 73 79

    info@suissetec.ch, www.suissetec.ch

    Konzept/Realisation: Linkgroup, Zrich, www.linkgroup.ch Art Direction: Beat Khler Druck: Printgraphic AG, Bern, www.printgraphic.chDruckauflage: Deutsch: 3200 Ex., Franzsisch: 850 Ex.Schreibweise: Der Lesbarkeit zuliebe wird stellenweise auf die Nennung beider Geschlechter verzichtet. Es sind stets beide Geschlechter damit gemeint.

    Drucktechnische Wiedergabe oder Vervielfltigung von Text- und Bilddokumenten

    (auch auszugsweise) nur mit ausdrcklicher Genehmigung des Herausgebers.

    Titelbild: Batrice Devnes

    Die Berichte ber die weiblichen Fachkrfte freuen mich sehr. Beim Titelbild htte ich vielleicht eher ein stimmiges Sonnenbild gewhlt.Elsbeth Leu, Alexander Leu AG, Moosseedorf BE

    Stimmen zur ersten Ausgabe

    Ein gelungenes Werk. Modern, spritzig und informativ. Macht weiter so.Viktor Scharegg, Brunner Haustechnik AG, Domat/Ems GR

    Das suissetec magazin ist usserst lese appetitlich. Als Vernetzungsmodul-Coach interessierte mich vor allem der Artikel Vernetzt im Team: treffend abge-fasst! Auch die neuen Rume des suissetec Bildungszentrums Lostorf sind perfekt fotografiert.Hugo Frey, Untergeri ZG

    Ein echter Hingucker, respektive Eye-Catcher! Herzliche Gratulation zum neuen suissetec magazin super.Rolf Wehrli, Geschftsfhrer suissetec nordwestschweiz, Liestal BL

    Gewinner unseres Wettbewerbs

    Alex Mller gewinnt berraschungs-rucksack

    Unter allen Rckmeldungen wurde mit Alex

    Mller der glckliche Gewinner des suissetec

    berraschungsrucksacks aus gelost. Der

    20-Jhrige aus Bischofszell TG freut sich,

    dass im suissetec magazin auch junge

    Menschen vorgestellt werden. Er liest gerne

    darber, wie Jugendliche ins Berufsleben einsteigen

    und was sie alles erreichen. Alex Mller hat zuerst

    Dachdecker gelernt. Seit Sommer 2011 absolviert er

    bei A. Kuster AG, Brglen TG, die Zusatzlehre zum

    Spengler.

    + IHRe MeInunG InTeReSSIeRT unS Selbstverstndlich freuen wir uns weiterhin

    ber Ihre Meinung! Schreiben Sie uns

    an die E-Mail-Adresse: magazin@suissetec.ch

    Viele positive Reaktionen

    suissetec magazin erfolgreich gestartet!

    Applaus fr die neue Verbandspublikation! HansPeter Kaufmann, Benjamin Mhlemann, natalie Aeschbacher und Marisa De Genua (von links) taufen das suissetec magazin anlsslich einer kleinen Feier an der Swissbau.

    2

    Kurz notiert

  • Solidaritt unter Spenglern 4Yves Roduit macht nach Grossbrand weiter

    Die Oase an der Swissbau 7Durchatmen in der suissetec-Lounge

    Tagung Solarwrme Schweiz 1120 Prozent Wrmebedarf im Wohnbereich

    mit Sonnenenergie decken.

    Gesichter der Nachhaltigkeit 13Tschantr AG installiert Photovoltaik.

    Mitarbeitende sammeln Altmetall

    und feiern mit dem Erls eine Grillparty.

    Infoscreen 16Wst Haustechnik AG entwickelt

    Informationssystem fr die Mitarbeiter-

    disposition

    Bildungsangebote 26

    Prfungsausschreibung 27Berufsprfung Energieberater Gebude

    Gelebte SolidarittLiebe Leserinnen und Leser

    Mit einer kleinen, aber feinen Feier haben wir das suissetec magazin diesen Januar lanciert. Die erste Ausgabe wurde im Rahmen der Swissbau in Basel sogar mit einem Schuss Sekt getauft. Wie es sich gehrt. Das inhaltliche Konzept kommt an, das frische und moderne Layout ebenfalls: Dies zeigen jedenfalls die vielen Reaktionen auf die neue Mitgliederzeitschrift, welche durchs Band positiv ausfielen.

    Rckmeldungen zur Machart und zu einzelnen Beitrgen sind bei Zeitschriften im normalfall selten, aber unbedingt erwnscht! nur dank einem regelmssigen Austausch mit Leserinnen und Lesern kann das Produkt weiterentwickelt werden. Bemerkungen, Hinweise und kritische Kommentare verleihen unserem Redaktions, Layout und DruckereiTeam zustzliche Motivation. Auch ThemenAnstsse nehmen wir jederzeit sehr gerne entgegen. Das suissetec magazin soll lebendig sein und alle Facetten aus dem Verbandsleben aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchten.

    Dass ein Verband mehr ist als ein Zusammenschluss von ein paar gleich gesinnten unternehmern zeigt die Titelgeschichte dieser Ausgabe. Als letzten Herbst das Firmengebude des unterwalliser Sektionsprsidenten Yves Roduit ein Raub der Flammen wurde, erlebte er rasche und unbrokratische Hilfe. Wie ihm seine Kollegen und Mitbewerber aus dem Verband in dieser schweren Zeit spontan zur Seite standen, ist enorm eindrcklich. Praktisch ohne unter bruch konnte Roduit seine Geschfte weiterfhren. ein Verband ist gelebte Solidaritt.

    ein Verband ist zudem ein Treffpunkt, um sich auszutauschen sei es an einer Messe oder einer Fachtagung. In der aktuellen Ausgabe berichten wir ber den Auftritt von suissetec an der Swissbau sowie ber die erste Solarwrmetagung, welche im Januar in Luzern stattgefunden hat. Viel Vergngen bei der Lektre.

    Benjamin MhlemannLeiter Kommunikation/Mitglied der Geschftsleitung

    Ende Januar nahmen die neuen Fhrungs-krfte der Gebude-technik in Olten ihre eidgenssischen Fach-ausweise entgegen. Die besten Absolventen erhielten erstmals einen Preis.

    Bildung Seite 18

    suissetecmagazin April/Mai 2012 3

    Editorial Inhalt

  • Grosse Solidaritt unter Walliser SpenglernAm Morgen des 7. novembers 2011 stand Yves Roduit vor dem nichts. In der nacht zuvor war der gewerbliche Gebudekomplex, in dem auch sein Spenglerei und Sanitrunternehmen untergebracht war, komplett niedergebrannt. Seine Mitarbeiter hielten zu ihm. Mitglieder der Sektion suissetec Valais Romand boten dem Spengler aus Martigny spontane und unkomplizierte Hilfe an. nur so konnte er seinen Betrieb weiterfhren. von Marcel Baud

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    4

    Fokus

  • Yves Roduit hat einen Albtraum durchlebt. Der Unterwalliser Spenglermeister und Sanitr-

    installateur verlor beim Grossbrand ber Nacht

    seine geschftliche Existenz. Er hat Mhe, den

    Ort an der Rue du Levant zu besuchen, wo einst

    seine Firma stand. Zu sehr nimmt ihn der An-

    blick der Zerstrung immer noch mit. Die Werk-

    statt mit Lager und Bro wurde vollstndig ein

    Opfer der Flammen. Zum Glck kamen keine

    Menschen zu Schaden, ist der Firmeninhaber

    froh. Doch der materielle Verlust ist immens:

    Maschinen, unter anderem eine Anbiegepresse,

    Werkzeuge und Arbeitsmaterialien gingen ge-

    nauso verloren wie Dokumente und Computer

    mit smtlichen geschftsrelevanten Daten. Alles,

    was er noch hatte, waren die Arbeitsmittel, die

    seine Monteure in den Firmenfahrzeugen auf-

    bewahrten, und die Fahrzeuge selbst.

    Aufgeben?Im ersten Moment beschloss ich, aufzuhren,

    blickt Yves Roduit auf seine Gefhle am Morgen

    nach der Katastrophe zurck. Der Schock sass

    nicht nur beim 50-jhrigen Unternehmer tief.

    Fr mich und meine Mitarbeiter war das ein

    riesiges Desaster, als wir vor den Brandruinen

    standen. Ich war einfach ratlos, wie es nun

    weiter gehen sollte. Er erinnert sich, wie schwer

    die Tage und Wochen nach dem Feuer waren.

    Auch fr seine Leute, die ihren Arbeitsplatz

    verloren hatten. Sie alle identifizieren sich voll

    mit unserer Firma. Sie sind heute noch daran,

    das Geschehene mental zu verarbeiten, so

    Roduit. Seine acht Spengler, Monteure und

    Lernenden sollten aber auch die Ersten sein, die

    ihm Mut zusprachen. Ohne Umschweife be-

    kannten sich die Mitarbeiter zu ihrem Arbeit-

    geber und versprachen alle ntige Unterstt-

    zung, um den Spengler- und Sanitrbetrieb so

    schnell wie mglich fortzufhren. Sie alle tragen

    grossen Anteil daran, dass ich weitermache,

    so Yves Roduit.

    Schlssel zur Werkstatt Spengler hilft SpenglerWas nun folgte, mag so gar nicht zum heutigen,

    von Terminstress, Preiskampf und Konkurrenz-

    druck geprgten Gewerbeleben passen. Denn

    schon am Tag nach dem Brand erhielt Yves

    Roduit Anrufe von Vertretern von Mitglieds unter-

    nehmen der Unterwalliser suissetec-Sektion.

    Sie sicherten ihm jede Untersttzung zu, die er

    brauchte, um seinen Betrieb aufrechtzu er hal-

    ten. Auch Bernard Thomas von Paul Thomas &

    Fils SA, Leytron war einer derjenigen, die so-

    fort zum Telefonhrer griffen, als sie von Yves

    Roduits Misere hrten. Er und sein Vater boten

    dem Spenglerkollegen nichts weniger als den

    Schlssel zur Werkstatt an. Obwohl sich

    Bernard Thomas nicht ber zu wenig eigene

    Auftrge beklagen kann, durften Yves Roduits

    Mitarbeiter Thomas Betrieb inklusive Maschi-

    nen, Pressen und allem, was sie sonst be-

    ntigen, ab sofort mitbenutzen und zwar so

    lange, bis Yves Roduits betriebliche Infrastruk-

    tur wiederhergestellt sein wird.

    Noch heute ist Roduit gerhrt und dankbar, wie

    solidarisch sich Bernard Thomas ihm gegen-

    ber zeigte. Wohlverstanden sind die beiden

    Firmenpatrons i