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Im neuen Look der Landeskirche

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  • Nr 1 / Februar 2012Zeitschrift fr die Mitarbeitenden der Zrcher Landeskirche

    Auf Kurs mit neuen Segelnnotabene im neuen Look der Landeskirche

    Seite 7

    Popmusik ist nicht unheilig......aber der Groove im Gottesdienst will gelernt sein

    Seite 10

    Herzerwrmende Werte Wertedebatte und Herzlichkeits-Offensive an den Kirchenpflegetagungen

  • notabene 1 / 20122

    Liebe Leserin, lieber Leser, Sie halten die erste Ausgabe unserer Mitarbeitenden-zeitschrift in Hnden, die im neuen Er-scheinungsbild der Landeskirche gestal-tet ist. Wir freuen uns, dass nun auch das Flaggschiff der internen Kommunika-tion im neuen Kleid daherkommt. Gleichzeitig haben wir die Gelegenheit

    genutzt, um ein paar generelle Anpas-sungen vorzunehmen: Durch eine gross-zgigere Gestaltung wird die Lese-freundlichkeit erhht, beispielsweise durch die vernderten Spaltenbreiten. Die bewhrte Aufteilung in einen Aktu-ell-, einen Hintergrund- und einen Ser-vice-Teil bleibt bestehen, wird aber kon-sequenter gehandhabt.

    Mit der Umstellung von notabene ist die Umsetzung des neuen Erschei-nungsbildes in den Gesamtkirchlichen Diensten (GKD) weitgehend abge-schlossen. Was noch fehlt, sind Gebu-debeschriftungen und spezielle Varian-ten in der Anwendungs-Software. Das heisst nun nicht, dass Sie keine Produkte im alten Erscheinungsbild mehr erhalten

    werden, denn wir knnen und wollen es uns nicht leisten, bestehende Vorrte an Broschren und Drucksachen einfach zu entsorgen, weil das Corporate Design nicht mehr stimmt. Seit Jahresbeginn wird in den GKD aber nichts mehr im alten Erscheinungsbild produziert.

    Insgesamt dauert der Umsetzungspro-zess in den GKD schon ber ein halbes Jahr. Rechnet man den Aufschalttermin des Internetauftritts der Landeskirche im Dezember 2010 dazu, ist es sogar mehr als ein Jahr. Was nach fehlendem Durchsetzungswillen oder mangelnder Organisation aussehen knnte, hat durchaus System: Die Landeskirche hat nicht die Kapazitten, eine solche Um-stellung ber Nacht vorzunehmen. Die Schritt-fr-Schritt-Umsetzung ent-spricht unseren Mglichkeiten.

    Das Gleiche gilt auch fr die Kirchgemeinden: Es besteht nicht nur eine fnfjhrige Frist was einige fr viel zu kurz und andere fr unprofessionell lang halten , bis die Umstel-lung erfolgt sein muss, sie kann zudem auch gestaffelt erfol-gen. Sie knnen dort begin-nen, wo ein Produkt, z.B. der

    Internetauftritt oder die Neuzuzger-broschre, ohnehin neu konzipiert wer-den muss oder wo vielleicht wie beim Briefpapier der Vorrat zur Neige geht.

    Die Einfhrung des neuen Erschei-nungsbildes war von zahlreichen theolo-gischen, sthetischen und formalen De-batten begleitet, in denen auch Skepsis zum Ausdruck kam. Umso mehr hat uns die ebenfalls vorhandene Begeisterung gefreut. Regelrecht berrascht worden sind wir vom Ansturm umsetzungsfreu-diger Kirchgemeinden (S. 3). Das macht uns Mut, den eingeschlagenen Weg wei-terzuverfolgen!

    Nicolas Mori,Leiter Kommunikation

    Aktuell

    Kurznachrichten3 7

    Kolumne Wers glaubt5

    Brennpunkte

    Popmusik ist nicht unheilig: Der Groove der

    neuen Kirchenmusik7 9

    Mehr Lehrstellen, bitte! Wie Kirchgemeinden

    jungen Menschen eine Berufschance erffnen

    9

    Umarmungen und andere Wertsachen

    Wertedebatte an den Kirchenp egetagungen

    10 11

    Rubriken

    Themen und Termine12 14

    Stellenmarkt14

    kreuz & quer: Networking hinter dem Bachtel

    15

    Denkzettel / Impressum16

    Jetzt kommt auch das Flaggschiff der internen Kommunikation im neuen Kleid daher

    Editorial / Inhaltsverzeichnis

  • notabene 1 / 2012 3

    Erscheinungsbild /

    Frischer Wind und neue Segel

    Budget 2012 / Kirchensynode bleibt auf Sparkurs

    sch. ber vierzig Kirchgemeinden im Kanton Zrich arbeiten bereits mit dem neuen Erscheinungsbild der Landeskir-che. Rund Zweidrittel der 180 Gemein-den haben mit der Planung begonnen, um sich das neue Kleid fr die eigenen Bedrfnisse masszuschneidern. Das ist der Stand neun Monate nach der Ein-fhrung der neuen Vorgaben des Corpo-rate Design (CD) der Landeskirche.

    Fnf Jahre haben die Gemeinden Zeit, sich mit dem neuen Kleid der Landes-kirche vertraut zu machen. Dutzende haben sich aber regelrecht ins neue Te-nue gestrzt. Der Fachbereich Kommu-nikation, der die Gemeinden bei der Umstellung bert, hat alle Hnde voll zu tun. Bereits in den ersten Monaten be-suchten fast 100 Mitarbeitende und Be-hrdenmitglieder aus den Zrcher Ge-meinden die Einfhrungskurse fr die CD-Umstellung. Mittlerweile stehen ne-

    sch. Der Kirchenrat hat seinen Sparkurs im Voranschlag 2012 fortgesetzt und so-wohl bei den eigenen Posten wie auch bei den Beitrgen nochmals den Rotstift angesetzt. Die Kirchensynode ist ihm an ihrer letzten Sitzung am 6. Dezember gefolgt und hat Gegenantrge auf Spar-verzicht abgelehnt: Auf Antrag der Syn-odalen Rita Famos, Uster, diskutierte die Kirchensynode am Beispiel des Kan-tonalverbandes des Blauen Kreuzes, ob der jhrliche Beitrag von 30 000 Fran-ken ganz gestrichen werden soll, nach-dem er schon fr 2011 halbiert worden war. Famos gab zu bedenken, dass der Alkoholismus immer noch das Sucht-problem Nummer 1 sei. Kirchenrtin

    ben dem Manual Vorlagen fr Flyer, Plakate, Briefe und Prsentationen be-reit. Die neue Wortmarke ist dabei das augenflligste Markenzeichen. Sie bildet in ihrer einheitlichen Erscheinung die Klammer zur Landeskirche und betont gleichzeitig den Ortsnamen der Kirch-gemeinde. Times und Neue Helvetica (resp. Arial) geben den Texten der Kir-che ein einheitliches Gesicht.

    Die Umstellung wird auch in den Ge-samtkirchlichen Diensten der Landes-kirche schrittweise vollzogen: Die Web-site zh.ref.ch trgt den Look seit

    Gysel entgegnete, dass berall in der Landeskirche gespart werde, bis an die Schmerzgrenze beispielsweise auch in der Spitalseelsorge. Die Kirchenrtin hielt ausserdem fest, dass das Blaue Kreuz in Form von Kollekten aus den Kirchgemeinden weiterhin Geld von der Landeskirche bekomme.

    Die Synodalen folgten dieser Argu-mentation und besttigten die Strei-chung des Beitrags, obschon das Budget 2012 der Zentralkasse einen Ertrags-berschuss von rund 2,4 Mio. Franken vorsieht. Unbercksichtigt ist bei die-sem Betrag aber die schwierige Situation bei der Beamtenversicherungskasse (BVK), deren Sanierung die Landeskir-

    Dezember 2010, bereits umgestellt sind auch Jahresbericht und Briefschaften und seit dieser Nummer auch die Mitar-beitendenzeitschrift notabene. Smt-liche neuen Druckerzeugnisse verwen-den seit dem Jahreswechsel die neuen Vorgaben des CD. Printprodukte im al-ten Erscheinungsbild werden aber nicht vernichtet, sondern aufgebraucht.

    Kontakt und Beratung: Simone Strohm,

    ffentlichkeitsarbeit Kirchgemeinden. Tel.

    044 258 92 15. simone.strohm@zh.ref.ch.

    Vorlagen auf: zh.ref.ch/kommunikation

    che in den kommenden Jahren voraus-sichtlich mehrere Millionen Franken kosten knnte. Zum vorgesehenen Er-tragsberschuss trug auch bei, dass ein Antrag des Kirchenrates nicht mehr bentigte Rckstellungen ber zwei Mio. Franken in einen Fonds zu geben abgelehnt wurde. Der Fonds sollte fr Lohnmassnahmen verwendet werden.

    Die nchste Synodensitzung findet am

    13. Mrz statt. Haupttraktandum ist die

    Zukunft von Boldern, beziehungsweise

    die Integration des Studienbereichs in die

    Gesamtkirchlichen Dienste. Beginn: 8.15

    Uhr, Rathaus Zrich.

    Das Schiff der Landeskirche neu getakelt. Die Fahrtrichtung bleibt.Ill

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  • notabene 1 / 20124

    Kircheneintritt / Zu wem gehren eigentlich die Lutheraner?

    Renovation Kloster / Kappel kocht modern

    sch. Was tun eigentlich deutsche Zu-wanderer in Sachen Kirchenmitglied-schaft in der Schweiz? Anders als in Deutschland erfolgt eine Kirchenmit-gliedschaft nicht automatisch durch die Einwohnerkontrolle. Fr die Katholiken unter den Einwanderern ist die Sache klar: rmisch-katholisch bleibt auch in der Schweiz rmisch-katholisch. Wohin wenden sich aber die evangelischen Zu-zger, um sich am neuen Wohnort auch kirchlich zu beheimaten? Innerhalb der Evangelischen Kirche Deutschlands fin-den sich verschiedene Konfessionen: Lutherische, reformierte und unierte Kirchgemeinden. Unierte Kirchgemein-den sind Zusammenschlsse aus ur-sprnglich reformierten und lutheri-

    sch. Sieben Wochen war das Kloster Kappel wegen Bauarbeiten geschlossen. In dieser Zeit wurden die Hotelkche re-noviert und die 74 Gstezimmer neu mbliert. Am 26. Februar wird das Bil-dungshaus wiedererffnet.

    Fr Hotelkchen wird mit einer Le-bensdauer von 15 Jahren gerechnet. Die Klosterkche war fast 30 Jahre alt. H-here Gstezahlen sowie die heute bli-chen Ansprche an eine gepflegte Spei-sekarte sowie die Vorschriften betreffend Hygiene und Arbeitssicherheit waren weitere Grnde fr die Sanierung. Fr die Renovation der Hotelkche und des Klosterkellers, des eigentlichen Restau-rants des Klosters Kappel, wurden 2.8 Mio. Fr. investiert. Das Kloster Kappel

    schen Gemeinden. Vielen Deutschen ist diese Unterscheidung kaum mehr be-wusst. Vielfach begngt man sich dort mit dem Etikett: Evangelisch.

    In der Schweiz ist die Situation eine andere: Hier hat sich die reformierte Tradition nach den Lehren der Schwei-zer Reformatoren durchgesetzt. Die Lutheraner bilden in der Schweiz eine sehr kleine Minderheit. Eine Lutheri-sche Kirche gibt es in der Stadt Zrich. Sie zhlt rund 1500 Mitglieder (www.lu-ther-zuerich.ch). Wer sich der lutheri-schen Kirche, vor allem auch mit ihren liturgischen Eigenheiten, verbunden fhlt, schliesst sich hier an. Wenn sich Zuzger aber als evangelisch empfinden und nicht explizit am lutherischen Be-kenntnis hngen, ist es sinnvoll, sich bei der Einwohnerkontrolle als evangelisch-reformiert eintragen zu lassen und die Kirchenmitgli