notabene 4/2014

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Wo unsere Hilfe gefragt ist: Die nationale Diakoniekampagne der Reformierten rüttelt auf und macht Hoffnung. Seite 10 1200 Kirchenpflegerinnen und Kirchenpfleger starten in eine neue Amtszeit. Sie hat es in sich. Seite 8 Willkommen bei uns: Es gibt viele Varianten, wie man Neuzuzüger begrüssen kann. Hauptsache man tut es. Seite 7

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  • 1Seite 8

    1200 pflegen die Kirche 1200 Kirchenpflegerinnen und Kirchenpfleger starten in eine neue Amtszeit. Sie hat es in sich.

    Wo unsere Hilfe gefragt istDie Diakoniekampagne rttelt auf und macht Hoffnung

    Seite 7

    Willkommen bei unsEs gibt viele Varianten, wie man Neuzuzger begrssen kann. Hauptsache man tut es.

    notabeneNr 4 / Mai 2014Zeitschrift fr die Mitarbeitenden der Zrcher Landeskirche

  • notabene 4 / 20142

    Liebe Leserin, lieber Leser

    Es gibt Wrter, die sind so wichtig, dass man meint, alleine schon deswegen mssten sie alle verstehen. Diakonie ist so ein Wort. Ohne Diakonie ginge nichts in der Kirche. Die Menschen htten sich ohne Diakonie in der Kirche nie gebor-gen gefhlt, sie htten sich nie fr sie en-gagiert, ihr nie ber den Weg getraut, sie fr heillos leer und hoffnungslos kalt befunden.

    Sie und ich kennen den Fachbegriff, der dafr brgt, dass sich die Kirche mit Leben fllt, die Frohe Botschaft erleb-bar wird und Gott zum Ttigkeitswort.

    Sie und ich sind vertraut mit diesem Schlsselbegriff, der die Hoffnung auf Gerechtigkeit und Teilhabe an der Ge-meinschaft aufrechterhlt. Sie tragen ihn als Sozialdiakonin gar im Berufsna-men oder stehen als Kirchenpfleger dem Ressort vor, das sich mit diesem Hand-lungsfeld befasst. Oder sie setzen die Diakonie, den Dienst am Nchsten, als Freiwillige im Besuchsdienst oder in der Jugendarbeit in die Tat um.

    Vergessen wir dabei nicht: So gelufig uns der Begriff ist und so sehr sein Auf-trag uns in der Kirche umtreibt: Diako-nie ist fr viele ein Fremdwort. Im Volksmund ist Diakonie bei uns wohl anders als in Deutschland nicht zu Hause. Das Wort braucht deshalb im-mer wieder bersetzungshilfen, Bilder

    und Geschichten, die deutlich machen, was es mit der Diakonie auf sich hat, und was die Menschen in und um die Kirche damit anfangen.

    Die Diakoniekampagne, getragen von den reformierten Kirchen und finanziert durch die Stiftung fondia, bietet eine solche Mglichkeit. Sie luft diese Wo-che an und weist bis Mitte Juni mit Pla-katen in der ganzen Schweiz darauf hin, wo die diakonische Kraft der Kirche ge-fragt ist: Dort, wo Menschen in Not und ins gesellschaftliche Abseits geraten, und dort, wo wir als Mitmenschen ge-

    fragt und gefordert sind. Wir sol-len Hoffnungsstreifen werden, fordert uns die Plakatkampagne auf. Wir sollen verbinden, was zu Bruch gegangen ist. Kirchge-meinden in der ganzen Schweiz,

    ber hundert allein im Kanton Zrich, nutzen die Gelegenheit auf ihre Art und machen mit unzhligen Aktionen sicht-bar, wie sie die Diakonie in die Tat um-setzen, wie sie Menschen einladen, mit ihnen teilen, sie untersttzen und Ver-bundenheit und Wertschtzung leben (Lesen Sie mehr dazu ab Seite 10).

    Diakonie ist ein Fremdwort. Man ver-steht es erst, wenn man es tut. Und wenn man sagt, was man tut. Dazu ist die Kampagne da. Das weckt Hoffnungen, das bringt Menschen dazu, selber zum Hoffnungsstreifen zu werden. Das macht Diakonie erfahrbar und fr alle verstndlich.

    Christian SchenkRedaktor notabene

    Aktuell

    Nachrichten3 5

    Kolumne Mnnersache

    Zeit zum Vatersein5

    Schwerpunkte

    Massengrab auf offner See Bootsflchtlinge

    6

    Neuzuzger: Herzlich willkommen!

    7

    Nur gemtlich wars ja noch nie Neue Amtsperiode fr Kirchenpflegen

    8 9

    Diakoniekampagne: Wo unsere Hilfe gefragt ist

    10 11

    Rubriken

    Themen und Termine12 14

    Stellenmarkt14

    kreuz & quer: Mit dem Tff in die Kirche

    Oberengstringen15

    Impressum / Cartoon16

    Editorial / Inhaltsverzeichnis

    Damit Diakonie kein Fremdwort bleibt.

  • notabene 4 / 2014 3

    Verfassungsrevision SEK / Weiter im Text oder zurck auf Feld eins?

    sch. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund hat am 7. April die Ergeb-nisse der Vernehmlassung zu seiner ge-planten Verfassungsreform prsentiert. In seinem Communiqu hlt er dazu fest, dass sich die Mitgliedskirchen fr eine Strkung des Kirchenbundes aus-gesprochen htten. Nur wollten die Kantonalkirchen dieses Ziel auf unter-schiedlichen Wegen erreichen. Und die Erwartungen an den SEK wrden stark variieren. Mehrere grosse Mitgliedskir-chen hatten in ihren Vernehmlassungs-antworten massive Kritik am Revisions-vorschlag geussert. Darunter auch die

    Zrcher Landeskirche (vergleiche no-tabene 10/2013).

    Zurck also auf Feld eins? Der SEK hlt fest, dass die Revision fortgesetzt werde und man sich an der Abgeordne-tenversammlung im Juni in Scuol grund-stzlich ber Form und Inhalt der zu-knftigen Verfassung austauschen will. Den gemeinsamen Nenner zu finden, drfte schwierig werden. Das SEK-Communiqu umschreibt die Situation mit Durchhalteparolen: Man werde Wege suchen, wie dies am besten zu be-werkstelligen sei. www.sek.ch

    kologie / Umwelt-Newsletter

    sch. Interessiert an aktuellen Infos zu Umweltfragen? Seit April gibt es den Newsletter Kirche & Umwelt der Zr-cher Landeskirche. Er wird von der Um-weltgruppe der Gesamtkirchlichen Dienste versandt und informiert ber Umweltmassnahmen der Landeskirche, Umweltprojekte in Zrcher Kirchge-meinden sowie Veranstaltungen, Mate-rial und Ideen zum Thema Umwelt und Kirche, z. B. Velo-Frderung, Grner Gggel oder kologie am Arbeitsplatz. Anmelden unter: zh.ref.ch/handlungsfelder/gl/umwelt

    Abstimmung / Breite Front gegen Kirchensteuer-Initiative

    sch. Der Countdown zum Abstim-mungssonntag ist fast schon runterge-zhlt. Am 18. Mai entscheiden die Zrcher Stimmbrgerinnen und Stimm-brger, ob die Firmen die Leistungen der Kirche fr die Gesellschaft weiter mittragen. In den letzten Wochen hat sich eine breite Front von Politikern al-ler Couleurs und Fhrungskrften aus der Wirtschaft gebildet, die dieser Ar-beit der Kirche Sorge tragen will und die Kirchensteuer-Initiative der Jungfreisin-nigen klar ablehnt. Regine Sauter, Di-rektorin der Zrcher Handelskammer und FDP-Kantonsrtin, gehrt ebenso dazu wie Markus Neuhaus, Verwal-tungsratsprsident von Pricewater-houseCoopers. Es ist richtig, dass auch die Wirtschaft die gemeinntzige und kostengnstige Arbeit der Kirchen zum

    Wohle der Allgemeinheit untersttzt, sagt Neuhaus. Fr ein Nein engagieren sich an vorderster Front auch Verena Diener, Stndertin der Grnliberalen, Maja Ingold, Nationalrtin EVP, und Martin Naef, Nationalrat SP. Auch SVP-Kantonsrat Martin Arnold, Ge-meindeprsident von Oberrieden, kmpft engagiert fr ein Nein, damit Gemeinden und Kirchen auch in Zu-kunft Hand in Hand arbeiten knnen.

    Grosse Wertschtzung fr die kirchli-che Arbeit ist also quer durch alle Par-teien sprbar und der Support im Kampf gegen die Initiative prominent. Ob sich das auch an der Urne mit einem deutlichen Nein zur Initiative nieder-schlagen wird, ist offen. Entscheidend wird sein, dass auch die Mobilisierung der Stimmberechtigten gelingt.

    Sagen mit guten Grnden Nein zur Kirchen-steuer-Initiative (v.l.): Martin Naef (SP), Verena Diener (glp), Martin Arnold (SVP), Maja Ingold (EVP), Markus Neuhaus (VR-Prsident PWC), Regine Sauter (Direktorin Handelskammer, FDP). Alle Argumente und Testimonials auf: kirchensteuerinitiative-nein.ch

    Jede Stimme zhlt!Falls Sie Ihre Stimme nicht schon brieflich abgegeben haben: Gehen Sie abstimmen, und nehmen Sie Ihre Freunde und Verwandten mit!

    Abstimmungsresultate live: via Twitter (#kist14) und auf www.zh.ref.ch

  • notabene 4 / 20144

    Jugendorganisation etabliert KonfProject / Ins Konflager mit dem Cevi

    sch. Was in Basel seit einigen Jahren funktioniert, kommt nun auch im Kan-ton Zrich ins Rollen: Der Cevi, der La-ger- und Outdoor-erprobte christliche Jugendverband, organisiert zusammen mit einzelnen Kirchgemeinden ein ge-meinsames Konflager. 2013 liessen sich die Gemeinden Illnau-Effretikon, Stadel und Mnchaltorf mit insgesamt ber 50 Konfirmandinnen und Konfirmanden auf das KonfProject des Cevi Regio-nalverbands Zrich, Schaffhausen, Gla-rus ein. Im Oktober 2014 soll nun eine zweite Auflage mit dem gleichen Kon-zept stattfinden: Das Lager wird von langjhrigen Cevianern geleitet und von der Geschftsstelle des Regionalver-bands untersttzt. Zusammen mit den Pfarrerinnen und Pfarrern und freiwilli-gen Helfern aus den teilnehmenden Kirchgemeinden wird das Konflager ge-plant und im Cevi-Haus Wartburg in Mannenbach am Bodensee durchge-fhrt.

    Eine durchwegs positive Erfahrung, sagt Peider Kobi, Pfarrer in Stadel. Zu-sammen mit elf Konfirmandinnen und Konfirmanden hat er letztes Jahr eine gelungene Woche am Bodensee ver-bracht. Fr die Jugendlichen sei der Kontakt mit anderen Gleichaltrigen ein grosser Gewinn gewesen. Und einer der nachwirkt: An die Konfirmationsfeier in Stadel kommen dieses Jahr auch Gste aus Mnchaltorf und Effretikon. Auch die Zusammenarbeit mit dem Cevi und mit den anderen Pfarrern wertet Kobi als gute Erfahrung und als bung ber-regionaler Zusammenarbeit.

    Dies besttigt auch sein Amtskollege Andreas Manig von Illnau-Effretikon, der in der Konzeptarbeit des Cevi-Pro-jekts mit eingebunden war: Vom Lager-Know-how des Cevi knne man viel profitieren. Das knne eine Entlastung sein fr Pfarrpersonen, die mit Outdoor-Aktivitten wenig Erfahrung htten. Gleichwohl habe man beim KonfPro-

    ject gengend Mglichkeiten, sich bei Planung und Gestaltung der Lagerwo-che einzubringen. Vorteile bringt das Angebot des Cevi auch fr Gemeinden mit kleinen Konfklassen. Gemeinsam mit Knflern aus anderen Gemeinden lsst sich ein vielseitigeres Programm ge-stalten, als es einer kleinen Gemeinde sonst mglich wre. Wo sonst gibts ne-ben den Themenblcken zur Konfarbeit auch die Mglichkeit, sich in Kick-Bo-xen, Backen, Musizieren, Sprayen und Feuerspucken zu ben? Eben deshalb hat sich Mnchtaltorf mit der diesjhri-gen Konfklasse fr das nchste Lager bereits wieder angemeldet. Weitere Ge-meinden sind willkommen.

    Mitmachen? Alle Infos erhalten Sie bei: Cevi Regionalverband ZH-SH-GL, Sihlstr