Hessenseiten im BUNDmagazin 3 / 2012

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[3-12] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 1 HESSENseiten HESSENseiten BUNDmagazin 3. Quartal Heft 3 / 2012 EDITORIAL IMPRESSUM Herausgeber: BUND Hessen e.V., Ostbahnhofstraße 13, 60314 Frankfurt a. M., Tel. (069) 67 73 76-0, www.bund-hessen.de und www.facebook.com/BUND.Hessen Redaktion: Brigitte Martin (Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.) Layout und Satz: Julia Beltz SPENDENKONTO BUND Hessen Konto-Nr. 369 853 , Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01 NEWSLETTER Abonnement unter www.bund-hessen.de/newsletter rfreuliches gibt es im Wildkatzenprojekt in Hessen zu vermelden: Der erste Nachweis einer Wildkatze nach über hundert Jahren wurde im Odenwald durch die Arbeit der Aktiven im BUND erbracht und im Vorder- taunus bei Ober-Mörlen wurde der hessische WILDKAT- ZEN-Walderlebnis-Rundweg eingeweiht, der vielfältige Informationen bietet und bei den Wanderern Interesse und Verständnis für die Bedürfnisse der Wildkatze und damit auch vieler anderer frei lebender Tiere weckt. Vie- le Kilometer Vernetzungskorridore sind jetzt notwendig und beim Wildkatzenwegeplan des BUND schon in Pla- nung, damit der genetische Austausch der Odenwälder Katzen mit Wildkatzen aus dem Pfälzer Wald, dem Spes- sart bis hin zur Rhön und zum Thüringer Wald und dem Nationalpark Hainich gelingt. Dann können die Oden- wälder Katzen ihre Artge- nossen beim Wildkatzendorf Hütscheroda (Hörselberg-Hai- nich, OT Hütscheroda), wenige Kilometer hinter Eisenach, be- suchen. Erfreulich ist auch, dass immer mehr BUND-Gruppen in Hes- sen sich verstärkt dem Thema Stadtnatur annehmen. Ob in Frankfurt, Kirchheim, Darm- stadt, Wiesbaden oder Gießen – auch in kleinen Gemeinden gibt es überall die Bemühung, im Dialog mit Gemeinde, Stadt und Wohnungsbaugesellschaften, mehr Natur in der Stadt zuzulassen und sich damit Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln wieder vor die Haustür zu holen. Nicht zuletzt der Sparzwang der Kommunen kann genutzt werden, damit Grünstreifen, Bauminseln und versteckte Parkwinkel weniger oft gemäht, Wildblu- menwiesen angelegt und damit auch Vögeln und Fle- dermäusen bessere Bedingungen geboten werden. Wie wäre es dann zur Ergänzung mit einer Naschhecke, für Vögel aber auch für die Menschen, aus Wildobst wie Holunder, Schlehen, Himbeeren aber auch Stachelbee- ren, Johannisbeeren, Hagebutten erzeugenden Wildro- sen und dergleichen anstatt geschnittener Form- hecken? Aber: Im Hessischen Ried sind immer noch 30.000 Hek- tar Wald durch Grundwasserübernutzung akut gefähr- det. Der schon im letzten Jahr angekündigte Runde Tisch der Landesregierung, der Lösungen für die Interes- sen des Waldes und der Natur, der Siedlungen und der Wasserversorger bringen soll, soll erst nach der Som- merpause tagen. In der Zwischenzeit sind schon erheb- liche Wasserförderungsrechte beantragt, die das ganze Öko- system auf weitere 30 Jahre zum Kippen bringen würden. Der BUND fordert, keine Ge- nehmigungen zu erteilen, bis geklärt ist, wie der Wald er- halten werden kann. Und: Die Goldgräberstim- mung der Fracking-Konzerne, die Erdgas aus nicht-konven- tionellen Lagerstätten mit viel Wasser, Sand und giftiger Chemie aus dem Boden holen wollen, hält an. In Nord- hessen aber auch im südhessischen Ried sind weite Landstriche in Gefahr. Der BUND klärt weiterhin auf, welche Gefahren Boden und unser aller Grundwasser drohen und fordert, Fracking in Hessen nicht zu geneh- migen. Und der BUND fordert, dass die Landesregierung auch beim Energiesparen mehr Handeln und Fördern einbringt und nicht nur in Sonntagsreden in Energiegip- feln davon redet. Dann kann das hoch risikobehaftete Fracking-Gas leicht eingespart werden. Leider aber ist von nachhaltiger Politik in der Energie- und Wasserpolitik, beim Verkehr, in Fragen des Flächen- verbrauchs, der Gestaltung der Kulturlandschaft und von einer erkennbaren Neuausrichtung der Land- und Forstwirtschaft der Landesregierung nichts zu spüren. Setzten wir unser Engagement dagegen: Umwelt und Natur gehen uns alle an. Daher bitten wir Sie, unterstüt- zen Sie uns bei unserem Bemühen weiterhin, Ihre Brigitte Martin Mehr Rücksicht auf Umwelt und Natur ! E Brigitte Martin Bunte Stadtnatur: Hundskamille als Insektenweide Spendenkonto des BUND Hessen: Konto-Nr. 369 853 Frankfurter Sparkasse BLZ 500 502 01
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Vier Mal im Jahr erhalten BUND-Mitglieder das bundesweite BUNDmagazin – in Hessen mit den extra Hessenseiten. Die Mitgliederzeitschrift des BUND informiert über zentrale Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, berichtet über die Arbeit des BUND und gibt Öko-Tipps für den Alltag. Im Hessen-Einleger gibt es zusätzliche Informationen auf Landesebene, von den Orts- und Kreisverbänden, den Arbeitskreisen und der BUNDjugend Hessen. Ein Abonnement kostet 15 Euro im Jahr. Mitglieder erhalten das BUNDmagazin kostenlos.

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  • [3-12] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 1

    HESSENseitenHESSENseitenBUNDmagazin

    3. QuartalHeft 3 /2012

    EDITORIAL

    IMPRESSUMHerausgeber: BUND Hessen e.V., Ostbahnhofstrae 13, 60314 Frankfurt a. M., Tel. (069 ) 67 73 76-0, www.bund-hessen.de und www.facebook.com/BUND.HessenRedaktion: Brigitte Martin (Namentlich gekennzeichnete Beitrgegeben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.)Layout und Satz: Julia BeltzSPENDENKONTOBUND HessenKonto-Nr. 369 853 , Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01NEWSLETTERAbonnement unter www.bund-hessen.de/newsletter

    rfreuliches gibt es im Wildkatzenprojekt in Hessenzu vermelden: Der erste Nachweis einer Wildkatze

    nach ber hundert Jahren wurde im Odenwald durchdie Arbeit der Aktiven im BUND erbracht und im Vorder-taunus bei Ober-Mrlen wurde der hessische WILDKAT-ZEN-Walderlebnis-Rundweg eingeweiht, der vielfltigeInformationen bietet und bei den Wanderern Interesseund Verstndnis fr die Bedrfnisse der Wildkatze unddamit auch vieler anderer frei lebender Tiere weckt. Vie-le Kilometer Vernetzungskorridore sind jetzt notwendigund beim Wildkatzenwegeplan des BUND schon in Pla-nung, damit der genetische Austausch der OdenwlderKatzen mit Wildkatzen aus dem Pflzer Wald, dem Spes-sart bis hin zur Rhn und zum Thringer Wald und demNationalpark Hainich gelingt. Dann knnen die Oden-wlder Katzen ihre Artge-nossen beim WildkatzendorfHtscheroda (Hrselberg-Hai-nich, OT Htscheroda), wenigeKilometer hinter Eisenach, be-suchen.

    Erfreulich ist auch, dass immermehr BUND-Gruppen in Hes-sen sich verstrkt dem ThemaStadtnatur annehmen. Ob inFrankfurt, Kirchheim, Darm-stadt, Wiesbaden oder Gieen auch in kleinen Gemeindengibt es berall die Bemhung, im Dialog mit Gemeinde,Stadt und Wohnungsbaugesellschaften, mehr Natur inder Stadt zuzulassen und sich damit Schmetterlinge,Wildbienen und Hummeln wieder vor die Haustr zuholen. Nicht zuletzt der Sparzwang der Kommunenkann genutzt werden, damit Grnstreifen, Bauminselnund versteckte Parkwinkel weniger oft gemht, Wildblu-menwiesen angelegt und damit auch Vgeln und Fle-

    dermusen bessere Bedingungen geboten werden.Wie wre es dann zur Ergnzung mit einer Naschhecke,fr Vgel aber auch fr die Menschen, aus Wildobst wieHolunder, Schlehen, Himbeeren aber auch Stachelbee-ren, Johannisbeeren, Hagebutten erzeugenden Wildro-sen und dergleichen anstatt geschnittener Form-hecken?

    Aber: Im Hessischen Ried sind immer noch 30.000 Hek-tar Wald durch Grundwasserbernutzung akut gefhr-det. Der schon im letzten Jahr angekndigte RundeTisch der Landesregierung, der Lsungen fr die Interes-sen des Waldes und der Natur, der Siedlungen und derWasserversorger bringen soll, soll erst nach der Som-merpause tagen. In der Zwischenzeit sind schon erheb-

    liche Wasserfrderungsrechtebeantragt, die das ganze ko-system auf weitere 30 Jahrezum Kippen bringen wrden.Der BUND fordert, keine Ge-nehmigungen zu erteilen, bisgeklrt ist, wie der Wald er-halten werden kann.

    Und: Die Goldgrberstim-mung der Fracking-Konzerne,die Erdgas aus nicht-konven-tionellen Lagersttten mitviel Wasser, Sand und giftiger

    Chemie aus dem Boden holen wollen, hlt an. In Nord-hessen aber auch im sdhessischen Ried sind weiteLandstriche in Gefahr. Der BUND klrt weiterhin auf,welche Gefahren Boden und unser aller Grundwasserdrohen und fordert, Fracking in Hessen nicht zu geneh-migen. Und der BUND fordert, dass die Landesregierungauch beim Energiesparen mehr Handeln und Frderneinbringt und nicht nur in Sonntagsreden in Energiegip-feln davon redet. Dann kann das hoch risikobehafteteFracking-Gas leicht eingespart werden.

    Leider aber ist von nachhaltiger Politik in der Energie-und Wasserpolitik, beim Verkehr, in Fragen des Flchen-verbrauchs, der Gestaltung der Kulturlandschaft undvon einer erkennbaren Neuausrichtung der Land- undForstwirtschaft der Landesregierung nichts zu spren. Setzten wir unser Engagement dagegen: Umwelt undNatur gehen uns alle an. Daher bitten wir Sie, unterstt-zen Sie uns bei unserem Bemhen weiterhin,

    Ihre Brigitte Martin

    Mehr Rcksicht auf Umwelt und Natur !

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    Brigitte Martin

    Bunte Stadtnatur: Hundskamille als Insektenweide

    Spendenkontodes BUND Hessen: Konto-Nr. 369 853Frankfurter SparkasseBLZ 500 502 01

  • WILDKATZE

    katzen-Projektes, die hessische Umweltministerin Lu-cia Puttrich, den Erlebnispfad frei. Neben der Presseund Gsten wie dem Brgermeister von Ober-Mrlenund dem Landrat des Wetterau-Kreises kamen auchviele interessierte Menschen aus der Region, um denPfad an diesem Tag zum ersten Mal zu erkunden. DieKinder konnten auf dem Wanderparkplatz Buttons ba-steln oder sich beim Schminken in eine Wildkatze ver-wandeln. Das WILDKATZEN-Walderlebnis entstand im Rahmender seit 2010 laufenden LIFE+-Kommunikationskam-pagne Netze des Lebens. Es ist die grte Einzel-manahme der Kampagne in Hessen und wurde ne-ben der EU auch von der Stiftung Hessischer Natur-schutz untersttzt.

    Ratefchse aufgepasst: Das Quiz zum Pfad!Wer bei der Wanderung ber den Pfad ganz genau auf-passt und unsere Quiz-Fragen fr Wildkatzen-Exper-ten richtig lst, dem winken tolle Preise. Die Gewinnerknnen mit ihrer neuen Becherlupe auf Forschungs-reise gehen, aufregende Wald-Kriminalgeschichten mitKommissar Focks lsen oder auf einer spannenden DVDmehr ber Luchs und Wildkatze erfahren.Den Quiz-Fragebogen zum Herunterladen und weite-re Informationen gibt es unter www.bund-hessen.de/wildkatze. Sind alle Fragen gelst und der Lsungssatzgefunden, diesen einfach per E-Mail an [email protected] oder per Post an BUND Hessen, SarahFriedrichsdorf, Ostbahnhofstrae 13, 60314 Frankfurtschicken. Bitte nicht vergessen, Namen, Adresse undAlter anzugeben. Der Einsendeschluss ist der 30. Sep-tember 2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wirwnschen allen Teilnehmern viel Erfolg!

    Sarah Friedrichsdorf

    2 Hessen-Seiten im BUNDmagazin [3-12]

    urch das Holztor, unter den wachsamen Augen derWildkatze hinweg und schon ist man auf dem

    WILDKATZEN-Walderlebnis, dem neuen Erlebnispfadim Hochtaunus. Nun gilt es, den Weg ber Trampel-pfade durch wildes Terrain zu finden und auf sieben Ki-lometern den wilden und vielfltigen Wald am Winter-stein zu erkunden. An zehn Stationen gibt es jede Men-ge zu entdecken und zu erleben. Wer erkennt die Spu-ren von Wildkatze und Luchs? Und wer kann sich aufdem Barfupfad so leise wie eine Wildkatze an ihre Beu-te anschleichen? Bei der Suche nach den verstecktenWildkatzen in den Bumen wird man zum echten For-scher und auf den Hpfbulten ist Geschicklichkeit ge-fragt. An der sprechenden Bushaltestelle kann mandem wilden Gesprch zwischen Baummarder, Fleder-maus und Co. lauschen. Am Ende des Pfades wartet einPicknickplatz auf die mden Wildkatzen-Abenteurer.

    Die groe ErffnungNach zwei Jahren voller Planung und Vorbereitungengemeinsam mit den Kooperationspartnern Hessen-Forst Forstamt Weilrod und dem Naturpark Hochtau-nus wurde das WILDKATZEN-Walderlebnis am 26. Mai2012 erffnet. Mit dem Schnitt durch das grne Bandam Starttor gab die Schirmherrin des hessischen Wild-

    Erlebnispfad am Winterstein

    Auf den Spuren der Wildkatze den Wald entdecken

    Wer unterwegs sein Handy dabei hat,kann ber eine Telefonnummer zum

    Festnetztarif oder mit einem QR-Codezu jeder Station kurze, knackige und

    sehr lustige Hrtexte abrufen. Man er-fhrt, warum Verkehrserziehung keine L-

    sung fr Wildkatzen ist und wonach Lock-stcke fr Menschen in Stdten duften mssten. Wer vor sei-nem Besuch auf der Homepage des BUND Hessen vorbei-schaut, kann sich die Beitrge des Handy-Audioguides auchdort herunterladen.

    Und so kommt man hin: Der sieben Kilometer langeRundweg des WILDKATZEN-Walderlebnis startet und endetam Wanderparkplatz Winterstein. Dieser ist ber die A 5, Ab-fahrt Ober-Mrlen, leicht zu erreichen. Einfach der Haupt-strae durch den Ort folgen und zum Gewerbegebiet abbie-gen. Nach dem Ortsausgang ist der Wanderparkplatz an derWintersteinstrae im Wald ausgeschildert.GPS-Daten fr das Navi: N502031.20 E84022.80

    Mehr Infos:Sarah FriedrichsdorfTel. (069) 67 73 [email protected]

    www.bund-hessen.de/wildkatze

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  • [3-12] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 3

    WILDKATZEBUND OdenwaldNachweis der Wildkatze im hessischen OdenwaldSensationeller Auftakt des neuen BUND-Projekts Wildkatzensprung

    Mehr Infos:www.bund-hessen.de/wildkatze

    Termine mit der WildkatzeStets aktuell im Internet unter www.bund-hessen.de. Hier eine Auswahl:

    Wildkatzentag in der Fasanerie Wiesbaden Sonntag, 19. August 2012 Buntes Familienprogramm rund um die Wildkatze mit Wildkatzenvortrag, Quiz, Malen & Basteln, Fhrung zum Wildkatzengehege mit Ftterung u.v.m.

    Running Wild Der Lebenslauf fr die Wildkatze beim Altknigslauf inKronberg im Taunus Sonntag, 23. September 2012 ab 9.30 UhrEin groes Rahmenprogramm rund um die Wildkatze und unser Rettungsnetz ver-spricht auch den Mitlufern einen abwechslungsreichen Tag mit Kinderschminken,Wildkatzenweitsprung und Basteln von Wildkatzen-Buttons. Ort: Sportanlage in Kronberg, Schlerwiesen 1 in Kronberg im TaunusAnmeldung zum Lauf: www.mtv-kronberg.de

    Mit Kindern auf den Spuren der Wildkatze Seminar fr Lehrkrfte der Klassen510 (Anmeldung erforderlich!) Dienstag, 25. September 2012 von 14.15 bis 19.30Uhr Naturschutz-Akademie Hessen, WetzlarIn diesem Seminar erfahren Lehrkrfte und Umweltpdagog/-innen fr die Klassen510 nicht nur viel Wissenswertes ber diese gefhrdete Tierart und ihren Lebens-raum, sondern vor allem, wie sie das Thema Wildkatze anstatt der Hauskatze inden Unterricht einbinden knnen. Das modulare und auf die verschiedenen Schul-stufen ausgerichtete BUND-Bildungspaket rund um die Wildkatzen und ihrenLebensraum wird im Seminar vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten Lehr- undErfahrungsmaterialien, auch in digitaler Form. Anmeldung: www.na.hessen.de

    Wildkatzenquiz fr Kinder und Jugendliche:Einsendeschluss Sonntag, 30. September 2012

    er BUND hat den Nachweis der EuropischenWildkatze fr den hessischen Odenwald erbracht.

    20 Helferinnen und Helfer betreuten im Winter undFrhjahr diesen Jahres 50 Lockstcke im Kreisgebietzwischen Hchst und Erbach, Breitenbrunn und Brens-bach. Durch wchentliche Kontrollen der mit Baldriangetrnkten Holzpfosten wurde nach Tierhaaren ge-fahndet. Die etwa 20 eingesammelten Haarproben wur-den auf die Reise geschickt, die sie ber den Tisch desKoordinators des bundesweiten Untersuchungspro-gramms in Thringen bis ins Labor der Senckenberg-Forschungsstation in Gelnhausen fhrte. Hier wurdenWollfussel und Rehwildhaare sowie Wildschweinbors-ten aussortiert, sodass nur die nach Katze aussehen-den Haare in die zweistufige genetische Untersuchunggelangten.

    Mitte Juni erreichten dann die ersten Ergebnisse denOdenwaldkreis und die Sensation war perfekt: Am23.02.2012 war in der Gemeinde Brensbach eine Wild-katze unterwegs, die sich an dem dort aufgestelltenLockstock gerieben hat.

    Damit ist zum ersten Mal seit ber 100 Jahren wie-der eine Wildkatze im Odenwald nachgewiesen wor-den. Die Europische Wildkatze gehrt zu den beson-ders scheuen Wildtieren, die weder vom Wanderer nochvom Jger leicht zu beobachten sind. Durch ihr ausge-zeichnetes Gehr wird sie vor einer mglichen Begeg-nung mit Menschen gewarnt und weicht aus. Ganz sel-ten gelingen Beobachtungen von Muttertieren mit ihrenJungen in Baumhhlen oder Totholzhaufen. Im Oden-wald ist dem BUND von Jgern im Kreisgebiet nur eineeinzige Beobachtung der Wildkatze bekannt. Die Jagd-berichte des Grafen Erbach-Frstenau enthalten seit150 Jahren keine Nennung der Wildkatze mehr. Vor die-sem Hintergrund stellt der genetische Nachweis der Arteinen bedeutenden Kenntnissprung dar.

    Wildkatzensprung fr die Vernetzung der Wald-LebensrumeDer BUND hat damit einen ersten Teilerfolg bei seinemProjekt Wildkatzensprung aufzuweisen, der nichthoch genug eingeschtzt werden kann. Das neue Pro-jekt ergnzt das seit 2004 bestehende RettungsnetzWildkatze und wird vom Bundesamt fr Naturschutzbis 2014 mit mehreren Millionen Euro gefrdert. In zehnBundeslndern sollen die Pflanzung von Waldkorrido-ren und der Aufbau einer Gen-Datenbank fr die Wild-katze die Wiedervernetzung deutscher Wlder unter-sttzen. Einer der Projektschwerpunkte in Hessen istdie Erforschung des Wildkatzenvorkommens im sd-hessischen Waldgebiet, um die Vernetzung der be-kannten Wildkatzenpopulationen im Spessart und imPflzer Wald voranzubringen. Als rumlicher Trittsteinwar der Odenwald fr die scheue Katze prdestiniert,

    die BUND-Experten hatten daher auch groe Hoff-nungen in den Nachweis der Art im Untersuchungs-raum gesetzt. BUND-Sprecher Detlef Leisterer ist ent-sprechend begeistert: Wir haben relativ spt im Win-ter mit unserer Untersuchung begonnen und konntennur dank der groartigen Hilfe der freiwilligen Wild-katzenfreunde zu diesem Ergebnis kommen. Es befl-gelt uns natrlich fr die beiden kommenden Winter-halbjahre, in denen die Suche nach Wildkatzenhaarenebenfalls stattfinden soll.

    Zu Herkunft und Abstammung des Tieres sollen wei-tere Untersuchungen durchgefhrt werden, so ist dieVerwandtschaft mit den im Spessart freigesetzten Tie-ren von Interesse. Der BUND-Odenwald freut sich mitseinen Helferinnen und Helfern ber diesen schnenTeilerfolg seiner Umweltaktivitten.

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    Harald Hoppe vomBUND Odenwaldbeim Aufstellen eines Lockstocks

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  • 4 Hessen-Seiten im BUNDmagazin [3-12]

    ENERGIE Umweltrisiko Fracking Unterschriftenliste und Flyer

    um Antrag der deutschen Tochter des kanadischenEnergieunternehmens BNK vom Februar 2012 zur

    Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus nicht-kon-ventionellen Lagerstellen mittels des sogenanntenFracking-Verfahrens (Gewinnung von Gas durch dasAufbrechen der Bodenschichten, in denen Gas vor-kommt) informierten Regierungsprsidium, HessischesUmweltministerium, der Antragsteller und Wissen-schaftler in zwei Veranstaltungen in Nordhessen. DieTreffen im Juni waren sehr gut besucht. Vertreter derGemeinden und Brgerinnen und Brger in der Regi-on wollten wissen, welche Manahmen und Auswir-kungen auf Natur und Landschaft und somit auf dieBevlkerung zukommen knnen.

    Das beantragte Aufsuchungsfeld Adler South um-fasst eine Flche von insgesamt 5.212 Quadratkilome-tern. Das Gebiet wird im Westen und Norden durch dieLandesgrenze, im Sden durch die Achse Biedenkopf- Bad Hersfeld und im Osten durch die Achse Bad Hers-feld - Helsa begrenzt.

    Risiken Fracking-Verfahrens zur Ausbeutungnicht-konventioneller GaslagerstttenFracking ist die Kurzform von hydraulisch Risse bil-den, englisch hydraulic fracturing. Bei den hori-zontalen Bohrungen in bis zu 1.500 Meter Tiefe undHunderten von Metern auch in vertikaler Richtung wer-den unter hohem Druck Gesteinsschichten aufgebro-chen. Dabei werden neben groen Mengen Wasser undSand auch giftige Chemikalien unter die Erde ge-presst. Durch die dabei entstehenden Risse soll Erdgasaus Bodenschichten entweichen knnen, die an sichgasundurchlssig sind.

    Die vielfltige Mischung von Chemikalien, die beimFracking eingesetzt werden, stellen eine unkalkulier-

    bare Bedrohung mit groem Restrisiko fr Mensch undNatur und vor allem fr die Trinkwasserversorgung dar.Die dafr erforderliche Transportinfrastruktur wrdeeine zustzliche hochproblematische Bedrohungbedeuten. Der BUND erwartet daher vom HessischenUmweltministerium schnelle Erklrungen und eineausreichende Brgerbeteiligung zum Gebiet AdlerSouth, in dem die Probebohrungen beantragt sind.

    Der BUND verweist darauf, dass u.a. Frankreich dasFracking-Verfahren nicht genehmigte. Und auch dasBundesumweltministerium (BMU) steht dieser Me-thode der Gasgewinnung sehr skeptisch gegenber, dalngst noch nicht alle Risiken bei dieser Technologieaufgeklrt sind.

    Energiesparen anstatt FrackingHocheffiziente und schnell regelbare Gaskraftwerkestellen eine wichtige Brcke hin zu einer vollstndig auferneuerbare Energien ohne Kohle und Atom basie-renden Energieversorgung dar. Dennoch darf es keineErdgasfrderung um jeden Preis geben. Die Frderungaus nicht-konventionellen Lagersttten verursachtschwerwiegende Umweltprobleme und hat eine deut-lich schlechtere Klimabilanz als Erdgas aus herkmm-lichen Lagersttten. Vorrang muss auf jeden Fall dasEnergiesparen bekommen.

    Der BUND lehnt Fracking ab. Fr mehr Informationensteht ein Faltblatt zum Runterladen auf der Seite desBUND Hessen zur Verfgung. Auch eine Unterschrif-tenliste ist dort erhltlich. Die Unterschriften sollen imHerbst dem Hessischen Umweltministerium berge-ben werden.

    Rudolf Schfer

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    Faltblatt:Download unter

    www.bund-hessen.de

    Verfahren der Schiefergasfrderung durch Fracking

    Erdgasgewinnung aus Schiefergas durch Fracking (links) undkonventionelle Erdgasfrderung (rechts)

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    Mehr Infos:Rudolf Schfer

    Frankenberger Str. 12a35066 Frankenberg-

    RddenauTel/Fax:

    (06451) 23 041 50Mobil:

    (0162) 7 44 77 39rudolf.schaefer

    @bund.netwww.bund-waldeck-

    frankenberg.de

  • MAGAZIN

    [3-12] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 5

    Landesverband HessenArbeitskreis Waldim BUND HessengegrndetWie auf der Landesdelegiertenver-sammlung angekndigt wurdeAnfang Juli in Kassel der Landes-arbeitskreis Wald (LAK Wald) imBUND Hessen gegrndet.

    Im Arbeitskreis werden auchFachleute aus dem Forstbereichmitarbeiten. Die bisher fnf Mit-glieder des AKs freuen sich aufWaldliebhaber aus ganz Hessen.Auch BUND-Mitglieder, die sichnicht im LAK Wald engagierenwollen oder knnen, werden einGremium haben, das sie kontak-tieren knnen, wenn es um Fra-gen zur Waldpolitik in Hessengeht.

    Hessen hat neben Rheinland-Pfalz den hchsten Waldanteil al-ler Bundeslnder. Daher ist es be-sonders wichtig, eine Gruppe zuhaben, die sich mit den Belangenunserer Wlder beschftigt. DerLAK Wald versteht sich als Forumdes Gedanken- und Informations-austausches ber die Zukunft desWaldes und wird sich auch mitFragen der Zertifizierung nachden Richtlinien von FSC Deutsch-land beschftigen.

    VerkehrHessen Schlusslicht bei nachhaltiger Mobilitt

    Auf dem letztenPlatz aller 16 Bun-deslnder landetHessen in der Ge-samtwertung indem von der Alli-anz pro Schiene

    verffentlichten Bundeslnder-vergleich zur nachhaltigen Mobi-litt. Nur ein Drittel des bestmg-lichen Wertes wird erreicht, Nord-rhein-Westfalen hingegen, eben-falls ein Transitland mit hohemVerkehrsaufkommen, kommt miteinem doppelt so guten Wert wieHessen auf den ersten Platz. Ne-gativ schlgt in der Wertung Hes-sens die Klimabilanz des Transit-verkehrs und des FrankfurterFlughafens zu Buche. Negativwertet die Allianz pro Schieneauch den Ausbau des Regional-flughafens Kassel-Calden.

    Fr den BUND kommt das Er-gebnis nicht unerwartet, da dieVerkehrspolitik der schwarz-gel-ben Landesregierung nicht anNachhaltigkeitsprinzipien ausge-richtet ist sondern mit hchsterPrioritt stets den Ausbau vonFlughfen und Straen verfolgt.Der BUND erneuerte daher dieForderung nach einem Verkehrs-wendegipfel, die die Aktivenschon bei den Diskussionen imRahmen des Energiegipfels erho-ben haben. Eine dringend not-wendige Verkehrswende in Hes-sen hin zu nachhaltiger Mobilittmit Vorrang des PNV sowie desRad- und Fuverkehrs muss Chef-sache von MinisterprsidentBouffier sein und in einem offe-nen Dialogprozess angegangenwerden. bm

    Weitere Informationen zum Bundeslndervergleich: www.allianz-pro-schiene.de/presse/presse-mitteilungen/2012/016-bundeslaenderindex-mobilitaet-1/

    EU Nachtflugverbot in GefahrNur wenn das europische Parlament gegen einenentsprechenden Verordnungsentwurf der EU-Kommis-sion stimmen wird, kann das Nachtflugverbot amFrankfurter Flughafen Bestand haben. Mehr Infos hier-zu finden Sie auf der Aktionsseite. Machen Sie mit beim Online-Protest unter www.kein-nachtflug.eu!

    Foto

    : Julia

    Beltz

    Der Bundesarbeitskreis Wald hat-te im letzten Jahr die Position Le-bendige Wlder herausgegeben.Auf der Grundlage dieser Positionsoll diskutiert und Wlder vor Ortangesehen werden.

    Wer Interesse an der Mitarbeitim LAK WALD hat, wende sich bit-te an die BUND-Landesgeschft-stelle oder an den kommissari-schen Sprecher des Arbeitskreises,Otto Lwer.

    Otto Lwer

    Kontakt LAK Wald:[email protected];Tel. (0561) 6527

    Das nchste Treffenist fr den Oktobervorgesehen.Ort und Zeit werdennach Teilnehmerbe-fragung festgelegt.

    Totholz im FSC-zertifiziertenWiesbadenerStadtwald

  • MAGAZIN

    6 Hessen-Seiten im BUNDmagazin [3-12]

    Kreisverband Gieen Kritisch engagiert imProjekt Landesgarten-schau 2014Fr 2014 ist in Gieen die Landes-gartenschau mit dem Motto Aufzu neuen Ufern! geplant. Mitglie-der des BUND KreisverbandsGieen setzen sich mit der Pla-nung kritisch auseinander.

    Einige Mitglieder lehnen dasProjekt ganz ab, alle aber versu-chen, zu erwartende Beeintrchti-gungen an Natur und Umwelt zuminimieren. Der BUND wirktevon Anfang an intensiv an derWeiterentwicklung der TeilplneLahnaue und Wieseckaue sowieden grnen Korridoren, die beideGebiete verbinden, mit: durchBrgerbeteiligungen, Beiratsar-beit, Vor-Ort-Exkursionen, Stel-lungnahmen und Pressearbeit.

    Bisher konnten die mglichstumfangreiche Erhaltung von na-turnahen Uferzonen an der Lahn,die Verringerung von baulichenEingriffen in naturnahe Teichuferund die Reduzierung von Fl-cheninanspruchnahme durch We-gefhrung und Befestigung er-reicht werden. Auch wird vomBUND Gieen auf eine sachge-rechte Umsetzung der Planungnach geltendem Naturschutzrechthingewirkt, um negative Auswir-kungen im stdtischen Naherho-lungsraum und angrenzenden

    FFH-Gebiet zu minimieren.Die kritische Begleitung wird al-lerdings dadurch erschwert, dassnur fr einen Teil der Manah-men fr die Landesgartenschau2014 eine Verbandsbeteiligung ineinem Planverfahren erfolgt. NachProtesten zum Vorgehen und Kri-tik an verschiedenen Einzelvorha-ben, etwa der Errichtung einesCafs im Uferbereich eines Tei-ches oder der Rodung von Park-bumen und der Entfernung vonFeuchtbereichen wurde ein vomBUND angeregter Runder TischLandesgartenschau 2014 einge-richtet.

    Neben der Verbesserung derInhalte und der Kommunikations-wege mchte der BUND Gieendas kommende Event, bei demimmerhin mit rund 700.000 Besu-chern ber sechs Monate verteiltin Gieen gerechnet wird, auchals Plattform fr Naturschutzthe-men nutzen. Dazu sollen Beitrgezum Schwerpunkt Torffrei grt-nern, Alternative Landesgarten-schau, Fhrungen zum ThemaArtenvielfalt und Informationenber kologische Zusammenhn-ge im Garten wie Frderung vonInsekten und anderen Lebewesenerarbeitet werden.

    Wahrscheinlich liegen nochviele Arbeits- und Konfliktphasenvor den Aktiven, daher freuen siesich ber Anregungen, Unterstt-zung und tatkrftige Mithilfe ausdem BUND-Netz.

    Mehr Infos: Andrea Malkmus BUND KV Gieen

    [email protected] [email protected]

    bund-giessen.dewww.bund-giessen.de

    Kreisverband Gieen Einsatz fr Mauer-segler und Kreuz-krtenInformationen zur Konstruktionund Anbringung von Mauerseg-ler-Nisthilfen und viele weitereMaterialien zu gebudebrten-den Vogelarten knnen auf derWebsite www.bund-giessen.deals Download abgerufen werden. Interessiert ist der GieenerBUND-Kreisverband insbeson-dere bei Gebudesanierungenan vorausschauender Zusam-menarbeit mit Wohnungsbauge-sellschaften oder anderen Bau-trgern vor Ort.

    In tagelangem Einsatz und meh-ren nchtlichen Kontrollgngenwurden in Kooperation mit derOberen Naturschutzbehrde10.000 Kaulquappen der beson-ders geschtzten Kreuzkrte ge-rettet und in ein geeignetes Ge-wsser in Gieen-West gebracht.Dort steht ihnen ein dauerhaft ge-sicherter Lebensraum zur Verf-gung. Die Tiere waren in den ehe-maligen Wasserpflanzenbeckeneiner aufgegebenen Grtnerei ge-schlpft. Das Gelnde steht un-mittelbar vor einer Umnutzung.

    Andrea Malkmus

    Beim Abfischen der Kaulquappen

    Kritische Bege-hung von

    Wieseckaue undLahnaue durch

    den BUND Gieen

    Foto

    : Sas

    si/PIX

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  • [2-12] Hessen-Seiten im BUNDmagazin 7

    Eine Woche Segeln auf der Jonas

    Wir, eine Gruppe von neun Land-ratten und einer dreikpfigenSchiffscrew, segelten Anfang Julieine Woche lang auf dem See-Ewer Jonas durch die DnischeSdsee. Fr die Arbeiten an Deckwurden wir in verschiedene Grup-pen eingeteilt, die fr die ver-schiedenen Bereiche des Schiffesund der Segel zustndig waren.

    Am Anfang waren uns all dieneuen Begriffe und Knoten eben-so fremd wie die Aufgaben anBord. Aber nach kurzer Zeit konn-ten wir schon selbststndig Ttig-keiten bernehmen und das Se-geln machte uns groen Spa.Meistens waren wir den Vormittagber mit Segelsetzen beschftigtund konnten uns danach dankdes durchgehend tollen und son-nigen Wetters an Deck in der Son-ne erholen. Nachmittags hattenwir dann unser Tagesziel erreicht,so dass uns auch Zeit fr Land-gnge blieb. Abends haben wir ge-meinsam sehr lecker gekocht undSpiele gespielt sowie verschiedenekreative Workshops oder das Kli-maspiel Keep Cool veranstaltet.

    Wir gingen im Meer schwimmenoder erkundeten zahlreiche In-seln. An Land entdeckten wir ver-trumte kleine dnische Drfer,grere Hafenstdte, verlasseneStrnde und einsame Buchten.Zweimal hatten wir die Mglich-keit direkt vor einer Insel zu an-kern und wie im Piratenfilm mitdem Beiboot berzusetzen. Ganzschn aufregend! An Land nah-men wir auch an einer Fhrungdurch das NaturschutzgebietSchleimnde teil und verbrachteneinen schnen Abend mit Stock-brot, Musik und Spielen am La-gerfeuer.

    Highlights der Freizeit warendie Aussicht vom 22 Meter hohenMast der Jonas und ein Sprungvom Klverbaum ins erfrischendeMeer. Wir haben die Zeit auf derJonas genossen, viel gelacht undviel gesehen. Die Woche war wun-derschn. Wir haben so viel erlebtwie sonst in den ganzen Sommer-ferien nicht. Unsere Gruppe hatsich wunderbar zusammengefun-den, und wir hatten eine unver-gessliche Zeit zusammen.

    Nach der Woche sind wir unsalle einig: So eine Freizeit mussunbedingt wiederholt werden!

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    Unsere Gemein-schaft an Bord:alle haben sichsehr wohl gefhlt

    Lieblingsplatz auf dem Klverbaum

  • Achtung! An alle Naturforscher und Naturforscherin-nen bis 12 Jahre: Bald endet das diesjhrige Natur-

    forscherjahr. Bitte schickt eure NaturTageBcher bis zum31. Oktober an die BUNDjugend. Manfred Mistkfer ist schon ganz

    gespannt auf viele tolle Einsendungen!

    28.30. September Herbst-Interaktiv-Treffen Bad Nauheim1326 Jahre kostenfreiEin buntes Wochenende mit Aktionen, Workshops, Infos und Projektvorstel-lungen zu umweltpolitischen Themen, die uns gerade beschftigen. Da kannjede/r mitmachen. Auerdem sammeln wir Ideen fr das Programm und un-sere inhaltlichen Schwerpunkte 2013. Auf dem Programm steht auch eine klei-ne Aktion in der Innenstadt.

    15. 20. Oktober Gruppen leiten aber wie? JugendleiterInnen-Grund-ausbildung Frankfurt ab ca. 16 Jahre (auch fr TeilnehmerInnen am BFDgeeignet) 75/60/145 * (normal/BUNDjugend-Mitglied/ber 26 Jahre) Wie tickt eigentlich eine Gruppe? Wie gestalten wir das Programm fr unse-re Freizeit? Und was, wenn es im Team mal kracht?Das fnftgige Blockseminar gilt als Grundausbildung fr JugendleiterInnenund bereitet auf das Leiten von Gruppen, insbesondere auf Freizeiten, vor. Eswird u. a. um Entwicklungspsychologie von Kindern und Jugendlichen gehen,um das eigene Selbstverstndnis als GruppenleiterIn, um Gruppenprozesseund Leitungsstile und um den Umgang mit Konflikten im Team und mit derbzw. in der Gruppe. Die TeilnehmerInnen lernen auerdem, Prozesse zu moderieren und bekom-men Einblicke in Zeit- bzw. Selbstmanagement, Presse- und ffentlichkeits-arbeit. Elemente aus der Umwelt- und Spielepdagogik und Tipps zur um-weltgerechten Freizeitgestaltung runden das Programm ab.Das Seminar bietet Grundlagenwissen fr alle, die gern Freizeiten teamen wol-len. Wir legen Wert auf eine methodisch und inhaltlich abwechslungsreicheAusgestaltung. Die angehenden JugendleiterInnen knnen sich auf diese Wei-se schon in ihre neue Rolle einfinden und sich als TeamerIn ausprobieren.Das Seminar ist Voraussetzung zur Beantragung der JuleiCa.

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    Kontakt

    BUNDjugend HessenOstbahnhofstr. 13, 60314 FrankfurtTel. (069 ) 67 73 [email protected] www.bundjugendhessen.de

    * ) :Das Jahresprogrammfr Kinder und Jugendliche und das Fortbildungsangebot

    fr TeamerInnen/GruppenleiterInnengibt es als Pdf auf derHomepage oder als

    kostenlose Papierflyer

    Termine Termine Termine Termine Termine Termine

    Herbstfreizeiten Herbstfreizeiten Herbstfreizeiten

    Naturforscher-Entdeckungsreise im Juni

    Fr ein ereignisreiches Wochen-ende trafen sich Naturforscherund Naturforscherinnen aus ganzHessen in der idyllischen und be-schaulichen Steinesmhle beiLaubach. Die Kinder zwischen8 und 12 Jahren lernten sich ken-nen, entdeckten und erforschtendie Natur und hatten eine MengeSpa. Ein Hhepunkt der Freizeitwar die Naturforscher-Entde-ckungsreise, eine Rallye, bei derdie Kinder in kleinen Gruppenselbststndig Aufgaben lsen undmithilfe von Kartenstcken weite-re Aufgaben finden mussten.

    15.19. Oktober Anders leben im Lebensgarten Lebensgarten Steyerberg(Niedersachsen) ab 1526 Jahre (auch fr TeilnehmerInnen am BFD ge-eignet) 95/80 *Fnf Tage sind wir zu Gast bei der Siedlungsgemeinschaft Lebensgarten Stey-erberg e.V. und erfahren einiges ber die Projekte, Visionen und das Zusam-menleben der Menschen in dieser kologischen Gemeinschaft. Wir machenuns mit Permakultur vertraut, ben uns im Herstellen von Terra Preta (frucht-barer Pflanzenerde) und in gewaltfreier Kommunikation. Auerdem sind ge-plant: Mediation, Yoga, Kreatives, Einblicke in die Kultur-Kche und vieles mehr.

    22.27. Oktober Raus in die Natur Apfelhof in Rimhorn/Odenwald812 Jahre 165/150 *Wir gehen bei Wind und Wetter raus in die Natur, erkunden die herbstlichenWlder um Rimhorn, orientieren uns mit Kompass und Karte und sogar beiNacht. Wir beobachten die Vorbereitungen der Natur auf den Winter. Und aufdem Apfelhof erwarten uns der gemtliche Kamin, die selbstgemachten Brat-pfel und die vielen Tiere. Auf dem Hof machen wir auerdem viele Spiele undwerkeln mit Naturmaterialien. Whrend der Woche ist eine kleine Wanderungzur Burg Breuberg geplant. Auerdem unternehmen wir je nach Wetterweitere kleinere Ausflge in die nhere Umgebung oder fhren die Esel spa-zieren.* Reduzierte Preise fr BUNDmitglieder

    Ob die Kinder versuchten, die Be-wohner des Baches mit ihren Ke-schern einzufangen oder die Ge-heimnisse einer Streuobstwieselfteten: Wald, Wiese und Gews-ser wurden an diesem Wochenen-de zu einem riesigen Spielplatzund einem Ort des Wissens undEntdeckens.

    Trotz des schnen Wochenen-des waren doch alle am Sonntagsehr erschpft. Aber nicht nur dieKinder sondern auch die Teamer-Innen Sabine, Charly und Lukasverbrachten ein erlebnisreichesund lustiges Wochenende in derSteinesmhle.

    Auch bei denKleinen stand die

    Bootsfahrt hochim Kurs