ZFV Jahresbericht 2011

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  • 2011 war fr die ZFV-Unternehmungen ein gutes Jahr. Umsatz, Unterneh-mens ergebnis und Cashfl ow wurden gegenber dem Vorjahr gesteigert: der Umsatz um 7,7 Prozent auf 192,8 Millionen Franken, das Unterneh-mens ergebnis EBTDA um 8,3 Prozent auf 23,6 Millionen Franken und der Cashfl ow um 8,1 Prozent auf 22,7 Millionen Franken. Die Zahl der Mitarbei-terinnen und Mitarbeiter stieg um 25 auf 2141.

    Jahresbericht 2011

  • Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2011

    JahresrckblickKontinuitt gibt Sicherheit! 2

    Unbeirrt auf gutem Weg 6

    Schwieriges Umfeld fr die Sorell Hotels 10

    ffentliche Restaurants aus dem Dornrschenschlaf erwacht 18

    Catering mit eigenem Brand 26

    Gemeinschaftsgastronomie im Aufwind 28

    Aufbruch bei Kleiner 38

    Personelles 42

    Weitere Unternehmensaktivitten 45

    JahresrechnungKonsolidierte Bilanz 50

    Konsolidierte Erfolgsrechnung 51

    Bewertungs- und Konsolidierungsgrundstze 52

    Bericht der Revisionsstelle 54

    AnhangOrgane 56

    Mitglieder der Genossenschaft 57

    Betriebe der ZFV-Unternehmungen 58

  • 2 Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2011

    Das Jahr 2011 war fr die ZFV-Unternehmungen trotz einem eher garstigen

    wirtschaftlichen Umfeld ein gutes und liegt im grnen Bereich. Grn

    bedeutet, dass Umsatz, Unternehmensergebnis und Cashfl ow im Gleichschritt

    gesteigert werden konnten der Umsatz um 7,7 Prozent auf 192,8 Millionen

    Franken, das Unternehmensergebnis EBTDA um 8,3 Prozent auf 23,6 Millionen

    Franken und der Cashfl ow um 8,1 Prozent auf 22,7 Millionen Franken. Das

    erfllt uns mit Freude und Stolz. Mit einem Umsatz, der 2012 die 200-Millionen-

    Franken-Marke berschreiten wird, und weit ber 2 000 Mitarbeiterinnen und

    Mitarbeitern stehen die ZFV-Unternehmungen heute vor vernderten Heraus-

    forderungen.

    Das organische Wachstum hat uns in den letzten Jahren viele neue, ganz unter-

    schiedliche Betriebe gebracht, die alle unter dem ZFV-Hut vereint wer-

    den mssen. Die Anforderungen an die Administration sind enorm gestiegen.

    Es gilt, die Individualitt, die massgeblich fr den Erfolg der ZFV-Unternehmun-

    gen verantwortlich ist, mglichst unangetastet zu lassen, gleichzeitig jedoch

    den zunehmenden gesetzlichen Reglementierungen und dem Anspruch der

    Professionalitt im administrativen Bereich gerecht zu werden. Dies ist ein

    schwieriger Balanceakt, der nur mit Fingerspitzengefhl und Toleranz gemeis-

    tert werden kann. Wir sind gefordert, eine individualisierte Standardisierung

    einzufhren. Die Ablufe und Prozesse im administrativen Bereich mssen

    standardisiert werden, ohne dass dabei die so wichtige Individualitt auf der

    Strecke bleibt.

    Die spezifi sche Organisationsstruktur der ZFV-Unternehmungen hier die ber

    hundert einzelnen Betriebe mit den Gstebedrfnissen im Fokus, da der

    wachsende Hauptsitz mit gesetzlichen Aufl agen und dem Anspruch der Profes-

    sionalisierung im Nacken ist ein herrlicher Nhrboden fr Probleme und

    Missverstndnisse aller Art, nicht zuletzt auch deshalb, weil der Arbeitsrhythmus

    ein ganz unterschiedlicher ist. Die grsste Herausforderung auf beiden Seiten

    besteht darin, das richtige Mass, die richtige Form, den richtigen Zeitpunkt und

    den richtigen Ton im gegenseitigen Fordern, Nehmen und Geben zu fi nden.

    Dies setzt voraus, dass wir unvoreingenommen aufeinander zugehen, uns ge-

    genseitig respektieren und vor allem offen und umfassend kommunizieren,

    lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Wenn einfache Regeln wie Offenheit,

    Anstand und Respekt eingehalten und das Wohl des Unternehmens statt die

    eigene Befi ndlichkeit in den Vordergrund gestellt werden, ist die Basis fr einen

    zielfhrenden Umgang miteinander gegeben. Dann wird es uns auch gelingen,

    aussergewhnliche Situationen, die selbst bei bester Strukturierung und Orga-

    nisation immer wieder vorkommen, auf eine gute Art in den Griff zu bekommen.

    Und wenn dann noch eine Prise Humor dazukommt, umso besser!

    Die Standardisierung darf sich immer nur auf Ablufe und Prozesse beziehen,

    die in den Betrieben, im Hauptsitz und zwischen dem Hauptsitz und den Be-

    trieben anfallen. Im direkten Kontakt mit unseren Gsten, Mitarbeitenden und

    Kontinuitt gibt Sicherheit!

    Regula Pfi ster

  • 3Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2011

    Geschftspartnern hat sie hingegen nichts verloren. Hier sind wir nach wie vor

    gefordert, subtil auf die individuellen Bedrfnisse und Gegebenheiten einzu-

    gehen.

    Die Ablufe und Prozesse sind schnrkellos, mglichst einfach und effizient zu

    gestalten, damit die angestrebte Wirkung geradewegs erreicht wird. Von allen

    Beteiligten in den Betrieben wie auch am Hauptsitz braucht es Disziplin und

    den Willen, konstruktiv mitzuwirken. Wenn nur ein Rdchen nicht rund luft,

    gert der ganze Prozess aus den Fugen, das angestrebte Ziel wird nicht erreicht

    mit negativen Auswirkungen auf alle Involvierten und das ganze Unternehmen.

    Wenn es jedoch gelingt, mit Professionalitt die Effizienz zu steigern und

    Verbesserungen zu erzielen, so kommt dies allen zugute, vor allem aber dem

    Unternehmen.

    Bei der Nachfolgeregelung fr Regula Pfister hat der Verwaltungsrat auf Kontinuitt gesetzt und Andreas Hunziker ab 2013 zum neuen CEO der ZFV-Unternehmungen gewhlt.

    Die Standardisierung muss richtig angewandt und dosiert die Arbeit an der

    Front und im Backoffice erleichtern. Sie ist immer nur ein Hilfsmittel, ein

    Werkzeug, das der Professionalisierung und der Effizienzsteigerung dient, nie

    aber Selbstzweck. Wir mssen uns jedoch bewusst sein, dass die Gefahr einer

    berreglementierung und Verbrokratisierung latent vorhanden ist. Eine

    solche Eigendynamik wre unsglich, weil die Mitarbeitenden dann den Sinn

    ihres Tuns nicht mehr nachvollziehen knnten und jeglicher Eigeninitiative

    beraubt wrden. Die so wichtige Freude an der Arbeit ginge verloren. Das Ziel

    wre dann definitiv verfehlt und das Horrorszenario Wirklichkeit: Alle Richt-

    linien und Vorgaben sind minutis eingehalten und erfllt, doch der Erfolg

    bleibt aus, weil das persnliche Engagement und die Leidenschaft abhanden

    gekommen sind. Persnliches Engagement und Leidenschaft knnen nicht

    standardisiert werden. Sie aber sind die Triebkraft und das Geheimnis fr

    unse ren Erfolg!

    Ist bei der Umsetzung der individualisierten Standardisierung vor allem die

    Geschftsleitung gefordert, so stand der Verwaltungsrat im Berichtsjahr vor der

    wichtigen Aufgabe, ab 2013 nach meiner Pensionierung Ende 2012 einen

    neuen CEO zu finden. Angesichts der insgesamt positiven Entwicklung der

    ZFV-Unternehmungen in den letzten Jahren es stehen weder ein Turn-

    around noch eine Neuausrichtung der Geschftsstrategie an hat der Ver-

    waltungsrat das Schwergewicht auf die Kontinuitt der Geschftsttigkeit

    gelegt.

    Im Oktober 2011 hat der Verwaltungsrat deshalb Andreas Hunziker einstimmig

    zum neuen CEO der ZFV-Unternehmungen ab 2013 gewhlt. Andreas Hunziker

  • 4 Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2011

    ist ein langjhriger Mitarbeiter, der das Unternehmen fond kennt und es in

    den letzten Jahren entscheidend mitgeprgt hat. Nach einem Praktikum

    whrend seiner Ausbildung an der Hotelfachschule Luzern ist Andreas Hunziker

    2002 als Gruppenleiter und Mitglied der erweiterten Geschftsleitung zu den

    ZFV-Unternehmungen zurckgekehrt. Seit 2007 gehrt er der Geschftsleitung

    an und hat im April 2009 die Leitung der gesamten Gastronomie bernommen.

    2012 weilt Andreas Hunziker ein Jahr in den USA, um sich an der Boston Univer-

    sity und an der Cornell University auf seine neue Aufgabe vorzubereiten.

    Die Information ber den bevorstehenden CEO-Wechsel auf Anfang 2013 von mir

    zu Andreas Hunziker ist von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ZFV-

    Unternehmungen usserst positiv aufgenommen worden und hat Erleichterung

    ausgelst nicht zuletzt, weil Kontinuitt auch Sicherheit gibt.

    Dr. Regula Pfister, Prsidentin des Verwaltungsrates

  • 6 Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2011

    Fortsetzung des Wachstums

    Dank dem grossen Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es

    den ZFV-Unternehmungen im Jahr 2011 erneut gelungen, Umsatz, Unternehmens-

    ergebnis und Cashflow zu steigern. Das angestrebte Parallelwachstum aller drei

    Grssen wurde erreicht. Das ist angesichts des schwierigen wirtschaftlichen

    Umfelds mit Eurokrise, Konjunkturschwche und pessimistischer Wirtschafts-

    einschtzung alles andere als selbstverstndlich. Noch im Sommer waren die

    Aus sichten auf das Jahresende hin trb und dster. Deshalb lancierte die

    Geschftsleitung Effort 2011. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den

    Betrieben sowie am Hauptsitz wurden aufgefordert, in der zweiten Jahreshlfte

    nicht nur das budgetierte Ergebnis zu erreichen, sondern darber hinaus auch

    den in der ersten Jahreshlfte entstandenen Rckstand aufzuholen. Neben der

    Anpassung der Kosten an die Umsatzentwicklung wurde das Hauptaugenmerk

    auf die Ferien-, Feier- und Ruhetage gelegt, die stark abgebaut wurden. Allein

    diese Massnahme brachte am Ende des Jahres eine Ergebnisverbesserung von

    1,3 Millionen Franken gegenber dem Vorjahr. Ohne Effort 2011 wren Unter-

    nehmensergebnis und Cashflow der ZFV-Unternehmungen deutlich schlechter

    ausgefallen!

    Der konsolidierte Gesamtumsatz (inkl. Liegenschaften) der ZFV-Unternehmungen

    stieg im Berich