Hand in Hand 2/2012: Steiermark-Ausgabe

download Hand in Hand 2/2012: Steiermark-Ausgabe

of 32

  • date post

    02-Apr-2016
  • Category

    Documents

  • view

    223
  • download

    1

Embed Size (px)

description

Schwerpunkt: "Spielend durchs Leben" Erfahren Sie von Expertinnen und Experten warum Spielen für Kinder besondere Bedeutung hat und für die weitere Entwicklung so wichtig ist. Außerdem will spielen gelernt sein und bestimmte Spiele sind sinnvoller als andere.

Transcript of Hand in Hand 2/2012: Steiermark-Ausgabe

  • Hand in HandZeitschrift fr Gesundheit, Familie und Soziales

    2 | 2012

    Spielen entwickeln verndern. Von der Kinder krippe bis zur Lernbetreuung. > 7

    Demenz hat leider Zukunft. Die Zahl der Demenz erkrankten ist weltweit im Zunehmen. > 14

    Ein Rezept gegen Verun sicherung. Jetzt gratis Erziehungs kompass bestellen. > 26

    Entdecken, ent wickeln, bewahren > 4

    Spielenddurchs Leben

    107068_HH22012_STMK_102.indd 1 18.05.12 10:25

  • KURZENTRUM BAD VSLAUKaum ein anderer Kurortkann auf eine derart langeTradition verweisen wie BadVslau. Schon im 19. Jahr-hundert strmten die Gs-te aus Wien in den Ort, da-runter auchzahlreiche Pro-minenz: Kaiserin Elisabeth, Adalbert Stifter, Hugo von Hoffmannsthal und Adolf

    Loos sind nur einige der illus-tren Namen. Die einzigar-tigen Thermalquellen ver-dankt Bad Vslau seiner Lagean der Thermenlinie ei-ner natrlichen Grenze zwi-schen dem Wienerwald unddem Wiener Becken. Das Heil-wasser selbst sprudelt mit einer Temperatur von 24 GradCelsius aus rund 612 Me-tern Tiefe. Es sickert durchdie Kalkberge der Umgebungund wird dabei in den Bruch-spalten unter Druck und Hitze erwrmt, verndert seine

    Struktur und tritt, mit Ener-gie versehen, als Vslauer Quelle an das Tageslicht. Die vitalisierenden Eigen-schaften des Wassers werden im Kurzentrum Bad Vslau genutzt.

    THERAPIEANGEBOT Fangotherapie mit reinem

    Naturfango Unterwasserheilgymnastik Bewegungstherapie Med. Wannenbder Kneipp Gegenstromtherapie Heilwasser Trinkkur Ganzkrperkltetherapie

    -110 C Carbovasaltherapie Manuelle Lymphdrainage Laser- und Elektrotherapie Sauerstof nhalation Wirbelsulentherapie

    (GammaSwing) und vieles mehr

    GANZHEITLICHES WOHLBEFINDENSie sehen, es gibtviele Grnde unszu besuchen. Dabeiwird immer daraufgeachtet, dassneben den kr-perbezogenenTherapien auchGeist und Seeleg l e i chermaenumsorgt werden.Bei uns kann man herr-lich Energie tanken und Stress abbauen. Mit einem

    freien Kopf kehren Sie dann entspannt in Ihren Alltag zu-rck.

    WELLNESS & BEAUTYWhlen Sie aus einem breiten Sortiment an Kosmetikbe-handlungen oder statten Siedem hauseigenen Friseur-salon einen Besuch ab. Ge-nieen Sie die grozgige Badelandschaft, ein ganz-jhrig beheiztes Auenbecken mit traumhaftem Blick auf die umliegenden Weinbergesowie ein wunderschnesSauna-Areal mit Saunen undDampfbdern.

    Mehr fr Ihre Gesundheit

    -110 C

    Wirbelsulentherapie (und vieles mehr

    Ihre Gesundheitswoche

    im 4-Sterne-Hotel mit Vollpen-sion (Frhstcksbuffet, 3-Gang-Wahlmen/Buffet) 14 wohltuende Therapien 2 rztl. Beratungsgesprche 1 Blutuntersuchung Freie Nutzung der

    grozgigen Sauna- und Badelandschaft mit beheiztem Auenbecken kostenfreier Tiefgaragenplatz Unterhaltungs- und

    Aktivprogramm

    p. P. im DZ ab 599,03.06.2012 01.07.2012 p.P. im DZ 615,01.07.2012 02.09.2012 p.P. im DZ 599,02.09.2012 28.10.2012 p.P. im DZ 615,28.10.2012 25.11.2012 p.P. im DZ 599,25.11.2012 23.12.2012 p.P. im DZ 575,23.12.2012 06.01.2013 p.P. im DZ 645,

    Seniorenrabatt ab 60 Jahren minus 15, pro Woche

    Verlngerungswoche minus 25, pro Woche

    Kurzentrum Bad VslauTelefon 02252 90600www.kurzentrum.com

    KuZ-Inserat-120610-Hilfswerk_BV.indd 1 14.05.2012 17:07:41107066_HH 2 2012_OE_101.indd 2 16.05.12 14:13

  • Hand in Hand 2/2012 3

    Das Spiel das grte Geschenk fr unsere Entwicklung So viel, wie wir im Kleinkindalter lernen, lernen wir im Laufe unseres Lebens nie mehr. Alle kognitiven und krperlichen grundlagen, auf welchen wir in unserem gesamten spteren Leben aufbauen, erwerben wir in unseren ersten Lebensjahren und dies alles ohne Lernprogramme, intensiven Trainingseinheiten und universitren Ausbildungen.Die Evolution hat uns Menschen, wie auch allen anderen Sugetieren, ein groes geschenk gemacht das Spiel. Mit und im Spiel drfen wir, angespornt durch neugierde, getragen durch Lachen und Freude am Spiel und untersttzt durch das gemeinsame Tun, lernen.Diese Art von Lernen haben wir zunehmend vergessen, das Spiel ist in den Hintergrund getreten, die ernsthafte, oftmals nur theoretische und meist nur bewertende Auseinandersetzung mit neuen Inhalten in den Vordergrund.In unserer ernsthaften, rationalen Zeit haben wir auf unser geschenk aus Kindheitstagen vergessen holen wir es wieder vom Dachboden.

    Mag. gerald Mussniggeschftsfhrer

    Medieninhaber und Herausgeber: Hilfswerk Steiermark gmbH Redaktionsadresse: Zeitschrift Hand in Hand, Hilfswerk Steiermark gmbH, PaulawallischStrae 9, 8055 graz, Tel. 0316/81 31 810, EMail: gerald.mussnig@hilfswerksteiermark.at Redaktion Steiermark: Mag. gerald Mussnig Redaktion: Elisabeth Anselm, Harald Blmel, Martina goetz, Monika gugerell, Daniel gunzer, Daniela gutschi, Esther Hermann, Brigitte Hingerl, Martina Kern, gerald Mussnig, Heiko ntstaller, Petra Satzinger, Viktoria Tischler Fotos: Hilfswerk sterreich (Suzy Stckl, Klaus Titzer), Hilfswerk Steiermark, www.shutterstock.com (cover, Seite 3, 4, 6, 7, 20, 21, 28) Gesamtauflage: 130.000 Stck, sterreichweite Distribution, davon ber 90 % durch persnlich adressierte Sendungen. Anzeigen verkauf (Gesamtauflage): HilfswerkBundesgeschftsstelle, Tel. 01/404 420 Anzeigenverkauf (Steiermark): Mag. gerald Mussnig, Tel. 0664/807 85 88 02 Layout/Produktion: Egger & Lerch, 1070 wien Organisation Druck/Versand: Kastelic gmbH, 1190 wien Druck: wograndl Druck gmbH, 7210 Mattersburg

    Offenlegung gem 25 des Mediengesetzes 1981. Medieninhaber: Hilfswerk Steiermark gmbH, PaulawallischStrae 9, 8055 graz Vorstand: Br Prs. gregor Hammerl Geschftsfhrung: Mag. gerald Mussnig Grund-legende Blattlinie: umfassende Information der sterreichischen Bevlkerung zu den Themen Familie, gesundheit und Soziales (politische und gesellschaftliche Entwicklungen, Initiativen, neuerungen, untersttzungsangebote)

    Mag. Gerald Mussnig,Geschftsfhrer Hilfswerk Steiermark

    E D I T o r I A L

    10

    Mag. gerald Mussnig

    c o V E r S T o r y

    4 Spielend durchs leben. Entdecken, entwickeln, bewahren.

    7 Spielen. Entwickeln verndern.

    13 Spiel ist keine Spielerei. Die umwelt entdecken.

    P F L E g E & B E T r E u u n g

    14 Demenz. ... muss nicht alleine getragen werden.

    16 notruftelefon. nicht nur rasche Hilfe im notfall.

    17 Beruhigt in den Urlaub. HilfswerkKurzzeitbetreuung.

    g E S u n D H E I T & L E B E n

    20 psychosoziale Erkrankungen. Es kann jeden treffen.

    H I L F S w E r K

    23 pflegekrfte. Ausbildungsreform dringend erforderlich.

    25 hilfswerk International. Hilfe fr Khaipur.

    26 Verunsicherung in der Erziehung. umfrage.

    27 hilfswerk family Tour. Die Stationen der Tour 2012.

    28 Vergiss es nicht!

    gedchtnistraining und Demenz. 29 finanztipp. Startvorteil fr

    Kinder und Enkel.

    30 adressen.Hier finden Sie unsere Standorte.

    4

    7

    14

    107068_HH22012_STMK_102.indd 3 18.05.12 10:26

  • Hand in Hand 2/20124

    c o v e r S T o r y K i n d e r & j u g e n d P f l e g e & b e T r e u u n g g e S u n d h e i T & l e b e n h i l f S w e r K

    Spielend durchs LebenEntdecken, entwickeln, bewahren. Spielen ist die Arbeit des Kindes ist ein Zitat der berhmten Pdagogin Maria Montessori. Aber auch fr erwachsene hat das Spielen lebenslang einen hohen wert.

    107066_HH 2 2012_OE_101.indd 4 16.05.12 14:13

  • Hand in Hand 2/2012 5

    Monika Gugerell MSc, Fachliche Leitung Gesund-heit, Familie und Soziales, Hilfs-werk sterreich

    Mag. Martina Genser-Medlitsch, Psychologin, Expertin fr Kinderbetreuung und Erziehung im Hilfswerk

    >>

    ein gesprochenes oder geschriebenes Wort. Spielen ist eine Leistung. Beim Spiel ist der ganze Mensch beteiligt, sagt Monika Gugerell, Expertin fr Gesundheit, Pflege und Senioren im Hilfswerk. Daher fllt es auch lteren Menschen oft spielerisch leicht, Dinge zu tun, die ihnen Freude machen, obwohl sie anstrengend sind. Geist und Krper mssen im Spiel fast immer zusammenarbeiten!, erklrt Gugerell.

    Spannungsbogen des SpielsFreiphasen, Langeweile, Nichtstun gehren zu den Phasen einer Spielakti-vitt dazu, sagt Martina Genser-Med-litsch. Daher rt sie Erwachsenen, nicht dauernd Entertainer fr die Kinder zu spielen. Ein gutes Spiel durchluft mehrere Abschnitte, zuerst die Orien-tierung, was fllt dem Kind ein, welche

    Ideen und Reize gibt es, was kann das Kind ausprobie-ren, welche Spielvarianten knnen ausprobiert werden? Schlielich vertieft sich das Kind ganz ins Spiel, ist kaum von auen ablenkbar und hchst konzentriert, solange bis eine Art ,Stti-

    gungsgefhl das Spiel beendet. Dann ist es gut, zur Beruhigung beizutragen, vielleicht etwas zu trinken oder zu essen anzubieten, bevor ein neues Spiel beginnt. Dieser Spannungsbogen dient auch gut als Vorbereitung fr schuli-sches Lernen und Arbeitsprozesse, die durchaus hnliche Zyklen aufweisen, sagt Genser-Medlitsch.

    Die Entwicklung der Spielfhigkeit be-ginnt bereits im Suglingsalter: Babys zeigen Lust beim Erkunden, Ertasten und Erkennen ihres eigenen Krpers und der nchsten Umgebung.

    Alle Sinne anregenKleinstkinder lieben Trdelspiele, wie zum Beispiel Rasseln, Quietsch-spielsachen, Kreisel, Mobiles, die alle ihre Sinne anregen, die sie anschauen, ertasten, riechen, schmecken und hren knnen, sagt die Psychologin Martina Genser-Medlitsch, Expertin fr Kinderbetreuung und Erziehung im Hilfswerk. Das sind auch Spiele, die fr die Entwicklung der Babys sehr wichtig sind!

    Aber nicht nur Babys lieben es ab-wechslungsreich. Alle Menschen lernen wesentlich leichter, wenn der Lernstoff oder die T-tigkeit ihre Neugierde weckt und dabei mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen werden. Ein Gesamterleb-nis p