Hand in Hand 3/2012: Wien-Ausgabe

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Schwerpunkt: "Wir schaffen das" In dieser Ausgabe erfahren Sie wie Sie mit Mehrfachbelastungen und Stress besser umgehen können und dass auch Faul sein gelernt werden will.

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  • Hand in HandZeitschrift fr Gesundheit, Familie und Soziales

    3 | 2012

    Das Wiener Hilfswerk spricht Ihre Sprache! Pflege und Betreuung in mehreren Sprachen. > 14

    Eine Ottakringer Institution. Das Nachbarschaftszentrum 16 des Wiener Hilfswerks feiert 20. Geburtstag. > 37

    Hilfe annehmen und sich stark machen. > 4

    Wir schaffen das!

    Reformbedarf. Sachwalterschaft in der Kritik. > 23

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  • Hand in Hand 3/2012 3

    Hher, schneller, weiter?

    Jede/r von uns kennt das: Man kann einfach nicht mehr. Ein kritischer Punkt ist erreicht. Der Modebegriff dafr lautet Burnout. Aber darf man berhaupt ausge-brannt sein? In einer Zeit, in der das Hher, schneller, weiter-Denken auch abseits von Olympia gesellschaftlich fest verankert zu sein scheint, darf der/die Einzelne nicht unter der Last von Arbeit, Familie, Erwartungshaltungen und psychischem Druck zusammenbrechen. Das ist gegen die Regeln.

    Dazu sind zwei Dinge zu sagen: Erstens, dass es fr jede/n von uns den Punkt gibt, an dem eine Last zu gro wird. Und zweitens, dass es vollkommen in Ordnung ist, sich dann von anderen helfen zu lassen. Das ist kein Zeichen von Schwche, im Gegenteil. Denn nur wer sich selbst wohl fhlt, kann auch fr andere stark sein. Wer aber ausgebrannt ist und hier passt der Begriff Burnout, der ja das Ausbrennen bezeichnet, gut kann auch anderen nichts geben, da man aus dem Leeren nicht schpfen kann.

    Das Wiener Hilfswerk ist sich der Mehrfach-belastungen, die der moderne Lebensstil mit sich bringt, bewusst. Darum haben wir sowohl fr Klienten/innen als auch fr Mitarbeiter/innen zahlreiche Angebote, die einen ausgewogenen Alltag ermglichen sollen. Hher, schneller, weiter darf es immer sein dabei gesund zu bleiben, ist aber ebenso wichtig.

    Herzlichst,

    Ihre Karin Praniess-KastnerPrsidentin desWiener Hilfswerks

    Impressum

    Herausgeber und Medieninhaber:Wiener Hilfswerk, Schottenfeldgasse 29, 1072 Wien, Tel.: (+43-1) 512 36 61, Fax: DW 33, E-Mail: [email protected]ilfswerk.atRedaktion: Mag. Martina Goetz, Mag. Heiko Ntstaller, Mag. Harald Blmel, Lisa Anselm, Conny Pressler. Fotos: Hilfswerk sterreich/Suzy Stckl, Wiener Hilfswerk/Wolfgang Krischke, Pedro Salvadore, Fotolia. Gestaltung: CMS Vesely GmbH, Korneuburg. Druck: Ferdinand Berger & Shne GmbH, Hornber zugesandte Manuskripte freut sich die Redaktion, behlt sich jedoch vor, diese zu redigieren, abzulehnen oder in gekrzter Fassung zu verffentlichen. Namentlich gekennzeichnete Artikel mssen nicht unbedingt der Auffassung der Redaktion entsprechen.

    C O V E R S T O R y

    4 Wir schaffen das Hilfe annehmen und sich stark machen.

    K I N D E R & J U G E N D

    7 Entlastung fr erschpfte Mtter

    Die Angebote der Abteilung Kinderbetreuung des Wiener Hilfswerks untersttzen Familien.

    8 Aktions-Raum Mehr als nur ein Zimmer Freizeitraum fr Jugendliche mit Behinderung

    10 FIDIs Abenteuer Das schlaue Entlein des Hilfswerks geht wandern.

    P F L E G E & B E T R E U U N G

    13 Aktivitten fr alle Sinne Das Wiener Hilfswerk betreibt zwei Tageszentren fr Seniorinnen und Senioren

    G E S U N D H E I T & L E B E N

    18 Gehirntraining fr Jung und Alt

    Rtsel und Denksport-Aufgaben rund um das Thema Ei

    H I L F S W E R K

    20 Spenden fr das Wiener Hilfswerk Initiativen und Aktivitten von Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen

    28 SonnengartenUrlaube und Aktiv-Wochenenden mit Wohlfhl-Garantie

    Karin Praniess-KastnerPrsidentin des Wiener Hilfswerks

    28

    E D I T O R I A L

    30 31

    Helft uns helfen Ihre Spende ist steuerlich absetzbar!Ohne Ihre Untersttzung knnten wir viele soziale Projekte nicht umsetzen. Wir bitten Sie daher um Spenden

    auf das Spendenkonto des Wiener Hilfswerks: 7605738 bei PSKBLZ 60000.IBAN: AT916000000007605738; BIC: OPSKATWW

    BITTE UM SPENDEN

    Das sterreichische Umweltzeichenfr Druckerzeugnisse, UZ24, UW 686Ferdinand Berger & Shne GmbH.

  • Hand in Hand 3/20124

    Wir schaffen das!

    Bettina S. ist berufsttige, alleinerzie-hende Mutter und hat fr zwei schul-pflichtige Kinder zu sorgen. Jeder Tag erfordert genaue Planung, dennoch muss sie laufend improvisieren, damit alles klappt und weder Familie noch Beruf zu kurz kommen. Trotzdem fhlt sie sich nicht wie im Hamsterrad. Denn sie hat gelernt, mit der Mehr-fachbelastung umzugehen. Ich muss nicht alles alleine schaffen!, war die wichtigste Erkenntnis, um einer ber-belastung, einem Burn-out, vorzu-beugen. Ein Hort nach der Schule, die Groeltern und Nachbarn, die hin und wieder auf die Kinder aufpassen, geben Bettina S. den notwendigen Freiraum, dass sie auch Zeit fr sich selbst hat, um wieder neue Kraft zu tanken.

    Familire RckbindungViele Menschen haben eine Scheu, Hilfe anzunehmen, sagt Winfried Trbinger, rztlicher Leiter beim psychosozialen Dienst im Hilfs-werk Steiermark. Sie haben Angst, dass dies als Schwche ausgelegt wird. Dabei ist die Hilfe oft nah. Freunde, Nach-barn und Familie knnen eine groe Untersttzung sein, nicht nur um Aufgaben loszuwerden, sondern auch

    Hilfe annehmen und sich stark machen. Immer mehr Menschen fhlen sich stark belastet. Selbst Bildung und Wohlstand sind keine Garantie, dass Mehrfachbelastungen gut bewltigt werden. Soziale Netzwerke helfen in jedem Fall.

  • Hand in Hand 3/2012 5

    C O V E R S T O R yK I N D E R & J U G E N D

    P F L E G E & B E T R E U U N GG E S U N D H E I T & L E B E N

    H I L F S W E R K

    Monika Gugerell MSc, Fachliche Leitung Gesund-heit, Familie und Soziales, Hilfs-werk sterreich

    Dr. Winfried Trbinger, rzt-licher Leiter beim psychosozialen Dienst im Hilfs-werk Steiermark

    >>

    um sich auszutauschen und Rat zu holen, sagt Trbinger. Gerade Men-schen ohne starke familire Rckbindung sollten sich rechtzeitig Untersttzung holen, rt Trbinger. Erbliche UnterschiedeDie seelische Belastbarkeit ist hnlich wie krperliche und geistige Fhig-keiten zum Teil angeboren und lsst sich nur bedingt trainieren, rumt

    Wir schaffen das!

    Trbinger auch mit dem Vorurteil auf, man msse nur wollen, um alles zu schaffen. Menschen, die als Kind eine leichte Auf-merksamkeitsdefizit-/Hyper-aktivittsstrung (ADHS) hatten, sind als Erwachsene

    oft geeigneter, Mehrfachbelastungen zu verkraften. Deren Gehirn arbeitet besser, wenn es fr sie spannender ist. Positive und negative Erlebnisse in der Kindheit wirken sich ebenfalls auf

    die Belastbarkeit aus, sagt Trbinger. Wer als Kind hufig sozialem Spott und Abwertungen ausgesetzt war, kippt spter leichter in eine Krise!

    Frauen besonders gefhrdetFrauen sind bezglich berbelastung besonders gefhrdet, weil sowohl die Kinderbetreuung als auch die Pflege und Betreuung lterer Angehriger in sterreich immer noch vorwiegend von Frauen geleistet wird. Mit der zunehmenden Erwerbsttigkeit der

    Die Mue ist die Schwester der Freiheit.Aristoteles

  • Hand in Hand 3/20126

    C O V E R S T O R y K I N D E R & J U G E N D P F L E G E & B E T R E U U N G G E S U N D H E I T & L E B E N H I L F S W E R K

    Frauen steigt auch deren Mehrfach-belastung. Die Schwelle, fremde Hilfe anzunehmen, ist fr viele Menschen sehr gro. Dabei ist nicht jeder Mensch fr jede Ttigkeit gleich gut geeignet. Das gilt natrlich auch fr die Pflege!, ist Monika Gugerell, fach-liche Leiterin fr Gesundheit, Familie und Soziales im Hilfswerk, berzeugt.

    Untersttzung annehmenAnna B. pflegt und betreut seit sieben Jahren ihre Mutter, fhlt sich aber dennoch nicht ausgebrannt: Es ist schn, dass ich fr meine Mutter da sein kann, aber ich wei, dass ich nicht alles kann. Dazu fehlt mir die Ausbil-dung, aber in vielen Fllen auch die notwendige Distanz. Dafr sind die Fachleute vom Hilfswerk da. Die ge-ben mir auch fr den Alltag wertvolle Tipps, die meiner Mutter und mir das Leben erleichtern. Monika Gugerell stimmt zu: ,Selbstausbeutung bringt niemandem etwas. Besser hin und wieder Auszeiten nehmen und Kraft schpfen als dauerhaft ausfallen! >

    Tipps

    Wie Sie sich stark machen Schaffen Sie sich einen persn-

    lichen Freiraum, Zeit zum Ab schalten, die sie nur fr sich selbst verwenden!

    Sprechen Sie mit Vertrauten ber Ihre Belastungen!

    Treffen Sie sich oft mit Menschen, die Ihnen Kraft geben!

    Sammeln Sie Verbndete zur Bewltigung von schwierigen Aufgaben!

    Gestehen Sie sich selbst zu, nicht immer alles alleine machen zu mssen!

    Geben Sie anderen Menschen auch die Chance, Ihnen zu helfen!

    Prfen Sie ernsthaft alle Unter-sttzungsangebote! Diese sind in sterreich regional sehr unterschiedlich. Unter der Telefonnummer 0800 800 820 erfahren Sie, welche Anlauf-stellen es in Ihrer Nhe gibt.

  • 7C O V E R S T O R yK I N D E R & J U G E N D

    P F L E G E & B E T R E U U